Natasha Korsakova

 4.3 Sterne bei 11 Bewertungen
Autor von Tödliche Sonate, Tödliche Sonate und weiteren Büchern.

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Tödliche Sonate

Tödliche Sonate

 (3)
Erschienen am 08.10.2018
Tödliche Sonate

Tödliche Sonate

 (8)
Erschienen am 08.10.2018

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Rezension zu "Tödliche Sonate" von Natasha Korsakova

Stimmiges Debüt
talishavor 7 Tagen

Das Cover ist mega schön und passt perfekt zu diesem Krimi, der in der Musikwelt von Rom spielt. 

Eine Agenturinhaberin wird ermordet, sie hatte Geld und war ein Biest. Familie, Angestellte, von ihr betreute Künstler - alle waren von ihr in der einen oder anderen Weise schon beleidigt oder hintergangen worden. Verdächtige gäbe es also genug. Die Polizei um Commissario Di Bernardo stochert lange im Dunkeln, denn ein ausreichendes Mordmotiv scheint niemand zu haben und durch einige weitere Angriffe dauert es, bis Di Bernardo alle Puzzlesteine beisammen hat. 

Die Idee zum Krimi gefällt mir gut, ich mag die Kombination von klassischer Musik und Krimi sehr gerne, auch Geschichten, die in Rom spielen. Eine perfekte Kombination! Erzählt wird der Kriminalroman in drei Ebenen: es gibt einen Vergangenheitsteil, der von Stradivaris legendärer Geige berichtet; einen Teil, in dem der/die Mörder/in zu Wort kommt; und schlussendlich der Gegenwartsteil mit dem aktuellen Geschehen. 

Leider erfährt man bis über die Mitte hinweg nicht, was die im Vergangenheitsteil beschriebene Geige im aktuellen Mordfall für eine Rolle spielt. Auch  war mir bald klar, wer der/die Mörder/in ist. Das ist per se nicht schlimm, aber es fehlte vielleicht ein wenig an Spannung und Würze, obwohl immer wieder etwas passiert. Der Fall zog sich für mich in die Länge, weil man einfach nicht weiss, wie diese Geige ins Geschehen hineinpasst . Ich konnte, genau wie der Commissario, den Fall für ein paar Stunden vergessen und das Buch weglegen ohne das Gefühl zu haben, ich müsse dringend weiter lesen.  Ansonsten fühlte ich mich wohl im ersten Krimi von Natasha Korsakova und wurde gut unterhalten.

Vielleicht könnte die Autorin dem Commissario in einem allfälligen zweiten Band neue Kleidung kaufen, damit er nicht immer ans Joggen und Abnehmen denken muss und sich vollumfänglich seiner Familie, seinem Job, Fussballmatches und gutem Essen widmen kann. 

Fazit: Stimmiges Debüt, das man mit Wein und klassischer Musik im Hintergrund in aller Ruhe geniessen kann.
4 Punkte.
 

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Rezension zu "Tödliche Sonate" von Natasha Korsakova

Es begann in der Werkstatt Stradivaris ...
detlef_knutvor einem Monat

Die Autorin ist Violinsolistin und reist für Konzerte um den gesamten Globus, aber immer wieder auch nach Rom. Der vorliegende Roman ist ihr Debütroman. Wen wundert es, dass das Thema dieses Kriminalromans die klassische Musik, Stradivaris Violinen und das Business drumherum sind?

Die hochangesehene Inhaberin einer Künstleragentur wird ermordet aufgefunden. Doch wer auf der prominenten Leiter steht, wird auch angefeindet. Sowohl von abgewiesenen Künstlern, von Wettbewerbern, Mitarbeitern und nicht zuletzt von Familienangehörigen. Der Commissario Di Bernardo hat es nicht leicht, zusammen mit seinen Kollegen den Dschungel an Lügen, Intrigen, Wahrheiten und Halbwahrheiten zu lichten.

Was kann der Leser erwarten? Zunächst einen durchaus spannenden Krimi mit interessanten Verwicklungen. Dann einen faszinierenden Regionalbezug zum Schauplatz Rom. Als Kontrast zu den Romanen von Donna Leon eine angenehme Alternative. Die umfangreichen Beschreibungen lassen den Leser durch die Stadt reisen. Als drittes erfährt der Leser sehr viel über das Konzertgeschäft rund um die klassische Musik im Allgemeinen und die Geschichte der Geigenherstellung im Besonderen. Sehr gut gefallen haben mir die historischen Kapitel, die in der Werkstatt Stradivaris im Jahre 1716 beginnen. Sie begleiten die Ermittlungen den gesamten Roman hindurch. Doch der Leser sollte dabei nicht vergessen, dass es sich um einen fiktiven Roman handelt. Auch wenn große Teile der Historie entnommen sind, stimmt deswegen nicht alles, was geschrieben steht. Korsakova stellt dies im Nachwort auch eindeutig klar, weshalb ich unbedingt empfehle, das Nachwort tatsächlich erst nach dem Ende des Romans zu lesen. Mit dem Wissen des Nachworts ist der Krimi vielleicht nicht ganz so spannend, aber nur vielleicht.

Ein Manko allerdings sind die unendlich vielen italienischen Namen. Jede Nebenfigur, und wenn es nur der Briefträger auf der Straße ist, hat einen vollständigen Namen bekommen. Das ist verwirrend und zu viel des Guten.

Trotz allem bietet der Roman spannende und interessante Unterhaltung.




© Detlef Knut, Düsseldorf 2018

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Rezension zu "Tödliche Sonate" von Natasha Korsakova

Atmosphärisch, spannend, toll erzählt! 👍
Wedmavor einem Monat

Diesen Krimi habe ich sehr gern gehört: Atmosphärisch, spannend bis zur letzten Minute, toll komponiert, in schöner, ausdrucksstarker Sprache erzählt. Bitte mehr davon!

Klappentext beschreibt den Anfang recht gut: „Wer tötete die Grande Dame der klassischen Musik?

Ein skandalöser Fall erschüttert Rom: Die mächtige und in den Kreisen der klassischen Musik gefürchtete Musikagentin Cornelia Giordano wurde brutal ermordet. Commissario Di Bernardo, erst kürzlich aus Kalabrien nach Rom versetzt, muss sich in die Welt der Musikagenten, Opernhäuser und musikalischen Wunderkinder begeben und ermitteln. Es scheint, als sei die Giordano alles andere als beliebt gewesen. Und was hat die "Messias", Antonio Stradivaris legendäre Violine, mit dem Fall zu tun?

Johannes Steck leiht seine charismatische Stimme Commissario Di Bernardo und dessen Team. Frank Arnold erzählt die Geschichte zweier Geigen - über die Künstler die auf ihnen spielten und ihre Reise durch die Zeit. Oliver Brod wiederum schlüpft in seinem Part in die Rolle des Mörders. Natasha Korsakova spielt ausgesuchte Stücke auf der Violine. Gemeinsam machen sie Tödliche Sonate zu einem melodischen Hörgenuss.“

Gleich von den ersten Minuten an war klar: Es wird eine süffige, großartige Geschichte werden. Und ja: Sie ist es geworden. Noch viel besser als erwartet.

Commissario Di Bernardo ist ein sympathischer Protagonist, 50, hat einen 17-jährigen Sohn, mit dem er gern seine Zeit verbringt. Diese familiäre Seite bringt Gemütlichkeit in das Ganze und hat auch mit den Ermittlungen zu tun, denn einerseits hilft Di Bernardo der Sohn, in dem er gute Fragen stellt oder auch zuhört und kommentiert. Andererseits ist das nicht perfekte, aber von Wärme und Menschlichkeit bestimmte Familienleben des Commissario ein deutlicher Kontrast zu der Familie der Ermordeten, von der man immer mehr im Laufe der Ermittlungen erzählt.

Ein anderer Erzählstrang versetzt die Zuhörer in die Vergangenheit und erzählt die Geschichte der legendären Geige von Stradivari. Man erfährt hier allerlei Interessantes über Geigenbau, „trifft“ anfangs den Maestro und seine Söhne, später die Menschen, die diese Geige und die Nachahmungen von Stradivari-Geigen gespielt und ihr Eigen nennen durften.

Der dritte Erzählstrang offenbart die Gedanken, Empfindungen und Taten des Mörders, denn hier wurde aus seiner Sicht erzählt, was die Geschichte insg. auch bereichert, aber keine voreiligen Schlüsse auf seine Identität erlaubt.

Es gibt vielerlei Verwicklungen und falsche Fährten. Di Bernardo muss noch einen kurzen Trip nach England hinlegen, etc.

Am Ende laufen alle Dinge zusammen. Der Mörder wird ermittelt, seine wahren Motive freigelegt. Und es gibt ein gutes Ende mit einer Tafel voller italienischen Speisen für alle.

Manchmal lassen sich die Geschichten mit wohl komponierten Musikstücken vergleichen. Hier ist es absolut der Fall. Hier stimmt einfach alles. Schon lange so eine rundum gelungene Geschichte nicht mehr gehört.

 

Johannes Speck, Frank Arnold und Oliver Brod haben die Geschichte großartig vorgetragen. Ihre Darbietung hat dem Ganzen mehr Facetten verliehen, holte aus dem Krimi noch mehr heraus. So toll kann man selbst nicht lesen.

Die Musikstücke, gespielt von Autorin, fügten sich prima in das Gesamtbild und stellen eine große Bereicherung für das Hörbuch dar.

Fazit: Ein toller Auftakt der Reihe. Ich hoffe, bald weitere Folgen mit Commissario die Bernardo hören/lesen zu können.

Gern vergebe ich 5 hell leuchtende Sterne und eine unbedingte Hörempfehlung.

 

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