Natasha Korsakova

 4,6 Sterne bei 91 Bewertungen
Autorin von Römisches Finale, Di Bernardo und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Musik und Literatur: Natasha Korsakova ist eine Violinistin und Schriftstellerin russisch-griechischer Abstammung. Sie studierte an der Zentralen Musikschule beim Moskauer Konservatorium. Nach dem plötzlichen Tod ihres Vaters, dem berühmten russischen Geiger Andrei Korsakov, übernahm sie im Alter von 18 Jahren die Position ihres Vaters in über 60 weltweit geplanten Konzerten. Danach lebte sie in Deutschland und setzte ihre Konzerttätigkeit fort, wo sie als Solistin auf 5 Kontinenten auftrat. Sie wurde nicht nur Künstlerin des Jahres in Chile und Italien, sondern spielte auch vor dem Papst Benedikt XVI im Vatikan.

Seit einigen Jahren schreibt sie erfolgreiche Kriminalromane und reist regelmäßig nach Rom, an den Schauplatz ihrer Geschichten. Neben den verzwickten Mordfällen in der Künstlerbranche entdeckt ihr eigentlich unmusikalischer Protagonist Commissario Di Bernardo für sich allmählich die Schönheit der klassischen Musik.

Alle Bücher von Natasha Korsakova

Cover des Buches Römisches Finale (ISBN: 9783453423633)

Römisches Finale

(25)
Erschienen am 14.10.2019
Cover des Buches Di Bernardo (ISBN: 9783991200246)

Di Bernardo

(18)
Erschienen am 19.06.2023
Cover des Buches Tödliche Sonate (ISBN: 9783453422674)

Tödliche Sonate

(18)
Erschienen am 08.10.2018
Cover des Buches Quartett (ISBN: 9783991200796)

Quartett

(14)
Erschienen am 15.05.2026

Neue Rezensionen zu Natasha Korsakova

Cover des Buches Quartett (ISBN: 9783991200796)
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Rezension zu "Quartett" von Natasha Korsakova

LenaErler
Klare Leseempfehlung

Mit „Quartett“ legt Natasha Korsakova einen Kriminalroman vor, der Spannung, musikalische Elemente und italienische Atmosphäre wirkungsvoll miteinander verbindet. Besonders stark ist für mich die Figurenzeichnung rund um Commissario Di Bernardo.

Di Bernardo überzeugt gerade deshalb, weil er nicht als makelloser Musterkommissar erscheint. Er handelt intuitiv, bleibt beharrlich und begegnet den Menschen zugleich mit spürbarer Wärme. Auch wenn der Fall zunehmend komplex wird, bewahrt er seine Eigenständigkeit und bleibt als Figur glaubwürdig und nahbar.

Ebenso gelungen ist das Zusammenspiel innerhalb seines Teams. Die unterschiedlichen Charaktere und Fähigkeiten greifen gut ineinander; besonders die Gespräche zwischen den Kollegen bringen immer wieder feinen Humor in die Handlung, und dadurch entsteht der Eindruck einer wirklich eingespielten Einheit. 

Auch die Krimihandlung selbst hält die Spannung aufrecht. Verschiedene Spuren und Verdachtsmomente sorgen dafür, dass man als Leser immer wieder neu miträtseln kann. Die musikalische Ebene dient dabei nicht nur als dekorativer Hintergrund, sondern prägt die Stimmung des Romans und verleiht „Quartett“ einen eigenen Ton, der ihn von vielen klassischen Krimis unterscheidet.

Eine klare Empfehlung für Leserinnen und Leser, die charakterstarke Ermittler, italienisches Flair und Kriminalromane mit einer besonderen Atmosphäre schätzen.

Cover des Buches Quartett (ISBN: 9783991200796)
JuliaSchus avatar

Rezension zu "Quartett" von Natasha Korsakova

JuliaSchu
Mord mit Musik: pure Authentizität

Es ist kein Geheimnis, dass ich selten Ausflüge in das Krimi-Genre mache. Doch inzwischen ist es ebenfalls keines, dass ich für ein Buch von Natasha Korsakova sofort einen solchen unternehme. Denn die Autorin ist nicht nur eine hervorragende Krimiautorin, sondern vor allem eine begnadete Musikerin. Wenn Korsakova statt zur Violine zur Feder greift, weiß man, dass es einen Mord in der römischen Musikbranche gegeben hat. Und wie keine zweite kann sie das Setting der Klassik einfangen, sodass man in der Szenerie versinkt, gemeinsam mit Commissario Di Bernados Team ermittelt und sich den Intrigen der Musikindustrie hingibt. „Quartett“ ist der vierte Fall von Dionisio Di Bernardo, in dem er mit der klassischen Musik konfrontiert wird. Und zum vierten Mal schafft die Autorin es, ihre Leserschaft in ihren Bann zu ziehen!






Klappentext


Rom, Spätherbst 2025: Nach einem gefeierten Konzert endet der Abend für den ersten Geiger des berühmten »Arcimboldo«-Quartetts tödlich: Lorenzo Verro wird in einem düsteren Durchgang nahe dem Teatro Argentina in Rom erstochen aufgefunden. Für Commissario Di Bernardo beginnt ein verzwickter Fall, der ihn erneut in die widersprüchliche Musikerwelt führt – und in die Schatten dahinter. Zwischen den verletzten Egos, Rivalitäten und verschwiegenen Affären stößt er auf ein Geflecht aus Lügen, das bis in die feinsten Strukturen des Quartetts reicht. Was für ein Mensch steckte hinter der Fassade des Primarius? Warum musste er sterben? Und welche Rolle spielt der schillernde Klarinettist, was hat er zu verbergen? Als Di Bernardo glaubt, endlich ein Muster zu erkennen, ist der Täter ihm einen Schritt voraus: Ein zweiter Mord bricht das fragile Gerüst aus Schweigen. Vor der Kulisse des nächtlichen Roms entdeckt Di Bernardos Team Abgründe, die weit über die Bühne hinausreichen. Und je weiter sie den Geheimnissen auf die Spur kommen, desto erschütternder wird die Wahrheit.






Meinung


Zuerst muss ich sagen, dass der Titel „Quartett“ absolut perfekt ist. Natasha Korsakova überlässt selten etwas dem Zufall und das wird auch bei der Titelwahl deutlich. Im Fokus der Geschichte steht das „Arcimboldo“-Quartett, in dessen Reihen es einen Mord gegeben hat. Außerdem ist es der vierte Fall von Di Bernardo und somit auch Korsakovas viertes Buch, sodass der Titel mit der Geschichte absolut harmoniert. Das Cover trifft meinen persönlichen Geschmack zwar nicht unbedingt, passt aber trotzdem.


Was geschah nun aber nach dem Konzert des Quartetts? Der erste Geiger Lorenzo Verro verlässt nur kurz das Restaurant, in dem die Musiker feiern und wird ermordet. Natürlich ermittelt Di Bernardo in diesem Fall, schließlich hat er – leider – schon einige Erfahrung, was Morde in der Musikbranche betrifft. Es entsteht ein spannender Kriminalfall, in dem der Kreis der Verdächtigen sehr klein ist. Denn bald ist klar: Es muss einer der anderen Musiker gewesen sein.


Oder?


Und vor allem, warum?


Der Leser wird auf eine spannende Reise mitgenommen und das Setting ist absolut authentisch. Das ist einer der größten Pluspunkte des Buches. Man merkt sofort, dass die Autorin ein Profi auf dem Gebiet der Klassik ist. Sie beschreibt so bildlich, dass die Authentizität des Musiksettings hervorsticht. Man wird quasi von der Musik tief eingesogen und erwacht erst wieder, wenn man das Buch zuklappt. Dabei ist vor allem die Detailverliebtheit klasse. Im Buch gibt es acht QR-Codes, die alle zu Stücken führen, die entweder im Buch direkt eine Rolle spielen oder anders relevant sind. Auch hier gibt es keine Zufälle. Die Videos wurden eigens für das Buch hochgeladen. Einige Stücke spielt Korsakova sogar selbst, was den Zugang zur Geschichte noch einmal vertieft. Ich habe es geliebt, die Stücke im Anschluss an die Kapitel zu hören. Zu lesen und zu hören hat bei mir übrigens nicht geklappt. Zu dicht sind die Beschreibungen der Musik im Buch, die ich einfach nachempfinden wollte. Lässt man sich als Leser auf diese Art der Unterhaltung ein, ist „Quartett“ ein echtes Geschenk, das sich von normalen Krimis einfach abhebt.


Insgesamt ist das Buch aber auch nicht gewöhnlich. Die Autorin legt viel Wert darauf, das italienische Flair einzufangen. Sei es, indem die römischen Straßen oder aber die Süßigkeiten die del Pino immer isst, detailgetreu beschrieben werden. Man kann sich die Szenerie sehr gut vorstellen.


Hinzu kommt, dass Korsakova die gleiche Detailliebe, die sie in ihre Handlungsorte steckt, auch in ihren Figuren zu finden ist. Kennt man einen der Vorgänger von „Quartett“, trifft man lieb gewonnene Figuren auch hier wieder. Alles richtet sich natürlich nach Di Bernardo aus. Aber auch Del Pino oder Fedi spielen weiterhin eine große Rolle. Im Kommissariat passiert eine ganze Menge, doch ob das Team mit diesen Veränderungen klar kommt, ist unklar. Eine Veränderung heißt der Commissario aber willkommen: seine neue Ermittlerin Guilia. So bleibt zwar der liebgewonnen Kern des Teams bestehen, doch damit es nicht langweilig wird, wird er um Guilias (spannende) Geschichte erweitert. Mir kam es manchmal so vor, als wenn der eigentliche Kriminalfall um Lorenzo Verro vor lauter liebevoller Charakterarbeit und Hinwendung zur Musik in den Hintergrund gerät.


Am Fall selbst gefiel es mir tatsächlich nicht so gut, dass der Kreis der Verdächtigen so unglaublich klein war. Ich wollte aber natürlich auch auf gewisse Weise nicht wahrhaben, dass einer der anderen Musiker der Täter ist. Auch die Flashbacks, die bereits im Prolog auftauchen, von denen man aber nie genau weiß, aus wessen Sicht sie sind, geben dem Leser (zu) viele Hinweise auf das Motiv. Das fand ich etwas schade. Mein einziger weiterer Kritikpunkt, der vielleicht mit meinem eigenen Gedächtnis zu tun hat, ist die Benennung zweier Figuren. Ich habe einfach immer „Emanuele“ und „Enrico“ verwechselt. Das kann man eigentlich nicht als Kritik durchgehen lassen, war für mich aber trotzdem ein klitzekleines Bisschen anstrengend. Nichtsdestotrotz ist der Fall spannend und vor allem extrem kurzweilig. Ich konnte kaum glauben, wie schnell man im Buch vorankommt. Besonders am Ende wird es rasant. Ich war traurig, als das Buch zu Ende war, denn mich beschlich das Gefühl, dass so viele Dinge noch ungeklärt sind. Aber vielleicht wird es ja eine Auflösung geben. Vielleicht ein Mord in einem „Quintett“?!






Fazit


„Quartett“ ist ein kurzweiliger und sehr besonderer Krimi. Selten habe ich eine solche Authentizität in den Beschreibungen des Settings und der Handlung selbst erlebt. Die Musik ist die eigentliche Protagonistin in der Geschichte und das gefiel mir ganz besonders gut. Für die tolle Atmosphäre, die gute Unterhaltung und die detailreichen Figuren muss man die Höchstwertung geben. Ein ganz kleiner Abzug kommt von mir lediglich hinzu, da ich die Auflösung durch den kleinen Kreis der Verdächtigen etwas vorhersehbar fand. Somit vergebe ich 4,5 Sterne für „Quartett“ und hoffe, dass es nicht Di Bernardos letzter Ausflug in die Musikbranche war.

Cover des Buches Quartett (ISBN: 9783991200796)
detlef_knuts avatar

Rezension zu "Quartett" von Natasha Korsakova

detlef_knut
Ein Quartett voller Harmonie

Dies ist der jüngste Fall von Commissario Di Bernardo und wurde kürzlich veröffentlicht. Wie in ihren früheren Büchern verknüpft Natasha Korsakova – die selbst als international tätige Violinistin bekannt ist – erneut die Welt der klassischen Musik mit einem kunstvoll gestalteten Kriminalfall in Rom.

Nach einem gefeierten Konzert endet der Abend im Spätherbst 2025 für den ersten Geiger des berühmten „Arcimboldo“, einem Quartett für klassische Musik, tödlich. Lorenzo Verro wird in Rom in einem düsteren Durchgang nahe dem Teatro Argentina erstochen aufgefunden. Für Commissario Di Bernardo und sein Team beginnt damit ein verzwickter Fall, der ihn erneut in die widersprüchliche Musikerwelt führt – und in die Schatten dahinter. Wegen des Hintergrunds klassischer Musik bittet er wieder Del Pino, der inzwischen in einer anderen Abrteilung arbeitet, um zusätzliche Hilfe. Außerdem wächst sein Team um eine neue Mitarbeiterin namens Giulia. Geärgert werden alle vom Chef Borghese, der in den Ruhestand gehen möchte, ihnen aber einen neuen – abscheulich arroganten – Kandidaten für seinen Posten vorstellt.

Im Umfeld von gekränkten Egos, Rivalitäten und geheimen Affären entdeckt das Team ein Netz aus Lügen, das tief in die Strukturen des Quartetts hineinreicht. Zunächst bleibt unklar, welche Persönlichkeit sich wirklich hinter der Fassade des ermordeten Primarius Lorenzo Verro verbarg, weshalb er sterben musste und welche Rolle der auffällige Klarinettist im Ensemble einnimmt – sowie welche Geheimnisse er möglicherweise hat.

Ist der Verbrecher tatsächlich unter den verbleibenden Musikern zu finden? Und wenn anscheinend keiner von ihnen einen Grund hatte zu handeln, warum hält dann jeder etwas zurück? Gerade als Di Bernardo denkt, ein Muster entdeckt zu haben, ist der Mörder ihm bereits einen Schritt voraus: Ein weiterer Mord zerstört das fragile Fundament der Ermittlungen, und alles zerfällt erneut – wie ein Quartett, das seinen Zusammenhalt verliert.

Vor der beeindruckenden Kulisse des komplexen Rom entdeckt Di Bernardo Stück für Stück tiefere Abgründe, die weit über das Geschehen auf der Bühne hinausgehen. Je mehr er mit seinem Team den Geheimnissen nachgeht, desto schockierender offenbart sich die Wahrheit.

Der Schreibstil der Autorin weckt die Sehnsucht nach Rom. Mit ihr erkundet man neugierig die verwinkelten Gassen und die breiten Straßen. Manchmal wird daraus eine gemächliche Autofahrt. Die Speisen, die Italiener schätzen, werden genussvoll beschrieben. Natasha Korsakova verknüpft die Wörter auf eine poetische Weise, sodass ihre Sätze wie eine Melodie im Kopf erklingen. Die Darstellungen von Orten, Plätzen, Häusern, Wohnungen und vielem mehr fügen sich harmonisch in die Stimmung der Lesenden ein. Es entsteht einfach der Wunsch, Italien zu besuchen.

Natasha Korsakova ist eine international tätige Violinistin und Krimiautorin, die im Tessin lebt, fünf Sprachen beherrscht und als Solistin auf fünf Kontinenten aufgetreten ist. Bei ihren Lesungen trägt sie klassische Violinwerke vor, die auch in ihren Romanen eine Rolle spielen – so verbindet sie Literatur und Musik zu einem besonderen Erlebnis.

Ein ganz besonderes Highlight dieses Romans ist wieder das Erlebnis mit der Musik. Man sollte zwar schon ihre Lesungen Live erleben, aber für die Leser, die das nicht können, hat die Autorin einige Kapitel mit einem QR-Code versehen, der zu einem Musikstück von und mit ihr auf YouTube führt. Das ist einfach klasse.

Die Umgebungen, in denen Natasha Korsakovas Romane angesiedelt sind, sind stets faszinierend. Diese Szenarien sind Bereiche, mit denen die schreibende Violinistin beruflich bestens vertraut ist. Ich selbst habe wenig Kontakt zur klassischen Musikszene und erweitere durch ihre Romane gerne mein Wissen darüber, das mir sonst völlig unbekannt bleibt.

In diesem Team verlaufen die Ermittlungen häufig durch direkte Dialoge, ohne dass actionreiche Szenen vernachlässigt werden. Immer wieder kommen neue Elemente ins Spiel, die zusammen mit den irreführenden Hinweisen die Handlung äußerst fesselnd gestalten. Natasha Korsakova verleiht den Figuren durch zahlreiche Details Leben, und sie zeichnen sich durch ein unerwartetes Privatleben aus. Sie wirken sehr authentisch und sind dem alltäglichen Leben entnommen, mit Charaktereigenschaften, die jeder Leser aus seinem Umfeld oder sogar von sich selbst kennt.

In »Quartett« von Natasha Korsakova taucht der Leser in ein faszinierendes Umfeld der klassischen Musikszene ein. Die sympathischen Figuren im Team verleihen der Geschichte eine besondere Note und machen die Ermittlungen umso packender. Die tiefgehenden Motive der Täter fesseln und halten die Spannung bis zur letzten Seite. Zudem werden die Beschreibungen über Rom und die italienischen Speisen lebendig, wodurch die Atmosphäre der Stadt greifbar wird. Korsakova gelingt es meisterhaft, die Welt der Musik mit einem fesselnden Kriminalfall zu verknüpfen, und lässt den Leser neugierig auf das nächste Abenteuer warten. Ein Muss für Liebhaber von spannenden Geschichten und der italienischen Kultur! Brunetti und Montalbano haben einen wunderbaren Kollegen bekommen.

© Detlef Knut, Düsseldorf 2026

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Zusätzliche Informationen

Natasha Korsakova wurde am 24. Januar 1973 in Moskau geboren.

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