Natasha Solomons

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Natasha Solomons

Lebenslauf von Natasha Solomons

Die britische Schriftstellerin Natasha Solomons, geboren 1980 in England, schreibt heute nicht nur Romane, sondern arbeitet auch mit ihrem Ehemann gemeinsam an Drehbüchern. Zuvor schloss sie ihr Studium mit einer Doktorarbeit zum Thema "Lyrik des 18. Jahrhunderts" ab. Große Erfolge feierte Solomons mit ihrem ersten Roman "Wie Mr. Rosenblum in England sein Glück fand"; inspiriert wurde sie dafür vor allem durch ihre jüdische Großmutter. Natasha Solomons lebt heute mit ihrer Familie in Dorset.

Alle Bücher von Natasha Solomons

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Natasha SolomonsAls die Liebe zu Elise kam
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Als die Liebe zu Elise kam
Als die Liebe zu Elise kam
 (57)
Erschienen am 01.08.2013
Natasha SolomonsWie Mr. Rosenblum in England sein Glück fand
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Wie Mr. Rosenblum in England sein Glück fand
Wie Mr. Rosenblum in England sein Glück fand
 (62)
Erschienen am 02.04.2012
Natasha SolomonsEin letztes Lied für dich
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Ein letztes Lied für dich
Ein letztes Lied für dich
 (14)
Erschienen am 17.11.2017
Natasha SolomonsDie Galerie der verschwundenen Ehemänner
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Die Galerie der verschwundenen Ehemänner
Die Galerie der verschwundenen Ehemänner
 (6)
Erschienen am 28.11.2014
Natasha SolomonsMr. Rosenblum's List
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Mr. Rosenblum's List
Mr. Rosenblum's List
 (3)
Erschienen am 08.07.2010
Natasha SolomonsThe Novel in the Viola
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The Novel in the Viola
The Novel in the Viola
 (3)
Erschienen am 16.06.2011
Natasha Solomons[(The Gallery of Vanished Husbands)] [ By (author) Natasha Solomons ] [June, 2014]
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[(The Gallery of Vanished Husbands)] [ By (author) Natasha Solomons ] [June, 2014]
Natasha SolomonsMr Rosenblum's List
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Mr Rosenblum's List
Mr Rosenblum's List
 (0)
Erschienen am 07.06.2010

Neue Rezensionen zu Natasha Solomons

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Durga108s avatar

Rezension zu "Wie Mr. Rosenblum in England sein Glück fand" von Natasha Solomons

Unaufgeregt und spannend
Durga108vor 2 Jahren

Wunderbar gelesen von Christian Brückner ist dies eines der besten Hörbücher, das ich im letzten Jahr gehört habe. Es ist unaufgeregt, sehr liebevoll und sensibel geschrieben, mit viel Tiefgang und trotzdem so spannend, dass ich es kaum ausschalten wollte.

Mr. Jakob Rosenblum muss 1937 mit seiner Familie von Berlin nach England emigrieren und wünscht sich nichts sehnlicher, als typisch englisch zu werden. Dafür tut er alles. Sein Kleidungsstil wird britischer als der der Briten, er "britisiert" den Vor- und Familiennamen, baut sogar einen Golfplatz.

Die Flucht aus Deutschland während des Dritten Reiches wird keineswegs reißerisch erzählt, jedoch so, dass man sehr wohl erahnen kann, welche schrecklichen Dinge die Famile Rosenblum und die Verwandten, die in Berlin zurückbleiben mussten, erdulden musste. Ms Sarah Rosenblum erhohlt sich nie richtig davon. 

Die Protagonisten Jack und Sarah Rosenblum sind so gegensätzlich wie man es sich nur vorstellen kann. Sie, melancholisch und deprimiert und er, unerschütterlich optimistisch und voller Tatendrang.

Trotz beruflichen Erfolgs ist auch der Weg in England für die Rosenblums steinig. Über alle Krisen hinweg finden sie sich jedoch wieder und auch ihr Glück.

 

Kommentare: 1
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Catgirllovesbookss avatar

Rezension zu "Ein letztes Lied für dich" von Natasha Solomons

Wundervoller Roman indem die Musik eine große Rolle spielt
Catgirllovesbooksvor 2 Jahren

Ich danke dem Verlag, für das kostenlose Rezensionsexemplar <3


Rückentext: Was, wenn die Frau deines Lebens einem anderen gehört? Und dieser andere dein Bruder ist?

Grafschaft Dorset, 1946: Der 18-jährige Fox lebt mit seinen Brüdern und seinem Vater auf Hartgrove Hall. Als sein Bruder Jack ihm seine neueste Flamme vorstellt, die bekannte Sängerin Edie, verliebt Fox sich auf den ersten Blick. Doch wenngleich Edie seine Gefühle zu erwidern scheint, wird sie zweifellos Jack heiraten...

Hartgrove Hall im Jahr 2000: Fox, mittlerweile über 70-jährig, blickt auf eine erfolgreiche Komponistenkarriere zurück und lebt allein auf dem großen Gut. Seine geliebte Frau ist kürzlich verstorben, und Fox ist voller Trauer. Er möchte eine letzte Symphonie für sie schreiben, doch in seinem Kopf herrscht Stille. Eine Stille, die er nur brechen kann, wenn er noch einmal zurückblickt. Auf ein Leben, in dem Schmerz und Glück so unerträglich nahe beieinanderliegen.

Zusammenfassung: ~Damals~

Jack kehrt auf dass Gut seiner Familie, Hartgrove Hall, zurück. Seine Brüder dienten beide im zweiten Weltkrieg. Für seinen Vater den "General" zählt nur der älteste Bruder, Jack.  Für George und vorallem für den jüngsten Sohn, Harry hat er nichts übrig. Harry interessiert sich sehr für Musik und sammelt alte, traditionelle Lieder aus Dorset. Seine Mutter starb, als er noch klein war und irgendwann erzählten seine Brüder ihm nichts oder nicht mehr viel von ihr, um ihn nicht zu verletzen.

Das Geld ist knapp und das Gut heruntergekommen. Teilweise ist es abgebrannt und dass Dach ist undicht... kurzum es müsste komplett saniert werden, doch dafür stehen keine Mittel zur Verfügung. Also entscheidet der "General", dass Hartgrove Hall in die Luft gesprengt werden soll. Jack bringt seine neueste Liebe aus London mit. Edie Rose, bekannt für ihre Schlagersongs. Und es trifft Harry wie ein Blitz den Baum trifft. Er ist unsterblich in sie verliebt, Liebe auf den ersten Blick...

Um den Plan des "Generals" zu vereiteln, hecken die drei Brüder den Plan aus, dass sie um Gnadenfrist bitten. Wenn sie es schaffen, wieder Geld zur Sanierung zusammenzubekommen, wird das Haus nicht abgerissen. Doch ihr Vater gibt ihnen nur ein Jahr. Sie haben kein Geld um Arbeiter anzustellen (bis auf 2 Helfer aus dem Ort). Also bewirtschaften die Brüder das Gut selber. Doch während - vorallem - George und Jack scheinbar in der Arbeit aufgehen, möchte Fox weiter Lieder komponieren und alte Weisen sammeln. Es kommt die Idee zu einem Sommerfest. Doch auf diesem erfährt Fox durch Zufall, dass Jack und Edie heimlich geheiratet haben... er nimmt dass Auto und fährt weg, tief verletzt und lässt sein bisheriges Leben hinter sich und seine Brüder im Stich...

Er schließt Freundschaf mit einem bekannten Dirigenten und beginnt eine Beziehung mit der Amerikanerin Sal. Die beiden lieben sich, leben und reisen zusammen. Und Sal hat nur einen Wunsch, Harry Fox zu heiraten. Doch eines Tages steht Edie vor der Türe und für ihn flammen die Gefühle wieder auf...

~Jahr 2000~

Fox' Frau ist vor Kurzem gestorben und er stürzt in ein tiefes Loch. Er möchte noch einmal etwas für sie komponieren, doch sein Kopf und seine Seele sind leer. Er leidet unter Schlaflosigkeit und jeder Tag ist für ihn der Gleiche.

Eines Tages bringt eine seiner Töchter den kleinen, sehr aktiven Enkel Robin zu ihm. Clara, die Mutter des Kleinen "parkt" ihren Sohn beim Opa, da sie eine Auszeit braucht. Robin benimmt sich überhaupt nicht und fängt schließlich an, sich auszuziehen. Um ihn wieder dazu zu bringen, seine Kleidung anzuziehen, spielt ihm Fox etwas auf dem Klavier vor und sofort ist der Kleine Feuer und Flamme. Nach ein paar musikalischen Tests, stellt sich heraus, dass Robin ein musikalisches "Wunderkind" ist und ein sehr ausgeprägtes Talent für Musik und Klavierspielen hat.

 Nach und nach findet Fox den Weg zurück ins Leben, dank Robin blüht er auf und vergisst gelegentlich, dass es sich um seinen kleinen Enkel handelt. Er behandelt ihn wie einen Erwachsenen und Robin verändert sich selber auch, wenn er spielt....

Für Fox wird klar, wenn er für seine Frau eine letzte Symphonie komponieren möchte, führt sein Weg über das Talent seines Enkels Robin. Und zwar behutsam und vorsichtig, denn nicht alle Erinnerungen sind rosarot...

Meine Meinung: Ich muss sagen ich war, dem Rückentext und auch dem Titel nach, auf eine bittersüße, dramatische Lovestory eingestellt. Doch dieses Buch ist viel mehr. Die Musik steht mit im Mittelpunkt, eigentlich noch mehr als Fox' Lebensgeschichte. Die Musik IST seine Lebensgeschichte. Geprägt von Leid, Liebe, Verrat und Enttäuschungen... 

Der Plot ist wirklich toll, die Schauplätze und Charaktere wirken echt und lebensnah. Sie lieben, lachen, leiden, machen Fehler und haben Geheimnisse. Ich war gerne Teil von Fox Familie und es viel mir wirklich schwer, den letzten Satz zu lesen. Als Leser/in bekommt man alles so hautnah mit, als würde man selber daran teilhaben.

Die Zeitsprünge sind gut gesetzt und man kommt gut zurecht, auch wenn ziemlich viel Zeit dazwischen liegt. Da die Anzahl der Charaktere auch übersichtlich ist, kann man sich gut merken wer welche Rolle hatte.

"Für ein Lied ist noch Zeit". Sind die letzten Worte des Romans und ich habe jetzt wieder, wo ich diesen Bericht schreibe, Gänsehaut...

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Rezension zu "Ein letztes Lied für dich" von Natasha Solomons

Musikalischer Trost
Ein LovelyBooks-Nutzervor 2 Jahren


Die Grafschaft Dorset, im Südwesten Englands. Drei Brüder leben kurz nach dem Zweiten Weltkrieg wieder mit ihrem Vater auf Hartgrove Hall. Das einstmals prächtige Anwesen ist in die Jahre gekommen und benötigt dringend Renovierungsarbeiten. Obwohl keinerlei finanzielle Mittel mehr zur Verfügung stehen, setzen sich die Brüder in den Kopf, ihr Zuhause zu retten - auch wenn das persönliche Einschränkungen bedeuten könnte.
Der jüngste der Brüder, Harry, der von allen Fox genannt wird, hat nicht nur das absolute Gehör, er ist auch ein Musiker durch und durch. Als er die Sängerin Edie Rose bei einer Feier am Klavier begleitet, ist es längst um ihn geschehen: er verliebt sich in die einige Jahre ältere Frau. Das alleine wäre vermutlich noch kein Problem - wäre die begabte wie schöne Edie nicht die Verlobte von Fox' ältestem Bruder Jack...

Über 50 Jahre später trauert Fox, der eine Karriere als Komponist erlebt hat, um seine geliebte Frau. Er möchte ihr so gerne eine Symphonie widmen, sie dadurch in Ehren halten - doch er scheint den Draht zu seiner großen Leidenschaft verloren zu haben. Seine Töchter sorgen sich inzwischen sehr um ihn, da begreift Fox, dass er sich erinnern muss... Kein leichtes Unterfangen, denn Glück und Unglück, Liebe und Leid liegen manchmal ganz dicht beieinander.

Der Roman spielt auf zwei Zeitebenen, die ineinander greifen. Der 70jährige Fox kann kaum greifen, wie er ohne seine geliebte Frau weiterleben kann und fürchtet sich davor, dass seine Erinnerungen an die Liebe seines Lebens immer mehr verblassen könnten. Während er begreift, dass er sich seiner eigenen Vergangenheit stellen und öffnen muss, begleiten wir ihn - weit zurück in seine Kindheit, in der Fox auch einiges Tragisches erlebt hat, vor allem da er schon sehr früh seine Mutter verloren hat. Aber wir erfahren nicht nur mehr aus dem Leben der Familie Talbot - nein, Fox findet in Robin, seinem Enkel, einen Weg, mit seinem Schmerz umzugehen: denn die beiden haben etwas gemein - ihr musikalische Begabung.

Natasha Solomons hat einen schönen Roman vorgelegt, der mich vor allem mit seinen Figuren überzeugt hat. Ich konnte Fox' Trauer und seine selbst empfundene Einsamkeit nach seinem großen Verlust gut nachvollziehen. Seine mürrische Art, aber auch sein scharfsinniger Blick und der ab und an aufblitzende trockene Humor, waren für mich durch und durch glaubhaft und sympathisch. Umso tröstlicher empfand ich dann auch den Zugang, den Fox mit Robin gefunden hat - zurück zu einer Aufgabe und zurück zu seiner zweiten großen Liebe, der Musik.

Die Autorin hat eine leichte, anmutige Sprache, die mir gut gefallen hat und mich vor allem mit dem Trost, den Menschen aus ihren künstlerischen Leidenschaften ziehen können, überzeugen konnte. Das hat mich dann auch über minimale Längen hinweggetröstet.

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Gespräche aus der Community

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Alina-Ks avatar
Eine Liebesgeschichte vor dem Hintergrund des Krieges verspricht eine Vielzahl von Ereignissen und Emotionen: Freud und Leid treffen aufeinander und das Leben der Betroffenen nimmt unerwartete Wendungen. So auch in "Als die Liebe von Elise kam" von Natasha Solomons, erschienen im Kindler Verlag. Du kannst mehr als nur ein Leben leben. Im Frühling des Jahres 1938 kommt Elise Landau nach Tyneford House, einem Anwesen an der Südküste Englands. Die junge Jüdin aus wohlhabender Familie erwartet hier eine Anstellung als Hausmädchen. Eltern und Schwester musste sie in Wien zurücklassen. Über England weiß Elise nichts – nur, dass es ihr dort nicht gefallen wird. Doch tapfer poliert sie Silber und serviert Drinks, mit der Perlenkette ihrer Mutter unter der Schürze. Einziger Lichtblick: Kit, der Sohn des Hausherrn. Mit ihm erlebt sie ihre erste zarte Liebe – eine Liebe gegen die Konventionen. Dann erreicht der Krieg das beschauliche Dorset und beschwört Ereignisse herauf, die Tyneford House und seine Bewohner für immer verändern. Elise erkennt, dass sie keine andere Wahl hat, als ihr altes Leben komplett hinter sich zu lassen ... Eine Leseprobe zum Buch findet ihr hier: http://www.rowohlt.de/fm/131/Solomons_Elise.pdf Außerdem gibt es einen Trailer zum Buch: https://www.youtube.com/watch?v=LhCqxj-SonE&feature=player_embedded Wir suchen ab sofort 25 Testleser für diesen anrührenden Roman über Liebe, Familie und ein neues Leben in einer völlig unbekannten Umgebung. Möchtest du die Geschichte von Elise kennenlernen und dich mit den anderen Lesern über das Buch austauschen? Hast du genügend Zeit zum Lesen und für das Schreiben einer abschließenden Rezension? Dann bewirb dich jetzt für ein Leseexemplar. Beantworte dazu bis zum 01. April folgende Frage im Unterthema "Bewerbung zur Leserunde": Wie würdest du reagieren, wenn du dein Zuhause und deine Familie verlassen müsstest? Welche Probleme kann solch eine Herausforderung mit sich bringen und wie würdest du dich diesen stellen?
Caro1893xs avatar
Letzter Beitrag von  Caro1893xvor 6 Jahren
Meine Rezi ist nun auch fertig! Sorry nochmal für die Verzögerung! Zum Inhalt: Elise ist Jüdin und wohnt in Österreich, zu der Zeit als die Nazis die Macht ergreifen und der 2. Weltkrieg ausbricht. Um ihr Leben zu schützen, beschließen ihre Eltern sie als Dienstmädchen nach England zu schicken. Schweren Herzens macht sie sich auf und verlässt ihre Eltern und ihre Schwester, in der Hoffnung sie bald wiederzusehen. Zunächst hat Elise wahnsinnige Schwierigkeiten sich in England zurecht zu finden und heimisch zu fühlen, doch nach kurzer Zeit schon findet sie Freunde und versteht sich auch mit dem Sohn des Hausherren sehr gut. Sie erledigt ihre Aufgaben, mal mehr, mal weniger zur Zufriedenheit ihrer Vorgesetzten und ist weit weg von jedem Krieg und jeden Kämpfen. Einzig ihre Eltern und ihre Schwester fehlen zu ihrem Glück. Und dann, ja dann kommt der Krieg auch nach England und plötzlich ist nichts mehr wie es war... Meine Meinung: "Als die Liebe zu Elise kam" ist mal wieder ein Buch bei dem ich sehr zwiegespalten bin. Es bietet einerseits wahnsinnig viele schöne Momente, die man nur so verschlingen möchte, doch auf der anderen Seite hat es leider auch wieder einige langatmige Momente, die der Grund sind, wieso ich relativ lange für das Buch gebraucht habe. Die Liebe zum Detail der Autorin gibt der Geschichte einen ganz besonderen "Touch". Sie hat eine Art zu schreiben, die wirklich sehr speziell und besonders ist. Sie beschreibt manche Dinge so, dass man das Gefühl bekommt selbst dort gewesen zu sein, die Dinge mit eigenen Augen gesehen zu haben. Was die Autorin ebenfalls mit ihrer Sprache schafft, ist genau die Zeit zu treffen, in der die Geschichte spielt. Man fühlt sich wirklich ins Jahr 1940 versetzt, was sicherlich auch wieder mit der Detailliebe der Autorin zu tun hat. So schön diese Beschreibungen auch sind, so langatmig machen sie das Buch stellenweise leider auch. Die Autorin beschreibt z.B. an einer Stelle ein Boot so genau, dass ich manchmal aufpassen musste, dass ich den Text nicht überfliege. Deswegen hatte ich manchmal heftige Schwierigkeiten dran zu bleiben, einfach weil mir die Autorin zu ausufernd wurde. Letztendlich würde ich aber sagen, dass die Detailliebe sowohl positiv, als auch negativ ist. Zudem schafft sie es, Elise so lebendig zu gestalten, dass man auf jeder Seite mit ihr hofft und bangt und auch leidet. Die Menschen in dieser Zeit hatten es wahrlich nicht einfach, sie mussten so wichtige Dinge aufgeben, so viele Leute zurücklassen, die sie lieben und auch diese Gefühle kommen so gut rüber, dass es mir manchmal regelrecht die Kehle zugeschnürt hat, allein bei der Vorstellung so etwas durchmachen zu müssen. Manchmal muss ich aber gestehen, ging mir Elise auch ein bisschen auf die Nerven. Sie wirkte so naiv und verträumt (auch wenn sie natürlich ihre Familie vermisst und Angst um sie hat) und ich hatte öfters das Gefühl, sie versteht den Ernst der Lage nicht. Immer wieder gibt sie einem das Gefühl, dass doch alles nicht so schlimm und bestimmt ganz bald wieder vorbei ist. Vielleicht ist das auch ihre Art gewesen, damit umzugehen (praktisch Verdrängung) und vielleicht soll das auch genau so rüberkommen, trotzdem hat es mich stellenweise gestört. Was mir gut gefiel, war die Idee der Autorin, die Geschichte als eine Art Tagebuch darzustellen, denn immer wieder kommt die „alte“ Elise (die die Geschichte Jahre später erzählt, als alles schon vorbei ist) zu Wort, die ihre eigene Geschichte in Rückblenden erzählt. Das macht die Geschichte sehr lebendig und versprüht so ihren ganz eigenen Charme. Man darf das jetzt natürlich nicht so verstehen, dass die Kapitel wie Tagebucheinträge wirken, ganz so ist es nicht. Doch die Geschichte ist in der Tat aus der "Ich-Perspektive" erzählt und "Elise" sagt auch ganz zu Anfang und zum Ende, dass sie ihre Geschichte aufgeschrieben hat. Und als Leser merkt man sofort, dass man gerade, genau diese Geschichte vor sich hat. Klingt jetzt vielleicht ein bisschen verwirrend, aber die, die das Buch kennen, werden wissen was ich meine, besser kann ich es irgendwie nicht formulieren! Ziemlich gestört hat mich die Tatsache, dass Elise ihre Eltern immer mit Vornamen anspricht. Ich konnte mich zwar nach einer Weile ganz gut daran gewöhnen, aber anfreunden konnte ich mich mit dieser Variante nie. Vorallem am Anfang musste ich immer überlegen, wer sich da jetzt mit wem unterhält, weil eben immer nur von den Vornamen die Rede war. Das hat mir das Lesen doch echt sehr erschwert und anstrengend gemacht. Das Ende hat mir gut gefallen, birgt es doch einen zufriedenstellenden Abschluss für alle Personen, allerdings ging es mir da auch etwas zu hektisch zu. In einem Moment spielt die Geschichte noch in den 40er Jahren und auf der nächsten Seite befindet man sich schon im Jahr 1984. Mehrfach musste ich lesen, ob an dieser Stelle nicht vielleicht ein Tippfehler vorliegt, da mich das echt total verwirrt hat und ich irgendwie mit der Geschwindigkeit der Autorin überhaupt nicht mitkam. Zum Cover muss ich noch sagen, dass ich es echt wunderschön finde. Die liebevollen Zeichnungen, die Sterne, der Mond machen das Cover zu einem echten Augenschmaus. Es hätte mich im Laden definitiv dazu animiert, mir das Buch näher anzusehen. Alles in allem ist die Geschichte auf ihre Art doch beeindruckend. Sie bietet einen wunderbaren Einblick in die 40er Jahre, in den 2. Weltkrieg und das ohne immer nur die Konzentration auf die Nazis zu legen, das hatte ich in der Schule wahrlich oft genug. Sie werden zwar das ein oder andere Mal erwähnt, bleiben aber mehr oder weniger im Hintergrund. Das Augenmerk liegt wirklich auf Elise und ihrer Geschichte und hier finde ich es sehr schön, wie die Autorin aufzeigt, dass der Krieg damals niemanden wirklich verschont hat, dass er bis in die kleinsten Dörfer und Ecken vorgedrungen ist und wie machtlos die Menschen damals dagegen waren. Das macht die Autorin wirklich klasse und beeindruckend, trotz allem kann das nicht ganz über die langatmigen Stellen hinweghelfen(vielleicht hätte man das Buch auch einfach ein bisschen kürzer machen können, dann hätte es evtl. weniger solcher Stellen gegeben), weswegen ich leider auch bei meiner Bewertung ein bisschen etwas abziehen muss. Fazit: Ein Buch, mit einem wunderschönen Cover, einer beeindruckenden, tollen Geschichte, die stellenweise leider sehr langatmig ist und mich deswegen ab und an vom Lesen abgehalten hat. Ansonsten ist das Buch allerdings wirklich lesenswert und hat durchaus seine Reize!
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