Natasha Solomons Als die Liebe zu Elise kam

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Inhaltsangabe zu „Als die Liebe zu Elise kam“ von Natasha Solomons

Du kannst mehr als nur ein Leben leben Im Frühling des Jahres 1938 gelingt Elisa Landau die Flucht nach England. Dort, in Tyneford House, einem Anwesen an der Südküste Englands, soll die junge Jüdin als Hausmädchen arbeiten. Doch mit jedem Tag in dieser fremden Welt wächst die Sehnsucht nach ihrer Familie, die sie in Wien zurücklassen musste. Einziger Lichtblick: Kit, der Sohn des Hausherrn. Mit ihm erlebt sie ihre erste zarte Liebe - eine Liebe gegen alle Konventionen. Dann erreicht der Krieg das beschauliche Dorset, und er wird Tyneford House und seine Bewohner für immer verändern. Auch Elise muss ihr altes Leben hinter sich lassen und ein neues finden.

nicht so mein Fall, Personen zwar liebevoll beschrieben, damalige Kriegszeit mit einbezogen, aber für mich zu langweilig.....

— Tanie

Ein Buch, das alles hat, um richtig gut zu sein! Unbedingt lesen!

— Gitte-Booklove

... ein außergewöhnlich schöner und toll erzählter Roman - tolle Buchidee ganz hervorragend umgesetzt : LESEN!

— SigiLovesBooks

Ein Schicksals- und Liebesroman vor dem Hintergrund vo Krieg und Emigration, eine Mischung aus Aschenpuddel und Downton Abbey.

— Barbara62

Ein sehr schönes Buch. Habe am Ende weinen müsse

— FeenLicht

Wer dieses Buch aus der Hand legen kann, hat keine Gefühle.

— AnikaFischer

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    Als die Liebe zu Elise kam

    Kristin84

    18. March 2016 um 18:46

    Zum Inhalt: Wien, 1938: Eigentlich führt die junge Jüdin Elise mit ihren Eltern und ihrer Schwester ein angenehmes Leben. Doch immer öfter merkt Elise, dass ihre Eltern ihr gewisse Dinge verschweigen, denn auch in Wien hat der Nationalsozialismus Fuß gefasst und das alltägliche Leben für die Familie wird immer schwieriger. Als es zu gefährlich wird, zwingen ihre Eltern Elise nach England zu reisen um dort eine Stelle als Hausmädchen im Hause Tynford anzunehmen. Wie zu erwarten ist Elise dort nicht glücklich: sie vermisst ihre Familie und macht sich Sorgen um sie. Doch auch an düsteren Tage gibt es immer wieder kleine Lichtblicke, die Elise - wenn auch nur für einen Moment - das Glück wieder zurück bringen. Meine Meinung: Meine Meinung zu diesem Buch ist wirklich ein wenig zwiegespalten. Die erste Hälfte war richtig gut, was man leider von der zweiten Hälfte nicht behaupten kann. Zu Beginn des Buches lernt man zunächst Elise, ihre Familie und ihr Leben in Wien kennen. Es ist wirklich alles toll beschrieben, so dass man als Leser einen Film vor dem inneren Auge hat, in dem der Inhalt des Buches bildlich dargestellt wird - also kurz gesagt: einfach das optimale Ergebnis! Auch die erste Zeit, als Elise in England ankommt und versucht sich dort einzuleben, hat man noch das gleiche Phänomen. Man fühlt richtig mit Elise mit. Ich als Leser habe einfach ihre Hoffnung, ihre Verzweiflung und ihren Schmerz richtig mitgefühlt. Die Seiten sind nur so dahin geflogen. Doch irgendwie hat dieses Hochgefühl nicht bis zum Schluss angehalten. Ich kann nicht genau sagen, woran es lag, aber so ab der Hälfte hat das Buch stark abgebaut. Irgendwie hat mir die Liebe und das Herzblut, das die Autorin in das Buch gesteckt hat, gefehlt. Es kam mir plötzlich irgendwie ein wenig monoton vor. Selbst die Situationen, die mich vorher gefesselt habe, konnte mich nicht mehr berühren. Vielleicht lag es auch an mir, wer weiß. Durch die letzte Hälfte des Buches musste ich mich also ein wenig quälen. Was zwei Gründe hat: Zunächst - wie bereits erwähnt - die monotone Schreibweise. Selbst zum Ende hin wurde es nicht spannender, was wirklich schade war. Aber was mich teilweise noch ein wenig mehr gestört hat, war eine aufkeimende Vermutung meinerseits, in welche Richtung das Buch sich entwickelt. Mir geht es jetzt nicht um den Nationalsozialismus oder den zweiten Weltkrieg. Die Geschehnisse hierzu haben mich natürlich auch sehr mitgenommen und bewegt, aber hier konnte man ein wenig erahnen, wo die Reise hingeht (wobei ich wieder gemerkt habe, dass ich ein absoluter Optimist bin). Nein, mich hat eher eine zwischenmenschliche Entwicklung gestört. Leider kann ich euch nicht mehr dazu sagen, ohne euch massiv zu spoilern. Nur soviel: Im letzten Drittel des Buch entwickelt sich etwas, was vielleicht nicht jeder Leser des Buches gleich geahnt hätte. Da ich aber schon mal ein Buch gelesen habe, in dem das Selbe passiert ist, sind mir die Dinge aufgefallen, die eine gewisse Vermutung meinerseits angeheizt habe. Den ganzen Rest des Buches habe ich gehofft, dass es nicht wirklich dazu kommt und ich komplett falsch liege. Aber wie das Leben so spielt, ist genau das eingetreten, was mir so gar nicht zugesagt hat. Und die ganzen Komponenten zusammen - die dauerhafte Vermutung und das Ergebnis - haben nochmal mehr dazu beigetragen, dass mir das Lesevergnügen im Laufe des Buches abhanden gekommen ist. Vielleicht übertreibe ich auch, aber für mich als Leser gibt es Dinge, die mir ein wenig die Lesefreude vermiesen. Und sowas gehört dazu. Mein Fazit: Der Start sowie die erste Hälfte des Buches waren wirklich nicht schlecht, doch leider hat der Rest des Buches, insbesondere das Ende, das Lesevergnügen ein wenig getrübt.

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  • Große Verlosung zum Leserpreis 2015: 5 Buchpakete mit je 50 Büchern!

    Ein ganz neues Leben

    Daniliesing

    Lust auf eins von 5 riesigen Buchpaketen zum Leserpreis 2015? Es ist wieder soweit - für den Leserpreis 2015 suchen wir eure Lieblingsbücher. Wir sind schon wahnsinnig gespannt, welche Bücher euch in diesem Jahr am meisten begeistern konnten und können das Ergebnis, das am 26. November feststehen wird, gar nicht erwarten! PS: Die Gewinner stehen mittlerweile fest! Hier könnt ihr alle Preisträger und Platzierungen sehen! Unsere große Verlosung für euch! Jedes Jahr, wenn der Leserpreis näher rückt, dann kommt bei uns eine ganz besondere Stimmung auf. Es ist ein bisschen, als würde Weihnachten einfach mal 2 Monate nach vorn gezogen und würde ganz lange dauern :-) Deshalb möchten wir euch neben den tollen Buchempfehlungen und der Möglichkeit selbst mitzuentscheiden, auch eine ganz besondere Verlosung bieten. Wir werden nach der Bekanntgabe der Leserpreis-Gewinner insgesamt 5 Buchpakete mit jeweils 50 Neuerscheinungen verlosen. Fünf Gewinner dürfen sich also über eine ordentliche Ladung neuen Lesestoff freuen! Und mal ehrlich - davon kann man doch nie genug haben, oder? 1. Um an der Verlosung teilzunehmen, gibt es verschiedene Möglichkeiten - 3 der 5 Buchpakete verlosen wir unter allen Bloggern, die auf ihrem Blog über den Leserpreis berichten und darauf verlinken. Bitte teilt uns den Link zu eurem Blogbeitrag hier mit, indem ihr oben auf den blauen "Jetzt bewerben"-Button klickt und das Formular komplett ausfüllt! http://www.lovelybooks.de/leserpreis/ Grafikmaterial findet ihr hier! 2. Wenn ihr keinen Blog habt, könnt ihr alternativ auf den Social Media Kanälen wie Facebook, Twitter, Google + und ähnlichen auf den Leserpreis hinweisen. Unter allen, die das machen, verlosen wir noch mal 2 Buchpakete mit jeweils 50 Büchern. Wichtig ist hier, dass ihr euren Beitrag öffentlich teilt und ihn uns hier verlinkt. Bitte verlinkt, indem ihr oben auf den blauen "Jetzt bewerben"-Button klickt und das Formular komplett ausfüllt, direkt auf eurer Posting und nicht auf euer gesamtes Profil. Außerdem müssen in eurem Social-Media-Posting unbedingt der Link zum Leserpreis und der Hashtag #Leserpreis enthalten sein. http://www.lovelybooks.de/leserpreis/ 3. Ihr habt weder einen Blog, noch seid ihr auf einem der Social Media Kanäle aktiv? Dann verratet uns, indem ihr oben auf den blauen "Jetzt bewerben"-Button klickt und das Formular komplett ausfüllt, ein Buch, das ihr durch den diesjährigen Leserpreis entdeckt habt und das ihr jetzt unbedingt lesen möchtet. Unter allen, die das machen, verlosen wir noch mal 5 einzelne Bücher, die die jeweiligen Gewinner auf ihren Wunschzetteln haben. Ihr dürft natürlich auch 1 & 2 oder 1, 2 & 3 kombinieren und so eure Chancen steigern :-) Die Teilnahme ist bis einschließlich 29. November möglich! Wir wünschen euch ganz viel Spaß & schaut doch mal rein, welche Bücher in diesem Jahr das Rennen gemacht haben! PS: Die angehängten Bücher sind ein paar Beispiele, was sich im Buchpaket befinden könnte. Wir haben hier aber eine ganz bunte Auswahl und ihr könnt euch dann von einem riesigen Überraschungsbuchpaket begeistern lassen!

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    • 1599
  • Ein Hauch von Downton Abbey

    Als die Liebe zu Elise kam

    Barbara62

    20. February 2015 um 08:02

    Ihr behütetes Leben in Wien muss Elise im Jahr 1938 gegen eine Stelle als Hausmädchen in England eintauschen. Mit der Perlenkette ihrer Mutter, dem neuesten, in einer Viola versteckten Manuskript ihres Vaters und „Mrs. Beeton's Household Management“, der Bibel jedes englischen Hausangestellten im Gepäck, reist sie nach Tyneford in Dorset, wo der freundliche Mr. Rivers sie beschäftigen will. Während Elise mühsam lernt, Fußböden zu bohnern, Silber zu polieren und Mahlzeiten stilgerecht zu servieren, verzehrt sie sich in Sorge um ihre Eltern, deren sichergeglaubtes Visum für die USA auf sich warten lässt. Doch als Kit, der Sohn des Hauses, zu Besuch kommt, scheint sich Elises Schicksal zu wenden…  Ein Schicksals- und Liebesroman vor dem Hintergrund von Krieg und Emigration mit schönen Landschaftsbeschreibungen und ein wenig „Downton-Abbey-Atmosphäre“, in dem zuletzt alles ganz anders kommt als gedacht.

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  • Dowton Abbey lässt Grüßen...

    Als die Liebe zu Elise kam

    Carlali

    10. February 2015 um 12:07

    Inhalt: Elise Landau wächst im Wien auf und entstammt dort der oberen Mittelschicht. Ihre Mutter ist eine gefeierte Opernsängerin und Ihr Vater ein bekannter Autor. Doch als die Situation der Juden in Österreich sich zuspitzt, schicken die Eltern sie als Hausmädchen nach England auf das Anwesen Tyneford House. Elise, die einst selbst von einem Hausmädchen bedient wurde lernt schnell was es heißt ein Dienstmädchen zu sein. Doch mit jedem Tag wächst auch die Sehnsucht nach Ihren Eltern, die noch in Wien sind und nach Ihrer Schwester, die mit Ihrem Mann nach Amerika reiste. Einziger Lichtblick wird für Elise der Sohn des Hausbesitzers... Meine Meinung: Der Leser erfährt in diesem Buch welche Konflikte die damalige NS- Diktatur hervorrief. Familien wurden getrennt und sahen sich Jahrelang nicht oder hörten nie wieder voneinander. Menschen, denen es zuvor wirtschaftlich eigentlich gut ging, wurden zu Dienern und Flüchtlingen. Die Geschichte der Elise wird sehr einfühlsam und bedächtig erzählt. Dabei war mir die Figur der Elise sehr sympathisch, denn man kann jede ihrer Emotionen mitempfinden und fiebert ebenso wie Elise jedem Brief der Schwester oder der Mutter entgegen. Dabei erfährt der Leser immer mehr über die Situation der Juden in Deutschland und steht dem Geschehen ebenso machtlos gegenüber wie Elise, die auch in England die Hoffnung nicht aufgibt und etwas für Ihre Eltern tun möchte. Ebenso tiefgründig und aufsehenerregend ist Elises verbotene Liebe zu Kit, dem Sohn des Hausbesitzers (war sie doch gegen jedwelche Konventionen...). Mir als Fan von Downton Abbey haben natürlich auch sehr die Schilderungen der unterschiedlichen Diener und Dienstmädchen gefallen und ihres Alltags in Tyneford House. Dieses Buch hat mich direkt in seinen Bann gezogen. Wie ich zum Schluss im Nachwort erfahren sollte, beruht es teilweise auf wahren Begebenheiten. Mein Fazit: Ich würde dieses Buch jedem Fan von Downton Abbey empfehlen, ebenso wie Lesern von Kate Morton. Es erzählt sehr eindrücklich und emotional die Geschichte eines Schicksals, welches mit den geschichtlichen Ereignissen der NS-Zeit verbunden ist. Dabei ist es nie kitschig oder realitätsfern. Ein Buch, welches einen nachdenklich stimmt und doch glücklich zurücklässt.

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  • Du kannst mehr als nur ein Leben leben!

    Als die Liebe zu Elise kam

    peggy

    Das Jüdische Mädchen Elise muss 1938 ihre Heimat Wien verlassen und als Dienstmädchen in Tyndford House arbeiten. Mit Kit dem Sohn des Hausherrn erlebt sie ihre erste zarte Liebe, dann bricht der Krieg aus und verändert alles, auch Elise muss ihr altes Leben hinter sich lassen und ein neues finden.. " Und ich werde immer zwei Männer lieben" Die Geschichte ist voller Wehmut und hat mich total ergriffen, wie das Schicksal manchmal daher kommt und alles verändert, dir die Liebe nimmt und dich verzweifelt zurück lässt...

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    • 2
  • Leserkommentare zu Als die Liebe zu Elise kam von Natasha Solomons

    Als die Liebe zu Elise kam

    Tamburingirl

    via eBook 'Als die Liebe zu Elise kam'

    wirklich zauberhaft.

    • 5

    IraWira

    28. October 2012 um 13:29
    Tamburingirl schreibt Ja ich habe es gestern fertig gelesen und war soooo traurig als ich den letzten Satz gelesen habe. Solche bücher gibt es leider immernoch zu selten. hast du den Vorgänger von Natasha Solomons ...

    Leider nein, aber gehört habe ich davon auch schon viel Gutes.

  • Rezension zu "Als die Liebe zu Elise kam" von Natasha Solomons

    Als die Liebe zu Elise kam

    DieKirsche

    26. October 2012 um 20:00

    Ein Buch mit wunderbarem Leineneinband und einer einfachen aber genauso farbenfrohen Covergestaltung. Ein Titel der eine Liebesgeschichte Verspricht. Ein Klappentext, der zeigt, dass es tiefgründiger wird und auch um die Judenverfolgung während des zweiten Weltkrieges geht. Ein Versprechen von englischer Landschaft, Herrenhäusern und junger Liebe... All das (und die positiven Rezensionen) waren Gründe, die mich für dieses Werk begeistern konnten. Schnell entführte mich das Buch in das Wien der 40er Jahre in welchem die junge, verwöhnte Elise wohnt. Sie kann sich kaum damit abfinden, dass sie nicht mit dem Rest ihrer Familie nach Amerika darf, sondern in England eine Dienstmädchenstelle antreten soll. Warum das alles? Elise ist Jüdin und in Wien nicht mehr sicher. Sehr einfühlsam wird Elises Situation, ihr Dickkopf und ihre Angst vor der neuen Heimat mit der ihr fremden Sprache beschrieben. Die letzten Abende in Wien nehmen einen als Leser sehr mit. Man bemerkt welche Liebe in dieser Familie herrscht. Hier gefielen mit besonders die sehr autentisch wirkenden Szenen, in denen alltägliche Situationen wie das fertig machen vor dem Abendessen beschrieben wurden. Die Atmosphäre ist in diesem Roman häufig sehr dicht und überzeugend. Auch nachdem Elise in England angekommen ist, kann Natasha Solomons ihr Talent, Atmosphäre und Landschaft zu beschreiben, voll ausschöpfen. Ich habe mich selbst schon fast in Tyneford gesehen. Ein weiters Plus stellen die lebensnahen Charaktere da, die nicht nur durch ihre Ecken und Kanten bestechen, sondern durch ihre Verschiedenheit viel Lebendigkeit in die Geschichte bringen. Trotz der tragischen Ereinisse, die den Hintergrund der Geschichte bilden, liest sich der Roman eher ruhig und man fühlt sich in Tyneford etwas der Welt entrückt. Trozt der durchgehend sehr glaubwürdigen Darstellung der Geschehnisse, konnte ich persönlich die Liebe, die zu Elise kam, (in Form von Kit) nicht richtig nachempfinden. Zwar wirken die Ereignisse nicht platt, dennoch war Kits Liebe zu Elise für mich doch das unglaubhafteste in dieser Geschichte. Zum Ende hin häufen sich Zeitsprünge, in denen der Fortgang des Krieges und seine Auswirkungen auf die Bewohner Englands vorangetrieben wird. Dies ist für das Tempo einerseits gut, lässte den Leser andererseits schnell vergessen, wie lange Elise nun beispielsweise schon von zu Hause fort ist, so dass man ein wenig das Zeitgefühl verliert. Fazit: Eine eher ruhige Geschichte, die mich mit ihren ausdruckstarken, echt gezeichneten Charakteren begeistert hat und der es auch durch eine tolle Atmosphäre an Authentizität mangelt. Obwohl erdacht, gibt es viele reale Bezüge und auch ein reales Vorbild für den Handlungsort. Dieses Wissen macht das Buch im nachhinein noch ein wenig eindringlicher.

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  • Rezension zu "Als die Liebe zu Elise kam" von Natasha Solomons

    Als die Liebe zu Elise kam

    hexhex

    03. October 2012 um 13:09

    Nachdem ich das Erstlingswerk der Autorin "Wie Mr. Rosenblum in England sein Glück fand" mit Begeisterung gelesen hatte, war ich gespannt auf den Nachfolgeroman. Das Thema des Buches war ähnlich, diesmal war es eine jüdische Österreicherin, die vor Kriegsausbruch nach England floh und dort ihr Glück suchte. Genauso schön geschrieben wie das letzte Buch nahm es mich schnell gefangen, aber nach ca. der Hälfte des Buches wurde es mir manchmal ein bisschen langweilig und langatmig. Es war eigentlich nur eine Liebesgeschichte, die in den Kriegszeiten spielt. Sehr vermißt habe ich den Witz und Humor, der mir bei Mr. Rosenblum so gut gefallen hat. Beeindruckt hat mich das Nachwort der Autorin. Der Ort, an dem die Geschichte spielt, ist eine romantische kleine Gemeinde am Meer. Die Armee hat den Ort im Krieg dann für Kriegsübungen beschlagnahmt und alle Bewohner mussten den Ort verlassen. Sie durften nie wieder zurückgekehren. Auch die Parallelen zu ihrer eigenen Familie sind sehr interessant und schockierend zugleich. Nicht sehr gelungen fand ich dieses Mal die deutsche Übersetzung des Titels.

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  • Rezension zu "Als die Liebe zu Elise kam" von Natasha Solomons

    Als die Liebe zu Elise kam

    Heldin-mit-Happy-End

    INHALT Elise Landau, österreichische Jüdin, flieht 1938 vor den Nazis aus Wien nach England. Während ihre Eltern sich verzweifelt um eine Ausreiseerlaubnis bemühen, muss sich die behütet aufgewachsene Elise als Dienstmagd in einem alten Herrenhaus verdingen. In den ersten Monaten ist ihr neues Leben eine Qual für sie, mit jeder Faser sehnt sie sich nach Wien zurück. Doch bald verliebt sie sich in die eimnzigartige englische Landschaft und in den Sohn des Gutsbesitzers. Für kurze Zeit fühlt sie sich rundherum wohl. Doch dann beginnt der Krieg und Elises Leben wird erneut auf den Kopf gestellt... REZENSION Ach, welch ein Meisterstück! Lange habe ich kein so gutes Buch mehr gelesen. Natasha Salomons fängt den Zauber des englischen Küstenörtchens Tyenford perfekt ein. Ich konnte malerische, unbeständige Landschaft beim Lesen sehen, das Salz des Meeres auf den Lippen schmecken und in die altertümliche englische Kultur mit Teezeremonien, steifem Charme und Traditionen eintauchen, als wäre es meine eigene. Gleichzeitig blieb stets die einzigartige Atmosphäre Wiens präsent, samt Sachertorte und Opernball. So konnte ich Elises Hin- und Hergerissenheit zwischen ihrem alten und neuen Leben direkt nachempfinden. Die Charaktere sind sehr fein gearbeitet, vor allem Elise wirkt so echt, als könne sie jeden Moment aus dem Buch herausspazieren. Trotz - oder gerade wegen - der großen Entwicklung, die sie durchläuft, bleibt sie stets authentisch. Die Geschichte erstreckt sich über Jahrzehnte hinweg, wobei es nie langweilig wird. Natasha Salomon gelingt eine fehlerfreie Gratwanderung zwischen Kitsch und Realität, so dass das Buch zum Träumen und Sehnen anregt, ohne jemals stillos zu werden. Es porträtiert ganz wunderbar das englische Leben um 1940 herum, etwas lernen kann der Leser also auch. Selbst beim Thema "Zweiter Weltkrieg", welches mittlerweile an der Grenze des Ertragbaren häufig literarisch aufgearbeitet wurde, schafft es die Autorin, einen neuen Blickwinkel zu präsentieren. FAZIT Ein literarisches Juwel, das lange nachallt, poetische Sprache, autenthische Charaktere und eine wunderbare Erzählung vereint.

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    • 2
  • Rezension zu "Als die Liebe zu Elise kam" von Natasha Solomons

    Als die Liebe zu Elise kam

    Sarah_O

    31. July 2012 um 17:14

    "Als die Liebe zu Elise kam" von Natasha Solomons ist ein sehr gefühlvoller Roman, der in den Zeiten des zweiten Weltkriegs spielt. Inhalt: Elise Landau ist 19 Jahre alt und stammt aus einer angesehenen jüdischen Familie in Wien. Bisher war sie das gut behütete Nesthäkchen ihre Eltern, die Mutter eine erfolgreiche Sängerin, der Vater Schriftsteller. Doch der Nationalsozialismus bedroht das sichere Leben der Familie in Wien und so planen die Eltern und die ältere Schwester in die USA auszuwandern. Elise soll solange als Hausmädchen nach England gehen und dort warten, bis ihre Familie auch für sie ein Visum bekommen können. Elise findet Anstellung im Tyneford House im ländlichen Dorset an der Südküste Englands. Während sich Elise in ihrer neuen Rolle als Hausangestellte noch einfinden muss, lernt sie den Sohn des Hausherrn kennen und lieben. Doch irgendwann holt der Krieg auch das beschauliche Fischerörtchen ein und Elises Leben wird erneut auf den Kopf gestellt... Der Roman ist einfach zauberhaft. Der Schreibstil ist sehr detailverliebt, aber nicht langatmig. Stattdessen konnte ich mich als Leser in dieser romantisch-traurig-schönen Liebes- und Lebensgeschichte vollständig verlieren. Auch die Zeit, in welcher der Roman spielt, wird durch die Sprache eingefangen und widergespiegelt, was ihm einen sehr authentischen Touch verleit. Die Ich-Erzählerin Elise erlebt ein wahres Auf- und Ab der Gefühle und ich als Leserin wurde von ihr mitgerissen. Am Anfang ist sie ein stures, kleines Mädchen, manchmal so verhätschelt und bockig, dass man sie schütteln möchte, doch mit der Zeit wird sie erwachsen, übernimmt Verantwortung und findet den Mut, gegen alle Konventionen ihren Weg zu gehen. Nicht alles läuft nach Plan, die Ausreisepläne der Eltern in die USA verzögern sich und mit der Zeit verliert Elise nicht nur den Kontakt, sondern auch die letzten wertvollen Erinnerungsstücke. Nur der letzte Roman ihres Vaters, den sie in ihrer alten Viola versteckt nach England schmuggelte, bleibt als Verbindungsstück bestehen. Daher rührt auch der englische Titel des Romans, "The Novel in the Viola", wobei ich den deutschen allerdings mindestens ebenso treffend finde. In erster Linie ist es nämlich eine Liebesgeschichte. Eine sehr berührende, wunderschöne Liebesgeschichte, die mich immer wieder zu Tränen rührte, vor allem auch durch die wirklich traurigen Momente und die Nähe zum Krieg. Auch die Werte und Normen dieser Zeit spielen eine große Rolle. "Als die Liebe zu Elise kam" ist sicherlich kein Roman zum schnell runterlesen, sondern einer, für den man sich Zeit nehmen sollte, denn er hat sehr viel Tiefgang. Fazit: Ein zauberhafter Liebesroman in den Zeiten des zweiten Weltkriegs. Gefühlvoll, romantisch, traurig. Wenn einem bei dieser Geschichte keine Tränen in die Augen schießen, dann weiß ich auch nicht weiter. Mich hat es sehr berührt und ich empfehle es jedem, der Interesse an einer schönen Liebesgeschichte mit Tiefgang hat, gerne weiter. 5 Sterne

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  • Rezension zu "Als die Liebe zu Elise kam" von Natasha Solomons

    Als die Liebe zu Elise kam

    Caro1893x

    21. June 2012 um 23:14

    Zum Inhalt: Elise ist Jüdin und wohnt in Österreich, zu der Zeit als die Nazis die Macht ergreifen und der 2. Weltkrieg ausbricht. Um ihr Leben zu schützen, beschließen ihre Eltern sie als Dienstmädchen nach England zu schicken. Schweren Herzens macht sie sich auf und verlässt ihre Eltern und ihre Schwester, in der Hoffnung sie bald wiederzusehen. Zunächst hat Elise wahnsinnige Schwierigkeiten sich in England zurecht zu finden und heimisch zu fühlen, doch nach kurzer Zeit schon findet sie Freunde und versteht sich auch mit dem Sohn des Hausherren sehr gut. Sie erledigt ihre Aufgaben, mal mehr, mal weniger zur Zufriedenheit ihrer Vorgesetzten und ist weit weg von jedem Krieg und jeden Kämpfen. Einzig ihre Eltern und ihre Schwester fehlen zu ihrem Glück. Und dann, ja dann kommt der Krieg auch nach England und plötzlich ist nichts mehr wie es war... Meine Meinung: "Als die Liebe zu Elise kam" ist mal wieder ein Buch bei dem ich sehr zwiegespalten bin. Es bietet einerseits wahnsinnig viele schöne Momente, die man nur so verschlingen möchte, doch auf der anderen Seite hat es leider auch wieder einige langatmige Momente, die der Grund sind, wieso ich relativ lange für das Buch gebraucht habe. Die Liebe zum Detail der Autorin gibt der Geschichte einen ganz besonderen "Touch". Sie hat eine Art zu schreiben, die wirklich sehr speziell und besonders ist. Sie beschreibt manche Dinge so, dass man das Gefühl bekommt selbst dort gewesen zu sein, die Dinge mit eigenen Augen gesehen zu haben. Was die Autorin ebenfalls mit ihrer Sprache schafft, ist genau die Zeit zu treffen, in der die Geschichte spielt. Man fühlt sich wirklich ins Jahr 1940 versetzt, was sicherlich auch wieder mit der Detailliebe der Autorin zu tun hat. So schön diese Beschreibungen auch sind, so langatmig machen sie das Buch stellenweise leider auch. Die Autorin beschreibt z.B. an einer Stelle ein Boot so genau, dass ich manchmal aufpassen musste, dass ich den Text nicht überfliege. Deswegen hatte ich manchmal heftige Schwierigkeiten dran zu bleiben, einfach weil mir die Autorin zu ausufernd wurde. Letztendlich würde ich aber sagen, dass die Detailliebe sowohl positiv, als auch negativ ist. Zudem schafft sie es, Elise so lebendig zu gestalten, dass man auf jeder Seite mit ihr hofft und bangt und auch leidet. Die Menschen in dieser Zeit hatten es wahrlich nicht einfach, sie mussten so wichtige Dinge aufgeben, so viele Leute zurücklassen, die sie lieben und auch diese Gefühle kommen so gut rüber, dass es mir manchmal regelrecht die Kehle zugeschnürt hat, allein bei der Vorstellung so etwas durchmachen zu müssen. Manchmal muss ich aber gestehen, ging mir Elise auch ein bisschen auf die Nerven. Sie wirkte so naiv und verträumt (auch wenn sie natürlich ihre Familie vermisst und Angst um sie hat) und ich hatte öfters das Gefühl, sie versteht den Ernst der Lage nicht. Immer wieder gibt sie einem das Gefühl, dass doch alles nicht so schlimm und bestimmt ganz bald wieder vorbei ist. Vielleicht ist das auch ihre Art gewesen, damit umzugehen (praktisch Verdrängung) und vielleicht soll das auch genau so rüberkommen, trotzdem hat es mich stellenweise gestört. Was mir gut gefiel, war die Idee der Autorin, die Geschichte als eine Art Tagebuch darzustellen, denn immer wieder kommt die „alte“ Elise (die die Geschichte Jahre später erzählt, als alles schon vorbei ist) zu Wort, die ihre eigene Geschichte in Rückblenden erzählt. Das macht die Geschichte sehr lebendig und versprüht so ihren ganz eigenen Charme. Man darf das jetzt natürlich nicht so verstehen, dass die Kapitel wie Tagebucheinträge wirken, ganz so ist es nicht. Doch die Geschichte ist in der Tat aus der "Ich-Perspektive" erzählt und "Elise" sagt auch ganz zu Anfang und zum Ende, dass sie ihre Geschichte aufgeschrieben hat. Und als Leser merkt man sofort, dass man gerade, genau diese Geschichte vor sich hat. Klingt jetzt vielleicht ein bisschen verwirrend, aber die, die das Buch kennen, werden wissen was ich meine, besser kann ich es irgendwie nicht formulieren! Ziemlich gestört hat mich die Tatsache, dass Elise ihre Eltern immer mit Vornamen anspricht. Ich konnte mich zwar nach einer Weile ganz gut daran gewöhnen, aber anfreunden konnte ich mich mit dieser Variante nie. Vorallem am Anfang musste ich immer überlegen, wer sich da jetzt mit wem unterhält, weil eben immer nur von den Vornamen die Rede war. Das hat mir das Lesen doch echt sehr erschwert und anstrengend gemacht. Das Ende hat mir gut gefallen, birgt es doch einen zufriedenstellenden Abschluss für alle Personen, allerdings ging es mir da auch etwas zu hektisch zu. In einem Moment spielt die Geschichte noch in den 40er Jahren und auf der nächsten Seite befindet man sich schon im Jahr 1984. Mehrfach musste ich lesen, ob an dieser Stelle nicht vielleicht ein Tippfehler vorliegt, da mich das echt total verwirrt hat und ich irgendwie mit der Geschwindigkeit der Autorin überhaupt nicht mitkam. Zum Cover muss ich noch sagen, dass ich es echt wunderschön finde. Die liebevollen Zeichnungen, die Sterne, der Mond machen das Cover zu einem echten Augenschmaus. Es hätte mich im Laden definitiv dazu animiert, mir das Buch näher anzusehen. Alles in allem ist die Geschichte auf ihre Art doch beeindruckend. Sie bietet einen wunderbaren Einblick in die 40er Jahre, in den 2. Weltkrieg und das ohne immer nur die Konzentration auf die Nazis zu legen, das hatte ich in der Schule wahrlich oft genug. Sie werden zwar das ein oder andere Mal erwähnt, bleiben aber mehr oder weniger im Hintergrund. Das Augenmerk liegt wirklich auf Elise und ihrer Geschichte und hier finde ich es sehr schön, wie die Autorin aufzeigt, dass der Krieg damals niemanden wirklich verschont hat, dass er bis in die kleinsten Dörfer und Ecken vorgedrungen ist und wie machtlos die Menschen damals dagegen waren. Das macht die Autorin wirklich klasse und beeindruckend, trotz allem kann das nicht ganz über die langatmigen Stellen hinweghelfen(vielleicht hätte man das Buch auch einfach ein bisschen kürzer machen können, dann hätte es evtl. weniger solcher Stellen gegeben), weswegen ich leider auch bei meiner Bewertung ein bisschen etwas abziehen muss. Fazit: Ein Buch, mit einem wunderschönen Cover, einer beeindruckenden, tollen Geschichte, die stellenweise leider sehr langatmig ist und mich deswegen ab und an vom Lesen abgehalten hat. Ansonsten ist das Buch allerdings wirklich lesenswert und hat durchaus seine Reize!

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  • Leserunde zu "Als die Liebe zu Elise kam" von Natasha Solomons

    Als die Liebe zu Elise kam

    Alina-K

    Eine Liebesgeschichte vor dem Hintergrund des Krieges verspricht eine Vielzahl von Ereignissen und Emotionen: Freud und Leid treffen aufeinander und das Leben der Betroffenen nimmt unerwartete Wendungen. So auch in "Als die Liebe von Elise kam" von Natasha Solomons, erschienen im Kindler Verlag. Du kannst mehr als nur ein Leben leben. Im Frühling des Jahres 1938 kommt Elise Landau nach Tyneford House, einem Anwesen an der Südküste Englands. Die junge Jüdin aus wohlhabender Familie erwartet hier eine Anstellung als Hausmädchen. Eltern und Schwester musste sie in Wien zurücklassen. Über England weiß Elise nichts – nur, dass es ihr dort nicht gefallen wird. Doch tapfer poliert sie Silber und serviert Drinks, mit der Perlenkette ihrer Mutter unter der Schürze. Einziger Lichtblick: Kit, der Sohn des Hausherrn. Mit ihm erlebt sie ihre erste zarte Liebe – eine Liebe gegen die Konventionen. Dann erreicht der Krieg das beschauliche Dorset und beschwört Ereignisse herauf, die Tyneford House und seine Bewohner für immer verändern. Elise erkennt, dass sie keine andere Wahl hat, als ihr altes Leben komplett hinter sich zu lassen ... Eine Leseprobe zum Buch findet ihr hier: http://www.rowohlt.de/fm/131/Solomons_Elise.pdf Außerdem gibt es einen Trailer zum Buch: https://www.youtube.com/watch?v=LhCqxj-SonE&feature=player_embedded Wir suchen ab sofort 25 Testleser für diesen anrührenden Roman über Liebe, Familie und ein neues Leben in einer völlig unbekannten Umgebung. Möchtest du die Geschichte von Elise kennenlernen und dich mit den anderen Lesern über das Buch austauschen? Hast du genügend Zeit zum Lesen und für das Schreiben einer abschließenden Rezension? Dann bewirb dich jetzt für ein Leseexemplar. Beantworte dazu bis zum 01. April folgende Frage im Unterthema "Bewerbung zur Leserunde": Wie würdest du reagieren, wenn du dein Zuhause und deine Familie verlassen müsstest? Welche Probleme kann solch eine Herausforderung mit sich bringen und wie würdest du dich diesen stellen?

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    • 540
  • Rezension zu "Als die Liebe zu Elise kam" von Natasha Solomons

    Als die Liebe zu Elise kam

    PrinzessinAnne

    30. May 2012 um 21:30

    Worum geht es: Zwar sieht Elise nicht so wunderschön aus wie ihre Schwester Margot, und singt auch nicht so toll wie Anna, ihre Mutter, aber im Prinzip ist sie schon sehr glücklich in ihrem großzügigen Zuhause in Wien, umgeben von ihren Liebsten. Doch der Krieg steht vor der Tür, und sie als Jüdin könnte davon betroffen werden. Um dem eventuellen Schlamassel zu entkommen, beschließen Elises Eltern in die USA zu gehen, und Elise, sobald ihr Visum da ist, nachzuholen. Solange soll sie als Haushaltshilfe in einem englischen Herrenhaus dienen, und dann in Kürze nachkommen. Doch Elises Eltern bekommen kein Visa. Zudem verliebt sie sich in den Sohn ihres Hausherren, Kit. Doch ihr Verliebtsein steht unter einem schlechten Stern.. Als jüdische Putzfrau in den Zeiten des Krieges im kleinen englischen Tyneford. Meine Meinung: Um es kurz zu machen: Ich habe gehofft, gelacht, geweint, Elise verflucht, Kit verflucht, Elise geliebt, mit ihr mitgefiebert, für sie gehofft, um sie gehofft, die Landschaft genossen, ihr Leben genossen, ihr Leben verabscheut. Im Prinzip deckt dieses Buch jedes Gefühl ab, das man nur haben kann. Die Geschichte hat mich auch ohne tränenziehende Litanei tief berührt und bewegt. Der Krieg wird aus einer ganz anderen Perspektive dargestellt und vom Leser betrachtet, ohne dabei weniger schrecklich oder viel erträglicher zu sein. Elise geschieht so viel Unglück, und doch versucht sie immer das beste aus dem zu machen, was sie (noch) hat. Sie gibt sich nicht auf, sie glaubt an sich und an andere, und schafft es so, sich aus einer scheinbar ausweglose Situation in eine erträgliche zu kämpfen. Doch jedes Mal, wenn ihr ein klein wenig Glück vergönnt ist, holen die Schatten sie wieder ein.

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  • Rezension zu "Als die Liebe zu Elise kam" von Natasha Solomons

    Als die Liebe zu Elise kam

    Devilswife

    29. May 2012 um 10:43

    1938 kommt Elise Landau nach Tyneford House,einem Anwesen an der Südküste Englands. Für die junge Jüdin aus gutem Hause,wird sich nun alles als angestelltes Dienstmädchen verändern. Sie musste ihre Eltern und Schwester in Wien zurücklassen. Über England weiß Elise im Grunde nichts,aber tapfer findet sie sich in ihrer Rolle als Dienstmädchen zurecht und poliert Silber,serviert Drinks und steht früh morgens auf um Öfen anzuheizen. Als Andenken ihrer Mutter trägt sie deren Perlenkette unter der Schürze bei sich. Ein Lichtblick für sie ist,als Kit Sohn des Hausherrn, auftaucht. Er nimmt sich Elise an und unterrichtet sie in Englisch und eine knüpft sich an, entgegen aller Konventionen. Als der Krieg Dorset erreicht, passieren Dinge die Tyneford House und seine Bewohner für immer verändern werden. Elise erkennt das sie ihr altes Leben nun endgültig, unwiderruflich komplett hinter sich lassen muss... Eine überaus romantische und tragische Geschichte,die einem Einblick in die damalige, tragische Zeit gewährt. Fesselnd,spannend, romantisch, tragisch und zu Tränen rührend,habe ich sie empfunden und natürlich auch an manchen Stellen witzig,aber die Tragik überwiegt selbstverständlich am meisten,denn ich glaube die damalige Zeit war alles andere als witzig. Dieses Buch ist überaus gelungen und ich kann es nur jedem empfehlen es zu lesen!!!

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  • Rezension zu "Als die Liebe zu Elise kam" von Natasha Solomons

    Als die Liebe zu Elise kam

    Buchina

    16. May 2012 um 17:58

    Ein Roman, der allein schon durch seine Aufmachung verzaubert. Wien in den 30er Jahren. Elise wächst als Tochter ein Sängerin und eines Schriftstellers wohlbehütet in der besser gestellten Künstlergesellschaft Wiens auf. Der Machtsieg der Nationalsozialisten auch in Österreich ändert ihr Leben schlagartig, denn Elise ist wie ihre Familie jüdisch. Ihre Eltern ahnen, dass es ein Leben nur außerhalb Österreichs für sie und ihre 2 Töchter möglich ist. Aus diesem Grund muss Elise eine Anzeige in einer englischen Zeitung veröffentlichen, in der sie ihre Dienste als Hausmädchen anbietet. Der Hausherr von Tyneford House, einem Anwesen in Südengland, nimmt das Angebot an und stellt sie ein. Elise muss sich jetzt nicht nur von ihrer geliebten Familie verabschieden, sondern auch von ihrem gewohnten Leben. Mit Tyneford House hat sie Glück, kleine Missgeschicke werden verziehen und Elise lebt sich langsam ein. Der Sohn des Hauses Kit zeigt besonderes Interesse und auch Elise ist nicht abgeneigt. Aber kommen sie gegen die strengen Konventionen an? Und wie geht es mit Elises Familie weiter, schaffen sie die geplante Ausreise nach Amerika? Ein wirklich spannender Roman, der gleichzeitig eine ganz besondere Stimmung hinterlässt. Genau wie Südengland auch auf seine Besucher wirkt, verträumt, melancholisch, glücklich, traurig und wunderschön. Der Schreibstil hat viele beschreibende Elemente ohne langatmig zu wirken. Das Leben, die Landschaft und die Gefühle der Protagonisten sind greifbar beschrieben. Die Protagonisten waren nicht nur sympathisch, sondern vor allem auch realistisch in ihren Entscheidungen und Gefühlen. Ein Roman der zwar in der Nazizeit spielt und auch die Auswirkungen an konkreten Beispielen zeigt, aber im Vordergrund steht eindeutig Elise und ihre Entwicklung. Die Historie ist der Rahmen und tritt in den Hintergrund ohne vergessen zu sein. Solomon erschafft eine Liebesgeschichte, die einfach zu Herzen geht ohne rührselig zu sein. Ein wunderbares Buch!!!

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