Nathalie Boegel

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Berlin - Hauptstadt des Verbrechens

Berlin - Hauptstadt des Verbrechens

 (2)
Erschienen am 17.09.2018

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Rezension zu "Berlin - Hauptstadt des Verbrechens" von Nathalie Boegel

‚Die spektakulären, wahren Kriminalfälle aus Berlins wildesten Jahren'
sabatayn76vor einem Monat

‚Die spektakulären, wahren Kriminalfälle aus Berlins wildesten Jahren, erzählt nach den bis heute erhalten gebliebenen Originalakten der Ermittler und mit vielen Fotos von Tätern und Tatorten - davon handelt dieses Buch.‘ (Seite 10)

Als begeisterte Volker Kutscher-Leserin habe ich mich sehr auf das Buch von Nathalie Boegel gefreut, aber leider hat das Buch meine Erwartungen nicht erfüllt.

Mein allererster Eindruck vom Buch war durchaus gut, denn auf dem Vorsatz befindet sich ein alter Stadtplan von Berlin mit den im Buch erwähnten Orten und bekannten Landmarks. Da ich alte Karten liebe und man sich durch diese oft perfekt in andere Zeiten eindenken und an einen bestimmten Ort versetzen kann, war ich sehr gespannt auf die im Buch versammelten Geschichten.

Einige der Kapitel haben mir auch sehr gut gefallen, z.B. zur politischen Ausgangssituation nach Ende des Ersten Weltkriegs und der Novemberrevolution. Auch die stimmungsvollen Beschreibungen des Alltags in der Stadt, der Wohnsituation, des Nachtlebens und der Ringvereine fand ich gelungen, denn hier kann man viel über das Leben im Berlin der 1920er Jahre lernen.

Alles in allem ist mir aber negativ aufgefallen, dass viele Kapitel wenig packend geschrieben wurden und dass der Erzählstil über weite Strecken hinweg eher trocken ist, obwohl die Thematik so viel Potenzial geboten hat.

Vielleicht liegt das größte Problem des Buches für mich darin, dass ich etwas anderes erwartet hatte.

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K

Rezension zu "Berlin - Hauptstadt des Verbrechens" von Nathalie Boegel

Viel Schein, kaum Sein
Krimileserattevor 3 Monaten

Die Idee an sich ist gut: Ein Sachbuch über die Verbrechen im Berlin der 20er Jahre des 20. Jahrhunderts zu schreiben. So trägt das bei DVA erschienene Buch den programmatischen Titel „Berlin – Hauptstadt des Verbrechens“. Die Journalistin Nathalie Boegel entfaltet darin ein beinahe beliebig-eklektisch anmutendes Panorama berühmter Verbrechen in der deutschen Hauptstadt. Vorneweg: Leider fehlt dem Buch eine durchdachte, stringente Konzeption, weshalb sich der Eindruck aufdrängt, dass es mit heißer Nadel gestrickt wurde, um schnell Kasse zu machen, solange die Popularitätswelle in der Folge von Kutschers Berlin-Krimis und der Netflix-Serie „Babylon Berlin“ anhält. Dies wäre an sich legitim, wenn die Qualität stimmen würde. Aber das Buch changiert beinahe beliebig ohne Struktur von berühmten Einzelfallverbrechen zu exzellenten Kriminalisten (Gennat) und allgemeinhistorischen Betrachtungen über die Weimarer Republik. Heraus kommt ein lieblos zubereiteter Einheitsbrei, der keinem Leser schmecken dürfte, zumal die Sprache sich nicht selten auf dem Niveau einschlägiger Boulevard-Blätter befindet und sich etliche ärgerliche Fehler finden, die auch die Qualität des Lektorats in Frage stellen.
Zum Inhalt: Behandelt werden Fälle eines selbsternannten Volksbeglückers, der Berliner um ihr Vermögen bringt, der erste Massenmörder der Weimarer Republik und der sagenumwobene Kommissar Gennat. Hinzu kommen wie gesagt inhaltlich-konzeptionell nicht zu rechtfertigende Exkurse über den gesellschaftspolitischen Zustand der Weimarer Republik.
Wäre das Buch sorgfältiger konzipiert und fokussierter geschrieben worden, hätte durchaus etwas draus werden können. So bleibt die Lektüre wenig bis gar nicht erquicklich und wer es bis zur letzten Seite schafft, fragt sich danach umsonst, welchen Mehrwert er aus dem Buch ziehen kann, zumal viele der darin behandelten Sachverhalte schneller auf Wikipedia o.ä. hätten recherchiert werden können. Insofern in diesem Fall leider eine klare Empfehlung, das Buch weder zu kaufen noch zu lesen.

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