Berlin - Hauptstadt des Verbrechens

von Nathalie Boegel 
1,0 Sterne bei1 Bewertungen
Berlin - Hauptstadt des Verbrechens
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Mit heißer Nadel gestrickt – vermutlich für Profit

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Inhaltsangabe zu "Berlin - Hauptstadt des Verbrechens"

Die spektakulärsten Kriminalfälle aus Berlins wildesten Jahren
Ein selbsternannter »Volksbeglücker« zieht Zehntausenden Berlinern ein Vermögen aus der Tasche. Ein schwerverletzter Forstaufseher liefert den entscheidenden Hinweis auf den ersten Massenmörder der Weimarer Republik. Und ein kuchensüchtiger Kommissar klärt durch seine genialen Ermittlungsmethoden fast 300 Mordfälle auf.
In den Jahren von 1918 bis 1933 tobt in Berlin nicht nur das verruchteste Nachtleben der Welt, hier wird auch der politische Kampf zwischen Nazis und Kommunisten auf der Straße ausgetragen, während die Polizei verzweifelt versucht, dem Sündenbabel Einhalt zu gebieten. In ihrem Buch erzählt Nathalie Boegel von gewissenlosen Mördern, cleveren Betrügern und von Kriminellen, die zu Lieblingen der Berliner werden. Und sie zeigt, wie mutige Ermittler die Polizeiarbeit revolutionieren.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783421048325
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:320 Seiten
Verlag:DVA
Erscheinungsdatum:17.09.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    Krimileserattevor 2 Tagen
    Kurzmeinung: Mit heißer Nadel gestrickt – vermutlich für Profit
    Viel Schein, kaum Sein

    Die Idee an sich ist gut: Ein Sachbuch über die Verbrechen im Berlin der 20er Jahre des 20. Jahrhunderts zu schreiben. So trägt das bei DVA erschienene Buch den programmatischen Titel „Berlin – Hauptstadt des Verbrechens“. Die Journalistin Nathalie Boegel entfaltet darin ein beinahe beliebig-eklektisch anmutendes Panorama berühmter Verbrechen in der deutschen Hauptstadt. Vorneweg: Leider fehlt dem Buch eine durchdachte, stringente Konzeption, weshalb sich der Eindruck aufdrängt, dass es mit heißer Nadel gestrickt wurde, um schnell Kasse zu machen, solange die Popularitätswelle in der Folge von Kutschers Berlin-Krimis und der Netflix-Serie „Babylon Berlin“ anhält. Dies wäre an sich legitim, wenn die Qualität stimmen würde. Aber das Buch changiert beinahe beliebig ohne Struktur von berühmten Einzelfallverbrechen zu exzellenten Kriminalisten (Gennat) und allgemeinhistorischen Betrachtungen über die Weimarer Republik. Heraus kommt ein lieblos zubereiteter Einheitsbrei, der keinem Leser schmecken dürfte, zumal die Sprache sich nicht selten auf dem Niveau einschlägiger Boulevard-Blätter befindet und sich etliche ärgerliche Fehler finden, die auch die Qualität des Lektorats in Frage stellen.
    Zum Inhalt: Behandelt werden Fälle eines selbsternannten Volksbeglückers, der Berliner um ihr Vermögen bringt, der erste Massenmörder der Weimarer Republik und der sagenumwobene Kommissar Gennat. Hinzu kommen wie gesagt inhaltlich-konzeptionell nicht zu rechtfertigende Exkurse über den gesellschaftspolitischen Zustand der Weimarer Republik.
    Wäre das Buch sorgfältiger konzipiert und fokussierter geschrieben worden, hätte durchaus etwas draus werden können. So bleibt die Lektüre wenig bis gar nicht erquicklich und wer es bis zur letzten Seite schafft, fragt sich danach umsonst, welchen Mehrwert er aus dem Buch ziehen kann, zumal viele der darin behandelten Sachverhalte schneller auf Wikipedia o.ä. hätten recherchiert werden können. Insofern in diesem Fall leider eine klare Empfehlung, das Buch weder zu kaufen noch zu lesen.

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