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Nathalie73

vor 8 Monaten

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Die Malerin Claire Sawyer geht 1919 zum Studieren nach New York. Schnell freundet sie sich mit Josephine an, die das genaue Gegenteil der schüchternen Claire ist. Obwohl die beiden sich näher kommen, ahnt Claire, dass Josephine Geheimnisse hat, die ihrer Beziehung immer wieder im Weg stehen. Um ihre Liebe dennoch aufrechtzuerhalten, verheiratet sich Claire mit einem Mann, doch ihr Leben wird immer wieder auf den Kopf gestellt, nicht zuletzt deswegen, weil Josephine sich in den Kreisen der Mafia aufhält.
Eine Liebesgeschichte, die in den wilden Zwanzigern beginnt und Jahrzehnte überdauert.

Autor: Nathalie C. Kutscher
Buch: Claire

Operculum

vor 8 Monaten

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Spannende Thematik in einer der großartigsten Städt überhaupt. Zudem bin ich immer wieder für die ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts zu begeistern! Ich versuche einfach mal mein Glück!

Mina28082003

vor 8 Monaten

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Das Buch hat das gewisse Etwas. Es macht einen Neugierig und wirkt interessant

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Alentschik

vor 7 Monaten

Kapitel 1-4

Der erste Abschnitt war wirklich eine toller Beginn der Geschichte. Ich finde den leichten Schreibstil sehr gelungen, man schwebt mit Claires Gedanken mit durch die Zeilen. :)

Claire ist mir sehr sympathisch. Sie ist sicherlich kein starker Charakter (zumindest noch nicht) und würde es ohne Michelle sicherlich etwas schwerer haben den Umbruch in der Gesellschaft mitzuleben. Ich kann mir auch vorstellen, dass der Übergang damals den meisten Menschen nicht leicht gefallen ist und es eine sehr aufwühlende Zeit war. Auch für Claires Mutter ist es sicherlich nicht leicht das Altbekannte, das konservative Verständnis der Frauenrolle, mit dem sie aufgewachsen war aufzugeben. Deswegen würde ich sie an der Stelle nicht verurteilen wollen für ihre Überzeugungen. Gerne hätte ich von dem Vater noch mehr erfahren, wie er das Ganze sieht und erlebt. Michelle finde ich ganz toll, auch wie sie Claire ausnahmslos zur Seite steht und unterstützt, ich hoffe man hört mehr von ihr im Laufe der Geschichte.

Die Einführung in die Neigung von Claire zu der gleichgeschlechtlichen Liebe fand ich sehr sanft und in Verbindung mit dem Aktmalerei sehr geschmackvoll gelungen. Ich hätte mir nur an der Stelle etwas mehr innere Zerrissenheit von Claire erwartet, immerhin war es zur damaligen Zeit etwas Aussergewöhnliches und die Erkenntnis darüber unter dem Druck der alten Konventionen sollte doch im Normalfall etwas Unbehagen in einem auslösen, so denke ich mir zumindest. Bei Claire kam es mir so vor, als ob sie darüber kaum nachdenkt und nur als gegeben hinnimmt.

Alentschik

vor 7 Monaten

Kapitel 1-4
@Mamaofhannah07

Inwiefern findest Du, dass Nicolai einen wichtigen Einfluss darstellt? Sicherlich irgendwie auf die künstlerische Entwicklung, aber ich hatte nicht das Gefühl, dass er irgendwie Einfluss auf ihre Gefühle genommen hat...

Alentschik

vor 7 Monaten

Kapitel 1-4

Mamaofhannah07 schreibt:
Die stärkste Stelle in den ersten Kapiteln ist für mich die Begegnung zwischen Michelle und Claire im ehelichen Schlafzimmer.

Das kann ich definitiv so unterstreichen! Da hat es nur so geknistert! Da habe ich selbst die Luft angehalten.. :)

Alentschik

vor 7 Monaten

Kapitel 5-7

Im Mittelpunkt dieses Abschnitts steht sicherlich die Begegnung mit Jo. Man kann die Entwicklung ihrer Freundschaft unter Umständen als zu schnell betrachten: bereits am ersten Tag nimmt Jo Claire mit nach Little Italy und gibt ihr zu verstehen, dass sie an einer sexuellen Begegnung ebenso interessiert ist. Ich denke aber, Jo ist jemand der ihre Grenzen schnell ausloten will und auch etwas stürmischer von einem Tag auf den anderen lebt. Bei diesem Charakterzug erscheint mir eine schnelle Entwicklung durchaus als realistisch. Im Gegensatz zu Jo ist Claire doch noch sehr unerfahren und schüchtern. Ihre Reaktion und aufkommende Gefühle in der Dusche sind entsprechend nachvollziehbar. Ich hoffe Claire lässt sich von Jo zu nichts verleiten was sie nicht selber auch möchte. Ich bin schon sehr gespannt wie sich diese Beziehung weiter entwickelt! Finde es sehr spannend bis jetzt. :)

Alentschik

vor 7 Monaten

Kapitel 8-10

Im dritten Abschnitt geschieht wirklich sehr viel. Zu einem finden Jo und Claire zueinander. Das finde ich sehr schön, auch wenn es nicht ganz unproblematisch verlaufen ist, was aber zu erwarten war. Jo hat Claire auch ihre nicht ganz so einfache Geschichte offenbart, das ist eindeutig ein klares Zeichen von Vertrauen und Zuneigung. Claire ist trotzdem ein wenig verunsichert, weil Jo sich gefühlstechnisch sehr zurückzieht, aber Jo ist nun mal nicht der Typ, der permanent über ihre Gefühlslage spricht.

Was mich etwas irritiert hat, ist der Antrag von John Ellis. Ich hätte mir eine bessere Einführung von John gewünscht, so ohne jegliche Beschreibung ihrer Begegnungen und Zusammenkünfte war diese Wendung für mich zu plötzlich und irgendwie fehl am Platz. Und John als Charakter ist für mich noch zu unscheinbar und noch nicht wirklich geformt. Ich hoffe da kommt mehr noch im Verlauf der Geschichte. Er scheint ja immerhin eine wichtige Rolle in Claires Leben einzunehmen.

Die Beschreibung der Stimmung in der Kunstszene während der Silvesternacht fand ich Klasse! Gerne mehr von solchen Tauchgängen in die Geschichte und das Feeling der 20er Jahre. Interessant gefunden hätte ich z.B. auch die Stimmung in der Akademie, davon hat man leider eher wenig bis jetzt mitbekommen.

Zu Claires Entwicklung:
„Zum ersten Mal in meinem Leben war ich Zeuge, was die Moderne mit uns machte. Pärchen, die ungeniert in aller Öffentlichkeit ihre Zuneigung preisgaben. Frauen, die Frauen küssten und dabei schamlos bekleidet waren. Und ich? Ich hielt an meiner Erziehung, meinem unmodernen langen Haaren, einem wadenlangen Kleid und meiner Zurückhaltung fest.“ Ich konnte aus ihren Gedanken nicht wirklich rauslesen, ob sie ihre Ansichten eher bedauert oder aus Überzeugung, wie an einem Anker, daran festhält?
Definitiv merkt Claire langsam, welchen Preis ihre Freiheit mit sich bringen würde und ich bin mir im Moment nicht sicher, ob sie diesen wirklich bezahlen will und eben die Freuden eines normalen Familienlebens dafür aufgeben würde.

Ich kann mir vorstellen, dass auch andere Frauen in dieser Zeit des Umbruchs ähnliche Gedanken und Zweifel hatten. Das ist für uns heute vielleicht nicht mehr ganz so akut, trotzdem immer noch aktuell, wenn man bedenkt, dass Karriere und Familie immer noch schwer vereinbar sind.

Alentschik

vor 7 Monaten

Kapitel 11-13

Für mich ist es die intensivste Stelle im ganzen Buch als Claire realisiert, dass Jo sie verlassen hat. Ich konnte ihren Schmerz fast schon spüren. Ich denke es war der schmerzvollste Moment ihres Lebens, der Moment in dem ihr Leben einbricht. Ich muss aber sagen, dass sie sehr vernünftig in ihrem Schmerz reagiert und sofort nach Boston fährt. Am Ende heiratet sie John um ihrem Leben eine Familie und damit wieder einen Sinn geben zu können. Es hätte durchaus eine harmonische Beziehung werden können. denn sie haben sich sehr gut verstanden und sich gegenseitig respektiert. Ich denke John hat es aber am Ende doch nicht vertragen können, dass Claire in eine Frau verliebt ist. Mir ist grundsätzlich nicht klar, warum John das ganze Theater überhaupt mitgemacht hat, vielleicht war er ernsthaft verliebt in Claire, das erfahren wir aus dem Buch aber leider nicht. So oder so, kann ich John keine Vorwürfe machen, dass er sich doch von Claire distanziert.
Im Allgemeinen finde ich diese Entwicklung sehr realistisch und nah am Leben.

Seltsam fand ich, dass Michelle Claire regelrecht in diese Richtung drängt, das erschien mir ein wenig „Out of Character“. So hätte ich gedacht, sie würde Claire dazu ermutigen für ihre Liebe zu kämpfen, anstatt sie in eine lieblose Ehe zu drängen.

Ich bin im Laufe der Geschichte nie wirklich sicher geworden, ob Jo Claire wirklich genug liebt oder eher als einen Art Ruhepol, zu dem sie immer wieder zurück kehren kann, sieht. Ihr Weggang und jahrelange Abwesenheit überzeugt mich nicht gerade vom Gegenteil. Ich hätte nur zu gern die Gedankenwelt von Jo kennen gelernt, ich denke sie hätte noch mehr über die damalige Rolle der Frau erzählen können und auch mal mehr über die Welt der Mafia berichten können.

Alentschik

vor 6 Monaten

Kapitel 14-Ende

Der letzte Abschnitt war ein guter Abschluss der Geschichte. Claire und Jo haben endlich zueinander gefunden, das finde ich wirklich sehr schön. Schade natürlich, dass sie so viele Jahre haben verstreichen lassen, aber nur so konnten sie ihre eigenen Lebenswege gehen, auch wenn es für Claire eher unfreiwillig war im Gegensatz zu Jo. Claire hat sich sicherlich nach einem Leben mit Jo gesehnt und ist von den beiden eher diejenige, die für ihre Liebe ihr eigenes Leben gerne zurück stellt. Jo ist hingegen wirklich ein Freigeist und in der Hinsicht eher egoistisch ihren Zielen folgend, diese Eigenschaft hat mich immer wieder daran zweifeln lassen, dass sie starke Liebe zu Claire empfindet. Ich halte Claire immer noch für keinen starken Charakter, auch wenn die Liebe zu Jo sehr viel Stärke erfordert, sie lässt sich doch vom Leben mehr treiben, als selbst das Ruder zu übernehmen.

Ganz toll fand ich den Abschnitt indem beschrieben wird wie sich Claires und Jos Familie entwickelt hat! Mich hätte es noch interessiert zu hören wie es Claires Brüdern ergangen ist, was aus der Michelle Parker Stiftung geworden ist und wie es in der Malerei weiterging.

Den letzten Absatz mit den Schlussworten fand ich an der Stelle leider unpassend. Es ging im Roman einfach zu wenig um Frauenrechtsbewegung um solche Worte an Schluss zu stellen meiner Meinung nach. Schöner hätte ich es gefunden, wenn hier der Focus auf der gleichgeschlechtlichen Liebe gelegen hätte.


Ich danke allen für die Leserunde! Persönliche Meinung zu dem Roman im Ganzen folgt dann entsprechend in meiner Rezension.

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