Nathan Englander

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Nathan EnglanderDas Ministerium für besondere Fälle
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Das Ministerium für besondere Fälle
Das Ministerium für besondere Fälle
 (23)
Erschienen am 06.04.2010
Nathan EnglanderWorüber wir reden, wenn wir über Anne Frank reden
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Worüber wir reden, wenn wir über Anne Frank reden
Nathan EnglanderZur Linderung unerträglichen Verlangens
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Zur Linderung unerträglichen Verlangens
Zur Linderung unerträglichen Verlangens
 (9)
Erschienen am 09.05.2008
Nathan EnglanderThe Ministry of Special Cases. Das Ministerium für besondere Fälle, englische Ausgabe
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The Ministry of Special Cases. Das Ministerium für besondere Fälle, englische Ausgabe
Nathan EnglanderDinner at the Center of the Earth
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Dinner at the Center of the Earth
Dinner at the Center of the Earth
 (1)
Erschienen am 05.09.2017
Nathan EnglanderWhat We Talk About When We Talk About Anne Frank
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What We Talk About When We Talk About Anne Frank
Nathan EnglanderMcSweeney's 28
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McSweeney's 28
McSweeney's 28
 (0)
Erschienen am 01.08.2008
Nathan EnglanderMinisterio de casos especiales/ The Ministry Of Special Cases
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Ministerio de casos especiales/ The Ministry Of Special Cases

Neue Rezensionen zu Nathan Englander

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miss_mesmerizeds avatar

Rezension zu "Dinner at the Center of the Earth" von Nathan Englander

Nathan Englander - Dinner at the Center of the Earth
miss_mesmerizedvor einem Jahr

Berlin 2002. A young Palestinian helps out a Canadian businessman to sail on one of the lakes. The more often they meet, the more intimate they get. Paris, the same year. Prisoner Z falls in love with a waitress. A young woman who turns out to be a super-rich daughter with unlimited opportunities. Israel 2014. The General is in hospital, dying, it is just a question of time until he passes away. The same year, the same country, but in a secret prison cell. Prisoner Z sets all his hopes on the General unsuspecting of the latter’s poor state of health. Slowly, all pieces fit together to narrate a story of spying and love in one of the most conflict-laden regions of the earth.


The short description of the novel was really appealing and promising. I was expecting a suspenseful and tedious story which brings the characters to their limit and in which they oscillate between ethical values and commitment to their country and personal interests and emotions. Yet, the plot is slowly flowing without any remarkable peaks in suspense. It took me quite some time to get an idea of the characters and their connection, how they relate isn’t obvious at all.


The narrative style is quite enticing, the dialogues are vivid, also the presentation of the single characters is effective and thriving. However, due to the various places and side plots, the red thread got lost a bit. We have just fractions of the Israel history of which I really would have liked to read much more. Yet, as it is, there are a lot of narrative paths lain out which, unfortunately, nobody ever walked. 

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The iron butterflys avatar

Rezension zu "Zur Linderung unerträglichen Verlangens" von Nathan Englander

Erzählungen, so wagemutig, wie Seiltänzer ohne Netz
The iron butterflyvor 5 Jahren

Neun Erzählungen - neun stolz und überhaupt nicht hochmütig erzählte Geschichten, so traurig, wehmütig und melancholisch, beinahe unfassbar.
"Die Perücke" erzählt z.B. von Ruchama der Perückenmacherin. Selbst in die Jahre gekommen trägt Ruchama eine fehlerhafte Perücke, die ihre beste Zeit lange hinter sich hat. Täglich verhilft sie anderen Frauen durch ihre handwerklichen Fähigkeiten zu wundervollen Naturhaar-Perücken, die jeder Auftraggeberin wieder ein Quäntchen der verlorenen Jugendlichkeit und die begehrlichen Blicke der Männer bescheren. In einer der Hochglanzmagazine, die sie wöchentlich bei Jamal am Zeitungsstand für ein paar Dollar durchblättern darf, entdeckt sie eine wundersame Schöne, die ihr Haar zu Werbezwecken Blicke heischend durch das Bild wirft. Ruchamas Sehnsucht nach ihrem ehemals vollen und lockigen Haar übertrifft alles. Als sie eines Tages einen jungen Mann mit langen wallenden Locken in der Menge sieht, kennt sie nur noch ein Ziel. Sie will seine Haarpracht ihr eigen nennen. Dafür zahlt sie einen wahrlich hohen Preis.
Auch Dow Benjamin zahlt einen mehr als hohen Preis in der Erzählung, die dem Buch zu seinem Titel verhalf "Zur Linderung unerträglichen Verlangens". Seine geliebte Chawa Bayla widersteht all seinen begehrlichen Blicken und Avancen und verweigert sich ihm über die erträglichen Maße. Als ihm der Rebbe die besondere Erlaubnis für den Besuch einer Prostituierten "zur Linderung unerträglichen Verlangens" ausstellt, ahnen beide nicht, welch unerfreuliches Erlebnis dies schlussendlich für Dow Benjamin werden soll.
Nathan Englander erzählt so wagemutig zwischen Tragik und Komik. Er erzählt stolz über Tradition und Moderne und er scheut auch nicht vor den grausamen Seiten vergangener Kriegszeiten oder heutigem Terror in Israel zurück. Alles in allem wertvolle Erzählungen, die im Gedächtnis verweilen mögen.

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Rezension zu "Worüber wir reden, wenn wir über Anne Frank reden" von Nathan Englander

Worüber wir reden, wenn wir über Anne Frank reden von Nathan Englander.
Ein LovelyBooks-Nutzervor 6 Jahren

Eine Sammlung aus Erzählungen unterschiedlicher Länge, fast ausschließlich sich mit dem Thema Judentum und jüdische Lebensrealität auseinandersetzend. Ob es nun um die Folgen strenger Rabbiner Erziehung bei einem Anwalt mittleren Alters geht, um den täglichen Antisemistismus und die, die sich dagegen zu wehren lernen oder befreundete Siedlerpioniere im noch jungen Israel, die ein verzweifelter Handel für immer entzweit…

Mit dieser Sammlung aus mal tragisch-ernsten mal heiter-ironischen Geschichten schreibt sich Nathan Englander nicht nur in das Gedächtnis der Herausgeber einschlägiger Literaturmagazine, sondern auch in mein bescheidenes, aber doch durch und durch Literatur liebendes Herz. Die Welt, die Nathan Englander dabei, häufig aber nicht ausschließlich, porträtiert, ist die der jüdischen Mittelklasse im Osten Amerikas. Eine Welt, die der meinen stärker gleicht als so manch andere Lebensrealität auf diesem Planeten und die mir trotzdem bis vor der Lektüre dieses Erzählbandes völlig fremd war. Daher freue ich mich Nathan Englander und seine Geschichten entdeckt zu haben und mit ihnen all die Welten, die sich mir beim Lesen öffneten.

Englanders Stil ist dabei literarisch, aber doch unkompliziert, kommt ganz ohne schriftstellerische Kapriolen aus und gibt dem Leser doch ein gutes Gefühl. Das Gefühl nicht alles auf dem Silbertablett serviert zu bekommen, sich Teile der Geschichte selbst erarbeiten zu müssen. Denn nicht alles steht im Text, bei Nathan Englander steht auch vieles zwischen den Zeilen. Da genügt es oft einer Anspielung, eines Blickes der Hauptfigur zu Boden, aus betretener Scham oder Ratlosigkeit um mich als Leser tief zu berühren, manchmal auch zu erschüttern. Doch gerade das ist es, was ich an Kurzgeschichten so schätze, im Vergleich zum Roman, die unbeantworteten Fragen, die losen Enden, und ich irgendwo dazwischen.

Nathan Englander macht es seinen Leser dabei nie einfach, erschreibt sich vorzugsweise und vorzüglich, schwer zugängliche Charaktere. Ob es sich nun um einen Mann mittleren Alters handelt, der in einer Peep Show langsam den Verstand verliert oder den jungen Leiter eines Sommerferienlagers, der Mitwisser bei einem Mord wird, den er hätte verhindern können, oder den Ehemann, der im Fall des Falles sein eigenes Leben über das seiner jüdischen Frau stellen würde. Nathan Englander blendet bei keinem Konflikt aus und lässt nicht zu, dass der Leser weg hört, wenn hier über Anne Frank geredet wird, wenn auch nur hypothetisch, und über die anderen tragischen Figuren in diesen Geschichten.

Eine intelligente Prosasammlung, die es dem Leser nicht leicht macht, dafür aber noch lange und gut im Gedächtnis bleibt.

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