Nathan Englander Das Ministerium für besondere Fälle

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Inhaltsangabe zu „Das Ministerium für besondere Fälle“ von Nathan Englander

Buenos Aires um 1970: Kaddisch Poznan, Jude und Sohn einer Hure, hat es im Leben zu nichts Rechtem gebracht. Sein Sohn Pato verachtet ihn, und seine Frau Lillian verdient in einer Versicherungsagentur das Geld für die Familie. Eines Tages wird Kaddischs Sohn verhaftet, und binnen kürzester Zeit verliert sich Patos Spur in der anonymen Apparatur der argentinischen Militärdiktatur. Immer wieder werden Kaddisch und seine Frau im „Ministerium für besondere Fälle“ vorstellig, doch niemand fühlt sich zuständig, niemand will ihnen weiterhelfen …

Es war leider gar nichts für mich. Zwei Sterne, weil mich irgendetwas dazu getrieben hat, es doch bis zum Ende durchzulesen.

— Moosi
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  • Rezension zu "Das Ministerium für besondere Fälle" von Nathan Englander

    Das Ministerium für besondere Fälle
    bfhighlander

    bfhighlander

    15. November 2010 um 08:20

    Leider konnte dieses Buch nicht halten, was am Einband versprochen war. Ich war weder sonderlich gefesselt, noch habe ich wirklich etwas über das mir fremde Argentinien erfahren. Es gibt die ein oder andere Passage, in der es spannend oder interessant war, wenn man etwas über die Militärjunta erfährt. Im Vordergrund steht aber ein dermaßen nerviger Antiheld mit seiner Frau, in den man sich wahrlich nicht hineinversetzen möchte. Vielleicht will ja Engländer, dass man sich von seinem Protagonisten distanziert. Das ist wahrlich gelungen. Ich habe mich allerdings von dem ganzen Buch distanziert. Fertig gelsen habe ich es trotzdem, in der Hoffnung, dass noch irgendetwas Etscheidendes passiert. So richtig ist dies aber niocht erfüllt worden. Sehr merkwürdig fand ich auch die kafkaesken Ansätze. Das können andere überzeugender!

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  • Rezension zu "Das Ministerium für besondere Fälle" von Nathan Englander

    Das Ministerium für besondere Fälle
    Anja_Lev

    Anja_Lev

    09. May 2010 um 18:39

    Eigentlich ist es eine sehr traurige Geschichte, die Nathan Englander erzählt. Es ist 1976, gerade hat ein Militärputsch die Regierung gestürzt, Angst macht sich breit, Menschen verschwinden. Auch Pato, 19jähriger Sohn einer jüdischen Familie in Buenos Aires, wird nach einem Konzert verhaftet, weil er keinen Ausweis dabei hat. Er wird eine Nacht festgehalten und dann freigelassen. Noch am gleichen Abend jedoch wird er zuhause abgeholt und verschwindet in den Kellern der Militärjunta. Für Seine Eltern Lillian und Kaddisch, Juden, die nicht zum angesehene Teil der jüdischen Gesellschaft gehören und nicht die nötigen Verbindungen haben, um etwas für ihren Sohn zu tun, beginnt eine höchst schwierige Zeit. Sie laufen von Pontius zu Pilatus, versuchen es mit allen Mitteln und streben doch vor allem nach Sicherheit. Das ist der Plot, der zwar die Stimmung vorgibt, die Figuren jedoch schaffen einen weiteren Aspekt, eine ganz andere Sichtweise. Denn sie sind genauso komisch wie tragisch, vor allem der Vater Kaddisch, der sich allen gesellschaftlichen Gepflogenheiten widersetzt und sein Geld mit der Scham und Angst der besser akzeptierten Juden verdient. Selbst Sohn einer Hure, meißelt er nachts im Auftrag von Sohnen und Töchtern die Namen anderer peinlicher Eltern von den Grabsteinen. Diese Tätigkeit und ihre Konsequenzen sind ständiger, skurriler Bestandteil der Geschichte und macht es schwer, die ganze Tragik der Geschichte zu fassen. Das Buch ist damit genauso zum Schmunzeln wie zum Schlucken, ich finde es bemerkenswert, dass es Englander gelungen ist, das traurige Thema so skurril zu verpacken, ohne den Schrecken, den das Regime verbreitet, auch nur einen Moment auszublenden.

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  • Rezension zu "Das Ministerium für besondere Fälle" von Nathan Englander

    Das Ministerium für besondere Fälle
    yoko

    yoko

    02. February 2008 um 13:36

    Das Buch hat es in sich. Es liest sich wie ein Sog, je näher man in die Tiefe durchdringt, um so stärker wird der Strudel. Es ist kein einfaches Buch, keine Frage, dafür eins, das man so schnell nicht vergisst.