Nathan Filer

 4.1 Sterne bei 168 Bewertungen
Autor von Nachruf auf den Mond, The Shock of the Fall und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Nathan Filer

Nathan Filer war Krankenpfleger in der Psychiatrischen Klinik in Bristol und arbeitet heute als Schriftsteller, Dichter und Filmemacher. Außerdem unterrichtet er Creative Writing an der Bath Spa University. „Nachruf auf den Mond“ ist sein Debütroman, für den er unter anderem mit dem Costa Book Award und dem Betty Trask Prize ausgezeichnet wurde. Nathan Filer lebt mit seiner Tochter und Frau in Bristol.

Alle Bücher von Nathan Filer

Nachruf auf den Mond

Nachruf auf den Mond

 (141)
Erschienen am 01.09.2016
Nachruf auf den Mond

Nachruf auf den Mond

 (6)
Erschienen am 26.03.2015
The Shock of the Fall

The Shock of the Fall

 (20)
Erschienen am 13.02.2014
Chiedi alla luna

Chiedi alla luna

 (0)
Erschienen am 01.01.2015
The Shock of the Fall

The Shock of the Fall

 (0)
Erschienen am 04.11.2014

Neue Rezensionen zu Nathan Filer

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kleine_welles avatar

Rezension zu "Nachruf auf den Mond" von Nathan Filer

Manchmal verwirrend, aber gut
kleine_wellevor 2 Tagen

Matthews Bruder Simon ist in seiner Kindheit gestorben. Seitdem ist sein Leben ein auf und ab. Momentan geht er in eine Tagesklinik und dort schreibt er die Geschichte von damals auf.

Das Cover ist gut gemacht und gefällt mir wirklich, aber so im Nachhinein muss sagen, dass es dann doch eher Bezug auf den Klappentext nimmt und deshalb nicht so richtig passt. Denn dieser lässt einem Dinge im Buch vermuten, die zwar drin vorkommen, aber keine zentrale Rolle spielen.
Dadurch das Matt seine Geschichte für die „Nachwelt“ aufschreibt spricht er einen direkt an und das mag ich ja immer besonders an Büchern. Außerdem ist das Buch generell in einem interessanten Stil aufgebaut. Man findet Zeichnungen mittendrin oder Wortfetzen. Der Autor arbeitet auch viel mit Wiederholungen und damit ist man mitten in der Geschichte und kann die Krankheit und die Verwirrtheit von Matt viel besser nachvollziehen.
Durch den Tod seines Bruders, der schon ziemlich am Anfang zur Sprache kommt, bekommt die Geschichte eine Traurigkeit, die sich durch den ganzen Roman zieht. Denn wie Nathan Filer im Interview am Ende erklärt, kann man Trauer nicht innerhalb von ein paar Kapiteln beenden, denn sie bleibt vielleicht sogar ein Leben lang. Und das hat meiner Meinung nach dem Buch Authentizität gegeben.
Der Stil ist an einigen Stellen sehr einfühlsam, aber dann wieder eigen und ich würde fast schon an einigen Stellen kindlich sagen. Aber das hat mir gut gefallen.
Allerdings konnte man manchmal der Zeitschleife nicht ganz so folgen, denn Matt springt gerne mal von der Gegenwart in die Vergangenheit und zurück. Das war manchmal schon anstrengend und verwirrend.
Außerdem war ich mir manchmal nicht so sicher, ob man Matts Erzählung glauben kann. Ist wirklich alles so passiert? Oder sind einige Textstellen nur Produkte seiner Fantasie? Dieser Eindruck entstand, weil Matt auch einige Medikamente gegen seine Krankheit nehmen muss.
Was sich aber durch das ganze Buch als Thema zieht und Matt sehr wichtig scheint, sind Erinnerungen. Vielleicht schreibt er deshalb die Geschichte auf, um Simon nicht zu vergessen.
Er versucht einfach sein bisheriges Leben seinen Bruder nicht ganz zu verlieren und so nähert sich diese tragische Geschichte einem scheinbaren Fiasko an.
Man kann leicht vergessen, wie jung Matt eigentlich noch ist und was er schon alles erlebt und vor allem durchlebt hat.
Aber am Ende hatte ich doch trotz allem Hoffnung für Matt und das hat das Buch dann rund gemacht.

Mein Fazit: An einigen Stellen ist das Buch nicht leicht zu verfolgen, denn es gibt viele unübersichtliche Zeitsprünge, aber ich mag den Stil in dem das Buch aufgebaut ist und irgendwie passen diese Wechsel von Gegenwart und Vergangenheit einfach zu Matts Charakter.
Eine einfühlsame Sprache, die einem die Macht von Trauer und Erinnerungen näher bringt. Ich mochte das Buch. 

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seekingzamonias avatar

Rezension zu "The Shock of the Fall" von Nathan Filer

Schwierig schwierig.
seekingzamoniavor 8 Monaten

„Costa Book of the Year". 2013. Große Erwarten und dann ein tiefer Fall. Jedenfalls bei mir. Passend zum Titel. 
Ein 19jähriger Junge, Matthew, untergebracht in einer Einrichtung, weil er Stimmen hört erzählt. Von sich, von seiner aktuellen Situation, den Jahren davor. Dem tragischen Unfall - dem "shock of the fall" - bei dem sein
älterer Bruder ums Leben kam, für dessen Tod er sich verantwortlich fühlt. In vielen Abschnitten und Ausschnitten erfährt der Leser von seiner Krankheit, seiner Familie, seinen Freundschaften und vor Allem von seiner Beziehung zu Simon, seinem Bruder.
Matthew hat im Verlauf seiner Erzählungen immer größere Probleme, die Welt in seinem Kopf mit der Realen in Einklang zu bringen, kämpft mit sich, seiner Situation. Und seinen Erinnerungen.
 Um dann in einer fast plötzlichen Wendung doch zu einem verhältnismäßig positiven weiteren Weg zu finden.
 Mich hat das Thema sehr gereizt und ich habe mich mit großen Erwartungen an "das Buch des Jahres" gesetzt. Und dann ist etwas passiert, was vermutlich großen Literaturkritikern nicht passieren kann. Ich sage es platt: Ich kann das Buch nicht leiden.
 Eine rein emotionale, persönliche, geschmackliche Sache. Ich habe mich unfassbar schwer getan damit, das Buch überhaupt zu Ende zu lesen. Der Schreibstil, das WIE, alles in mir hat sich gesträubt, weiterzulesen. Ich habe keinen Bezug zum Erzähler aufbauen können obwohl mich der Fort- und Ausgang der Geschichte interessiert hat. Ich habe keinerlei emotionale Verbindung zu der an sich tragischen Situation finden können und muss gestehen, dass ich froh war, hinterher die letzten Seiten umblättern zu können. Leider war das Buch absolut nicht mein Fall, und das, wo ich eigentlich diese Thematik sehr spannend finde.


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JulieMalies avatar

Rezension zu "Nachruf auf den Mond" von Nathan Filer

Shizophrenie erfahrbar gemacht
JulieMalievor 10 Monaten

Matthew Homes ist ein begnadeter Erzähler und Patient der Psychiatrischen Klinik in Bristol. Um dort dem trostlosen Alltag zu entfliehen, schreibt er seine Geschichte auf – und die seines Bruders Simon, der im Alter von elf Jahren während des Campingurlaubs in Cornwall starb. Selbst nach zehn Jahren gibt sich Matthew immer noch die Schuld am Unfalltod seines Bruders. Doch eigentlich ist Simon für ihn gar nicht tot – und Matthew auch kein gewöhnlicher 19-Jähriger. Denn Matthew leidet an Schizophrenie.
(Quelle: Amazon.de)

Diese Geschichte hat mich verwirrt, mir einige Nerven gekostet und mich dennoch so gepackt, dass sie mir vermutlich noch lange im Gedächtnis bleiben wird.
Eigentlich habe ich den Roman nur begonnen, weil mich das Thema der Shizophrenie sehr interessiert hat und ich mir erhoffte, mehr über diese Krankheit zu erfahren. Das habe ich auch, aber auf eine ganz andere Art und Weise, wie ich es gedacht hätte. Das lag vor allem daran, dass das Buch sehr außergewöhnlich geschrieben und aufgebaut ist. Es gibt keine logische und nachvollziehbare Reihenfolge - zumindestens denkt man das während des Lesens. Das hat dazu geführt, dass ich an einigen Stellen kurz vorm Verzweifeln war, weil ich die Handlung einfach nicht mehr nachvollziehen konnte. Ich habe mich mehrfach verwirrt und durcheinander gefühlt, was zur Folge hatte, dass ich mich automatisch besser in den Matt und seine Krankheit einfühlen konnte. Und so bekam das ganze Durcheinander der Geschichte dann doch einen Grund und einen Sinn. Das hat mich absolut begeistert.

Am Ende des Buches befindet sich ein Interview mit dem Autor Nathan Filer, in dem er erklärt, dass er sich die Geschichte immer als einen losen Papierstapel voll mit Briefen, Texten und Zeichnungen vorgestellt hat, der von irgendjemandem gefunden wurde, ohne dass dieser jemand, die Reihenfolge der Zettel kennt. Genau so wirkt der Roman rückblickend auch - und das ist seine "Spezialkraft". Bei jedem anderen Buch hätte mich die fehlende Logik gestört, hier fand ich sie toll. Das ist vor allem auch dem packenden und fesselnden Schreibstil des Autors zu verdanken, der mich ganz einfach und leicht durch die Handlung getragen hat.
Auch das Layout des Buches fand ich wunderschön. Zwischen den Seiten tauchen immer wieder Zeichnungen auf, es wird viel mit unterschiedlichen Schriftarten und Überschriften gearbeitet. Sogar die leere Tinte der Schreibmaschine wird visualisiert. Es gibt so viele Details in diesem Buch zu entdecken, dass ich der Meinung bin, ein einmaliges Lesen ist gar nicht ausreichend, um die Geschichte voll und ganz zu erfassen. Deswegen werde ich dieses Buch bestimmt noch einmal in die Hand nehmen.

Fazit:
"Nachruf auf den Mond" ist für mich viel mehr als eine einfache Geschichte. Es ist so vielschichtig, detailreich und berührend, dass ich mich noch sehr sehr lange an Matthew und seine Erlebnisse erinnern werde!

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Gespräche aus der Community

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LESETANTE_CAROs avatar
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von 3 Lesern aktuell gelesen

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