Nathan Hill

 4.3 Sterne bei 125 Bewertungen
Autor von Geister, Geister und weiteren Büchern.
Nathan Hill

Lebenslauf von Nathan Hill

Nathan Hill wurde 1978 geboren und wuchs im mittleren Westen der USA auf. Eine Zeit lang lebte er außerdem in New England, New York und Chicago. Er arbeitete als Journalist, kümmerte sich um die Website Poets.org an der Academy of American poets und unterrichtete Schreiben an der Florida Gulf Coast University. Heute lehrt er Kreatives Schreiben und Literatur an der University of St. Thomas in St. Paul, Minnesota. "Geister" ist sein Debütroman, der zurzeit in über zwanzig Sprachen übersetzt wird.

Alle Bücher von Nathan Hill

Geister

Geister

 (105)
Erschienen am 01.12.2017
Geister

Geister

 (16)
Erschienen am 05.01.2017
The Nix

The Nix

 (4)
Erschienen am 01.01.1871

Neue Rezensionen zu Nathan Hill

Neu
Bibliomanias avatar

Rezension zu "Geister" von Nathan Hill

Geister
Bibliomaniavor 5 Monaten

Nach anfänglicher Skepsis und einigen Schwierigkeiten hat mich diese Geschichte doch noch überzeugt.

Chicago 1988: Samuel ist 11 Jahre alt, als ihn seine Mutter von einen Tag auf den anderen verlässt. Jahre später, er ist mittlerweile  Literaturprofessor,ruft ihn ein Anwalt mit der Bitte an, einen Brief zugunsten seiner Mutter an den Richter zu schreiben. Sofort gerät Samuel in den Strudel der Vergangenheit und möchte herausfinden, was damals wirklich geschah, wer seine Mutter eigentlich ist und wieso zum Henker sie ihn verlassen hat.
Parallel dazu spielen die Geschehnisse im Sommer 1968 in Chicago eine wichtige Rolle und sind ein historisch wahrer Aspekt der Geschichte. Dabei geht es um die Studenten-Proteste, die zu der Zeit in den Medien immer mehr hochkochten.
Samuel selbst hat sich mit seinem unzufriedenen Leben arrangiert und verbringt seine Tage mit einem Online-Computerspiel. Außerdem ist er Schriftsteller, oder wollte es zumindest werden, und sein Literaturagent wartet seit 10 Jahren auf ein Buch, das Samuel nicht schreiben kann. Da kommt ihm dieser Brief, in dem er für seine Mutter bürgen soll, gerade recht.
An der Hochschule läuft es für Samuel nämlich auch nicht gut. Er gerät an eine Studentin, die ziemlich faul ist, permanent betrügt und das nicht einmal einsieht. Die Szenen, die Samuel mit dieser Studentin ausficht, sind dabei besonders komisch und haben mich sehr amüsiert.
Die Geschichte von Samuels Mutter Faye wird nach und nach aufgerollt und ist dabei äußerst interessant. Auch die Kindheit Samuels ist spannend, so dass man durch die Geschichte fliegt und die verschiedenen Zeitebenen eine zusätzliche Spannung bringen.
Am Ende muss Samuel sein eigenes Leben irgendwie retten und alle Ereignisse seines Lebens und des Lebens seiner Mutter kommen zusammen.
Das Buch war wirklich richtig spannend und interessant und ließ sich dabei recht flott weglesen. Der historische Bezug ist gut gelungen und muss wirklich grausam gewesen sein. Kein Wunder, dass Chicago Kopf stand. Ich glaube Nathan Hill ist eine sehr interessante neue Stimme in der Literatur und obwohl ich nicht mehr so häufig Geschichten lese, die in Amerika spielen, hoffe ich doch, dass wir von diesem neuen Autor noch mehr zu lesen bekommen werden.

Kommentare: 1
67
Teilen
black_horses avatar

Rezension zu "Geister" von Nathan Hill

Die ich rief die Geister ...
black_horsevor 7 Monaten

Dieses Buch stand lange auf meiner Wunschliste, aber ich habe erst jetzt die Muße gefunden, das umfangreiche Werk zu lesen. Ich bin aufgrund der guten Bewertungen mit großen Erwartungen an das Buch gegangen.

Leider wurden sie nicht erfüllt. Ich habe teilweise mit längeren Pausen gelesen und fand viele Szenen zu ausschweifend. Insbesondere die Flucht in die Elfscape-Welt und die Nebenfigur Pwange nahmen mir zu viel Raum ein und lenkten von der eigentlichen Handlung um Samuel und Faie ab.
Mit diesen Beiden konnte ich mich aber leider nicht so richtig anfreunden. Sie waren mir unsympathisch und blieben unnahbar.

Die Rückblicke in die Zeit der 1968 haben mir gut gefallen. Hier bekam man einen guten Einblick in die Stimmung der damaligen Zeit. Auch die Figur Sebastian fand ich gelungen.

Am Ende fügte sich auch das Gesamtbild sehr deutlich zusammen. Eine geschickte Auflösung, die mich ein bisschen mit dem Werk versöhnt hat.

Insgesamt eine interessante Geschichte, die sich aber in Details verliert, die das Lesen mühsam machen.

Kommentieren0
3
Teilen
StefanieFreigerichts avatar

Rezension zu "The Nix" von Nathan Hill

"People can be a Nix for each other"
StefanieFreigerichtvor 7 Monaten

(German text underneath - deutscher Text unten)

Samuel Anderson, assistant professor of English, computer gamer, was left by his mother when he was only eleven, in 1988. Now it is 2011 and Faye Andreson-Anderson throws stones at Wyoming’s right-wing ex-Governor Sheldon Packer. That’s how suddenly Samuel’s mother comes back into his life: he is asked to write a letter in her favour to the judge. He realizes he does no really know anything about her and goes for a search – not fully idealistic, though.

Why love this book?

you read this and do not realize it is very long sentence – it rather makes perfect sense
"Larry fucking Broxton, skin as pale and sickly green as the inside of an old potato, pathetic attempts at a blond mustache and beard that looked more like his face was lightly crusted with panko bread crumbs, a kind of hunchiness and withdrawn, inward manner that for some reason reminded Samuel of a small fern that could only grow in the shade, Larry Broxton, who had never once spoken in class, whose feet had outpaced the rest of his body, growth-spurt-wise, and had resulted in a kind of floppy walk, as if his feet were two large and flat river fish, feet on which he wore these chunky black sandal things that Samuel was pretty sure were designed for use only in public showers and pools, this same Larry Broxton who during the ten minutes Samuel gave to each class for "freewriting and brainstorming" would idly and subconsciously and casually pick his genitals, he could almost every day, invariably, during their two-week sitting-together period, on the way out of class, make Laura Pottsdam laugh." p 42f

you read this and get sentences which really tell it all
"Don't trust things that are too good to be true" or "The things you love the most will one day hurt you the worst" p 115
"Because when all you have is the memory of a thing...all you can think about is how the thing is gone." p 164
“It’s the great flaw of journalism: The more something happens, the less newsworthy it is.” p 486

you read this and have those fantastic characterizations
Samuel to Bethany: "But you have music in your brain. Mostly what I have is worry." p 153
Periwinkle, the publisher is "...like a flashlight aimed at all your shortcomings." p 67
The mother “She became a person who never screwed up” + “Her outward personality had no hard edges to bump into.”   p 300
Gamer Pwnage about his real-life problems: “A game will always tell you how to win. Real life does not do this. I feel like I’ve lost a life and have no idea why.” p 228

you read this and really live within situations that could be yours
Like when Samuel tells Laura that her only problem is not learning disability but being rather stupid – yes, one does not do that, but you can wish and dream…
Or the description of that "combat" while driving when you try and make it on the exit road without getting blocked.

You read this and see all of those differenty styles
Like the latin headers with Laura or change of narrator when Samuel visits Frank and it starts off as an inner monologue which really ends like a narrative or the "Choose-your-own-adventure" - style chapter, where the reader is (well, almost) challenged to decide about which storyline should be followed or the one chapter which is a final game of Elfscape and only one sentence

remark on one of the characters: Pwnage (Pownage) = “internet Speak” Term used mainly in online shooters, where one person is displaying superior and winning traits. cf https://www.urbandictionary.com/define.php?term=pownage

In deutscher Übersetzung heißt dieses Buch "Geister"

Samuel Anderson, Juniorprofessor für Englisch, Computerspiel-Fan, wurde von seiner Mutter 1988 verlassen, als er erst elf war. Jetzt ist es 2011 und Faye Andreson-Anderson wirft Steine auf Wyomings ultrarechten ex-Gouverneur Sheldon Packer. So erscheint plötzlich Samuels Mutter wieder in seinem Leben: er wird um einen Brief zu ihren Gunsten an den Richter gebeten. Ihm wird klar, dass er wirklich nichts über sie weiß, und begibt sich auf eine Suche - doch nicht nur als idealistischen Motiven.

Warum muss man dieses Buch lieben? (einige Sätze sind aus der deutschen Übersetzung - dann sind die Seitenangaben für diese)

man liest Sätze wie diesen, ohne zu bemerken, wie lang er ist - und er passt, genau so
(es gibt auch deutschsprachige Beispiele, aber gerade dieser wurde wohl nicht als EIN Satz übersetzt)
"Larry fucking Broxton, skin as pale and sickly green as the inside of an old potato, pathetic attempts at a blond mustache and beard that looked more like his face was lightly crusted with panko bread crumbs, a kind of hunchiness and withdrawn, inward manner that for some reason reminded Samuel of a small fern that could only grow in the shade, Larry Broxton, who had never once spoken in class, whose feet had outpaced the rest of his body, growth-spurt-wise, and had resulted in a kind of floppy walk, as if his feet were two large and flat river fish, feet on which he wore these chunky black sandal things that Samuel was pretty sure were designed for use only in public showers and pools, this same Larry Broxton who during the ten minutes Samuel gave to each class for "freewriting and brainstorming" would idly and subconsciously and casually pick his genitals, he could almost every day, invariably, during their two-week sitting-together period, on the way out of class, make Laura Pottsdam laugh." p 42f

man liest das und solche Sätze hier sagen einfach alles:
"Don't trust things that are too good to be true" oder " S. 143: "Die Dinge, die du am meisten liebst, werden dich eines Tages am schlimmsten verletzen."
"Because when all you have is the memory of a thing...all you can think about is how the thing is gone." P 164

man liest das und bekommt diese phantastischen Charakterisierungen:
Samuel zu Bethany: Seite 185: „Aber du hast Musik im Kopf. Ich habe da hauptsächlich Sorgen.“
Periwinkle, der Verleger ist "...like a flashlight aimed at all your shortcomings." p 67
Die Mutter “She became a person who never screwed up” + “Her outward personality had no hard edges to bump into.”   p 300
Computer-Gamer Pwnage über seine Probleme mit dem echten Leben: “A game will always tell you how to win. Real life does not do this. I feel like I’ve lost a life and have no idea why.” p 228

man liest das und erlebt Situationen mit, die die eigenen sein könnten
zum Beispiel als Samuel zu Laura sagt, ihr Problem sei keine Lernbehinderung, sie sei vielmehr dumm - jaaa, tut man nicht, aber man kann sich das ja wünschen und davon träumen...
Oder die Beschreibungen dieses "Kampfes" beim Autofahren, wenn man irgendwie auf die Abfahrt kommen will ohne blockiert zu werden

man liest das und erhält diese verschiedenen Stil-Varianten
So zum Beispiel die lateinischen Überschriften bei Laura oder der Wechsel der Erzählperspektive, als Samuel Frank besucht und es als innerer Monolog beginnt, aber endet als Erzählung oder bei dem Kapitel im Stil der US-Jugendbücher "Choose-your-own-adventure", bei dem der Leser aufgefordert wird, sich für einen möglichen Fortschritt der Geschichte (fast) selbst zu entscheiden oder in dem einen Kapitel über ein letztes Spiel Elfscape mit nur einem einigen Satz

wer zumindest theoretisch nicht gern allein liest - hier war eine tolle Leserunde: https://www.lovelybooks.de/autor/Nathan-Hill/Geister-1283005600-w/leserunde/1352691276/

Kommentare: 1
20
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu
Insider2199s avatar

Wir haben beschlossen in der Insider Top-3-Voting-Challenge zusammen "Geister" von Nathan Hill zu lesen. 

Wir beginnen jetzt und lassen uns bis zum Ende des Monats Zeit, um es zu beenden. Rezensieren ist keine Pflicht, aber bei der Challenge erhält man 2 Lose dafür. 

Jeder liest mit seinem eigenen Leseexemplar, es gibt kein Buch zu gewinnen! 


Es kann natürlich jeder mitmachen, der Lust dazu hat, auch wenn er nicht bei der Challenge angemeldet ist.    


Vielleicht könnt ihr ne kurze Info geben, wann ihr mit Lesen anfangen wollt. Danke. 

Viel Spaß uns allen :)
Zur Leserunde
LaLesers avatar

Die Geister der Vergangenheit.

"Geister" von Nathan Hill ist das Erfolgs-Debüt des Jahres! Der Roman wird derzeit weltweit diskutiert und mit der Literatur von John Irving, Jonathan Franzen oder Charles Dickens verglichen. Die Ausgangslage des Plots ist brisant: Eine Frau greift den republikanischen Präsidentschaftskandidaten an. Ihr Sohn, der seine Mutter kaum kennt und sie seit Jahren nicht gesehen hat, wird mit der Tat konfrontiert. Wie positioniert er sich zu seiner Mutter und welche Auswirkungen hat das Ereignis auf sein Leben?

Nathan Hill ist mit "Geister" ein großes Familienepos, ein tiefgründiges Psychodrama und ein Gesellschaftsroman der Extraklasse gelungen! Unterhaltsam und psychologisch meisterhaft erzählt, ist dieser fast 900 Seiten schwere Roman ein absolutes Must-Read für alle Literaturbegeisterten! 

Mehr zum Buch:
Ein Anruf der Anwaltskanzlei Rogers & Rogers verändert schlagartig das Leben des Literaturprofessors Samuel Anderson. Er, der als kleines Kind von seiner Mutter verlassen wurde, soll nun für sie bürgen: Nach ihrem tätlichen Angriff auf einen republikanischen Präsidentschaftskandidaten verlangt man von ihm, die Integrität einer Frau zu bezeugen, die er seit mehr als zwanzig Jahren nicht gesehen hat. Ein Gedanke, der ihm zunächst völlig abwegig erscheint. Doch Samuel will auch endlich begreifen, was damals wirklich geschehen ist. Ein allumfassender, mitreißender Roman über Liebe, Unabhängigkeit, Verrat und die lebenslange Hoffnung auf Erlösung, ein Familienroman und zugleich eine pointierte Gesellschaftsgeschichte von den Chicagoer Aufständen 1968 bis zu Occupy Wall Street.

>> Neugierig geworden? Hier geht es zur Leseprobe!

Mehr zum Autor:
Nathan Hill wurde 1978 geboren und wuchs im mittleren Westen der USA auf. Eine Zeit lang lebte er außerdem in New England, New York und Chicago. Er arbeitete als Journalist, kümmerte sich um die Website Poets.org an der Academy of American poets und unterrichtete Schreiben an der Florida Gulf Coast University. Heute lehrt er Kreatives Schreiben und Literatur an der University of St. Thomas in St. Paul, Minnesota. "Geister" ist sein Debütroman, der zurzeit in über zwanzig Sprachen übersetzt wird.

Gemeinsam mit dem Piper Verlag vergeben wir in dieser Leserunde 22 Exemplare von "Geister" an alle, die sich den Geistern der Vergangenheit stellen möchten.
Was ihr dafür tun müsst? Bewerbt euch bis einschließlich 06.11. über den blauen "Jetzt bewerben"-Button, teilt folgendes Video bei Twitter oder Facebook mit dem Hashtag#beGeistert und fügt den Link zu eurem Posting in euren Bewerbungsbeitrag ein:

###YOUTUBE-ID=Yr8dQMKUgPc###

Wenn ihr dieses Video mindestens 222 mal mit dem Hashtag #beGeistert bei Facebook oder Twitter teilt, steigt die Anzahl der Gewinner von 22 auf 44. Schaffen wir es, das Video 444 mal zu teilen, werden es sogar 66 Bücher, die wir verlosen können! 

Aber das ist noch längst nicht alles! Einige der Exemplare von "Geister" werden wir in einer besonderen Box versenden. 

Wer keine Social-Media-Kanäle hat, beantwortet einfach diese Frage, um sich für ein Exemplar von "Geister" zu bewerben: 

Wurdet ihr schon mal von eurer Vergangenheit eingeholt? Teilt einen Moment mit uns, in dem die Vergangenheit plötzlich Einbruch in euer Leben gefunden hat!

Ich bin schon sehr gespannt auf eure Antworten und freue mich auf die Leserunde mit euch!

Bitte beachte vor deiner Bewerbung unsere Richtlinien für Leserunden.
Henny176s avatar
Letzter Beitrag von  Henny176vor 2 Jahren
Sorry, dass ich mir mit der Rezi so viel Zeit gelassen habe. https://www.lovelybooks.de/autor/Nathan-Hill/Geister-1283005600-w/rezension/1413524838/ Mich konnte das Buch leider nicht ganz so sehr begeistern, aber ich möchte mich trotzdem recht herzlich für das Buch und die Möglichkeit hier mitzulesen bedanken.
Zur Leserunde

Community-Statistik

in 275 Bibliotheken

auf 60 Wunschlisten

von 7 Lesern aktuell gelesen

von 2 Lesern gefolgt

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks