Nathan Hill Geister

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Inhaltsangabe zu „Geister“ von Nathan Hill

Ein Anruf der Anwaltskanzlei Rogers & Rogers verändert schlagartig das Leben des Literaturprofessors Samuel Anderson: Nach dem tätlichen Angriff auf den republikanischen Präsidentschaftskandidaten braucht seine Mutter dringend Samuels Hilfe – doch die beiden haben sich seit über zwanzig Jahren nicht gesehen. »Geister« ist ein allumfassender, mitreißender Roman über Liebe, Unabhängigkeit, Verrat und die lebenslange Hoffnung auf Erlösung, ein Familienroman und zugleich eine pointierte Gesellschaftsgeschichte von den Chicagoer Aufständen 1968 bis zu Occupy Wall Street.

Ein episches Meisterwerk. Familien- und Gesellschaftsroman in einem. Rasante Perspektivwechsel und ein grandioser Erzählstil! MEGA GUT!

— Suma2
Suma2

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Konnte leider meine (zugegeben) sehr hohen Erwartungen nicht ganz erfüllen. Dennoch ein interessantes und sehr authentisches Buch.

-Leselust-

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  • Geister der Vergangenheit

    Geister
    Bri

    Bri

    12. June 2017 um 09:21

    Geister - flüchtig, nicht greifbar, nebelartig durchsichtig aber nicht durchschaubar. Sie existieren als Anker in der Vergangenheit, der uns festhält, uns nicht weiter gehen lässt in unsere Zukunft, machen uns Angst, schränken uns ein, andererseits gibt es auch die guten Geister, die uns unsichtbar helfen, den Schubs in die richtige Richtung geben. Vielleicht trifft der Begriff Geister auch manchmal nicht ganz den Punkt, wenn es darum geht, zu beschreiben, welcher Art Ereignisse, Erlebnisse, Begegnungen sein können, die uns und unseren Lebensweg nachhaltig beeinflussen. Häufig sind es unsere Dämonen, die uns lenken.In Nathan Hills Debutroman Geister - der im Original The Nix heißt und damit nach einem ganz bestimmten norwegischen (Haus-)Geist benannt ist - sind es mehr oder weniger Dinge bzw. Menschen, die wir lieben. Zu sehr lieben, als dass sie bei uns blieben. Wer kennt es nicht, das Gefühl, dass etwas zu schön ist, um wahr zu sein, ein zu großes Glück, um nicht durch etwas Negatives zerstört zu werden? Auch dem Glück muss man vertrauen können - und wenn man das nicht schon früh lernt, dann ist das im weiteren Leben schwierig.Doch was macht unser Leben lebenswert und können wir Vergangenes immer weiter für unser späteres Verhalten verantwortlich machen? Was können wir tatsächlich wissen und wie beeinflusst es unsere Handlungen? Hill führt uns über eine kleine Begebenheit - die Mutter des Protagonisten attackiert per Kieselsteinwurf einen aufstrebenden aber nicht koscheren Politiker - hinüber zu den Ereignissen in Chicago 1968, die sich vielleicht nicht spontan so dynamisch entwickelten, wie gedacht, sondern schon damals durch massive Manipulation aus unterschiedlichen Richtungen gesteuert waren. Das Verbindungsglied dazu ist, wie bereits angedeutet, die Mutter des jungen Literaturprofessors Samuel Anderson, der allerdings selbst so ein paar Geister mit sich herumschleppt. Allen voran besagte Mutter, die ihn und seinen Vater ohne (damals) ersichtlichen Grund verließ. Nun, nach Jahren in denen Sam nichts von ihr gehört hat, taucht ihr Anwalt auf, um ihn zu bitten, für sie im anstehenden Verfahren auszusagen.Nathan Hill hat mit seinem Roman Geister ein pralles, vielschichtiges und soghaftes Debüt vorgelegt. Prall deshalb, weil so viele Aspekte unseres heutigen Lebens einbezogen sind, vielschichtig, weil er die Verquickung der einzelnen Bereiche durchgängig wunderbar entwickelt und durchgängig bis zum Schluss aufrecht erhält. Der Sog, der sich zu Beginn der Geschichte ergibt, lässt zum Schluss hin zwar ein wenig nach, doch bin ich mir nicht sicher, ob das vielleicht auch an der Tatsache liegt, dass der immerhin 864 Seiten starke Wälzer von zwei Personen ins Deutsche übertragen wurde. Ein leichter sprachlicher Bruch ist spürbar und lässt das Lesetempo sinken.Gelesen habe ich den Roman, den ich noch immer wärmstens empfehlen kann, schon vor einigen Monaten - alleine mit der Besprechung tue ich mich schwer. Denn so dicht und prall die Geschichte um Samuel, seine Mutter, die Ereignisse In Chicago und die Familiengeschichte Samuels ist, so lange sie in meinem Kopf nachhallte - tatsächlich bis jetzt - so wenig konnte ich selbst in Worte in fassen, was mich an diesem Buch so sehr faszinierte. Zunächst war es die Sprache, die Entwicklung der Geschichte, dann deren Auflösung, die zuletzt vielleicht ein wenig hastig geschieht. Manche Leerstelle bleibt und das ist gut so, viele werden gefüllt, das erwarten wir Menschen. Dennoch erscheint mir dieses Buch nicht adäquat durch mich greifbar.Dennoch ist es ein Buch, wie ich es liebe. Es handelt von den wichtigen Dingen im Leben eines Menschen. Dingen, die egal, wo eine Katastrophe passiert oder ein Attentat verübt wird, uns ausmachen: Freundschaft, Liebe, Vertrauen - aber auch von Verrat, der überwunden wird, von Verletzung, die Heilung erfahren muss, um ein gutes Leben führen zu können. Dass am Ende des Buches vielleicht ein wenig die Luft raus ist - so empfanden das einige LeserInnen, kann man verzeihen. Denn über eine Strecke von fast 900 Seiten könnte der Überblick schon verloren gehen. Doch genau das ist Nathan Hill eben nicht passiert. Die losen Fäden der einzelnen Geschichten führen am Ende zusammen, da gibt es keinen Zweifel für mich. Und deshalb werde ich Geister sicherlich auch noch ein zweites oder drittes Mal lesen. Unbedingte Leseempfehlung und herzlichen Dank an den Verlag und Autor für das wunderbare Exemplar. Ich bin auf weitere Lektüre von Nathan Hill mehr als gespannt. Pwnage hat Samuel einst erklärt, dass die Menschen in seinem Leben Feinde, Hindernisse, Rätsel oder Fallen sind, und sowohl für Samuel wie für Faye waren die Menschen damals im Sommer 2011 eindeutig Feinde. Die beiden wollen in Ruhe gelassen werden, doch man erträgt diese Welt allein nicht, und je weiter Samuel in seinem Buch vorankommt, desto klarer wird ihm, wie falsch er lag. Denn wenn du die Menschen als Feinde, Hindernisse oder Fallen betrachtest, liegt du unablässig im Krieg mit ihnen und mit dir selbst. Siehst du sie hingegen als Rätsel, genau wie dich selbst, bringen sie dir Freude, denn am Ende wenn du nur tief genug in sie dringst, wenn du den Deckel des Lebens lüftest, wirst du etwas Vertrautes finden.

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  • Geister

    Geister
    Fantasie_und_Träumerei

    Fantasie_und_Träumerei

    28. May 2017 um 21:13

    Samuels Geschichte beginnt - wie die von uns allen - in der Kindheit. Doch ist er nicht einfach nur Kind, sondern ein Kind mit einer besonderen, sagen wir mal eher anstrengenden, Eigenschaft. Er ist sehr nah am Wasser gebaut, heult wegen jeder Kleinigkeit, ist genau das Gegenteil seiner zähen Mutter, die mal mit Gleichmut und Mitleid und viel häufiger mit Ungeduld und Abscheu reagiert. Samuels Verhalten manifestiert sich, als seine Mutter von einem Tag auf den anderen verschwindet. Ohne ein Wort der Erklärung.Im Berufsleben einfach mal so loszuweinen ist nicht gerade unanstrengend. Samuel fährt weiter auf der Mitleidsschiene, hat zwar einen Job, verliert diesen aber, ebenso wie seine große Liebe und den Sinn für Ehrgeiz, Anstrengung und das Leben an sich. Auch seine Flucht in die Welt der Computerspiele trägt ihn zunächst nicht wirklich voran, verschafft ihm aber einen unverhofften Freund, der mit in die Geschichte gezogen wird und von der Seitenlinie das zur Handlung beisteuert, was von Nöten ist, um das Rad zum Rollen zu bringen.Das Angebot ein Buch über seine Mutter zu schreiben, die plötzlich als "Packer-Attacker" - sie hat Steine nach Minister Packer geschmissen - wieder auftaucht, scheint für Samuel das Angebot seines Lebens zu sein. Dadurch kann er einem drohenden Bußgeld seines Verlegers entkommen, die Tür in die Welt der Schriftsteller öffnet sich und schließlich und endlich kann er Rache nehmen an der Frau, die ihm so viel Leid zugefügt hat."Geister" ist nicht nur optisch, sondern auch inhaltlich ein sehr umfassendes Werk. Nathan Hill hat ein Debüt aus dem Boden gezogen, dass sich mit vielen Romanen erfahrener Schriftsteller messen kann. Ist sprachlich hochwertig, spannend erzählt und so komplex in den beschriebenen Themen, dass der Leser für sich selbst das Genre rausziehen kann, das ihm am besten passt. Neben Gesellschaftskritik, Psychogramm einer Familie und Satire, kommen sogar nordische Sagen zu Wort.Als Pädagogin liegt mein Fokus auf den Zwischenmenschlichen Beziehungen. Was für ein Typ ist Samuel? Wo kommen seine Verhaltensmuster her? Welcher Generation entspringen sie? Wer schafft es den Kreislauf zu durchbrechen und warum hat seine Mutter ihr Kind zurückgelassen? Was muss sie in ihrem Leben erlebt haben, dass sie zu solch einer Tat fähig ist?Nathan Hill konnte alle meine Fragen beantworten und dies auf eine Weise, die mich immer wieder zurück zum Buch gezogen hat. Die über 800 Seiten zu lesen war ein Klacks - so spannend und interessant hat er das Konstrukt der Verhaltensmuster aufgebaut. Samuels Gebaren jeglicher Form lässt sich erklären, lässt sich ableiten aus den Geheimnissen, die in der Familie tief verankert und gut versteckt sind. Jede noch so kleine Reaktion auf Probleme, Gespräche, Handlungen etc. löst sich im Verlauf der Geschichte auf. Muster, die sich über Generationen aufgestaut haben und deren Erkundung meiner Meinung nach so spannend sind wie ein Krimi.

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  • Geniales Erstlingswerk

    Geister
    Golondrina

    Golondrina

    12. May 2017 um 18:01

    Wow! Ein Buch wie gemacht für den verregneten April dieses Jahres. Ein Schmöker, um darin für ein ganzes Wochenende zu versinken. Man merkt dem Buch die lange Recherchezeit des Autors an aber mitnichten dass es sich um das Debüt von Nathan Hill handelt.Komplexe, ineinander verwobene Geschichten mit aktuellen Bezügen, die Gänsehaut machen und mich fragen lassen - wie hat er das vorhersehen können?Einzig das Kapitel über den Zusammenbruch des Elfenspielers habe ich großzügig überlesen...Fazit: sicherlich eines meiner besten Bücher in diesem Jahr.

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  • Lesemarathon zu Ostern vom 14. - 17. April 2017 bei LovelyBooks

    LovelyBooks Spezial
    Marina_Nordbreze

    Marina_Nordbreze

    Hoppel-Hoppel – Mit LovelyBooks durch die Oster-Tage! Endlich ist es wieder soweit! Wir nutzen das lange Wochenende um Ostern, um uns gemeinsam mit euch in den nächsten Lesemarathon zu stürzen! Den Schoko-Osterhasen lassen wir links liegen (obwohl ... vielleicht auch nicht ;)), stattdessen widmen wir uns dem schönsten Zeitvertreib – Lesen! Auf gehts, wir starten in den Lesemarathon zu Ostern! Was ist ein Lesemarathon?Bei unserem Lesemarathon vom 14. - 17. April (Karfreitag bis Ostermontag) möchten wir uns ganz bewusst Zeit dafür nehmen, endlich einmal längere Zeit am Stück zu lesen. Sonst kommt doch immer der Alltag dazwischen und plötzlich hat man die schöne Lesezeit mit Putzen, Fernsehen usw. verbracht. Natürlich müsst ihr nicht die gesamten 4 Tage durchlesen, sondern es ist so gedacht, dass jeder mitmachen kann, wann und wie er möchte. Hier haben wir einen gemeinsamen Platz, an dem wir uns über unsere Lesefortschritte und die gelesenen Bücher austauschen können.Wie kann man mitmachen?Jeder ist herzlich willkommen hier jederzeit mitzumachen. Einfach drauflosschreiben und dabei sein – wir freuen uns über jeden, der uns ein kleines oder auch großes Stück unseres Lesemarathons begleiten möchte. Für die Abwechslung zwischendurch, werden wir hier im Zeitraum der 4 Tage kleine Fragen oder Aufgaben stellen, bei denen ihr gern mitmachen könnt. Natürlich ist das kein Muss, aber es macht immer wieder viel Spaß, auf diese Weise andere Leser kennen zu lernen, neue Bücher zu entdecken und sich sein eigenes Leseverhalten näher anzuschauen. Selbstverständlich könnt ihr gern auch über eure Blogs und Social Media Kanäle teilnehmen. Verwendet hierbei bitte den Hashtag #lblm - so können wir unsere Beiträge leicht wiederfinden.Jetzt heißt es nur noch, ein paar Tage warten und schon ist unser Lesemarathon da. Wir freuen uns auf viele fantastische, berührende, lustige und einfach nur schöne Lesestunden mit euch!

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  • Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017

    Warum Lesen glücklich macht
    GrOtEsQuE

    GrOtEsQuE

    Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017 Achtung - es handelt sich nicht um eine Leserunde sondern eine Challenge zum SUB-Abbau!!! Es werden keine Bücher verlost. Ich habe es nur als Leserunde erstellt, damit das Ganze etwas übersichtlicher wird.Ich möchte mich 2017 mehr dem SUB-Abbau widmen, daher habe ich mir überlegt eine Challenge zu erstellen. Die Regeln möchte ich so einfach wie möglich halten - es soll ja auch Spaß machen und nicht in Stress ausarten.Es wird jeden Monat ein anderes Motto geben. Für die zum Monatsmotto passenden Bücher, gibt es jeweils einen Extrapunkt. Das Monatsmotto werde ich immer Ende des Vormonats im entsprechenden Unterthema bekannt geben. Den Extrapunkt kann man mehrmals im Monat sammeln, wenn man genügend passende Bücher für das Motto hat.Jeder der mitmachen möchte, postet bitte im Unterthema Sammelbeiträge seinen Sammelbeitrag. Ich werde dann jeden Monat hier im Startbeitrag die Punkte aktualisieren. Bei den einzelnen Sammelbeiträgen ist mir eigentlich nur wichtig, dass in der ersten Zeile die Gesamtpunktzahl steht, ansonsten kann jeder seinen Beitrag so gestalten wie er möchte - entweder nur die Punkte aufschreiben oder auch das gelesene Buch benennen.Man kann jederzeit noch einsteigen - einfach einen Sammelbeitrag posten und los gehts!!! Rezensionen sind keine Pflicht. Es gelten alle Bücher, die in 2017 beendet werden, man kann also ruhig auch die in 2016 angefangen erst in 2017 beenden. Die Punkteverteilung sieht wie folgt aus: Für jedes gelesene Buch gibt es einen Punkt. Für jedes gelesene Buch, was vor 2017 auf dem SUB gelandet ist, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 400 Seiten hat, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 600 Seiten hat, gibt es zwei Extrapunkte. Für jedes gelesene Buch, was zum Monatsmotto passt, gibt es einen Extrapunkt. Für Comics und Mangas werden nur die Hälfte der Punkte vergeben. Hörbucher zählen auch. Bei den Extrapunkten für die Seiten einfach an dem "echten" Buch orientieren. Wenn es sich um die gekürzte Fassung des Hörbuchs handelt, dann ein dreiviertel der Seiten. (Also mal angenommen das Buch hat 400 Seiten und du hast die gekürzte Fassung des Hörbuchs, zählt es nur für 300 Seiten, also kein Extrapunkt.) Bereits früher gelesene Bücher zählen auch, aber hier gibt es den vor-2017-auf-dem-SUB-gelandet-Punkt nicht, da die Bücher ja nicht mehr zum SUB gehören. Im besten Fall kann man also 5 Punkte pro Buch erhalten. Wer noch Fragen hat, kann sie im Unterthema für Fragen stellen. Nun hoffe ich auf eine rege Teilnahme und wünsch uns schon mal viel Spaß :-) Teilnehmer --- Gesamtpunktzahl --- zuletzt aktualisiert 14.04.2017: _Jassi                                           ---  38 Punkte AmberStClair                             ---   69 Punkte (Gesamtpunkte angeben) Arachn0phobiA                         ---   83,5 Punkte Astell                                           ---    0 Punkte BeeLu                                         ---   62 Punkte Bellis-Perennis                          ---  261 Punkte Beust                                          ---   100 Punkte Bibliomania                               ---   97 Punkte Buecherkaetzchen                   ---   48 Punkte Buchgespenst                         ---  161 Punkte ChattysBuecherblog                --- 111 Punkte CherryGraphics                     ---   62.5 Punkte Code-between-lines                ---  55 Punkte eilatan123                                 ---    5 Punkte Eldfaxi                                       ---   51 Punkte Farbwirbel                                ---   44 Punkte fasersprosse                            ---     9 PunkteFrau-Aragorn                           ---     4 Punkte Frenx51                                     ---  41 Punkte glanzente                                  ---   60 Punkte GrOtEsQuE                               ---   71 Punkte hannelore259                          ---   33 Punkte hannipalanni                           ---   71 Punkte Hortensia13                             ---   53 Punkte Igelchen                                    ---   11 Punkte Igelmanu66                              ---   95 Punkte janaka                                       ---   63 Punkte Janina84                                   ---    44 Punkte jasaju2012                               ---   16 Punkte jenvo82                                    ---   56 Punkte kalestra                                    ---   26 Punkte katha_strophe                        ---   53 Punkte Kattii                                         ---   57 Punkte Katykate                                  ---   44 Punkte Kerdie                                      ---   99 Punkte Kleine1984                              ---   61 Punkte Kuhni77                                   ---   60 Punkte KymLuca                                  ---   50,5 Punkte LadyMoonlight2012               ---   26 Punkte LadySamira090162                ---   124 Punkte Larii_Mausi                              ---    24 PunkteLeif_Inselmann                       ---   40,5 Punkteleseratte89                               ---   30 Punkte Leseratz_8                                ---   18 Punktelisam                                          ---   36 Punkte louella2209                            ---   58 Punkte lyydja                                       ---   55 Punkte mareike91                              ---    20 Punkte MissSnorkfraeulein                  ---  39 Punkte MissSternchen                          ---  29 Punkte mistellor                                   ---   123 Punkte Mone97                                    ---   20 Punkte natti_Lesemaus                        ---  39 Punkte Nelebooks                               ---  160 Punkte niknak                                       ----  180 Punkte nordfrau                                   ---   74 Punkte PMelittaM                                 ---   82 Punkte PollyMaundrell                         ---   24 Punkte Pucki60                                        --- 37 Punkte QueenSize                                 ---   52 Punkte readergirl                                   ---    5 Punkte Readrat                                      ---   35 Punkte SaintGermain                            ---   82 Punkte samea                                           --- 28 Punkte schadow_dragon81                  ---   73 Punkte Schmiesen                                  ---   92 Punkte Schokoloko29                            ---   23 Punkte Somaya                                     ---   100 Punkte SomeBody                                ---   94,5 Punkte Sommerleser                           ---   87 Punkte StefanieFreigericht                  ---   94 Punkte tlow                                            ---   55 Punkte Veritas666                                 ---   87 Punkte vielleser18                                 ---   68 Punkte Vucha                                         ---   78 Punkte Wermoeve                                 ---   17 Punkte widder1987                               ---   40 Punkte Wolly                                          ---   82 Punkte Yolande                                       --   64 Punkte

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    • 1899
  • Eine Familien-Geschichte über die amerikanische Gesellschaft in stürmischen Zeiten - früher und heut

    Geister
    Lilith79

    Lilith79

    26. February 2017 um 00:01

    "Geister" von Nathan Hill ist ein amerikanischer Gesellschafts- und Familienroman, der perfekt in die heutige Zeit passt. Der Hauptdarsteller des Buches ist Samuel, ein ziemlich erfolgloser Literaturprofessor, der eigentlich mal davon geträumt hat, ein großer Schriftsteller zu werden. Unmotiviert verbringt er im Jahr 2011 fast sein ganzes Berufsleben heimlich in dem Online-Rollenspiel "Elfscape" (das sicher nicht nur entfernt an World of Warcraft erinnern soll) als er überraschend den Anruf eines Anwalts erhält. Seine Mutter, die ihn schon in seiner frühesten Kindheit verlassen hat wurde verhaftet weil sie einen Anschlag auf den republikanischen Präsidentschaftskandidaten verübt hat (der zwar nicht an Donald Trump, aber durchaus an den nicht minder abschreckenden Mike Pence erinnert). Der Anschlag bestand zwar nur daraus bei einer Kundgebung in einem Park ein paar Kieselsteine auf den Kandidaten zu werfen (von dem einer immerhin im Auge landete), trotzdem gilt Samuels Mutter Faye nun als linke Radikal-Terroristin und ist in aller Munde. Samuel soll nun im Auftrag des Anwalts einen Brief für sie verfassen, der vor Gericht zu ihren Gunsten sprechen soll, eine Idee von der Samuel gar nichts hält, denn er hat seiner Mutter nie verziehen ihn verlassen zu haben. Trotzdem lässt er sich auf ein Treffen mit ihr ein. So die interessante Prämisse des Romans. Was daraus erfolgt ist einerseits eine tiefgründige Familiengeschichte über die Aufarbeitung von Verletzungen der Vergangenheit, andererseits eine ironisch und messerscharf pointierte Aufbereitung der amerikanischen Gesellschaft. Besonders interessant daran ist dass der Roman primär auf zwei Zeitebenen spielt, einerseits im fiktiven Jahr 2011. Andererseits wird Fayes Studentenzeit geschildert, im dramatischen Jahr 1968 in Chicago, in der Zeit der Studentenproteste gegen Vietnam, kurz vor Nixons Wahl zum Präsidenten. Dabei hat mich besonders beeindruckt wie in mancher Hinsicht diese Zeit der heutigen unruhigen Zeit zu ähneln scheint, eine aufgeheizte Gesellschaft, die in mehrere Lager gespalten ist, eine schwierige Weltlage, die Wahl eines Präsidenten, die wie eine Zäsur wirkte (und ein dramatisches und unrühmliches Ende nahm). Vielleicht kann einem das in der heutigen Zeit etwas Hoffnung geben, denn damals sah für viele Leute die Welt vermutlich ziemlich aus den Fugen geraten aus und danach ging es mit den USA auch weiter und es kamen wieder ruhigere Zeiten. Der Roman hat mir wirklich gut gefallen, auch wenn er sicher kein Buch ist, das man schnell mal nebenher liest. Die Sprache ist absolut bemerkenswert und grandios, humorvoll, gestochen scharf, ohne mühsam zu wirken. Der Roman hat viele Handlungsstränge, die nicht unbedingt immer viel miteinander zu tun haben, er reißt viele Themen an, ist nicht unbedingt linear und vermischt Familiengeschichte und Gesellschaftskritik und  hat mit über 800 Seiten auch eine stolze Länge. Das ist genau die Art Buch, die ich liebe, aber sicherlich nichts für Menschen, die auf Dynamik und klare Handlungen Wert legen und keine "dicken Wälzer" mögen. Für mich als Erstlingswerk eines Autors absolut herausragend und ich werde Nathan Hill sicherlich als Autor im Auge behalten und hoffe, dass da noch viel mehr kommt.  

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  • Ich bin geplättet

    Geister
    Elsa_Rieger

    Elsa_Rieger

    20. February 2017 um 11:20

    Geplättet und erschlagen von der Fülle dieses epischen Romans stehe ich nun hier. Wie macht das der Hill nur? Er hält sich an keinerlei literarische Regeln, hüpft von einer Perspektive zur anderen, ohne dass es stört. Hautnah erzählt er, modern erzählt er, politisch erzählt er, von der Cyberwelt, der Literatur, dem Campus damals und heute und von Samuels Mutter, seiner Kindheit, seiner Tragik. Ein großartiger Roman unserer Zeit. Seit Langem das Beste, was ich gelesen habe.  

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  • Ein mächtiges Werk mit viel Genialität

    Geister
    Callso

    Callso

    12. February 2017 um 07:44

    "...wenn Worte meine Sprache wären.." Diese Songzeile fiel mir ein, kurz nachdem ich dieses mächtige Werk beendet habe. Auch am Tag danach bin ich ordentlich beeindruckt von diesem 860-Seiten-Roman. Komplex, spanned, wuchtig - mit viel, viel Genialität versetzt! Nathan Hill hat eine bombastische Geschichte abgeliefert, ich kann mich zahlreichen Kritikern und Fans nur anschließen: unbedingt lesen! Warum verlässt eine Mutter ihren Mann und den 11-jährigen Sohn urplötzlich? Und warum attackiert diese Mutter viele Jahre später einen hochrangigen Politiker mit Kieselsteinen? Der Roman startet mit zwei großen Fragen und der Sohn Samuel versucht verzweifelt Antworten auf diese Fragestellungen zu finden. Dabei ist Samuel als junger Literaturdozent auch nur wenig erfolgreich und nur bedingt glücklich. Neben der feinen Geschichte zeichnet dieses Buch eben auch die sehr starken Persönlichkeiten und ihre eigenen Geschichten aus. Hill gibt diesen Menschen sehr viel Raum, um ihre Unzulänglichkeiten und ihre Beweggründe aufzuzeigen. Bethany, die hochbegabte und hübsche Musikerin, die so kühl und distanziert agiert. Der süchtige Online Gamer Pwnage, der mit sich und seinem Leben in der realen Welt fremdelt und ziellos daherspielt. Richter Charlie Brown, der skrupellos und unmenschlich nach Rache giert. Bishop Fall, ein junger Mann, der als Rebell und Persönlichkeit reift. Die Studentin Laura Potsdam, die ebenso faul, hinterhältig wie ausgebufft ist. Alice, die umtriebige Studentin, die sich sexuell austobt und dann doch in einer Sackgasse steckt. Sie alle geben dem Buch viel Würze und viel Nährstoff. Vor allen Dingen ist es aber die Geschichte von dem bisweilen introvertierten Samuel, der Liebe, Anerkennung und Wahrheiten sucht. Seine Mutter Faye flieht gleich vor mehreren Situationen - und was hat das alles mit den Geistern auf sich? Das Buch ist so vielschichtig, so gut, so komplex und so herausragend stark geschrieben. Sehr wortreich, sehr  ausformulert, wie der US-Amerikaner Nathan Hill sich hier ausgetobt hat. Sicherlich kommen bei der Seitenzahl auch zwei bis dreimal kleinere Längen auf. Doch trotz der Komplexität bleiben für mich nach der Beendigung noch einige Fragen offen. "Geister" ist auch ein politisches Buch, das uns und unserer Gesellschaft einen brüchigen. dreckigen und nachdenklichen Spiegel vorhält. Und ein letztes Kompliment sei gestattet, die einzelnen Abschnitte enden bisweilen mit Cliffhangern und Fragezeichen, die eine unglaubliche Qualität besitzen. Ein Buch das beGEISTERt - insofern ist dieses Werk ein Muss für Freunde von guter Literatur - in vier fünf Jahren werde ich das Buch aus meinen Bücherregal herausholen und erneut lesen - versprochen...

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  • Geister

    Geister
    ForeverAngel

    ForeverAngel

    11. February 2017 um 11:37

    Manchmal sehe ich ein Buch und weiß sofort, ohne auch nur einen Blick auf den Klappentext zu werfen, dass ich es lesen muss. Geister von Nathan Hill ist ein solches Buch, bei dem ein einziger Blick auf das Cover gereicht hat, mich zu verlieben. Geister ist eines dieser Bücher, bei denen es gar nicht so sehr um den Inhalt geht. Und der ist auch eigentlich viel zu komplex, um ihn zusammenzufassen. Hier werden so viele Themen angeschnitten und vertieft, so viele Aspekte des Lebens und der Geschichte beleuchtet, über so viele Jahrzehnte erzählt. Die Geschichte erstreckt sich von 1968 bis 2011 und immer wieder geht es um den Literaturprofessor Samuel und seine Mutter, zu der er 20 Jahre lang keinen Kontakt hatte, aber auch um viele andere Menschen und ihre Schicksale. "Hätte Samuel gewusst, dass seine Mutter weggehen würde, hätte er vielleicht besser aufgepasst, [...], sich ein paar wichtige Dinge aufgeschrieben. Vielleicht hätte er sich auch anders verhalten, anderes gesagt, wäre ein anderer Mensch gewesen. Vielleicht ein Kind, für das es sich gelohnt hätte zu bleiben." (Seite 11) Im Vordergrund stehen keinesfalls die historischen Ereignisse wie die Chicagoer Aufstände oder Occupy Wall Street, sondern die Menschen. Und vermutlich ist es genau das, was mich an Geister so fasziniert hat. Die Tiefe mit der Nathan Hill seine Figuren gezeichnet hat, ihre Authenzität und Vielschichtigkeit. Bevor man also versucht, Geister thematisch in eine Schublade zu stecken und herauszufinden, worum es eigentlich geht, kann man wohl am besten sagen: es geht um die Menschen, ihre Geschichten und ihre Beweggründe und die Entscheidungen, die sie treffen. Nathan Hills Schreibstil ist ruhig, angenehm, manchmal vielleicht ein bisschen träge. Dass der Roman über 860 Seiten umfasst, habe ich beim Lesen aber nicht gemerkt, im Gegenteil, ich war überrascht, wie schnell ich ihn ausgelesen hatte. Ich habe schon länger keinen amerikanischen Gesellschaftsroman mehr gelesen und ich kann mich nicht erinnern, jemals einen gelesen zu haben, der mir so gut gefallen hat und den ich so verschlungen habe. Geister ist ein beeindruckendes Debüt und ich bin sehr gespannt, was und worüber Nathan Hill als nächstes schreiben wird. Lesen werde ich es in jedem Fall. (c) Books and Biscuit

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  • A choice is a choice is a choice

    Geister
    wandablue

    wandablue

    04. February 2017 um 22:58

    A choice is a choice is a choice. Nathan Hill erzählt in „Geister“, die Geschichten einer Vielzahl von Personen. Dabei geht es, wie meist, um die Vergangenheit, beziehungweise darum, wie die Vergangenheit die Gegenwart berührt und wie gegenwärtiges Leben das Resultat früherer Entscheidungen ist. Der Autor stellt die Geschehnisse auf zwei Zeitebenen dar, ein Zeitstrang spielt 2011, einer im Jahr 1968. Einer Spindel gleich umdreht er das Zentrum seiner Geschichte, ständig wechselt dem ortstreuen Leser das entworfene Bild, es ist als ob er von einem Fixpunkt aus, einen sich immerfort, langsam, fast unmerklich drehenden Planeten beobachtet, so sieht er immer einen neuen Ausschnitt derselben Geschichte. Man fragt sich als Leser nämlich oft, wie bin ich dahin gekommen, zu der Geschichte jetzt dieser neuen Person? Der Planet hat sich weitergedreht, so ist er dahingekommen. Der Autor nimmt sich Zeit. Das ist heute nicht mehr selbstverständlich. Doch er hat es gewagt, zu erzählen, und nicht atemlose Action an Action zu reihen, was der Lesekonsument in der schnelllebigen Moderne fast zwingend verlangt. Er hat Hauptpersonen und Nebenfiguren geschaffen, die nur ein kleines Stückchen roten Fadens in der Hand halten, aber dennoch uns fast ihr gesamtes Leben erzählen und nicht viel weniger Raum einnehmen. Es dauert deshalb geraume Zeit, bis die Leserschaft überhaupt bemerkt, wer die Hauptpersonen eigentlich sind und worin die Geschichte überhaupt besteht. Geht es um einen Mutter-Sohn-Konflikt, wie es eine Rezensentin schreibt? Das ist eine der Komponenten des Buches. Geht es um eine Liebesgeschichte? Das ist eine der Komponenten des Buches. Geht es um Selbstverwirklichung? Das ist eine der Komponenten des Buches. Geht es um Suchtkrankheit? Das ist eine der Komponenten des Buches. Geht es um die Abbildung modernen Lebens? Das ist eine der Komponenten des Buches. Geht es um Gesellschaftskritik? Das ist eine der Komponenten des Buches. Und dabei nicht die schlechteste. Mit so vielen herrlichen Seitenhieben! manchmal in einem Nebensatz: Da haste! Und manchmal in seitenlanger Abhandlung. Ich liebte jeden einzelnen davon! Der Autor beweist Esprit, beherrscht die Persiflage. Ach, es geht um so Vieles. Um Lebensweisheit. Ums Gelingen, aber mehr noch ums Scheitern. Um Aberglauben und Wahrheit, um Heimat und Verlassenheit. Um Einsamkeit und um Freundschaft. Und um Verrat. Das Buch hat sogannte Längen. Aber nur deshalb, weil es sich der Autor leistet, seinen Nebenfiguren Raum zu geben und ihnen ein Leben zu verschaffen. Da sind so viele Details in seinem Roman! Die sind ganz große Klasse. In diesen Längen habe ich mich nicht gelangweilt, sondern oft gelacht und wenn nicht gelacht, dann geschmunzelt, mich gewundert oder einfach gesagt: So ist es! Und zum Schluß blieb mir der Mund offen stehen. Das schafft ein Autor ganz selten. Was habe ich jetzt über den Inhalt verraten? Nichts. Und so soll es auch bleiben, denn ich will niemandem den Spaß am Entdecken verderben (wie andere). "Geister" ist momentan der angesagteste Roman auf Erden. Und das zu Recht! Er ist sehr hübsch, sehr hipp, weise und lang! Ja, lang ist er! Hill beobachtet unsere moderne Welt sehr genau und ist kreativ bis unter die Haarspitzen. Das Ende macht „Ah“ und ist großes Kino! Fazit: Treffen Sie eine gute Wahl und lesen Sie "Geister" von Nathan Hill! Kategorie: Super gute UnterhaltungVerlag: Piper, 2016

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  • Leserunde zu "Die rote Löwin" von Thomas Ziebula

    Die rote Löwin
    ThomasZ

    ThomasZ

    Liebe Leseratten und Leserättinen! Euch allen ein glückliches Jahr 2017! Buchmäßig fängt es ziemlich gut an, denn am 13. Januar erscheint mein neuer historischer Roman „Die Rote Löwin“. Heute lade ich Euch zu einer Leserunde mit mir und meinem Buch ein. Die Geschichte in wenigen Sätzen: Anno 1205. Nach dem Tod ihrer Eltern sind Rubina und ihr Bruder Waldemar auf sich allein gestellt. In Magdeburg geraten sie in die Fänge des machtgierigen Domdekans Laurenz. Der erkennt in Rubina – „Runja“ – die einmalige Gelegenheit, den Gelehrten Pirmin auszuschalten, seinen Rivalen um das Bischofsamt. Runja hat nämlich verblüffende Ähnlichkeit mit dessen verstorbener Frau. Mit ihrem Bruder als Druckmittel, zwingt Laurenz die junge Frau in den Orden der Vollstrecker, wo der Schwarze Abt Dagomar sie zur Mörderin ausbildet. Doch das Schicksal will es, dass Runja sich in Pirmin verliebt … Vorweg eine Warnung an alle besonders zart besaiteten unter Euch: „Die rote Löwin“ ist ein Thriller und es geht alles andere als friedlich und idyllisch zu in dieser Geschichte. Eine Leseprobe findet Ihr bei Amazon: https://www.amazon.de/Die-rote-L%C3%B6win-Historischer-Roman/dp/3404174763/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1483282238&sr=1-1&keywords=die+rote+l%C3%B6win#reader_3404174763 und demnächst auch auf meiner website http://www.thomas-ziebula.de/ Die Bewerbungsphase dauert bis zum 13. Januar. Mein großzügiger Verlag spendiert 25 Bücher. Ich wünsche mir Leserundenteilnehmer, die bereit sind, ihre Leseerfahrung mit der „roten Löwin“ aufzuschreiben und außer auf LB auch auf Amazon und anderen Plattformen als Rezension zu veröffentlichen. Ich grüße Euch herzlich und bin gespannt auf Eure Bewerbungen. Thomas Ziebula

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    • 400
    Floh

    Floh

    03. February 2017 um 08:38
    ThomasZ schreibt Und dann wollt Ihr wissen, welche Stile ich gerne lese. Ich will nicht sagen, dass ich ein literarischer Allesfresser bin, aber in formaler Hinsicht schon. Ich liebe die epische Breite eines John ...

    Danke, Danke für die umfangreiche Antwort auf unsere neugierigen Fragen. "Diestelfink" MUSS ich auch unbedingt noch lesen. Ich höre so viel Gutes zum Buch und handwerk der Autorin. "Stoner" von ...

  • Mitreissend, grossartig, überzeugend!

    Geister
    MissRichardParker

    MissRichardParker

    01. February 2017 um 13:51

    Der Literaturprofessor Samuel ist als Kind von seiner Mutter verlassen worden und hat das nie richtig überwunden. Als er einen Anruf von einer Anwaltskanzlei erhält, in dem es um seine Mutter geht ist er alles andere als begeistert. Er will die Geister der Vergangenheit doch einfach nur ruhen lassen. Doch seine Mutter steckt tief in der Klemme und Samuel hat doch noch viel zu viele offene Fragen die ihn innerlich auffressen. Also trifft er seine Mutter und erfährt so viel mehr als er je erahnt hätte... Nachdem ich all die begeisterten Kommentare über dieses Buch gelesen habe, hat es mich umso neugieriger gemacht.  Ich wurde kein bisschen enttäuscht. Dieses Buch ist wirklich grossartig! Die vielen kleinen Geschichten die eine grosse ergeben. Der flüssige und bildhafte Schreibstil, die wunderbar beschriebenen Figuren...  Eine absolute Leseempfehlung, hier wird man stundenlang unterhalten vom feinsten! 

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  • Geister der Vergangenheit

    Geister
    Galladan

    Galladan

    01. February 2017 um 10:53

    Geister von Nathan Hill, erschienen im Piper Verlag am 4. Oktober Eigentlich hat der Literaturprofessors Samuel Anderson ein sehr bequemes Leben. Er arbeitet tageweise an einer Uni und eigentlich ist es ziemlich egal ob seine Schüler etwas bei ihm lernen oder nicht. Die Abende verbringt er mit einem Internetspiel welches er gerne und ausgiebig an seinem Arbeitsplatz spielt. Bessere Internetverbindung. Das Leben könnte so schön sein, wenn nicht eines Tages der Anwalt seiner Mutter, eine Frau die ihn als Kind verlassen hat, ihn anruft und ihn auffordert, sich für seine Mutter bei einem Richter einzusetzen da sie einen Politiker mit Steinen beworfen hat. Samuels Interesse daran sich nun mit der Frau zu beschäftigen, die ihn einfach allein gelassen hat steigt erst, als sein Verleger einen Vorschuss für ein nicht geschriebenes Buch zurückfordert, oder er sich bereit erklärt zeitnah ein Buch über das Leben seiner Mutter zu schreiben. Ihre Attacke ist gefilmt worden und sie ist ein YouTube Hit. Nathan Hill nimmt uns mit in das amerikanische Leben 2011 und 1968. Die meiste Zeit halten wir uns dabei in Chicago auf, aber wir suchen auch nach Wurzeln im ländlichen Bereich und in Norwegen. Nathan Hill beschreibt die Stimmung in Chicago Monate nach den schwarzen Aufständen die der Ermordung Martin Luther King folgten. Wir sind bei den weisen Gegnern des Vietnamkrieges und korrupten Politikern die aus allem einen Gewinn für sich schlagen wollen. Egal ob man einen Charakter in diesem Buch mag oder nicht, jeder trumpft mit einer sehr komplexen Persönlichkeit und Geschichte auf und am Ende hat man eine wunderbare Geschichte gelesen, die nicht wirklich spannungsreich ist, aber die einen neugierig macht und man nicht unbedingt für alles Verständnis hat, aber eigentlich sehr vieles versteht. Hill zeichnet eine Gesellschaft die zerfällt, die nicht miteinander redet, die versucht sich gegenseitig auszuspielen und jeder versucht die Ellbogen einzusetzen. Erfreulich ist der Sprachstil und die fast poetische Beschreibung von Nathan Hill, der abrechnet mit der angeblich so freizügigen 68er Generation, die genau so unsicher und verklemmt gewesen ist wie jede Generation vorher und nachher.  

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  • Wuchtig, spannend, erschreckend aktuell

    Geister
    Silkchen2909

    Silkchen2909

    31. January 2017 um 12:45

    Rezension - Geister von Nathan Hill​, erschienen bei Piper Verlag​ ***** Was für ein Buch, was für eine wilde Reise für den Leser. Nach 856 Seiten bin ich angekommen und habe mich keine Zeile, kein Wort über gelangweilt. Niemand sollte sich von der Länge des Buchs vom Lesen abhalten lassen. Nathan Hill erzählt die Geschichte von Literaturprofessor und Autor Samuel, dessen Mutter ihn als Kind verlassen hat und nun, mehr als zwanzig Jahre später, zweifelhaften Ruhm erlangt, weil sie einen Politiker tätlich angegriffen hat. Samuel beginnt, auf massiven Druck seines Verlegers, ein Buch über seine ihm unbekannte Mutter zu schreiben. Dabei kommen Wahrheiten ans Licht, mit denen weder Samuel noch die Leser rechnen. Jeder auftauchende Charakter bekommt vom allwissenden Erzähler den Raum, seine Geschichte, seine Gedanken und seine Motivationen. Nicht nur, dass jeder Charakter bis in den letzten Gedanken ausgearbeitet ist, viele machen sich auf ihre ganz eigene Heldenreise. Sogar die, die man nicht als Helden sieht. Es gibt Wendungen, die so nicht erahnbar sind und immer wieder ein Wechselbad der Gefühle in einer Taktung, die einen zuweilen atemlos werden lässt. Das Buch ist mehr als eine Familiengeschichte, mehr als ein Sozialdrama und mehr als alles, was ich in den letzten Monaten gelesen habe. Acht Jahre hat der Autor an dem Buch gearbeitet, aber vergleicht man den die aktuellen Ereignisse in den USA mit den politischen Aspekten des Buchs, hat es eine erschreckende Aktualität. "Geister" ist mein Buch des Monats und hat jetzt schon einen Platz in meinem Herzen sicher. Ich habe jede Minute des Lesens genossen.

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    • 2
  • Ein mitreißender Familienroman

    Geister
    Hexchen123

    Hexchen123

    31. January 2017 um 12:14

    Samuel Anderson, ein Literaturprofessor, ist vor über 20 Jahren von seiner Mutter verlassen worden. Bis heute stellt er sich die Frage nach dem Wieso und Warum und gibt sich selbst oft die Schuld daran. Doch dann erhält er einen Anruf einer Anwaltskanzlei und dieser Anfruf wird sein Leben schlagartig verändern. Er soll für seine Mutter bürgen, welche einen Angriff auf einen Präsidentschaftskanditaten ausgeübt haben soll. Und dann geht sie los, die Suche nach der Wahrheit und das Finden von Antworten. Nathan Hill hat mit „Geister“ einen Klasse Debütroman niedergeschrieben. Obwohl die Geschichte fast 900 Seiten stark ist, lohnt es sich sie zu lesen. Der Schreibstil ist flüssig, nur manchmal ein wenig ausschweifend. Hier hätte ich mir manchmal eine weniger detailgetreue Formulierung gewünscht. Der Roman spielt in verschiedenen Zeitepochen und geht zurück bis ins Jahr 1968 zu den Studentenaufständen in Chicago und endet im Jahr 2011. Ein Familienroman, welcher mit vielen Verwicklungen und überraschenden Wendungen punkten kann. Als Leser ist man immer wieder überrascht, was sich Nathan Hill hat einfallen lassen und wie geschmeidig sich die gesponnenen Fäden am Ende zusammenführen lassen. Die dargestellten Charaktere sind allesamt glaubwürdig und einzigartig und ich habe ihnen jede Handlung abgenommen. Egal ob das eine Studentin war, welche sich mit Lug und Trug durch ihr Studium geschlichen hat, oder ein Freak, welcher sich nur mit Games den ganzen Tag über Wasser gehalten hat oder ein Polizist, der von der Liebe eine ganz andere Vorstellung hatte. Nun und natürlich auch Samuel und seine Mutter. Doch so unterschiedlich die Protagonisten auch sind, eines haben sie gemeinsam. Sie alle müssten eine Entscheidung in ihrem Leben treffen und die kann richtig oder falsch sein. Zu welchen Umständen die falschen Entscheidungen führen können, zeigt uns Hill hier ganz deutlich und berührt damit auch den Leser auf einer Ebene, welche zum Nachdenken anregt. Fazit Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Die ausdrucksstarken Worte und die unterschiedlichen Charaktere in verschiedenen Zeiten halten das Level ganz weit oben. Lediglich die Langatmigkeit mancher Passagen hätte ich mir kürzer gewünscht. Ein lesenswertes Buch über Familie, Liebe, Hoffnung und Verrat welches sich definitiv zu lesen lohnt.

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