Nathan Winters

 4.2 Sterne bei 22 Bewertungen

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Nathan WintersDas Geheimnis der Madame Yin
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Das Geheimnis der Madame Yin
Das Geheimnis der Madame Yin
 (22)
Erschienen am 15.03.2017
Nathan WintersMicrosoft Exchange Server 2013
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Microsoft Exchange Server 2013
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 (0)
Erschienen am 28.06.2013

Neue Rezensionen zu Nathan Winters

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AmaliaZeichnerins avatar

Rezension zu "Das Geheimnis der Madame Yin" von Nathan Winters

atmosphärischer Krimi
AmaliaZeichnerinvor 3 Monaten

Celeste als Protagonistin war mir auf Anhieb sympathisch, sie ist eine starke weibliche Figur. Der Ermittler Edwards wirkt dagegen oft launisch und aufbrausend, und die Dynamik zwischen diesen beiden Charakteren ist von Konflikten geprägt.

Dem Autor gelingt es sehr gut, sowohl die vornehmeren als auch die heruntergekommenen Seiten des viktorianischen Londons lebendig zu gestalten, so dass man sehr gut in diese Ära eintauchen kann. Der Schreibstil liest sich angenehm flüssig. Mir hat es gut gefallen, dass einige ungebildete Leute aus dem East End Silben oder Konsonnanten verschlucken in ihrer Aussprache.

Mehr als einmal geraten die beiden ungleichen Ermittler Celeste und Inspector Edwards in Gefahr und am Ende kommt es nach allerhand Rätseln zu einer unerwarteten Wende.
Dass Edwards gegen Ende des Buches plötzlich tatkräftige Hilfe von einem völlig Fremden bekommt, der bis dahin nie erwähnt wurde, fand ich allerdings ein bisschen unglaubwürdig.


Mir sind einige kleinere historische Recherchefehler aufgefallen, z.B. wird einmal beschrieben, wie Celeste abends das Oberteil ihres Kleides öffnet und erleichtert tief durchatmen kann. Dazu hätte sie allerdings im Jahr 1877 zusätzlich ihr Korsett öffnen müssen – damals ein obligatorischer Bestandteil der Damenmode, was allerdings nicht erwähnt wird. Dieser und andere kleine Fehler stören aber weder den Handlungsverlauf noch hemmen sie das Lesevergnügen.

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Miamous avatar

Rezension zu "Das Geheimnis der Madame Yin" von Nathan Winters

Londons Unterwelt...
Miamouvor 9 Monaten

Ich finde ja, dass historische Krimis perfekt nach Wien passen….oder nach London! Diese beiden Städte haben einfach diese gefangennehmende Atmosphäre, wenn man in die Zeit um 1850 eintauchen will. So auch bei „Das Geheimnis der Madame Yin“, ein Buch, dessen Handlung im viktorianischen London spielt. Und wenn ich diese Schlagwörter schon auf dem Klappentext finde, dann kann ich zu so einem Buch schwer nein sagen.

Celeste Summersteen arbeitet als Sekretärin in der Detektei Pinkerton. Sie würde aber so viel lieber als Detektivin arbeiten, weil sie glaubt, dass Talent dazu zu haben. Als sie dann die Chance erhält die Nichte einer ihrer Gönnerinnen nach London zu begleiten, nimmt sie diese gerne an. Pikant deswegen, weil eine Freundin dieser Nichte vor Kurzem brutal ermordet worden ist und sie neben der Begleitung auch noch den Auftrag erhält, den Mörder zu finden und ihn auf „amerikanische Weise zu behandeln!“. In London beginnt Celeste mit ihrer Arbeit und stößt dabei auf den dort ermittelnden Scotland Yard – Inspector Robert Edwards. Als Celeste diesem dann auch noch als Unterstützung für den Fall vorgestellt wird, ist dieser wenig begeistert. Der hartgesottene Kriminalist mag es nämlich gar nicht, wenn sich jemand in seine Fälle einmischt und schon gar nicht, wenn dieser Jemand auch noch weiblich ist. Es dauert eine Weile bis die beiden sich zusammenraufen und im Nebel des dunklen Londons, das im Sumpf von Prostitution und Opiumhandel zu versinken droht, den Fall lösen.

Zunächst einmal muss man den Autor für sein Setting und dessen Ausarbeitung loben. Man fühlt sich fast wie in einem Dickens – Roman. London wirkt dunkel, dreckig und kriminell. Natürlich die besten Zutaten, um dort einen scheinbaren Massenmörder hineinzusetzen. Gleichzeitig zeigt er aber auch das gut betuchte London, wie man es beispielsweise aus Downton Abbey kennt – die Reichen in ihren Herrschaftshäusern und einer Schar Dienstboten. Durch die Beschreibung der verschiedenen Gesellschaftsschichten, die nebenbei hineinfließen, oder die man auch zwischen den Zeilen lesen muss, wird die Handlung sehr lebendig und es ist natürlich ein Genuss für das Kopfkino.

Neben dem tollen Setting hat das Buch für mich aber vor allen Dingen durch die beiden Hauptcharaktere überzeugen können. Celeste Summersteen ist ihrer Zeit voraus und wirkt sehr emanzipiert. Natürlich könnte man jetzt darüber diskutieren, wie realistisch das ist, aber ich finde, in einem fiktiven Roman darf das seinen Platz haben und die Helden oder in diesem Fall die Heldin darf ruhig aus den damals gesellschaftlichen Normen ausbrechen. Macht ja beim Lesen auch viel mehr Spaß! Außerdem fand ich es einen Riesenclou, dass der Autor sie zu einer Amerikanerin gemacht hat. Sie kommt aus dem „Land der unbegrenzten Möglichkeiten“ und kann lange Zeit mit der steifen, ja fast prüden Art, der Londoner wenig anfangen. Genau das erlaubt ihr aber, hinter die Kulissen zu schauen und es kam mir dann so vor, als ob sie wenig überrascht wäre, was sich da dahinter abspielt. Ihr gegenüber steht Inspector Robert Edwards, der sich aus dem East End in den Scotland Yard vorgearbeitet hat. Dementsprechend kennt er sich in der Londoner Unterwelt aus und hat auch seine fragwürdigen Kontakte, die ihn aber sehr weiterhelfen. Ich fand, dass er manches Mal vielleicht ein wenig zu grob rüberkam, aber im Grunde konnte man dann auch immer wieder sehen, dass er das Herz am rechten Fleck hat. Die beiden gemeinsam waren schon ein interessantes Gespann und konnten sich ja gleich zu Beginn der Handlung so gar nicht ausstehen und ich muss ehrlich gestehen, dass ich mir den einen oder anderen Schlagabtausch mehr zwischen den beiden gewünscht hätte, weil ich es immer spaßig finde so etwas zu lesen. In Wirklichkeit hat der eine den anderen für seine Arbeit ja bewundert, nur hätte das keiner der beiden zugegeben. Erst gegen Ende des Buches hatte jeder der beiden, soviel Vertrauen zum anderen, dass sie wirklich gut zusammengearbeitet haben.

Die Handlung selbst ist zunächst in zwei Stränge aufgeteilt. Die Ermittlungen von Celeste auf der einen Seite und die von Edwards auf der anderen Seite. Zum Schluss kommen die beiden auf das gleiche Ergebnis und der Mörder wird natürlich gefunden. Leider wusste ich als Leser aber schon vor ihnen, wer diese unbekannte Variable in diesem Fall war. Man hätte den Leser ruhig länger hinhalten können. Der Autor hat dies zwar auch versucht, aber nicht konsequent genug. Zudem war der Weg bis zum Ende an manchen Stellen für mich ein wenig zu oft mit Effekthascherei verbunden. Da brennt mal da auf dramatische Weise ein Café nieder und da muss Edwards eine Schlägerei durchziehen…ich finde, dass es dies in der Intensität nicht gebraucht hätte. Zudem werden im Laufe der Handlung auch einige Klischees bedient, über die man mit einem Lächeln galant hinwegsehen muss.

Den Schreibstil fand ich gut. Er ist sehr dialoglastig und liest sich angenehm, sodass man recht schnell vorankommt. Durch die dichten Beschreibungen kann der Autor immer eine gewisse Grundspannung im Leser aufrecht erhalten und man will gar nicht aufhören zu lesen, nicht zuletzt auch deswegen, weil man erstens, wie in einem Krimi logisch, den Mörder kennen will und zweitens, weil man jedem Aufeinandertreffen zwischen Edwards und Celeste entgegenfiebert und dann neugierig ist, wie sie ihr neues Wissen zu dem Fall kombinieren. Der Leser selbst ist den beiden nämlich immer einen Schritt voraus, weil er ja beide Handlungsstränge kennt.

Alles in Allem hat mich „Das Geheimnis der Madame Yin“ wirklich sehr gut unterhalten und über die kleinen Schwächen kann man auf jeden Fall hinwegsehen. Da nicht alle Fragen beantwortet wurden, die über die eigentlichen Mordfälle hinausgehen, kann ich mir vorstellen, dass es eine Fortsetzung geben wird. Gerne mehr davon…

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S

Rezension zu "Das Geheimnis der Madame Yin" von Nathan Winters

Spannende Zeitreise
staronevor einem Jahr

Zum Inhalt: 
Die Detektivin Celeste Summmersteen reist zusammen mit der jungen Dorothea Ellingsford von Chicago/Amerika wieder zurück nach England/London.  Im Gepäck einen ungewöhnlich Auftrag, denn sie soll den Mord an einer, guten Freundin von Dorothea, die auch aus guten Hause ist. In Sinne der Tante und letztendlich der Familie aufklären. Keine leichte Aufgabe, doch es gibt interessante Hinweise. Denn im Mund des toten Mädchens fand am ein Stück Stoff und eine Haarlocke. Auch der Fundort gibt Rätsel auf denn er gehört zum Hoheitsgebiet der Opiumkönigin Madame Yin. Gerne würde Celeste alleine ermitteln, doch sie muss hinnehmen das auch Scotland Yard dieser Mord nicht kaltlässt und Inspector Robert Edwards auf den Fall ansetzt. Leider kein Fan von Amateuren oder gar weiblichen Detektivinen...

Meine Meinung : 

Der Autor Nathan Winters schafft sehr gut geschichtliche und persönliche Befindlichkeiten dem Leser nahe zu bringen und so ist man schnell in der Geschichte drin und fiebert gerne mit Celeste und auch ihrem quasi Gegenpart Inspector Edward von Scotland Yard mit. Auch die kleinen Reiberei zwischen den beiden sind ein Pluspunkt, weil diese im Jahre 1877 um Umgang einfach normal waren. So fliegen die Seiten beim Lesen nur so
dahin. 



Es macht Spaß und Freude als Leser zu erleben, wie sich beide  nach anfänglichen Schwierigkeiten langsam fallmäßig näherkommen und so letztendlich auch sehr spannend und mitunter gefahrvoll den Fall lösen können. 
 
Geschichtlich, menschlich und mit viel Spannung und Gefühl für die Zeit schrieben hier der Autor  seine Geschichte.  Schöne Roman aus der viktorianischen Zeit Englands. 

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Gespräche aus der Community

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SpreadandReads avatar
Habt ihr Lust auf ein spannendes Abenteuer im London des späten 19. Jahrhunderts? Dann begleitet unsere Detektivin Celeste Summersteen und ihrem Autoren Nathan Winters dorthin und erlebt eine spannende Mordermittlung direkt zum Erscheinungstermin!

Darum gehts:
1877: Die Pinkerton Detektivin Celeste Summersteen reist mit der jungen Dorothea Ellingsford von Chicago nach London. Vordergründig soll sie das Mädchen zu ihrer Familie zurückbringen, doch ihr wirklicher Auftrag ist heikler: Eine von Dorotheas Freundin­nen wurde ermordet und die Detektivin soll nun den Mörder finden, da Dorothea selbst in Gefahr sein könnte.

Allerdings gestalten sich die Ermittlungen schwierig: Das Mädchen schweigt beharrlich und die einzigen Hinweise auf den Mörder sind ein Stück Stoff und eine Haarlocke, die im Mund der Toten gefun­den wurden. Dann findet man die Leiche der Opium­königin des East End in der Themse.

Auf der Suche nach Antworten muss Celeste tief in das verderbte Herz Londons vordringen und dabei ihr eigenes Leben riskieren. Dabei ist Inspector Edwards von Scotland Yard, der ihr bei den Ermittlungen hel­fen soll, alles andere als eine Hilfe. Der hartgesottene Polizist mag es nicht, wenn sich Amateure und dann auch noch weibliche, in seine Arbeit einmischen.



















Seid ihr neugierig geworden und habt Zeit für einen regen Austausch in den nächsten Wochen? Dann bewerbt euch jetzt auf eines von fünf Taschenbüchern und werdet Teil unserer Ermittlungen.


Um euch zu bewerben, beantwortet einfach folgende Frage:

Was verbindet ihr mit dem London aus dem späten 19, Jahrhundert?

Wir freuen uns auf eure Bewerbungen!

Kleingedrucktes:
Die Bewerbung verpflichtet euch automatisch zur zeitnahen Teilnahme an der Leserunde, welche das Bearbeiten der Leseabschnitte und eine Rezension umfasst. Erwiesene Nichtleser werden nicht berücksichtigt. Ebenfalls werden keine Profile berücksichtigt, die nicht min. 3 Rezensionen enthalten und/oder nicht öffentlich einsehbar sind.
tinstamps avatar
Letzter Beitrag von  tinstampvor einem Jahr
So, hier kommt nun endlich meine Rezension: https://www.lovelybooks.de/autor/Nathan-Winters/Das-Geheimnis-der-Madame-Yin-1435234638-w/rezension/1454295101/ und auf meinem Bücherblog: http://martinasbuchwelten.blogspot.co.at/2017/05/das-geheimnis-der-madame-yin-nathan.html Bei Amazon, der Lesejury und meiner Facebookseite wird sie ebenfalls noch erscheinen bzw. freigeschaltet Danke für die Geduld und dass ich hier mitlesen durfte!
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