Nathaniel Hawthorne

 3.8 Sterne bei 237 Bewertungen
Autor von Der scharlachrote Buchstabe, The Scarlet Letter und weiteren Büchern.
Autorenbild von Nathaniel Hawthorne (©kein Urheberrecht mehr)

Lebenslauf von Nathaniel Hawthorne

Nathaniel Hawthorne wurde am 4. Juli 1804 in Salem, Massachusetts geboren. Er war neben Herman Melville und Edgar Allan Pow einer der bedeutendsten Schriftsteller der »dunklen« amerikanischen Romantik. Er erlangte mit seinen Romanen und Kurzgeschichten Weltruhm. Hawthorne ist Spross einer alten Puritanerfamilie, sein Urgroßvater John Hathorne war einer der Richter bei den berüchtigten Hexenprozessen von Salem, 1692. Sicherlich ist es seiner Herkunfzt geschuldet, das sich Hawthorne in seinen Romanen und Kurzgeschichten intensiv mit der Welt der Puritaner Neuenglands beschäftigte. Schon als Kind fiel die erzählerischere Begabung Hawthornes auf und so wurde er auf eine Privatschule geschickt. 1821-1824 studierte er dann am Bowdoin College in Maine, wurde Mitglied in der Verbindung »Phi Beta Kappa« und war dort mit dem Dichter Henry Wadsworth Longfellow und dem späteren Präsidenten Franklin Pierce befreundet. Nach dem Studium war Hawthorne als Journalist später im Zollamt von Boston tätig. Seinen ersten Roman veröffentlichte er 1828, schloss sich 1841 den Transzendentalisten um Henry D. Thoreau und Ralph Waldo Emerson an und heiratete 1842 die Malerin Sophia Peabody, mit der er bis zu seinem Tod eine glückliche Ehe führte und 3 Kinder hatte. 1850 befreundete Hawthorne sich kurzzeitig mit Herman Melville, dem Hawthorne ein großes Vorbild war. So ist »Moby Dick« Hawthorne gewidmet. Nachdem er seinem Schulfreund Franklin Pierce half, Präsident zu werden, verschaffte dieser Hawthorne einen Posten als amerikanischer Konsul in Liverpool, wo Hawthorne vier Jahre lebte. Anschließend ging er anderthalb Jahre nach Italien und kehrte schließlich zurück. Am 19. Mai 1864 verstarb er dann auf dem Rückweg von einem Erholungsurlaub in den White Mountains in Plymouth, New Hampshire und wurde wenige Tage später auf dem Sleepy Hollow Cemetery in Concord beigesetzt. Seine letzten vier Romante blieben unveröffentlicht.

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Rezension zu "The Scarlett Letter" von Nathaniel Hawthorne

The Scarlett Letter
Mira123vor einem Monat

Das Englisch in diesem Buch ist der absolute Horror! Ich sitze vor diesem Buch und verbringe die halbe Zeit damit, Wörter nachzuschlagen oder über der verwirrenden Satzstruktur zu brüten. Dabei ist das ja nicht mal echtes Altenglisch! "Beowulf" werde ich wohl nie in meinem Leben lesen können. Das ist ja hier schon teilweise wie eine ganz andere Sprache.

Dieses Buch ist eines von geschätzt hunderten, die ich für meine nächsten Leselistenprüfung gelesen haben sollte. Ich wusste schon bevor ich zu lesen begann, worum es ungefähr geht. Immerhin musste ich den Inhalt auch schon für eine andere Prüfung im letzten Semester wiedergeben können. Und das war echt gut, denn ich weiß nicht, ob ich sonst so wirklich verstanden hätte, worum es geht. Denn, wie gesagt, ich hatte ziemliche Verständnisprobleme, was die verwendete Sprache anging. Vor allem, wenn die Figuren miteinander sprachen. Solang alle einfach still waren und nichts sagten, ging es halbwegs. Doch sobald einer von denen den Mund aufmachte, fühlte ich mich wie im Lateinunterricht meiner Schule. Ich war nicht wirklich gut in Latein. Klar, ich hab immer meine Drei bekommen - aber ich hab heute noch keine Ahnung, wie das funktioniert hat. Aber egal. Zurück zum Buch!

Mit der Hauptfigur, Hester, wurde ich überhaupt nicht warm. Sie wirkte einfach nicht wirklich menschlich, wenn ich das so sagen darf. Sie war so unglaublich heilig! Dabei wäre das so eine schöne Möglichkeit gewesen, Hester einfach so richtig menschlich darzustellen. Sie musste einen Mann heiraten, den sie nie so wirklich liebte und hat dann Ehebruch mit jemand anderem begangen. Und aus diesem Seitensprung ist halt ein Kind entstanden. Und Hester wird deswegen jetzt total überzogen bestraft. Sie muss in einem Haus außerhalb der Stadt leben und ein scharlachrotes A auf ihrer Brust tragen, damit sie jeder immer sofort als Ausgestoßene und Sünderin erkennen kann. Ich frage also nochmal: Warum kann Hester nicht einfach als Mensch gezeigt werden? Sie ist total heilig und das macht sie irgendwie auch uninteressant. Ich zumindest weiß nicht, ob ich dieses Buch zuende gelesen hätte, wenn das nicht ein Klassiker wäre.

Mein Fazit? Hat mir leider nicht so gut gefallen. Schade, ich hatte große Erwartungen!

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Rezension zu "Der scharlachrote Buchstabe" von Nathaniel Hawthorne

Nicht so einfach nebenbei zu hören (Hörbuchrezension)
Starbucksvor 3 Jahren

Schon immer wollte ich gern Nathaniel Hawthornes „Der scharlachrote Buchstabe“ lesen. Durch das Hörbuch des Audio Verlages (DAV) bot sich nun die Gelegenheit, den Klassiker als Hörbuch zu hören und damit nebenbei einen lange gehegten Lesewunsch zu erfüllen. Es stellte sich aber heraus, dass „Der scharlachrote Buchstabe“ mehr Konzentration braucht als die modernen Romane. Daher muss ich vermutlich das ganze Werk noch einmal hören. Ich habe das Hörbuch in einer ungekürzten Lesung mit einer Länge von fast 9 Stunden auf einer mp3-CD, erschienen im DAV (der Audio-Verlag) gehört. Gelesen wird das Hörbuch von Rolf Boysen.

Zum Inhalt: Hester Prynne ist in die Neue Welt nach Neuengland ausgewandert; ihr Ehemann ist noch in England. Als sie ein uneheliches Kind zur Welt bringt, wird sie mit einem scharlachroten 'E', gestickt auf ihrer Brust, für ihr Leben gebrandmarkt. Der Vater bleibt unbekannt, aber der Leser weiß bald, um wen es sich handelt. Der Ehemann reist nach, findet den Vater des Kindes heraus und brandmarkt ihn auf seine perfide Weise. Der Vater des Kindes zerbricht am Rachefeldzug des Ehemannes.

Der Inhalt des Buches ist eigentlich spannend, aber die Handlung ist lang, die Erzählweise ein wenig ausschweifend. Daher ist es nicht leicht, Hawthorne zu folgen, wenn man nebenbei noch etwas anderes macht. Zuviel passiert gar nicht, doch man muss genau folgen. Der Sprecher liest gut und passend zu diesem klassischen Erzählstoff.

Fazit: Ich hatte mich schon lange auf dieses Buch/Hörbuch gefreut. Doch ein Buch von 1850 hat es schwer, uns heute noch so zu begeistern. Was mir gut gefallen hat, ist, dass man Einblick in die Engstirnigkeit und das Leben der Puritaner damals bekommt. Hätte Hester weggehen sollen, statt sich der Schande zu stellen? Sie hat es ja nicht leicht, trägt ihr Schicksal aber mit Würde. Aber wo hätte sie hingehen können? So habe ich das Gefühl, ich muss dieses Hörbuch auf jeden Fall noch einmal lesen, um es in seiner Gänze zu erfassen. Es ist auch sehr gut gelesen und bekommt daher gerade noch 4 Sterne.

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Rezension zu "Der scharlachrote Buchstabe" von Nathaniel Hawthorne

Leichter zu lesen als gedacht
Mrs-Jasminevor 3 Jahren

Dieses Buch stand schon sehr lange in meinem Regal bis ich es endlich zur Hand nahm! Gott sei Dank! Denn ich kam viel schneller rein beim lesen als gedacht und die Handlung ist sehr gut! Selten verliert sich der Autor in Überflüssigen Zeilen. Ein Buch über eine starke und aufopfernde Frau! Ein Buch über die Verarbeitung von "Sünde"!

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Gespräche aus der Community

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Cover des Buches Der scharlachrote Buchstabeundefined
Herzlich willkommen zur Januar-Leserunde der Gruppe "Wir lesen Klassiker der Weltliteratur".

Im Januar wollen wir zusammen "Der scharlachrote Buchstabe" von Nathaniel Hawthorne lesen.

Klappentext:
Amerika im 17. Jahrhundert: Eine Frau, des Ehebruchs schuldig, steht am Schandpfahl und verrät nicht, wer der Vater ihrer Tochter ist. Die gestrenge puritanische Obrigkeit verurteilt sie, als Zeichen ihrer Schande lebenslang einen scharlachroten Buchstaben zu tragen. Die Folgen dieser übertriebenen Moralvorstellungen und die Mechanismen der gesellschaftlichen Ausgrenzung schildert Nathaniel Hawthorne mit psychologischer Raffinesse. Sein Roman ist einer der wichtigsten amerikanischen Klassiker des 19. Jahrhunderts, als sich das moderne Amerika mit dem Blick in seine Geschichte neu erfand.

Die Leserunde beginnt am 1. Januar!

Viel Spaß!
159 Beiträge

Zusätzliche Informationen

Nathaniel Hawthorne wurde am 03. Juli 1804 in Salem (Massachusetts) (Vereinigte Staaten von Amerika) geboren.

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