Der scharlachrote Buchstabe

von Nathaniel Hawthorne 
3,7 Sterne bei111 Bewertungen
Der scharlachrote Buchstabe
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Lysanders avatar

-1850 erschienen, gibt der Roman Einblick in die Moralvorstellungen Bostons der 1640er Jahre - sehr gut ausgestattetes Buch!

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Ein großer Roman über eine starke Frau

Alle 111 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Der scharlachrote Buchstabe"

Amerika im 17. Jahrhundert: Eine Frau, des Ehebruchs schuldig, steht am Schandpfahl und verrät nicht, wer der Vater ihrer Tochter ist. Die gestrenge puritanische Obrigkeit verurteilt sie, als Zeichen ihrer Schande lebenslang einen scharlachroten Buchstaben zu tragen. Die Folgen dieser übertriebenen Moralvorstellungen und die Mechanismen der gesellschaftlichen Ausgrenzung schildert Nathaniel Hawthorne mit psychologischer Raffinesse. Sein Roman ist einer der wichtigsten amerikanischen Klassiker des 19. Jahrhunderts, als sich das moderne Amerika mit dem Blick in seine Geschichte neu erfand. Mit seiner glasklaren Neuübersetzung gibt Jürgen Brôcan dem Roman eine Gestalt für heutige Leser; im Anhang erläutert er die historischen und literarischen Hintergründe.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783446244900
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:480 Seiten
Verlag:Hanser, Carl
Erscheinungsdatum:24.02.2014
Das aktuelle Hörbuch ist bei Litraton erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Mrs-Jasmines avatar
    Mrs-Jasminevor 2 Jahren
    Leichter zu lesen als gedacht

    Dieses Buch stand schon sehr lange in meinem Regal bis ich es endlich zur Hand nahm! Gott sei Dank! Denn ich kam viel schneller rein beim lesen als gedacht und die Handlung ist sehr gut! Selten verliert sich der Autor in Überflüssigen Zeilen. Ein Buch über eine starke und aufopfernde Frau! Ein Buch über die Verarbeitung von "Sünde"!

    Kommentare: 1
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    S
    sKnaerzlevor 2 Jahren
    Puritaner und Gespenster

    Hawthorne geht auf die Zeit vor der Gründung der USA zurück, als Neuengland noch eine Kolonie war und Puritaner ohne einen Funken Humor die Gesellschaft prägten.

    In dieser düsteren Atmosphäre hat die Ehebrecherin Hester Prynne mit wenig Milde zu rechnen, aber mit viel Geduld, Ausdauer und Demut, verwandelt sie das Zeichen ihrer Schande in ein Ehrenzeichen.

    In Mittelpunkt stehen die Kämpfe zwischen Hester Prynne, ihrem Ehemann und ihrem Liebhaber, die sich gegenseitig ihren Willen aufzwingen wollen und dabei gegenseitig ihr Leben zerstören. Wie die beiden Männer sich belauern ist großartig.

    Zum Schreibstil: Glanzpunkte setzt der Autor, wenn er innere Wahrheiten in eine unheimliche-verzauberte Welt versetzt und man nicht mehr weiß sind das noch Halluzinationen oder schon Gespenster. Allerdings gehen dem Autor auch manchmal die Pferde durch und dann wird es für meinen Geschmack zu symbolisch-überhöht.
    Und: Hawthorne führt seine Figuren am sehr kurzen Zügel, das heißt, der lässt sie selten denken, reden und handeln, er erzählt lieber, was sie denken, warum sie reden und welche Ideen ihr Handeln leiten.

    Ich fand es einen sehr originellen Roman!

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 2 Jahren
    "Der scharlachrote Buchstabe" von Nathaniel Hawthorne

    Autor: Nathaniel Hawthorne
    Titel: Der scharlachrote Buchstabe
    Gattung: Roman, Erzählung, Klassiker
    Erschienen: 1850
    Gelesene Ausgabe: insel taschenbuch, 2014
    ISBN: 978-3-458-34693-7
    Gelesen auf: Deutsch
    Gelesen im: Januar 2017

     

    Zum Buch:
    In Amerika auf der Leseliste jedes Highschool-Schülers, zahlreich verfilmt und oft neu adaptiert, ein echter Klassiker ist "Der scharlachrote Buchstabe" von Nathaniel Hawthorne und das aus gutem Grund. Das Buch spielt in Boston Mitte des 17. Jahrhunderts.  Die junge und schöne Hester Prynne ist schwanger. Dummerweise ist ihr Mann vermeintlich auf See verschollen und so wird sie des Ehebruchs bezichtigt und muss als Strafe für ihre Unzucht lebenslang ein großes, scharlachrotes "A" auf der Brust tragen. In der strengen puritanischen Gemeinde wird sie so schnell zur Ausgestoßenen und zieht alleine ihr Kind auf, denn den Namen des Vaters will sie partout nicht verraten. Und gleichzeitig taucht auch noch ihr Ehemann auf und will sich unerkannt ein neues Leben aufbauen und ganz nebenbei Rache üben.
    Die gelesene Übersetzung von Barbara Cramer-Neuhaus beginnt mit dem "Zollhaus", welches nicht in allen Übersetzungen enthalten ist. In opulenter Sprache setzt es den Rahmen für die folgende Geschichte und bildet eine Einstimmung mit einer tollen Gesellschaftsbeobachtung.
    Die eigentlichen Kapitel lasen sich deutlich flüssiger und schneller - entgegen mancher Warnungen empfinde ich die Sprache als sehr gut lesbar. Auch der Stoff - das Ausgestoßensein innerhalb einer Gesellschaft aufgrund eines kleinen Fehlers oder Makels, die Emotionen und Handlungen aus Schuld, Reue, Rache oder Erlösung -sind sehr modern und adaptierbar auf die heutige Zeit. Auch sehr modern ist Hester Pynne als starke Hauptprotagonistin. Den roten Faden bildet der scharlachrote Buchstabe, das „A“ an sich, dass sich auch fast wie ein eigenständiger Charakter durch das Buch zieht. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, gerade Hawthornes feine Sprache und seine Gesellschaftskritik.

     

    Eine der Lieblingsstellen
    Zitat:
    "Pearl, die keine Furcht kannte, verfinsterte ihr Gesicht, stampfte mit dem Fuß und ballte drohend die Faust; plötzlich stürmte sie auf den feindlichen Haufen los und schlug ihn in die Flucht. Bei dieser wilden Jagd glich sie einer Kinderseuche, dem Scharlachfieber etwa, oder einem gerade flügge gewordenen Würgeengel, der den Auftrag hat, die Sünden der heranwachsenden Generation zu bestrafen."[1]

    Stil und Sprache: Feine Sprache, teils opulent beschreibend, teils schlicht, teils emotional und teils fast etwas zu langatmig.
    Zitat: "Hier findet sich auch sein Brotherr ein, heiter oder verdüstert, gnädig oder übelgelaunt; je nachdem, wie seine Pläne sich verwirklicht haben, ob ihm die Unternehmung goldverheißende Wahrung einbrachte oder ihn unter Lasten begräbt, aus denen ihm niemand heraushilft." [2]

    Schlüssigkeit der Handlung: Teilweise ist das Handeln der Personen nicht nachvollziehbar, allerdings kann dies gut auch an der damaligen Zeit liegen.

    Das hat mir gefallen: Die feine, teils opulente, teils schlichte Sprache. Die Modernität des Stücks.
    Das hat mir nicht gefallen: Die Charaktere, mit denen echtes Sympathisieren schwer fällt.

    In One Sentence: Sprachlich feiner Klassiker, mit modernem Inhalt.
    Sterne: 4


    [1] S.110
    [2]
    S.10

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    Buchgespensts avatar
    Buchgespenstvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Unendliches Interpretationsfeld, sehr facettenreich und interessant zu lesen!
    Gezeichnet

    Amerika im 17. Jahrhundert: Esther Prynne wird mit dem Zeichen der Schande, dem scharlachroten Buchstaben, gebrandmarkt für Ehebruch, dessen Beweis sie in ihren Armen hält. Hartnäckig verweigert sie, den Vater des Kindes preiszugeben und wird mit ihrer Tochter aus der Gesellschaft ausgestoßen. Am Rande des Dorfes fristet sie ihr Leben, arm, demütig und stolz.

    Ein Klassiker, der von seinem Facettenreichtum lebt. Reduziert man ihn auf die nackte Geschichte, scheint sie manchmal langatmig, ereignislos und mit vielen offenen Fragen versehen. Der Reiz des Buches ist, dass man es nicht reduzieren kann. Gerade weil es so ereignislos erscheint, geht man als Leser den vielen Fragen nach, die es aufwirft. Jeder Blick auf die Charaktere eröffnet einen neuen Interpretationsspielraum, eine neue Facette. Auch ohne sich mit dem Nachwort zu beschäftigen folgt man als Leser den vielen Zeichen, die der Autor subtil und weniger subtil in die Oberfläche eingeflochten hat – wie der kunstvoll gestickte Buchstabe, den Esther Prynne trägt. Leuchtend, offensichtlich, schimmernd und doch so fein und komplex, dass jede Offensichtlichkeit in Frage gestellt wird. Die Faszination der Geschichte ist, dass sie sich mit jedem weiteren Blick verändert. Jedes Mal, wenn man die Szenen revuepassieren lässt, mit jeder neuen Lektüre, mit jedem neuen Gedanken blitzt eine neue Seite auf, erkennt man ein weiteres Detail, gibt man den Kleinigkeiten ein neues Gewicht und prompt verändert sich alles. Mag also die reine Geschichte an Spannung nicht viel hergeben so hat sie doch einen Tiefgang und eine Komplexität, die alles wieder wettmacht. Dieser Klassiker lohnt sich.

    Die dtv-Ausgabe mit der Übersetzung von Franz Blei liest sich gut, die Anmerkungen von Hans-Joachim Lang beantworten viele Fragen, die sich beim Lesen aufdrängen und das Essay von Binnie Kirshenbaum gibt einen tiefergehenden Einblick in das Werk. Mein einziger Kritikpunkt: der Name der Protagonistin wurde vom Original „Hester“ in „Esther“ verändert. Gerade bei so ausgefeilten Werken wie dem vorliegenden, kann der Autor mit der Wahl von Namen bewusst ein Symbol geschaffen haben, das für das Verständnis des Werkes essentiell sein kann. So finde ich ein Eingriff durch den Übersetzer sehr fragwürdig. Außerdem sollte man in der Übersetzungsarbeit über die „Eindeutschung“ der Namen hinaus sein – es sei denn das wäre wesentlich für das Verständnis des Werks und dann mit einer Anmerkung erläutert.

    Dieser Klassiker bietet sehr viel mehr als man auf den ersten Blick vermeint. Er fasziniert, er schillert und er ist eine mehrfache Lektüre wert. Mit jeder weiteren gewinnt man einen neuen Eindruck und findet immer wieder Dinge, die einem vorher nicht aufgefallen sind. Eine klare Leseempfehlung für jeden, der ein anspruchsvolles Buch nicht scheut!

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    Yolandes avatar
    Yolandevor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein großer Roman über eine starke Frau
    Schuld und Reue, Rache und Erlösung

    Der scharlachrote Buchstabe von Nathaniel Hawthorne ist ein Klassiker der US-amerikanischen Literatur.
    Boston 1640. Die junge Hester Prynne wird der Unzucht und des Ehebruchs bezichtigt und muss zur Strafe, für alle sichtbar, ein großes, scharlachrotes "A" auf der Brust tragen. Sie wird aus der Gemeinschaft ausgestoßen und zieht mit ihrem Kind, das aus dieser verbotenen Beziehung hervorging, in eine kleine Hütte außerhalb des Stadtgebietes. Ihr verschollener und totgeglaubter Ehemann taucht auf und will sich, von der Stadtgemeinde unerkannt, an dem verhassten Nebenbuhler rächen. 
    Das Buch wird bis heute in den USA im Schulunterricht behandelt und das aus gutem Grund. Es ist ein großer Roman über Schuld und Reue, Rache und Erlösung mit einer starken Frau als Hauptprotagonistin. Hawthornes Schreibstil ist sehr wechselhaft. Wundervoll poetische Passagen und Naturbeobachtungen  wechseln mit total verschachtelten Satzkonstruktionen ab. Trotzdem ist das Buch gut zu lesen.
    Die Neuübersetzung von Jürgen Brôcan ist gelungen. Es hat mir gut gefallen, dass er darauf verzichtete, sogar die Namen mitzuübersetzen, was bei einigen früheren Übersetzungen leider der Fall war. 
    In dem Buch gibt es noch einen Anhang mit drei Kurzgeschichten von Hawthorne, die in einen zeitlichen Zusammenhang mit dem scharlachroten Buchstaben fallen. Hier hat mir besonders die Erzählung "Hauptstraße" gefallen. Hawthorne beschreibt die Entwicklung und Entstehung der Hauptstraße in Boston von der Zeit, als es nur ein Pfad im Wald war, der von Tieren und Indianern begangen wurde, bis in die Zeit Hawthornes, mit vielen Ereignissen, die in dieser Zeitspanne in Boston und Neuengland vorgefallen sind, wie z.B. die Hexenprozesse und die Abspaltung vom englischen Mutterland. 
    Sehr interessant waren auch die Tagebuchauszüge und Briefe von Hawthorne, die er an seine Freunde und Verleger im Zusammenhang mit der Veröffentlichung des scharlachroten Buchstabens schrieb. Ein ausführlicher Erklärungsteil schließt das Buch ab.
    Fazit: Mir hat das Buch gut gefallen, weil Hawthorne mit Hester Prynne eine starke Frauenfigur geschaffen hat, was in der Literatur in dieser Zeit eher ungewöhnlich war. Auch wenn manche Passagen etwas schwierig zu lesen sind, ist es gut verständlich geschrieben. 
    Ich gebe 4 Sterne.


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    lesestundens avatar
    lesestundenvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein spannender Klassiker, der einen Einblick in die strenge religiös geprägte Gesellschaft der frühen Siedlerzeit in Neuengland gibt.
    Ein weiterer gelungener Hanser Klassiker

    Der Einblick in eine durch strenge religiöse geprägte Gesellschaft der frühen Siedlerzeit in Neuengland, aber auch der moralische Konflikt und das psychologisch fein ausgestaltete Portrait der Menschen dieser Zeit machen das Buch zu einer lesenswerten Lektüre. Dabei entsteht auch eine deutliche Spannung, denn Hawthorne hat nicht darauf verzichtet den Roman mit Elementen zu versehen, die den Leser fesseln und trotz detailreicher Beschreibung der Emotionen und inneren Konflikte eine unterhaltsame Geschichte entstehen lassen. Die Sätze erschienen mir hingegen oft als unnötig komplex und auch die Entscheidungen der Figuren haben auf mich, selbst unter Berücksichtigung der gesellschaftlichen Strukturen der Puritaner, nicht immer eine nachvollziehbare Wirkung gehabt. Auch das längere einleitende, autobiographische Kapitel, das der eigentlichen Geschichte vorangestellt ist, konnte auf mich keinen Eindruck machen. Dennoch ist das Buch eine empfehlenswerte Lektüre, die den Wert einer säkularen Gesellschaft und die Verdienste der Aufklärung dem Leser deutlich vor Augen führen.

    Ausführliche Rezension: http://www.lesestunden.de/2016/07/der-scharlachrote-buchstabe-nathaniel-hawthorne/

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    Ela1989s avatar
    Ela1989vor 3 Jahren
    Der scharlachrote Buchstabe

    Das Buch spielt im 17. Jahrhundert in Amerika. Hester Prynne wird des Ehebruchs bezichtigt und muss an den Schandpfahl, als sie nicht preisgeben will, wer der Vater ihres Kindes ist. Zur Strafe muss sie ihr Leben lang ein rotes "A" auf ihrer Brust tragen - den scharlachroten Buchstaben. Auf Grund des Buchstabens wird sie von ihren Mitmenschen gemieden und ihr täglich die "Schande" wieder vor Augen geführt.

    Wie alle älteren Bücher, hat auch dieses Buch einen etwas anspruchsvolleren Schreibstil. Aber sobald man sich ein bisschen in die andere Schrift eingelesen hat, ist dieses Buch sehr interessant zu lesen.

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    M
    m-siegelvor 3 Jahren
    Mitreißende und verhängnisvolle Geschichte

    Ich war schon sehr lange nicht mehr so berührt von einem Buch, wie von diesem hier! Die Geschichte von Esther Prynne hat mich tief bewegt und noch sehr lange nachgewirkt.

    Das Buch hat mich nicht zuletzt aufgrund des Schicksals seiner Protagonisten bewegt, als auch durch die Erzählkunst Hawthornes. Ich war während des Lesens immer wieder überrascht und verblüfft, wie ein Mann im Stande sein kann, das Innenleben und Empfinden einer Frau so exakt und fein darzustellen, ohne es tatsächlich zu schildern. Das ist eine Glanzleistung und er hat das mit Bravour hingelegt.

    Dem muss ich noch hinzufügen, dass Esther sich für mich persönlich zu einer Heldin entwickelt hat.

    Ich werde es bestimmt nochmal und noch einmal lesen!

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    Barbara62s avatar
    Barbara62vor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Ein immer noch aktueller, fesselnder Klassiker von N. Hawthorn, einem Wegbereiter des psychologischen Romans, über Doppelmoral und Sünde.
    Doppelmoral und Sünde

    Um 1650 kommt Hester Prynne ohne ihren verschollenen Ehemann ins stark puritanisch geprägte Boston. Als Strafe für ihr uneheliches Kind, dessen Vater sie nicht preisgibt, muss sie an den Pranger und lebenslang ein gesticktes "A" auf der Brust tragen.

    Während die starke, selbstbewusste Frau allmählich die Achtung ihrer Nachbarn zurückgewinnt, lebt der angesehene aber schwache Kindsvater mit seinem Schweigen und der subtilen Rache des inkognito zurückgekehrten Ehemanns.

    Ein immer noch aktueller, fesselnder Klassiker des Amerikaners Nathaniel Hawthorne (1804 - 1864), einem Wegbereiter des psychologischen Romans, über Doppelmoral und Sünde.

    Kommentare: 2
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    dominonas avatar
    dominonavor 4 Jahren
    nicht mehr als in Ordnung

    Der Buchstabe nach dem das Buch benannt ist, ist im Deutschen ein "E", den Hesther auf ihr Gewand gestickt bekommt, weil sie Ehebruch begeht. Der Mann, ein Arzt, ist zu dem Zeitpunkt noch auf See und ja, im quasi frisch gegründeten Neuengland wird man bei Ehebruch wortwörtlich an den Pranger gestellt. Wie wird so ein Ehebruch denn sichtbar, fragt man sich? Tja, er ist nicht ohne Folgen geblieben und wer der Vater des kleinen Mädchens ist, erfährt zu Beginn nur der Leser...
    Nette Geschichte, wobei ich den Klassikerstatus nicht ganz nachvollziehen kann. Außerdem ist mir die Schilderung zu pathetisch, man schwelgt zu sehr in Empfindungen und Umschreibungen. Allgemein geschieht mir zu wenig, aber das muss am Ende jeder selbst wissen. Wir haben es hier mit einem amerikanischen Klassiker zu tun, vielleicht des,bedenkt man das Veröffentlichungsjahr 1850, unkonventionellen Themas wegen. Ein zweites Mal würde ich es nicht lesen.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Apfelgruens avatar
    Herzlich willkommen zur Januar-Leserunde der Gruppe "Wir lesen Klassiker der Weltliteratur".

    Im Januar wollen wir zusammen "Der scharlachrote Buchstabe" von Nathaniel Hawthorne lesen.

    Klappentext:
    Amerika im 17. Jahrhundert: Eine Frau, des Ehebruchs schuldig, steht am Schandpfahl und verrät nicht, wer der Vater ihrer Tochter ist. Die gestrenge puritanische Obrigkeit verurteilt sie, als Zeichen ihrer Schande lebenslang einen scharlachroten Buchstaben zu tragen. Die Folgen dieser übertriebenen Moralvorstellungen und die Mechanismen der gesellschaftlichen Ausgrenzung schildert Nathaniel Hawthorne mit psychologischer Raffinesse. Sein Roman ist einer der wichtigsten amerikanischen Klassiker des 19. Jahrhunderts, als sich das moderne Amerika mit dem Blick in seine Geschichte neu erfand.

    Die Leserunde beginnt am 1. Januar!

    Viel Spaß!
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    Pressestimmen

    "‘Der scharlachrote Buchstabe‘ ist nicht nur der originellste von Hawthornes Romanen, sondern das herausragendste Stück Prosa, das Amerika hervorgebracht hat." Henry James, 1906
    "Der scharlachrote Buchstabe ist auch die Verwandlung eigener Erfahrung in große Literatur, nämlich in die Phantasie über eine Verfemte im Neuengland des 17. Jahrhunderts. eine Erzählkunst, die ihren eigenen Gesetzen folgt und keinen Respekt vor selbsternannten Eliten und einer von Macht und Reichtum geblendeten Menge hat." Renate Wiggershaus, Neue Zürcher Zeitung, 31.05.14
    "In der eleganten Neuübersetzung von Jürgen Brocan." Jörg Magenau, Deutschlandradio Kultur, 13.06.14
    "Der Lyriker Jürgen Brôcan hat eine Neuübersetzung vorgelegt, frischer und genauer als alle früheren und ausgestattet mit einem Anhang von Dokumenten und Kommentaren, der einen wunschlos glücklich macht." Andreas Isenschmid, Die Zeit, 15.05.14
    „Dieser eine Tonfall … gewinnt eine ungeahnte Intensität, die das ganze Buch, das nicht nur für die amerikanische Literatur eine kaum zu überschätzende Bedeutung hat, durchpulst wie eben jener „endlos“ mögliche Erzählstrom.“ Harald Eggebrecht, Süddeutsche Zeitung, 16.07.14

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