Nathaniel Rich

 4,5 Sterne bei 6 Bewertungen
Autor von Losing Earth, King Zeno und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Nathaniel Rich

Nathaniel Rich, geboren 1980 in New York City, ist Schriftsteller. Zudem schreibt er Reportagen, Essays und Kritiken für das «New York Times Magazine», die «New York Review of Books» und den «Atlantic». 2019 erschien «Losing Earth», das für den PEN-Award nominiert wurde; «eine Erzählung wie ein antikes Epos», schrieb die «Welt am Sonntag». «King Zeno» ist sein dritter Roman. Nathaniel Rich lebt in New Orleans.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Nathaniel Rich

Cover des Buches Losing Earth (ISBN: 9783737100748)

Losing Earth

 (4)
Erschienen am 09.04.2019
Cover des Buches Schlechte Aussichten (ISBN: 9783608980035)

Schlechte Aussichten

 (1)
Erschienen am 23.04.2013
Cover des Buches King Zeno (ISBN: 9783737100915)

King Zeno

 (1)
Erschienen am 13.10.2020
Cover des Buches Schlechte Aussichten: Roman (ISBN: 9783608105124)

Schlechte Aussichten: Roman

 (0)
Erschienen am 23.04.2013
Cover des Buches Odds Against Tomorrow (ISBN: 9781250043641)

Odds Against Tomorrow

 (0)
Erschienen am 01.04.2014

Neue Rezensionen zu Nathaniel Rich

Cover des Buches Losing Earth (ISBN: 9783737100748)DanielaZoerners avatar

Rezension zu "Losing Earth" von Nathaniel Rich

Fünf vor Zwölf ist längst Geschichte
DanielaZoernervor 2 Jahren

Sachbuch!

Klappentext: Die Klimakatastrophe, die wir jetzt erleben, hätte verhindert werden können. Vor dreißig Jahren gab es die Chance, den Planeten zu retten – doch sie wurde verspielt. Eine dramatische Reportage über ein Menschheitsversagen.

Das penibel recherchierte Werk von Nathaniel Rich dient nicht dem Zweck, uns einen bösen Grinsespiegel vor die Augen zu halten. Der Autor rollt, weit wichtiger, die gesamte Geschichte des Klimawandels auf. Zwar tut er dies am Beispiel der USA, was jedoch bei einem globalen Ereignis letztlich egal ist. Schließlich kennt der Klimawandel keine Staatsgrenzen, wohl aber seine schlimmsten Verursacher. Nathaniel Rich weist nach, wie überraschend alt die durchschlagenden Erkenntnisse zum Klimawandel bereits sind. Die Lektüre der 230 Seiten dürfte manche Augenöffner bewirken. Dreißig Jahre vertane Zeit! Wirtschaft und Industrie leisteten und leisten noch heute milliardenschwere Lobbyarbeit wider die überlebenswichtige Vernunft. Obendrauf das Versagen und Einknicken politischer Akteure. Unter dem Buchstrich bleibt stehen: Fünf vor Zwölf ist längst Geschichte!

Fazit: Absolut lesenswertes Werk für Hirn und Herz.

Kommentare: 6
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Cover des Buches Losing Earth (ISBN: 9783737100748)readingmias avatar

Rezension zu "Losing Earth" von Nathaniel Rich

Losing Earth - Nathaniel Rich
readingmiavor 2 Jahren

Auf dieses Buch war ich unglaublich gespannt, da mich der Klimawandel sehr interessiert und ich denke, dass sich noch mehr Menschen mit diesem wichtigen Thema beschäftigen sollten, da es uns alle betrifft.

"Jeder wusste es - und wir alle wissen es noch immer." - und dennoch wird noch immer nichts unternommen.

Dieses Buch beschreibt wie man vor langer Zeit den Klimawandel hätte stoppen können und wie viele Wissenschaftlern und Umwelt-Aktivisten über zwei Jahrzehnte versuchten dieses Thema in die Politik miteinzubauen, damit dagegen etwas unternommen werden kann. 

Das Buch ist total erschreckend, vor allem wenn man liest wie viele Chancen verpasst wurden und wie sehr sich manche Menschen angestrengt haben, die Politik aber immer wieder versagt hat.
Zudem ist das Buch aber auch total wichtig und ich denke das sich die Menschen viel mehr mit diesem Thema befassen sollten!

Ein total wichtiges und beängstigendes Buch, dass mich total erschüttert hat.


Bitte lest dieses wichtige Buch!

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Cover des Buches Schlechte Aussichten (ISBN: 9783608980035)Gospelsingers avatar

Rezension zu "Schlechte Aussichten" von Nathaniel Rich

"Chaos gewinnt letztlich immer"
Gospelsingervor 8 Jahren

Das menschliche Leben ist fragil, überall lauern Gefahren für Leib und Leben. Auch unsere zivilisatorischen Errungenschaften und unsere Infrastruktur sind ständig von Katastrophen aller Art bedroht. Diese Tatsache verdrängen wir in der Regel erfolgreich.
Nicht so Mitchell Zukor. Er hat all diese Gefahren ständig in seinem Bewusstsein. Das hat ihn an der Universität zu einem Außenseiter gemacht, aber gleich nach dem Studium hat er seine berufliche Nische gefunden: Er arbeitet als Risikoanalyst für eine mysteriöse Beratungsfirma.
Seine Recherchen bringen wirklich Angsterregendes über die Stadt New York zutage. So haben zum Beispiel drei Viertel der Wasserleitungen der Stadt ihre Betriebsdauer längst überschritten, teilweise sogar seit einem ganzen Jahrhundert. Sollten die Belüftungsventilatoren an den beiden Enden des Holland Tunnels ausfallen, würden die Fahrer, die sich gerade im Tunnel befinden, an Kohlenmonoxidvergiftung sterben, bevor sie das Ende des Tunnels erreichen können. Und das Wind-Phänomen eines Microburst ist für zahlreiche Flugzeugunglücke verantwortlich.
Tagtäglich berechnet Mitchell die Wahrscheinlichkeit für Naturkatastrophen aller Art, für einen Nuklearkrieg, für terroristische Angriffe, Seuchen, Cyberangriffe, Chemieunfälle und ähnlich gefährliche Ereignisse. Kein Wunder, dass er in ständiger Angst lebt und stets mit dem Schlimmsten rechnet.
Mitchells Gegenpol ist seine ehemalige Kommilitonin Elsa Brunner. Sie müsste eigentlich viel ängstlicher sein als Mitchell, lebt sie doch mit dem Brugada-Syndrom, einer Herzerkrankung, an der sie jederzeit sterben kann. Aber im Gegenteil, Elsa ist ein durch und durch mutiger Mensch und lebt weitab von jeder ärztlichen Hilfe in einer ökologischen Gemeinschaft. Elsa und Mitchell schreiben sich Briefe, bis Mitchell die Nachricht bekommt, dass Elsa ins Koma gefallen ist. Mit solch einer privaten Katastrophe hatte er nicht gerechnet.
Und dann kommt es zu einer echten Naturkatastrophe. Auf eine extreme Dürre folgen ebenso extreme Überschwemmungen, New York wird evakuiert.
Zusammen mit seiner geschäftstüchtigen Kollegin Jane versucht Mitchell, sich zu Elsa durchzuschlagen. Dabei wächst er immer mehr über sich hinaus. Denn nach der Katastrophe, die gerade bei Männern die brutale Seite zum Vorschein bringt, geht es ums nackte Überleben.
Mitchell ist ein außergewöhnlicher Charakter, der mir sofort ans Herz gewachsen ist. Seine Andersartigkeit stellt keinen Makel, sondern in der Not sogar einen Überlebensvorteil dar. Es hat mir Spaß bereitet, seine Entwicklung mit zu verfolgen. Von einem ängstlichen Büromenschen mausert Mitchell sich zu einem wahren Helden, dem auch der Verlust der – vermeintlichen – Sicherheit nichts mehr ausmacht.
Das „Chaos gewinnt letztlich immer“ (S. 285), heißt es im Buch, und das ist nicht nur negativ zu sehen. Aus dem Chaos entstehen auch Chancen, und Mitchell hat sie ergriffen.
Nathaniel Rich schreibt flüssig und mit einem subtilen Humor. Lediglich das Ende fand ich nicht ganz schlüssig, und die Nebencharaktere bleiben ein wenig blass.
Trotzdem ist dieses Buch empfehlenswert, denn ein ängstlicher Protagonist mit einem Faible für die Apokalypse und eine Naturkatastrophe mit dramatischen Ausmaßen ergeben ein lesenswertes Road-Movie der ganz besonderen Art.


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