Natsume Soseki

 4 Sterne bei 5 Bewertungen
Autor von Der Bergmann, The Miner und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Natsume Soseki

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Der Bergmann

Der Bergmann

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Erschienen am 12.09.2016
Träume aus zehn Nächten

Träume aus zehn Nächten

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Erschienen am 24.08.2015
The Gate

The Gate

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Erschienen am 15.10.2005
The Miner

The Miner

 (1)
Erschienen am 01.09.2015
Kokoro

Kokoro

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Erschienen am 06.10.2011
Ten nights of dreams

Ten nights of dreams

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Erschienen am 24.04.2015
Sanshiro

Sanshiro

 (0)
Erschienen am 23.02.2010
Kokoro: de wegen van het hart / druk 1

Kokoro: de wegen van het hart / druk 1

 (0)
Erschienen am 28.08.2014

Neue Rezensionen zu Natsume Soseki

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killmonotonys avatar

Rezension zu "Der Bergmann" von Natsume Soseki

Rezension: Der Bergmann
killmonotonyvor 6 Monaten

„Der Bergmann“ von Natsume Sōseki ist in einer funkelnagelneuen Ausgabe beim Dumont Buchverlag erschienen, und das nahm ich mir zum Anlass, diese 1908 erstmalig erschienene Geschichte zu lesen. In diesem Buch geht es um einen namenlosen Protagonisten, der von seinem vermögenden Elternhaus ausgerissen ist, weil er sich nicht zwischen zwei Frauen entscheiden konnte. Das Gefühl, dass er nie wieder heim kehren kann, und das der Scham treibt ihn immer weiter ins Dunkel. Bereits am Anfang seiner kopflosen Flucht aus Tokio trifft er auf einen fragwürdigen Mann namens Chōzō, der ihn in einer kuriosen Sprache fragt, ob „er denn keine Absicht hat, zu arbeiten“. Völlig verdattert über dieses unerwartete Angebot willigt unser Protagonist nach kurzer Zeit ein, Bergmann zu werden, da er sein Heim mit nicht weniger als dem, was er am Leibe trägt und einigen wenigen Münzen verlassen hat und nach seinen Schätzungen ein wenig Geld gut gebrauchen kann. Und schon beginnt seine beschwerliche, dem Leser viele Wochen lang erscheinende Reise zum Berg hin. Während er anfangs nichts mit seinem Leben anzufangen weiß und sogar über Selbstmord nachdenkt, gibt ihm die Aussicht Bergmann zu werden, das gute Gefühl eines Sinns.

Natsume Sōseki beschreibt in einem der letzten Werke vor seinem Tod einen recht gedankenverlorenen Protagonisten, der über alles und jeden und vor allem jede seiner Handlungen und sogar Gedanken grübelt. Was ist der Sinn? Kann er wirklich nie wieder zurück nach Hause? Verschwendet er sein Leben? Und kann die Arbeit als Bergmann in den tiefen einer Mine ihm wirklich das geben, wonach sein Herz sich sehnt? Während der dem Leser doch sehr lang erscheinenden Reise, die am Ende doch nur zwei Tage gedauert hat, macht unser Protagonist sich so viele Gedanken, dass die 240 Seiten des Buchs schnell gefüllt sind. Und tatsächlich, zwei Drittel des „Bergmanns“ handeln ausschließlich von dem Weg zum Berg, einigen Rückblicken und den Gedanken des Protagonisten. Eine Ruhe stellt sich ein, ein Frieden beschleicht einen beim Lesen. Als nach und nach noch einige weitere Figuren sich zum jungen Mann und Chōzō dazu gesellen, die dieser ebenfalls für die Arbeit als Bergmann anheuert, wird die Geschichte etwas farbenfroher und die verschiedenen Charaktere mischen die bisherige Stille ein wenig auf.

Ich hatte bislang vorgehabt zu sterben. Ich hatte vorgehabt, wenn nicht zu sterben, an einen menschenleeren Ort zu gehen. Da mir das alles nicht gelang, sah ich mich veranlasst, für mein Weiterleben zu arbeiten. Geldmachen oder nicht, diese Frage war mir in dem Augenblick völlig egal.

Nicht nur die unaufgeregte Handlung hat mir sehr gut gefallen, sondern auch die Erzählsprache. Wie bei so manchen Büchern aus dem asiatischen Raum, die ich bisher gelesen habe, ist beim „Bergmann“ genau dieser ruhige, leise Ton das, was am meisten heraussticht. Diese völlig andere Mentalität im Vergleich zu deutschen Autoren finde ich immer wahnsinnig bestechend und tauche dank ihr völlig in die Geschichte ein. (Das einzige deutsche Buch, bei dem diese Sprache annähernd getroffen wurde, ist Barbara Kennewegs „Haus für eine Person“.) Die Geschichte um unseren ziellosen Protagonisten hat mir sehr viel Freude bereitet und als er schließlich im Bergwerk ankommt und sich seines „Glücks“, Bergmann zu werden, bewusst wird, nimmt die Geschichte noch einmal einen kleinen Schlenker und auf der allerletzten Seite erfahren wir erst, ob er nun seine Berufung gefunden hat oder nicht.

Die vollständige Rezension findet ihr auf meinem Blog: https://killmonotony.de/rezension/natsume-soseki-der-bergmann

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Topolinchens avatar

Rezension zu "Der Bergmann" von Natsume Soseki

Düstere Identitätssuche eines jugendlichen Antihelden
Topolinchenvor 2 Jahren

Ein junger Mann ist hin- und hergerissen zwischen seiner wahren Liebe und einer Vernunftheirat und flieht aus seinem Elternhaus. Er beginnt, in einem Bergwerk zu arbeiten und begibt sich auf die Suche nach sich selbst.

"Der Bergmann" ist ein nachdenklicher, aber auch düsterer Roman über die Gedankenwelt eines jungen Antihelden. Das Buch lässt einen innehalten und selbst über sein Leben nachdenken. Ich kann es nur empfehlen!

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