Natsuo Kirino , Frank Rövekamp Teufelskind

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Inhaltsangabe zu „Teufelskind“ von Natsuo Kirino

Aiko Matsushima ist mit den Abgründen des Lebens von Kindesbeinen an vertraut. Sie wächst in einem heruntergekommenen Bordell in Tokio heran, von ihrer Mutter fehlt jede Spur. Außer einem Paar weißer Schuhe ist dem ungeliebten Kind nichts von ihr geblieben, und so muss Aiko früh lernen, sich in einer Welt voller Kälte und Rücksichtslosigkeit zu behaupten. Auch als sie älter wird, hat sie es nicht leicht. Sie schlägt sich als Prostituierte, Zimmermädchen oder Kellnerin so eben durch, stets umgeben von Schmutz, Armut und Elend von Menschen, die Gescheiterte sind wie sie selbst. Und unmerklich wächst etwas in ihr heran, das eines Tages mit Macht an die Oberfläche drängt: Sie, die mit dem Rücken zur Wand steht, ist nun bereit, alle Tabus zu brechen. Getrieben von mörderischem Hass, bricht sie auf zu einem beispiellosen Rachefeldzug und dabei kennt ihr Killerinstinkt keine Gnade Provokant und schonungslos das faszinierende Psychogramm einer jungen Frau, die ihre Seele verloren hat und zur Serienmörderin wird Für alle Leser von Mo Hayder sowie für alle Fans des großen Kinofilms Monster

So ein Mist hab ich lange nicht gelesen.

— Phienchen89

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  • Eine schockierende, dramatische Geschichte

    Teufelskind

    Adlerauge

    21. May 2014 um 19:59

    Provokant, diabolisch, abgründig: das faszinierende Psychogramm einer Frau, die ihre Seele verlor. "Teufelskind" ist weder ein Krimi oder ein Thriller, sondern ein gesellschaftskritischer Roman, der zum "Nachdenken"anregt! In diesem Roman wird die Lebensgeschichte einer ehemaligen Prostituierten in allen Facetten dargestellt ! Das Ende der Geschichte ist ziemlich rabenschwarz und sehr makaber zu gleich . Es ist eben ein kleines Buch (220 Seiten ) für anspruchsvolle Leser ,die kritisch zwischen den Zeilen lesen können .

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  • nicht besonders spannend!

    Teufelskind

    Martin-Martial

    25. March 2014 um 13:55

    Eine Serie von Morden, in Japan, im Rahmen einer alten Prostitutionsgeschichte...... hat mich nicht mitgerissen! War eher gelangweilt!

  • Rezension zu "Teufelskind" von Natsuo Kirino

    Teufelskind

    rumble-bee

    05. September 2012 um 15:30

    Darf ich sagen, dass ich es genossen habe, Aiko auf ihrem zerstörerischen Weg zu folgen? Dass ich eine Art von morbider Faszination für diese Art "Schreibe" entwickelt habe? Dass ich den teils durchaus drastischen Bildern wider Erwarten sehr viel abgewinnen konnte? Kurz, dass ich dies für ein herausragendes Buch halte? Ich beantworte mir die Frage gleich selbst: nein, ich darf nicht - ich muss. Ich muss und möchte dafür eintreten, dass Literatur nicht immer "schön" zu sein braucht, um von Wert zu sein. Natsuo Kirino wird für mich von Buch zu Buch mehr und mehr zum Faszinosum. Sie hat erst recht spät im Leben angefangen, zu schreiben - und sucht sich auch noch solche Themen aus, und das als Frau! Wie auch bei der "Umarmung des Todes", ist es der ihr ganz eigene, lakonisch-schnoddrige Ton, verbunden mit unerwarteten Metaphern und eindringlichen Bildern, der den Leser unweigerlich mitten ins Geschehen zieht. Zudem hat sie eine Art, ihre Bücher aufzubauen, die höchst innovativ ist. Und Kritik an der japanischen Gesellschaft übt sie auch noch, was dem Ganzen sozusagen die Sahnehaube aufsetzt. Begeistert hat mich unter anderem, dass dieses Buch keine (!) einheitliche Erzählerperspektive hat. Es entfaltet sich vielmehr wie ein Bilderbogen. Fast jedes Kapitel ist aus einer anderen Perspektive geschrieben, mit anderen Mitteln. Und doch sind sie alle thematisch und durch gewisse Motive miteinander verbunden, wodurch sich das Porträt von Aikos Leben umso düsterer entfaltet. Das Buch beginnt beispielsweise mit einem Kapitel über die ehemalige Leiterin von Aikos Kinderheim. Sie ist eine sehr merkwürdige Ehe (mit einem ehemaligen Heimkind!) eingegangen, die voller gegenseitiger Abhängigkeiten steckt. Ausgerechnet an ihrem Hochzeitstag begegnet das Paar Aiko als Serviererin wieder - und das soll fatale Folgen haben... Im nächsten Kapitel dann sind wir auf der Beerdigung eben dieses Ehepaars. Diverse ehemalige Nachbarn und Arbeitskollegen treffen sich dort, und ein Gerücht über Aiko macht die Runde. Im dritten Kapitel mündet dies schließlich in Aikos "Jetzt", nur um sich von dort aus zu einer kleinen Odyssee in den folgenden Kapiteln weiter zu verzweigen... Man verzeihe mir bitte, aber ich habe durchaus ein wenig an Woody Allen denken müssen. Wäre er Japaner, hätte einer seiner Filme genau so aussehen können - falls er sich mit Quentin Tarantino zum Kaffee getroffen hätte. In jedem Kapitel, in jeder geschilderten Familie, in jeder Beziehung, wimmelt es von allen möglichen Perversionen oder Abwegigkeiten. Frei nach dem Motto "Was sie schon immer über Japan wissen wollten, aber nie zu fragen wagten"... An wirklich keiner einzigen gesellschaftlichen Gruppe wird ein gutes Haar gelassen. Und genau deshalb traf diese Kritik, aufgrund ihrer Überzeichnung, bei mir ins Schwarze. Und auch das Ende fand ich grandios, eben weil es rabenschwarz und düster war. Es konnte gar nicht anders enden. Ich hätte beinahe ein Tränchen verdrückt - aber nur beinahe. Es gibt überraschende Enthüllungen, die aber leider niemandem mehr nützen. Es gibt Wahnvorstellungen, eine Verfolgungsjagd, Gewalt. Ein wenig "Thelma & Louise" gepaart mit David Lynch. Sehr eigen, sehr morbide. Sehr Natsuo Kirino. Und sehr lesenswert.

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  • Rezension zu "Teufelskind" von Natsuo Kirino

    Teufelskind

    dzaushang

    16. February 2011 um 12:07

    Aiko Matzuchima, die Hauptprotagonisten von „Teufelskind“, ist ein Kind, ein Produkt ihrer Gesellschaft. Sie geht mittlerweile auf die Fünfzig zu, hat aber in ihrem ganzen Leben noch niemals echte Zuneigung, menschliche Wärme und Liebe erfahren. Ihre Eltern kennt sie nicht, als Kind wächst sie zunächst in einem Bordell auf und wird dort von den jungen Frauen, unter denen ein enormer Konkurrenzdruck herrscht, wie der sprichwörtliche letzte Dreck behandelt, von Anfang an ist und bleibt Aiko die Ungeliebte, das „herrenlose Katzenvieh“. Ihr ergeht es nicht anders, als sie, nach dem Tod der Bordellbesitzerin, die sich gerne von allen immer „Mutter“ rufen ließ, in einem Kinderheim landet. Selbst in ihrem späteren Leben gelingt es ihr nicht einmal richtig Fuß zu fassen. Aiko zieht lügend, pöbelnd, klauend, ohne jeden Respekt vor nichts und niemandem durch die Lande. Für sie gibt es keine Regeln, Werte oder Gesetze, an denen sie ihr Leben ausrichtet, sie nimmt sich was sie braucht und irgendwann nimmt sie auch dem ersten Menschen das Leben. Wie leicht das ist, wie schnell das geht, einen Menschen zu töten – einfach so – aus einer Laune heraus, oder weil er ihr unbequem, oder gar zu einer möglichen Gefahr geworden ist. Sie empfindet dabei – nichts. Mal ganz ehrlich: mir erschließt sich nicht, wie der Goldmann Verlag Natsuo Kirinos Buch „Teufelskind“ dem Genre Krimi & Thriller zuordnen kann. Das ist schon ein echtes Ärgernis. Wer das Buch unter diesem Aspekt kauft und liest wird und muss ganz einfach enttäuscht sein. Kirino hat ganz andere Intentionen. Wieder einmal beschäftigt sie sich mit Menschen, die in der japanischen Gesellschaft verachtet sind, mit Menschen die es nicht geschafft haben, mit Verlierern. Und wieder einmal beschäftigt sie sich mit der Rolle der Frauen in diesem Land. Sie will anstößig sein, die Gemüter erregen. Streckenweise fällt es dem Leser sehr schwer den Beschreibungen Kirinos zu folgen, schießt sie da nicht übers Ziel hinaus? Der ein oder andere wird sich sicher abwenden und das Buch zur Seite legen. Sie will zeigen wie es in einer Gesellschaft zugehen kann, in der selbst unter den Verstoßenen noch eine Rangfolge bestimmt, wer der Geringste unter ihnen ist und was das mit einem Menschen machen kann. Mit ihren Figuren legt sie die Schattenseiten einer Gesellschaft bloß, in der Konsum, organisierte Kriminalität und Desorientierung der Jugend ein echtes Problem darstellen, dies um so mehr, da Japan seine besten Zeiten hinter sich zu haben scheint. Erst jüngst ist ja China mit seiner Wirtschaftskraft an Japan vorbeigezogen. . Ich kann mich während der Lektüre nicht entsinnen jemals von einer ähnlich unsympathischen, allerorts Schrecken verbreitenden, von Anfang an zum Scheitern verurteilten Frau gelesen zu haben. Wenn, dann muss es sehr lange her sein. Habe wenigstens ich ihr einen, wenn auch noch so kleinen, Funken von Verständnis oder gar Sympathie entgegenbringen können? Leichter fällt es mir zu bekennen, dass Natsuo Kirino mittlerweile eine meiner Lieblingsautorinnen ist.

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  • Rezension zu "Teufelskind" von Natsuo Kirino

    Teufelskind

    Autumn

    11. August 2010 um 14:17

    Thriller, Japan

  • Rezension zu "Teufelskind" von Natsuo Kirino

    Teufelskind

    Lesemaus85

    28. December 2009 um 13:04

    Finger weg von diesem Buch. Eine psychopathische Mörderin treibt ihr Unwesen. Eine Frau, die alles tötet, was ihr im Weg steht. Auch ihre Mutter. Der Schreibstil ist schwierig, ich habe mich nie an ihn gewöhnt. Der Erzählstil war mir ein Rätsel. Man findet keinen Weg in den Roman. Emotionen hatte ich keine während des Lesens. Man gewinnt viele Einblicke in viele Leben, dann werden diese Menschen umgebracht und weiter gehts zum nächsten. Ich rate euch: Finger weg.

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