Navid Kermani Sozusagen Paris

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Inhaltsangabe zu „Sozusagen Paris“ von Navid Kermani

Was wird aus der ganz großen Jugendliebe – Jahrzehnte später?

Ein Schriftsteller hat einen Roman über die ganz große Liebe seiner Jugend geschrieben. Nach der Lesung steht eine Frau vor ihm, die er nicht erkennt. Aber sie ist es trotzdem. Ein junges Mädchen wie damals ist sie natürlich nicht mehr, aber der Erzähler ist ja auch nicht mehr der leidenschaftliche, etwas naive junge Mann, der so unsterblich in sie verliebt war. Er ist jetzt Autor, und sie ist seine Romanfigur geworden – und ganz offensichtlich eine interessante, attraktive und verheiratete Frau.

Navid Kermani schreibt einen Liebesroman anderer Art und erzählt von Menschen, die alles über sich zu wissen glauben, und plötzlich ahnen, dass sie sich nicht kennen.

Mehr Essay als Roman, der in feuilletonistische graue Zellen masturbierende Eindimensionalität entgleitet.

— thursdaynext

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    Sozusagen Paris

    thursdaynext

    02. November 2016 um 17:12

    Alle glücklichen Leser gleichen einander. Jeder unglückliche Leser ist auf seine eigene Art unglücklich. Leo Tolstoi (frei abgewandelt aus Anna Karenina in Anlehnung an „Sozusagen Paris“) Navid Kermanis „Sozusagen Paris“ hat in wunderbarer Sprache das volle Potential ausgeschöpft um diese Leserin ob ihrer Lektüre unglücklich zu machen. Anfangs begeistert der reichhaltig schönen Sprache und dem Beginn der Erzählung lauschend schlich sich, spätestens mit den zahlreich zitierten frz. Schriftstellern vergangener Jahrhunderte, das Ennuie unabwendbar durch die Hintertür. Dabei ist das Konzept des Romans wohldurchdacht, ein Essay über Ehe und Liebe in Romanform mitsamt kritisch mäkelndem fettem Manuskripte befleckendem Lektor (dieser sammelte schlussendlich sämtliche Sympathiepunkte ein), als Über Ich des Autors, der zugleich der Erzähler ist, nicht aber der Schriftsteller. Verwirrt? Ich auch, anfangs, besonders da ich die Hörbuchversion des Romans goutieren durfte. Was sich im Nachhinein als Glücksfall erwies , denn bereits nach der zweiten von 6 Cds erlosch die Begeisterung wie eine leidenschaftliche Liebe zweier völlig verschiedener Individuen - deren Charaktere, Interessen keine Bezugspunkte aufweisen - die dem Alltag nicht standhält. Dank des Austausches mit drei geschätzten stilsicheren Lesefreund / Innen die zeitnah diesselbe Lektüre konsumierten wurde Sozusagen Paris bis zum Schluss, der etliches an Gemeinsamkeiten mit einigen Pop- und Rocksongs - deren abruptes Ende mich ebenfalls verärgert – aufweist, meinerseits beendet. Ein feuilletonbekannter Autor trifft bei Lesung in einer Kleinstadt auf die Hauptperson seines vorgetragenen Romans die zugleich seine seit 30 Jahren nicht mehr kontaktierte Jugendliebe ist. Die beiden landen, durchaus mit Hintergedanken seitens des Schriftstellers bei ihr daheim, sie knüpft nicht – wie von ihm erhofft- an die gemeinsame Zeit an sondern klagt über ihre lieblose unbefriedigende Ehe, breitet ihr Leben vor ihm aus. Er hingegen, wohlerzogen und höflich und sicher auch neugierig nutzt diese Klage einer Frau und Mutter in ihren mittleren Jahren dazu sich Gedanken über Liebe und Ehe , untermalt durch die französische Literatur, sein breites Wissenspektrum derselben (abgesehen von Houllebecq) um den Leser mit seinem feinsinnigen Humor an seinem gutausgebautem Ego teilhaben zu lassen. Bei mir kam der Humor im Gegensatz zu zweien meine Mitleser seltenst an, dafür sah ich immer den tatsächlichen Schriftsteller, bzw. dessen Ego recht kleinwüchsig auf der Stelle stehend mit den Füßen wippend... Zu distanziert , verallgemeinernd und abgehoben wurde hier über die Liebe philosophiert. Das bietet zwar eine offene Projektionsfläche und somit die Möglichkeit die eigene langjährige Beziehung unter die Lupe zu nehmen, jedoch ist Jutta - das Pseudonym aus dem Roman, deren Ehe hier anhand allgemeiner Standards analysiert wird – mir ein Ärgernis mit wenig bis gar keinem Identifikationspotential. Dabei kenne ich leider„Juttas“ und meide sie , bzw. Gespräche mit ihnen wenn möglich. Sie führen zu nichts, sind ermüdend verschwendete Lebenszeit und dies gilt leider auch für „Sozusagen Paris“ in meinem Falle. Nach der letzten Auszählung ist der Stand zwei sehr angetane und zwei eher entnervte Leser/Innen, die sich – soviel zur Exaktheit von Verallgemeinerungen – doch in ihrer Ablehnung recht einig sind: Das Essay über Liebe und Ehe in Vergangenheit und Präsens verpackt in einem Roman als Kammerspiel mit nur einem aktiven Spieler ist als zu eindimensional gescheitert. Das aber auf hohem sprachlichem Niveau. Immerhin.

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