Neal Asher

 3.3 Sterne bei 30 Bewertungen
Autor von Der Drache von Samarkand, Der Messingmann und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Neal Asher

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Neal AsherDer Drache von Samarkand
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Der Drache von Samarkand
Der Drache von Samarkand
 (9)
Erschienen am 01.06.2009
Neal AsherDer Messingmann
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Der Messingmann
Der Messingmann
 (4)
Erschienen am 01.06.2009
Neal AsherDer Erbe Dschainas
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Der Erbe Dschainas
Der Erbe Dschainas
 (4)
Erschienen am 07.05.2009
Neal AsherKinder der Drohne
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Kinder der Drohne
Kinder der Drohne
 (2)
Erschienen am 10.06.2008
Neal AsherPrador-Mond
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Prador-Mond
Prador-Mond
 (2)
Erschienen am 18.02.2011
Neal AsherDas Tor der Zeit
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Das Tor der Zeit
Das Tor der Zeit
 (2)
Erschienen am 10.04.2007
Neal AsherCormacs Krieg
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Cormacs Krieg
Cormacs Krieg
 (1)
Erschienen am 07.05.2009
Neal AsherDie Zeitbestie
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Die Zeitbestie
Die Zeitbestie
 (2)
Erschienen am 19.04.2005

Neue Rezensionen zu Neal Asher

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ralluss avatar

Rezension zu "Cormacs Krieg" von Neal Asher

Cormacs Krieg
rallusvor einem Jahr

In den letzten Jahren ist das Verhältnis der Medieninteressierten vom Fernsehen zum Internet und zu den Anbietern von Online Filmen und Serien gekippt. Gerade Serien werden regelrecht verschlungen und auch dementsprechend produziert. (Wobei sich der Rezensent von dieser Sucht auch nicht ganz freimachen kann – ja ich bin ein Serienjunkie). Warum geliebte Personen und Umgebungen denn schon nach knapp 90 Minuten verlassen, oder nach zwei Buchdeckeln? Gerade hat man sich in ihr Leben eingewöhnt, schon ist der Film, das Buch wieder vorbei.

Und so ist man immer wieder auf der Suche nach Neuem, am Besten in Serie. Im Buchbereich gibt es viele Serien. Die meisten sind auf drei Bücher begrenzt, manche länger, selten gibt es sogar Serien, die Seitenlinien haben. So wie diese Science-Fiction-Serie, die im Polisuniversum spielt, und wo es außer den fünf zusammenhängenden Büchern um den ECS (Earth Central Security) Agenten Ian Cormac (eine Art Zukunft-James-Bond) noch fünf zusätzliche abgeschlossene Bücher gibt, die im selben Universum spielen. Und der Autor arbeitet an weiteren!

Genau an so etwas musste ich als Science-Fiction Begeisterter ran, auch wenn der erste Band schon 16 Jahre alt ist. Nach dem ersten Band war ich nicht enttäuscht, aber auch nicht begeistert und habe zum Glück bis Band fünf durchgehalten, wobei schon der zweite eine deutliche Steigerung bot.

Ian Cormac ist schon ein riesiges selbstgefälliges Arschloch, wenn der Leser ihn anfangs kennenlernt, deswegen wird ihm von der obersten Künstlichen Intelligenz (KI) der Netzzugang gesperrt, damit er wieder einen menschlichen Bezug bekommt. Der erste Band schleudert den Leser ohne Umschweife in das Polisuniversum – so irgendwann 500-1000 Jahre später als jetzt. KIs beherrschen die Erde und die bewohnten Planeten. Die Raumschiffe werden von ihnen gesteuert und die Runcibles, die Tore zwischen den Welten, können sowieso nur noch von hochintelligenten KIs bedient werden. Die Menschheit hat viele Probleme gelöst, der Tod wurde weit hinausgezögert, Verletzungen werden schnell und problemlos behandelt, man kann seinen Körper aufrüsten. In allen fünf Büchern werden zu Beginn der Kapitel Begriffe, aus dem ‚Quittenhandbuch‘ oder aus ‚So wie es aussieht‘ einer Art Hitchhiker’s Guide durch das Polisuniversum, erklärt. Die Erklärungen geben natürlich nur einen kleinen Ausschnitt des Polisuniversums wieder, sind aber nicht nur informativ, sondern auch voller Witz.

Humor ist zum Glück auch ein Faktor dieses Universums. Inmitten dieses Technikbashings, das auf den Leser einstürmt, ist dies auch bitter nötig. Diese Serie ist nichts für Science Fiction Anfänger. So ein wenig muss man sich da auch auskennen, mit Gravoplatten, Wurmlöchern, künstlicher Intelligenz und – im ersten Band ganz ausgeprägt – Waffen. Ja es geht ziemlich blutig zu in Neal Ashers Universum, nichts für zartbesaitete Seelen.

Doch wer hier eine Art Warhammer Serie wittert, liegt komplett falsch. Asher baut mystische Elemente wie die Sagenfigur Horace Blegg, einen Überlebenden Hiroshimas, ein. Seine KI’s sind vollständige Charaktere. Mit Drache wird eine mystische aber auch unverständliche außerirdische Figur eingeführt. In jedem weiteren Buch findet Asher noch einen Tick, noch eine interessante Schleife mehr.

Der Höhepunkt der Serie ist (außer dem Ende) der dritte Band. Der Messingmann, Mr.Crane, ist ein gebrochener psychopathischer Golem der zwanziger Serie, der fast unbesiegbar scheint, aber mich an den Zauberlehrling erinnert. „Die ich rief, die Geister Werd‘ ich nun nicht los“.

Der Plot der Romane ändert sich mit jedem Band, auch Geschehnisse in mittelalterlichen Welten kommen vor. Ritter auf schildbewehrten schnellen Schweinen, außergewöhnliche Untiere, die selbst die Gebrüder Grimm Unholde locker in den Schatten stellen. Die Bücher sind angefüllt mit biologischen, technischen Begriffen und mythischen Gestalten und Geschichten. Einfach macht es Asher dem Leser nie. In jedem Buch gibt es meist fünf bis sieben Parallelhandlungen, die sich teils am Schluss jedes Bandes auflösen. In Skellor findet Cormac sein adäquates böses Gegenüber, die Myzelien-Dschaina-Struktur ist die Büchse der Pandora und Jahrmilliarden alte Artefakte von schon längst ausgestorbenen Zivilisationen hat es Mengen!

Den vierten und fünften Band muss man hintereinander lesen, hier zeigt sich auch eine kleine Schwäche des Autors. In beiden Bänden werden seine Beschreibungen ausufernd und breit, der Plot kommt kaum noch von der Stelle. Aber man muss da durch, zumal er ein paar Perlen des Humors verstreut, die einen doch wieder breit grinsend zurücklassen.

„Der Hammerkopf Bertha landete unweit der Stadt und öffnete den kompletten Rumpf zu einer Reihe von Rampen. Polistruppen, Gravotanks, Geschützplattformen und Automatikgeschütze auf Beinen schwärmten daraus hervor wie Termiten aus ihrem Bau. Die King of Hearts landete auf dem Bauch, im Schatten von etwas, was nach einer Stahlklippe aussah, was tatsächlich aber die Flanke eines gewaltigen Atmosphärenschiffs bildete, das im laufenden Krieg schon abgeschossen war. Cormac stieg die Rampe des Angriffsschiffs hinab, während Arach zu seiner Linken entlangklapperte, Smith ihn zur Rechten begleitete und Narbengesicht schon am Fuß der Schiffsflanke auf allen vieren lag und im aufgewühlten Schlamm herumschnüffelte. Am Himmel leuchteten Hartfelder wie Nordlicht auf; Laser bohrten sich durch Rauchschichten, und unidentifizierte Objekte explodierten in der Luft, sodass ihre Trümmer zur Erde herabregneten. Der Lärm war fürchterlich: teils Gewitter, teils Sprengung. Und die Rampe bebte in einem fort unter Cormacs Füßen. ‚Ich bin zu Hause!‘ rief Arach und huschte im Halbkreis hin und her, um sich das Gemetzel anzusehen. ‚Na na‘ mahnte Hubbert Smith, ‚Du weißt, dass der Boss solche Sprüche nicht mag.‘ Cormac fixierte den Golem lange mit seinen Augen, blickte dann die Rampe hinauf zur King of Hearts, dann hinüber zu Arach und schließlich zu Narbengesicht, der einen Erdklumpen zu inspizieren schien. Er fragte sich, warum er sich eigentlich diese Gesellschaft zumutete: ein Komödiantenduo aus verrückten KIs und einen drachengebürtigen Borderline-Psychopathen, alle an Bord eines Schiffs, dessen KI Menschen verabscheute.“

Und ein wenig Philosophie und Menschlichkeit bei den allwissenden KIs kann nicht schaden, denn wer hat denn diese Intelligenzen geschaffen? Eben!

„Erebus empfand auf einmal tiefe Traurigkeit. In einer unvermittelten Aufwallung von Wut über diese Schwäche beauftragte er Programme damit, diese Emotion aus seinem Bewusstsein zu löschen. Das nun eintretende Gefühl der Einsamkeit war jedoch schweriger zu beseitigen.“

Klar, ein wenig DMAX-Unterhaltung hat das Ganze manchmal, aber so ein wenig KRABUMM macht einfach Spaß. Und das ist aber auch ein intelligentes KRABUMM, das Asher da auf uns loslässt und literarisch bewegt er sich sowieso auf hohem Niveau.

Verstanden habe ich die Veröffentlichungstaktik von Bastei-Lübbe nicht ganz, die Bände 1-3 und 5 gibt es (leider nur gebraucht) in einer Neuauflage, den vierten Band (Das Tor der Zeit) nur in der alten Auflage, auch nur gebraucht. Aber es lohnt sich, zumal es noch fünf abgeschlossene Bände aus dem Polisuniversum als Parallelgeschichten existieren. Da reibt sich der SF-Freund die Hände, und euch möchte ich die Serie ans Herz legen.

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ralluss avatar

Rezension zu "Das Tor der Zeit" von Neal Asher

Der Krieg der KI's
rallusvor einem Jahr

Der vierte Band von Neals Asher fünfbändigen Zyklus um Ian Cormac beginnt wie der Klappentext ausführt mit einer Zeitreise. Doch dieses ist nur der Epilog und spielt im weiteren Verlauf des Buches keine Rolle mehr. Da fragt man sich immer was diese klappentexterei soll.

Wie in den Bänden vorher baut Asher eine merhschichtige, komplexe Handlung auf, die sich am Ende teilweise auflöst (es gibt ja noch einen fünften Band) und die man ohne die drei vorherigen Bücher nicht gut  versteht. Ausgebaut werden die Szenen um die abtrünningen KIs, die Herkunft Horace Blegg und natürlich Ian Cormac. Dazwischen liebt es Asher, sich in detailreichen Actionszenen auszutoben.  Der Leser wird fast erschlagen von den technischen Beschrebungen der Kämpfe. Dazwischen lauert aber zum Glück immer noch der Asher-typische Humor und der ist trocken und manchmal recht zynisch.

Geblieben sind auch die wunderschönen Einleitungssequenzen des Quittenhandbuches, oder "Wie es aussieht' in denen auf bestimmte Themen näher erläuternd eingegangen wird. Eines der vorherrschenden Themen ist, inwieweit der Mensch noch menschlich ist und ob er nicht eine Erfindung der allmächtigen KIs ist, die auch Erinnerungen aus und in die Menschen kopieren oder löschen können. Die Sinnesfrage wird anders gestellt und das Element noch stärker betont, da wegen des KI-Krieges auch mehr auf deren Charaktere eingegangen wird.

Leider fehlt in diesem Band, die schön schräge Figur des Mr.Crane (der Messingmann aus den beiden vorherigen Büchern) und natürlich der Bösewicht Skellor.

Ashers Universum wird immer interessanter und komplexer je mehr der Leser in diesem Zyklus vorstößt. Für wirkliche SF-Junkies ist dies aber ein herrlicher Genuß, den man sonst nur bei neueren Space Operas wie Hamilton oder Richard Morgan findet.


 

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KingLouies avatar

Rezension zu "Die Zeitbestie" von Neal Asher

Rezension zu "Die Zeitbestie" von Neal Asher
KingLouievor 6 Jahren

Selten habe ich mich so durch ein Buch gequält.
Eigentlich hat es alles, was es zu einem spannenden Science Fiction-Thriller bräuchte. Aber wie Neal Asher diese Zutaten zusammenschustert, ist grauslig. Der Roman startet in der nicht allzufernen Zukunft und führt direkt die beiden Hauptpersonen ein. Diese werden unfreiwillig von Cowl, dem Bösen des Buches, auf eine unfreiwillige Reise in die Vergangenheit geschickt.
Diese Reise zieht sich für meinen Geschmack zu sehr in die Länge. Ständig stranden die Zeitreisenden in irgendeinem -zän und legen sich mit der dortzeitigen heimischen Flora und Fauna an. Zwischendurch enthüllt der Autor die Hintergründe des Kampfes zwischen den Heliothan und Cowl, wobei vieles für meinen Geschmack zu angedeutet bleibt und auch sehr verworren transportiert wird. Gerade wichtige Dinge werden eher beiläufig und nicht gerade verständlich erwähnt. Dafür nehmen die sehr häufigen Actionsequenzen sehr breiten und ermüdenden Raum ein.
Es gibt unheimliche viele Twists, die mich bei einem Krimi begeistert hätten, die hier jedoch so motivations- uhnd emotionslos eingebracht werden, dass man nur genervt ist. "Oh nein, nicht noch einer!"
Das Ende ist auch eher unbefriedigend.
Alles in allem fehlt einfach eine stringente Spannungskurve. Die Handlung wird nur sehr lieblos aneinandergeklatscht.
Alles in allem für mich verschwendete Zeit. Ärgerlich.

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