Neal Shusterman Scythe – Die Hüter des Todes

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Inhaltsangabe zu „Scythe – Die Hüter des Todes“ von Neal Shusterman

Unsterblichkeit, Wohlstand, unendliches Wissen. Die Menschheit hat die perfekte Welt erschaffen – aber diese Welt hat einen Preis. Citra und Rowan leben in einer Welt, in der Armut, Kriege, Krankheit und Tod besiegt sind. Aber auch in dieser perfekten Welt müssen Menschen sterben, und die Entscheidung über Leben und Tod treffen die Scythe. Sie sind auserwählt, um zu töten. Sie entscheiden, wer lebt und wer stirbt. Sie sind die Hüter des Todes. Aber die Welt muss wissen, dass dieser Dienst sie nicht kalt lässt, dass sie Mitleid empfinden. Reue. Unerträglich großes Leid. Denn wenn sie diese Gefühle nicht hätten, wären sie Monster. Als Citra und Rowan gegen ihren Willen für die Ausbildung zum Scythe berufen werden und die Kunst des Tötens erlernen, wächst zwischen den beiden eine tiefe Verbindung. Doch am Ende wird nur einer von ihnen auserwählt. Und dessen erste Aufgabe wird es sein, den jeweils anderen hinzurichten … Der erste Band der internationalen Bestseller-Trilogie! Schutzumschlag mit Metallic-Folien-Veredelung

WOW! Dieses Buch hat das Potential einen neuen Buch-Hype auszulösen! Unglaublich spannend, faszinierend, klug, nachdenklich. Suchtgefahr!!

— Smilla507

Ein wahnsinnig spannendes Buch, dass mich sprachlos zurücklässt. WOW!

— buechersindfreunde

Das beste Buch dieses Jahr!

— Cassia-chan

Ganz klare Leseempfehlung. Unglaublich gute Umsetzung

— spozal89

Faszinierende Zukunftsvision über das Leben, den Tod und den Preis der Unsterblichkeit.

— ConnyKathsBooks

Gelungener Auftakt!

— _Sahara_

Grandioser Auftakt

— -Bitterblue-

Es ist selten, dass einem Autor der Spagat zwischen hohem Anspruch und guter Unterhaltung gelingt. Bei Scythe ist dies gelungen.

— Jazebel

Überraschend, spannend, anders

— SillyT

Dieses Buch hat mich getötet! Toll, toll, toll!

— Cora_Urban

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  • Sie haben die perfekte Welt geschaffen - doch zu welchem Preis?

    Scythe – Die Hüter des Todes

    Nadl17835

    23. October 2017 um 18:12

    Die Menschen haben alles Schlechte besiegt, es existieren Allwissenheit, beinahe unbegrenzte technologische Möglichkeiten, keine Krankheiten, Kriege, Kämpfe, Ressourcenknappheit, politische Korruption, und kein Machtmissbrauch mehr. Sie haben sich sogar über die Natur hinweggesetzt und den Tod besiegt. Doch eines konnten sie nicht ausmerzen, die ureigene Bösartigkeit und den Egoismus des Menschen. In dieser Welt, unerschöpflich, perfekt abgestimmt durch eine künstliche Intelligenz, die vor menschlichen Fehlern gefeit ist, und gesegnet mit Unsterblichkeit, wachsen Citra und Rowan auf. Ihnen wird die Möglichkeit geöffnet sich zu einem Scythe ausbilden zu lassen. Die einzigen Instanz, die dem Menschen überlassen wurde. Denn auch in einer perfekten unsterblichen Welt müssen Menschen sterben, zum Wohle aller. Die Geschichte hat mich gleich durch den unmoralisch scheinenden Aspekt angesprochen, weil das absichtliche Töten als Tabu und Unmoral gilt, sich dahinter aber mehr versteckt als es den Anschein hat. Mit Citra und Rowan in die Welt des Tötens eingeführt zu werden ist unangenehm zu lesen und beschert einem auch schon mal eine Gänsehaut, aber andererseits erfährt man so mehr über das Scythetum und die gesellschaftliche Stellung. Alles, bis auf den Punkt des Tötens, klingt nach einer utopischen Welt. Fast niemand stellt sich gegen das System, weil es nicht korrupt und machtgierig ist, wie man es normalerweise kennt. Das ist schlecht möglich, wird doch alles dem Thunderhead überlassen, der vor menschlichen Schwächen geschützt ist. Nur das, was Ärger bringt, ist die Instanz die alleine von Menschen geregelt und gesteuert wird, dem Scythetum. Da stellt sich einem doch gleich die Frage, ob der Mensch überhaupt fähig ist eine ganze Gesellschaft in irgendeiner Form zu steuern und regieren, wenn es alleine bei einer so kleinen Instanz schon hapert. Die Geschichte ist durchsetzt mit teils unnachvollziehbaren und unerwarteten Handlungen, die einem eine Achterbahnfahrt der Gefühle bescheren. Es regt definitiv zum Nachdenken und Reflektieren an. Dies ist keine typische "Dystopie" (oder doch Utopie?) -  wobei sich über den Begriff streiten lässt, da es sich nicht um eine negative gesellschaftliche Entwicklung handelt, sondern tatsächlich fast alles besser ist als heute - wie man sie zuhauf kennt, sondern mit vielen neuen Aspekten und ganz anderen provozierten Denkanstößen gespickt, welche die Geschichte spannend, undurchsichtig und überraschend machen, sodass man nicht weiß was als Nächstes kommt. Eine außergewöhnliche Geschichte, die ich jedem - egal ob jung oder alt - nur wärmstens empfehlen kann. Sowas hat man noch nie gelesen!

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  • Mein absolutes Jahreshighlight!

    Scythe – Die Hüter des Todes

    Freakajules

    22. October 2017 um 18:02

    Ich muss zugeben, ich hatte mich anfangs gar nicht mal so wirklich für "Scythe – Die Hüter des Todes" interessiert. Das Cover hat mich zwar angesprochen, die Seitenzahl allerdings leider ein wenig abgeschreckt und auch mit dem Klappentext konnte ich leider nicht allzu viel anfangen. Ich konnte mir einfach nicht vorstellen, dass das gut sein kann. Zumal ich den Ärger der Neal Shusterman-Fans bezüglich der "Vollendet"-Reihe sehr nachvollziehen konnte und den Autor deswegen eigentlich eher meiden wollte (wie man sieht, hat das nicht allzu gut geklappt). Niemals hätte ich damit gerechnet, dass dieses Buch sich direkt zu meinem Jahreshighlight hocharbeiten würde.Dieses Werk von Neal Shusterman hat mich schlichtweg mit allem überzeugt. Er hat in "Scythe" eine so vielschichtige, umfassende und spannende Welt erschaffen, die mich mit jeder Seite mehr begeistern konnte. Nicht nur, weil sie vom Setting her perfekt aufgebaut ist oder weil sie einfach nur interessant ist oder von der Kreativität des Autors nur so strotzt, sondern, weil alle Ereignisse, alle Wendungen, alle Spannungsbögen und jede einzelne Handlung zusammengenommen logisch ist und nur so wirkt, als müsse es genauso sein, als könnte es in ein paar Jahren genauso ablaufen. Dabei spielte es für mich gar nicht mal eine Rolle, ob das weit hergeholt ist, ob es Sinn ergibt, ob es möglich wäre oder ob es wirklich mal so ablaufen wird. Neal Shusterman hat mich überzeugen können, weil er es hat einfach so aussehen lassen, als wäre es das.Die Idee, in einer Welt zu leben, in der die Menschen die Unsterblichkeit erreichen, weil Krankheit, Tod, Krieg und Armut besiegt sind, in einer Welt zu leben, in der jedoch das stetige Bevölkerungswachstum eingeschränkt werden muss durch verschiedene Todesengel, fand ich unglaublich einnehmend. Natürlich ist diese Welt auch nicht frei von Korruption, von Missgunst, von Todessehnsucht, von moralischer Unkorrektheit, was Komplikationen mit sich bringt, die der Autor auch überhaupt nicht überspielen will oder außen vor lässt, sondern gekonnt in die Geschichte integriert und damit auch hier die Schwachstellen eines nahezu perfekten "Systems" aufzeigt. Dieses Setting, diese Hintergrundinformationen und diese allgemeine Welt wirkten auf mich schlichtweg fesselnd, tiefgründig und absolut grandios ausgearbeitet.Auch der Verlauf des Plots hat mich abgeholt: die leichte Einführung in die Geschichte, das Erklären der Nachlese, das Kennenlernen von Citra und Rowan. Ich fand diese Art der Einführung in das Buch vom Autor gut gewählt. Nicht nur, weil ich Zeit hatte, mich in der Geschichte zurecht zu finden (was bei einem Hörbuch ja auch immer doppelt schwer ist), sondern auch die verschiedenen Charaktere langsam kennenzulernen. Im weiteren Verlauf gab es zusätzlich einige Wendungen und Spannungsmomente, mit denen ich auch ehrlich gesagt nicht gerecht hatte und die die Geschichte für mich in eine neue Richtung gelenkt haben. Ich war mir also nie wirklich sicher, wie der Plot weitergeht, was aus Citra und Rowan wird, wer Einfluss auf die beiden nehmen wird und wer am Ende ein Scythe wird. Ich lag zum Schluss zwar richtig, trotzdem hätte es auch ganz anders ausgehen können.Bedenken sollte man bei diesem Buch auf jeden Fall, dass es sich sehr stark um den Tod dreht. Es werden dabei nicht nur ständig verschiedene Todesarten aufgezählt oder die Todesangst der einzelnen Menschen geschildert, sondern es gibt schon einige leicht brutale und blutige Momente, ohne die das Buch aber leider meiner Meinung nach nicht auskommt. Mir hat das sehr gut gefallen, obwohl dabei hinterfragt werden sollte, inwieweit Jugendliche ab 14 Jahren das aufnehmen. Ich finde es wichtig, auch in einem solchen Alter so eine Thematik zu erklären, zu hinterfragen und Jugendlichen nahe zu bringen. Ich finde das Thema auch nicht zu „krass“ für diese Altersgruppe, weswegen ich die Jugendfreigabe trotz einiger ausgewählter Szenen trotzdem so unterschreiben würde.Gut gefallen hat mir die vom Autor gewählten Erzählperspektiven. Zwar stehen Citra und Rowan die meiste Zeit im Vordergrund, allerdings werden die Kapitel mit Nachlese-Tagebucheinträgen verschiedener bekannter Scythe beendet. Dort hinterfragen diese die Scythe-Regeln, äußern ihre Gedanken zu Vorkommnissen oder Entwicklungen oder erzählen einfach normale Gedanken zum aktuellen System oder zur aktuellen Gesellschaftsordnung. Ich fand das gerade im Hörbuch super spannend umgesetzt, weil dort für die verschiedenen Scythe (beispielsweise Faraday, Curie, Goddard) unterschiedliche Stimmen eingesetzt wurden, was die verschiedenen Tagebucheinträge nicht nur deutlich voneinander abtrennte, sondern auch sehr abwechslungsreich gestaltet war.Positiv hervorheben möchte ich noch die Charaktere bzw. deren Entwicklung. Wie wahrscheinlich klar sein dürfte, mochte ich nicht alle Charaktere. Gerade für die Scythe, die ihr Amt und ihre Tätigkeit ausnutzen, Spaß an der Nachlese haben und mit besonderer Grausamkeit vorgehen, hatte ich nicht besonders viel übrig, aber es gab natürlich auch viele andere Charaktere, mit denen man sich als Leser identifizieren kann oder deren Schicksal einem mehr am Herzen lag, als das anderer. Am meisten anfangen konnte ich mit den beiden Scythe Faraday und Curie, weil sie deutlich machen, dass das Scythetum nicht an jedem spurlos vorbei geht und dass man auch ein Todesengel sein und Nachlese betreiben kann, ohne, dass es einen kalt lässt, selbst, wenn es nach außen so aussieht. Gerade das macht Scythe Faraday während der Ausbildung mehrfach deutlich, weswegen er mir mehr als positiv aufgefallen ist und ich seine Figure sehr mochte.Trotzdem sind es Citra und Rowan, die im Vordergrund stehen und die wohl die größte Charakterentwicklung durchmachen. Ich habe bewundert, wie sie beide anfangs sehr gegen das Scythetum (innerlich) rebelliert haben, sich gegen die Ausbildung gewehrt haben und beide auch nichts mit dieser Berufung anzufangen wussten. Beide sind sich am Anfang so ähnlich in ihrer Art und ihrer Rebellion, aber doch auch sehr unterschiedlich in ihrem Denken und Auftreten, dass ich es unglaublich spannend umgesetzt fand, wie sie sich beide in komplett andere und unterschiedliche Richtungen entwickeln. Gerade diese Verwandlung und diese Entwicklung geschieht sehr langsam und gemächlich, hat mich als Leser aber überhaupt nicht losgelassen.Da ich sowohl die Printausgabe, als auch das Hörbuch besitze, kann ich diesmal sogar etwas zum Schreibstil und zur Hörbuch-Umsetzung sagen. "Scythe – Die Wächter des Todes" ist mein erstes Buch von Neal Shusterman (obwohl er mir durch seine „Vollendet“-Reihe natürlich trotzdem ein Begriff ist), weswegen ich auch nicht wirklich wusste, was ich zu erwarten hatte. Vielleicht ist das der Grund, warum ich seinen Schreibstil einfach sowas von lieben gelernt habe. Nicht nur, wie er seine Geschichte aufbaut, wie er seiner Handlung Leben einhaucht und sie durch die verschiedenen Scythe-Tagebucheinträge interessanter macht, sondern wie mühelos man ein 528-Seiten-starkes Buch einfach so weglesen kann. Er hat mich so sehr gefangen genommen, er brilliert mit einem fantastischen Schreibstil und er fängt den Leser so gekonnt ein, wie ich es selten bei einem Autor erlebt habe.Genau das gleiche kann ich auch zum Sprecher Torsten Michaelis sagen. Auch hier war es das erste Mal, dass ich ein Buch von ihm vorgelesen bekomme habe, aber ich war hin und weg. Er hat mich so leicht und spielend fesseln können durch seine verschiedenen Stimmlagen, seine eigene Interpretation von Citra und Rowan und seine besondere Betonungen bei hitzigen Diskussionen. Er macht das durchweg professionell, was mir ein rundum perfektes Paket und sehr fesselnde Lese- bzw. Hörstunden beschert hat.FazitAm Anfang war ich ja sehr skeptisch, aber dann hat es mich doch umgehauen: "Scythe – Die Hüter des Todes" ist ein brilliantes Werk eines brillianten Autors, der es wie kein anderer schafft, die Leser einzufangen und sie auch in seiner absolut spannenden und fantastischen Welt der Nachlese festzuhalten. Mich hat vieles von dem, was er in seinem Werk erzählt, nachdenklich zurückgelassen; vordergründig vor allem die Frage, wie ich es bis zum nächsten Band aushalten soll. Dieses Buch dürft ihr euch auf keinen Fall entgehen lassen.

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  • Schnell, schmerzlos und mit Ansage - oder anders?

    Scythe – Die Hüter des Todes

    Buchverrueggt

    22. October 2017 um 13:52

    Frage: Wie kann man die Menschheit begrenzen, so dass die Welt nicht überbevölkert ist, wenn Krieg, Krankheit und Unfälle nicht zum Tod führen können? Antwort: Es gibt Auserwählte. Sie heißen Scythe und sind diejenigen, die über Leben und Tod entscheiden. Sie sind die Hüter des Todes. Citra und Rowan sind zwei dieser Auserwählten – gegen ihren Willen. Sie dürfen bei einem Scythe in die Lehre gehen und das Töten von der Pike auf lernen. Es gibt noch weitere Scythe und jeder von ihnen hat ein anderes Vorgehen beim Töten. Es gibt jeweils Vor- und Nachteile. Welchen Weg und welche Art zu töten werden sie bevorzugen? Bei der Klärung dieser Frage kommen sie sich näher als gut für sie ist. Denn am Ende kann nur einer der Anwärter ein Scythe werden. Doch wer von beiden wird das sein? Neil Shusterman ist ein fulminanter Auftakt seiner Trilogie gelungen. Von der ersten bis zur letzten Seite war ich durch seine Umsetzung des Themas, die Beschreibung der Welt, die Darstellung der Gefühle und Angst der Protagonisten gefesselt. Zwei überraschende Wendungen später war das Buch auch schon wieder zu Ende. Das Buch läßt sich flüssig und leicht lesen. Ich fiebere dem zweiten Teil, der Ende 2018 erscheinen wird, entgegen und kann Euch nur raten: zugreifen und lesen!

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  • Eine absolut grandiose Handlung

    Scythe – Die Hüter des Todes

    spozal89

    21. October 2017 um 13:05

    Die Scythe sind auserwählt, um zu töten bzw. nachlesen - wie es im neuen Sprachgebrauch genannt wird. Sie entscheiden, wer lebt und wer stirbt. Sie sind die neuen Hüter des Todes, denn den Tod wie wir ihn kennen gibt es nicht mehr. Als Citra und Rowan - gegen ihren Willen - für die Ausbildung zum Scythe berufen werden, bleiben ihnen nur zwei Dinge: ihre Freundschaft, die vielleicht mehr als Freundschaft ist, und die hohen moralischen Regeln der Scythe, die das Töten irgendwie erträglich machen. Doch nicht alle Hüter des Todes halten sich noch an die uralten Regeln der Gilde, und aus einem Grund, der für Citra unbegreiflich bleibt, fühlt Rowan sich von diesen dunklen Scythe angezogen. Bald stehen Citra und Rowan auf unterschiedlichen Seiten und kämpfen doch um das Gleiche: das perfekte Leben, das richtige Sterben und ihre Liebe."Scythe - Die Hüter des Todes" war das erste Buch das ich vom Autor gelesen habe. Zugleich ist es der Auftakt einer neuen Jugendbuchreihe.Ich muss ja sagen, dass ich mich freuen würde, wenn mal wieder ein Jugendbuch nur ein Einzelband ist und nicht wieder zwei oder mehrere Nachfolgebände hat. Ich mag diese ganzen Reihen nicht mehr - denn ist das Buch grandios, so wie dieses hier, dann ist man regelrecht gezwungen, die Nachfolger zu kaufen *g*Mir hat dieses Buch und seine Handlung extrem gut gefallen. Es war mal wieder was neues und es sticht definitiv aus der Masse heraus. Zudem war es bei keiner Stelle langweilig und außerdem hat das Buch anders geendet wie ich erwartet hätte. Ich fand es gut, dass die Liebesgeschichte zwischen Citra und Rowan nicht im Vordergrund stand und nur hin und wieder ein klein wenig Erwähnung fand. Die Charaktere waren alle gut ausgearbeitet und ich mochte die Tagebucheinträge, die immer am Anfang eines Kapitels standen - die gaben nämlich noch ein wenig mehr Einblick in die Gedanken und die Arbeit der Scythe.Die Gedanken des Autors in Bezug auf diese Zukunftswelt ist erschreckend real. Für mich war dieses Buch erneut ein Highlicht diesen Jahres und ich freue mich auf die Fortsetzung.

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  • Faszinierende Zukunftsvision über das Leben, den Tod und den Preis der Unsterblichkeit

    Scythe – Die Hüter des Todes

    ConnyKathsBooks

    21. October 2017 um 13:02

    "Wir sind nicht mehr dieselben Wesen wie früher. Und wenn wir keine Menschen mehr sind, was sind wir dann?" (S. 135)Die Welt in der Zukunft scheint fast perfekt. Der Tod wurde vollständig besiegt, es gibt keine Krankheiten, kein Altern und keine Regierungen mehr, nur noch den Thunderhead, eine künstliche, allwissende Intelligenz. Doch um die Bevölkerung zu reduzieren,, müssen immer noch Menschen sterben. Dafür sind die sogenannten Scythe zuständig, die Hüter des Todes. Sie allein entscheiden, wer lebt, wer stirbt und wer Immunität erhält und folgen dabei ihren hohen moralischen Geboten. Doch nicht jeder ist bereit zu töten, so wie Citra Terranova und Rowan Damisch. Die beiden 16jährigen wurden eher unfreiwillig für die Ausbildung zum Scythe berufen und stehen bald vor schwierigen Herausforderungen. Denn eine Gruppe von skrupellosen Killer-Scythe sorgt für Unruhe unter den Todeshütern. "Scythe - Die Hüter des Todes" stammt aus der Feder von Neal Shusterman, der hier eine faszinierende Zukunftsvision entwirft. Leben, Tod und Unsterblichkeit - verpackt in einer unterhaltsamen und sehr zum Nachdenken anregenden Geschichte. Ewig zu leben - davon träumen wohl die meisten Menschen. Doch wie hoch ist der Preis? Lebt man vielleicht nicht doch besser und intensiver mit dem Wissen um die eigene Vergänglichkeit? Eine schwierige Frage, denn Unsterblichkeit kann sowohl Fluch als auch Segen sein.In die beiden Hauptfiguren Rowan und Citra konnte ich mich gut hineinversetzen. Denn Scythe zu sein und Menschen nach vorgegebener Quote zu töten bzw. nachzulesen, wie es hier heißt, das stelle ich mir überaus hart und grausam vor. Ein Job, den ich auch nur ungern ausüben würde, da ich sehr mitfühlend und sensibel bin. Wobei ich es nicht ganz verstehe, dass Scythe die Tötungsarten hier selbst wählen können. Eine einheitliche und schmerzlose Methode wäre da bestimmt humaner. Zumindest gibt es aber strenge Regeln unter den Scythe, wie ein vorbildliches Leben führen und ohne böswillige Absichten töten. Aber was passiert, wenn Scythe ihre machtvolle Position missbrauchen und mehr Spaß am Töten finden als vorgesehen? Schon bald stehen Citra und Rowan zwischen zwei Fronten und kämpfen um ihr Leben.Das Ganze liest sich flüssig und wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Dazu kommen eingeschobene Tagebuchauszüge von diversen Scythe, die interessante Hintergrundinformationen liefern. Dennoch hätte ich mir ab und zu ein paar mehr Erklärungen zu einzelnen Dingen gewünscht. Auch der Schreibstil wirkt zumeist recht distanziert und kühl und transportiert kaum Emotionen. Da betrifft auch die vorhersehbare und ziemlich unglaubwürdige Liebesgeschichte. Zwar spielt diese nur eine geringe Rolle, aber die Romantik ist nie spürbar und ich habe dem Paar ihre Liebe überhaupt nicht abgekauft. Dafür punktet der amerikanische Autor im Laufe der Handlung mit einigen überraschenden Wendungen und auch der Showdown bietet Dramatik und Hochspannung pur. Ich bin bereits jetzt neugierig auf die Fortsetzung, auch wenn es keinen direkten Cliffhanger gibt.Insgesamt kann ich daher Scythe - Die Hüter des Todes" trotz meiner Kritikpunkte empfehlen. Eine faszinierende und originelle Dystopie, die mir einige spannende Lesestunden bescherte. 4 Sterne von mir.

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  • Super Auftakt der Trilogie

    Scythe – Die Hüter des Todes

    _Sahara_

    Inhalt: Citra und Rowan leben in einer Welt, in der Armut, Kriege, Krankheit und Tod besiegt sind. Aber auch in dieser perfekten Welt müssen Menschen sterben, und die Entscheidung über Leben und Tod treffen die Scythe. Sie sind auserwählt, um zu töten. Sie entscheiden, wer lebt und wer stirbt. Sie sind die Hüter des Todes. Aber die Welt muss wissen, dass dieser Dienst sie nicht kalt lässt, dass sie Mitleid empfinden. Reue. Unerträglich großes Leid. Denn wenn sie diese Gefühle nicht hätten, wären sie Monster.Als Citra und Rowan gegen ihren Willen für die Ausbildung zum Scythe berufen werden und dieKunst des Tötens erlernen, wächst zwischen den beiden eine tiefe Verbindung. Doch am Ende wird nur einer von ihnen auserwählt. Und dessen erste Aufgabe wird es sein, den jeweils anderen hinzurichten … Meinung: Neal Shusterman hat eine interessante Welt erschaffen, die in der nahen Zukunft spielt. In dieser Welt herrscht der Thunderhead, eine künstliche Intelligenz. Regierungen wurden abgeschafft. Krankheiten und den Tod gibt es nicht mehr. Die Menschen können zwar altern, aber nicht sterben. Schön und gut, doch das ganze führt zu einer Überbevölkerung und daher wurde das Scythetum ins Leben gerufen. Ausgewählte Menschen, die vorher eine Lehre durchlaufen müssen, sind dazu bestimmt Menschen das Leben zu nehmen. Sie nennen sich „Scythe“. Es gibt Scythe die ihrer Aufgabe Gewissenhaft und mit Demut nachgehen und ihre „Opfer“ mit Bedacht auswählen. Andere wiederum finden Spaß daran ganze Massaker durchzuführen und ihre Macht auszukosten. Citra und Rowan, 16-jährige Schüler, werden ausgewählt die Lehre zu Scythe zu durchlaufen. Beide sind nicht angetan davon Menschen das Leben zu nehmen, auch wenn dies notwendig ist. Doch die beiden arrangieren sich mit ihrer Situation und wachsen in ihre Rolle hinein, jeder auf unterschiedliche Weise. Die Geschichte ist von Beginn an spannend und lässt nicht nach. Shusterman’s Zukunftsvision ist durchaus vorstellbar und nicht aus der Luft gegriffen. Die Vorstellung, dass irgendwann alle Krankheiten besiegt sind und es den natürlichen Tod nicht mehr gibt, ist beängstigend. Natürlich wäre es toll, wenn kein Mensch mehr leiden müsste. Aber was fängt man mit sich an, wenn man schon hunderte Jahre lebt? Man hat alles gesehen und erlebt. Wird es nicht irgendwann langweilig? Das Buch hat mich sehr beschäftigt. Und das schätze ich an einem guten Buch, dass es mich zum Nachdenken anregt. Ich bin sehr gespannt wie es weitergehen wird und freue mich schon auf den zweiten Teil. Fazit: Eine spannende Zukunftsvision, die den Leser sehr beschäftigt. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung! ©_Sahara_

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    • 5
  • Fanmodus!!

    Scythe – Die Hüter des Todes

    -Bitterblue-

    20. October 2017 um 12:21

    Als ich dieses Cover gesehen habe, war mein einziger Gedanke: "Das muss ich haben!!". Die Figur und der Metallic-Look: Wahnsinn! Der Blick auf meinen SUB hat mich allerdings abgehalten es sofort zu bestellen. Doch schon am gleichen Abend konnte ich nicht anders und habe es geholt. Beste Entscheidung! Schon der ein Einstieg war so fesselnd, wie ich es schon lange nicht mehr hatte. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen (ich weiß, das sage ich öfters, aber hier war es wirklich magisch). Mir fällt es so schwer dieses Buch in Worte zu fassen, ich fand es einfach hammer! Allein die dystopische Welt fand ich faszinierend. Es gibt weder Krankheit noch Tod. Wer sich körperlich zu alt fühlt, kann sich einfach wieder verjüngern lassen. Wer durch einen Unfall schwerverletzt wurde, kann sich in einem Zentrum wieder herstellen lassen. Alles überhaupt kein Problem. Doch wenn Menschen geboren werden, aber nie sterben, werden die Städte irgendwann überfüllt sein. Deshalb wurden die Scythe geschaffen, sie stehen über dem Gesetz und haben nur eine Aufgaben: Menschen auszulesen. Das ganze System der Scythe ist wirklich faszinierend, wie sie funktionieren und nach welchen Regeln sie leben. Die Rangordnung und die unterschiedlichen "Menschen" hinter der Kutte. Es ist eine ganz eigene Welt, die ich so in noch keinem anderen Buch gefunden habe.   Neben der außergewöhnlichen Welt gibt es unheimlich viele außergewöhnliche Charaktere in der Geschichte. Alle sehr gut durchdacht und durch besondere Charakterzüge ausgezeichnet. Im Vordergrund stehen natürlich die Protagonisten Citra und Rowan. Die Geschichte wird aus beider Sichten erzählt und gibt dadurch einen sehr guten Einblick in die unterschiedlichen Leben der beiden. Citra ist die Ehrgeizige. Alles was sie tut ist durchdacht und hat einen Sinn. Sie ist weniger impulsiv und verfolgt stehts ihre Ziele. Sie wirkt manchmal etwas streberhaft, aber ich mochte sie trotzdem sehr gerne. Rowan ist der emotionalere Charakter. Er ist manchmal etwas Macho und bevormundet Citra mit seinen Entscheidungen. Aber auch er ist ein Kämpfer und verfolgt hartnäckig seine Ziele, dabei stellt er sich oft selbst zurück. Zwischen den beiden ist immer wieder eine Spannung zu spüren, sie mögen sich sehr, wollen es sich aber nicht eingestehen. Und obwohl immer wieder eine Liebesgeschichte durchblitzt, bleibt sie stehts im Hintergrund. Ich liebe diese Kombination.   Band 1 der Scythe-Reihe ist von Anfang bis Ende super spannend und fesselnd. Auf 513 Seiten kommt nie Langeweile oder ein Tief auf. Ich kann es kaum erwarten wie es weiter geht. Dieses Buch könnte der Anfang einer großen Liebe werden. Es gibt keine Leseempfehlung, sondern eine Leseaufforderung!

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  • Grandios

    Scythe – Die Hüter des Todes

    SillyT

    17. October 2017 um 17:34

    In einer fernen Zukunft hat die Menschheit es endlich geschafft, nämlich ihr Ziel des ewigen Lebens zu erreichen. Lediglich ein Feuer könnte den Menschen noch zu einem Verhängnis werden, doch dies geschieht kaum noch. Spürt man Wehwehchen des Alters, kann man sich auf ein jüngeres Alter resetten lassen, nur zum Teenager kann man nicht werden. Verletzungen werden durch im Körper eingepflanzte Naniten schnell behoben und man ist wie neu. Das einzige Problem der Welt? Die Überbevölkerung. Aus diesem Grund wurden die Scythe ins Leben gerufen, deren Beruf es ist, Personen nach einer bestimmten Auswahl nachzulesen und zu töten. Die beiden Teenager Citra und Rowan, beide sechzehn Jahre alt, werden von Scythe Faraday dazu berufen, bei ihm in die Lehre zu gehen und die Kunst des Tötens zu erlernen. Doch nur einer wird nach der Lehre zum Scythe berufen und seine erste Aufgabe wird es sein, seinen Gegner nachzulesen.Meine Meinung: Wow, was für eine Geschichte und was für ein gelungener Einstieg in eine neue Trilogie. Gleich vorweg, Neal Shusterman hat hier etwas erschaffen, dass mich mit einer Mischung aus Faszination und Nachdenklichkeit zurückgelassen hat. Eine Geschichte, die durchaus erst einmal sacken muss. Der Beginn ist gleich sehr spannend und man begegnet schon im ersten Moment einem Scythe. Schon von diesem Moment an baut Shusterman eine ganz eigene Atmosphäre auf, die den Leser schnell gefangen nimmt. Dabei ist sein Schreibstil sehr flüssig, sehr fesselnd und doch auch der Stimmung des Buches angepasst. Denn hier gibt es einen gewissen Aspekt zu beachten: auf den ersten Blick klingt das ewige Leben doch perfekt, kein Krieg, kein Leid, kein Hungern. Allerdings fängt Shusterman hier sehr gekonnt die Kehrseite des Ganzen auf, denn es entsteht nicht nur der Zwang, dass es Menschen gibt, die andere Menschen töten müssen, damit die Erde nicht noch mehr überbevölkert wird, sondern auch ein wenig die Frage nach dem Sinn des Lebens. Menschen gehen zwar noch Berufen nach, aber wirklich etwas Neues gibt es nicht mehr zu erforschen. Im Großen und Ganzen herrscht eine Leere, man lebt halt so vor sich hin, aber Gefühle kommen gar nicht mehr richtig zu Stande. Genau diesen Aspekt bringt Shusterman allein in seiner Sprache so gekonnt rüber, dass ich schon nach den ersten Seiten einen Moment innehalten musste. Die Spannung der Geschichte steigert sich zunächst recht langsam, jedoch kontinuierlich. Als Leser hat man hier gute Gelegenheit, erst einmal die Welt zu erforschen, sich auf das Geschehen einzulassen und die Handlungen der Scythe zu beobachten. Die Scythe sollen unabhängig vom Thunderhead, der großen künstlichen Intelligenz, die die Menschheit leitet, agieren. Sie sollen die Menschen auswählen, die nachgelesen werden sollen. Dabei sollen sie unparteiisch sein, nach gewissen moralischen Grundsätzen handeln und haben nur ein gewisses Maß, nachdem sie auswählen. Das macht sie allerdings zu einem gewissen Teil zu einer Art Übermensch und wohin das einzelne Personen führen kann, ist fast schon vorauszuahnen.Aus wechselnden Perspektiven schildern hier die Teenager Citra und Rowan die Handlungen. Sie werden von Scythe Faraday als Lehrlinge berufen und eigentlich würden sie lieber verzichten, doch der Beruf des Scythe gewährt der eigenen Familie Immunität, sprich sie können nicht nachgelesen werden. Um die Familie zu retten, lässt man sich doch dann auf diesen makabren Beruf ein. Allein das sagt schon etwas über diese beiden Teenager aus, aber auch sonst sind sie hier sehr gut dargestellt. Auf der einen Seite ist Citra, die sich so schnell nicht einschüchtern lässt und auch, im gegebenen Fall, einem Scythe die Stirn bietet, wenn es um etwas geht, das ihr am Herzen liegt. Auf der anderen Seite steht Rowan, auf eine Art ist er Citra ähnlich, nämlich indem er sich für andere einsetzt. Doch eigentlich ist er der Typ, der nur ungern im Mittelpunkt steht und Aufmerksamkeit gerne von sich wegleitet. Die Entwicklung der Beiden zu beobachten, war hier sehr interessant, gerade ab einem bestimmten Punkt, über den ich leider nichts verraten kann, werden beide Charaktere immer intensiver und ich fand sie sehr gut ausgearbeitet.Neben den Beiden gibt es noch ein paar weitere, sehr interessante Charaktere, wie z. B. Scythe Faraday, der mich mit seiner Art schon irgendwie beeindruckt hat und doch behielt ich Abstand zu ihm. Ein Charakter, auf den man sich nicht so leicht einlassen kann und der doch wirkt.Was ich noch gut gelungen fand, waren die Einblicke in die Tagebücher der Scythe, die zwischen den Kapiteln eingeblendet werden. Diese geben noch einmal mehr einen Einblick in die Tätigkeit, aber auch in die Gefühlswelt der Scythe.Mein Fazit: Ein Buch, bei dem ich gerade selbst den Eindruck habe, nicht genug darüber erzählt zu haben und doch möchte ich einfach auch nicht zu viel verraten. Ein absolut denkwürdiges und doch real wirkendes Zukunftsszenario wird hier vom Autor entwickelt. Doch ob ich in so einer Welt leben wollte? Schwer vorstellbar. Ein Buch, das ganz besonders durch die Atmosphäre und dem dazu passenden Schreibstil lebt und noch lange nachdenklich stimmt. Ich bin gespannt auf die Fortsetzung und gebe eine Leseempfehlung!

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  • Todesengel oder Mörder?

    Scythe – Die Hüter des Todes

    czytelniczka73

    17. October 2017 um 14:30

    "Daran liegt das Paradoxon der Profession.Nicht diejenige die den Job haben wollen,sollten ihm bekommen,sondern die,die sich am vohementesten weigern zu töten"(Seite 56) Inhalt: "Unsterblichkeit, Wohlstand, unendliches Wissen. Die Menschheit hat die perfekte Welt erschaffen – aber diese Welt hat einen Preis. Citra und Rowan leben in einer Welt, in der Armut, Kriege, Krankheit und Tod besiegt sind. Aber auch in dieser perfekten Welt müssen Menschen sterben, und die Entscheidung über Leben und Tod treffen die Scythe. Sie sind auserwählt, um zu töten. Sie entscheiden, wer lebt und wer stirbt. Sie sind die Hüter des Todes. Aber die Welt muss wissen, dass dieser Dienst sie nicht kalt lässt, dass sie Mitleid empfinden. Reue. Unerträglich großes Leid. Denn wenn sie diese Gefühle nicht hätten, wären sie Monster. Als Citra und Rowan gegen ihren Willen für die Ausbildung zum Scythe berufen werden und die Kunst des Tötens erlernen, wächst zwischen den beiden eine tiefe Verbindung. Doch am Ende wird nur einer von ihnen auserwählt." Meinung: Da mir die "Vollendet" Reihe sehr gut gefallen hat,war ich natürlich auf dieses Buch sehr neugierig.Auch diesmal überrascht Neal Shusterman mit neuartigen Idee und interessantem,originellem Weltenentwurf.Die Menschheit hat den Tod besiegt und eine perfekte Gesellschaft erschaffen.Um Gleichgewicht zu halten und wenig "Natürlichkeit" zurückzubringen hat man die Scythe berufen,die Hütter des Todes,die (einfach gesagt) Lizenz zum Töten haben.Eine tolle Idee,die nicht nur spannend ist,sondern auch zum nachdenken bringt und paar moralische und ethische Themen beinhaltet.Die Protagonisten Citra und Rowan werden als Scythe-Lehringe ausgewählt und müssen die Kunst des Tötens erlernen.Obwohl sie beide das eigentlich nicht wollen,stellen sie sich den Aufgaben und müssen fest stellen,dass nicht alle Scythe so strenge moralische Grundsätze haben wie ihr Meister. Die Geschichte ist abwechselnd aus Sicht von Citra und Rowan erzählt und sehr flüssig zum lesen.Der Schreibstil lockerleicht und schön.Viel Spannung,aber mir hat trotzdem bisschen was gefehlt,da ist definitiv noch Luft nach oben.Allerdings finde ich es als Auftakt einer Reihe sehr gelungen,da die Einführung in die Geschichte sehr geschickt konstruirt ist .Vorallem geht es um den Weltenaufbau und die Scythe-Gemeinschaft,damit man das spätere Geschehen gut verstehen kann.Die Protagonisten entwickeln sich in diesem Band und nehmen ihre Rolle an,alles scheint für das Spiel bereit sein.Die spannende und überraschende Wendung am Ende,verspricht meiner Meinung nach,eine Steigerung im Band 2,jetzt wo schon fast alles geklärt ist,kann es dann richtig los gehen.Ich bin auf jeden Fall sehr auf die Fortsetzung gespannt.

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  • Große Ethikfragen verpackt in ein einem tollen Roman

    Scythe – Die Hüter des Todes

    Jazebel

    15. October 2017 um 15:35

    Stell dir vor dass der natürliche Tod der Vergangenheit angehört, jeder ewig leben kann; Krankheiten und Verletzungen, Hunger und Leid, Schmerz und Verzweifelung, Krieg und Flucht, alles nur noch Schreckgespenster der Vergangenheit. Schöne neue Welt. Seit die Menschheit Thunderhead, die übergeordnete künstliche Intelligenz, erschaffen hat ist die Realität in der Welt von Citra Terranova und Rowan Damisch. Doch auch eine übermenschliche KI hat ihre Grenzen und da der Planet nur begrenzte, wenn auch maximal effizient genutzte, Ressourcen hat und immer wieder Kinder geboren werden, müssen Leben auch enden. Dieses Beenden von Menschenleben, sowohl die Selektion der Personen als auch die Ausführung liegt in den Händen der Scythes. Einer ganz eigenen Berufskaste, zu deren Auszubildenden Citra und Rowan vom Scythe Faraday berufen werden. Das Faszinierendste an diesem Werk ist die Welt die Neal Shusterman in diesem preisgekrönten Jugenbuch entwirft. Immer wieder beginnt man als Leser selbst zu überlegen ob man hinter den schweren moralischen Entscheidungen, die immer wieder getroffen werden in diesem Buch, stehen könnte. Ein Buch das zum Mitdenken anregt. Jedoch, auch ein Buch an dem ich in seiner logischen Geschlossenheit immer noch zu kauen habe, einige Fragen wollen sich mir partout nicht erschliessen. Warum, beispielsweise, bekommen die Menschen angesichts des fehlenden Todes überhaupt noch Kinder? Den werdenden Eltern muss doch klar sein, dass ihr Kind das Todesurteil für einen anderen Menschen bedeutet, dass das Zeugen von Kindern somit unter diesen Bedingungen vollkommen unmoralisch ist? Aber das sind nur kleine Mängel an diesem insgesamt unglaublich faszinierenden Roman. Das ist ein Buch an das ich lange zurückdenken werde und das meiner Meinung defintiv Pflichtlektüre und ein Must Read des Jahres 2017 sein sollte.

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  • Dieses Buch hat mich getötet! Toll, toll, toll!

    Scythe – Die Hüter des Todes

    Cora_Urban

    13. October 2017 um 16:40

    Eckdaten: Scythe-Die Hüter des Todes ist der Auftakt zur neuen Reihe von Neal Shusterman. Das Buch ist am 21.09.2017 bei Sauerländer (https://www.fischerverlage.de ) erschienen und beinhaltet als Gebundene Aufgabe 528 Seiten und wurde von Pauline Kurbasik und Kristian Lutze aus dem Englischen übersetzt.  ISBN: 978-3-7373-5506-3                      Preis: 19,99 (D) / 20,60 (A)  Inhalt: In einer Welt wo man unendlich Zeit hat, es keinen Krieg gibt und niemand Hunger leiden muss, gibt es einen Beruf zu dem man außerhalb der Regierung, einem Computer namens Thunderhead, der zwar alles regelt, jedoch nicht aktiv in das Gesehenen der Menschheit eingreifen kann, namens Scythe. Diese kontrollieren den Tod, denn sie sin dazu verdammt zu entscheiden wer weiterleben und wer sterben muss und damit sehr verachtet in der Gesellschaft. Und genau dazu werden Citra und Rowan ausgewählt, sie werden als Lehrlinge zum Scythe ausgewählt, jedoch kann nur einer von beiden ins Scythetum ordiniert und erreicht somit den vollen Status erreicht, der andere wird mit Schade zu seiner Familie zurück geschickt, denken sie ...  Cover: Ich lebe für dieses Cover! Es ist schlicht und drückt aber genau aus was das Buch widerspiegelt. Ich mag die Farbkombination auch echt gerne. Ich weiß auch wer das auf dem Cover sein soll, aber da ich euch sonst Spoilern würde, werde ich euch das an dieser Stelle nicht verraten, das musst ihr schon selbst lesen, denn wie es mir gefallen hat, erfahrt ihr jetzt.  Meine Meinung: Als ich dieses Cover schon sah wurde ich sehr neugierig, ich wisst, dass ich die Tochter von Hades ( ;-) ) bin und daher war das nur logisch  {Wieso schaffe ich es nicht eine Rezension lang ernst zu bleiben?}. Als ich dann noch Neal Shusterman las, wurde ich wirklich sehr neugierig und dann war es auch noch eine Dystopie ! Da musste ich mich bei "Vorablesen" einfach bewerben. Als es dann ankam, war das Cover auch noch so richtig schön glänzend (keine Sorge es war die schöne Art). Ich war hin und weg!  Als ich es angefangen habe, war mein erster Gedanke, wie man so einen tollen Schreibstil haben kann! Es war ab der ersten Sekunde super spannend und das Thema des Todes war echt toll dargestellt, so das es einem richtig nah geht und Gänsehaut beschafft und gleichzeitig hat es der Autor geschafft, das ganze Buch über einen Humor zu behalten, der den Tod nicht verlustig darzustellen, sondern wirklich wie eine natürliche Sache, die einfach passieren muss und doch immer etwas schreckliches an sich hat, dass hat mich einfach echt überrascht und begeistert.  Wo wir gleich bei einer weiteren Sache zum Tod ist, dass sich in dieser Welt Leute selbst umbringen, sie werden zwar danach wieder lebendig, ich will nur darauf hinweisen, falls Suizidgefährdete das hier lesen. Also wenn ihr denkt ihr kommt nicht damit klar, dann bitte lest dieses Buch nicht! Natürlich ist es eure eigene Sache und ich kann das jetzt nicht ändern, wenn ihr es doch tut, jedoch wollte ich es einmal erwähnen, da ich das für wichtig halte.  Aber genug davon, jetzt kommen wir zu den Charakteren und das schwärmen nimmt kein Ende! Citra und Rowan sind zwei sehr interessante Charaktere, die man immer zu kennen glaubt und dann doch eine Wandlung durchmachen, die man einfach nicht erwartet! Sie sind großartig, den trotz dem sie wirklich befeindet sein sollten, setzen sie sich für den anderen ein und wollen ihn retten. Das Buch ist in dritter Person und aus der Sicht von den beiden Protagonisten und manchmal auch wichtige Nebencharakteren, die erst in späteren Kapiteln, den beiden Hauptpersonen begegnen wird. Es gibt außerdem immer am Ende eines Kapitels einen Eintrag in ein Tagebuch von Scythe, was es mit denen auf sich hat, will ich ebenfalls nicht erwähnen, da das erst mitten im Buch zur Sprache kommt.  Und natürlich habe ich auch einen Lieblingsscythe, diese wirkt am Anfang des Buch sehr unsympathisch, doch das ist nur ein Schein! Die ehrenwerte Scythe Curie ist die weißeste und stärkste Frau die ich kenne. Wenn man sie etwas von ihr liest, denkt man nur nicht wie recht sie hat! Wenn ich mir den weißesten Charakter, den ich mir vorstellen könnte und ihn treffen darf, dann würde ich sie nehmen, weil sie einfach trotz des Tötens noch sie selbst ist, sich um die Familie des Verstorbenen kümmert und merkt, wenn sie etwas falsch macht, dann bringt sie es immer in Ordnung, trotz ihrer Bestimmung, hat sie nicht ihre Sterblichkeit und Gewissen verloren, was ich so bewundernswert finde. Sie ist außerdem trotzdem irgendwie noch feminin, was ich ebenfalls echt sehr toll finde.  Das Buch besteht aus reinen Wendungen, wo man einfach nur denkt "Das kann er nicht machen! Nein! Omg! Wie soll ich Jetzt Weiterlesen?! *Heulkrampf." ... ja genau so waren meine Gefühle und ich weiß nach diesem Ende echt nicht wie ich es bis MAI (!!!) aushalten soll. Also lest dieses Buch!!!  Fazit: Ein paar Heulkrämpfe später sitze ich hier und weiß noch immer nicht wie ich die nächsten 7 Monate aushalten soll. Jedenfalls liebe ich dieses Buch, die Thematik ist toll und gut Umgesetzt, die Charaktere alle total authentisch und die Spannung ist immer vorhanden. Das Einzige was man nach diesem Buch machen kann ist tot umzufallen. Damit gebe ich diesem Buch 5von5 Sternen und selbst das ist dieser Story nicht würdig.  Ich verabschiede mich von euch,  Eure Cora 

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  • Unsterblichkeit, Wohlstand, unendliches Wissen und viele Intrigen

    Scythe – Die Hüter des Todes

    lui_1907

    10. October 2017 um 17:53

    Inhalt Citra und Rowan leben in einer Welt, in der Armut, Kriege, Krankheit und Tod besiegt sind. Aber auch in dieser perfekten Welt müssen Menschen sterben, und die Entscheidung über Leben und Tod treffen die Scythe. Sie sind auserwählt, um zu töten. Sie entscheiden, wer lebt und wer stirbt. Sie sind die Hüter des Todes. Aber die Welt muss wissen, dass dieser Dienst sie nicht kalt lässt, dass sie Mitleid empfinden. Reue. Unerträglich großes Leid. Denn wenn sie diese Gefühle nicht hätten, wären sie Monster. Als Citra und Rowan gegen ihren Willen für die Ausbildung zum Scythe berufen werden und die Kunst des Tötens erlernen, wächst zwischen den beiden eine tiefe Verbindung. Doch am Ende wird nur einer von ihnen auserwählt. Und dessen erste Aufgabe wird es sein, den jeweils anderen hinzurichten ... Wir bei jedem Buchnerd ist die Frage, welches Buch man als nächstes liest, die wichtigste. Auf Grund der Kritiken, begeisterten Stimmen und die Lust auf Science Fiction, entschied ich mich für „Scythe“, und wurde enttäuscht. Enttäuscht ist vielleicht das falsche Wort, aber ich bin total hin-und hergerissen. Auf der einen Seite fand ich die Idee, ein unsterbliches Leben und die „Arbeit“ der Scythe reizend. Und ich auch die Geschichte von Rowan und Citra war nett (leider auch etwas vorhersehbar). Jedoch war mir alles zu schnell erzählt. Ich denke man hätte die Story noch ausschmücken können, die Welt noch faszinierender gestalten können. Gut, der Titel ist ein Jugendbuch – vielleicht bin ich doch schon zu alt *HAHA* Mir war im Endeffekt alles zu „oberflächlich“. Leider. Fazit: Idee ist spannend, leider konnte es mich nicht erreichen.

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  • Was passiert, wenn andere über den Tod entscheiden?

    Scythe – Die Hüter des Todes

    saras_bookwonderland

    09. October 2017 um 18:50

    INHALT:Unsterblichkeit, Wohlstand, unendliches Wissen.Die Menschheit hat die perfekte Welt erschaffen – aber diese Welt hat einen Preis.Citra und Rowan leben in einer Welt, in der Armut, Kriege, Krankheit und Tod besiegt sind. Aber auch in dieser perfekten Welt müssen Menschen sterben, und die Entscheidung über Leben und Tod treffen die Scythe. Sie sind auserwählt, um zu töten. Sie entscheiden, wer lebt und wer stirbt. Sie sind die Hüter des Todes. Aber die Welt muss wissen, dass dieser Dienst sie nicht kalt lässt, dass sie Mitleid empfinden. Reue. Unerträglich großes Leid. Denn wenn sie diese Gefühle nicht hätten, wären sie Monster.Als Citra und Rowan gegen ihren Willen für die Ausbildung zum Scythe berufen werden und die Kunst des Tötens erlernen, wächst zwischen den beiden eine tiefe Verbindung. Doch am Ende wird nur einer von ihnen auserwählt. Und dessen erste Aufgabe wird es sein, den jeweils anderen hinzurichten …Der erste Band der internationalen Bestseller-Trilogie!Schutzumschlag mit Metallic-Folien-VeredelungQuelle: Fischer VerlageCOVER:Das Cover wirkt schon düster und angsteinflößend und vermittelt damit genau die Stimmung, die stellenweise im Buch aufkommt. MEINE MEINUNG:Gleich zu Beginn muss ich sagen, dass mir das Buch wirklich nahe gegangen ist.Das Buch mit dystopischen Inhalt behandelt eine Welt, in der es keine Sterblichkeit mehr gibt.Demnach ist das Bevölkerungswachstum immens und muss in Schach gehalten werden.Diese Aufgabe übernehmen die Scythe. Sie entscheiden wer sterben - nachgelesen - werden muss und legen fest, wie dieses Prozedere im jeweiligen Fall ablaufen soll.Dabei sollen sie uneingenommen vorgehen und frei für sich ihre "Opfer" auswählen. Durch ihren "Job" haben die Scythe in der Gesellschaft einen hohen Stellenwert erlegt. Fast jeder möchte sich mit ihnen gut stellen, aus Angst, er oder sie könnte der/die nächste sein. Als Scythe Faraday Citra und Rowan als seine Lehrlinge heranzieht, war ich natürlich genauso geschockt wie die beiden Protagonisten.Beide schrecken vor diesem "Beruf" zurück und können sich eine solche Lehre eigentlich nicht vorstellen.Aus verschiedenen Beweggründen entscheiden sie sich aber dennoch dafür und geraten damit in die Fänge des Scythetums.Beide Protagonisten haben mir sehr gefallen. Sie waren toll gezeichnet und der Autor weis es zu verstehen, wie er die Gedanken und Gefühle von Citra und Rowan an den Leser vermitteln soll.Citra ist eher der unscheinbare Typ, schreckt aber dennoch nicht davor zurück, ihre Meinung zu sagen. Dies passiert häufig in ungünstigen Situationen, da Citra, im Gegensatz zu anderen, noch Mitgefühl empfinden kann und einen Sinn für Gerechtigkeit hat.Während ich die ganze Zeit über einen guten Draht zu Citra hatte, hat dies bei Rowan etwa ab der Hälfte des Buches etwas abgenommen.Sein Umfeld hat ihn zwar nicht direkt beeinflusst, aber seine Entwicklung hat es mir leider etwas schwer gemacht.Neben den beiden Protagonisten stehen aber auch viele Scythe immer wieder im Mittelpunkt des Geschehens.Unter anderem sind das Scythe Faraday und Scythe Curie, die mich beide wirklich positiv überrascht haben.Wieso und weshalb, sollte ihr vielleicht besser selber nachlesen.Scythe Goddard war, wie erwartet, ein ganz schrecklicher Zeitgenosse.Durch diese Mischung zeigt sich, dass selbst in der vom Autor geschaffenen Welt, in der alles in der Hand vom Thunderhead ( einem Computer) und der Scythe liegt, nicht alles glatt läuft.Auch hier gibt es Intrigen, Zusammenschlüsse und unterschiedliche Meinungen, die die Handlung zusätzlich spannend machen.Während die Nachlese eigentlich ethisch korrekt verlaufen soll und ein Scythe kein Spaß am Töten haben darf, gibt es auch unter ihnen einige, die sich nicht an die entsprechenden Regeln halten.Nicht nur die Hauptthematik - die Nachlese - ist ein interessantes und sehr bewegendes Thema, sondern auch die Entwicklungen im Scythetum sind nicht ohne.Während mich die Nachlesen stellenweise wirklich mitgenommen hat und ich manchmal denke, dass so etwas in ferner Zukunft gar nicht so undenkbar ist, hat sich die Handlung in der Mitte leider etwas gezogen.Ich persönlich fand manche Szenen einfach nicht spannend und die ganzen Partys von Goddard leider sogar überflüssig.Diese Kapitel hätten man für meinen Geschmack etwas kürzen, wenn nicht gar einsparen können.Insgesamt ist das Buch emotional mitreißend, meist spannend und toll zu lesen.Der Schreibstil ist unglaublich fesselnd und flüssig.Leider hat mich die angedeutete Liebesgeschichte so gar nicht überzeugen können.Für mich hatte sie in diesem Buch zu wenig Raum um sich zu entfalten und hat dementsprechend bei mir keinerlei emotionale Regung veranlasst.BEWERTUNG:Ein gelungenes Buch mit einer mitreißenden und vielschichtigen Thematik.

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  • Ein Jahreshighlight

    Scythe – Die Hüter des Todes

    Wolly

    09. October 2017 um 10:56

    Meinung:Selten habe ich ein Buch gelesen, was die Vor- und Nachteile des Lebens so gut darstellt. Wer wünscht sie sich nicht - die perfekte Welt. Eine Welt in der es keine Krankheiten mehr gibt, keine Kriege und keinen natürlichen Tod. Eine Welt die gerecht ist, in der keine Politiker nach Gutdünken über das Schicksal der Menschen entscheiden. Das alles sieht auf den ersten Blick prima aus, doch es hat auch seine Schattenseiten. Denn wenn niemand stirbt und trotzdem Kinder zur Welt kommen, werden wir viele, zu viele Menschen, als das die Erde sie vertragen könnte. Deshalb gibt es die Scythe. Sie sind in der perfekten Welt dafür verantwortlich das Menschen sterben. Täglich stehen sie vor der Wahl wer nachgelesen werden soll und wer für ein Jahr Immunität genießt und deshalb vor dem Tod geschützt ist. Neal Shusterman beschreibt das Buch aus genau jener Sicht und lässt uns am Beispiel von Citra und Rowan, zwei Scythelehrlingen diese schwierige Entscheidung treffen, die eine Menge moralischer Fragen aufwirft. Er zeigt uns eine Dystopie/Utopie? der Welt wie sie zukünftig einmal sein könnte und man stellt sich unwillkürlich die Frage ob man so leben möchte oder ob unsere manchmal grausame Welt nicht doch so ihre Vorzüge hat. Der Schreibstil des Autors ist dabei relativ nüchtern, was die Atmosphäre hervorragend unterstreicht. Es sorgt für eine Beobachterperspektive, die das Grauen aus der Distanz sieht, etwa so wie man heute die Nachrichten schaut, in denen irgendwo weit weg etwas grausames passiert, das einem zwar leid tut, aber doch nicht vollständig trifft. Ebenso hält er es auch mit den Charakteren. Man lernt sie kennen, mag sie oder eben auch nicht, aber sie bleiben ein bisschen unnahbar. Ein Punkt, der für mich normalerweise negativ wäre, hier aber stimmig ist. Auch die Geschichte ist ähnlich gestrickt. Sie wechselt zwischen Spannung und alltäglichem Geplänkel und beschäftigt sich nicht mit unnötigen Ausschweifungen. Es gibt kaum große Kulissenbeschreibungen und trotzdem kann man sich als Leser ein wunderbares Bild machen. Shusterman hat einfach das Talent auch mit wenigen Worten viel zu beschreiben. Es ist nicht immer alles spannend, was mich aber kaum gestört hat, da mich seine Ideen kontinuierlich in seinen Bann gezogen haben. Fazit:Für mich ein ganz klares Jahreshighlight. Eine tolle Idee mit wunderbar stimmiger Umsetzung, die moralische Fragen aufwirft über die Jeder einmal nachdenken sollte. Von mir gibts eine klare Leseempfehlung.

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  • Moralische & ethische Fragen über den Tod!

    Scythe – Die Hüter des Todes

    schokigirl

    05. October 2017 um 01:53

    Anmerkung: Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar vom Verlag bekommen. Danke dafür. Stil: Der Schreibstil ist etwas poetisch & sehr passend zu den moralischen & ethischen Fragen, die aufgeworfen werden. Die Geschichte wird dabei abwechselnd aus der Sicht von unseren Protagonisten Rowan & Citra geschildert, wobei es ja eher ein allwissender Erzähler ist, der sich auf einen Charakter jeweils fokussiert. Zwischendurch gibt es noch Ausschnitte aus verschiedenen Tagebüchern. Charaktere: Die Charaktere waren zu Beginn noch etwas blank, werden aber durch die Umstände immer weiter geformt. Ihre Entwicklung bzw Charakterisierung ist aber noch lange nicht abgeschlossen. In Folgebänden geht dies bei dem Autor noch weiter (soweit ich das aus der Vollendet Reihe kenne). Deswegen wirken sie eventuell noch nicht ganz ausgereift oder zuende charakterisiert, aber ich finde das eigentlich interessant. Die Idee von ganz normalen Teenagern, die in eine Situation geworfen werden, die ihnen eigentlich über den Kopf geht, aber sie daran wachsen oder sich zumindest dadurch in eine bestimmte Richtung entwickeln, auch wenn die nicht immer ideal ist. Allgemein lese ich auch gerne über Charaktere die nicht zu 100% nur die Helden sind, sondern auch mal den Weg verlieren & darüber sinnieren müssen was eigentlich das richtige ist. Jedoch ohne das sie sich benehmen können wie die Axt im Walde & vom Autor trotzdem heroisiert werden. Es gibt meiner Meinung nach zwei Dinge, die der Autor nicht so gut hinbekommt (es ist mir also sowohl hier, als auch in der Vollendet Reihe aufgefallen). Zum einen ist das die Liebesgeschichte. Die Charaktere teilen zu wenige zweisame innige Momente, damit die Gefühle authentisch wirken können. Ich sehe da meist nur eine Annäherung zu Freundschaft hin & gerade wo man denkt, dass sie jetzt Freunde geworden sind, wird es als Verliebtheit oder Liebe bezeichnet. Dafür sah ich vorher meist eher weniger bis keine Anzeichen. Die Liebe hätte gern auch weg gelassen werden können, da die Liebesgeschichte auch eigentlich nicht nötig ist. Plot: Zum anderen finde ich die Prämissen des Autors meist etwas weit hergeholt. Das die Menschen eines Tages die Unsterblichkeit erreichen & dabei ihre Regierung und überhaupt alles was ihr Leben bestimmt einem Computer überlassen, finde ich höchst unwahrscheinlich. Trotzdem ist der Gedanke nicht uninteressant. Aber gerade diese abwegigen Szenarien bringen die interessanten moralischen & ethischen Fragen mit sich, die Neal Shusterman in seinen Büchern behandelt. Wie zum Beispiel: Ist töten selbst dann unmoralisch, wenn es sein muss? Ist jede Methode Menschen zu töten gleichwertig? Oder auch: Darf man Spaß daran haben zu töten, wenn es der eigene Job ist? Natürlich geht das Buch da nicht so richtig in die Tiefe, da es immer noch ein Jugendroman ist. Aber allein, dass es solche wichtigen Themen anspricht & jungen Menschen das kritische Denken nahe bringt, finde ich unheimlich gut. Der Verlauf hat mir sehr gut gefallen. Es gab so einige Ereignisse, die ich nicht vorher gesehen habe & die die Protagonisten auch vor neuen Hürden gestellt haben. Wenn die Umstände sich auf einmal ändern, müssen auch die Charaktere sich ändern. Das fand ich interessant dargestellt. Für mich war die Handlung spannend, wenn natürlich auch nicht alles überraschend war. Es gibt hier so einige bewegende & radikale blutige Momente. Es wird zwar nicht explizit auf die Details eingegangen, aber ich würde trotzdem dazu raten, erst mal als Elternteil zu gucken, ob das eigene etwas jüngere Jugendliche schon damit umgehen kann. Aber gerade diese schockierenden Szenen regen am meisten zum denken an & sind das besondere daran. Mich nehmen sie immer mit. Fazit: Trotz kleinerer Sachen, die der Autor meiner Meinung nach nicht ganz perfekt hinbekommt, lese ich seine Bücher immer wieder gerne. Was richtig & was falsch ist wird nie direkt klar gemacht, sondern alles hat seine Pro & Kontra Argumente & der Leser wird dazu angeregt selber über die moralischen Aspekte nachzudenken. Nebenbei gibt es noch eine unterhaltsame Jugendgeschichte mit Action. Deshalb habe ich volle 5 Sterne vergeben.

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