Neal Stephenson

 4.1 Sterne bei 641 Bewertungen
Autor von Snow Crash, Cryptonomicon und weiteren Büchern.
Autorenbild von Neal Stephenson (© AMagill, flickr)

Lebenslauf von Neal Stephenson

Neal Stephenson wurde am 31. Oktober 1959 in Fort Meade, Marland geboren. Als Sohn einer durch die Wissenschaft geprägten Familie, wächst Neal Stephenson mit Themen der Elektrotechnik und Biochemie auf. Er beschließt nach der Schule ein Physikstudium in Bosten aufzunehmen. Um den Großrechner des Institutes nutzen zu können, wählt er im Hauptfach Geografie. Nach dem Studium schreibt Neal Stephenson einen ersten Roman und ist als Wissenschaftsjournalist tätig. Eher am Rande widmet er sich naturwissenschaftlichen Themen, beispielsweise ist er als Berater eines Raumfahrtunternehmens tätig und verfolgt in seiner Werkstatt kleine eigene Projekte. Neal Stephenson bezeichnet sich selbst als Science-Fiction Autor, ist Begründer des Begriffes "Avatar" und seine Werke sind von experimentellen Medien als auch historisch detailgetreu recherchierten Texten geprägt. Vielen Dank an muncy.

Alle Bücher von Neal Stephenson

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Buchformat:
Cover des Buches Snow Crash (ISBN:9783442453023)

Snow Crash

 (127)
Erschienen am 01.06.2002
Cover des Buches Cryptonomicon (ISBN:9783442455126)

Cryptonomicon

 (96)
Erschienen am 01.02.2005
Cover des Buches Quicksilver (ISBN:9783442542741)

Quicksilver

 (76)
Erschienen am 07.12.2009
Cover des Buches Diamond Age - Die Grenzwelt (ISBN:9783442248025)

Diamond Age - Die Grenzwelt

 (52)
Erschienen am 14.11.2005
Cover des Buches Confusion (ISBN:9783442475575)

Confusion

 (42)
Erschienen am 16.05.2011
Cover des Buches Anathem (ISBN:9783442477944)

Anathem

 (34)
Erschienen am 17.09.2012
Cover des Buches Der Aufstieg und Fall des D.O.D.O. (ISBN:9783442489640)

Der Aufstieg und Fall des D.O.D.O.

 (22)
Erscheint am 16.03.2020
Cover des Buches Amalthea (ISBN:9783442486427)

Amalthea

 (27)
Erschienen am 17.09.2018

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Neue Rezensionen zu Neal Stephenson

Neu

Rezension zu "Seveneves" von Neal Stephenson

Als der Mond die Erde zerstörte
Wortmagievor 23 Tagen

Als der Mond zerbrach, glaubte die Erdbevölkerung, ein einmaliges, faszinierendes Spektakel am Himmel zu erleben. Niemand erkannte die Gefahr. Erst, als die Bruchstücke zu kollidieren begannen, sich weitere Gesteinsbrocken abspalteten und Meteoriteneinschläge zunahmen, begriffen Wissenschaftler, dass die Zerschlagung des Mondes fatale Konsequenzen haben würde. Sie errechneten eine niederschmetternde Prognose: zwei Jahre blieben der Menschheit, bis die Anzahl der Fragmente ein kritisches Maß erreicht hätte und der Hard Rain, ein Bombardement aus Billionen von Meteoriten, die Erde in eine Flammenhölle verwandeln würde. Um den Fortbestand ihrer Spezies dennoch zu sichern, bündelten Regierungen ihre Ressourcen und arbeiteten in einem beispiellosen Mammutprojekt daran, innerhalb von zwei Jahren so viele Menschen wie möglich ins All zu schicken. Eine handverlesene Elite sollte ausgehend von der internationalen Raumstation ISS den Weltraum besiedeln. Doch die Unberechenbarkeit menschlicher Verhaltensweisen riskierte selbst in dieser Stunde größter Not das Gelingen der Mission und dezimierte die Pioniere auf eine Handvoll Überlebende.
5.000 Jahre später zählt die Menschheit erneut in die Milliarden. Sieben Rassen entwickelten sich, deren Konflikte einem gemeinsamen Ziel entspringen: der Entdeckung einer fremden Welt. Der Erde.

Diese Rezension ist ein Monstrum. Neal Stephensons Science-Fiction-Roman „Seveneves“ umfasst über 860 Seiten, umspannt einen Zeitraum von mehr als 5.000 Jahren und involviert zahllose höchst wissenschaftliche Erklärungen und Darstellungen. Müsste ich das Buch mit einem Wort beschreiben, lautete es „abstrakt“. Kein Wunder, dass ich mir angesichts der Aussicht, über „Seveneves“ schreiben zu müssen, beinahe ins Höschen machte. Wochenlang stand es auf meiner Kommode und verströmte eine bedrohliche Aura. Ich wollte es nicht einmal ansehen, weil es mich daran erinnerte, dass ich bald von einer Geschichte berichten musste, die ich nur ansatzweise begriffen habe und deren Lektüre wahnsinnig anstrengend war. Ich habe überdurchschnittlich lange gebraucht, weil ich unheimlich aufmerksam und präsent sein musste, um zu verstehen, was Stephenson beschrieb. Er führte mir schmerzhaft vor Augen, wie wenig ich über Astrophysik und das All weiß. Ich musste ihm vorbehaltlos vertrauen, dass seine Ausführungen plausibel, realistisch und wahrheitsgemäß sind, weil ich keine Möglichkeit sehe, diese zu überprüfen. Ich bin dermaßen ein Laie, dass ich bei Null anfangen müsste. Bis ich den erforderlichen Wissensstand erreicht hätte, um die technische und theoretische Seite von „Seveneves“ zuverlässig einschätzen zu können, würden Jahre ins Land ziehen. Also begab ich mich gutgläubig in Stephensons Hände und nahm jeden präsentierten Fakt als gegeben hin. Diese Position vollkommener Ahnungslosigkeit befähigt mich allerdings, zu urteilen, dass sich der Autor große Mühe gab, seine Erklärungen nachvollziehbar zu gestalten. Er setzt kein Vorwissen voraus, er erwartet, dass man aufpasst und mitdenkt. In den ersten Zweidritteln des Romans funktionierte das für mich trotz des benötigten Aufwands recht gut. Die ersten beiden Abschnitte thematisieren die Zeit vor und während des Einsetzens des Hard Rains, eine Spanne von etwa fünf Jahren. Es ist faszinierend, wozu die Menschheit in der Lage ist, wenn sie all ihre Energie auf ein gemeinsames Ziel ausrichtet. Ich staunte über die technischen Lösungen, die ein Überleben im All ermöglichen und lernte, welche Hindernisse überwunden werden müssen. Hättet ihr gedacht, dass Wassermangel und radioaktive Strahlung zu den größten Herausforderungen zählen? Stephenson erläutert detailliert jedes Problem und Risiko, ohne die menschliche Ebene aus den Augen zu verlieren. Er bietet einige sympathische Identifikationsfiguren an, die sich heldenhaft für unsere Spezies aufopfern. Ich bewunderte sie alle und ärgerte mich über die Steine, die ihnen vor allem die irdische Politik in den Weg legte. „Seveneves“ lässt keinen Zweifel daran, dass Politik die Geißel der Menschheit ist, weil sie machthungrige, egoistische und skrupellose Individuen hervorbringt, deren einzige Agenda ihr eigenes Schicksal ist. Leider existieren solche Exemplare auch noch 5.000 Jahre später, weshalb die Wiederentdeckung der Erde in einen Krieg ausartet. Dieser dritte Part ist der Grund, warum ich das Buch lediglich mit drei Sternen prämieren konnte. Meiner Ansicht nach war der Zeitsprung zu groß, denn er zwang Stephenson, ausschweifendes historisches Kontextwissen bereitzustellen, das die Handlung immer wieder stocken und in den Hintergrund rücken ließ. Ich hatte das Gefühl, akute Entwicklungen waren nur sekundär von Belang und langweilte mich aufgrund des schmalen Realitätsbezugs, sodass mich nicht mal die als Schocker vorgesehenen Wendungen aus meiner Lethargie reißen konnten. Ich glaube, das letzte Drittel von „Seveneves“ war Neal Stephenson einfach nicht mehr so wichtig, was ich überdeutlich wahrnahm.

„Seveneves“ ist ein anregendes und beängstigendes Gedankenspiel, das mir vergegenwärtigte, wie wenig wir über das All wissen und wie schutzlos wir deshalb auf unserer Erdkugel durch die Galaxie treiben. Wahrscheinlich wollte Neal Stephenson mit diesem Roman sowohl für die Gefahren, die außerhalb unserer Atmosphäre lauern, sensibilisieren, als auch eine pointierte, exakte Untersuchung menschlichen Verhaltens in Extremsituationen vornehmen. Meiner Meinung nach gelang ihm beides, trotz des schwachen Endes. Mein Informationsstand mag begrenzt sein, doch ich glaube, das Szenario eines zerbrochenen Mondes ist durchaus möglich. Eine beklemmende Vorstellung, die Leser_innen, die sich in der Materie besser auskennen, vermutlich noch weit mehr zu schätzen wissen als ich. Mich beeinflusste die Lektüre dennoch nachhaltig: seit „Seveneves“ blicke ich mit anderen Augen in den Himmel.

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Rezension zu "Der Aufstieg und Fall des D.O.D.O." von Neal Stephenson

Ich fands wenig überzeugend
Flaventusvor 2 Monaten

Wenn Autoren die Zeitreise als Stilmittel für ihre Geschichte wählen, so werden die zwangsläufig mit dem Zeitparadoxon konfrontiert. Nun gehört es zum Geschick des Autors, dieses aufzulösen – oder zu seinem Unvermögen, es nicht zu tun, wie im Falle von »Der Aufstieg und Fall des D.O.D.O.«

Logiklücken

Mit den Zeitparadoxen kommen natürlich Logiklücken daher. Ich habe eine gewisse Toleranz gegenüber Fehlern jeglicher Art, aber wenn diese Überhand nehmen, breche ich ein Buch lieber ab, bevor ich mir das antue, wie sehr sich der Autor immer weiter verstrickt. Wenn die Protagonisten in der Zeit mehrfach zurückreisen müssen, um die Vergangenheit zu ändern und Hexen, die zu der Zeit leben zeitgleich in verschiedenen Zeitsträngen agieren, dann passen viele Dinge nicht. Hinzu kommt, dass der Grund, weshalb die Zeitreise unternommen wird, schon sehr hanebüchen ist.

Hat mich zu Beginn die Erzählweise noch angesprochen, so wird diese im weiteren Verlauf immer abstruser. Dabei ist die Idee, die Geschichte anhand von verschiedenen Tagebucheinträgen verschiedener Charaktere zu erzählen recht gut. Nur die späteren Protokolle werden eher ermüdend und passen irgendwie nicht ins Gesamtgefüge.

Sprecher

Dass die verschiedenen Tagebucheinträge von verschiedenen Personen gelesen werden, ist wiederum eine gelungene Idee des Hörverlags. Und auch wenn mir grundsätzlich Sprecherinnen bei Hörbüchern weniger gefallen, so passte es in diesem Fall doch sehr gut, dass die weiblichen Charaktere von Frauen eingesprochen wurden.

Übrigens wird dieses Hörbuch nicht zu einem Hörspiel, nur weil unterschiedliche Sprecher das Buch einsprechen.

Fazit

Der Start ins Buch war gut, aber nach und nach driftete es immer weiter ab bis die Ideen und Handlungen der Charaktere unlogisch und absolut unpassend wurden. Dass das ein oder andere Zeitparadoxon in Zeitreisegeschichten nicht aufgelöst werden, mag ich hinnehmen. Wenn es zu viele werden und die Handlungen dadurch zu unlogisch wird, dann breche ich das Hörbuch lieber ab, so wie im vorliegenden Fall. Ich habe das Hörbuch bei 60% abgebrochen, weil ich wenig Ambitionen hatte, dieses bis zum Ende zu hören.

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Rezension zu "Der Aufstieg und Fall des D.O.D.O." von Neal Stephenson

Irgendwas zwischen genial und nervtötend
sursulapitschivor 2 Monaten

Bei der Wahl zum verrücktesten Buch ever steht dieses hier weit oben auf der Liste. Es ist höchst eigen und irgendwas zwischen genial und nervtötend. Ich war mehrfach versucht, es abzubrechen, dann aber doch immer wieder fasziniert.

Das D.O.D.O. (Department of Diachronic Operations), ist eine militärisch strukturierte Geheimorganisation mit einem Faible für alberne Abkürzungen. Diachrone Operationen sind Zeitreisen, mit dem Ziel, die Vergangenheit so zu manipulieren, dass in der Gegenwart bestimmte Dinge eintreten oder auch nicht. 


Ihre Ziele bleiben dabei unklar. Ursprünglich heißt es, sie wollen die Magie in die Welt zurückholen, nur erfährt man nicht, warum sie das wollen sollten. Es ist auch nicht so wichtig, weil sich im Verlauf des Geschehens Hexen aus der Vergangenheit einmischen, die diese Ziele konsequenter verfolgen. Sie wollen, dass die Magie gar nicht erst verschwindet. Die Theorie ist: Die Wissenschaft und der technische Fortschritt haben die Magie verdrängt, also muss man die Wissenschaft ausbremsen. Das kann der heutigen Gesellschaft auch nicht gefallen.

Das alles erfährt man aus Chatprotokollen, Ereignisberichten, Mails, Tagebucheinträgen, was einerseits unglaublich witzig ist, andererseits, gerade beim Hörbuch, schon ein wenig die Nerven strapaziert. „Nachrichtenaustausch zwischen Dr. Melisande Stokes und Mortimer Shore auf privatem ODIN Kanal: Tag 1807. Mel: „Wo ist Rahel?“ Mortimer: „I don’t know. Checke ihren Dienstplan.“ Mel: …“

Dieses Buch ist total verrückt und episch. Hier hat sich jemand hemmungslos ausgetobt. Wenn eine Horde Wikinger den Walmart überfällt, weil ein Walmart aus Wikingersicht das Eldorado ist, dann bekommt man den Bericht des Ereignisses zu lesen und dazu noch das historische Dokument: „Ode an den Walmart“, und die ist LANG!
Gegen Ende bleibt dann eigentlich alles offen, was eine Fortsetzung vermuten lässt. 

Das Hörbuch wird wunderbar von unterschiedlichen Sprechern gelesen, die sehr gut in ihre Rollen passen. Es macht Spaß, es ist klug und witzig, zupft aber penetrant am Geduldsfaden des Lesers. 

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Gespräche aus der Community

Neu
Ich habe gerade das Buch *Diamond Age - Die Grenzwelt* von Neal Stephenson in einem SK für 50 Cent erstanden - jetzt sehe ich, dass dieses Buch recht hoch gehandelt wird, sieht also so aus, als ob ich ein Superschnäppchen gemacht habe, oder? würde gerne die Meinung von Kennern dazu lesen.
Zum Thema

Zusätzliche Informationen

Neal Stephenson wurde am 30. Oktober 1959 in Fort Meade, Maryland (Vereinigte Staaten von Amerika) geboren.

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