Neal Stephenson Amalthea

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Inhaltsangabe zu „Amalthea“ von Neal Stephenson

Der Mond explodierte ohne Vorwarnung und ohne erkennbaren Grund. Die Uhrzeit würde man später als A+0.0.0 oder schlicht Null bezeichnen …

05:03:12 Weltzeit. Die Stunde Null. Nach der Explosion des Mondes wütet über Jahrtausende ein Meteoritensturm, der die Erdoberfläche in eine unbewohnbare Wüstenei verwandelt. Um die Menschheit vor der Auslöschung zu bewahren, schickten die Nationen der Erde eine Flotte von Archen ins All. Der Asteroid Amalthea, der ursprünglich zu Forschungszwecken an eine internationale Raumstation angedockt worden war, soll der Kolonie als Schutzschild dienen. Doch das Leben im Weltraum fordert einen hohen Tribut, und die meisten Menschen sterben, bis schließlich nur noch sieben Frauen übrig sind, um eine neue Zivilisation zu begründen. 5000 Jahre später existieren zwei Völker: die Nachfahren derer, die die Katastrophe auf der Erde überlebt haben, sind primitive Siedler; die sieben Stämme der Nachkommen der Sieben Evas von der Raumstation hingegen hochkultiviert — und sie machen sich auf, die Erde zu kolonialisieren …

Herausragend recherchiert, mäßig geschrieben

— LeoLiest

Verspricht viel, kann aber vieles nicht halten. Schade.

— StefanBommeli

Ganz und gar fantastisch. Ein Epos und für mich bereits ein moderner Klassiker.

— Sundance88

»Der Mond explodierte ohne Vorwarnung und ohne erkennbaren Grund.«

— RawQ

Zersprengt alle Vorstellungen über SciFi

— apfelkindchen123

Großartiger Roman. Spannend erzählt - sogar lehrreich. Fesselnd.

— pailung

Spannendes Thema, aber viel zu technisch und detailreich, ein schludriges letztes Drittel und das Ende war auch fragwürdig.

— letusreadsomebooks

Amalthea ist ein Mammutroman auf 1000 Seiten und meiner Meinung nach, wird es ein zukünftiger klassischer Sciencefictionroman werden.

— Nespavanje

Eine originelle Zukunftsvision, wie gewohnt üppig und überbordend vor Ideen.

— lacrimosadiesilla

Ein Sci-Fi- Roman der seines gleichen sucht

— AllesAllerlei

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  • Rezensionen
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  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Der Weltuntergang zieht sich

    Amalthea

    LeoLiest

    16. November 2017 um 18:39

    Zweifellos steht ein enormer Aufwand hinter diesem Buch. Die Fülle an technischen Details ist beeindruckend, auch die schiere Breite der Geschichte. Vermutlich auch die Realitätsnähe, wobei mir die Kenntnisse fehlen, um das wirklich zu beurteilen.Doch so realitätsnah es auch sein mag, eigentlich ist diese Geschichte kein ungewöhnlich gestaltetes Physikbuch. Das am Anfang durchaus vorhandene Lesevergnügen geht mit der Zeit leider vollständig verloren, zumindest wenn man eine gewisse Spannung erwartet. Vor lauter Technik entwickeln die Figuren kaum eine Tiefe, die Handlung schleppt sich in diversen Strängen, mit wenigen Höhepunkten, dahin, ein durchgehendes dramaturgisches Konzept ist nicht erkennbar.Fazit: Stephenson ist zweifellos einer der brilliantesten (Zukunfts-)Wissenschaftler unter den Schriftstellern. Aber dieses Buch würde ich mir nicht erneut kaufen.

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  • Gut geschriebener Schunken, der die Prioritäten aber suboptimal legt.

    Amalthea

    StefanBommeli

    03. May 2017 um 15:05

    Die Idee ist gut und das Buch sprachlich über weite Strecken gut geschrieben. Viele technische Details wirken sorgfältig recherchiert und gehören offensichtlich zum Konzept, das Realitätsnähe (in der Fiktion) sucht. Abgesehen davon ist das Hardcover sehr aufwändig produziert, was mir gefällt.Doch Amalthea hält m.E. nicht, was ich mir davon versprochen habe:1. Der erste Teil ist einfach zu langatmig, verschlingt mehr als die Hälfte und wirkt in den Detailbeschreibungen allmählich ermüdend. Spannende Konzepte wie eine "Verfassung" nach dem Ende der Menschheit mischen sich mit operativen Banalitäten. Die Geschichte säuft irgendwann in der offensichtlichen Sachkenntnis des Autors ab.2. Der zweite Teil, der weit in der Zukunft spielt, wirkt ggü. Teil 1 zu abgekoppelt - nach sovielen Details in Teil 1, oft im Stundentakt der Ereignisse leuchtet mir einfach zuwenig ein, warum nun - wusch - 5000 Jahre übersprungen werden. Wir müssen bedenken: Mindestens ein Sprung von den ersten mesopotamischen Kulturen ins 21. Jahrhundert. Das "Science"-Element, das zunächst stark gemacht wurde, verliert sich m.E. uneinholbar. Für den durchaus würdevollen Versuch eines Monsterprojekts daher nur 2* - bedingt empfehlenswert.

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  • Amalthea ist eine Geschichte, die lange nachklingt.

    Amalthea

    RawQ

    Der Eröffnungssatz von Amalthea ist einfach und doch spektakulär: »Der Mond explodierte ohne Vorwarnung und ohne erkennbaren Grund.« Dieser sachliche und eher analytische Ton zieht sich durch den ganzen Roman. Mit wissenschaftlicher Präzision entfaltet sich ein Weltuntergangs-Szenario und als letzte Hoffnung bleibt eine Arche oder ein Schwarm von Archen im Orbit. Es ist kaum möglich, über diesen Roman eine Rezension zu schreiben, ohne nicht zumindest einige milde Spoiler preis zugeben (die, wie ich hoffe, Interesse wecken sollten). Wobei die Zusammenfassung bei Amazon schon viel zu viel verrät (mehr als ich in dieser Rezension) und die Beschreibung auf dem Buchcover sogar nahezu alles spoilert (nicht lesen!). Da der Roman in einer nicht allzufernen Zukunft spielt (ISS-Raumstation, Internet, Facebook usw.), bleibt die beschriebene Technik glaubwürdig und nahe an der Realität. Sehr detailliert erklärt Neal Stephenson das Navigieren im Orbit und wie Schwerkraft durch Rotation ermöglicht wird. Ich habe diese Beschreibungen sehr genossen, verstärkten sie doch das Gefühl, dass es sich so ereignet haben könnte. Zudem bleiben die Charaktere lebendig und glaubwürdig, werden nicht von den technischen Beschreibungen erdrückt. Einige kritisierten, dass die Protagonisten angesichts des Endes der Menschheit (zumindest auf der Erde) zu unberührt blieben. Jedoch halte ich es für eine Stärke, denn hier geht es nicht um ein Weltuntergang in Hollywood Manier. Zum einen handelt es sich bei den Protagonisten um Wissenschaftler, Ingenieure, rational und analytisch denkende Menschen, zum anderen gibt es sehr wohl emotionale Szenen. Jedoch ohne Pathos, sondern still, einfach, kraftvoll. Mir erschien jedoch der Countdown von zwei Jahren, bis zum harten Regen (einem schauer von Mondboliden der die Erde in ein glühendes Etwas verwandelt) zu kurz um eine nennenswerte Arche im Orbit aufbauen zu können, auch wenn die Ressourcen der gesamten Menschheit sich darauf konzentrieren würden. Ich fragte mich, wie die vielleicht tausend Menschen dort langfristig überleben sollten. Als einzige Technik, die wohl deutlich über dem heute möglichen liegt, eine Arme tausender kleiner Roboter. Aber anstatt dem Leser Hoffnung zu geben und eine Perspektive aufzuzeigen, erzeugt Neal Stephenson immer größere Bedrohungen, von technischen Versagen der Systeme zu dem Einschlag von Trümmern bis zu politischen Auseinandersetzungen. Eine irrwitzige Dezimierung der letzten Menschen, eine nicht aufzuhaltenden Spirale, der totalen Auslöschung scheint nahe. Diese Geschichte, welche in den ersten beiden von drei Teilen erzählt wird, ist großartig, intensive und erhält durch die genauen Beschreibungen ein Gewicht von der Masse des Mondes selbst. Doch dann ist da noch der dritte Teil. Hätte Neal nach immerhin knapp 680 Seiten aufgehört, wären es ohne jede Frage 5 Sterne. Ein in sich stimmiger Roman, der irgendwann eine Fortsetzung erfahren könnte, aber nicht müsste. Der dritte Teil spielt 5000 Jahre später und fühlt sich wie ein ganz anderes Buch an. Hier erschlagen einen Info Dumps und eine wirkliche Geschichte lässt sich lange nicht ausmachen. Zudem hat mich auch die ganze rassische Terminologie der Urmütter eigentlich genervt. Mir scheint eine genetische Durchmischung nach so langer Zeit und der geringen Ausgangspopulation unvermeidlich. Gegen Ende des dritten Teils treten die Beschreibungen jedoch in den Hintergrund und die Spannung kehrt zurück. Das Scharmützel am Ende ist von der Erzählperspektive (jemand der nicht im eigentlichen Geschehen steckt, sondern drum herum läuft) brillant inszeniert. Dieser letzte Teil, des letzten Teils rettet für mich dann doch noch den Roman im ganzen, auch wenn der Anfang des dritten Teils schwere Kost war. Amalthea ist in jedem Fall eine Geschichte, die lange nachklingt.

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    • 2
  • Das beste Buch 2016

    Amalthea

    apfelkindchen123

    16. November 2016 um 19:32

    Ich lese seit langem schon SciFi Bücher aber dieses Buch hat mich total beeindruckt. "Der Mond explodierte", dass ist der Anfangssatz des Buches und man stürzt direkt in das Szenario. Neal Stephenson hat auf 1000 Seiten etwas geschaffen, was einem zum denken gibt. Was passiert wenn der Mond explodiert und alleine die Besatzung der IS diejenigen sind, die die Menschheit fortsetzen sollen? Welche Menschen werden zur IS geschickt? Wer bleibt auf der Erde? Was passiert mit denen auf der Erde? Einfach nur spannenden und sehr zu empfehlen!!! Alleine das letzte Drittel des Buches ist im Gegensatz zu den zuvorigen wesentlich schwächer. Aber das ist ja bereits bekannt, dass Stephenson keine vernünftigen Enden schreiben kann. Aber die 7 Jahre Recherche sind in jeder Zeile wiederzufinden. Für mich das beste Buch des Jahres 2015/2016

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    • 3
  • Absturz ins Bodenlose

    Amalthea

    Babscha

    Ich spüre Erleichterung. Befriedigung wär natürlich besser gewesen, geht aber nicht. Und weshalb nicht? Weil ich unter Aufbietung aller inneren Lesekräfte und mit schierem Willen ein Buch, ein Monstrum, durchgehalten habe, auf das ich mich sehr gefreut hatte, das sich dann aber schon nach wenigen seiner über tausend Seiten als irgendwie verquer und unausgegoren, energieraubend im schlechtesten Sinne herausstellte. Aber da ja die Hoffnung wie immer zuletzt das Zeitliche segnet, hab ich mich dann doch am Riemen gerissen, immer in der zunehmend schwindenden Erwartungshaltung, dass sich doch bitte bitte irgendwann noch etwas tun, die story einen genialen Kniff oder Dreh erleben möge, der neues Interesse am Fortgang der Dinge wecken könnte. Aber Fehlanzeige auf ganzer Linie. Liebloses, irgendwie uninspiriertes Geschreibe, das nicht mal ansatzweise an die visionären Feuerwerke anderer genialer Schöpfer von Zukunftswelten heranreicht. Ja, ich bin so was von erleichtert. Es hinter mir zu haben, ohne abzubrechen, und dass ich mich endlich wieder lohnenderer Lektüre widmen kann. Und an die vertane Lesezeit darf man nicht mal denken. Aber ein (einziges) Gutes hat es ja gehabt: Tägliches Training der Armmuskulatur durch lesegerechtes Halten eines kiloschweren Wälzers. Noch kurz zur Geschichte: Durch irgendeine interstellare Katastrophe wird der Mond getroffen und bricht in kleinste Trümmer auseinander, die in den kommenden zwei Jahren auf die Erde herabregnen, diese komplett verwüsten und die Menschheit damit auslöschen werden. Im Wettlauf mit der Zeit bereiten die Nationen daher gemeinsam das Überleben ihrer Spezies im Weltraum vor und bauen hierzu mangels Alternativen die ISS als Rettungsinsel für einige hundert Auserwählte aus, die überleben sollen. Da sich die Erdbewohner schon in normalen Zeiten nicht grün sind, potenzieren sich alle Probleme unter dem Zeitdruck dieser Extremsituation natürlich sprunghaft. Mann, was hätte man aus dieser Grundidee (und nur für diese gibts den einen Stern) alles machen können, eine handfeste, solide, packende Geschichte. Stattdessen ergeht sich Stephenson über hunderte von Seiten in endlosen technischen und völlig unwichtigen Detailbeschreibungen seiner Raumarchen und des ganzen Drumherums, was vielleicht ein paar Nerds oder Raketenwissenschaftler oder wen auch immer in Verzückung setzen mag, den normalen Leser wie mich aber endlos langweilt und die eigentliche Handlung immer wieder fast zum Stillstand bringt. Und wer sich zumindest zum Ende hin nach einem Zeitsprung von 5000 Jahren zumindest noch ein fulminantes Ende erhofft, wird ebenso maßlos enttäuscht. Und wie schon in seinen früheren Werken zeigt sich auch hier wieder ganz deutlich: Menschen formen kann Stephenson einfach nicht. Alle Figuren bleiben absolut farblos, austauschbar, unsympathisch. Sie sind hier ganz deutlich erkennbar reines Mittel zum Zweck und reagieren durchgängig irgendwie unlogisch, abstoßend, fremdartig, geradezu unmenschlich. Nicht zu einem einzigen Protagonisten konnte ich auch nur ansatzweise irgendeine Verbindung aufbauen, geschweige denn Interesse an seiner/ihrer persönlichen Weiterentwicklung spüren. Total egal, alles wird der rein technisierten Denke und Zielsetzung des Autors unterworfen. So funktionieren Science-Fiction-Bücher leider nicht. Wie es anders geht, haben sonstige Autoren bestens bewiesen. Schade drum. Von daher: Mr. Stephenson, wünsche Ihnen für die Zukunft weiterhin gutes literarisches Gelingen. Aber ab sofort ohne mich, denn einen weiteren Versuch werde ich nicht mehr starten. Never ever! Farewell!

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    • 7
  • Enttäuschung ist gar kein Ausdruck!

    Amalthea

    Lee-Lou

    13. July 2016 um 16:09

    05:03:12 Weltzeit. Die Stunde Null. Nach der Explosion des Mondes wütet über Jahrtausende ein Meteoritensturm, der die Erdoberfläche in eine unbewohnbare Wüstenei verwandelt. Um die Menschheit vor der Auslöschung zu bewahren, schicken die Nationen der Erde eine Flotte von Archen ins All. Der Asteroid Amalthea, der ursprünglich zu Forschungszwecken an die internationale Raumstation angedockt worden war, soll der Kolonie als Schutzschild dienen. Doch das Leben im Weltraum fordert einen hohen Tribut, und die meisten Menschen sterben. Schließlich sind nur noch sieben Frauen - die sieben Evas - übrig, um eine neue Zivilisation zu begründen. 5000 Jahre später existieren zwei Völker: Die Nachfahren derer, die die Katastrophe auf der Erde überlebt haben, sind primitive Siedler; die sieben Stämme der Nachkommen der Sieben Evas sind hingegen hoch kultiviert - und sie machen sich auf, die Erde zu kolonialisieren ... Persönliche Meinung: Dieser Klappentext klingt so, so gut. Ich habe wirklich gehofft, hier in eine ganz andere atemberaubende neue Welt abzutauchen. Doch hier ist der Inhalt so unterirdisch schlecht, dass dieses Buch nun zu dem schlechtesten Roman gehört, den ich je in Händen gehalten habe. Neue Maßstäbe sind gesetzt! Die ganze Geschichte besteht aus ständigen richtig in die Länge gezogenen wissenschaftlichen Beschreibungen, die aber so geschrieben sind, dass der Leser (jedenfalls ich) nur - wenn überhaupt - die Hälfte versteht. Es gibt relativ wenig Interaktion, einige Protagonisten und viel, viel mehr Beschreibungen, die den Lesespaß komplett zerstören. Aufgrund der hohen Seitenzahl war für mich von Beginn an klar, dass ich mir die Geschichte von Detlef Bierstedt vorlesen lasse. Aber er liest so, dass das alles sehr monoton und zugleich irgendwie lustlos klingt, obwohl er sich wirklich bemüht allen Protagonisten eine Persönlichkeit zu geben und Emotionen rüberzubringen. Was ihm aber nicht gelingt und dem Ganzen nochmal eins draufsetzt. (Auf Amazon gibt es eine Hörprobe) Nach knapp 300 Seiten (8,5 h Hördauer) habe ich mich dazu entschlossen, dieses Buch nicht zu beenden. Es hätte einfach keinen Sinn und würde meine Meinung auch nicht ändern.

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  • Ein spannendes Thema, für mich zu technisch umgesetzt

    Amalthea

    letusreadsomebooks

    25. May 2016 um 15:11

    05:03:12 Weltzeit, die Stunde Null. Nachdem der Mond explodiert ist, wütet über Jahrtausende ein Meteoritensturm, welcher die Oberfläche der Erde in eine Wüstenei verwandelt. Die Nationen der der Erde beschließen, eine Flotte von Archen in das All zu schicken, um die Menschheit vor der Auslöschung zu bewahren. Angedockt an die Raumstation ISS ist der Asteroid Amalthea, der als Schutzschild für die Kolonie dienen soll. Doch das Leben im Weltall fordert einen hohen Tribut von den Überlebenden. Nachdem ich die letzte Seite von Neal Stephensons neuem Roman Amalthea beendet hatte, machte sich zunächst Erleichterung breit. Aber nicht weil das Buch so schlecht gewesen war, sondern weil es den Leser wirklich fordert und teilweise anstrengend zu lesen ist. Wer bereits Bekanntschaft mit dem Autor gemacht hat, der wird wissen, dass sich seine Bücher durch eine sehr hohe Detaildichte auszeichnen, ebenso wie seitenlange wissenschaftliche Beschreibungen und Erklärungen. Bis jetzt hatte ich von Stephenson nur die Barock-Trilogie gelesen, welche im europäischen Zeitalter der Aufklärung spielt und mir sehr gut gefallen hat. Amalthea dagegen ist in der Zukunft angesiedelt. Leider gelingt dieses Mal nicht der Spagat zwischen umfassenden technischen Ausführungen und einer spannend erzählten und interessanten Handlung. Die Handlung fand ich sofort sehr ansprechend, doch leider geht sie für mich zu oft unter zwischen den ganzen Beschreibungen. Hier fließen vor allem Theorien aus der Physik, Genetik und Astronomie ein. Und ich muss ehrlicherweise gestehen, dass ich die wissenschaftlichen Aspekte, die nun mal eine zentrale Rolle spielen, gelegentlich nicht im vollen Umfang verstanden habe und hier dem Autor nicht immer folgen konnte. Eine Beurteilung, inwiefern diese Ausführungen glaubhaft sind, kann ich daher in keinem Fall abgeben. Durch diese Verständnisprobleme war das Buch auch nicht durchweg spannend zu lesen, denn die gesamte Handlung kommt aufgrund der detailreichen Beschreibungen nur langsam voran. Aber wie bereits angedeutet hat der Roman auch positive Aspekte. Die zugrundeliegende Idee, dass die Erde zerstört wird und die Menschheit versucht, sich ein neues Leben im Weltall aufzubauen, finde ich sehr interessant. Zudem sind die technischen Aspekte immer sehr anschaulich beschrieben. Generell gelingt es dem Autor auch gut, den Umgang der Menschen mit dieser bevorstehenden Katastrophe zu beschreiben, auch wenn es nur schwer vorstellbar ist, dass alles so verhältnismäßig ruhig vonstattengeht. Grundsätzlich hätte ich mir gewünscht, dass der Autor sich neben den vielen technischen Erklärungen stärker auf soziologische Aspekte konzentriert, die so eher untergehen. Da hier eindeutig die Geschichte im Vordergrund steht, sind die Charaktere nicht unbedingt detailliert ausgearbeitet, was aber eben aufgrund der spannenden Thematik nicht weiter gestört hat. Denn es geht eben nicht um die Lebensgeschichte von einzelnen Personen und ihre Entwicklung, sondern darum, wie sie in dieser konkreten Situation, dem bevorstehenden Untergang der Erde, handeln. Das Buch ist in drei Teile geteilt, wobei der dritte Teil 5000 Jahre in der Zukunft angesiedelt ist. Und so viel Detailliebe der Autor in die Erklärungen der ersten beiden Drittel gesteckt hat, fehlt sie hier. Die Informationen zu den Geschehnissen der vergangenen fünf Jahrtausenden (!) wirken sehr lieblos und langweilig. Und am Schluss konnte ich ehrlicherweise gar nicht mehr folgen. Ich möchte das Ende natürlich nicht verraten, aber hier fehlten mir doch einige Erklärungen, wie das möglich sein soll. Gerade der Kontrast zwischen der Ausführlichkeit der ersten Teile und den Geschehnissen am Ende ist sehr stark. Die Überlegungen von Stephenson und seine Grundidee finde ich nach wie vor sehr spannend. Wie er das allerdings umsetzt, gefällt mir weniger. Für mich ist der Roman einfach zu technisch. Meine Hoffnung, dass er neben den wissenschaftlichen Details auch auf die kulturellen Entwicklungen und Umstände eingeht (Religionen spielen zum Beispiel fast gar keine Rolle) wurde leider enttäuscht. So ist das Buch eher für Leser, die sich für Weltraumtechnik, Umlaufbahnberechnungen und Methoden zum Antrieb von Raumschiffen begeistern können, bestens geeignet.

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  • Leider nein!

    Amalthea

    Jeanne_Darc

    Was wenn der Mond explodiert? Was wenn man nur 2 Jahre Zeit hat um einen Notfallplan für die Menschheit zu konstruieren? Eckdaten zum Buch: Erscheinungsdatum :09.11.2015 Verlag : Manhattan ISBN: 9783442547623 Fester Einband 1.056 Seiten Sprache: Deutsch Genre. Sci-Fi Autor: Er wurde am 31. Oktober 1959 in Fort Meade, Marland geboren. Als Sohn einer durch die Wissenschaft geprägten Familie, wächst Neal Stephenson mit Themen der Elektrotechnik und Biochemie auf. Er beschließt nach der Schule ein Physikstudium in Bosten aufzunehmen. Um den Großrechner des Institutes nutzen zu können, wählt er im Hauptfach Geografie. Nach dem Studium schreibt Neal Stephenson einen ersten Roman und ist als Wissenschaftsjournalist tätig. Eher am Rande widmet er sich naturwissenschaftlichen Themen, beispielsweise ist er als Berater eines Raumfahrtunternehmens tätig und verfolgt in seiner Werkstatt kleine eigene Projekte. Neal Stephenson bezeichnet sich selbst als Science-Fiction Autor, ist Begründer des Begriffes "Avatar" und seine Werke sind von experimentellen Medien als auch historisch detailgetreu recherchierten Texten geprägt. Klappentext: Der Mond explodierte ohne Vorwarnung und ohne erkennbaren Grund. Die Uhrzeit würde man später als A+0.0.0 oder schlicht Null bezeichnen … 05:03:12 Weltzeit. Die Stunde Null. Nach der Explosion des Mondes wütet über Jahrtausende ein Meteoritensturm, der die Erdoberfläche in eine unbewohnbare Wüstenei verwandelt. Um die Menschheit vor der Auslöschung zu bewahren, schickten die Nationen der Erde eine Flotte von Archen ins All. Der Asteroid Amalthea, der ursprünglich zu Forschungszwecken an eine internationale Raumstation angedockt worden war, soll der Kolonie als Schutzschild dienen. Doch das Leben im Weltraum fordert einen hohen Tribut, und die meisten Menschen sterben, bis schließlich nur noch sieben Frauen übrig sind, um eine neue Zivilisation zu begründen. 5000 Jahre später existieren zwei Völker: die Nachfahren derer, die die Katastrophe auf der Erde überlebt haben, sind primitive Siedler; die sieben Stämme der Nachkommen der Sieben Evas von der Raumstation hingegen hochkultiviert — und sie machen sich auf, die Erde zu kolonialisieren … Cover: Episch - dieses Wort beschreibt das Cover auch sehr gut - gemeinsam mit dem sehr interessant anmutenden Schreibstil zieht einen das Buch sofort in den Bann und man fängt unwillkürlich an daran zu denken, was man selbst machen würde in solcher einer Situation. Schreibstil: Trocken, ist hier der vorherrschende Begriff um das Buch zu beschreiben. Der Schreibstil ist geprägt von Fachbegriffen aus Physik und Chemie, Stephensons Theorien und vielen, vielen Formeln. Ich hatte eigentlich das Gefühl, dass der Autor das ein oder andere Mal die Story etwas aus den Augen verloren hat nur um seine Formeln und Theorien im Buch zu platzieren. Ich selbst konnte mit diesen leider nicht viel anfangen. Meinung: Vielversprechend - war das Buch zu beginn und ich glaubte einen spannenden Sci-Fi Roman in Händen zu halten - doch bald kehrte Ernüchterung ein. Die Story gelangte nicht selten in den Hinttreff. Protagonisten und Charakter gibt es viele aber ausgereift sind wenige - manche dienen nur dazu neue chemische Formeln in den Raum zu werfen oder weitere Theorien ins Rennen zu werfen. Einen persönlichen Bezug konnte ich zu keinem der zahlreichen Personen aufnehmen. Klingt hart aber es wäre mir egal gewesen ob sie existieren oder nicht. Auch ansonsten hat mich das Buch enttäuscht - man hätte rein aus der Plotidee einen wundervollen Roman lesen können, aber ohne Hintergrundwissen ist dieser Roman praktisch unlesbar. Ich glaube für Leute die in diesem Bereichen bewandert sind, ist dieses Buch wie ein heiliges Manifest, aber für den Otto-Normalverbrauch wohl eher eine trockene Lektüre. Fazit: Leider nichts für mich, da ich einfach keine Affinität zu diesen chemischen/physischen Details habe und mir die Geschichte an sich einfach viel zu sehr vernachlässigt wurde zugunsten des eingebauten Fachwissens. Cover: 1 von 1 Stern Schreibstil: 0,2 von 1 Stern Protagonisten: 0,4 von 1 Stern Thematik/Umsetzung: 0,6 von 1 Stern Gesamteindruck: 1,2 von 5 möglichen Sternen

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    • 2
  • Wenn der Mond zerbricht

    Amalthea

    Nespavanje

    18. February 2016 um 11:20

    „Der Mond explodierte ohne Vorwarnung und ohne erkennbaren Grund." ist der erste Satz in diesem wirklich sehr einzigartigen Werk von Neal Stephenson. Er zerbricht in sieben Gesteinsbrocken, die alle an Ort und Stelle verblieben und der Menschheit einen faszinierenden Anblick bieten. Dabei wird allerhand gerätselt, was denn nun die Ursache gewesen ist: von Aliens und von einem winzigen schwarzen Loch ist die Rede, was allerdings die Ursache war, bleibt im Dunkeln. Als ein Brocken des Mondes, genannt die Kidneybohne, durch das kollidieren mit einem anderen Brocken in zwei weitere Gesteinsbrocken zerbricht, macht sich die Wissenschaftler keine Gedanken mehr was passiert war, sondern was noch passieren wird. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt, da die einzelnen Mondteile nun weiter exponentiell kollidieren und zerbrechen, und so einen Meteoritenschauer auslösen, der das Leben auf der Erde auslöschen würde. Mit großem Interesse habe ich Neal Stephensons – Amalthea – gelesen und gleich mal vorweg, kann ich ein großes Lob an den Manhattan Verlag aussprechen, denn anders als der englische Originaltitel – Seveneves –, spoilert der deutsche Titel so gut wie gar keine Details aus der Erzählung. Der englische Titel bezieht sich zumindest auf zwei verschiedene Ereignisse. Allerdings will ich hier nicht zu sehr vorgreifen und den Leser selber diese Dinge entdecken lassen. Apropo Spoilern: Hier ist die Leserschaft ist oft sehr zwiegespalten. Den einen stört es kein bisschen wenn gespoilert wird, den anderen stößt so mancher Klappentext sauer auf. Meistens versuche ich es zu vermeiden den Klappentext zu lesen und bei – Amalthea – ist es mir nun nicht gelungen. Zum Glück war die Geschichte rund um den zerstörten Mond so spannend, dass es mir auch nur sehr wenig ausgemacht hat, dass der Klappentext, meinem Geschmack nach, zuviel verraten hat. Dabei ist es wahrscheinlich gar nicht so einfach, einen rechten Mittelweg zu finden. Einerseits soll man nicht zu viel von der Story erzählen und andererseits sollte man die Leserschaft trotzdem auf den Roman neugierig zu machen. Amalthea ist ein Mammutwerk, dass über eintausend Seiten lang ist, und bestimmt ein zukünftiger klassischer Sciencefictionroman ist. Ich wäre nicht erstaunt, würde nicht eine findiger Hollywood-Regisseur auf dieses Werk aufmerksam und es verfilmen. Eine Kinokarte hättet ihr nun schon mal fix verkauft liebe Filmemacher. Die eintausend Seiten sind in drei Teile unterteilt, wobei der letztere 5000 Jahre in der Zukunft spielt und daher auch immer wieder kurze Ausblicke auf die vergangenen Jahrtausende wirft, wo es eben sich in die Geschichte gut einfügt. Im Vordergrund stehen dabei die Ereignisse rund um die lunare Katastrophe und verschiedenen Wissenschaftlern, die versuchen die Menschheit zu retten. Politisch wird die Geschichte auch an mehreren Punkten, allerdings fügt sich dieses Element der Erzählung harmonisch ein und ist nicht zu vordergründig, wie vergleichsweise in – Roter Mars – von Kim Stanley Robinson. Wobei dieser Auftakt zu einer dreiteiligen Reihe auch sehr zu empfehlen ist. Amalthea ist mein erster Roman von Neal Stephenson, der nicht zuletzt wegen seiner bisher erschienen Romane, als einer der größten amerikanischen Gegenwartsliteraten gehandelt wird. Nun bin ich auf ihn nun aufmerksam geworden und bin zuversichtlich, dass ein oder zwei weitere seiner Romane, den Weg in mein Bücherregal finden werden.

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  • Epos vom Ende, Anfang und Wiedererstehung

    Amalthea

    michael_lehmann-pape

    11. February 2016 um 08:01

    Epos vom Ende, Anfang und Wiedererstehung Neal Stephenson ist einer der Fachmänner für gut recherchierte, im Wissen fundierte und in großer Einzelheit dargelegter „Technik Thriller“, der sich in diesem Werk tatsächlich noch einmal selbst übertrifft. Wie es Stephenson gelingt, ungeheuer kleinteilig zu verbleiben, alles zu erläutern, zu erklären, den Leser mit auf geozentrische und heliozentrische Umlaufbahnen zu nehmen, Nao Roboter als Werkzeuge und Waffen im Detail zu erläutern, Habitate vor den Augen des Lesers entstehen lässt, einen Zeitraum von 5000 Jahren auf zwei Hauptzeitebenen (Damals und in der Gegenwart des Buches 5000 Jahre später) zusammenzufassen inklusive der „Geschichte dazwischen“, wie er einzelne Charaktereigenschaften von Menschen zu ganzen Ethnien ausbaut, die Besiedelung eines abgesprengten Felsstückes vom Mond oder die „Herbeischaffung“ eines „Eisberges“ aus dem All samt „Dampfantrieb“ minutiös schildert, die Genetik en Passant nach vorne denkt, das packt den Leser und besitzt einfach Klasse. Alleine schon deswegen, weil Stephenson eben trotz aller Kleinteiligkeit eben nicht die Technik in den Mittelpunkt seines Werkes stellt, sondern in gleicher Weise differenziert und mit spürbarem Interesse an seinen Personen die Charaktere im Buch entwickelt. Und die Frage, ob der Mensch lernfähig wäre (im ersten Augenblick selbst angesichts der maximalen Katastrophe scheinbar eher nicht). Das es gelingt, gerade im Angesicht der breiten Erläuterungen den Leser dabei in keiner Phase des Buches zu langweilen, eine Neigung zum „überschlagen von Seiten“ gar nicht erst aufkommen lässt, das ist schon eine hohe schriftstellerische Qualität. Wie es wäre, wenn die Erde vergeht, der Mond explodiert, der „harte Regen“ die Oberfläche des Planeten für tausende von Jahren unbewohnbar macht, wie es geplant wäre, den Menschen im Orbit anzusiedeln, welche komplexen Schwierigkeiten es hier geben würde (und das ist nicht der einzige Ort, an dem Stephenson Habitate im Buch verortet), all das liest sich intensiv, spannend und hochgradig realitätsnah (mit ein paar, dem Ablauf und der Spannung geschuldeten Vereinfachungen). Und ebenso überzeugend stellt sich dar, was und warum sich daraus entwickeln wird, was sich entwickelt. Mit einem temporeichen Finale und mit dort ausgesprochenen, im gesamten Werk aber hintergründig zu spürender Frage nach „Dem Zweck“. Und wie wichtig allein schon die Frage danach für die Menschheit sein sollte (und leider nicht ist). Nicht erst in Umlaufbahnen, sondern schon jetzt, wo der Mond noch am Firmament steht. Denn auch für die Gegenwart gilt: „Sie haben ihr eigenes Epos, das, nach allem, was wir wissen, mit unserem vergleichbar sein könnte“. Vielleicht ist es „Der Zweck“, das zu erkennen. Unter anderem durch diesen rundweg hervorragenden Roman.

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  • Ein Sci-Fi- Roman der seines gleichen sucht

    Amalthea

    AllesAllerlei

    11. January 2016 um 10:12

    Stephensons Schreibstil ist gleichermaßen Detailverliebt, rasant und dennoch Wissensaufbauend da er so ziemlich alles was für den Leser wichtig sein könnte um die Handlungsweisen der Charaktere zu verstehen bzw. um verstehen zu können welche Probleme und Herausforderungen den Charakteren gegenüberstehen.  In der drei Teiligen Handlung finde ich jedoch das der letzte Teil für mich persönlich am wenigsten Spannung enthält und mich am wenigsten begeistern konnte. 

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  • Am Anfang war der Knall

    Amalthea

    Havers

    08. January 2016 um 08:03

    Dystopien haben spätestens seit „Die Tribute von Panem“ Hochkonjunktur. Aber mit diesen doch eher einfach gestrickten Romanen kann und sollte man „Amalthea“, den neuesten Roman Neal Stephensons (2015 in der deutschen Übersetzung von Nikolaus Stingl / Juliane Gräbener-Müller bei Manhattan erschienen) nicht vergleichen, denn der amerikanische Autor hat weit mehr als nur ein Weltuntergangsszenario zu bieten. Stephenson kommt aus einer Familie von Naturwissenschaftlern und hat selbst sowohl Physik als auch Geografie studiert. Und diese Kenntnisse, die er sich während seines Studiums angeeignet hat, fließen immer wieder in seine Werke ein, die dem Science-Fiction Genre zuzuordnen sind. Bei den Informationen, die er verarbeitet, beschränkt er sich nicht auf oberflächliche, pseudowissenschaftliche Beschreibung von spekulativer Effekthascherei, sondern begibt sich in die Tiefen verschiedener naturwissenschaftlicher Theorien – Physik, Genetik, Raumfahrt, Astronomie, um nur einige zu nennen. „Amalthea“ beginnt buchstäblich mit einem Knall: der Mond explodiert, und plötzlich sind es sieben Teilstücke, die seinen Platz einnehmen. Aber das ist erst der Anfang, denn es ist zu erwarten, dass diese Bruchstücke in naher Zukunft miteinander kollidieren, was ein Meteoriten-Bombardement der Erde und die Auslöschung des menschlichen Lebens zur Folge hätte. Die Rettung der gesamten Menschheit scheint unmöglich, und so einigt man sich darauf eine Auswahl zu treffen, die das Überleben der Spezies sicherstellt. Dazu benötigt man eine neue „Arche Noah“. Amalthea, der kleine Asteroid, angedockt an die Raumstation ISS, soll die zukünftige Basis und neue Heimat werden… Wie dieses Projekt realisiert wird, welche Schwierigkeiten es zu bewältigen gilt, wie sich die Lebensbedingungen im All darstellen, wer schlussendlich überleben wird und ob es Hoffnung für eine Neukolonisation der Erde gibt – um diese zentralen Fragen kreist Neal Stephensons Roman. Dabei macht er es dem Leser nicht immer leicht, denn er füttert ihn seitenlang mit trockenen Fakten, die den Fortgang der Handlung zwar immer wieder ausbremsen, im Gegenzug aber für ein höchst realistisches Szenario sorgen und die entsprechenden Hintergrundinformationen liefern. Reißerische Effekte sind es nicht, auf die der Autor abzielt. Ihm geht es vielmehr um die korrekte Übermittlung von Fakten. Von daher sollte der Leser ein gewisses Maß an technischem und naturwissenschaftlichem Interesse und Verständnis mitbringen, denn dann wird er mit einem anspruchsvollen, aber dennoch höchst spannenden Leseerlebnis belohnt!

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  • Zu technisch und langatmig, um spannend zu sein

    Amalthea

    raven1711

    27. December 2015 um 20:55

    Inhalt aus dem Klappentext: 05:03:12 Weltzeit. Die Stunde Null. Nach der Explosion des Mondes wütet über Jahrtausende ein Meteoritensturm, der die Erdoberfläche in eine unbewohnbare Wüstenei verwandelt. Um die Menschheit vor der Auslöschung zu bewahren, schickten die Nationen der Erde eine Flotte von Archen ins All. Der Asteroid Amalthea, der ursprünglich zu Forschungszwecken an eine internationale Raumstation angedockt worden war, soll der Kolonie als Schutzschild dienen. Doch das Leben im Weltraum fordert einen hohen Tribut, und die meisten Menschen sterben, bis schließlich nur noch sieben Frauen übrig sind, um eine neue Zivilisation zu begründen. 5000 Jahre später existieren zwei Völker: die Nachfahren derer, die die Katastrophe auf der Erde überlebt haben, sind primitive Siedler; die sieben Stämme der Nachkommen der Sieben Urmütter von der Raumstation hingegen hochkultiviert — und sie machen sich auf, die Erde zu kolonialisieren … Meinung: Als der Mond explodiert ist nichts mehr so, wie es einst war. Die Menschheit ist gezwungen, innerhalb von 2 Jahren eine Ausweichmöglichkeit für ihr Überlebend zu finden, denn die Bruchstücke des Mondes werden den Planeten für ca. 5000 Jahre unbewohnbar machen. Eine Möglichkeit findet sich in der ISS, die an den Kometen Amalthea angedockt ist, und die Erde umkreist. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt. 5000 Jahre später kehren die überlebenden Menschen zur Erde zurück um diese wieder zu besiedeln, doch auch auf der Erde haben Menschen überlebt. Protagonisten gibt es zahlreiche im Buch und zu den wenigstens konnte ich richtig bezug aufbauen. Oft hatte ich das Gefühl, dass der Autor nur Figuren für seine physikalischen Berechnungen braucht, die in dem Buch zahlreich vorkommen. Tiefe bei den Charakteren konnte ich leider keine Ausmachen und das Schicksal der Figuren konnte mich leider nicht berühren. Man merkt dem Buch an, dass es dem Autor wichtig war, die technischen Möglichkeiten der Raumfahrt und die Physik in Einklang zu bringen. Leider fehlt es Stevenson aber an Talent, seinen Lesern und den Physiklaien darunter seine Theorien spannend zu vermitteln. Zwar packt er viele Dialoge in seine Erklärungen, trocken blieb die Thematik trotzdem und der Funke und vor allem das Verständnis sprangen bei mir einfach nicht über. Und so quälte ich mich richtig durch das Buch, denn es sind so viele Theorien im Buch vertreten, dass die Handlung schon zur Nebensache wurde. Was wirklich sehr schade ist, denn die Grundidee hinter dem Buch finde ich nach wie vor sehr spannend. Erzählt wird der Roman in der dritten Person, die Sichtweise wechselt zwischen den verschiedensten Charakteren. Die Kapitel sind sehr lang gehalten und wegen den vielen technischen Beschreibungen wird das Buch extrem langatmig und trocken. Wie schon erwähnt, geht der Spannungsbogen im Buch wegen den vielen ausufernden Beschreibungen unter. Es ist wirklich sehr schade, dass Neal Stephenson sein Wissen nicht unterhaltsamer vermitteln konnte. Dabei hat das Buch so vielversprechend angefangen... Fazit: Amalthea und ich war wohl nichts. Zu trocken waren mit Stephensons Theorien und bei seinen Erklärungen hat mein Gehirn abgeschaltet und wollte nicht mehr. Die Grundidee wirkt fast schon nebensächlich in diesem Buch und auch mit den Charakteren konnte ich fast nichts anfangen. Für Physik-Geeks ist das Buch bestimmt lohnenswert, für alle die, die es ein wenig spannungs- und actionreicher haben wollen, weniger. Von mir gibt es leider nur 1,5 von 5 Punkten.

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    Ein ganz neues Leben

    Daniliesing

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