Ned Beauman

 3.7 Sterne bei 31 Bewertungen
Autor von Glow, Flieg, Hitler, flieg! und weiteren Büchern.

Neue Bücher

Warum der Wahnsinn einer Niederlage vorzuziehen ist
Neu erschienen am 15.09.2018 als Hardcover bei Tempo.

Alle Bücher von Ned Beauman

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Ned BeaumanGlow
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Glow
Glow
 (13)
Erschienen am 12.09.2017
Ned BeaumanFlieg, Hitler, flieg!
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Flieg, Hitler, flieg!
Flieg, Hitler, flieg!
 (11)
Erschienen am 15.04.2010
Ned BeaumanEgon Loesers erstaunlicher Mechanismus zur beinahe augenblicklichen Beförderung eines Menschen von Ort zu Ort
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Egon Loesers erstaunlicher Mechanismus zur beinahe augenblicklichen Beförderung eines Menschen von Ort zu Ort
Ned BeaumanFlieg, Hitler, flieg!: Roman
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Flieg, Hitler, flieg!: Roman
Flieg, Hitler, flieg!: Roman
 (1)
Erschienen am 07.03.2013
Ned BeaumanWarum der Wahnsinn einer Niederlage vorzuziehen ist
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Warum der Wahnsinn einer Niederlage vorzuziehen ist
Ned BeaumanDer Boxer
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Der Boxer
Der Boxer
 (0)
Erschienen am 06.10.2011
Ned BeaumanFlieg, Hitler, flieg!
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Flieg, Hitler, flieg!
Flieg, Hitler, flieg!
 (1)
Erschienen am 19.04.2010
Ned BeaumanFlieg, Hitler, flieg!
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Flieg, Hitler, flieg!
Flieg, Hitler, flieg!
 (0)
Erschienen am 08.04.2010

Neue Rezensionen zu Ned Beauman

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Bris avatar

Rezension zu "Glow" von Ned Beauman

Folge dem Leuchten
Brivor einem Jahr

London 2010, die Metropole pulsiert und das nicht nur am Tag. Des nächtens, wenn Raf wegen seiner außergewöhnlichen Schlafstörung, die ihn aus dem allgemeinen 24-Stunden-Rhythmus der Normalbürger herausreißt, Party macht, umso mehr. Gemeinsam mit seinem besten Freund Isaac gibt er sich zudem einem Livetest verschiedenster psychoaktiver Substanzen hin - natürlich vor allem wegen seiner Schlafstörung, die es ihm nicht einmal erlaubt, eine normale Liebesbeziehung aufrecht zu erhalten. Isaac hat mal wieder einen nicht ganz legalen Rave organisiert. In einem Waschsalon. Und genau in diesem Waschsalon sieht Raf sie zum ersten Mal.

Sie heißt Cherish und ist eine junge Frau asiatischer, genauer burmesischer, Herkunft. Raf ist hin und weg von ihr und während er sich auf sie konzentriert, gerät sein Umfeld ins Trudeln. Zunächst verschwindet ein Freund spurlos. In einen weißen Lieferwagen wurde er gezerrt. Der von ihm betriebene Piratensender Myth läuft weiter, merkwürdigerweise jedoch mit einem ausgesuchten Programm burmesischer Musik. Überhaupt geschehen Dinge, die rein logisch nicht nachvollziehbar sind. Auf den ersten Blick jedenfalls.

Üblicherweise etwas, was mir persönlich bei der Lektüre eher gegen den Strich geht, doch Ned Beauman versteht es grandios, mich eben das vergessen zu lassen - natürlich auch dank der wunderbar soghaften Übersetzung von Kathrin Passig und Gerhard Henschel, der man es überhaupt nicht anmerkt, dass da zwei Personen zu Gange waren.

Plötzlich scheint alles eine Bedeutung zu haben, Synchronizitäten tauchen auf, Stück für Stück steigt Raf tiefer in eine Geschichte ein, die oberflächlich gesehen verworrener nicht sein könnte, doch es ist vollkommen gleichgültig, dass es immer wieder neue Wendungen und Ereignisse gibt, die eine Lösung scheinbar in weite Ferne rücken lassen. Scheinbar deshalb, weil Ned Beauman sehr genau weiß, wo er mit seiner flotten, unterhaltsamen, äußerst intelligent gestrickten Geschichte hin will. Als Leser*in folge ich bereitwillig und sehe immer wieder Dirk Gently vor mir, der zwar mit dieser Geschichte gar nichts zu tun hat, aber die richtige Grundhaltung an den Tag legt: einfach den Hinweisen, die wie kleine glühende Punkte innerhalb der fortlaufenden Erzählung aufleuchten, folgen. Der Glanz, den sie ausstrahlen ist magisch und bezirzend und deshalb bleibt eh keine andere Wahl. Dennoch sind die Hinweise - so mal ganz holistisch gesehen - immer wichtig und zielführend, auch wenn das auf den ersten Blick nicht erkennbar ist.

Häufig wird das, was Beauman hier erschafft, als Sci-Fi verkauft, doch das ist es meiner Meinung nach mitnichten. Diesem Parforceritt ein Etikett zu verpassen ist ebenso schwierig wie unnötig. Was aber ganz eindeutig ist, ist die Brillanz mit der Beauman im Plot Haken schlägt, intelligent formuliert und seine vielen schrägen und genialen Ideen zum leuchten bringt. Denn alles ist Leuchten. Von Füchsen, die offensichtlich mehr als klug sind und Raf immer öfter auffallen bis hin zu Carl von Linnés Blumenuhr lässt Beauman nichts aus, um Glow zu einem wahren literarischen Feuerwerk zu machen. Dabei fließt in die ganze Geschichte auch noch so etwas wie ein Thrillermoment durch die Verfolgung der merkwürdigen Machenschaften des Lacebarkkonzerns in Burma ein. Und welche Rolle spielt Cherish?

Ned Beauman hat mit Glow ein Buch geschrieben, das dichter nicht sein könnte, dessen viele funkelnden Facetten ich nicht so recht in Worte fassen kann, ohne ihnen den Glanz zu nehmen und deshalb nur noch eines: selbst lesen und sich eine eigene Meinung bilden von dieser außergewöhnlichen Geschichte! Unbedingt. Mich hat es umgehauen.







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M

Rezension zu "Glow" von Ned Beauman

Überzeugend
michael_lehmann-papevor 4 Jahren

Überzeugend

Sehr flüssig und griffig in der Sprache präsentiert Ned Beaumann seine Mischung aus Rave-Lebensgefühl, alternativem Großstadtleben und Thriller.

Raf hat so seine Probleme, grundlegender und konkreter Natur. Wobei die konkreten, zum Teil zumindest, aus den grundlegenden Problemen entstanden sind (und stetig weiter entstehen werden).
Warum auch immer (und so ganz geklärt werden konnte das medizinisch nicht), Raf gehört zu jenen Menschen, deren innere Uhr nicht synchron mit der äußeren Uhr verläuft.

Sein biologischer Tag hat 25 und nicht 24 Stunden, was in seit Jugend an in ständige Reibung mit der Außenwelt bringt. Ein normaler Job? Auf Dauer undenkbar. Ein „normales“ Beziehungsleben? Ebenso schwierig, wenn seine Lebensrhythmen mit denen eines „normalen“ Partners nur selten ganz synchron gehen.

Seine letzte Liebe, eine DJane, gut, das ging ob der Neigung in der Szene, die Nacht zum Tag und umgekehrt zu machen. Dennoch war diese von heute auf morgen weg. Nach Berlin.

Die gute Nachricht für Raf ist, dass jene attraktive, exotische Frau, die er auf einem Rave in einem Waschsalon kennenlernt, dafür sorgen wird, dass er nach „sieben Wochen ohne“ doch wieder einer Frau körperlich nahe kommen wird. Die schlechte Nachricht ist, dass die Frau am nächsten Morgen verschwunden ist. Was Raf nicht mitbekommen hat, da seine Schlafmethoden, gelinde gesagt, eine außergewöhnliche Abschottung erfordern.

Doch waren da nicht bereits im Vorfeld diese weißen Lieferwagen, flüsterleise mit Elektro-Motor, in die plötzlich Leute gezerrt wurden? Und verschwinden nicht auffällig viele Burmesen momentan im Viertel? Und ist nicht sogar Theo, legendärer Betreiber eines Piratensenders und Rafs aktueller Arbeitgeber (als Betreuer des Wachhundes des Senders) ebenfalls in einem solchen weißen Lieferwagen verschwunden?

Es geht was vor in der Stadt, und das ist nicht nur die zunehmende Anzahl von Füchsen an bisher nicht für möglich gehaltenen Orten (wie im Doppeldecker-Bus)

Hätte Raf wenigstens „Glow“, die neue Droge, von der alle reden, mal probieren können. Aber selbst das ist nicht gelungen. Was er da geschluckt hatte, kann gar kein „Glow“ gewesen sein, bei der miserablen Wirkung.

Wie nun ein Todesfall aufgrund eines Email-Versehens, leise weiße Lieferwagen, zupackende düstere Männer in diesen Wagen, Theos Verschwinden und jene große Bergbaufirma, für die ein Mann arbeitet, der sich nur bei Macdonalds mit Raf treffen will, zusammenhängen, das wird Raf herausfinden wollen.
Denn diese Frau lässt er nicht so einfach verschwinden und Theo schon gar nicht.

Doch bald stellt sich heraus, dass sich Raf einer weit verzweigten, kriminellen Vereinigung gegenüber sieht, die ohne mit der Wimper zu zucken über Leichen zu gehen bereit ist.

Atmosphärisch gelungen, den „Rave“ immer wieder mitschwingen lassend und in flottem Tempo bietet Beaumann kreative und spannende Unterhaltung, die bis zum Ende den Leser neugierig auf die Lösung so mancher Rätsel im Buch verharren lässt.

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Alexandra_Luchss avatar

Rezension zu "Glow" von Ned Beauman

Ein Rauschmittel
Alexandra_Luchsvor 4 Jahren

Londons Untergrund ist in Aufruhr: das Gerücht über eine neue Wunderdroge („Glow“) ist im Umlauf, aber kaum einer konnte sie schon testen. Eine seltsame Entführungsserie verunsichert Raver und Junkies gleichermaßen. Und in der ganzen Stadt schnell erbaute und gleich wieder verlassene Lagerhäuser geben Rätsel auf. Zwischen all dem steht Raf, er ist Gelegenheitskonsument und interessiert sich eigentlich für recht wenig: er jobbt als Programmierer und führt den Hund seines Kumpels aus (der wiederum ein illegales Londoner Untergrundradio betreibt). Nie hätte man gedacht, dass Raf sich in eine Verschwörung gegen einen weltweit agierenden Minenkonzern einmischt, dessen zwielichtige Geschäfte bis in den burmesischen Dschungel reichen. Aber natürlich macht er das, für eine Frau…

Die Geschichte von „Glow“ zu erzählen macht einfach Spaß! Ich würde gern noch viel mehr Details, Nebenhandlungen und angesprochene Themen erklären. Ich lasse das aber, weil es doch viel schöner ist, wenn ihr das Buch selbst lest! Dann könnt ihr euch auf ein tiefgründiges, vielschichtiges und vielseitiges Buch freuen. Es gibt wirklich jede Menge Nebenhandlungen, Motive und Ideen, die mich permanent in Atem gehalten haben. Manchmal reichten Andeutungen über Zusammenhänge verschiedener Themen und mein Kopf hat völlig allein weitergesponnen, Verbindungen gesucht. Wahnsinn. Es ist ein Buch, bei dem ich das Gefühl habe, dass man es mehr als einmal lesen muss, um alle Nuancen und Ideen mitzunehmen und die gesamte Geschichte zu greifen.
Manchmal geht es nämlich echt schnell, die Geschichte verwickelt und verzweigt sich und die Situation sieht gleich wieder ganz anders aus. Dieser intelligente Handlungsaufbau hat mir besonders gefallen. „Glow“ war (für mich) dadurch nämlich definitiv kein Buch, bei dem das Ende schon in den ersten Seiten abzusehen war. Da die verschiedenen Themengebiete auf den ersten Blick so gar nichts miteinander zu tun haben, ist die Begeisterung umso größer, wenn sich die Geschichte Stück für Stück verzahnt und dann alles zusammenpasst.
Dazu gehören aber auch die vielen tollen Charaktere, welche alle facettenreich und wirklich interessant beschrieben sind. Niemand ist da nur eine bloße Nebenfigur, alle scheinen wichtig und so detailreich vorgestellt, dass sie unverzichtbar für die Geschichte wirken. Gerade die verschiedenen Nebenhandlungen oder Rückblenden werden dadurch belebt und zu einem homogenen Teil der Geschichte.
„Glow“ ist intelligent* und tiefsinnig, dabei aber gleichzeitig witzig und skurril genug, um nicht allzu schwer daher zu kommen. Eine ideale Mischung für unterhaltsame und interessante Lesestunden.

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