Ned Beauman Flieg, Hitler, flieg!

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Inhaltsangabe zu „Flieg, Hitler, flieg!“ von Ned Beauman

England, 1934: Seth „Sinner“ Roach ist nicht der Größte, aber als Preisboxer schlägt er sich trotzdem mit hartem Punch durchs Leben. Bis ihm der reiche Müßiggänger und Hobby-Wissenschaftler Philip Erskine begegnet, ein Anhänger der Eugenik oder, wie die Nazis sagen, „Rassenhygiene“. Bei einer Expedition ist er auf einen Käfer mit interessanter Hakenkreuz-Musterung gestoßen, den er durch geschickte Züchtung äußerst stark und zäh gemacht hat: Anophthalmus hitleri. Nun will er seine Forschung auf Menschen ausdehnen. Sinner verkauft dem Nazi seinen Körper. Aber dessen Interesse ist nicht nur wissenschaftlicher Natur … England, heute: Kevin „Fishy“ Broom leidet an einer seltenen Krankheit, die ihre Opfer nach altem Fisch stinken lässt. Doch als Sammler von Nazi-Memorabilien hat er einen guten Riecher. Als er auf einen Brief Hitlers an einen gewissen Erskine stößt, erhält er nächtlichen Besuch von einem bewaffneten Fremden. Spürnase Fishy soll ihm bei der Suche nach der letzten Ruhestätte von Seth Roach helfen. Gemeinsam machen sie am Grab des Boxers eine schreckliche Entdeckung … Ned Beaumans erstaunliches Debüt ist so reich an Wissen und Witz, dass der Autor schon jetzt mit Michael Chabon und David Foster Wallace verglichen wird. Werden Sie Zeuge, wie er das Geheimnis um Hitlers Käfer auf unnachahmliche Weise lüftet!

Skurril ist eine Untertreibung. Ich liebe es!

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    Flieg, Hitler, flieg!
    Eglfinger

    Eglfinger

    20. March 2013 um 15:29

    Klappentext: England, 1934: Seth Sinner Roach ist ein kleinwüchsiger jüdischer Boxer mit nur neun Zehen. Nach einem gewonnenen Kampf wird er von einem Gentleman angesprochen, der sich als Philip Erskine vorstellt. Der reiche Hobby-Wissenschaftler ist bei einer Expedition im Osten auf einen Käfer mit einer interessanten Musterung gestoßen. Er tauft ihn Anophthalmus hitleri. Nun will er seine Forschungen auf Menschen ausdehnen. England, die Gegenwart: Kevin Broom ist Sammler von Nazi-Devotionalien. Als er einen Brief Adolf Hitlers an einen gewissen Erskine entdeckt, erhält er Besuch von einem Auftragskiller, der offenbar zur legendenumrankten Thule-Gesellschaft gehört. In der Hand hält er eine Pistole… Inhalt: Kevin Broom, Beaumans Erzähler, ist Sammler von Nazi-Devotionalien. Er sammelt sie aber nicht, weil er ein Anhänger des Nationalsozialismuses ist, sondern eher aus der Faszination heraus, wie es sich anfühlt, etwas Böses zu tun und doch zu wissen, dass es nicht böse sein kann, weil man niemanden Schaden hinzufügt. Wirtschaftliche Gründe gibt es natürlich auch, weil solche Dinge eine jährliche Rendite von bis zu 10% abwerfen. Vielleicht sammelt er sie aber auch unbewusst um seiner körperlichen Abseitigkeit etwas entgegenzustellen. Kevin Broom, genannt Fishy, leidet nämlich an einer seltenen Stoffwechselerkrankung, die seinen Schweiß und Urin nach alten Fisch riechen lassen, so dass er gezwungen ist, ein Leben abseits der Gesellschaft zu führen. Eines Tages findet er einen von Adolf Hitler unterschriebenen Brief, in dem er sich für ein Geschenk bedankt und Kevin Broom macht sich auf die Suche nach diesem Geschenk. Jetzt eröffnet sich in dem Roman eine zweite Zeitebene, in der es um das London in den dreißiger Jahren des letzten Jahrhunderts geht. Hauptsächlich geht es um einen Insektenforscher namens Philip Erskine, der ein Anhänger der Eugenik und Verehrer Hitlers ist und um einen jüdischen Boxer namens Seth „Sinner“ Roach. Während Erskine zu seiner homosexuellen Ader nicht steht, lebt der Boxer seine schwulen Vorlieben aus. Und obwohl der Boxer, von Geburt an fehlgebildet ist – er misst nur einen Meter fünfzig und hat nur neun Zehen – findet der Forscher an ihm Interesse, obwohl jeder Eugeniker der damaligen Zeit ihn aus der Welt schaffen wollen müsste. Erskine verspricht ihm freie Kost und Logis, wenn sich Sinner bereit erklärt für Versuche zur Verfügung zu stehen und Erskine später die Rechte an seinem Leichnam erhält. Nebenbei erforscht Erskine noch einen neu entdeckten Käfer, der auf seinen Flügeln das Hakenkreuz trägt. Nachdem Erskine den Käfer zu einem Kampfkäfer hochgezüchtet hat, nennt er ihn Anophthalmus hitleri und übersendet ihn Hitler als Präsent. Der Autor: Ned Beauman wurde 1985 in London geboren. Er studierte 2003 bis 2006 Philosophie in Cambridge und schloss dort mit dem Abschluss BA ab. An der Universität von Sussex studierte er dann bis 2007 moderne und zeitgenössische Literatur, Kultur und Denken und schloss sein Studium mit dem MA ab. Er schreibt für verschiedene Zeitungen und Zeitschriften, für das Magazin „Another Man“ war er Chefredakteur. Mit seinem Debütroman Flieg, Hitler, flieg! (engl. Boxer, Beetle) gewann er den Writers` Guild Award 2011 (Best Fiction Book). Seine Eltern schreiben ebenfalls Bücher. (Quelle: Wikipedia) Meine Meinung: Der Plot, der in der Gegenwart spielt ist meines Erachtens ganz gut gelungen. Nur leider macht dieser Teil gerade mal 20 Prozent des Buches aus. Hauptsächlich geht es in dem Buch um das London in den dreißiger Jahren. Nur leider ist die Geschichte so chaotisch erzählt, dass ich am liebsten manchmal einfach die Kapitel überspringen wollte. Obwohl man meines Erachtens viel daraus hätte machen können, in dem man dem Leser erzählt, wie die englische Bevölkerung zu Hitler, dem Nationalsozialismus und dem Faschismus steht. Das Cover, ein Hitler mit Clownsnase und Flügeln, fand ich lustig. Den deutschen Titel hingegen, finde ich misslungen. Es geht in diesem Buch nicht um Hitler, sondern um einen Boxer und um einen Käfer. Da wäre es besser gewesen, man hätte den englischen Titel (Boxer, Beetle) nicht krampfhaft versucht zu übersetzen. Fazit: Mich hat das Buch nicht überzeugt, trotz guter Ansätze, und vergebe nur 2 Sterne.

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  • Rezension zu "Flieg, Hitler, flieg!" von Ned Beauman

    Flieg, Hitler, flieg!
    Archibald Pynchon-Light

    Archibald Pynchon-Light

    21. September 2010 um 19:35

    Kevin Broom sucht im Auftrag eines reichen Sammlers nach Nazi-Devotionalien. Er findet neben der Leiche eines Privatdetektivs einen Brief von Adolf Hitler an den englischen Käferforscher Erskine, in dem er dem Wissenschaftler für ein besonderes Geschenk dankte. Erskine beschäftigte sich 1934 mit Eugenik und hatte eine neue Käferart entdeckt, deren Musterung die Form eines Hakenkreuzes hat und die er Anophthalmus hitleri nannte. Die Käfer waren besonders robust und Erskine träumte davon, seine Forschungen auf Menschen auszudehnen. Sein begehrtes Forschungsobjekt war der jüdische Boxer Seth »Sinner« Roach, der im Alter von sechzehn Jahren und trotz seiner geringen Körpergröße jeden Gegner besiegt. Um das Rätsel der Käfer zu lösen, macht sich Kevin zusammen mit einem Killer auf die Suche nach dem Grab des Boxers. Klingt wie ein abgedrehter Pulp-Krimi, in dem die Nazis mal wieder als MacGuffin herhalten müssen. Als solchem würde man dem Roman sicher einiges nachsehen, aber er ist ein ehrgeiziges Stück Literatur und wird sicher auf einige Ablehnung stoßen. »Flieg, Hitler, flieg!« ist nicht immer geschmackssicher und durchgehend respektlos, aber nie billig oder beleidigend. Im Original heißt das Buch »Boxer, Beetle« und suggeriert keine so übergroße Bedeutung Hitlers, wie der Effekt heischende deutsche Titel samt Cover. Hitler ist nur eine von vielen reißerischen Zutaten. Und der Autor hat sehr viele Zutaten in seinen Roman gepackt, was nicht per se schlecht ist, aber leider gelingt es ihm nicht, sie alle ordentlich und sinnvoll zu verknüpfen. Manche wirken, als sollten sie nur Neugier wecken: Der verwirrte Wissenschaftler, der seine unterdrückte Homosexualität mit dem Boxer auslebt; der Nerd, der unter einem Syndrom leidet, dass seinem Schweiß und Urin einen penetranten Geruch nach faulem Fisch verleiht; der Auftragskiller, der die Tätowierung der geheimen Thule-Gesellschaft trägt; die mutantenartigen Käfer, die einem Horrorfilm entsprungen sein könnten. Die Lektüre ließ mich mit sehr ambivalenten Gefühlen zurück. Man könnte eine Menge Schwächen und Ungereimtheiten aufzählen, verpasste Gelegenheiten und ungenutzte Ideen. Und doch bin ich froh, dieses Buch gelesen zu haben. Was vor allem an den Kapiteln mit Kevin Broom liegt. Von den drei Handlungssträngen ist jener der mit Abstand gelungenste, aber leider auch der kürzeste. Daraus hätte eine phantastische Novelle werden können. Mehr als einmal war ich während der Lektüre versucht, die beiden anderen Handlungsstränge zu überblättern, um weiter dieser Figur folgen zu können. »Flieg, Hitler, flieg!« ist provozierend und unterhaltsam. Es verdient weder die enthusiastischen Lobeshymnen noch die gnadenlosen Verisse in der Presse. Aber auch wenn es noch nicht der große Wurf ist, kommt der Autor auf meinen Merkzettel.

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  • Rezension zu "Flieg, Hitler, flieg!" von Ned Beauman

    Flieg, Hitler, flieg!
    Gospelsinger

    Gospelsinger

    29. June 2010 um 23:29

    Von diesem Buch hatte ich mir mehr erwartet. Ich fand den Klappentext vielversprechend, auch das Titelbild (streng guckender Hitler mit roter Clownsnase und Insektenflügeln) fand ich witzig. Leider fand ich die Ausführung nicht gelungen. Die Charaktere sind mir fremd geblieben, die Geschichte war mir zu chaotisch erzählt. Dabei gab es aber durchaus auch lesenswerte Stellen, zum Beispiel die klugen wissenschaftlichen Unterhaltungen. Gefallen haben mir auch die Ausführungen über Kunstsprachen, besonders über die Pangäische Grammatik und die Beschreibung der Tücken der technischen Neuerungen des frühen 20. Jahrhunderts. Insgesamt war mir das aber zu wenig, um das Buch wirklich zu genießen.

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  • Rezension zu "Flieg, Hitler, flieg!" von Ned Beauman

    Flieg, Hitler, flieg!
    Serenity482

    Serenity482

    29. June 2010 um 17:04

    Ein interessantes Buch, das die geschichte der Faschisten und der juden in England damals beleuchtet. Gepaart mit ein bischen Humor und spannenden Erzählungen. Alles in allem ein sehr gutes Buch. Mal was ganz anderes :)

  • Rezension zu "Flieg, Hitler, flieg!" von Ned Beauman

    Flieg, Hitler, flieg!
    Zebrafink

    Zebrafink

    14. April 2010 um 09:26

    Ein jüdischer Boxer, Seth Roach, klein, sechzehn Jahre alt und mit nur neun Zehen aber unbesiegt, wird zum Forschungsobjekt des jungen Hobby-Wissenschaftlers Philip Erskine. Erskine beschäftigt sich mit der Eugenik und züchtet dafür einen extrem Widerstandsfähigen Käfer, den "Anophthalamus hitleri". Benannt nach seinem Vorbild Hitler. Da sich die Euginik aber mit dem Menschen befasst, benötigt Erskine Seth Roach, den er für ein Wunder der Natur hält. Jahre später entdeckt Kevin Broom, ein Sammler von Nazi-Devotionalien, einen Brief von Hitler an Erskine. Leider wird er seit dem von einem Auftragskiller verfolgt. Was geschah damals wirklich? Spannend und gut geschrieben, aber leider ist "für mich" das Ende unverständlich.

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