Ned Vizzini Eine echt verrückte Story

(10)

Lovelybooks Bewertung

  • 7 Bibliotheken
  • 3 Follower
  • 0 Leser
  • 2 Rezensionen
(6)
(4)
(0)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Eine echt verrückte Story“ von Ned Vizzini

Freunde findet man an den unmöglichsten Orten Craig besucht eine Elite-Highschool in Manhattan. Eine, für die man seine überdurchschnittlich hohe Intelligenz in zahlreichen Tests unter Beweis stellen muss. Eigentlich kann er sich glücklich schätzen. Blöd nur, dass in letzter Zeit eine tiefe, fundamentale Traurigkeit von ihm Besitz ergriffen hat. Eine Traurigkeit, die jeden Schritt und jeden Handgriff zum Problem macht. Als Craig sich auf der Brooklyn Bridge wiederfindet, bereit hinunterzuspringen, zieht er die Notbremse und weist sich selbst in die Psychiatrie ein. Und die ungewöhnlichsten und lehrreichsten Tage seines bisherigen Lebens beginnen …

Ein tiefgründiges Buch, das mich noch lange Zeit begleiten wird!

— Unzertrennlich
Unzertrennlich

Eine herrlich komische Story mit ernstem Hintergrund.

— Betsby
Betsby

Die Botschaft dieses Buches ist unmissverständlich. Sie lautet: Lebe! Ein bewegender Roman, authentisch, einfühlsam und nicht unnötig ernst.

— loveisfriendship
loveisfriendship

Stöbern in Jugendbücher

Dein Leuchten

Schön zu lesen, trotzdem fehlte mir ein bisschen Spannung.

Buchharmonien

Goldener Käfig

Schockierend und spannend, herzzerreißend und Wut entflammt bis zum Ende, wo ich mir den 4. Teil jetzt schon herbei sehne.

masophie99

No going back

Das Buch ist der Hamma - ich konnte es nicht aus der Hand legen, ohne es vollständig gelesen zu haben. Wirklich empfehlenswert!!

CariFenegan

Schicksalsbringer - Ich bin deine Bestimmung

Großartige Charaktere, ein spannendes Thema und ein Schreibstil, der einzigartig ist - Steffi zaubert einen Page-Turner vom feinsten!

Benni_Cullen

Wir fliegen, wenn wir fallen

Eine wahnsinnig tolle Gesichte mit einer tiefgründigen Message! :) <3 <3 <3

Sabriiina_K

These Broken Stars. Jubilee und Flynn

Kleine Schwächen in der Umsetzung, aber dank der beiden tollen Protagonisten, war ich von Anfang bis Ende gefesselt. - 5 Sterne

AmiLee

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Was ist heute schon "verrückt"?

    Eine echt verrückte Story
    Unzertrennlich

    Unzertrennlich

    08. May 2015 um 13:37

    Titel: Eine echt verrückte Story Autor: Ned Vizzini Verlag: Heyne  Genre: Jugendbuch Seitenzahl: 381 ISBN: 978-3453534384 Inhalt "Craig besucht eine Elite-Highschool in Manhattan. Eine, für die man seine überdurchschnittlich hohe Intelligenz in zahlreichen Tests unter Beweis stellen muss. Eigentlich kann er sich glücklich schätzen. Blöd nur, dass in letzter Zeit eine tiefe, fundamentale Traurigkeit von ihm Besitz ergriffen hat. Eine Traurigkeit, die jeden Schritt und jeden Handgriff zum Problem macht. Als Craig sich auf der Brooklyn Bridge wiederfindet, bereit hinunterzuspringen, zieht er die Notbremse und weist sich selbst in die Psychiatrie ein. Und die ungewöhnlichsten und lehrreichsten Tage seines bisherigen Lebens beginnen..." Schreibstil Ned Vizzini ist mit "Eine echt verrückte Story" ein sehr tiefgründiges und ehrliches Buch gelungen. Der Autor, der selbst einmal ein paar Tage in einer Psychiatrie verbringen musste, schafft es auf der einen Seite einen gewissen Humor in die Geschichte zu bringen, doch auf der anderen Seite ist jedes einzelne Wort in diesem Buch gut durchdacht. Es ist alles sehr melancholisch, doch er Autor zieht den Leser dabei nicht runter - nein, ganz im Gegenteil. Ned Vizzini gibt mit dieser Geschichte Mut und regt gleichzeitig zum Nachdenken an. Charaktere Craig ist ein Charakter mit dem ich mich von Anfang an sehr gut identifizieren konnte. Er ist eigentlich ein ganz "normaler" Teenager, aber was ist heute schon noch "normal"? Craig hat auf jeden Fall Freunde, auch wenn es hier besonders wegen seinem besten Freund Aaron öfter einmal zu Problemen kommt. Beide stecken gerade in der Pubertät und sind auf der Suche nach sich selbst und auf der Suche nach den ersten sexuellen Erfahrungen. Kein Wunder, dass sich die beiden in das selbe Mädchen verlieben, doch ist das wirklich Liebe in diesem Alter? Und sollte man sich nicht erst einmal selbst finden, bevor man nach der Liebe Ausschau hält? Im Laufe der Geschichte erfahren wir, wie Craig so geworden ist, wie er geworden ist. Dabei verzichtet der Autor darauf, die Schuldfrage zu klären, aber wir alle wissen doch, dass in der heutigen Zeit viel schief läuft. Schon Jugendliche bekommen den Druck der Gesellschaft zu spüren, sie werden aussortiert und in zwei Kategorien eingeteilt: "Die Schwachen" und "Die Starken". Unsere liebe Gesellschaft bevorzugt natürlich die starken "Persönlichkeiten", die nicht so schnell kaputt gehen.  Craig denkt selbst, er wäre stark und auf seine eigene Art und Weise ist er es auch. Er will leben, doch die Depression zerfrisst ihn nach und nach von ihnen. Er ist dem ganzen Druck nicht mehr gewachsen und urplötzlich legt sich ein Schalter in ihm um. Craig kann nicht mehr, nein, er will nicht mehr und aus eigener Kraft schafft er es, ins Krankenhaus zu gehen. Dort wird er auf eine psychiatrische Station gebracht und endlich findet er seinen eigenen Weg. Während des Lesens habe ich Craig immer mehr bewundert. Er ist ein starker Junge, auch wenn die Leute in seinem Umfeld ihn als schwach betrachten. Mit ihm konnte ich mich identifizieren, denn in meiner Jugend habe ich ähnliches durchgemacht. Nur hatte ich im Gegensatz zu Craig nicht diesen Rückhalt, was ich wirklich sehr toll fand. Er wird weder von seiner Familie, noch von der Schule fallen gelassen! In der Klinik lernt Craig noch weitere Personen kennen, Menschen, die schon viele Jahre in dem "Sumpf" ihres Lebens feststecken und aus eigener Kraft nicht mehr rauskommen. Craig, der selbst der Jüngste Patient auf der Station ist, wirkt mit einem Mal erwachsen. Er kommt endlich zurück auf seinen Weg und schafft es sogar, anderen Leuten zu helfen! Meine Meinung Die meisten Bücher, die ich lese, berühren oder unterhalten mich nur für ein paar Stunden, doch jedes Mal wenn ich ein Buch aufschlage, hoffe ich, dass der Inhalt mich länger begleiten wird, ja, das die Geschichte ein Teil meines Lebens wird. Bei "Eine echt verrückte Story" ist es genau so gekommen. Es ist eines der wenigen Bücher, das einen sofort gefangen nimmt und nicht mehr loslassen möchte. Craigs Geschichte ist so ehrlich und emotional, vielleicht, weil der Autor seine eigene "Welt" darin verarbeitet hat. Ich habe mich sofort in diese Geschichte verliebt und wusste schon nach wenigen Seiten, dass ich hier wieder einen echten Schatz in Händen halte. Craigs Geschichte wird auf der einen Seite sehr witzig und jugendlich erzählt, doch auf der anderen Seite bekommt man auch seine Depressionen mit. Er ist hin und her gerissen zwischen: "Ich möchte leben" und "Ich kann nicht mehr". Ned Vizzini hat es geschafft, ein jugendliches Leben zu beschreiben, was in der heutigen Zeit beinahe zur Normalität gehört. Schon in der Grundschule wird der Druck immer größer und Öberflächlichkeiten und Neid werden durch die falsche Erziehung in den Köpfen der Heranwachsenden gestärkt. Ich frage mich, warum muss das so sein? Warum wird nicht das Miteinander gestärkt? Warum wird nicht jeder einzelne so gefördert, wie er es braucht? Die Frage ist ganz leicht zu beantworten: Weil das System es nicht so vorzieht. Es dürfen nur die Stärksten überleben, die anderen werden, wie in Craigs Fall, einfach auf der Strecke bleiben.  Als Craig endlich die Hilfe bekommt, die er braucht, wird ganz klar deutlich, unter welchem Druck er die ganze Zeit gestanden hat. Die Schule war der Mittelpunkt seines Lebens, doch war dies überhaupt das Richtige für ihn? Muss man sich anpassen und sein Leben vergeuden, um ein Teil der Gesellschaft zu werden? In der Psychiatrie lernt er viele Menschen kennen, die nicht unterschiedlicher sein können und sie alle führen ihn auf den richtigen Weg, auch wenn der letztendliche letzte "Schubs" von ihm selber stammt. Craig ist wirklich eine liebenswürdige Person, mit der ich während der ganzen Geschichte mitfiebern konnte. Ich bewundere seine Stärke und seine Kraft, das alles von sich aus zu meistern.  In der Klinik trifft er auch ein Mädchen, doch auch seine "alte" Liebe zu der Freundin des besten Freundes wird noch einmal thematisiert. Ich glaube, im Leben trifft man sehr oft die falschen Entscheidungen, doch man sollte nicht darum trauern, sondern es versuchen, zu verändern. Man muss einen Weg finden, eine Berufung oder einfach nur etwas, das einen glücklich macht. Genau diese Aussage will das Buch übermitteln und das schafft es auch auf jeden Fall.  "Eine echt verrückte Story" ist eigentlich gar nicht so verrückt, sondern viel mehr etwas ganz Besonderes. Es ist ein Buch, das zugleich Mut macht und sich nicht scheut, die Wahrheit offen darzulegen. Wir sollten uns nicht schämen, anders zu sein, sondern dies mit Stolz ausleben, denn dieses Leben gehört nur uns allein!!! Fazit "Eine echt verrückte Story" wird mich wohl noch den Rest meines Lebens begleiten. Ich kann das Buch jedem empfehlen, der offen für das Thema ist und Leute nicht gleich verurteilt, nur weil sie sich vielleicht nicht dem "Mainstream" anpassen wollen!

    Mehr
  • Eine echt wichtige Story!

    Eine echt verrückte Story
    loveisfriendship

    loveisfriendship

    19. December 2014 um 12:47

    Eine echt wichtige Story! Es ist schon ein paar Tage her, dass ich Eine echt verrückte Story gelesen habe, aber es geht mir immer noch im Kopf herum. Deswegen habe ich mich entschieden, eine Rezension zu diesem bewegenden Buch zu schreiben. Also, worum geht es in Eine echt verrückte Story? Es geht um den 15-jährigen Craig, der an einer schweren Depression leidet und sich eines Nachts entschließt zu sterben. Es kommt jedoch dazu, dass Craig weiterlebt. Doch wie soll dieses Weiterleben auf Dauer aussehen, wird man nicht ohne weiteres von einer Depression geheilt? Eine echt verrückte Story trifft genau den richtigen Ton bei solch sensiblen Themen um psychische Erkrankungen, Depressionen und Suizid. Es ist kein belehrender Ratgeber sondern wirkt wie aus der Sicht eines Betroffenen. Denn es ist aus der Sicht eines Betroffenen, wie ich nach Recherche herausgefunden habe. Warum ich recherchiert habe? Weil ich während des Lesens gespürt habe, dass da jemand von Erfahrungen schreibt, von Erfahrungen schreiben muss. Denn kein Außenstehender kann sich derart hineindenken und einfühlen. Und an dieser Stelle wird Eine echt verrückte Story für mich zu „Eine echt wichtige Story“. Ich kann mir vorstellen, dass es Betroffenen viel mehr hilft von jemandem zu hören, der gleiches durchmacht, als von einem Ratgeber oder einem Außenstehenden, der sich hineinzudenken versucht, die Gefühle und Gedanken aber in dieser Weise nie nachvollziehen könnte wie es ein tatsächlich Betroffener tut. Ich habe Eine echt verrückte Story als authentisch, einfühlsam, intensiv und ehrlich erlebt. Es ist glaubhaft und nachdenklich machend. Außerdem: Das Thema des Buches mag sich vielleicht düster anhören und natürlich ist es keine leichte Kost, aber ich kann versichern, es wurde für so ein ernstes Thema erstaunlich – natürlich nur verhältnismäßig – locker und humorvoll umgesetzt. Der Protagonist erzählt ironisch und sarkastisch von sich und der Welt, wobei er sich selbst nicht so ernst nimmt. Aber der Autor nimmt seine Figuren ernst und begegnet ihnen auf Augenhöhe. Es brauchte dieses Buch. Denn es kritisiert auch die Gesellschaft. Diese Leistungsgesellschaft und den Druck, der durch sie ausgeübt wird. Und die Totschweigerei. Denn noch viel mehr Menschen sind an Depressionen erkrankt, trauen sich jedoch nicht, dies zu zeigen, weil sie es als Schwäche oder eigene Schuld begreifen. Eine echt verrückte Story vermittelt das Gefühl, nicht allein oder abgesondert sein und zeigt, dass es mehr Betroffene gibt. Etwas, das von einer Gesellschaft, in der alle funktionieren müssen, verdrängt zu werden scheint. Eine echt verrückte Story klärt auch ein wenig über Depressionen auf und versucht die Ursachen und Symptome zu ergründen (körperliche Qualen, die durch das seelische Leiden entstehen, Angst zu versagen in extremer Form). Dabei ist es natürlich kein Buch mit psychischem oder medizinischem Schwerpunkt, sondern allen voran ein Jugendbuch, indem die Gefühle und Gedanken und allgemein die Probleme Heranwachsender im Vordergrund stehen. Ich habe insgesamt viele neue Einsichten mitgenommen. Beispielsweise plädiert Ned Vizzini dafür, seinen Schmerz nicht zu unterdrücken und stattdessen so zu sein, wie man ist, ohne sich zwanghaft anzupassen. Auch, Entscheidungen für sein Leben zu treffen, die einem selbst guttun, ungeachtet der Chancen auf Erfolg. Eine echt verrückte Story ist bei seiner Thematik auch unglaublich Mut-machend, hoffnungsvoll, positiv und lebensbejahend. Und das ist des Buches großer Verdienst. Es zeigt – auf realistische Weise – wie das Leben mit Depressionen weitergehen kann und das es sich zu leben lohnt. Gleichzeitig verfällt Ned Vizzini nicht in Plattitüden. Sein Buch zeigt, wie ein junger Mann bereit fürs Leben wird und regt dazu an, das Leben zu wagen. Es vermittelt die Botschaft: „Entscheidet euch für das Richtige, für das Leben. Man kann damit klarkommen.“ Nun das Tragische. Das, was er am Ende für seinen Protagonisten Craig erfindet, hat der Autor Ned Vizzini im echten Leben nicht geschafft. Er hat seine Depressionen nie überwunden und sich am 19. Dezember 2013 selbst getötet. Verliert Eine echt verrückte Story mit seiner Botschaft mit diesem Wissen an Wert, an Bedeutung? Nein. Ganz und gar nicht. Auch wenn Ned Vizzini es selbst nicht geschafft hat, trägt sein Buch dazu bei, dass andere es mit seiner Hilfe schaffen. Es tut viel zur Suizid-Prävention. Ich finde es beeindruckend, dass jemand, dem es selbst so schlecht geht, anderen Mut und Hoffnung vermittelt. In einem Interview mit der Website Strength of Us sagte Ned Vizzini: "Was ich mir wünsche: Dass junge Erwachsene aus meinem Buch Eine echt verrückte Story mitnehmen, dass sie bei Selbstmord-Gedanken eine Hotline anrufen. Solche Gedanken sind in Wirklichkeit ein medizinischer Notfall, und wenn mehr Leute von solchen Hotlines wüssten, hätten wir weniger Selbstmorde.“ Ich hoffe und glaube, dass hat er mit seinem Buch erreicht. Fazit: Eine echt verrückte Story ist ein würdiges Denkmal und ein großer Verdienst eines früh verstorbenen Autors. Die Botschaft seines Buches ist unmissverständlich. Sie lautet: Lebe!

    Mehr