Eine echt verrückte Story

von Ned Vizzini 
4,0 Sterne bei103 Bewertungen
Eine echt verrückte Story
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ReadingCows avatar

Ein kleiner Ratgeber, leider ohne Humor.

R_Maries avatar

Depressionen werden hervorragend dargestellt, aber ich konnte mich nicht mit den angeblich lustigen Erlebnissen in der Psychatrie anfreunden

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Inhaltsangabe zu "Eine echt verrückte Story"

Freunde findet man an den unmöglichsten Orten

Craig besucht eine Elite-Highschool in Manhattan. Eine, für die man seine überdurchschnittlich hohe Intelligenz in zahlreichen Tests unter Beweis stellen muss. Eigentlich kann er sich glücklich schätzen. Blöd nur, dass in letzter Zeit eine tiefe, fundamentale Traurigkeit von ihm Besitz ergriffen hat. Eine Traurigkeit, die jeden Schritt und jeden Handgriff zum Problem macht. Als Craig sich auf der Brooklyn Bridge wiederfindet, bereit hinunterzuspringen, zieht er die Notbremse und weist sich selbst in die Psychiatrie ein. Und die ungewöhnlichsten und lehrreichsten Tage seines bisherigen Lebens beginnen …

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783453534384
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:384 Seiten
Verlag:Heyne, W
Erscheinungsdatum:08.07.2013
Das aktuelle Hörbuch ist am 22.09.2009 bei ROCKBUCH erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    ReadingCows avatar
    ReadingCowvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein kleiner Ratgeber, leider ohne Humor.
    Reading Cows Meinung

    Da ich zu den Menschen gehöre, die zuerst den Film und dann im Anschluss das Buch gelesen habe, muss ich sagen, dass ich ein wenig enttäuscht bin.

    Wobei nein, dass ist das falsche Wort. Eine Echt Verrückte Story ist spannend, keine Frage. Ich habe es gerne gelesen, mir gerne Gedanken über die jeweiligen Krankheiten der Charaktere und auch meine eigenen Sorgen hin und her geschoben. Ich habe verstanden, wieso Craig fühlte, wie er sich fühlte (Auch wenn ich Perfektionismus) nicht ganz nachvollziehen kann.

    Die Geschichte fand ich allerdings eher weniger funny, wie im Originaltitel oder verrückt wie in dem Deutschen. Craig, ein Durchschnittlicher-Teenager mit Hang zum Perfektionismus und dem Gefühl, gewöhnlich zu sein - und an wem nagt das auch nicht? Das Gefühl, genauso zu sein wie alle anderen? Noelle fand ich sehr interessant und geheimnisvoll, ich mochte sie sehr gerne, vor allem ihre Geschichte und ihre Art, wie sie sich Craig näherte.

    Mein Problem mit dem Buch war wohl Craig, der natürlich den Typ Junge verkörpern musste, den ich auf den Tod nicht ausstehen kann. Von sich selbst quatschend, perfektionistisch, auf Erfolg aus und natürlich auch so besitzergreifend. Auf der anderen Seite waren allerdings auch Punkte, die ich durchaus verstehen kann. Der Stress, der einen wirklich umhauen kann; eine Familie, die man über alles liebt und von der man weiß, dass auch sie einen liebt; das Fahrrad fahren; Freundschaften, die im Grunde nicht mehr als Bekanntschaften sind.


    Mehr Unter: Ein Echt Verrückte Story

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    Mimi_Schreiberlings avatar
    Mimi_Schreiberlingvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Spannendes Buch über einen Jugendlichen mit Depressionen!
    Spannender Titel über Depressionen

    Als der fünfzehnjährige Craig Gilner auf die Executive Pre-Professional Highschool kommt, geht es mit ihm immer weiter bergab. Er ist zunehmend erschöpft, kann nicht mehr essen und will sich zuschlussendlich sogar von der Brooklyn Bridge stürzen. Craig leidet, wie viele junge Menschen, an Depressionen.

    Eine Statistik besagt, dass 20 Prozent der Jugendlichen depressive Phasen eleben, bevor sie erwachsen sind. Zunehmender Druck in der Schule und auch im Freundeskreis, Probleme bei der Selbstfindung und beim Umgang mit dem anderen Geschlecht, erster Kontakt mit Drogen und Alkohol, all das führt dazu, dass junge Menschen an einer Depression erkranken. Diese kann zwar heutzutage gut behandelt werden, doch eine Genesung erfordert oft viel Energie und Zeit.

    Ned Vizzini schildert in seinem Buch den Ausbruch von Craigs Depression, seine ersten ambulanten Behandlungsversuche und schließlich den totalen Absturz. Dabei befindet man sich in Craigs Kopf, der als Ich-Erzähler auftritt, und bekommt hautnah mit, wie sich der Protagonist fühlt. Ich finde, Ned Vizzini hat sehr gut recherchiert und Craigs Depression echt und glaubhaft beschrieben.

    Weiterlesen? Hier geht's zur kompletten Rezension: https://myna-kaltschnee.com/2016/03/13/rezension-eine-echt-verrueckte-story/

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    Unzertrennlichs avatar
    Unzertrennlichvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Ein tiefgründiges Buch, das mich noch lange Zeit begleiten wird!
    Was ist heute schon "verrückt"?

    Titel: Eine echt verrückte Story

    Autor: Ned Vizzini

    Verlag: Heyne 

    Genre: Jugendbuch

    Seitenzahl: 381

    ISBN: 978-3453534384


    Inhalt


    "Craig besucht eine Elite-Highschool in Manhattan. Eine, für die man seine überdurchschnittlich hohe Intelligenz in zahlreichen Tests unter Beweis stellen muss. Eigentlich kann er sich glücklich schätzen. Blöd nur, dass in letzter Zeit eine tiefe, fundamentale Traurigkeit von ihm Besitz ergriffen hat. Eine Traurigkeit, die jeden Schritt und jeden Handgriff zum Problem macht. Als Craig sich auf der Brooklyn Bridge wiederfindet, bereit hinunterzuspringen, zieht er die Notbremse und weist sich selbst in die Psychiatrie ein. Und die ungewöhnlichsten und lehrreichsten Tage seines bisherigen Lebens beginnen..."


    Schreibstil


    Ned Vizzini ist mit "Eine echt verrückte Story" ein sehr tiefgründiges und ehrliches Buch gelungen. Der Autor, der selbst einmal ein paar Tage in einer Psychiatrie verbringen musste, schafft es auf der einen Seite einen gewissen Humor in die Geschichte zu bringen, doch auf der anderen Seite ist jedes einzelne Wort in diesem Buch gut durchdacht. Es ist alles sehr melancholisch, doch er Autor zieht den Leser dabei nicht runter - nein, ganz im Gegenteil. Ned Vizzini gibt mit dieser Geschichte Mut und regt gleichzeitig zum Nachdenken an.


    Charaktere


    Craig ist ein Charakter mit dem ich mich von Anfang an sehr gut identifizieren konnte. Er ist eigentlich ein ganz "normaler" Teenager, aber was ist heute schon noch "normal"? Craig hat auf jeden Fall Freunde, auch wenn es hier besonders wegen seinem besten Freund Aaron öfter einmal zu Problemen kommt. Beide stecken gerade in der Pubertät und sind auf der Suche nach sich selbst und auf der Suche nach den ersten sexuellen Erfahrungen. Kein Wunder, dass sich die beiden in das selbe Mädchen verlieben, doch ist das wirklich Liebe in diesem Alter? Und sollte man sich nicht erst einmal selbst finden, bevor man nach der Liebe Ausschau hält?


    Im Laufe der Geschichte erfahren wir, wie Craig so geworden ist, wie er geworden ist. Dabei verzichtet der Autor darauf, die Schuldfrage zu klären, aber wir alle wissen doch, dass in der heutigen Zeit viel schief läuft. Schon Jugendliche bekommen den Druck der Gesellschaft zu spüren, sie werden aussortiert und in zwei Kategorien eingeteilt: "Die Schwachen" und "Die Starken". Unsere liebe Gesellschaft bevorzugt natürlich die starken "Persönlichkeiten", die nicht so schnell kaputt gehen. 


    Craig denkt selbst, er wäre stark und auf seine eigene Art und Weise ist er es auch. Er will leben, doch die Depression zerfrisst ihn nach und nach von ihnen. Er ist dem ganzen Druck nicht mehr gewachsen und urplötzlich legt sich ein Schalter in ihm um. Craig kann nicht mehr, nein, er will nicht mehr und aus eigener Kraft schafft er es, ins Krankenhaus zu gehen. Dort wird er auf eine psychiatrische Station gebracht und endlich findet er seinen eigenen Weg.


    Während des Lesens habe ich Craig immer mehr bewundert. Er ist ein starker Junge, auch wenn die Leute in seinem Umfeld ihn als schwach betrachten. Mit ihm konnte ich mich identifizieren, denn in meiner Jugend habe ich ähnliches durchgemacht. Nur hatte ich im Gegensatz zu Craig nicht diesen Rückhalt, was ich wirklich sehr toll fand. Er wird weder von seiner Familie, noch von der Schule fallen gelassen!


    In der Klinik lernt Craig noch weitere Personen kennen, Menschen, die schon viele Jahre in dem "Sumpf" ihres Lebens feststecken und aus eigener Kraft nicht mehr rauskommen. Craig, der selbst der Jüngste Patient auf der Station ist, wirkt mit einem Mal erwachsen. Er kommt endlich zurück auf seinen Weg und schafft es sogar, anderen Leuten zu helfen!


    Meine Meinung


    Die meisten Bücher, die ich lese, berühren oder unterhalten mich nur für ein paar Stunden, doch jedes Mal wenn ich ein Buch aufschlage, hoffe ich, dass der Inhalt mich länger begleiten wird, ja, das die Geschichte ein Teil meines Lebens wird. Bei "Eine echt verrückte Story" ist es genau so gekommen. Es ist eines der wenigen Bücher, das einen sofort gefangen nimmt und nicht mehr loslassen möchte. Craigs Geschichte ist so ehrlich und emotional, vielleicht, weil der Autor seine eigene "Welt" darin verarbeitet hat. Ich habe mich sofort in diese Geschichte verliebt und wusste schon nach wenigen Seiten, dass ich hier wieder einen echten Schatz in Händen halte.


    Craigs Geschichte wird auf der einen Seite sehr witzig und jugendlich erzählt, doch auf der anderen Seite bekommt man auch seine Depressionen mit. Er ist hin und her gerissen zwischen: "Ich möchte leben" und "Ich kann nicht mehr". Ned Vizzini hat es geschafft, ein jugendliches Leben zu beschreiben, was in der heutigen Zeit beinahe zur Normalität gehört. Schon in der Grundschule wird der Druck immer größer und Öberflächlichkeiten und Neid werden durch die falsche Erziehung in den Köpfen der Heranwachsenden gestärkt. Ich frage mich, warum muss das so sein? Warum wird nicht das Miteinander gestärkt? Warum wird nicht jeder einzelne so gefördert, wie er es braucht? Die Frage ist ganz leicht zu beantworten: Weil das System es nicht so vorzieht. Es dürfen nur die Stärksten überleben, die anderen werden, wie in Craigs Fall, einfach auf der Strecke bleiben. 


    Als Craig endlich die Hilfe bekommt, die er braucht, wird ganz klar deutlich, unter welchem Druck er die ganze Zeit gestanden hat. Die Schule war der Mittelpunkt seines Lebens, doch war dies überhaupt das Richtige für ihn? Muss man sich anpassen und sein Leben vergeuden, um ein Teil der Gesellschaft zu werden? In der Psychiatrie lernt er viele Menschen kennen, die nicht unterschiedlicher sein können und sie alle führen ihn auf den richtigen Weg, auch wenn der letztendliche letzte "Schubs" von ihm selber stammt. Craig ist wirklich eine liebenswürdige Person, mit der ich während der ganzen Geschichte mitfiebern konnte. Ich bewundere seine Stärke und seine Kraft, das alles von sich aus zu meistern. 


    In der Klinik trifft er auch ein Mädchen, doch auch seine "alte" Liebe zu der Freundin des besten Freundes wird noch einmal thematisiert. Ich glaube, im Leben trifft man sehr oft die falschen Entscheidungen, doch man sollte nicht darum trauern, sondern es versuchen, zu verändern. Man muss einen Weg finden, eine Berufung oder einfach nur etwas, das einen glücklich macht. Genau diese Aussage will das Buch übermitteln und das schafft es auch auf jeden Fall. 


    "Eine echt verrückte Story" ist eigentlich gar nicht so verrückt, sondern viel mehr etwas ganz Besonderes. Es ist ein Buch, das zugleich Mut macht und sich nicht scheut, die Wahrheit offen darzulegen. Wir sollten uns nicht schämen, anders zu sein, sondern dies mit Stolz ausleben, denn dieses Leben gehört nur uns allein!!!


    Fazit


    "Eine echt verrückte Story" wird mich wohl noch den Rest meines Lebens begleiten. Ich kann das Buch jedem empfehlen, der offen für das Thema ist und Leute nicht gleich verurteilt, nur weil sie sich vielleicht nicht dem "Mainstream" anpassen wollen!

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    lenawagnervor 4 Jahren
    Eine ECHT verrückte Story ;)

    Das Buch war sehr schön authentisch und verständlich.

    Ich als noch Jugendliche (würde ich jetzt mal behaupten ;) ) konnte mich in Craig und seine Probleme sehr gut hineinversetzen und der Autor Ned Vizzini schrieb einfach sehr locker von der Seele ohne "angst" zu haben vielleicht etwas falsches zu sagen und das hat mir sehr gefallen.

    Eine lebensechte Geschichte die zum Nachdenken anregt und dem ein oder anderen sicherlich auch irgendwie helfen kann.

    Mir hat es wirklich gut gefallen.

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    loveisfriendshipvor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Die Botschaft dieses Buches ist unmissverständlich. Sie lautet: Lebe! Ein bewegender Roman, authentisch, einfühlsam und nicht unnötig ernst.
    Eine echt wichtige Story!

    Eine echt wichtige Story!

    Es ist schon ein paar Tage her, dass ich Eine echt verrückte Story gelesen habe, aber es geht mir immer noch im Kopf herum. Deswegen habe ich mich entschieden, eine Rezension zu diesem bewegenden Buch zu schreiben. Also, worum geht es in Eine echt verrückte Story?

    Es geht um den 15-jährigen Craig, der an einer schweren Depression leidet und sich eines Nachts entschließt zu sterben. Es kommt jedoch dazu, dass Craig weiterlebt. Doch wie soll dieses Weiterleben auf Dauer aussehen, wird man nicht ohne weiteres von einer Depression geheilt?

    Eine echt verrückte Story trifft genau den richtigen Ton bei solch sensiblen Themen um psychische Erkrankungen, Depressionen und Suizid. Es ist kein belehrender Ratgeber sondern wirkt wie aus der Sicht eines Betroffenen.
    Denn es ist aus der Sicht eines Betroffenen, wie ich nach Recherche herausgefunden habe.
    Warum ich recherchiert habe? Weil ich während des Lesens gespürt habe, dass da jemand von Erfahrungen schreibt, von Erfahrungen schreiben muss. Denn kein Außenstehender kann sich derart hineindenken und einfühlen. Und an dieser Stelle wird Eine echt verrückte Story für mich zu „Eine echt wichtige Story“. Ich kann mir vorstellen, dass es Betroffenen viel mehr hilft von jemandem zu hören, der gleiches durchmacht, als von einem Ratgeber oder einem Außenstehenden, der sich hineinzudenken versucht, die Gefühle und Gedanken aber in dieser Weise nie nachvollziehen könnte wie es ein tatsächlich Betroffener tut.
    Ich habe Eine echt verrückte Story als authentisch, einfühlsam, intensiv und ehrlich erlebt. Es ist glaubhaft und nachdenklich machend.

    Außerdem: Das Thema des Buches mag sich vielleicht düster anhören und natürlich ist es keine leichte Kost, aber ich kann versichern, es wurde für so ein ernstes Thema erstaunlich – natürlich nur verhältnismäßig – locker und humorvoll umgesetzt. Der Protagonist erzählt ironisch und sarkastisch von sich und der Welt, wobei er sich selbst nicht so ernst nimmt. Aber der Autor nimmt seine Figuren ernst und begegnet ihnen auf Augenhöhe.

    Es brauchte dieses Buch.
    Denn es kritisiert auch die Gesellschaft. Diese Leistungsgesellschaft und den Druck, der durch sie ausgeübt wird. Und die Totschweigerei. Denn noch viel mehr Menschen sind an Depressionen erkrankt, trauen sich jedoch nicht, dies zu zeigen, weil sie es als Schwäche oder eigene Schuld begreifen. Eine echt verrückte Story vermittelt das Gefühl, nicht allein oder abgesondert sein und zeigt, dass es mehr Betroffene gibt. Etwas, das von einer Gesellschaft, in der alle funktionieren müssen, verdrängt zu werden scheint.

    Eine echt verrückte Story klärt auch ein wenig über Depressionen auf und versucht die Ursachen und Symptome zu ergründen (körperliche Qualen, die durch das seelische Leiden entstehen, Angst zu versagen in extremer Form). Dabei ist es natürlich kein Buch mit psychischem oder medizinischem Schwerpunkt, sondern allen voran ein Jugendbuch, indem die Gefühle und Gedanken und allgemein die Probleme Heranwachsender im Vordergrund stehen.

    Ich habe insgesamt viele neue Einsichten mitgenommen. Beispielsweise plädiert Ned Vizzini dafür, seinen Schmerz nicht zu unterdrücken und stattdessen so zu sein, wie man ist, ohne sich zwanghaft anzupassen. Auch, Entscheidungen für sein Leben zu treffen, die einem selbst guttun, ungeachtet der Chancen auf Erfolg.

    Eine echt verrückte Story ist bei seiner Thematik auch unglaublich Mut-machend, hoffnungsvoll, positiv und lebensbejahend. Und das ist des Buches großer Verdienst. Es zeigt – auf realistische Weise – wie das Leben mit Depressionen weitergehen kann und das es sich zu leben lohnt. Gleichzeitig verfällt Ned Vizzini nicht in Plattitüden. Sein Buch zeigt, wie ein junger Mann bereit fürs Leben wird und regt dazu an, das Leben zu wagen. Es vermittelt die Botschaft: „Entscheidet euch für das Richtige, für das Leben. Man kann damit klarkommen.“

    Nun das Tragische.
    Das, was er am Ende für seinen Protagonisten Craig erfindet, hat der Autor Ned Vizzini im echten Leben nicht geschafft. Er hat seine Depressionen nie überwunden und sich am 19. Dezember 2013 selbst getötet.
    Verliert Eine echt verrückte Story mit seiner Botschaft mit diesem Wissen an Wert, an Bedeutung?
    Nein. Ganz und gar nicht.
    Auch wenn Ned Vizzini es selbst nicht geschafft hat, trägt sein Buch dazu bei, dass andere es mit seiner Hilfe schaffen. Es tut viel zur Suizid-Prävention. Ich finde es beeindruckend, dass jemand, dem es selbst so schlecht geht, anderen Mut und Hoffnung vermittelt.

    In einem Interview mit der Website Strength of Us sagte Ned Vizzini: "Was ich mir wünsche: Dass junge Erwachsene aus meinem Buch Eine echt verrückte Story mitnehmen, dass sie bei Selbstmord-Gedanken eine Hotline anrufen. Solche Gedanken sind in Wirklichkeit ein medizinischer Notfall, und wenn mehr Leute von solchen Hotlines wüssten, hätten wir weniger Selbstmorde.“
    Ich hoffe und glaube, dass hat er mit seinem Buch erreicht.

    Fazit: Eine echt verrückte Story ist ein würdiges Denkmal und ein großer Verdienst eines früh verstorbenen Autors. Die Botschaft seines Buches ist unmissverständlich. Sie lautet: Lebe!

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    LindyBooksvor 5 Jahren
    Rezension zu "Eine echt verrückte Story" von Ned Vizzini

    Craig, 15 Jahre alt, lebt in New York, hätte nie gedacht, wie verrückt und komisch das Leben sein kann. Statt in der goldenen Zukunft landet er zunächst in einem Alptraum aus Stress und Depressionen - bis er sich für das Leben entscheidet.

    Dieses Buch behandelt locker und leicht ein ernstes Thema, ohne, dass es lächerlich wird. Es ist gut geschrieben, sodass man die 381 Seiten schnell durch hat. Der Autor, Ned Vizzini, war selbst ein paar Tage, bevor er angefangen hat, dieses Buch zu schreiben, für fünf Tage in einer Erwachsenen-Psychiatrie, genau wie Craig in der Geschichte. Daher wirkt auch alles authentisch und es ist interessant, wie es in einer Psychiatrie in New York abläuft.

    Das Cover passt auch gut zum Inhalt des Buches, denn Craig zeichnet gerne Karten von Städten und in der Psychiatrie entwickelt er eine ganz neue Art davon.

    Aber den Kommentar von SWR3 ("Ich habe selten so gelacht wie bei diesem Buch. ..."), finde ich etwas übertrieben. Davon darf man sich nicht beeinflussen lassen und eine richtig lustige Geschichte erwarten.

    Insgesamt ist es ein tolles Buch und ich gebe dafür 4 Sterne. 

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    78sunnys avatar
    78sunnyvor 6 Jahren
    Kurzmeinung: Das Buch ist in einem einzigartigen Schreibstil geschrieben, der einen direkt in den Kopf der Hauptperson befördert.
    einzigartiger Schreibstil

    5 von 5 Sternen

    *Inhalt:*
    Craig setzt alles daran an der Executive Pre-Professional High School angenommen zu werden. Er lernt jede freie Minute dafür und dieses eine Ziel ist sein ganzer Lebensinhalt. Als er es dann schafft, sollte das Leben doch wunderbar sein, oder? Leider nicht für Craig, er wird depressiv und eines Tages denkt er sogar an Selbstmord. Über eine Selbstmordhotline erhält er Hilfe und lässt sich in eine psychiatrische Klinik einweisen. Wird man ihm dort helfen können?


    *Wie kam das Buch zu mir*

    Ich habe vor einiger Zeit den Film „It's kind of a funny Story“ gesehen und fand ihn klasse. Einige Zeit später sah ich durch Zufall, dass es dazu ein Buch gibt. Zum Geburtstag bekam ich es dann geschenkt und jetzt bin ich endlich zum Lesen gekommen.


    *Aufmachung/Qualität*

    Das Cover ist sehr kreativ gestaltet und passt super zum Inhalt des Buches. Auch die Werbung auf dem Buch, dass es sich um eine Mischung aus „Kids“ und „Einer flog übers Kuckucksnest“ handelt, ist perfekt. Leider wird diese Version nicht mehr gedruckt und die Neuauflage, die im Juli bei Heyne erscheint, wird ein neues Cover haben. Dieses wird allerdings ebenfalls gut zum Inhalt passen. Mir persönlich gefällt trotzdem das alte Cover besser.

    Die Kapitel sind ziemlich kurz – meist um die 8 Seiten – und das Buch lässt sich daher sehr schnell lesen.

    Das Buch ist in mehrere Teile unterteilt, die einen durch Craigs Leben führen. Diese Aufteilung hat wieder Bezug auf das Cover und den Inhalt das Buches. Hier wurde sich sehr viel Mühe gegeben.


    *Meinung:*
    Die Grundhandlung war wirklich interessant und durch den besonderen Schreibstil war man richtig mitgerissen, obwohl das Buch eigentlich kaum Spannung enthält. Hier wird das Leben eines fünfzehnjährigen Jugendlichen erzählt, der sich nicht nur mit den normalen Problemen von Teenagern herumschlagen muss, sondern auch noch zusätzlich schwere Depressionen hat. Man erlebt wie er sich vor, während und nach dem Aufenthalt in der Klinik fühlt und man erlebt hautnah mit, was sich im Kopf eines Betroffenen abspielt. Das macht dieses Buch zu etwas ganz besonderem. Es behandelt nicht nur das Thema psychische Erkrankungen verschiedener Art, sondern auch das Thema echte Freundschaft, Drogen, Vertrauen, Teenagerhormone, Mut und ganz allgemein Erwachsenwerden und Entscheidungen treffen. Aber auch das Thema Hilfe annehmen und selbst Hilfe anbieten. Der Auto selbst war kurz bevor er dieses Buch geschrieben hat, auch in einer psychiatrischen Klinik und ich finde man merkt der Geschichte diese Nähe zum Thema an.


    Der Schreibstil macht das Buch zu etwas ganz besonderem. Die Geschichte wird in der Gegenwart und aus der Ich-Perspektive der Hauptperson, Craig, erzählt. Man hat also wirklich das Gefühl Craig auf seinem Weg zu begleiten und jeden einzelnen seiner manchmal sehr verworrenen und chaotischen Gedanken zu kennen. Der Schreibstil ist sehr detailliert und da man das ganze aus Sicht eines depressiven Jugendlichen geschildert bekommt, auch wirklich etwas ganz besonderes. Auch wenn die Thematik ernst ist, schafft es der Autor das ganze locker und sehr humorvoll zu beschreiben. Man ist nach dem Lesen nicht selbst depressiv, sondern fühlt sich sogar selbst ein wenig positiver.


    Die Emotionen kommen eindeutig beim Leser an – schon allein durch diesen einzigartigen Schreibstil. Ich mag ja gerade emotionale Bücher und da war das genau das richtige für mich. Ich konnte mich sehr gut in Craig hineinversetzten und fühlte mit ihm mit. Die Gegenwartsform und Ich-Perspektive verstärken das dann auch noch. Außerdem sind in dieser Geschichte, natürlich schon bedingt durch die psychische Störung des Hauptcharakters, tiefe Emotionen Hauptthema. Craigs Familie spielt eine große und positive Rolle, außerdem seine Beziehungen zu alten und neuen Freunden und seine Beziehung zu sich selbst.


    Spannung hat das Buch keine. Trotzdem konnte ich es nicht aus der Hand legen und habe es innerhalb von 2 Tagen ausgelesen. Craig wird einem so sympathisch, dass man miterleben möchte wie er sich weiter entwickelt, ob er die Hilfe bekommt, die er braucht und ob er diese annehmen kann. Man will seine Aufs und Abs miterleben und auch das Leben der anderen um Craig herum ist interessant genug, um am Ball zu bleiben. Action kommt hier allerdings keine vor, aber warum auch.


    Die Charaktere sind super und teilweise sehr skurril. Craig, ist sehr sympathisch und man schließt ihn schnell ins Herz. Die Nebencharaktere sind vor allem durch die unterschiedlichen psychischen Störungen ebenfalls sehr interessant und man bekommt auch diese gut vorgestellt. Hier gibt es keine flachen Charaktere, aber man bekommt auch nicht zu viele Details, um vom Hauptcharakter abgelenkt zu werden. Genau die richtige Mischung eben.


    Eine kleine Liebesgeschichte gibt es natürlich auch, schließlich spielt hier ein Teenager die Hauptrolle. Diese wird sehr unterhaltsam, aber auch emotional geschildert, spielt sich aber eher im Hintergrund ab.


    Das Ende ist gut abgeschlossen und positiv. Warnungen brauche ich hier keine auszusprechen, da trotz der bedrückenden Thematik, das ganze sehr positiv und sogar humorvoll verpackt wird.


    Grundidee 5/5

    Schreibstil 5/5

    Emotionen 5/5

    Spannung 2/5

    Charaktere 4,5/5

    Liebesgeschichte 3,5/5


    *Fazit:*

    5 von 5 Sternen

    Dieses Buch ist etwas ganz besonderes und ich kann es jedem empfehlen, der sich für psychische Erkrankungen oder einfach nur für eine etwas schwierige Teenagerzeit interessiert. Das Buch ist in einem einzigartigem Schreibstil geschrieben, der einen direkt in den Kopf der Hauptperson befördert und einen alles miterleben und mitfühlen lässt. Trotz des eher bedrückenden Themas schafft es der Autor diese Geschichte humorvoll und positiv zu erzählen und trotzdem dabei authentisch zu wirken.

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    libris avatar
    librivor 6 Jahren
    Rezension zu "Eine echt verrückte Story" von Ned Vizzini

    Tolles Buch ! Greift ein ganz ernstes Thema in einem sehr lockeren Stil an. Toll das dieses Thema in der Literatur aufgegriffen wird und auch für Jugendliche erzählt wird. Absolut empfehlenswert !

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    Dubhes avatar
    Dubhevor 6 Jahren
    Rezension zu "Eine echt verrückte Story" von Ned Vizzini

    In diesem Buch geht es um Craig, der alles gibt, um auf einer Elite-Schule aufgenommen zu werden. Und er schafft es sogar, doch ab diesem Zeitpunkt geht es nur mehr bergab für ihn, denn er ist dort nicht mehr als Mittelmaß und seine Zukunftsplanung, dass er mit einem guten Abschluss einen superguten Job bekommt und damit auch viel Kohle, wird vernichtet.
    So kommt es, dass er sich eigentlich von der Brücke stürzen möchte, doch im letzten Augenblick besinnt er sich und lässt sich freiwillig in einer Nervenheilanstalt einliefern.
    Und erst dort mit den verrücktesten Leuten lernt Craig wirklich, was leben bedeutet...
    .
    Eine wirklich nette Geschichte, doch der Klapptext hört sich etwas besser an, als das Buhc tatsächlich ist.
    Man sollte meinen, dass Craig eigentlich nie Probleme hatte, doch schon vor seinem Besuch in der Anstalt hat er einen Seelenklemptner konsultiert, da er Depressionen hatte.
    Jedenfalls ist Craig als Charakter ziemlich okay und auch die anderen passen gut in die Geschichte, doch es gibt eigentlich nichts Außergewöhnliches, weswegen mich das Buch auch nicht so ganz überzeugt hat.

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    Dupsis avatar
    Dupsivor 8 Jahren
    Rezension zu "Eine echt verrückte Story" von Ned Vizzini

    Craig ist 15. Er lebt in Brooklyn und hat es sich zum Ziel gemacht, eine Eliteschule zu besuchen. Er lernt wie verrückt um aufgenommen zu werden und schafft es schließlich auch. Er erreicht die volle Punktzahl und alle Türen scheinen ihm offen zu stehen. Alles müsste gut werden.
    Eigentlich.
    Doch stattdessen geht es nur noch bergab. Er bleibt im Bett statt seine zahlreichen Hausaufgaben zu machen. Zusammen mit seinem besten Freund Aaron kifft er. Er bekommt nichts mehr zu essen runter, übergibt sich ständig. Er leidet unter Schlafstörungen.
    Es entwickelt sich zu einer waschechten Depression, der nur noch mit Tabletten abgeholfen werden kann.
    Dioch auch dann wird es nicht besser. Eines Nachts geht es ihm so schlecht, dass er mit dem Gedanken spielt, seinem Leben ein Ende zu setzen indem er von der Brooklyn Bridge springt. Doch anstatt dies in die Tat umzusetzen, ruft er bei der Telefonseelsorge an, die ihm rät, ins Krankenhaus zu gehen.
    Mehr oder weniger freiwillig weist er sich in die Psychatrie ein.
    Fünf Tage.
    Fünf Tage, die sein Leben verändern.

    Obwohl das Thema vielleicht etwas anderes verheißt, handelt es sich um ein lebensbejahendes Buch. Es ist witzig, behandelt dieses durchaus ernste Thema jedoch mit Respekt.
    Es lohnt sich zu leben. auch wenn es nicht immer einfach ist und man unter Umständen erst einen Anstoß braucht, um das zu erkennen. Einen Anstoß aus einer Richtung, aus der man es vielleicht am wenigsten erwartet hat.

    Ein tolles Buch!!!

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