Nedjma

 2.9 Sterne bei 72 Bewertungen
Autorin von Die Mandel, L' Amande und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Nedjma

Nedjma ist das Pseudonym einer in Nordafrika lebenden Autorin, die anonym bleiben muss, um möglichen Anfeindungen aus ihrer Heimat zu entgehen. Ihr Debütroman »Die Mandel« erschien 2006 bei Knaur und stand wochenlang auf den Bestsellerlisten in Frankreich und Deutschland. Im Sommer 2011 erschien nun ihr zweiter Roman »Wilde Feigen« (Originaltitel »La traversée des sens«) ebenfalls bei Droemer-Knaur.

Alle Bücher von Nedjma

NedjmaDie Mandel
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Die Mandel
Die Mandel
 (69)
Erschienen am 02.05.2011
NedjmaWilde Feigen
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Wilde Feigen
Wilde Feigen
 (1)
Erschienen am 01.06.2011
NedjmaDie Mandel
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Die Mandel
Die Mandel
 (1)
Erschienen am 01.06.2005
NedjmaL' Amande
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L' Amande
NedjmaL'amande
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L'amande
L'amande
 (0)
Erschienen am 01.08.2005
NedjmaLa almendra/ The almond
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La almendra/ The almond
La almendra/ The almond
 (0)
Erschienen am 02.05.2005
NedjmaThe Almond
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The Almond
The Almond
 (0)
Erschienen am 03.07.2006

Neue Rezensionen zu Nedjma

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78sunnys avatar

Rezension zu "Die Mandel" von Nedjma

Rezension zu "Die Mandel" von null null
78sunnyvor 6 Jahren

Titel: Die Mandel
Autor: Nedjma
Originaltitel: L'amande
Verlag: Knaur
ISBN: 9783426509166
Preis:7,95€
Genre: Zeitgenössische Literatur
Format: Taschenbuch
Seitenzahl: 251
Erscheinungsdatum: 18.02.2005
Reihe: -

2 von 5 Sternen
Inhalt:
Badra wächst in Imchouk, Marokko, auf und entdeckt ihren Körper. Als sie dann mit einem viel älteren Mann verheiratet wird, der sich einen Teufel um ihr Vergnügen im Bett schert, wird sie fast komplett gebrochen. Doch eines Tages wagt sie die Flucht und schafft sich die Freiheit nach der sie sich sehnt.

Wie kam das Buch zu mir
Ich habe viele unterschiedliche Meinungen zu diesem Buch gehört und wollte mir selbst ein Bild machen. Daher habe ich das Buch für 1,95 Euro bei Arvelle bestellt.

Meinung:
Ich würde gern damit beginnen, was ich eigentlich erwartet habe. Ich dachte ich bekomme eine fesselnde oder zumindest berührende/aufwühlende Geschichte einer jungen Frau, die unterdrückt wurde und sich dagegen aufgebäumt hatte. Als Ergebnis hatte ich erwartet, dass die Frau dann ihre Vergangenheit verarbeitet hat und zu einer selbstbewussten Frau herangereift ist. Bekommen habe ich ein Geschichte über eine Frau die schon als Kind sich voll und ganz über ihre Geschlechtsteile definierte und ihr ganzen Leben lang eine für mich fragwürdige Obsession zu diesen beibehalten hat.

Ich bin wahrlich nicht prüde, aber ich finde es bedenklich wenn Menschen sich voll und ganz über Sex definieren. Ich würde sogar so weit gehen, zusagen, dass das Verhalten von Badra krankhaft ist. Der weibliche Hauptcharakter durchläuft meines Erachtens nach keine Entwicklung in diesem Buch und sie kann einem nur Leid tun, obwohl sie sich anscheinend als selbstbestimmt und selbstbewusst empfindet. Für mich wirkte sie dagegen eher fremdgesteuert. Sie blieb ihr ganzes Leben abhängig von anderen Personen, vor allem Männern.

Hinter der Geschichte steckt natürlich eine Autorin und ich frage mich wie man auf die vielen sehr skurrilen und obszönen Anekdoten in diesem Buch kommt. Das ganze wirkt einfach krank. Ich kann es nicht besser ausdrücken. Der Schreibstil wechselt von Versuchen poetisch zu sein, zu extrem obszön und reicht von Gotteslästerung zu Vergötterung. Besonders merkwürdig waren die Passagen in denen es um Sex, Obszönitäten und Gott gleichzeitig ging. Ich bin nicht gläubig, aber diese Stellen wirkten selbst auf mich sehr falsch.

Positiv kann ich nur erwähnen, dass der ständige Wechsel von Vergangenheit und Gegenwart sehr erfrischen war und auch ein wenig Spannung aufrecht erhielten.

Ich habe das Buch zu Ende gelesen, da ich vermutete, dass schlussendlich doch eine Entwicklung stattfinden würde. Wie oben schon erwähnt fand dies meiner Meinung nach nicht statt.

Lesergruppe:
Ich empfehle das Buch nicht weiter. Wenn dann sollten es nur Erwachsene lesen, da das Buch eigentlich nur um Sex und Geschlechtsteile geht.

Fazit:
2 von 5 Sternen
Ein Buch das sich nur um ein Thema dreht – Geschlechtsteile. Die Lebensgeschichte der Hauptdarstellerin spielt dabei nur eine Nebenrolle und ist auch nicht sonderlich interessant. Es war einfach eine riesige Enttäuschung für mich.

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Rezension zu "Die Mandel" von Nedjma

Rezension zu "Die Mandel" von null null
Ferrantevor 7 Jahren

Dieses Buch scheint die Kritiker zu spalten - mich hat es begeistert.

Als ich es in der Mängelexemplar-Wühlkiste bei Thalia fand, dachte ich mir zunächst, "Hm, ein zeitgenössischer erotischer Roman, wird sicher nur so ein halbgares, stilloses Porno sein, und ich lese doch eh nur schwule (erotische) Romanzen und so.".

Aber dann las ich den Klappentext: "Lieben und bis an die Grenzen gehen. Lieben und nie den Blick senken. Lieben und verlieren. Und mit zerbrochenem Herzen weiterleben. Weil der Verstand noch heil ist ..." Und diese poetische Sprache, wie auch, dass der Roman als Aufstand einer Muslimin Sprengkraft besitzt, überzeugte mich, das Taschenbuch mit zu nehmen.

Und jetzt, einen Tag später, habe ich es auch schon wieder ausgelesen. Der Inhalt: die Liebesodysse einer jungen Muslimin von den frühen Kinderjahren im Patriarchat bis zur selbstbestimmten reifen Frau. Eine Frau, die die Liebe ihres Lebens, den Dandy Driss, der seine eigenen Dämonen in sich trägt, verlassen muss, weil auch hier die Liebe zum Gefängnis wird. Eine Frau, die aber jenen Driss, der ebenfalls nie aufgehört hat, sie zu lieben, an seinem Lebensabend wieder zu sich nimmt und pflegt. Eine Frau, die weibliche Sexualität in vollen Zügen auskostet und zelebriert, immer am Rande des Abgrunds.

Wer auch immer sich hinter dem Pseudonym verbirgt, er/sie ist ein echter Könner. Nicht nur ist der Roman mit seinen Rückblenden und Vorausdeutungen sehr gut konstruiert, er begeistert auch durch seine Sprache. Derartig poetisch und tiefgründig wurde wohl kaum ein anderer erotischer Roman geschrieben - Marquis de Sade ist liebloses Porno dagegen, wenn auch Die Mandel de Sade zum Teil um Deftigkeit übertrifft, diese Deftigkeit aber durch die feinsinnige Sprache nie vulgär und bililg wird.

Ein sehr bewegender Text, der wohl kaum jemanden kalt lassen wird - egal, ob positiv oder negativ.

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Rezension zu "Die Mandel" von Nedjma

Rezension zu "Die Mandel" von Nedjma
Ein LovelyBooks-Nutzervor 7 Jahren

Die junge und jungfräuliche Badra aus Imchouk in Marokko wird von ihren Eltern verheiratet. An einen alten Mann, den sie nicht liebt. Sie flüchtet aus Imchouk und aus ihrer Ehe, nach Tanger zu ihrer Tante. Dort fällt sie in eine leidenschaftliche Liebe zu einem freigeistigen Arzt.

Autobiographische erotische Erfahrungen? Erotische Phantasien? Beides? Sei es wie es sei. Wie Nedjma ihrem Arzt und ihrer ungezähmt aufbrechenden Ursprünglichkeit, so erliegt der Leser dem Zauber des Buches. Eindringlicher und poetischer lässt sich sexuelle Liebe nicht schildern und nachhaltiger kann dem Abendland kein Einblick in die orientalische Welt körperlicher – und geistiger! – Selbstbefreiung einer Muslimin gewährt werden. Eine „arabische Revolution“ des Individuums.

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