American Gods

von Neil Gaiman 
4,0 Sterne bei301 Bewertungen
American Gods
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Positiv (221):
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GENIAL. Ich liebe alte Mythen, Götter und Sagen. Die Idee von den amerikanischen Göttern fand ich unglaublich faszinierend.

Kritisch (23):
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Eine für mich zwar vorerst interessant klingende doch dann leider enttäuschende Kette wirr aneinandergereihter Ereignisse

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Inhaltsangabe zu "American Gods"

Als Shadow aus dem Gefängnis entlassen wird, ist nichts mehr wie zuvor. Seine Frau wurde getötet, und ein mysteriöser Fremder bietet ihm einen Job an. Er nennt sich Mr. Wednesday und weiß ungewöhnlich viel über Shadow. Er behauptet, ein§Sturm ziehe auf, eine gewaltige Schlacht um die Seele Amerikas. Eine Schlacht, in der Shadow eine wichtige Rolle spielen wird ... Eines der meistbeachteten Bücher des letzten Jahrzehnts: eine kaleidoskopische Reise durch die Mythologie und§durch ein Amerika, das zugleich unheimlich vertraut und völlig fremd wirkt.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783847905875
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:624 Seiten
Verlag:Eichborn
Erscheinungsdatum:15.05.2015
Das aktuelle Hörbuch ist am 01.07.2001 bei Harperaudio erschienen.

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    jana_cats avatar
    jana_catvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: GENIAL. Ich liebe alte Mythen, Götter und Sagen. Die Idee von den amerikanischen Göttern fand ich unglaublich faszinierend.
    Detailreich und faszinierend

    "American Gods" ist ein unglaublich komplexes Buch.


    Anfangs hatte ich ein bisschen Schwierigkeiten hineinzukommen und zu verstehen um was es hier eigentlich geht. Möglicherweise hat das aber auch daran gelegen, dass ich es auf englisch gelesen habe.

    Aber ab dem Zeitpunkt, ab dem ich mich darauf einlassen konnte fand ich es extrem spannend. Ich habe so viele interessante Götter kennengelernt und es hat Spaß gemacht der Geschichte zuzusehen, wie sie sich langsam entfaltet. Besonders mochte ich die "Coming to America" - Geschichten dazwischen. Es hat sch angefühlt als würde man Stück für Stück ein Puzzle zusammensetzen. 

    Shadow und Mr.Wednesday waren ein schönes Duo, sie haben sich ziemlich gut ergänzt. Shadow ist ein sehr ruhiger und schweigsamer Typ und sehr loyal. Wednesday dagegen nimmt kein Blatt vor den Mund und führt die Menschen gerne an der Nase herum. 

    Von dem Ende war ich vollkommen überrascht aber es hat mir gut gefallen. Endlich hat alles einen Sinn ergeben. 

    Auf jeden Fall hat mir das Buch viel Stoff zum Nachdenken gegeben und ich kann mir gut vorstellen es noch einmal zu lesen, da mir manche Details vermutlich entgangen sind.

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    AdamBlues avatar
    AdamBluevor 4 Monaten
    Wie die Götter nach Amerika kamen

    Klappentext:



    „Wohin gehen die alten Götter, wenn sie von den Neuen verdrängt werden?



    Als Shadow aus dem Gefängnis entlassen wird, ist nichts mehr wie zuvor. Seine Frau wurde getötet, und ein mysteriöser Fremder namens Mr. Wednesday bietet ihm einen Job an. Doch woher weiß der Fremde so viel über Shadow? Während Shadow im Auftrag Wednesdays durch die USA reist, wird ihm langsam klar: Ein Sturm zieht auf, eine gewaltige Schlacht um die Seele Amerikas kündigt sich an, und Shadow wird darin eine wichtige Rolle spielen."



    Ich rezensiere die Author's Cut Edition vom Eichborn Verlag



    Cover:



    Zunächst eine interessante Hintergrundinformation: Neil Gaiman erhielt vom Verlag einen Coverentwurf, welche eine Straße und einen mächtigen Blitz zeigte, noch bevor er mit dem Schreiben des Romans beging (wird auf S.670 im Kapitel „Wie können Sie es wagen?" erwähnt). Solch ein Cover wird auch in der Ausgabe vom Eichborn Verlag gezeigt: Eine leere Straße, die sich auf einem Feld befindet und einen Blitz am Ende der Straße. Mir gefällt das Cover sehr gut, obwohl es noch viele andere interessante Cover zum Buch gibt (z.B eins, welches einen bestimmten Baum abbildet, der im Buch eine tragende Rolle spielt. Generell kann man im Buch viele bemerkenswerte Symbole entdecken).



    Inhalt:



    Ich werde die Geschichte so allgemein wie möglich halten, da es doch sehr viele interessante Wendungen in der Geschichte gibt. Die Serie habe ich noch nicht gesehen und werde deshalb auch nicht auf sie eingehen.



    American Gods würde ich zum Genre der Urban-Fantasy zuordnen, da die Geschichte zwar in „unserer" Welt spielt, jedoch durch mythische Figuren bereichert wird. Ab und zu tauchen auch Horrorelemente auf, weshalb das Buch sich eher an Erwachsene richtet.

    In American Gods begleiten wie die meiste Zeit über den Protagonisten Shadow, welcher kurz davor steht, aus der Haft entlassen zu werden. Shadow ist körperlich ein großer Mann. Sehr groß sogar. So groß, dass Neil Gaiman uns gerne immer wieder daran erinnert ;-). Noch bevor er aus der Haft entlassen wird, erfährt er, dass seine Frau Laura bei einem Unfall ums Leben gekommen ist. Wäre dies nicht schon schlimm genug, erfährt er später von der besten Freundin seiner Frau, dass Laura Shadows besten Freund im Auto oral befriedigt hat und das Auto erst deshalb aus der Fahrbahn geriet. Ideale Voraussetzungen also, um wieder ein Leben als freier Bürger zu führen ...

    Wie der Zufall es will, trifft Shadow im Flugzeug einen gutgekleideten Mann namens Mr. Wednesday, der alles über Shadow weiß und ihm eine Aufgabe als Leibwächter anbietet. Der Mann kommt Shadow suspekt vor und er versucht zunächst, dem mysteriösen Mann mit dem Glasauge auszuweichen, jedoch taucht dieser immer wieder auf. Da Shadow eh nichts mehr zu verlieren hat, nimmt er Mr. Wednesdays Angebot an. Mr. Wednesday offenbart sich nach der Zeit als Odin (Wednesday abgeleitet vom Wodanstag, Wodan= Odin), der in Amerika seinen Lebensunterhalt als Trickbetrüger bestreitet. Odin ist ein zwielichtiger Charakter und meiner Meinung nach auch der interessanteste in American Gods. Meistens lässt er Shadow bezüglich seiner Pläne im Unklaren. Er kündigt einen Krieg der alten Götter, die in Amerika ein schattenhaftes Dasein fristen, da die Menschen nicht mehr an sie glauben und die Götter somit an Einfluss verloren haben, gegen die neuen Götter, die durch Medien oder Technologie verkörpert werden.

    Shadow trifft auf seiner Reise einige fast vergessene Götter wie Czernibog (der slawische Gott der Finsternis, verkörpert durch einen alten, slawisch aussehenden Mann) oder Mr. Nancy (Nancy= Anansi, ein westafrikanischer Spinnengott, welcher durch einen aus Afrika stammenden Mann dargestellt wird.). Zudem gibt es einige Nebenerzählungen, die zwar nicht zu Shadows Geschichte gehören, uns jedoch noch von weiteren Göttern erzählen, die sich in Amerika durschlagen müssen. Da wäre z.B die kuriose Geschichte über König von Saba, die in Amerika als Prostituierte arbeitet und komische Dinge mit ihren Freiern anstellt (...) oder ein Ifrit (ein arabisches Geistwesen), der nun als Taxifahrer arbeitet. Eine Geschichte wirkt schon fast historisch, da sie uns die Geschichte der Sklaverei zeigt. Man kann diese Erzählungen zwar auslassen, würde ich jedoch nicht tun, da sie zum großen Ganzen gehören.

    Die Geschichte liest sich zwar an einigen Stellen etwas wirr, ergibt jedoch bis zum Ende hin immer mehr Sinn. Besonders bemerkenswert finde ich die Idee, sich auf eher exotische Götter zu beschränken, da man somit viel über Mythologie lernen kann ( wie viele andere Leser auch kannte ich kannte Anansi oder Czernibog noch nicht).

    Die Charaktere haben mir sehr gut gefallen, auch wenn Shadow mir an einzigen Stellen etwas zu blass blieb. Im Buch passieren allerhand mystische Sachen und er nimmt sie oft einfach ohne großes Erstaunen hin. Auch einige neuen Götter bleiben blass, da die Geschichte sich mehr auf die alten Götter fokussiert. Im Mittelteil des Buches reist Shadow nach Lakeside und trifft dort auf einige interessante Charaktere wie den Polizisten Chad Mulligan, Hinzelmann oder Samantha. Lakeside ist ein ruhiger Ort, doch plötzlich verschwindet ein Kind und Shadow versucht mit Chad Mulligan den Fall aufzuklären. Ob es ihm gelingt, müsst ihr selber erfahren ;-)



    Neil Gaimans Prosa hat mir ebenfalls imponiert. Es gibt zwar einige Stellen, wo nichts passiert, die jedoch sehr unterhaltsam geschrieben sind. Ich werde mir seine anderen Romane ebenfalls ansehen.



    Fazit:


    Pro:

    -Sehr originelle Geschichte mit interessanten Charakteren und Göttern

    -Konflikt zwischen neuen und alten Göttern

    - Gelungener Mix aus düsterer Fantasy und Road Trip

    - Fantastischer Schreibstil


    Contra:

    -Shadow handelt nicht immer nachvollziehbar

    -Ende leider etwas unspektakulär ...

    -Neue Götter bleiben etwas blass

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    tragalibross avatar
    tragalibrosvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Leider gar nicht mein Fall...
    Rezension zu "American Gods" von Neil Gaiman

    Der Häftling Shadow wird vorzeitig aus der Haft entlassen, da seine Lebensgefährtin einen schweren Unfall hatte. Auf dem Weg nach Hause, begegnet er dem undurchsichtigen Mr. Wednesday, welcher ihm einen gut bezahlten Job und diverse Privilegien anbietet. Shadow willigt in das Angebot ein und wird schon bald in eine Welt hineingezogen, in der Götter lebendig werden und nichts so ist, wie es scheint...

    Vielleicht war es ein Fehler, dieses Buch zu lesen, nachdem ich die Serie gesehen habe, welche auf dieser Geschichte basiert.
    Ich habe viel von diesem Buch erwartet, bin nach den ersten Seiten aber regelrecht schockiert gewesen. Die gesamte Handlung liest sich, als wäre der Autor auf einem Horrortrip gewesen.

    Zwar sind die Charaktere sehr spannend geschildert und auch die Idee hinter dem Buch ist äußerst ansprechend, aber leider konnte mich die Umsetzung nicht überzeugen.

    (Spoiler!!) Wenn jemand auf Karussellfiguren durch das Universum reitet, wird es doch ziemlich schräg....

    Die Schreibweise ist, im Gegensatz zu der abgedrehten Handlung, sehr ansprechend und fließend, sodass man, wenn man sich auf die Geschichte einlässt, auch in diese übernatürliche Welt eintauchen kann.
    Trotzdem hat mich auch diese Tatsache nicht von "American Gods" überzeugen können.

    Ich bin daher sehr zwiegespalten, wie ich dieses Buch bewerten soll. Einerseits hat der Autor eine umwerfende und äußerst bildhafte Fantasie, andererseits ist die Handlung so wirr und absurd, dass ich mich in keinem Charakter wiederfand und in keine Situation hineinfühlen konnte.
    Aus diesem Grunde vergebe ich für "American Gods" nur zwei Sterne. Diese Lektüre ist leider nicht mein Fall...

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    Der_Buchdraches avatar
    Der_Buchdrachevor 6 Monaten
    Hat was

    Die Götter der alten Welt sind tot und nun nehmen neue ihren Platz in unserer Welt ein und ringen um die Anbetung durch die Menschen. Neil Gaiman widmet sich in seinem Roman »American Gods« einem ausgesprochen aktuellen Thema, das bei weitem nicht nur Amerika betrifft.

    Shadow hat nichts mehr. Als er aus dem Gefängnis entlassen wird, erfährt er, dass wenige Tage zuvor seine Frau bei einem Autounfall ums Leben kam. Seinen alten Job kann er ebenso wenig zurück haben und in seiner Heimat ist er auch nicht mehr wirklich willkommen. Da begegnet ihm der schlitzäugige Mr Wednesday und bietet ihm an, für sich zu arbeiten. Hauptsächlich als Fahrer, vielleicht auch dem einen oder anderen Typen eins überziehen. Da Shadow ohnehin keine Alternativen mehr im Leben hat, nimmt er nach einigem Zögern an. Und ahnt nicht, dass er in einen Krieg der Götter hineingeraten ist.

    Eine Gangstergeschichte der etwas anderen Art, mit viel Witz und Scharfsinn erzählt. Die Namen der Protagonisten sind Programm und wer aufmerksam liest, wird so einiges erfahren. Shadow bleibt den ganzen Roman über dem Leser, obgleich er der Hauptprotagonist ist, sehr schattenhaft. Wir erfahren relativ wenig über ihn als Person, seine Gedanken und Gefühle und seine Geschichte. Das hat so einigen Reiz, weil es viel Spielraum für eigene Gedanken und Ideen lässt.

    Mr Wednesday ist die zweite zentrale Figur des Ganzen, und wer weiß, wie die Etymologie des Wortes Wednesday lautet, der kann sich bereits denken, um wen es sich hier eigentlich handelt. Er ist ein schlitzohriger Gauner durch und durch, der Shadow lange Zeit im Unklaren lässt, worum es hier eigentlich geht. Auch wenn er so eine zwielichtige Gestalt ist, ist er doch ein ausgesprochen unterhaltsamer Charakter, der auf seine Weise ziemlich amüsant ist, wenn er mal wieder eine neue Gaunerei plant.

    Das Buch ist ziemlich vielschichtig, was man schon allein an den Namen sieht. Sicher lohnt es sich hier, das Buch mehrmals zu lesen, um wirklich alle Aspekte des Buchs zu erfassen.

    Eine Stelle blieb mir besonders im Gedächtnis. Da ich das Bibliotheksbuch mittlerweile wieder zurückbrachte und mir die Stelle nicht notierte, kann ich es nicht sinngemäß zitieren. Aber sie ging ungefähr so: »Die modernen Altäre sind Fernseher und Internet, und unsere Opfergaben zumeist unsere eigene Lebenszeit.« Und das ist die Kernaussage des Romans. Die alten Götter Odin und Loki und all die anderen kämpfen mit den neuen Göttern um die Vorherrschaft im Glauben der Menschen, während wir endlose Stunden vor dem Fernseher (und mittlerweile auch Internet, Erstveröffentlichung war 2001) hängen und Zeit verplempern.

    Das Buch hat so einige unheimlich komische und spannende Stellen, leider jedoch in der Mitte so seine Längen, die mich nicht wirklich fesseln konnten. Wiederum sehr gut gefiel mir die Idee der »Coming to America«-Kapitel, die immer wieder in die Erzählung eingestreut sind. Darin wird berichtet, wie die Menschen der alten Welt nach Amerika kamen und dabei ihre Götter mitbrachten. Diese Kapitel sind immer ein Innehalten von der großen Erzählung, ein kleines Atemholen, und bauen zugleich die Welt weiter aus.

    Auch wenn das Buch ein sehr amerikanisches ist, ein Roadtripp quer durch die Staaten, damit Mr Wednesday seine Gaunereien abziehen kann, so ist das Buch doch gleichzeitig keinesfalls nur amerikanisch. Die Aussage gilt für uns alle gleichermaßen, dass wir vielleicht nicht so viel Zeit oder was auch immer wem auch immer opfern sollten.

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    MA_Audrens avatar
    MA_Audrenvor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Grobschlächtig und rüde.
    Grobschlächtig und rüde.

    Ein Schreibstil der genauso vulgär ist wie viele der Charaktere. Vielleicht trifft es den ein oder anderen Geschmack, aber ich fand die Wortwahl und viele der Beschreibungen eher abstoßend. Der Handlungsverlauf war teils stockend und nicht spannend genug um einen lange an die Seiten zu fesseln. Konnte mich leider ganz und gar nicht vereinnahmen aber wie gesagt schätze ich, dass es eine Geschmacksfrage ist :(

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    Niggls_vor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Interessante Thematik und tolle Umsetzung. Leider war ich aufgrund der Story eher enttäuscht.
    Leider war ich enttäuscht

    Ich habe gehört, dass die Serie gut sein soll, weshalb ich vorher das Buch dazu lesen wollte. Gut fand ich, dass vieles über die im Buch geschriebenen Götter stimmt und interessant in die Geschichte eingewoben worden ist. Leider hat mich die Geschichte, die Neil Gaiman in American Gods erzählt nicht wirklich vom Hocker gerissen. Die Wendungen fand ich nicht wirklich überraschend, die Geschichte an sich hat leider keinen Großartigen Höhepunkt und alles in allem war ich einfach unzufrieden mit dem Gesamtwerk. Die kleinen Nebengeschichten waren richtig gut, die Charaktere auch. Ich würde es jetzt nicht unbedingt als ein Must-Read bezeichnen aber wer sich für Religion, Philosophie oder Mythologien interessiert wird damit sicher trotzdem seinen Spaß haben.

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    I_like_storiess avatar
    I_like_storiesvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein absolutes Must Read. Nicht nur für Mythologie Fans! Poetisch geschrieben und sicher nichts für Zwischendurch.
    Über alte Götter, neue Welten und einen entlassenen Sträfling

    Ich habe mir das Buch geholt, nachdem ich die ersten 4 Folge der Serie auf Amazon Prime geschaut habe (zum Glück, nach Folge 5, die sich ganz eindeutig von der Buchvorlage distanziert, hätte ich das wahrscheinlich nicht mehr gemacht.).
    Das Buch ist absolut genial geschrieben. Neil Gaiman hat einen ruhigen, poetischen Schreibstil. Die Geschichte wird auch eher ruhig erzählt, ist dennoch sehr spannend, absolut irre und vielschichtig.
    Die alten Göttersagen werden so gekonnt neu interpretiert und mit der amerikanischen Geschichte verwoben, dass man sich sicher ist, dass das ganze exakt so stattgefunden hat.
    Über den Kapiteln finden sich diverse Zitate, was mir sehr gut gefällt.
    Zudem sind immer wieder Referenzen auf diverse Geschichten eingewoben.
    Herrlich!
    Der Protagonist Shadow ist sehr gut durchdacht und authentisch. Seine Handlungen passen, auch wenn manche Reaktionen ins Surreale abschweifen. Aber das passt zum Buch.
    Auch die Nebenfiguren sind so authentisch und vielschichtig, dass es schon fast traurig, wenn nicht gar tragisch ist, dass sie nicht eine eigene Geschichte bekommen (zb Lakeside 😉 Die Götter haben ja ihre)
    Allerdings ist das Buch sicher nichts für zwischendurch. Man muss schon eine gewisse Konzentration aufbringen, um hier wirklich alles mitzubekommen und zu genießen.
    Auch das Ende passt hervorragend zum Buch und bringt nochmal ein oder zwei Aha-Effete.

    Alles in allem ein Must Read für jeden der auch mal einen wilden Genre-Mix aus Horror, Fantasy und Road Trip mag.

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    vk_tairens avatar
    vk_tairenvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Der Leser beim Hörbuch macht einiges wieder gut, aber dennoch zieht sich die Story.
    Leider zieht es sich

    Zunächst: Ich habe dieses Buch als Hörbuch gehört und denke, dass das der einzige Grund ist, warum ich so schnell durch gekommen bin, denn der Leser war spitze und schaffte es, über die Längen, die im Buch einfach zu finden waren, dennoch eine gewisse Spannung zu halten. 


    Im Grunde folgt man Shadow Moon, wie er im Gefängnis darauf wartet, entlassen zu werden, um nach Hause zu seiner Frau zurück zu kehren. Nur dass eine Kette an Ereignissen dazu führt, dass er als eine Art Bodyguard für einen Mann endet, der sich selbst Mr. Wednesday. 


    Und damit beginnt Shadows Achterbahnfahrt mitten in einen Krieg hinein, der zwischen den Göttern Amerikas im Begriff ist auszubrechen. Götter, die einst aus allen Ländern mit den Siedlern importiert wurden, aber auch Götter der Neuzeit. Von der Eisenbahn bis zum Internet und mehr. 


    Während die anderen Figuren richtig interessant und plastisch auftraten, erschien mir Shadow als ziemlich fade und an manchen stellen phlegmatisch, denn egal was passierte, er nahm es einfach hin! 


    Nimmt man dazu noch die teilweise aus dem Zusammenhang gerissenen Szenen, die zwar ganz nett beschrieben waren, aber für den Verlauf der Story eigentlich wenig beitrugen, außer die Länge zu strecken, macht das zumindest für mich ein Buch, das zwar mir einer brillanten Idee, teilweise faszinierenden Charakteren und auch tollen Beschreibungen aufwarten kann, aber alles in allem doch eher mittelmäßig ausfällt. 


    Beim Hörbuch reißt der Leser einiges wieder hinaus. 


    Ich habe nach dem Buch die erste Staffel der gleichnamigen Serie gesehen und muss sagen, sie finde ich um einiges spannender und interessanter, als das Buch. Soll passieren! 

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    Sturmherzs avatar
    Sturmherzvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Moderne Götter treffen auf die Götter der alten Welt und dazwischen ist Shadow der das Gleichgewicht halten soll.
    Shadow Moon der Weltenretter

    Shadow Moon, ein eher schweigsamer Mann sitzt im Knast und wartet auf seine Entlassung. Diese kommt früher als gedacht, denn seine Frau, Laura stirbt bei einem Autounfall und er soll die Möglichkeit bekommen bei ihrer Beerdigung dabei zu sein.
    Auf dem Weg dorthin lernt er den mysteriösen "Mr. Wednesday" kennen, welcher ihm einen Job anbietet, er soll sein "Assistent" werden und für ihn Totenwache halten wenn er sterben sollte.
    Auf dem Weg nach Eagle Point, der Heimat von Shadow begegnet er in einer Bar einem Raufbold, wie sich herausstellt ein Leprechaun, der ihm einen Zaubertrick beibringt und ihm ein goldene Münze schenkt. Kobold? Wo bin ich da nur gelandet, denkt sich Shadow.
    Es wird sich zeigen das Shadow für einen Gott der alten Welt arbeitet, welcher versucht die alten Götter wieder zusammen zu bringen, für eine grosse Schlacht gegen die neuen Götter. Götter wie der Technik, der Börse, des Kapitalismus.
    In dem Roman von Neil Gaiman begegnet man allerlei Göttern aus den verschiedenen Teilen der Welt. So aus der nordischen Sagenwelt, der Indischen aber auch der uns geläufigeren, der irischen Sagenwelt. Und mit dem stillen Shadow als Hauptcharakter der Geschichte nimmt ein spannendes Abenteuer seinen lauf.
    Met aus dem Keller holen und lesen bis die Schlange sich nicht mehr um den Weltenbaum schlingt.

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    PMelittaMs avatar
    PMelittaMvor einem Jahr
    Hat mich leider enttäuscht

    Shadow Moon steht kurz vor seiner Entlassung aus dem Gefängnis, durch einen tragischen Unglücksfall kann er sogar ein paar Tage früher gehen. Auf dem Heimweg trifft er auf einen geheimnisvollen Mann, der sich Mister Wednesday nennt, Shadow anheuert und ihn damit in äußerst mysteriöse und gefährliche Geschehnisse zieht.

    Der Roman lag ziemlich lange auf meinem SUB, oft wollte ich ihn lesen, es kam aber immer wieder ein anderer Roman dazwischen, und ich habe mich sehr auf die Lektüre gefreut. Umso größer war dann die Enttäuschung, dass mich die Geschichte wenig packen konnte, ich fand sie ziemlich wirr und mit zu vielen Nebensächlichkeiten belastet. Zweimal habe ich den Roman wieder beiseite gelegt und andere Bücher gelesen. Sogar in die, gerade neu erschienene, TV-Serie habe ich hineingesehen, in der Hoffnung, dass sie mir die Geschichte näher brachte, jedoch vergeblich. Ab etwa der Hälfte, vielleicht hatte ich mich endlich eingelesen, hat mich die Geschichte dann doch so weit in ihren Bann gezogen, dass ich den Rest ohne Unterbrechung durchlas.

    Ich besitze übrigens eine Ausgabe von 2005, also nicht die später erschienene „Directors Cut“-Ausgabe.

    Shadow ist ein interessanter Charakter, sympathisch, hilfsbereit, aber auch oft nahezu phlegmatisch. Er macht im Laufe des Romans allerhand mit, bleibt sich aber immer treu. Wednesday ist ein ganz anderes Kaliber, durchtrieben und manipulativ, nun ja, wenn man seinen Hintergrund kennt, wundert das nicht. Eine Menge Charaktere tauchen im Laufe der Geschichte auf, manche nur kurz, manche sind wichtig, andere weniger, klar wird das aber erst im Laufe der Geschehnisse, manchmal war ich erstaunt, dass der eine oder andere Charakter eine größere – oder auch kleinere – Rolle einnahm, als zunächst gedacht.

    Wie gesagt, die Geschichte ist oft ziemlich wirr, ich brauchte einige Zeit, um den roten Faden zu erkennen und es war nicht immer leicht, ihn nicht wieder zu verlieren. Der Autor erzählt viel, oft ausschweifend und manchmal langweilig, aber es gibt auch sehr unterhaltsame Passagen. Bei manchen Dingen wird erst später klar, wozu sie gut sind, bei anderen nie. Immer wieder eingestreut sind Nebengeschichten, so wird etwa unter „Ankunft in Amerika“ mehrmals erzählt, wie verschiedene Götter bzw. Legenden nach Amerika kamen, wir begleiten Wikinger, schwarze Sklaven, deportierte Engländer dorthin und ziehen sogar 14.000 v. Chr. mit über die Bering-Straße. In einer Geschichte trifft man einen Ifriten, der sich als Taxifahrer durchschlägt. All diese „Nebengeschichten“ sind interessant und unterhaltsam zu lesen, führen aber auch immer wieder weg von der Haupthandlung. Man muss sich darauf einlassen können und sie als zusätzliche Schmankerl sehen. Natürlich haben sie eine gewisse Berechtigung, schließlich geht es um Götter (und Legenden) in Amerika. Auch die Haupthandlung selbst hat Nebenstränge, wie z. B. den um die verschwundenen Jugendlichen in Lakeside, der zu einer kleinen Krimihandlung mutiert und am Ende auch aufgelöst wird.

    Im Anhang gibt es ein Götter-Glossar, das ich recht nützlich und interessant fand, manche der Götter/Legenden kannte ich bereits, andere waren mir neu und machten mir Lust, ein wenig mehr über sie zu erfahren. Im Vergleich zu den alten Göttern sind die neuen (Kreditkarten, Autobahn, Internet, Fernsehen …) eher blass geraten.

    Auch ohne meine hohen Erwartungen hätte ich wohl an dem Roman keine rechte Freude gehabt, zu verworren und streckenweise zu langweilig erschien er mir, leider hat er mich nur streckenweise gut unterhalten. Ich vergebe daher 3 Sterne und halte mich mit einer Leseempfehlung zurück.

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