Neil Gaiman American Gods

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Inhaltsangabe zu „American Gods“ von Neil Gaiman

Als Shadow aus dem Gefängnis entlassen wird, ist nichts mehr wie zuvor. Seine Frau wurde getötet, und ein mysteriöser Fremder bietet ihm einen Job an. Er nennt sich Mr. Wednesday und weiß ungewöhnlich viel über Shadow. Er behauptet, ein§Sturm ziehe auf, eine gewaltige Schlacht um die Seele Amerikas. Eine Schlacht, in der Shadow eine wichtige Rolle spielen wird ... Eines der meistbeachteten Bücher des letzten Jahrzehnts: eine kaleidoskopische Reise durch die Mythologie und§durch ein Amerika, das zugleich unheimlich vertraut und völlig fremd wirkt.

Spannend und fesselnd bis zum Schluss. Absoluter Lesetipp.

— Avenger

Ein absolutes Must Read. Nicht nur für Mythologie Fans! Poetisch geschrieben und sicher nichts für Zwischendurch.

— I_like_stories

Der Leser beim Hörbuch macht einiges wieder gut, aber dennoch zieht sich die Story.

— vk_tairen

Moderne Götter treffen auf die Götter der alten Welt und dazwischen ist Shadow der das Gleichgewicht halten soll.

— Sturmherz

Götter-technisch interessant, vielleicht ein klein wenig zu modern gehalten.

— steffilam

Das war mir fast ein wenig zu abgedreht, vor allem die Sznene mit dem Taxifahrer und in dem roten Hotelzimmer.

— JessicaFanta

super zum lesen, aber einige längen

— carlinda

Endlich in der Langausgabe. Ein unendlich unterhaltsames und tiefes Buch.

— WallsideWriter

Es ist wirklich ein seltsames Buch. Es ist nicht immer leicht, den roten Faden in der Handlung im Auge zu behalten. Aber: für die Götter!

— JamesVermont

Alte Götter vs. neue "Götter". Eine faszinierende Idee, packend und fesselnd umgesetzt.

— Alienonaut

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  • Über alte Götter, neue Welten und einen entlassenen Sträfling

    American Gods

    I_like_stories

    21. September 2017 um 17:12

    Ich habe mir das Buch geholt, nachdem ich die ersten 4 Folge der Serie auf Amazon Prime geschaut habe (zum Glück, nach Folge 5, die sich ganz eindeutig von der Buchvorlage distanziert, hätte ich das wahrscheinlich nicht mehr gemacht.).Das Buch ist absolut genial geschrieben. Neil Gaiman hat einen ruhigen, poetischen Schreibstil. Die Geschichte wird auch eher ruhig erzählt, ist dennoch sehr spannend, absolut irre und vielschichtig.Die alten Göttersagen werden so gekonnt neu interpretiert und mit der amerikanischen Geschichte verwoben, dass man sich sicher ist, dass das ganze exakt so stattgefunden hat.Über den Kapiteln finden sich diverse Zitate, was mir sehr gut gefällt.Zudem sind immer wieder Referenzen auf diverse Geschichten eingewoben. Herrlich!Der Protagonist Shadow ist sehr gut durchdacht und authentisch. Seine Handlungen passen, auch wenn manche Reaktionen ins Surreale abschweifen. Aber das passt zum Buch.Auch die Nebenfiguren sind so authentisch und vielschichtig, dass es schon fast traurig, wenn nicht gar tragisch ist, dass sie nicht eine eigene Geschichte bekommen (zb Lakeside 😉 Die Götter haben ja ihre)Allerdings ist das Buch sicher nichts für zwischendurch. Man muss schon eine gewisse Konzentration aufbringen, um hier wirklich alles mitzubekommen und zu genießen.Auch das Ende passt hervorragend zum Buch und bringt nochmal ein oder zwei Aha-Effete.Alles in allem ein Must Read für jeden der auch mal einen wilden Genre-Mix aus Horror, Fantasy und Road Trip mag.

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  • Leider zieht es sich

    American Gods

    vk_tairen

    15. September 2017 um 08:30

    Zunächst: Ich habe dieses Buch als Hörbuch gehört und denke, dass das der einzige Grund ist, warum ich so schnell durch gekommen bin, denn der Leser war spitze und schaffte es, über die Längen, die im Buch einfach zu finden waren, dennoch eine gewisse Spannung zu halten.  Im Grunde folgt man Shadow Moon, wie er im Gefängnis darauf wartet, entlassen zu werden, um nach Hause zu seiner Frau zurück zu kehren. Nur dass eine Kette an Ereignissen dazu führt, dass er als eine Art Bodyguard für einen Mann endet, der sich selbst Mr. Wednesday.  Und damit beginnt Shadows Achterbahnfahrt mitten in einen Krieg hinein, der zwischen den Göttern Amerikas im Begriff ist auszubrechen. Götter, die einst aus allen Ländern mit den Siedlern importiert wurden, aber auch Götter der Neuzeit. Von der Eisenbahn bis zum Internet und mehr.  Während die anderen Figuren richtig interessant und plastisch auftraten, erschien mir Shadow als ziemlich fade und an manchen stellen phlegmatisch, denn egal was passierte, er nahm es einfach hin!  Nimmt man dazu noch die teilweise aus dem Zusammenhang gerissenen Szenen, die zwar ganz nett beschrieben waren, aber für den Verlauf der Story eigentlich wenig beitrugen, außer die Länge zu strecken, macht das zumindest für mich ein Buch, das zwar mir einer brillanten Idee, teilweise faszinierenden Charakteren und auch tollen Beschreibungen aufwarten kann, aber alles in allem doch eher mittelmäßig ausfällt.  Beim Hörbuch reißt der Leser einiges wieder hinaus.  Ich habe nach dem Buch die erste Staffel der gleichnamigen Serie gesehen und muss sagen, sie finde ich um einiges spannender und interessanter, als das Buch. Soll passieren! 

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  • Shadow Moon der Weltenretter

    American Gods

    Sturmherz

    14. September 2017 um 13:33

    Shadow Moon, ein eher schweigsamer Mann sitzt im Knast und wartet auf seine Entlassung. Diese kommt früher als gedacht, denn seine Frau, Laura stirbt bei einem Autounfall und er soll die Möglichkeit bekommen bei ihrer Beerdigung dabei zu sein.Auf dem Weg dorthin lernt er den mysteriösen "Mr. Wednesday" kennen, welcher ihm einen Job anbietet, er soll sein "Assistent" werden und für ihn Totenwache halten wenn er sterben sollte. Auf dem Weg nach Eagle Point, der Heimat von Shadow begegnet er in einer Bar einem Raufbold, wie sich herausstellt ein Leprechaun, der ihm einen Zaubertrick beibringt und ihm ein goldene Münze schenkt. Kobold? Wo bin ich da nur gelandet, denkt sich Shadow. Es wird sich zeigen das Shadow für einen Gott der alten Welt arbeitet, welcher versucht die alten Götter wieder zusammen zu bringen, für eine grosse Schlacht gegen die neuen Götter. Götter wie der Technik, der Börse, des Kapitalismus. In dem Roman von Neil Gaiman begegnet man allerlei Göttern aus den verschiedenen Teilen der Welt. So aus der nordischen Sagenwelt, der Indischen aber auch der uns geläufigeren, der irischen Sagenwelt. Und mit dem stillen Shadow als Hauptcharakter der Geschichte nimmt ein spannendes Abenteuer seinen lauf. Met aus dem Keller holen und lesen bis die Schlange sich nicht mehr um den Weltenbaum schlingt.

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  • Hat mich leider enttäuscht

    American Gods

    PMelittaM

    18. June 2017 um 16:20

    Shadow Moon steht kurz vor seiner Entlassung aus dem Gefängnis, durch einen tragischen Unglücksfall kann er sogar ein paar Tage früher gehen. Auf dem Heimweg trifft er auf einen geheimnisvollen Mann, der sich Mister Wednesday nennt, Shadow anheuert und ihn damit in äußerst mysteriöse und gefährliche Geschehnisse zieht.Der Roman lag ziemlich lange auf meinem SUB, oft wollte ich ihn lesen, es kam aber immer wieder ein anderer Roman dazwischen, und ich habe mich sehr auf die Lektüre gefreut. Umso größer war dann die Enttäuschung, dass mich die Geschichte wenig packen konnte, ich fand sie ziemlich wirr und mit zu vielen Nebensächlichkeiten belastet. Zweimal habe ich den Roman wieder beiseite gelegt und andere Bücher gelesen. Sogar in die, gerade neu erschienene, TV-Serie habe ich hineingesehen, in der Hoffnung, dass sie mir die Geschichte näher brachte, jedoch vergeblich. Ab etwa der Hälfte, vielleicht hatte ich mich endlich eingelesen, hat mich die Geschichte dann doch so weit in ihren Bann gezogen, dass ich den Rest ohne Unterbrechung durchlas.Ich besitze übrigens eine Ausgabe von 2005, also nicht die später erschienene „Directors Cut“-Ausgabe. Shadow ist ein interessanter Charakter, sympathisch, hilfsbereit, aber auch oft nahezu phlegmatisch. Er macht im Laufe des Romans allerhand mit, bleibt sich aber immer treu. Wednesday ist ein ganz anderes Kaliber, durchtrieben und manipulativ, nun ja, wenn man seinen Hintergrund kennt, wundert das nicht. Eine Menge Charaktere tauchen im Laufe der Geschichte auf, manche nur kurz, manche sind wichtig, andere weniger, klar wird das aber erst im Laufe der Geschehnisse, manchmal war ich erstaunt, dass der eine oder andere Charakter eine größere – oder auch kleinere – Rolle einnahm, als zunächst gedacht.Wie gesagt, die Geschichte ist oft ziemlich wirr, ich brauchte einige Zeit, um den roten Faden zu erkennen und es war nicht immer leicht, ihn nicht wieder zu verlieren. Der Autor erzählt viel, oft ausschweifend und manchmal langweilig, aber es gibt auch sehr unterhaltsame Passagen. Bei manchen Dingen wird erst später klar, wozu sie gut sind, bei anderen nie. Immer wieder eingestreut sind Nebengeschichten, so wird etwa unter „Ankunft in Amerika“ mehrmals erzählt, wie verschiedene Götter bzw. Legenden nach Amerika kamen, wir begleiten Wikinger, schwarze Sklaven, deportierte Engländer dorthin und ziehen sogar 14.000 v. Chr. mit über die Bering-Straße. In einer Geschichte trifft man einen Ifriten, der sich als Taxifahrer durchschlägt. All diese „Nebengeschichten“ sind interessant und unterhaltsam zu lesen, führen aber auch immer wieder weg von der Haupthandlung. Man muss sich darauf einlassen können und sie als zusätzliche Schmankerl sehen. Natürlich haben sie eine gewisse Berechtigung, schließlich geht es um Götter (und Legenden) in Amerika. Auch die Haupthandlung selbst hat Nebenstränge, wie z. B. den um die verschwundenen Jugendlichen in Lakeside, der zu einer kleinen Krimihandlung mutiert und am Ende auch aufgelöst wird.Im Anhang gibt es ein Götter-Glossar, das ich recht nützlich und interessant fand, manche der Götter/Legenden kannte ich bereits, andere waren mir neu und machten mir Lust, ein wenig mehr über sie zu erfahren. Im Vergleich zu den alten Göttern sind die neuen (Kreditkarten, Autobahn, Internet, Fernsehen …) eher blass geraten.Auch ohne meine hohen Erwartungen hätte ich wohl an dem Roman keine rechte Freude gehabt, zu verworren und streckenweise zu langweilig erschien er mir, leider hat er mich nur streckenweise gut unterhalten. Ich vergebe daher 3 Sterne und halte mich mit einer Leseempfehlung zurück.

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    • 2
  • Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017

    Warum Lesen glücklich macht

    GrOtEsQuE

    Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017 Achtung - es handelt sich nicht um eine Leserunde sondern eine Challenge zum SUB-Abbau!!! Es werden keine Bücher verlost. Ich habe es nur als Leserunde erstellt, damit das Ganze etwas übersichtlicher wird.Ich möchte mich 2017 mehr dem SUB-Abbau widmen, daher habe ich mir überlegt eine Challenge zu erstellen. Die Regeln möchte ich so einfach wie möglich halten - es soll ja auch Spaß machen und nicht in Stress ausarten.Es wird jeden Monat ein anderes Motto geben. Für die zum Monatsmotto passenden Bücher, gibt es jeweils einen Extrapunkt. Das Monatsmotto werde ich immer Ende des Vormonats im entsprechenden Unterthema bekannt geben. Den Extrapunkt kann man mehrmals im Monat sammeln, wenn man genügend passende Bücher für das Motto hat.Jeder der mitmachen möchte, postet bitte im Unterthema Sammelbeiträge seinen Sammelbeitrag. Ich werde dann jeden Monat hier im Startbeitrag die Punkte aktualisieren. Bei den einzelnen Sammelbeiträgen ist mir eigentlich nur wichtig, dass in der ersten Zeile die Gesamtpunktzahl steht, ansonsten kann jeder seinen Beitrag so gestalten wie er möchte - entweder nur die Punkte aufschreiben oder auch das gelesene Buch benennen.Man kann jederzeit noch einsteigen - einfach einen Sammelbeitrag posten und los gehts!!! Rezensionen sind keine Pflicht. Es gelten alle Bücher, die in 2017 beendet werden, man kann also ruhig auch die in 2016 angefangen erst in 2017 beenden. Die Punkteverteilung sieht wie folgt aus: Für jedes gelesene Buch gibt es einen Punkt. Für jedes gelesene Buch, was vor 2017 auf dem SUB gelandet ist, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 400 Seiten hat, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 600 Seiten hat, gibt es zwei Extrapunkte. Für jedes gelesene Buch, was zum Monatsmotto passt, gibt es einen Extrapunkt. Für Comics und Mangas werden nur die Hälfte der Punkte vergeben. Hörbucher zählen auch. Bei den Extrapunkten für die Seiten einfach an dem "echten" Buch orientieren. Wenn es sich um die gekürzte Fassung des Hörbuchs handelt, dann ein dreiviertel der Seiten. (Also mal angenommen das Buch hat 400 Seiten und du hast die gekürzte Fassung des Hörbuchs, zählt es nur für 300 Seiten, also kein Extrapunkt.) Bereits früher gelesene Bücher zählen auch, aber hier gibt es den vor-2017-auf-dem-SUB-gelandet-Punkt nicht, da die Bücher ja nicht mehr zum SUB gehören. Im besten Fall kann man also 5 Punkte pro Buch erhalten. Wer noch Fragen hat, kann sie im Unterthema für Fragen stellen. Nun hoffe ich auf eine rege Teilnahme und wünsch uns schon mal viel Spaß :-) Teilnehmer --- Gesamtpunktzahl --- zuletzt aktualisiert 20.10.2017: _Jassi                                           ---  77 Punkte AmberStClair                             ---   69 Punkte (Gesamtpunkte angeben) Arachn0phobiA                         ---   259 Punkte Astell                                           ---    9 Punkte BeeLu                                         ---   92 Punkte Bellis-Perennis                          ---  691 Punkte Beust                                          ---   352 Punkte Bibliomania                               ---   233 Punkte Buecherkaetzchen                   ---   48 Punkte Buchgespenst                         ---  444,5 Punkte ChattysBuecherblog                --- 285 Punkte Buchperlenblog (CherryGraphics)  ---   154,5 Punkte Code-between-lines                ---  154 Punkte eilatan123                                 ---   80 Punkte Eldfaxi                                       ---   52 Punkte Farbwirbel                                ---   46 Punkte fasersprosse                            ---    35 PunkteFrau-Aragorn                           ---   216 Punkte Frenx51                                     ---  103 Punkte glanzente                                  ---   94 Punkte GrOtEsQuE                               ---   84 Punkte hannelore259                          ---   78 Punkte hannipalanni                           ---   181 Punkte Hortensia13                             ---   148 Punkte Igelchen                                    ---   26 Punkte Igelmanu66                              ---  191 Punkte janaka                                       ---   118 Punkte Janina84                                   ---    95 Punkte jasaju2012                               ---   20 Punkte jenvo82                                    ---   135 Punkte kalestra                                    ---   33 Punkte Kattii                                         ---   88 Punkte Katykate                                  ---   121 Punkte Kerdie                                      ---   239 Punkte Kleine1984                              ---   145 Punkte Kuhni77                                   ---   129 Punkte KymLuca                                  ---   110 Punkte LadyMoonlight2012               ---   29 Punkte LadySamira090162                ---   285 Punkte Larii_Mausi                              ---    63 PunkteLeif_Inselmann                       ---   40,5 Punkteleseratte89                               ---   50 Punkte Leseratz_8                                ---   18 Punktelisam                                          ---   257 Punkte louella2209                            ---   69 Punkte lyydja                                       ---   94 Punkte mareike91                              ---    47 Punkte MissSnorkfraeulein                  ---  44 Punkte MissSternchen                          ---  55 Punkte mistellor                                   ---   181 Punkte Mone97                                    ---   55 Punktenaevia                                        ---   17 Punktenatti_Lesemaus                        ---  148 Punkte Nelebooks                               ---  245 Punkte niknak                                       ----  313 Punkte nordfrau                                   ---   143 Punkte PMelittaM                                 ---   242 Punkte PollyMaundrell                         ---   34 Punkte Pucki60                                        --- 37 Punkte QueenSize                                 ---   132 Punkte readergirl                                   ---    5 Punkte Readrat                                      ---   67 Punkte SaintGermain                            ---   139 Punkte samea                                           --- 76 PunkteSandkuchen                              ---   241 Punkteschadow_dragon81                  ---   92 Punkte Schmiesen                                  ---   195 Punkte Schokoloko29                            ---   35 Punkte Somaya                                     ---   315 Punkte SomeBody                                ---   189,5 Punkte Sommerleser                           ---   215 Punkte StefanieFreigericht                  ---   236,5 Punkte tlow                                            ---   165 Punkte Veritas666                                 ---   151 Punkteverruecktnachbuechern         ---   97 Punktevielleser18                                 ---   131 Punkte Vucha                                         ---   151 Punkte Wermoeve                                 ---   17 Punkte widder1987                               ---   69 Punkte Wolly                                          ---   184 Punkte Yolande                                       --   189 Punkte

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  • Beeindruckend aber teilweise auch etwas langatmig und verwirrend

    American Gods

    Aleshanee

    29. April 2017 um 08:09

    Neil Gaiman hat ja sehr außergewöhnliche Bücher - und das mag ich! Auch hier war gerade die erste Hälfte sehr spannend; die Verbindung mit den verschiedenen Göttermythen, das Aussterben der Götter wegen dem schwindenden Glauben und die "neuen", die immer mehr Platz im Denken der Menschen einnehmen. Aber ich muss gestehen dass ich teilweise einiges nicht mehr verstanden habe und verwirrt war. Es wurde mir dann doch einen Tick zu abstrus und wenn ich die Handlung nicht mehr verstehe und auch das, was dahintersteckt, dann verliere ich doch etwas die Lust am Lesen. Trotzdem insgesamt wirklich bemerkenswert, aber sicher nicht für jeden was.Ich schwanke zwischen 3 und 4 Sternen, hab aber jetzt mal aufgerundet.

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  • "American Gods“ oder: Wie ich mich in Neil Gaiman verliebte.

    American Gods

    ScreenQueen

    26. February 2017 um 12:14

    So hatte Shadow sich das nicht vorgestellt. Nach drei Jahren Gefängnis wollte er nach seiner Entlassung nur noch zwei Dinge tun: ein ausgiebiges Bad nehmen, und sich danach mit seiner Frau Laura im Schlafzimmer einschließen. Doch nur wenige Tage vor der Entlassung stirbt Laura in einem Autounfall. Zusammen mit seinem besten Freund. Shadow hat plötzlich kein Leben mehr, zu dem er zurückkehren könnte. Als ihm also der seltsame Fremde im Flugzeug einen Job als „Mann fürs Grobe“ anbietet, nimmt er ihn nach kurzem Zögern an. Das stellt sich als eine der eher schlechteren Entscheidungen heraus, die er in seinem Leben getroffen hat. Denn der seltsame Fremde nennt sich Mr. Wednesday, ist aber tatsächlich Odin, der Hauptgott in der germanischen Mythologie. Und der hat eine Mission: Er will die vielen verschiedenen alten Götter, die in Amerika leben, für einen Krieg gegen die Götter der Neuzeit rekrutieren, um selbst nicht in Vergessenheit zu geraten. Es ist ein reizvolles Konzept: In „American Gods“ werden die Götter allein aus den Gedanken der Menschen geboren und brauchen deren anhaltenden Glauben, um fortzubestehen. Und wohin diese Menschen gehen, dahin gehen auch ihre Götter. Als vor vielen hundert Jahren die Menschen in Amerika eingewandert sind, brachten sie alle ihre verschiedenen Götter und mythologischen Gestalten mit. Shadow trifft zum Beispiel auf irische Kobolde, ägyptische Tiergottheiten und slawische Schicksalsschwestern.  Mittlerweile sind sie allerdings fast aus den Köpfen der Menschen verschwunden, denn neue Götter haben sich ihren Weg dorthinein gebahnt: Die Götter des Geldes, der Technik, der Medien. Unglaublich, wie Neil Gaiman Mythologie, Geschichte und gegenwärtige Verhältnisse in diesem Buch verbindet! Zwischen den Kapiteln der Hauptgeschichte um Shadow erzählen kleinere Episoden anhand (fiktiver) Einzelschicksale, wie die verschiedenen Glaubenskulturen entstanden, in Amerika gelandet sind und/oder wie ihnen die heutigen Lebensumstände zusetzen. So reisen zwei afrikanische Geschwister auf einem Sklavenschiff nach Amerika und verbreiten dort die Götter ihrer Heimat in dem neuen Land. Ein andermal flüchtet eine englische Frau in die neue Welt und gibt ihren festen Glauben an Pixies und Ähnlichem an ihre Nachfahren weiter. Das Buch ist wunderbar vielschichtig, nicht nur an Story, sondern auch an Bedeutung. Ich habe es jetzt schon ein paar Mal gelesen und bin mir immer noch nicht sicher, ob ich auch wirklich alles erfasst habe. Zudem ist es, was ich auch sehr gern lese, eine Art „RoadBook“: Shadow reist  an viele bekanntere und auch unbekanntere Orte in den USA. Und obwohl die Geschichte vollgepackt ist mit so vielen unterschiedlichen Elementen, ist „American Gods“ trotzdem kein schwerer, sondern immer noch unheimlich spannender Lesestoff! Es gibt so viele Symbole zu deuten, Geheimnisse zu lüften, Vorausdeutungen zu erkennen und Teile zusammenzufügen – Dieses Buch ist für mich jedes einzelne Mal ein Riesenspaß! Genauso wie die Charaktere, die durch die Geschichte führen. Angefangen bei der Hauptfigur Shadow, die sympathischer eigentlich kaum geht. Weiter beim mysteriösen, aber ungemein charismatischen Mr. Wednesday, der sich als Trickbetrüger durch den Tag schlägt. Bis hin zu den Figuren in den Zwischenkapiteln, die in so wenigen Zeilen so nachvollziehbar charakterisiert werden. Ich habe das Buch in der „Director’s Cut“ – Version  (bzw. eher „Author’s Cut“) gelesen, also eine längere Fassung des ursprünglichen, 2001 erschienenen Romans, den ich nicht gelesen habe. Allerdings will ich es auch gar nicht anders haben: Das Buch hat für mich keine Längen, und ich würde auch nichts an der Story missen wollen. Es ist nicht umsonst mein absolutes Lieblingsbuch: Ich könnte suchen und suchen, ich finde an „American Gods“ einfach nichts auszusetzen. Das Buch begeisterte mich von Anfang an so sehr, dass ich seitdem alles lese, was Neil Gaiman veröffentlicht – und im Prinzip (fast) alles anbete, was er schreibt. Der Mann ist in meinen Augen einfach ein Genie, der das Fantasy-Genre so bereichert, wie ich es mir wünsche. Denn ich liebe dieses Genre zwar, habe mir aber die „klassischen“ Fantasy-Reihen (damit meine ich die zahlreichen „High-Fantasy “- Romane) fast „überlesen“, im Sinne von: Zu viel davon konsumiert, dass es mich mittlerweile etwas langweilt. „American Gods“ kombiniert Fantasy- und Mythologie-Elemente, die ich liebe, mit der gegenwärtigen Welt – und das ist der für mich interessanteste Ansatz im Fantasy-Genre. Fazit: Absolute Leseempfehlung! So ein großartiges, vielschichtiges Buch liest man nicht oft. Besonders für alle, die das Fantasy-Genre lieben, aber keine Lust mehr auf immer das Gleiche haben.

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  • Götter sind ...

    American Gods

    thursdaynext

    04. January 2017 um 16:01

    American Gods ist ein grandioser Roman, der auch beim Wiederlesen hinzugewinnt, obwohl mir die frühere, leicht abgespecktere Version, mit mehr Esprit und weniger langwieriger Ernsthaftigkeit, in der Erinnerung begehrenswerter erscheint. Gaiman Neulesern würde ich daher zu dieser raten. Erfahrene Gaiman Kenner dürften den Authors Cut hingegen mehr zu schätzen wissen. Goßartig sind beide.

    • 5
  • Faszinierende Story, eine Mischung aus Krimi und Fantasy.

    American Gods

    lila-luna

    08. December 2016 um 12:29

    Der Mensch ist erst wirklich tot, wenn niemand mehr an ihn denkt. So lautet ein beliebtes angeblich von B. Brecht stammendes Zitat. Die Frage, ob das auch für Götter gilt beantwortet Neil Gaiman in seinem Roman "American Gods" (Amerikanische Götter). Faszinierend in einer Mischung aus Krimi und Fantasy-Roman wirft der Autor philosophische und religiöse Fragen auf, mit denen sich auch sein Protagonist Shadow auseinandersetzen muss. Als Shadow aus dem Gefängnis entlassen wird, ist nichts mehr wie zuvor. Seine Frau wurde getötet, und ein mysteriöser Fremder bietet ihm einen Job an. Dieser nennt sich Mr. Wednesday und weiß ungewöhnlich viel über Shadow. Er behauptet, ein Sturm ziehe auf, eine gewaltige Schlacht um die Seele Amerikas. Eine Schlacht, in der Shadow eine wichtige Rolle spielen wird. Wie der Titel schon verrät geht es um Götter, alte, uralte und ganz moderne, die man erst einmal gar nicht als "Götter" auf dem Schirm hat. Eines der meistbeachteten Bücher des letzten Jahrzehnts: eine kaleidoskopische Reise durch die Mythologie und durch ein Amerika, das zugleich unheimlich vertraut und völlig fremd wirkt. Erstmals ungekürzt auf Deutsch und komplett neu übersetzt als "Director's Cut", etwas, das man aus der Filmbranche kennt und hier auf die Literatur übertragen wurde. Zugegeben, das Buch ist nicht neu, der Roman stammt aus 2001 und erschien bisher in verschiedenen Versionen wie der Autor in einer Fernsehsendung verriet. Der "Director's Cut" enthält rund 100 Seiten mehr als die Erstveröffentlichung und bringt in das religiöse und mythologische Thema noch einmal ganz neue Aspekte mit hinein. Denn wo sich der Autor in US-Amerika gescheut hat, in der deutschen Ausgabe ist es mit drin, er lässt sogar Jesus zu Wort kommen.

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  • Ein Held, der aus dem Schatten tritt.

    American Gods

    Ildefonsa

    02. September 2016 um 11:21

    Eine faszinierende Geschichte über entwurzelte Götter, die sich in einem Land wiederfinden, das sie duldet - nicht mehr - , Gläubige hinter sich gelassen haben und von den Göttern der neuen Technologien bedroht werden.
    Shadow ist Zentrum der Handlung und wird von den Wirbeln der Ereignisse mitgerissen. Unbedingt den Director's Cut lesen!

  • Emotionsachterbahn

    American Gods

    FreydisNeheleniaRainersdottir

    30. July 2016 um 14:06

    Mit American Gods habe ich mich etwas schwer getan. Ich hatte in Der Ozean am Ende der Straße die Kurzgeschichte von Shadow gelesen und wollte zwingend wissen, was es damit auf sich hatte. Auch hat mir ein ehemaliger Bekannter mal erzählt, dass American Gods ein Buch für mich wäre, weil es da unter anderen um die nordischen Gottheiten ginge, für die ich mich nach wie vor noch stark interessiere. Naja, was soll ich sagen, in die Geschichte fand ich leicht rein, doch beim Auftauchen von Wednesday begann die Geschichte, etwas auszuarten und verworren zu werden. Ich habe das Buch öfter weg gelegt, musste es aber dennoch immer wieder zu Hand nehmen, weil ich wissen wollte, wie diese Geschichte weitergeht. Ich habe es verflucht, weil es so schrecklich langatmig war und doch hat es mich fasziniert. Noch nie zu vor habe ich beim Lesen eines Buches solche schizophrenen Emotionen gehabt. Vielleicht liegt es auch an der Geschichte selbst, die so viele Gefühle in dem Leser auslöst, denn so wie sich der Roman lesen lässt, stelle ich mir vor, muss ein Drogentrip sein: völlig wirr mit vielen Hochs- und Tiefs, bunten Farben und völliger Dunkelheit, Freude und Trauer. Trotz der wilden Gefühlsachterbahn konnte mich American Gods leider nicht nicht so mitreisen, wie der Ozean am Ende der Straße. An diesem Roman scheinen sich die Geister zu scheiden, man sollte es deshalb dennoch einmal gelesen haben.

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    • 2
  • Magischer Roadtrip

    American Gods

    Nespavanje

    Shadow hat im Gefängnis gelernt den Kopf unten zu halten und nicht anzuecken. Er ist jedem Ärger aus dem Weg gegangen und das ist wahrscheinlich auch der Grund, weshalb er nur die Hälfte seiner Haftzeit absitzen musste. Eigentlich freut er sich auf zu Hause und auf seine Freundin Laura, doch kurz vor seiner Entlassung kommt sie bei einem Autounfall ums Leben. Nichtsdestotrotz tritt er seine Reise und und begegnet dabei einen mysteriösen Fremden, der sich selbst Mr. Wednesday nennt. Er macht Shadow ein lukratives Jobangebot. Er soll ihm auf einer Reise quer durch Amerika begleiten. Auf diesen eigenartigen Roadtrip begegnet er nichtmenschlichen Geschöpfen und mit der Zeit kristallisiert sich heraus, was Wednesday eigentlich im Schilde führt. American Gods ist 2003 das erste Mal auf Deutsch erschienen und auch auf Englisch gibt es zumindest mehrere verschiedene erhältliche Ausgaben. Die insgesamt drei Vorworte haben mich ein bisschen stutzig gemacht. Aber eigentlich fand ich es dann eine witzige Idee, vor allem weil man einige Hintergrundinformationen zur Geschichte und zum Autor zu erfährt. Wenn man nun dem genialen Schriftsteller Neil Gaiman Glauben schenken darf, ist diese Ausgabe nicht nur die längste, sonder auch seine liebste. American Gods ist der zweite Roman den ich von Gaiman gelesen habe, wenn man die Sandmancomics nicht miteinbezieht, und mittlerweile ist er zu einen meiner liebsten Schriftstellern avanciert, dessen Werke nun einen Ehrenplatz in meinem Bücherregal bekommen. Ich habe mir sogar Stardust – Der Sternenwanderer angesehen und ja, ich kleiner Revoluzzer, hab den Roman noch nicht gelesen, was ich aber bestimmt noch nachholen werde. Aber zurück zu American Gods: In diesem Roman verwebt Gaiman einen Roadtrip quer durch die amerikanischen Staaten, mit einer Schar mythologischer und übernatürlicher Wesen, die unerkannt bei den Menschen leben. Wie auch schon in anderen seiner Werke, sind die drei weisen Frauen, bzw. die drei Hexen ein wiederkehrendes Thema, dass sich auch hier wiederfindet. Allerdings muss der geneigte Leser ein wenig Geduld üben, denn erst gegen Ende der Geschichte tauchen sie auf und bekommen eine tragende Rolle. Außerdem erzählt er, genauso wie im „Den Ozean am Ende der Straße“, in dieser Erzählung nicht alles zu Ende. Manche Dinge scheinen logisch zu sein und wenn man das eine oder andere Detail beachtet, führt er einem schon in die richtige Richtung. Manche Begebenheiten spinne ich selber weiter und spukten auch lange nach dem Lesen in meinen Gedanken herum. Für den einen oder anderen Nebencharakter hätte ich mir allerdings schon mehr Platz und Raum in der Geschichte gewünscht, bzw. man hätte aus den vielen Nebengeschichten schon einige eigene Romane füllen können. Jedem der fantastischen Geschichten etwas abgewinnen kann, kann ich diesen Roman wärmstens empfehlen.  

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    • 3
  • American Gods - Neil Gaiman

    American Gods

    Fukurou

    Diese Buch wurde mir von einer Freudin empfohlen, von alleine wäre ich glaube ich nicht darauf gestoßen. Der Inhalt klang total interessant. Alte Mythen und Legenden die immer noch in der heutigen Zeit leben und mit Ihr verflochten sind. Jedoch bin ich mit dem Buch nie richtig warm geworden. Ständig habe ich es beiseite gelegt, es hat mich einfach nicht gefesselt. Zum einen ist der Hauptcharakter eigenartig, was nichts schlechtes ist, jedoch verhält er sich immer wieder überhaupt nicht so wie man es von ihm erwarten würde, was ihn sehr unglaubwürdig erscheinen lässt. Auch die häufig zwischengeschobenen alten Geschichten und Legenden sind zwar immer für sich recht interessant, bringen einen aber total von der Geschichte ab und man muss sich immer wieder neu einfinden. Ich glaube dieses Buch ist einfach geschmackssache

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    • 3
  • Schöne Geschichte, schöne Welt, in der man gern eine Weile mitreist.

    American Gods

    jahfaby

    16. December 2015 um 16:08

    Shadow ist ein kleiner Gauner, aber eigentlich guter Kerl. Ein großer, hagerer und guter Kerl. Ein Banküberfall, der daneben geht, bringt ihn ins Gefängnis und er kommt raus, kurz nachdem Laura, die Liebe seines Lebens, gestorben ist. Und dann ist er wieder in dieser Welt, ohne eine Ahnung, wohin es nun gehen könnte, als dieser Typ, Wednesday, ihn anspricht und ihm einen Job als Handlager anbietet, den Shadow irgendwie annimmt. Damit geht es los. Und dann kommt eine Reise durch Amerika. Mit Göttern, Schlachten, Liebe, Zombies, Autos und allem dazwischen. Ich habe Neil Gaiman als Schriftsteller erst relativ spät kennengelernt, erst mit dem Ozean am Ende der Straße. Aber witzigerweise, vor rund 5 Jahren sitze ich an einem kleinen See in einem Dorf ohne Namen in Polen, kurz vor dem 50sten Geburtstag eines Verwandten und lese Sandman Slim, begeistert. Ein Mädchen ist dort und ich erzähle ihr davon und sie sagt, sie habe kürzlich auch ein Buch gelesen, das in eine ähnliche Richtung geht, das hieße American Gods. Ich hab das abgespeichert, unter den Büchern, die irgendwann gelesen werden sollten. 5 Jahre später, nachdem ich also für Gaiman sensibilisiert bin, kommt mir dieses "Directors Cut" von American Gods in die Quere. Directors Cut ist natürlich ein komisches Wort für ein Buch. Deshalb steht auf der Rückseite auch das das Wort Author's Cut. Aber auch verständlich, weil man, obwohl es falsch ist, sofort weiß, was die Leute bei Eichborn damit meinen. Ich kann nicht sagen, wie weit diese Version sich von der ursprünglich veröffentlichten Unterscheidet. Es sind etwa 50 Seiten mehr, was bei rund 670 Seiten echt nicht mehr so sehr ins Gewicht fällt. Und es ist ein gutes Buch. Ich habe es sehr gerne gelesen, bin gerne mit Shadow gereist und weiß, ist nicht das letzte Buch, das ich von Gaiman gelesen habe. Zwei Sachen, die mir mehr als Autor, als als Leser aufgefallen sind. Einerseits, ein passiver Protagonist. Da bin ich also in einer Schreibschule und da wird viel über Protagonisten geredet und dass ein Protagonist spannend und aktiv sein sollte. Nun haben wir hier einen Protagonisten, der sympathisch ist, keine Frage. Shadow ist ein cooler Kerl. Aber eigentlich macht er kaum was. Der Großteil der Geschichte passiert um und mit Shadow, aber er handelt erst spät relativ spät selbst. Und ich find's cool. Ich mag es, wie das Leben manchmal einfach Leute mitreisst. Genauso die andere Sache, Geschichten ohne Happy End. Habt ihr (500) Days of Summer gesehen? Vielen gefällt dieser Film nicht, weil (SPOILER) er nicht gut ausgeht, zumindest nicht im klassischen Sinn einer Liebesgeschichte. Weil die beiden, das Mädchen und der Junge, am Ende eben nicht zusammenkommen. Ich mag das. Mag die Idee, dass es Menschen in deinem Leben gibt, die wichtig sind. Und trotzdem irgendwann wieder gehen. Als ich meinem Mentor in Hildesheim von meinem Roman erzählt habe, sagte er, "Willst du, dass es ein Bestseller wird? Dann müssen die beiden am Ende zusammenkommen." Müssen sie? American Gods ist nicht in erster Linie eine Liebesgeschichte. Aber die Liebe kommt genauso vor. Und dann erscheint irgendwann Sam, ein witziges, mutiges und freches Mädchen, von dem ich mehr wissen will und kaum mehr bekomme. Eine Autofahrt ist sie da und dann verschwindet sie. Und bis zum Ende hoffe ich, dass Sam nochmal erscheint. Tut sie, aber nicht so, wie man denkt. Und ich bin enttäuscht und erfreut zur gleichen Zeit. Sehr schön, das. Zurück zum Eindruck als Leser: Sehr schönes Buch! Für eine ganze Weile taucht man ein, in diese Magische Welt, die unserer sehr ähnlich ist, und hat dabei viel viel Spaß. Und endet mit der Hoffnung, dass es vielleicht doch unsere Welt ist und da draußen noch so viel unentdecktes ist. Achja, eine Sache noch. Dieser Roman ist einer, bei dem der Klappentext nicht nur schlecht, sondern schlicht falsch ist. Also einfach nicht lesen oder wenigstens nicht glauben.

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  • Muss man mögen

    American Gods

    Carol-Grayson

    01. November 2015 um 17:40

    Hier handelt sich um die Neuauflage als Director´s Cut, wie sie ursprünglich vom Autor verfasst wurde. Die Geschichte – eher eine Roadstory - handelt von dem Ex-Sträfling Shadow, der für einen mysteriösen Mann arbeitet, mit seltsamen Freunden und ebenso seltsamen Feinden. Es dauert lange, bis Shadow hinter das Geheimnis dieser Leute kommt und begreift, dass er selbst ein Teil einer viel älteren Geschichte ist. Wie immer bleibt Gaiman nicht an der Oberfläche, sondern bedient sich in der Mythologie vergessener Götter, die durch Einwanderer in die eher lockere amerikanische Kultur importiert wurden. Aber mit der Zeit erlosch der Glaube an sie und heute scheinen sie hier so gar keine Existenzberechtigung zu haben. Sie wurden dekadent und haben sich der amerikanischen Lebensweise angepasst. Denen gegenüber stehen die "Götter der Moderne", die Technik, die heute so von den Menschen angebetet wird. Das muss unzweifelhaft zu einem neuen Krieg der Götter führen. Von Zeit zu Zeit verpackt Gaiman eine Geschichte IN der Geschichte, die sich erst später in das große Ganze einfügt. Manche Kapitel sind schon derart „psychedelisch“, dass man sich fragt, ob der Autor einen Joint geraucht hat – allerdings ist dieser Stil wohl typisch für ihn. Dieser Roman braucht Leser, die sich gerne auf eine phantastische und phantasievolle Gedankenreise begeben. Das Buch ist natürlich ein MUSS für Gaiman-Fans, mir persönlich hat es nicht so gut gefallen. Der Lesefluss wird durch das Einbringen fremder Geschichten, die auf den ersten Blick gar nichts mit den Hauptpersonen zu tun haben, immer wieder unterbrochen. Der Aha-Effekt kommt erst viel später. Von mir gibt es für die amerikanischen Götter drei Punkte für die Story und einen Punkt für die Idee.  

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