Neil Gaiman American Gods

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Inhaltsangabe zu „American Gods“ von Neil Gaiman

After three years in prison, Shadow has done his time. But as the time until his release ticks away, he can feel a storm brewing. Two days before he gets out, his wife Laura dies in a car crash, in adulterous circumstances. Dazed, Shadow travels home, only to encounter the bizarre Mr Wednesday claiming to be a refugee from a distant war.

Nachdem ich die Serie gesehen habe wollte ich das Buch lesen und ich bin davon ebenso begeistert.

— Nachtfalter89

American Road Movie trifft Fantasy, Mythologie und Legenden - einfach fantastisch!

— Sascha_Kersken

Tolle Charaktere, tolles Konzept, toll umgesetzt!!! Intelligent und fesselnd!!! Unbedingte Leseempfehlung!!

— Phliege

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    American Gods

    Wortmagie

    14. November 2017 um 10:57

    Mein erstes Date mit Neil Gaiman wollte ich ursprünglich mit „Neverwhere“ bestreiten. Jahrelang schlich ich um den populären Fantasy-Autor, der eng mit Terry Pratchett befreundet war, herum. Ich hatte Respekt vor seinem Ruf und traute mich einfach nicht, ihn kennenzulernen. Dann sahen der Lieblingsmensch und ich den Trailer zur Amazon-Serie „American Gods“. Ich wusste, dass es sich dabei um die Verfilmung von Gaimans gleichnamigen Roman handelt und als der Lieblingsmensch äußerte, dass er der Serie eine Chance geben wollte, entschied ich spontan, zuerst das Buch lesen zu wollen. Mein erstes Date mit Gaiman sollte nicht länger „Neverwhere“ sein. Es sollte „American Gods“ sein. Nach 3 trostlosen Jahren im Gefängnis wünscht sich Shadow nur noch eines: er möchte nach Hause, zu seiner Ehefrau Laura. Als ihn der Gefängnisdirektor in sein Büro bestellt, ahnt er, dass ihn schlechte Nachrichten erwarten. Betäubt lauscht er den Worten des Direktors, der ihm mitteilt, dass Laura bei einem schrecklichen Autounfall ums Leben kam. Er wird verfrüht entlassen, um an ihrer Beerdigung teilnehmen zu können. Von einem surrealen Gefühl der Unwirklichkeit begleitet besteigt er ein Flugzeug, das ihn an einen Ort bringen soll, der nicht länger sein Zuhause ist. Neben ihm sitzt ein gut gekleideter älterer Herr. Er stellt sich als Mr. Wednesday vor. Obwohl sie sich gerade erst kennenlernen, weiß er Dinge über Shadow, die er unmöglich wissen kann und bietet ihm einen Job an. Shadow findet ihn seltsam, doch er hat kein Leben, zu dem er zurückkehren könnte. Er hat nichts zu verlieren. Er schlägt ein, unwissend, dass er schon bald in einen kosmischen Sturm hineingezogen werden wird. Um sich zu schützen, muss Shadow den Funken wiederfinden, der mit Laura starb: seinen Glauben. Warum schreibt ein Brite ein Buch über die Götter der Vereinigten Staaten von Amerika, nachdem er zum Zeitpunkt dessen Erscheinens bereits selbst seit 9 Jahren in den USA lebte? Welche Mission verfolgt er? Welche Botschaft möchte er vermitteln? Ich denke nicht, dass ich „American Gods“ durchschaut habe, denn ich finde keine Antworten auf diese Fragen. Neil Gaiman wollte mir mit diesem Roman etwas sagen, dessen bin ich fest überzeugt. Er schrieb „American Gods“ nicht ausschließlich zur Unterhaltung seiner Leser_innen. Grübele ich über seine Motivation nach, taucht in meinem Kopf das Wort „Identität“ auf, doch es schwebt frei in meinen Gedanken herum, ohne Anker, ohne Begründung, ohne Erklärung. Ich vermute, dass es in der Tiefe dieses Buches um die Identität der USA geht, aber ich kann meinen Finger nicht darauflegen, welche Aussage Gaiman diesbezüglich tätigt. Ich empfand „American Gods“ als irritierend und verwirrend, weil ich all die kryptischen Untertöne der Geschichte nicht zu deuten wusste. Ich hatte das Gefühl, enorm viel zu verpassen und gar nicht allen Details die nötige Aufmerksamkeit schenken zu können. Ich fand nicht in den Rhythmus des Buches und musste mich nach jeder Lesepause wieder neu einfinden. Ich denke, worauf Neil Gaiman abzielte, ist ein Roman mehrerer sich überlappender Ebenen. Leider schätze ich, dass ich dessen Kern, die Ebene, die alle anderen verbindet, nicht begriffen habe. Daher begleitet mich seit der Lektüre ein Gefühl diffuser Ratlosigkeit, obwohl ich den offensichtlichen Grundgedanken der Geschichte durchaus interessant fand. Der sympathische Protagonist Shadow, dessen Funktion und Rolle undurchsichtig bleiben, gerät zwischen die Fronten eines Krieges der Götter um den Glauben des amerikanischen Volkes. Anhand von ergreifend geschilderten Einzelschicksalen, die betonen, dass Glaube und Leid Partner sind, erfahren die Leser_innen, dass die alten Götter von Siedlern verschiedener Epochen in die Neue Welt gebracht wurden. Der Glaube der Menschen belebte sie; Opfer, die in ihren Namen erbracht wurden, verliehen ihnen Macht und Substanz. Unglücklicherweise vergaßen die Gläubigen über die Jahrhunderte jedoch die Gebräuche ihrer alten Heimat, womit auch ihre Götter Macht einbüßten oder sogar ganz verschwanden. Nun kämpfen die Götter um die letzten religiösen Almosen, die die USA auszugeben bereit ist; erschleichen und ergaunern sich unbewusste Anbetungen und Preisungen. Aus allmächtigen Wesen wurden verblasste, bedauernswerte Bittsteller, die von der Schnelllebigkeit der Moderne überholt werden. Auf diese Weise beleuchtet Neil Gaiman die Beziehung zwischen Göttern und Menschen von einem spannenden Blickwinkel aus: die wahre Macht liegt nicht bei den Göttern. Sie liegt bei den Gläubigen. Was ist ein Gott ohne Anhänger_innen? Überflüssig. Ihre tragische Abhängigkeit von den Menschen zwingt sie, die Konfrontation zu suchen, weil die USA einfach nicht genug Raum für alle bieten. Ein Land abenteuerlicher geografischer Weite – doch spirituell ein Stecknadelkopf. Meiner Ansicht nach ist „American Gods“ überbewertet. Es ist ein faszinierendes Buch, das eine ungewöhnliche Geschichte erzählt, aber das Meisterwerk, das mir von zahlreichen Lobpreisungen versprochen wurde, kann ich darin nicht erkennen. Das Konzept der vom Glauben abhängigen Götter war mir bereits durch niemand geringeren als Terry Pratchett bekannt, der sich weitaus früher mit diesem fesselnden Gedankenspiel auseinandersetzte. Neil Gaiman versäumte es, mir nachvollziehbar den größeren Rahmen seines Romans zu vermitteln, sodass ich für all die leisen Untertöne und Bedeutungen zwischen den Zeilen taub und blind blieb. Wahrscheinlich gingen viele Anspielungen unbeachtet an mir vorbei. Ich weiß einfach nicht, was er mir sagen wollte und wartete während der gesamten Lektüre auf die große Erleuchtung, die sich niemals einstellte. Ich empfinde ein Schulterzucken. Vielleicht habe ich mit der Serie mehr Glück. Vielleicht helfen mir bewegte Bilder, zu verstehen, worauf er hinauswollte. Vielleicht hätte ich aber auch meinem Entschluss, zuerst „Neverwhere“ zu lesen, treu bleiben sollen.

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  • what if god was one of us?

    American Gods

    Keksisbaby

    26. July 2017 um 12:29

    Shadow wird nach drei Jahren einige Tage früher aus dem Gefängnis entlassen, weil seine Frau bei einem Autounfall ums Leben gekommen ist. Auf dem Weg zu ihrer Beerdigung begegnet er Wednesday einem alten kauzigen Mann, der ihm einen Job anbietet. Zunächst will er ablehnen, doch es wird immer deutlicher, dass er keine andere Aufgabe draußen hat und so willigt er ein, Wednesdays‘ Bodyguard zu werden. Ohne es zu ahnen gerät er in einen Krieg zwischen den alten und neuen Göttern in Amerika. All jene Götter die mit den Einwanderern kamen, darben und drohen zu verschwinden, wohingegen die neuen Götter, Technik, Medien und Drogen, immer mehr an Einfluss gewinnen. Dazwischen findet sich Shadow wieder. In Wednesdays Auftrag auf einem Road trip durch den mittleren Westen Amerikas. Dabei erfährt er mehr über seine Herkunft und macht Bekanntschaft mit so manchen unglaublichen Phänomenen. Eine Rezension zu American Gods zu schreiben fällt mir schwer. Mein Bauch sagt Wow, was für eine tolle Geschichte und jedes Mal wenn ich das Buch zur Hand nahm war ich ganz gefesselt von der Story. Mein Kopf hingegen versucht einen Sinn zu finden, einen Zusammenhang, eine Moral, aber ich finde da keine. Es ist ein Epos, ein Fantasyroman, ein Road Trip, ein Buch über Taschenspielertricks, ein Kriminalroman und noch so viel mehr. Es lässt sich einfach in keine Schublade pressen und ich glaube das ist der Grund warum mein Hirn sich uneins ist, was ich von dem Buch halten soll. Vielleicht einfach mal so hinnehmen, zurücklehnen und genießen. Manchen ist Shadow als Hauptfigur zu glatt, zu gut, ich hingegen fand ihn genau richtig, als Counterpart zu den ganzen Intrigen der Götter. Shadow ist gerade heraus, er lässt alles auf sich zukommen und hat seine Prinzipien. Mir war er durch und durch sympathisch. Die vielen kleinen Einschübe über die Immigranten in Amerika und ihre Götter, Fabelwesen, Kobolde und Dschinn, machen die Story noch greifbarer, es waren Geschichten in der Geschichte, die mir die Sicht der Götter auf die Welt verdeutlichten. Sie sind unter uns, und darben, weil ihnen die Opfergaben fehlen. Die modernen Menschen glauben eher an Geld, Technik und Macht und dennoch sind die neuen Götter naiv. Sie wollen einen Entscheidungskrieg um die Vorherrschaft ohne zu erkennen, dass auch ihre Zeit begrenzt ist. Nebenher habe ich auch begonnen, die Verfilmung des Epos zu schauen und bin begeistert, wie die Figuren umgesetzt wurden. Das Bild von Shadow hat zu dem im meinem Kopf gepasst. Dennoch ziehe ich das Buch der Verfilmung vor, denn ich habe das Gefühl das die ganze Tiefe der Charaktere nicht wirklich auf den Bildschirm gebannt werden kann. Neil Gaimann, war mir vorher nur ein Begriff für Kinderbücher. Ich bin froh, dass ich auf American Gods gestoßen bin. Denn das ist wirklich mal eine Story der etwas anderen Art, die mich aus meiner Komfortzone geholt hat. Es wird bestimmt nicht das einzige Buch bleiben.

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  • Alt gegen Neu

    American Gods

    wortkaefig

    22. July 2017 um 22:00

    Endlich eine der ältesten SuB-Leichen vom Platz gefegt! Vielversprechende Trailer und Bilder aus der Serie haben mich natürlich erreicht, so musste ich die Autorenversion dieses Romans aus den Abgründen meines Kindle holen. Zu Herrn Gaiman nur so viel, ich habe eine eher komplizierte Beziehung zu ihm und seinem Lebenswerk. Bisher nur einen Roman von ihm gelesen (Good Omens) und nicht sonderlich gemocht. Wahrscheinlich lag American gods auch deshalb so ewig lange auf meinem SuB. Das Buch ist 2001 erschienen und hat prompt etliche Preise angehäuft und ist auf fast allen empfohlenen Leselisten im Internet (zumindest auf den amerikanischen) vertreten. Über die Story: Shadow wurde gerade nach 3 Jahren aus dem Gefängnis entlassen. Seine Frau ist tot und er bekommt ein dubioses Jobangebot von einem mysteriösen Fremden namens Wednesday. Mit ihm macht er sich auf eine magische Reise durch die USA. Sie ziehen in einen epischen Krieg zwischen Alt und Neu. Was mir gefiel: Das Konzept ist umwerfend. Die ganze Grundidee und der Aufbau… Wow. Neil Gaiman hat extensive Recherche betrieben und es lohnt sich. Magischer Realismus ist ja bekanntlich nicht so meins, aber hier finde ich die Balance zwischen wirklich und unwirklich nicht störend. Alltagssituationen mit einem kleinen Detail, das aus der Reihe tanzt. (Ausnahmen bilden vielleicht die ausgiebigen Traumsequenzen) Die Charaktere sind sehr komplex, ausgereift und sympathisch. Nichts wird zu Tode diskutiert oder überbeschrieben. Vor allem Shadow. Ich bin Fan. Was mir nicht gefiel: Wiedermal das verfluchte Tempo. Es war wie auf hoher See ohne Motorboot. Manchmal windstill und unglaublich lang und teilweise langweilig, dann wieder stürmisch und packend. Nur leider nicht in ausgeglichenem Masse. Durch einige Teile musste ich hart durchpowern. Ich glaube mein Vorwissen in Sachen Mythologie hat in diesem Fall nicht ganz ausgereicht. Etwas mehr Hintergrund hätte ich interessant gefunden. Für wen und für wann: Für Mythologie- und Relegionsfreaks. Und alle anderen. Es ist schliesslich ein Klassiker. Einfach lesen.

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  • Rezension zu "American Gods" von Neil Gaiman

    American Gods

    metalmueller1807

    10. February 2012 um 14:00

    Wieder einmal ein großer Klassiker von Neil Gaiman. Das hier ist die engliche Fassung. Etwas verwirrend ist, dass die deutsche Version ebenfalls "American Gods" heißt. Jedenfalls sind hier alle möglichen Gottheiten verschiedener Kulturen vertreten. Und das Buch zu lesen, ist ein Riesen-Spaß!

  • Rezension zu "American Gods" von Neil Gaiman

    American Gods

    Kamila

    26. November 2011 um 11:21

    Did I ever mention that I´m a huge Neil Gaiman fan? Well, of course I liked this book a lot, the story is great, it´s totally dark and gloomy and scary and funny and touching. But... it´s way too long. Gaiman´s ideas would have been enough for at least two books, and that´s the reason why I had difficulties remembering the hints from page 84 when reading page 523. Anyway, the story is really great - basically it´s about the fact that all people who have come to America (ever) have brought their gods with them. Now some of those gods have been forgotten, some have been replaced by new ones - but they are still here, we just don´t know it. And now the All Father Odin is trying to recruit all the old gods for a final battle between them and the new gods - "it´s them or us." Read it and don´t give up halfway ;-) "The raven flew up and away. Shadow looked at the dorpse of the baby deer. He decided that if he were a real woodsman, he would slice off a steak and grill it over a wood fire. Instead, he sat on a fallen tree and ate a Snickers bar and knew that he really wasn´t a real woodsman. The raven cawed from the edge of the clearing. `You want me to follow you?´ asked Shadow. `Or has Timmy fallen down another well?´ The bird cawed again, impatiently. Shadow started walking toward it. It waited until he was close, then flapped heavily into another tree, heading somewhat to the left of the way Shadow had originally been going. ´Hey,´ said Shadow. `Huginn of Muninn, or whoever you are´. The bird turned, head tipped, suspiciously, on one side, and it stared at him with bright eyes. `Say "Nevermore,"´ said Shadow. `Fuck you,´ said the raven. It said nothing else as they went through the woodland together.

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  • Rezension zu "American Gods" von Neil Gaiman

    American Gods

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    20. September 2010 um 15:05

    American Gods ist leider ein unbefriedigendes Buch. Es versucht so sehr, eine epische, einzigartige Geschichte zu erzählen, etwas einzufangen, eine Mentalität vielleicht, eine jahrtausendealte Geschichte, aber es mäandert nur ziellos von Ort zu Ort, Gott zu Gott, Begegnung zu Begegnung, immer weiter hinein in das Seltsame, ohne aber Tiefe herzustellen. Die Geschichte bleibt vollkommen an der Oberfläche. Vielleicht sollte gerade durch diese Vagheit, Opazität Größe und eine gewisse Unnahbarkeit hergestellt werden, aber das misslingt. So gleitet einem die Bedeutung einfach durch die Hände. Zu viel Zeit wird mit Alltäglichem, Reisen, Autos, Übernachtungen, Beschreibungen etc. verschwendet, die man sinnvoller hätte investieren können. So bleibt von American Gods nur der Eindruck eines Romans on the road, mit Kurzauftritten ominöser Heiliger und großen Geschehnissen im Hintergrund, hinter der Bühne im wahrsten Sinne. Leider ist die Hauptfigur dazu noch vollkommen charakterlos, fast ohne Gefühl und Emotion und rechte Einstellung. Was bleibt ist der lobenswerte Versuch eines großen amerikanischen Fantasy-Romans, mit simpler, aber doch origineller und vielversprechender Grundidee und einigen eindringlichen Götter-Episoden, aber ohne Stringenz und rechte Bedeutung, mit zu viel Einerlei und Mysteriösem zum Schluss, zu viel ach so überraschenden, aber vollkommen bedeutungslosen und unübersichtlich gereichten Auflösungen. Schade.

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  • Rezension zu "American Gods" von Neil Gaiman

    American Gods

    Silve

    28. January 2008 um 17:04

    Tolles Buch, Neil ist ein Gott!

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