American Gods

von Neil Gaiman 
4,2 Sterne bei100 Bewertungen
American Gods
Bestellen bei:

Neue Kurzmeinungen

LaLectures avatar

Überraschend, originell, stellenweise aber auch extrem verwirrend und langatmig ​

Nachtfalter89s avatar

Nachdem ich die Serie gesehen habe wollte ich das Buch lesen und ich bin davon ebenso begeistert.

Alle 100 Bewertungen lesen

Auf der Suche nach deinem neuen Lieblingsbuch? Melde dich bei LovelyBooks an, entdecke neuen Lesestoff und aufregende Buchaktionen.

Inhaltsangabe zu "American Gods"

After three years in prison, Shadow has done his time. But as the time until his release ticks away, he can feel a storm brewing. Two days before he gets out, his wife Laura dies in a car crash, in adulterous circumstances. Dazed, Shadow travels home, only to encounter the bizarre Mr Wednesday claiming to be a refugee from a distant war.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9780062080233
Sprache:Englisch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:544 Seiten
Verlag:Harpercollins
Erscheinungsdatum:01.01.2013
Das aktuelle Hörbuch ist am 01.07.2001 bei Harperaudio erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

Neu
4,2 Sterne
Filtern:
  • 5 Sterne51
  • 4 Sterne26
  • 3 Sterne20
  • 2 Sterne2
  • 1 Stern1
  • Sortieren:
    LaLectures avatar
    LaLecturevor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Überraschend, originell, stellenweise aber auch extrem verwirrend und langatmig ​
    Schräg, schräger, „American Gods“ ​

    Inhalt

    Shadow wird nach einigen Jahren Haft aus dem Gefängnis entlassen. Doch statt der lange erwarteten Rückkehr zu seiner Frau Laura trifft er auf einen seltsamen Mann namens Wednesday, der alles über ihn zu wissen scheint und möchte, dass Shadow für ihn arbeitet. Bald schon bemerkt Shadow, dass nicht alles in Wednesdays Umgebung mit rechten Dingen zugeht und er zum Spielball eines riesigen Konfliktes geworden ist.


    Meinung

    Ich hatte ehrlich gesagt überhaupt keine Vorstellung davon, worum es in „American Gods“ gehen könnte und ehrlich gesagt kann ich auch nach dem Lesen noch nicht hundertprozentig sagen, in welches (Sub)Genre ich das Buch einordnen würde. Es enthält Fantasy- aber auch Science Fiction-Elemente, es spielt auf Mythen und Legenden an und erzählt doch seine ganz eigene Geschichte.
    Doch trotz der tollen Ideen, die Neil Gaiman hier auffährt, konnte mich der Roman nicht vollständig überzeugen.

    Die Idee, die hinter „American Gods“ steckt und erst dann richtig klar wird, als man schon einige Zeit gelesen hat und mitten in der Handlung steckt, finde ich sehr originell und gelungen.
    Wie der Titel schon verrät, hat sich Gaiman von Göttern inspirieren lassen, interessanterweise jedoch nicht nur von den mittlerweile altbekannten griechischen und nordischen. Auch die Götter und Legenden afrikanischer, germanischer, asiatischer und Native American Kulturen werden vorgestellt und spielen eine Rolle. Das hat zwar zur Folge, dass man viele davon beim Lesen nicht erkennt, da ihre Namen oft nicht direkt genannt und/oder ihre Herkunft nicht erklärt wird, ist jedoch auch sehr interessant und bringt eine tolle Portion Diversität in das Buch.

    Der Aufbau des Buches ist zunächst ein wenig gewöhnungsbedürftig, denn neben der Handlung um Shadow, die alleine schon zunächst sehr verwirrend ist, werden auch häufig Kapitel eingestreut, die mit „Coming to America“ oder „Somewhere in America“ überschrieben sind. Nach einer Weile wird klar, dass die Idee dahinter recht faszinierend ist: Letztere beschreiben die Situation diverser Götter im heutigen Amerika, erstere wiederum erzählen die Geschichten von Menschen, die ihre Religion und ihre Legenden mit in die USA brachten. Diese Beispiele umspannen viele Jahrhunderte von den Wikingern bis zu einem Händler in der Gegenwart.

    Nicht so ganz warmgeworden bin ich mit dem doch sehr gemächlichen Einstieg in die Handlung rund um Shadow. Möglicherweise lag es an der Verwirrung, die die ersten Kapitel vermutlich absichtlich auslösen, doch ich hatte das Gefühl, dass es sehr lange dauerte, bis die Handlung in Fahrt kam. Auch zwischendurch gab es immer wieder Passagen, die ich als eher langatmig empfunden habe, während ich lange darauf warten musste zu verstehen, worauf das Buch eigentlich hinauswill. Dafür war der Twist gegen Ende des Buches in meinen Augen ziemlich überraschend und gelungen.

    Die Figuren in „American Gods“ kann man wohl am ehesten als schräg bezeichnen. Da er die Hauptfigur ist, bekommen wir hauptsächlich die Gedanken und Gefühle von Shadow mit. Dieser verwirrte mich häufig, da er zwar eine Menge Dinge fühlt und denkt, nach außen hin aber oft sehr unberührt und abgehalftert wirkt. Seine pragmatische, unbeeindruckte Art machte ihn jedoch auch cool und sympathisch und hatte eine gewisse Komik in sich, besonders angesichts der vielen exzentrischen Personen, denen er im Laufe des Buches begegnet.
    Dass Wednesday eine ungewöhnliche Person ist, bemerkt man schnell, und obwohl man ihn bis zum Ende nicht durchschaut, unterhält er mit seiner scheinbar sorglosen, unverschämten Art und den vielen Betrügereien ziemlich gut. Wednesday ist definitiv für einen großen Teil des bösem Humors im Buch verantwortlich.
    Auch einige der Nebenfiguren sind, selbst wenn sie nur kurze Auftritte haben, erstaunlich gut ausgearbeitet. Sam beispielsweise war mit ihren frechen Sprüchen auch immer einen Lacher wert.

    Während ich Neil Gaimans humorvolle Art zu schreiben ansonsten sehr schätze, gab es einen Aspekt seines Schreibstils, der mich irritierte, fast sein störte. Aus für mich unerfindlichen Gründen konzentrieren sich erstaunlich viele der Beschreibungen in „American Gods“ auf das Urinieren oder die Penisse von Figuren, auch in absolut nicht sexuellen Situationen. Abgesehen davon, dass ich diese Beschreibungen teilweise unschön und vulgär fand, habe ich nicht verstanden, wieso es beispielsweise relevant ist, den Penis eines Mannes zu beschreiben, der gerade gehängt wird.


    Fazit

    „American Gods“ basiert auf einer faszinierenden Idee und unterhält durch den bösen Humor, die schrägen Figuren und die interessanten eingewobenen Mythen und Legenden. Allerdings brauchte ich auch lange, um in das Buch reinzufinden und zu verstehen, worum es geht, und empfand es zwischenzeitlich als langatmig.

    Kommentieren0
    0
    Teilen
    Wortmagies avatar
    Wortmagievor einem Jahr
    Überbewertet

    Mein erstes Date mit Neil Gaiman wollte ich ursprünglich mit „Neverwhere“ bestreiten. Jahrelang schlich ich um den populären Fantasy-Autor, der eng mit Terry Pratchett befreundet war, herum. Ich hatte Respekt vor seinem Ruf und traute mich einfach nicht, ihn kennenzulernen. Dann sahen der Lieblingsmensch und ich den Trailer zur Amazon-Serie „American Gods“. Ich wusste, dass es sich dabei um die Verfilmung von Gaimans gleichnamigen Roman handelt und als der Lieblingsmensch äußerte, dass er der Serie eine Chance geben wollte, entschied ich spontan, zuerst das Buch lesen zu wollen. Mein erstes Date mit Gaiman sollte nicht länger „Neverwhere“ sein. Es sollte „American Gods“ sein.

    Nach 3 trostlosen Jahren im Gefängnis wünscht sich Shadow nur noch eines: er möchte nach Hause, zu seiner Ehefrau Laura. Als ihn der Gefängnisdirektor in sein Büro bestellt, ahnt er, dass ihn schlechte Nachrichten erwarten. Betäubt lauscht er den Worten des Direktors, der ihm mitteilt, dass Laura bei einem schrecklichen Autounfall ums Leben kam. Er wird verfrüht entlassen, um an ihrer Beerdigung teilnehmen zu können. Von einem surrealen Gefühl der Unwirklichkeit begleitet besteigt er ein Flugzeug, das ihn an einen Ort bringen soll, der nicht länger sein Zuhause ist. Neben ihm sitzt ein gut gekleideter älterer Herr. Er stellt sich als Mr. Wednesday vor. Obwohl sie sich gerade erst kennenlernen, weiß er Dinge über Shadow, die er unmöglich wissen kann und bietet ihm einen Job an. Shadow findet ihn seltsam, doch er hat kein Leben, zu dem er zurückkehren könnte. Er hat nichts zu verlieren. Er schlägt ein, unwissend, dass er schon bald in einen kosmischen Sturm hineingezogen werden wird. Um sich zu schützen, muss Shadow den Funken wiederfinden, der mit Laura starb: seinen Glauben.

    Warum schreibt ein Brite ein Buch über die Götter der Vereinigten Staaten von Amerika, nachdem er zum Zeitpunkt dessen Erscheinens bereits selbst seit 9 Jahren in den USA lebte? Welche Mission verfolgt er? Welche Botschaft möchte er vermitteln? Ich denke nicht, dass ich „American Gods“ durchschaut habe, denn ich finde keine Antworten auf diese Fragen. Neil Gaiman wollte mir mit diesem Roman etwas sagen, dessen bin ich fest überzeugt. Er schrieb „American Gods“ nicht ausschließlich zur Unterhaltung seiner Leser_innen. Grübele ich über seine Motivation nach, taucht in meinem Kopf das Wort „Identität“ auf, doch es schwebt frei in meinen Gedanken herum, ohne Anker, ohne Begründung, ohne Erklärung. Ich vermute, dass es in der Tiefe dieses Buches um die Identität der USA geht, aber ich kann meinen Finger nicht darauflegen, welche Aussage Gaiman diesbezüglich tätigt. Ich empfand „American Gods“ als irritierend und verwirrend, weil ich all die kryptischen Untertöne der Geschichte nicht zu deuten wusste. Ich hatte das Gefühl, enorm viel zu verpassen und gar nicht allen Details die nötige Aufmerksamkeit schenken zu können. Ich fand nicht in den Rhythmus des Buches und musste mich nach jeder Lesepause wieder neu einfinden. Ich denke, worauf Neil Gaiman abzielte, ist ein Roman mehrerer sich überlappender Ebenen. Leider schätze ich, dass ich dessen Kern, die Ebene, die alle anderen verbindet, nicht begriffen habe. Daher begleitet mich seit der Lektüre ein Gefühl diffuser Ratlosigkeit, obwohl ich den offensichtlichen Grundgedanken der Geschichte durchaus interessant fand. Der sympathische Protagonist Shadow, dessen Funktion und Rolle undurchsichtig bleiben, gerät zwischen die Fronten eines Krieges der Götter um den Glauben des amerikanischen Volkes. Anhand von ergreifend geschilderten Einzelschicksalen, die betonen, dass Glaube und Leid Partner sind, erfahren die Leser_innen, dass die alten Götter von Siedlern verschiedener Epochen in die Neue Welt gebracht wurden. Der Glaube der Menschen belebte sie; Opfer, die in ihren Namen erbracht wurden, verliehen ihnen Macht und Substanz. Unglücklicherweise vergaßen die Gläubigen über die Jahrhunderte jedoch die Gebräuche ihrer alten Heimat, womit auch ihre Götter Macht einbüßten oder sogar ganz verschwanden. Nun kämpfen die Götter um die letzten religiösen Almosen, die die USA auszugeben bereit ist; erschleichen und ergaunern sich unbewusste Anbetungen und Preisungen. Aus allmächtigen Wesen wurden verblasste, bedauernswerte Bittsteller, die von der Schnelllebigkeit der Moderne überholt werden. Auf diese Weise beleuchtet Neil Gaiman die Beziehung zwischen Göttern und Menschen von einem spannenden Blickwinkel aus: die wahre Macht liegt nicht bei den Göttern. Sie liegt bei den Gläubigen. Was ist ein Gott ohne Anhänger_innen? Überflüssig. Ihre tragische Abhängigkeit von den Menschen zwingt sie, die Konfrontation zu suchen, weil die USA einfach nicht genug Raum für alle bieten. Ein Land abenteuerlicher geografischer Weite – doch spirituell ein Stecknadelkopf.

    Meiner Ansicht nach ist „American Gods“ überbewertet. Es ist ein faszinierendes Buch, das eine ungewöhnliche Geschichte erzählt, aber das Meisterwerk, das mir von zahlreichen Lobpreisungen versprochen wurde, kann ich darin nicht erkennen. Das Konzept der vom Glauben abhängigen Götter war mir bereits durch niemand geringeren als Terry Pratchett bekannt, der sich weitaus früher mit diesem fesselnden Gedankenspiel auseinandersetzte. Neil Gaiman versäumte es, mir nachvollziehbar den größeren Rahmen seines Romans zu vermitteln, sodass ich für all die leisen Untertöne und Bedeutungen zwischen den Zeilen taub und blind blieb. Wahrscheinlich gingen viele Anspielungen unbeachtet an mir vorbei. Ich weiß einfach nicht, was er mir sagen wollte und wartete während der gesamten Lektüre auf die große Erleuchtung, die sich niemals einstellte. Ich empfinde ein Schulterzucken. Vielleicht habe ich mit der Serie mehr Glück. Vielleicht helfen mir bewegte Bilder, zu verstehen, worauf er hinauswollte. Vielleicht hätte ich aber auch meinem Entschluss, zuerst „Neverwhere“ zu lesen, treu bleiben sollen.

    Kommentieren0
    1
    Teilen
    Keksisbabys avatar
    Keksisbabyvor einem Jahr
    what if god was one of us?

    Shadow wird nach drei Jahren einige Tage früher aus dem Gefängnis entlassen, weil seine Frau bei einem Autounfall ums Leben gekommen ist. Auf dem Weg zu ihrer Beerdigung begegnet er Wednesday einem alten kauzigen Mann, der ihm einen Job anbietet. Zunächst will er ablehnen, doch es wird immer deutlicher, dass er keine andere Aufgabe draußen hat und so willigt er ein, Wednesdays‘ Bodyguard zu werden. Ohne es zu ahnen gerät er in einen Krieg zwischen den alten und neuen Göttern in Amerika. All jene Götter die mit den Einwanderern kamen, darben und drohen zu verschwinden, wohingegen die neuen Götter, Technik, Medien und Drogen, immer mehr an Einfluss gewinnen. Dazwischen findet sich Shadow wieder. In Wednesdays Auftrag auf einem Road trip durch den mittleren Westen Amerikas. Dabei erfährt er mehr über seine Herkunft und macht Bekanntschaft mit so manchen unglaublichen Phänomenen.

    Eine Rezension zu American Gods zu schreiben fällt mir schwer. Mein Bauch sagt Wow, was für eine tolle Geschichte und jedes Mal wenn ich das Buch zur Hand nahm war ich ganz gefesselt von der Story. Mein Kopf hingegen versucht einen Sinn zu finden, einen Zusammenhang, eine Moral, aber ich finde da keine. Es ist ein Epos, ein Fantasyroman, ein Road Trip, ein Buch über Taschenspielertricks, ein Kriminalroman und noch so viel mehr. Es lässt sich einfach in keine Schublade pressen und ich glaube das ist der Grund warum mein Hirn sich uneins ist, was ich von dem Buch halten soll. Vielleicht einfach mal so hinnehmen, zurücklehnen und genießen. Manchen ist Shadow als Hauptfigur zu glatt, zu gut, ich hingegen fand ihn genau richtig, als Counterpart zu den ganzen Intrigen der Götter. Shadow ist gerade heraus, er lässt alles auf sich zukommen und hat seine Prinzipien. Mir war er durch und durch sympathisch. Die vielen kleinen Einschübe über die Immigranten in Amerika und ihre Götter, Fabelwesen, Kobolde und Dschinn, machen die Story noch greifbarer, es waren Geschichten in der Geschichte, die mir die Sicht der Götter auf die Welt verdeutlichten. Sie sind unter uns, und darben, weil ihnen die Opfergaben fehlen. Die modernen Menschen glauben eher an Geld, Technik und Macht und dennoch sind die neuen Götter naiv. Sie wollen einen Entscheidungskrieg um die Vorherrschaft ohne zu erkennen, dass auch ihre Zeit begrenzt ist. Nebenher habe ich auch begonnen, die Verfilmung des Epos zu schauen und bin begeistert, wie die Figuren umgesetzt wurden. Das Bild von Shadow hat zu dem im meinem Kopf gepasst. Dennoch ziehe ich das Buch der Verfilmung vor, denn ich habe das Gefühl das die ganze Tiefe der Charaktere nicht wirklich auf den Bildschirm gebannt werden kann.

    Neil Gaimann, war mir vorher nur ein Begriff für Kinderbücher. Ich bin froh, dass ich auf American Gods gestoßen bin. Denn das ist wirklich mal eine Story der etwas anderen Art, die mich aus meiner Komfortzone geholt hat. Es wird bestimmt nicht das einzige Buch bleiben.

    Kommentieren0
    16
    Teilen
    W
    wortkaefigvor einem Jahr
    Alt gegen Neu

    Endlich eine der ältesten SuB-Leichen vom Platz gefegt! Vielversprechende Trailer und Bilder aus der Serie haben mich natürlich erreicht, so musste ich die Autorenversion dieses Romans aus den Abgründen meines Kindle holen.

    Zu Herrn Gaiman nur so viel, ich habe eine eher komplizierte Beziehung zu ihm und seinem Lebenswerk. Bisher nur einen Roman von ihm gelesen (Good Omens) und nicht sonderlich gemocht. Wahrscheinlich lag American gods auch deshalb so ewig lange auf meinem SuB. Das Buch ist 2001 erschienen und hat prompt etliche Preise angehäuft und ist auf fast allen empfohlenen Leselisten im Internet (zumindest auf den amerikanischen) vertreten.

    Über die Story: Shadow wurde gerade nach 3 Jahren aus dem Gefängnis entlassen. Seine Frau ist tot und er bekommt ein dubioses Jobangebot von einem mysteriösen Fremden namens Wednesday. Mit ihm macht er sich auf eine magische Reise durch die USA. Sie ziehen in einen epischen Krieg zwischen Alt und Neu.

    Was mir gefiel:

    Das Konzept ist umwerfend. Die ganze Grundidee und der Aufbau… Wow. Neil Gaiman hat extensive Recherche betrieben und es lohnt sich.

    Magischer Realismus ist ja bekanntlich nicht so meins, aber hier finde ich die Balance zwischen wirklich und unwirklich nicht störend. Alltagssituationen mit einem kleinen Detail, das aus der Reihe tanzt. (Ausnahmen bilden vielleicht die ausgiebigen Traumsequenzen)

    Die Charaktere sind sehr komplex, ausgereift und sympathisch. Nichts wird zu Tode diskutiert oder überbeschrieben. Vor allem Shadow. Ich bin Fan.

    Was mir nicht gefiel:

    Wiedermal das verfluchte Tempo. Es war wie auf hoher See ohne Motorboot. Manchmal windstill und unglaublich lang und teilweise langweilig, dann wieder stürmisch und packend. Nur leider nicht in ausgeglichenem Masse. Durch einige Teile musste ich hart durchpowern.

    Ich glaube mein Vorwissen in Sachen Mythologie hat in diesem Fall nicht ganz ausgereicht. Etwas mehr Hintergrund hätte ich interessant gefunden.

    Für wen und für wann: Für Mythologie- und Relegionsfreaks. Und alle anderen. Es ist schliesslich ein Klassiker. Einfach lesen.

    Kommentieren0
    0
    Teilen
    metalmueller1807s avatar
    metalmueller1807vor 7 Jahren
    Rezension zu "American Gods" von Neil Gaiman

    Wieder einmal ein großer Klassiker von Neil Gaiman. Das hier ist die engliche Fassung. Etwas verwirrend ist, dass die deutsche Version ebenfalls "American Gods" heißt. Jedenfalls sind hier alle möglichen Gottheiten verschiedener Kulturen vertreten. Und das Buch zu lesen, ist ein Riesen-Spaß!

    Kommentieren0
    2
    Teilen
    Kamilas avatar
    Kamilavor 7 Jahren
    Rezension zu "American Gods" von Neil Gaiman

    Did I ever mention that I´m a huge Neil Gaiman fan?
    Well, of course I liked this book a lot, the story is great, it´s totally dark and gloomy and scary and funny and touching. But... it´s way too long. Gaiman´s ideas would have been enough for at least two books, and that´s the reason why I had difficulties remembering the hints from page 84 when reading page 523.
    Anyway, the story is really great - basically it´s about the fact that all people who have come to America (ever) have brought their gods with them. Now some of those gods have been forgotten, some have been replaced by new ones - but they are still here, we just don´t know it. And now the All Father Odin is trying to recruit all the old gods for a final battle between them and the new gods - "it´s them or us." Read it and don´t give up halfway ;-)

    "The raven flew up and away. Shadow looked at the dorpse of the baby deer. He decided that if he were a real woodsman, he would slice off a steak and grill it over a wood fire. Instead, he sat on a fallen tree and ate a Snickers bar and knew that he really wasn´t a real woodsman. The raven cawed from the edge of the clearing. `You want me to follow you?´ asked Shadow. `Or has Timmy fallen down another well?´ The bird cawed again, impatiently. Shadow started walking toward it. It waited until he was close, then flapped heavily into another tree, heading somewhat to the left of the way Shadow had originally been going. ´Hey,´ said Shadow. `Huginn of Muninn, or whoever you are´. The bird turned, head tipped, suspiciously, on one side, and it stared at him with bright eyes. `Say "Nevermore,"´ said Shadow. `Fuck you,´ said the raven. It said nothing else as they went through the woodland together.

    Kommentieren0
    3
    Teilen
    Ein LovelyBooks-Nutzervor 8 Jahren
    Rezension zu "American Gods" von Neil Gaiman

    American Gods ist leider ein unbefriedigendes Buch. Es versucht so sehr, eine epische, einzigartige Geschichte zu erzählen, etwas einzufangen, eine Mentalität vielleicht, eine jahrtausendealte Geschichte, aber es mäandert nur ziellos von Ort zu Ort, Gott zu Gott, Begegnung zu Begegnung, immer weiter hinein in das Seltsame, ohne aber Tiefe herzustellen. Die Geschichte bleibt vollkommen an der Oberfläche. Vielleicht sollte gerade durch diese Vagheit, Opazität Größe und eine gewisse Unnahbarkeit hergestellt werden, aber das misslingt. So gleitet einem die Bedeutung einfach durch die Hände. Zu viel Zeit wird mit Alltäglichem, Reisen, Autos, Übernachtungen, Beschreibungen etc. verschwendet, die man sinnvoller hätte investieren können. So bleibt von American Gods nur der Eindruck eines Romans on the road, mit Kurzauftritten ominöser Heiliger und großen Geschehnissen im Hintergrund, hinter der Bühne im wahrsten Sinne. Leider ist die Hauptfigur dazu noch vollkommen charakterlos, fast ohne Gefühl und Emotion und rechte Einstellung.

    Was bleibt ist der lobenswerte Versuch eines großen amerikanischen Fantasy-Romans, mit simpler, aber doch origineller und vielversprechender Grundidee und einigen eindringlichen Götter-Episoden, aber ohne Stringenz und rechte Bedeutung, mit zu viel Einerlei und Mysteriösem zum Schluss, zu viel ach so überraschenden, aber vollkommen bedeutungslosen und unübersichtlich gereichten Auflösungen. Schade.

    Kommentieren0
    1
    Teilen
    Silves avatar
    Silvevor 11 Jahren
    Rezension zu "American Gods" von Neil Gaiman

    Tolles Buch, Neil ist ein Gott!

    Kommentieren0
    4
    Teilen
    Nachtfalter89s avatar
    Nachtfalter89vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Nachdem ich die Serie gesehen habe wollte ich das Buch lesen und ich bin davon ebenso begeistert.
    Kommentieren0
    Sascha_Kerskens avatar
    Sascha_Kerskenvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: American Road Movie trifft Fantasy, Mythologie und Legenden - einfach fantastisch!
    Kommentieren0

    Gespräche aus der Community zum Buch

    Neu

    Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

    Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

    Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach

    Hol dir mehr von LovelyBooks