Neil Gaiman Anansi Boys

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Inhaltsangabe zu „Anansi Boys“ von Neil Gaiman

Die grandios witzige Fortsetzung von American Gods In der Fortsetzung von Neil Gaimans großem Epos "American Gods" wird die Welt der Mythen und Götter zunächst wieder ins Hier und Jetzt zurückgeholt. Doch dann entpuppt sich Fat Charlies Vater als Spinnengott, und aus dem Nichts taucht ein Bruder auf, der sich so gar nicht brüderlich benimmt. Und schon ist man in einem herrlich unterhaltsamen magischen "Horror-Thriller-Geister-Romantik-Comedy-Familien-Epos" gefangen, mit dem Gaiman seinen Ruf als einzigartiges Genie der Literatur untermauert.

wunderbar komisches Possenstück

— guybrush

Der heimliche 2. Teil zu American Gods. Nicht ganz so gut, aber immernoch sehr fesselnd.

— Buchperlenblog

Eins meiner Lieblingsbücher von Neil Gaiman! Geniale Ideen wie immer, verpackt in eine mitreißende Geschichte.

— LiaHaycraft

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  • Von Göttern, Menschen und weiteren Chaoten ...

    Anansi Boys

    guybrush

    04. June 2017 um 17:56

    Schon lange hatte ich kein Buch mehr, das mir von Anfang bis Schluss so viel Freude beim Lesen gemacht hat. Ein wunderbar komisches Possenstück über den seit Urzeiten tobenden Kampf zwische Gut und Böse, Düsternis und reiner Lebensfreude. Schöne, wenn auch nicht ganz so gewaltiger Nachfolger von "American Gods", dafür mit leichter Hand erzählt. Mir jedenfalls ist das Grinsen nie aus dem Gesicht gewichen. Mein einziges Problem: Wieviele Bücher hat der Mann eigentlich geschrieben und wo um Himmels Willen krieg ich die möglichst schnell her.

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  • Rezension zu "Anansi Boys" von Neil Gaiman

    Anansi Boys

    Hopfenbert

    06. July 2012 um 20:43

    Wem American Gods gefallen hat, wird auch dieses Buch nicht aus der Hand legen können ;-)

  • Rezension zu "Anansi Boys" von Neil Gaiman

    Anansi Boys

    rallus

    21. November 2011 um 17:10

    Fat Charlie ist ein langweiliger Londoner Buchhalter der ein Ziel- und orientierungsloses Leben führt. Seinen Spitznamen hat er von seinem Vater, den er seit 20 Jahren nicht mehr gesehen hat. Kurz bevor er heiraten will, möchte er ihn auf Wunsch seiner ebenso blassen Verlobten, Rosie, einladen. Dabei erfährt er dass dieser tot ist. Er reist in die Staaten zu dem Begräbnis - danach läuft einiges schief in seinem Leben. Neil Gaiman hat hier einen witzigen Roman der Selbstfindung geschrieben und ihn mit einer Prise Fantasy versehen. Für die Prise nahm er seltene Fantasykräuter und vermischte dies zu einer rasanten, witzigen Screwballkomödie. Zugegeben das Ende ist leider recht flach geworden, aber davor erlebt der Leser eine nie berechenbare, schwarze Anansi-Geschichte - und das sind ja die Besten, seitdem er sie von Tiger geholt hatte. Und Neil Gaiman kann wirklich RICHTIG gut erzählen - aber lest selber!

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  • Rezension zu "Anansi Boys" von Neil Gaiman

    Anansi Boys

    Simone Keil

    Fat Charlie Nancy lebt in London, arbeitet als Buchhalter, ist nicht besonders beliebt, nicht besonders gutaussehend, nicht besonders witzig, nicht besonders leidenschaftlich, insgesamt nichts Besonderes eben. Als sein Vater stirbt fliegt Fat Charlie zurück in die Staaten, um den Nachlass zu regeln, und erfährt von einigen alten Damen aus der Nachbarschaft, dass sein Vater, im Gegensatz zu ihm, ziemlich besonders war, denn sein Vater war der Spinnengott Anansi, ein lügnerischer Geschichtenerzähler, ein charmanter Verführer, ein aufschneiderischer Gott wie er im Buche steht. So ganz nebenbei kommt auch ans Licht, dass Fat Charlie offenbar einen Bruder hat, an den er sich nicht mehr erinnert. Zurück in London nimmt er Kontakt mit dem Bruder auf und wünscht sich schon bald, es nicht getan zu haben. Spider ist das krasse Gegenteil zu Fat Charlie. Gutaussehend, witzig, überheblich, selbstverliebt, und er hat die göttlichen Attribute ihres gemeinsamen Vaters geerbt. Er stellt Fat Charlies eingefahrenes Leben völlig auf den Kopf, und verdreht seiner Verlobten den ihren. Fat Charlie setzt nun alles daran, den Bruder wieder los zu werden, was sich als schwieriger erweist, als gedacht. Neil Gaiman erzählt mit Anansi Boys eine Brüdergeschichte, eine Göttergeschichte, eine Geschichte über Träume, Mythen und Märchen, voller schräger Wendungen und ungeheuerlicher Begebenheiten, aber auch eine Geschichte über Familienbande, Freundschaft und Liebe, und darüber, dass das was im Leben wirklich wichtig ist, manchmal ganz tief in unglaublichen Geschichten zu finden ist, und das tut er so leicht und witzig, dass man wirklich alles mit macht und es nicht erwarten kann, die nächste Abzweigung zu nehmen. Die Figuren sind so göttlich witzig und dabei so menschlich, dass man sie einfach lieben muss. Den naiven Charlie, genauso wie seinen großkotzigen Bruder Spider, Anansi selbst, und nicht zu vergessen, die wunderbar schrulligen alten Nachbarinnen. Tja, was soll ich sagen? Ich liebe diesen Roman, ich liebe es wie Gaiman erzählt, die Figuren, die Story, die Wendungen. Unbedingt kaufen!

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    • 3
  • Rezension zu "Anansi Boys" von Neil Gaiman

    Anansi Boys

    thursdaynext

    Anansi Boys ist die eigenständige Fortführung von American Gods. Wieder spielen Götter eine tragende Rolle. Diesmal speziell der afrikanische Spinnengot Anansi. Ein Schelm, Hedonist und Geschichtenerzähler vergleichbar dem nordindianischen Kojote oder dem indischen Affengott. Nach seinem Tod müssen seine Söhne "Fat Charlie" und "Spider" die "Familiengeschäfte fortführen. Gaiman spann hier wieder eine, das Gute und Schöne bejahende, familystory mit Magie, Heldentum und Lebensweisheit. Mit dem gewohnten ihm eigenen, augenzwinkernden, leicht chaotischen Stil. Liebe und Humor zeichnen seine Schreibe aus. Er ist ein guter Beobachter des menschlichen, versteht es meisterhaft, seine Charaktere bildhaft darzustellen. Man lebt und leidet mit ihnen. Besonders zauberhaft finde ich seine alten Damen und die Vorstellung, dass jeder Mensch sein ganz eigenes Lied besitzt. Er muss es nur finden und singen... Ein fantastisches Buch, weniger gewalttätig als American Gods, nicht minder faszinierend, märchenhaft, spannend, nachdenklich. Mehr davon !

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    • 3
  • Rezension zu "Anansi Boys" von Neil Gaiman

    Anansi Boys

    KarlaS

    Fat Charlie Nancy ist schwarz, unscheinbar, angepasst. In seiner Jugend hat er ausgiebig unter seinem peinlichen und ihm üble Streiche spielenden Vater gelitten. In London führt er jetzt ein stinknormales Leben als Buchhalter, und sehr bald wird er Rosie heiraten. Doch da erhält Charlie einen Anruf: Sein Vater ist tot. Charlie fliegt nach hause, um die Beerdigung zu organisieren. Dort erfährt er, dass sein Vater die irdische Verkörperung des Spinnengottes Anansi war, und er hat außer Charlie noch einen Sohn hinterlassen: Spider. Spider ist genau das Gegenteil von seinem Langweilerbruder - attraktiv, anarchisch, charmant, voller Selbstbewusstsein. Und er steckt bis zur Halskrause voller Magie. Charlie mag Spider nicht, denn er bringt ungeniert sein Leben durcheinander. Als er dann auch noch Rosie anbaggert, will Charlie ihn dringend loswerden. Leider kommt man gegen einen magischen Gegner nur mit Magie an - und leider wird man die Geister, die man ruft, meistens so schlecht wieder los ... Gaiman nimmt mit der Geschichte der ungleichen Brüder einen archetypischen Plot auf, interpretiert ihn aber frisch und unterhaltsam. Er schreibt manchmal fast bösartig komisch, und er webt ein feines Netz mythologischer Bezüge. Durch diese Verankerung gewinnt der Roman eine Tiefe, die mir in realistischer Literatur, die sich vor allem an den trostlosen Phänomenen des Alltags abarbeitet, oft fehlt. Gaiman hat Anansi Boys als Horror-Thriller-Geister-Romantik-Comedy-Familien-Epos bezeichnet. Das Wort Fantasy kommt hier zu recht nicht vor. Tatsächlich würde ich den Roman eher einem knallharten mythologischen Realismus zurechnen. Der ewig geile Anansi stammt direkt aus der afrikanischen Mythologie, wobei man den Erzähler- und Schelmengott hier wahrscheinlich ruhig als Alter Ego des Autors auffassen darf. Während sich in der klassischen Fantasy meist eine idealisierte magische Welt zu verändern droht, geht es in mythologischen Texten mehr darum, den Helden den schmerzvollen Weg einer notwendigen Selbstverwandlung gehen zu lassen. Letztlich ist es das, wovon "Anansi Boys" handelt.

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    • 2

    thursdaynext

    19. November 2010 um 14:43
  • Rezension zu "Anansi Boys" von Neil Gaiman

    Anansi Boys

    Escapee

    22. October 2010 um 21:38

    Ebenso eines seiner besten Werke, wieder voller Fantasie und Spannung, besonders die beiden Brüder und wie alles dazu kam und deren Bedeutung für die Welt sind unheimlich gut geschrieben. Ein Muss!

  • Rezension zu "Anansi Boys" von Neil Gaiman

    Anansi Boys

    Nicole_Rensmann

    15. February 2010 um 20:55

    Neil Gaiman widmet »Anansi Boys« mir … und dir und Ihnen und Euch – also seinen Lesern und zwar mit Stil. Das macht Lust auf den Roman und den 1960 in England geborenen Autor sofort sympathisch. Fat Charlie ist zwar längst nicht mehr richtig fett, aber dieser Spitzname, den ihm sein Vater gegeben hat, haftet ihm auch als Erwachsener noch an. Fat Charlies Vater hat seine Vaterrolle nicht sonderlich ernst genommen und das ist wortwörtlich zu sehen. Er hat sich zwar mehr oder weniger um Charlie gekümmert, ihn aber immer wieder lächerlich gemacht. Charlie kann das nicht vergessen. Doch als er heiraten will und seine Verlobte Rosie ihn bittet, auch seinen Vater einzuladen, erledigt sich das Problem von selbst: Sein Vater stirbt. Und damit beginnt eigentlich das richtige Leben von Fat Charlie, denn nun erfährt er, wer er wirklich ist. Charlie, der ein ziemlich langweiliger Typ zu sein scheint, der selbst gern ins Fettnäpfchen tritt, nicht viel Antrieb hat und sich so ein wenig hintreiben lässt, erfährt plötzlich dass sein Daddy ein Gott gewesen sein soll. Ein Gott namens Anansi. Er hört zum ersten Mal von seinem Bruder und erhält den Ratschlag, wenn er ihn benötigt einfach mit einer Spinne zu sprechen. Und wie es so ist, trifft Charlie eine Spinne in seiner Badewanne an, in die soeben seine Verlobte steigen wollte. Charlie, ein wenig betrunken, bittet die Spinne, sie möge ihm doch mal seinen Bruder vorbeischicken. In dieser Nacht träumt Charlie sehr real, von sich, von einem anderen Charlie wie er vielleicht sein möchte, cool und selbstbewusst. Noch verwirrt von seinem Traum, bekommt er am frühen Morgen Besuch von seinem Bruder: Spider. Er kommt zu spät zur Arbeit, erhält eine Verwarnung von seinem Chef, der im Laufe der Handlung noch eine sehr wichtige Rolle einnehmen wird und als sein Bruder ihn zu Weib, Wein und Gesang einlädt ahnt Charlie, dass sein Leben einen Weg gehen wird, den er sich so nicht vorgestellt hatte. Allerdings sind die Veränderungen nach und nach so drastisch, dass er sie sich in seinen kühnsten Träumen nicht hätte vorstellen können. In »Anansi Boys« bringt Neil Gaiman seine Leser an den Anfang der Welt, erzählt die alten Geschichten von Anansi, bringt – wie es mir schien – verschiedene Mythologien unter einen Hut, vermixt dies mit ein bisschen Hexerei, spart die Krafttiere und die allumfassenden Möglichkeiten eines Gottes nicht aus und macht daraus einen ideenreichen, phantastischen Roman mit viel Witz, Krimieffekten und einer Prise Horror. Und so ist für jeden etwas dabei, wenn er sich auf Anansi einlassen will … »Anansi Boys« war mein erster Roman von Neil Gaiman aber sicherlich nicht mein letzter. Erwähnen möchte ich noch die Kapitelüberschriften, die ich so bisher noch in keinem Buch gesehen habe, z.B. Kapitel Fünf In dem wir die vielen Folgen des Morgens danach untersuchen. Erster Satz: Es beginnt, wie es ja meist der Fall ist, mit einem Lied. Neil Gaiman »Anansi Boys« (Originaltitel: »Anansi Boys«) Übersetzung: Karsten Singelmann Deutsche Erstausgabe Heyne Taschenbuch ISBN 978-3-453-26530-1 447 Seiten 12,- Euro (c) Nicole Rensmann http://www.blog.nicole-rensmann.de/?p=2248

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  • Rezension zu "Anansi Boys" von Neil Gaiman

    Anansi Boys

    MisterWoo

    25. February 2009 um 12:12

    Neil Gaiman wird gemeinhin als Fantasy-Autor bezeichnet. Dieser Begriff weckt vage Assoziationen an Elfen und Drachen, an Zwerge, verzauberte Schwerter und tausend andere Dinge, die dem Klischee entsprechen. Wer den Begriff Fantasy jedoch nur in den engen Bahnen von Harry Potter, Lord of the Rings und Narnia denkt, wird überrascht sein, mit welch erfrischendem Geschick Gaiman dem Genre neues Leben einhaucht. In seinem kürzlich auf deutsch erschienenen Roman Anansi Boys kommen weder Elfen oder Drachen noch Zwerge oder Zauberschwerter vor. Das muss nicht sein, das haben andere schon vor ihm gemacht. Die Geschichte spielt im Hier und Jetzt, wobei Hier zu gleichen Teilen London und Florida meint, einen kurzen Abstecher auf eine Pazifik-Insel ausgeschlossen. Der phantastische Teil von Anansi Boys ist eng mit der Realität verwoben. Der Leser bemerkt zunächst gar nicht unbedingt, dass er sich in einem Fantasy-Szenario befindet. Wenn Gaiman im ersten Kapitel seine Hauptfigur Charles Nancy vorstellt (den alle nur Fat Charlie nennen, obwohl er gar nicht dick ist) und ihn berichten lässt, wie und auf welche Weise sein Vater in einer Karaoke-Bar starb, erscheint alles zunächst nur etwas merkwürdig und eigenartig, vielleicht nur eine lange Reihe von Zufällen. Dennoch enthält der Text verborgene Hinweise, Bruchstücke eines großen Ganzen, das die Geschichte überwölbt. Fat Charlies Vater starb singend, angetrunken, auf einer Bühne in einer Bar. Er brach plötzlich zusammen, fiel vornüber und landete mit der Nase in dem ausladenden Ausschnitt einer blonden Touristin, mit der er kurz zuvor noch geflirtet hatte. Das ist ein Abgang, der für ein ganzes Leben stehen kann. Als Fat Charlie auf der Beerdigung seines Vaters erfährt, dass er einen Bruder hat, beginnt für den Leser das Spiel mit der Wirklichkeit. Charlie, dessen psychische Konstitution hart auf die Probe gestellt wurde und dessen Leben wahrlich kein Zuckerschlecken ist, könnte in seiner Not einen Bruder erfunden haben, der genau so ist, wie er selbst schon immer sein wollte. Während Fat Charlie träge, geduldig und gutmütig ist, benimmt sich sein Bruder wie das genaue Gegenteil: Er ist frech, unruhig und clever. Irgendwie ähnelt er dem jungen Frank Sinatra. Dieser Bruder heißt Spider, und der Leser darf sich fragen, ob ihm da nur ein äußerst skurril-witziges Familientreffen vorgesetzt wird oder ob er Einblick in die schizophrene Innenwelt der Hauptfigur erhält. Durch Spider gewinnt Fat Charlie Einblick in eine völlig neue Welt. Er lernt, dass die Dinge nicht statisch sind, was ihm neue Perspektiven auf seine Beziehung zu der gutherzig-langweiligen Rosie Noah eröffnet als auch auf seinen Job in dem Künstler-Büro des verschlagenen Grahame Coats. Lange hält Fat Charlie es jedoch mit Spider nicht aus. Er bringt Charlies Leben völlig durcheinander. Und Spider will nicht wieder von selbst verschwinden, sondern es sich im Leben seines Bruders richtig gemütlich machen. Ob es Charlie hilft, den Teufel mit Belzebub auszutreiben? Hier und da wird behauptet, Anansi Boys sei der Nachfolger von Gaimans Roman American Gods. Abgesehen von der Idee, dass einige alte Götter unerkannt unter den Menschen leben, haben beide Romane jedoch keinerlei Berührungspunkte. Hinzu kommt, dass die Geschichte von Anansi Boys kompakter ist, irgendwie runder als American Gods, das größtenteils eine lockere Aneinanderreihung von Ereignissen war. Gaiman, der ein großartiger Erzähler von Kurzgeschichten ist, wie die Anthologie Die Messerkönigin und die Comic-Serie Sandman zeigen, wird geübter mit Romanen. Und er wird freundlicher, sanfter. Anansi Boys ist hauptsächlich eine lustige Geschichte, bunt geschmückt mit originellen Details und witzigen Figuren. Mancher Leser, der beispielsweise Niemalsland mochte, wird die dunklen, ekelhaften und gewalttätigen Nuancen vermissen, die Gaiman ebenso beherrscht wie das Humorvolle. Was Romane angeht, ist Gaiman also noch längst nicht am Ende seines Könnens angelangt. Sein nächster Roman möge bitte genau so geschlossen und rund sein wie Anansi Boys, aber bitte einen Schuss bösartiger, mit mehr Action und Gänsehaut. Und – hier eine Bitte an den deutschen Hersteller – mit einer besseren Übersetzung. Die holpert nämlich leider viel zu oft bei der deutschen Fassung von Anansi Boys.

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