Das Graveyard-Buch

von Neil Gaiman 
4,2 Sterne bei247 Bewertungen
Das Graveyard-Buch
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Positiv (202):
Ambermoons avatar

Wunderschöne und stimmungsvolle illustrierte Adaption des gleichnamigen Kinderbuches.

Kritisch (6):

Leider ein halb inspiriertes Potpourri aus zuweilen zufällig wirkender Scenarios und Handlungen mit sehr unzufrieden stellender "Auflösung".

Alle 247 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Das Graveyard-Buch"

In einer finsteren Nacht ermordet ein Mann eine Familie in ihrem Haus. Nur das jüngste Kind kann bis zum Friedhof fliehen. Hier gehen gute Geister um, die den Waisenjungen prompt adoptieren. Sie taufen ihn Nobody und verbieten ihm, den Friedhof zu verlassen. Über die Jahre sind die Geister, ein Vampir und eine Werwölfin seine Lehrmeister. Sie bereiten ihn auf einen Kampf vor. Denn der Mörder seiner Eltern hatte es auf Nobody abgesehen, und der Junge schwebt nach wie vor in Lebensgefahr ...

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783847905943
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:360 Seiten
Verlag:Eichborn
Erscheinungsdatum:08.10.2015
Das aktuelle Hörbuch ist am 15.01.2009 bei Der Hörverlag erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Seitenhainvor einem Monat
    Kurzweilig

    Nobody Owens wurde als Baby fast ermordet. Nur durch die Flucht auf den Friedhof und das beherzte Eingreifen seiner untoten Bewohner konnte er gerettet werden. Seiner Adoptiveltern sind Geister und sein Vormund, der den Friedhof als einziger verlassen kann, weil er einen Körper hat, kümmern sich liebevoll um ihn. Doch wie Jungen so sind, muss Bod, wie er genannt wird, seine eigenen Erkundungstouren außerhalb des Friedhofs machen und gerät in allerlei Trubel. Auch der alte Feind, der Bods Familie ermordet hat, wartet noch auf ihn.



    Das Buch war nicht so witzig wie erwartet, aber auf jeden Fall unterhaltsam und bietet interessante Theorien zum Friedhofsleben. Besonders schön ist die Verpackung des Werkes in einer Metallbox mit Schloss im Grabstein-look. Wieso man den Titel nicht einfach in „Friedhofs- Buch" übersetzt hat, ist mir schleierhaft, aber das klingt wohl mystischer.

    Kurzweilig, spaßig und zu empfehlen!

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    Ambermoons avatar
    Ambermoonvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Wunderschöne und stimmungsvolle illustrierte Adaption des gleichnamigen Kinderbuches.
    Wenn der Friedhof dein Zuhause ist

    In einer finsteren Nacht ermordet ein Mann eine Familie in ihrem Haus. Nur das jüngste Kind kann bis zum Friedhof fliehen. Hier gehen gute Geister um, die den Waisenjungen prompt adoptieren. Sie taufen ihn Nobody und verbieten ihm, den Friedhof zu verlassen. Über die Jahre sind die Geister, ein Vampir und eine Werwölfin seine Lehrmeister. Sie bereiten ihn auf einen Kampf vor. Denn der Mörder seiner Eltern hatte es auf Nobody abgesehen, und der Junge schwebt nach wie vor in Lebensgefahr ....(Klappentext)

    ✞✞✞✞✞

    "Das Messer hatte einen Griff aus poliertem schwarzem Knochen und eine Scheide,
    die feiner und schärfer war als jede Rasierklinge.
    Schnitt es jemanden, merkte der vielleicht gar nicht,
    dass er verletzt war; nicht sofort.
    Das Messer hatte beinahe alles erledigt, wozu es ins Haus gebracht worden war,
    und Klinge und Griff waren feucht."
    (S. 7 - Anfang)

    Dieses Buch ist eine neue und illustrierte Adaption des Romans "Das Graveyard-Buch" von Neil Gaiman. Ich selbst kenne den Roman nicht, kann daher keinen Vergleich ziehen. Diese Graphic Novel konnte mich jedoch durchwegs begeistern.

    In einer verhängnisvollen Nacht wird fast eine ganze Familie ermordet. Mutter, Vater und Tochter...nur der kleine Junge überlebte. Er tappte in seiner Abenteuerlust mitten in der Nacht aus dem Haus und gelangte so zum benachbarten Friedhof. Sehr zur Überraschung der dort lebenden Geister. Da der Junge immer noch in Gefahr schwebt vom Mörder seiner Familie entdeckt zu werden, nehmen sich die Geister seiner an - die Geister und Silas. Obwohl Silas kein Geist ist, ist er Ehrenbürger des Friedhofes. Silas ist weder tot noch lebendig und etwas Geheimnisvolles umgibt ihn. Obwohl die wirklich angesprochen wird was Silas ist, ist dem Leser von Anfang an klar, dass es sich bei ihm um einen Vampir handelt. Er erklärt sich selbst zum Vormund und Beschützer von dem Jungen, welcher nun den Namen "Nobody" trägt.
    Mit Bod erlebt man allerhand Abenteuer. Man entdeckt ein uraltes Hügelgrab, das vom Indigomann und dem Sleer bewacht wird, man wird vom Herzog von Westminster, dem Erzbischof von Bath und Wells und dem ehrenwerten Archibald Fitzhugh entführt und macht dabei die Bekanntschaft vom 33. Präsidenten der Vereinigten Staaten und dem Schriftsteller Victor Hugo - übrigens alle nun Ghule. Man bekommt eine alte Schachtel als Aufpasserin aufs Auge gedrückt, die jedoch nicht das zu sein scheint was sie ist und begibt sich in Gefahr, weil man das Friedhofsgelände verlässt.
    Doch die wirkliche Gefahr ist der Mörder seiner Familie, der noch immer auf der Suche nach Bod ist und immer näher kommt.

     

    "Die tote Sonne ging unter, und zwei Monde stiegen auf.
    Einer von ihnen hatte die gleiche blaugrüne Farbe wie verschimmelter Käse.
    Das Ghulvolk hielt an und schlug ein Lager auf.
    'Der berühmte Schriftsteller Victor Hugo' holte einen Sack mit Sargbrettern hervor,
    und bald brannte ein Feuer."
    (S. 92)

    Jedes Kapitel wurde von einem anderen Illustrator gezeichnet. Alles Illustratoren, die dem ein oder anderen Comic-Liebhaber mit Sicherheit ein Begriff sind, da diese sich in der Szene schon einen Namen gemacht haben:

    Kapitel 1 + Kapitel 8
    Illustriert von Kevin Nowlan; Comicautor, Colorist und Illustrator aus Nebraska; bekannt durch diverse Marvel-Comics.

    Kapitel 2 
    Illustriert von P. Craig Russel - Comicautor, Künstler und Illustrator aus Ohio; bekannt durch z.B. "Sandman" und "American Gods" (beide ebenfalls gemeinsam mit Neil Gaiman), aber auch durch diverse Thriller

    Kapitel 3
    Illustriert von Tony Harris - amerikanischer Comic-Künstler, bekannt durch Comic-Serien, wie z.B.: "Iron Man", "Starman" und "Ex Machina".
    Scott Hampton - US-amerikanischer Comiczeichner, bekannt durch Comic-Serien wie z.B.: "Batman", "Sandman" (gemeinsam m. Neil Gaiman) und "Star Trek".
    Galen Showman - Illustrator von  Comics und Kinderbüchern; bekannt durch z.B.: "Renfield - A Tale of Madness".

    Kapitel 5
    Jill Thompson - US-amerikanische Comiczeichnerin, Autorin und Illustratorin; bekannt durch z.B.: ihre eigene Scary-Godmother-Serie und auch bei Nei Neil Gaimans "Sandman" hat sie mitgearbeitet.

    Zwischenkapitel
    Stephen B. Scott - Illustrator vieler Maverl-Comics

    Kapitel 6
    David Lafuente - Spanischer Illustrator (nun in London lebend), bekannt durch z.B.: "Sandman"

    Kapitel 7
    wurde wieder von Scott Hampton illustriert

    Kapitel 8
    wurde wieder von Galen Showman, gmeinsam mit Kevin Nowlan illustriert

    Alle davon sind durchwegs gelungen und fangen die Story und auch deren Atmosphäre gekonnt ein. Ich persönlich, als Comic-Neuling, bin vor allem von den Illustrationen von Kevin Nowlan und Scott Hampton schwer begeistert. Galen Showman richtet sich sogar manchmal bei Zeichnungen von Grabsteinen über die Grabinschrift direkt an den Leser.

    Dieser Comic besticht also nicht nur durch die spannende, fesselnde und auch witzige Story, sondern vor allem auch durch die Liebe zum Detail.
    In der Mitte des Buches kommt es stellenweise zu ein paar langatmigen Stellen. Durch die stimmungsvollen Illustrationen werden diese jedoch abgeschwächt. Ich wäre neugierig, ob diese Längen auch beim Kinderbuch selbst bestehen und wie ausgeprägt diese darin sind.
    Die Altersbeschränkung für diesen Comic lautet ab 16 Jahren. Dem kann ich nicht vollends zustimmen. Da die Story doch etwas Kindliches an sich hat, wäre es für mich schon ab 13/14 Jahren geeignet (ich habe mit 13 Jahren Stephen King gelesen und aus mir ist auch was geworden und zwar keine Psychopathin).

    Die Ausgabe ist ein Hardcover in qualitativer Aufmachung. Ohne Schutzumschlag ist dieses Buch zwar schlicht, macht jedoch trotzdem eine gute Figur im Regal.


    Fazit:
    Mit "Das Graveyard-Buch" hält man eine wunderschöne und stimmungsvolle illustrierte Adaption des gleichnamigen Kinderbuches in den Händen. Eine Graphic Novel nicht nur für Kinder ab 13/14 Jahren (persönliche Altersempfehlung), sondern durchaus auch für Erwachsene, ergo eine tolle Gruselgeschichte für groß und klein.

    © Pink Anemone (mit Bilder, Autoren-Info und Leseprobe)

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    Marie_Spitznagels avatar
    Marie_Spitznagelvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Wunderschön und typisch Gaiman.
    Typische und wunderschöne Verbindung aus Melancholie und hoffungsvoller Erwartung


    Gaiman zeigt hier wieder seine Fähigkeit das Schöne im Tragischen zu finden. Eine liebevolle Wärme in der gruseligen Kälte. 
    Die Geister sind hier so menschlich und herzlich, trotz ihres körperlosen Daseins. 


    Die Geschichte eines Kindes, das seine Familie auf brutale Art verliert und dann bei den Geistern auf dem örtlichen Friedhof eine Neue findet, trägt seine typische und wundervoll melancholische Handschrift.

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    C
    CherryLestrangevor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein etwas anderes Buch, aber sehr gut geschrieben. Es ist schön mitzuerleben wie Nobody unter den besonderen Umständen aufwächst.
    Ein Kind, das unter besonderen Umständen aufwächst

    Mir hat das Buch sehr gut gefallen.
    Als Baby wird Nobodys Familie ermordet und er kann sich auf einen Freidhof retten. Dort wird er vor dem Mörder von den Geistern/ Bwohnern des Friedhofs beschützt und aufgezogen. Man erlebt Nobodys Kindheit, seine kuze Schulzeit, sowie erste Freunde und Feinde. Abgerundet wird die ganze Geschichte noch mit fantasievollen Wesen.
    Es war mein erstes Buch von Neil Gaiman und wird nicht das letzte sein, denn sein Schreibstil hat mir gut gefallen.
    Es ist keine 0815 Geschichte, sondern etwas besonderes.
    Ich ziehe nur einen Stern ab, weil ich finde, dass zu wenig über seinen Vormund und seine "Bekannten" erzählt wird. Da hätte ich mir einfach mehr Backgroundinformation gewünscht

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    daniel_bauerfelds avatar
    daniel_bauerfeldvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Grandiose Buchvorlage, virtuose Umsetzung als Graphic Novel.
    Eine Adaption die der Romanvorlage in Nichts nachsteht

    Eine Hauptperson, die mit dem ungewöhnlichen Namen Nobody gerufen wird - herzlich willkommen in der phantastischen Welt von Neil Gaiman. Sein für junge Erwachsene geschriebener Roman The Graveyard Book erschien bereits im Jahr 2008. P. Craig Russell hat sich der Buchvorlage angenommen, um diesen als Graphic Novel zu adaptieren. Das geschieht auf gleichsam ungewöhnliche Art und Weise: Jedes der acht Kapitel der Adaption wurde von einem anderen Star der amerikanischen Comic-Szene gezeichnet. Neben Russell steuerten Kevin Nowlan, Tony Harris, Scott Hampton, Galen Showman, Jill Thompson, Stephen B. Scott und David Lafuente die Zeichnungen bei. Der Eichborn Verlag präsentiert die deutsche Erstausgabe. Er bringt die 356 Seiten starke Umsetzung als gebundene und großformatige Gesamtausgabe auf den Markt. Im Original wurde die Adaption hingegen in zwei Bände aufgeteilt.

    Bod, wie Nobody Owens auch genannt wird, wäre eigentlich als ganz gewöhnlicher Junge zu bezeichnen. Allerdings – und das macht ihn dann doch zu einer eher ungewöhnlichen Figur – wächst er auf einem Friedhof auf. Dort wird er von den dort lebenden Geistern großgezogen. Die Toten versuchen sozusagen, dem Jungen etwas über das Leben beizubringen. Einen Beschützer findet Bod in der geheimnisvollen Figur namens Silas. Dieser fungiert gleichzeitig auch als sein Mentor und Lehrer: „Bod war ein ruhiges Kind mit nüchternen grauen Augen und einem zerzausten mausbraunen Haarschopf. Er war – meistens – gehorsam. Er lernte sprechen, und kaum hatte er es gelernt, plagte er den ganzen Friedhof mit seinen Fragen.“ Silas, den eine unheimliche und düstere Aura umgibt, gehört weder der Welt der Toten noch der Welt der Lebenden an. Mehr sei an dieser Stelle aber nicht verraten. Die Anfangszeit auf dem Friedhof gestaltet sich für den kleinen Jungen als ein einziges, großes Abenteuer. Neben den Geistern findet er in der hübschen Scarlett Amber Perkins sogar eine durch und durch lebendige Freundin. Trotz all der Toten, Geistern und unheimlichen Wesen lauert die eigentliche Gefahr für Bod außerhalb der Friedhofsummauerung. Denn der Mann namens Jack, der für den Tod von Bods Familie verantwortlich ist, ist noch immer auf der Suche nach dem Jungen. Er wartet nur auf die passende Gelegenheit, sein damals begonnenes (mörderisches) Werk zu vollenden.

    Neil Gaiman liefert mit seinem Roman eine ganz starke Vorlage. P. Craig Russel schafft es mit Bravour, dass die Adaption dem Buch in Nichts nachsteht. Die wunderbar illustrierte Graphic Novel vereint dabei ein ganzes Potpourri an Emotionen und Gefühlen. Dabei gelingt eine überzeugende Gratwanderung zwischen düsteren Momenten, lustigen Episoden und zutiefst nachdenklich stimmende Augenblicke im Leben eines Heranwachsenden, der fortwährend vom Tod umgeben ist. Auch die Vielfalt der künstlerischen Gestaltungsmöglichkeiten fasziniert stets auf ein Neues. Die Leserinnen und Leser begeben sich gerne auf die Suche, nach immer wieder neu auftauchenden Details und winzigen Feinheiten in den verschiedenen Pinselstrichen der Künstler. Dennoch ergibt sich, trotz der unterschiedlichen Herangehensweisen an die einzelnen Kapitel, ein durch und durch homogenes Bild von der Geschichte. Wer den Roman bereits kennt und liebt, der wird auch an der graphischen Umsetzung seine Freude haben. Die phantastischen Welten von Neil Gaiman sind es wert, entdeckt zu werden.


    Diese Rezension erschien zuerst als Buchtipp in www.fantasymagazin.de

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    darthvader3s avatar
    darthvader3vor 2 Jahren
    Persönliches Highlight von 2017

    Das Graveyard-Buch gehört zu meinen persönlichen Highlights dieses Jahr. Seit langer Zeit verfolgte ich Rezensionen und Meinungen zum Buch, die mein Interesse für die Geschichte dahinter geweckt haben. Obwohl man meinen könnte, dass es sich um ein Kinderbuch handelt, fand ich es super angemessen und spannend auch für ältere Leser. 

    Im Buch geht es um den kleinen Nobody Owens, dessen Familie eines Nachts von einen unbekannten Mann namens Jack ermordet wird. Nobody, oder gekürzt Bod, schafft es zu entkommen und landet aus versehen auf einen verlassenen Friedhof, der seit vielen Jahren nicht mehr als solcher benutzt wird. Dort wird er von den ansässigen Geistern gefunden, aufgenommen und schließlich als einer von ihnen großgezogen. In der Geschichte verfolgen wir das Leben Bods, der im Friedhof viele Abenteuer erlebt. Währenddessen versucht der Mörder, Bod zu finden um seine Aufgabe, die er in jener Nacht nicht vollendete, abzuschließen.

    Meine Meinung:
    Das Graveyard-Buch ist der erste Neil Gaiman Roman den ich lese und ich muss gestehen, dass ich keineswegs enttäuscht wurde.
    Die Geschichte um Nobody Owens ist sehr herzzerreißend und wunderschön. Die Idee hinter dem ganzen ist zudem einzigartig und sehr gut durchdacht. Außerdem ist das Buch sehr leicht und flüssig geschrieben, weshalb man es innerhalb eines Tages durchgelesen haben kann. Wie schon am Anfang gesagt, finde ich, dass es auch für ältere Leser geeignet ist, vor allem wenn man etwas einfaches, schönes und entspannendes lesen möchte. Ich kann das Buch nur weiterempfehlen und werde es auch persönlich in Zukunft noch mehrere Male lesen. Währenddessen werde ich mich auf jeden Fall noch an anderen Neil Gaiman Büchern versuchen. 

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    ozeanlys avatar
    ozeanlyvor 2 Jahren
    Der Friedhof und Bod

    Inhalt: 


    Nobody Owens ist ein eher unauffälliger Junge. Nobody lebt auf dem Friedhof erzogen und behütet von den Geistern und Untoten, die dort zu Hause sind. Doch der tödliche Feind, vor dem der kleine Bod einst auf den Friedhof floh und seine Familie ermordet hat, ruht nicht. Er wartet auf den Tag, an dem Bod sein Zuhause verlassen wird, um zurückzukehren in die Welt der Lebenden.

    Meinung;

    Halloween steht kurz vor der Tür und während dieser Zeit dürfen auf keinen Fall Geistergeschichten fehlen. Ich habe mich aus diesem Grund dazu entschieden 'Das Graveyard Buch' zu lesen, da es ohnehin schon seit längerer Zeit auf meinem Sub-Stapel lag. 

    Der Schreibstil ist sehr angenehm. Die Seiten fliegen nur so dahin.


    Die Geschichte hat mir gut gefallen: Bod erlebt viele Abenteuer, die teilweise sehr gefährlich sind und ihn in große Schwierigkeiten bringen. Er lernt viele (Untote)Leute kennen, von denen er viel lernt z.B. lesen und schreiben, aber auch sich unsichtbar machen.
    Täglich erkundigt er den Friedhof bis er alle Geheimnisse in- und auswendig kennt. 
    All dies hat mir sehr gut gefallen. Am Anfang des Buches war ich mir nicht genau sicher, ob es was für mich ist und ob ich damit meine Zeit verschwenden soll. Allerdings bin ich froh, dass ich es nun gelesen hab. Es war spannend und süß zugleich. Bod hat man schnell ins Herz geschlossen, sowie manch andere Geister. Bei den Abenteur, in die Bod gerutscht ist, hat man stets mit Bod mitgefiebert und am Ende des Buches war ich sogar etwas traurig, dass auch die Geschichte, um Bod zu ende geht.

    Fazit: Das Buch liest sich sehr schnell, passt perfekt in den Oktober und lohnt sich zu lesen... besonders für 'Zwischendurch'. 4*

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    -nicole-s avatar
    -nicole-vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Eine tolle Fantasy-Geschichte mit einem besonderen Schauplatz, sehr schön geschrieben!
    Eine tolle Fantasy-Geschichte!

    Eine Junge namens Nobody...

    Eines Nachts wird auf schreckliche Weise eine Familie ausgelöscht. Nur der Jüngste der Familie überlebt durch einen Zufall und gelangt auf den alten Friedhof in der Altstadt - was ihm das Leben rettet. Die dortigen Bewohner - nicht mehr ganz lebendig- nehmen den Jungen liebevoll auf und kümmern sich um ihn. Nobody Owens, wie er genannt wird, wächst zu einem unauffälligen, aber neugierigen Jungen heran, immer umgeben und behütet von den Friedhofsbewohnern, längst verblichenen Gestalten. Doch eines Tages weckt die Welt außerhalb der Mauern Nobodys Interesse. Der geheimnisvolle Silas, der zum Vormund des Jungen ernannt wurde, weiß, dass außerhalb der Friedhofsmauern Gefahr droht. Denn der Mann, der Nobodys Familie zerstört hat sucht noch immer nach ihm...

    "Irgendetwas ging da vor, da war sich Bod sich ganz sicher. In der kalten Winterluft, in den Sternen am Himmel, im Wind, in der Dunkelheit. Es war da, im Wechsel der langen Nächte und der flüchtigen Tage." -Seite 89, eBook

    Das Graveyard-Buch überrascht mit einer sehr interessanten Geschichte: Ein Junge wächst auf einem alten Friedhof auf, umgeben von Geistern und Untoten - die sich aber alle liebevoll um ihn kümmern. Besonders gefallen hat mir hier die Beschreibung des alten Friedhofs: Auf einem Hügel ,voller Geheimnisse und vielen alten, mit Efeu überwucherten Grabsteinen. Spannung ist auch vorhanden, denn Nobodys Leben ist in großer Gefahr...

    Mein Fazit: Eine tolle Fantasy-Geschichte mit einer interessanten Story. Der Junge Nobody erlebt auf dem alten Friedhof so manches Abenteuer. Ein schöner Schreibstil, die Geschichte lässt sich flüssig lesen. Wie oben schon genannt haben mir besonders die detaillierten Beschreibungen des alten Friedhofs gefallen - diesen kann man sich wirklich vorstellen. Die Charaktere sind vielleicht etwas blass, aber dennoch eine gelungene Geschichte, sehr lesenswert! 4,5 Sternchen

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    Bücherwahnsinns avatar
    Bücherwahnsinnvor 3 Jahren
    Das Graveyard Buch - Neil Gaiman

     Wie immer beginne ich mit dem Äusseren, das fällt einem schliesslich auch als erstes ins Auge. Und gehört für mich genau so dazu, darüber zu reden wie über alles andere. Und dieses Cover find ich wieder mal wirklich toll! Ich finde die Illustrationen von Chris Riddell eh speziell und hat mir schon beim Buch "Ada von Goth und die Geistermaus" so gut gefallen. Leider gibts nur in der englischen Ausgabe die illustrierte Version dieses Buches, was ich wirklich sehr schade finde. Da hätte man doch auch was machen können.
    Was aber den Titel angeht, den find ich jetzt nicht grade glücklich. Denn in der Geschichte sucht man nach einem solchen vergebens, ausser man versteht das ganze Buch als das Friedhof Buch. Also die Geschichte über Bod und den Friedhof auf dem er lebt.

    Was den Schreibstil von Neil Gaiman angeht, den mag ich wirklich sehr, auch wenn ich jedes mal beim Neueinstieg, erst wieder dran gewöhnen musste. Eigentlich ist er gar nicht so viel anders als andere Stile aber irgendwie halt doch. Jaja, ich weiss, sehr speziell *gg* Mir hat er auf alle Fälle gefallen und das ist das wichtigste.

    Und was die Geschichte um Bod angeht, die fand ich einfach süss. Bods Familie fällt einem brutalen Mord zum Opfer, doch der Klein kann entkommen. Ganz alleine flüchtete er auf den nahe gelegenen Friedhof wo er als Findelkind von den Bewohnern des Friedhofs aufgenommen und ab diesem Zeitpunkt beschützt wird. Diese Bewohner sind aber keine Friedhofswärter oder Gärtner oder der gleichen, nein, es sind die verstorbenen die dort schon Jahrhunderte begraben liegen. Sie kümmern sich rührend um den Kleinen. Seine Ersatzeltern, die Owens, Silas, sein Vormund der schaut das er immer was zu essen und auch Kleidung hat, und viele andere die mit ihm spielen, ihn Unterrichten und beschützen, den der Mann der seine Familie kaltblütig ermordet hat, ist noch immer auf der Suche nach ihm.

    Bod wird natürlich grösser, und obwohl er nie alleine ist, tolle Abenteuer erlebt und viele interessante Geschichten zu Ohren bekommt, sehnt er sich irgendwann nach lebenden Freunden, nach der Welt jenseits des Friedhofes und setzt sich so bei Silas durch und schafft es das er auf eine normale Schule gehen kann, was aber leider nicht lange ohne schwerwiegende Folgen bleibt.

    Bods Leben ist von Anfang an ein Abenteuer, er kann Dinge die sonst keiner kann. Denn nur er sieht Geister, Gestaltwandler und kann durch Wände gehen und noch mehr. Er lernt viel durch all die tollen Geschichten der Friedhofbewohner, wie die Welt da draussen einmal war, aber eben nicht wie es heute ist. Und je älter er wird, je grösser wird sie Sehnsucht auch mal andere Dinge zu sehen, zu lernen. Diese Chance stellt sich in dem Moment als er die Schule besuchen kann, was aber leider nicht lange währt.

    Es kommt die Zeit wo er nicht nur "frei" sein will, mehr vom Leben sehen möchte, sondern auch den Mörder seiner Familie finden will um sich zu rächen...

    Mein Schlussfazit
    Wie gesagt, mir hat die Geschichte sehr gut gefallen. Eine Geschichte über Familie, Freunde und Vertrauen. Aber wie das Leben eben so ist, es geht auch ums loslassen, seinen eigenen Weg finden und sich Gefahren stellen wenn sie einem in den Weg kommen. Und es geht natürlich auch darum, Entscheidungen zu treffen.  

    Ich bin mir aber nicht sicher ob das Buch schon ab 10 geeigent ist. Ich würde es wirklich erst ab 13 empfehlen, einfach weil es doch ziemlich komplex und nicht immer so einfach zum lesen ist.

    Ich kann euch das Buch nur empfehlen. Es lohnt sich auf alle Fälle.

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    Nespavanjes avatar
    Nespavanjevor 3 Jahren
    Geister, Friedhof und Vampire

    Nächtens ermordet ein Mann eine ganze Familie. Nur das jüngste Kind kann fliehen und flüchtet zum Friedhof. Hier gehen gute Geister um, die dem kleinen Jungen helfen. Der Junge wird Nobody Owens (=was für ein herrliches Wortspiel) getauft und zu seinem eigenen Schutz wird ihm verboten den Friedhof zu verlassen. Die Häscher seiner Familie sind aber noch immer da draußen und seine Freunde vom Friedhof, nicht nur Geister sondern auch andere übernatürliche Wesen gehören von nun an dazu, bereiten ihn auf das da draußen gut vor.


    Eines vorweg: Ich bin, was die Werke von Neil Gaiman angeht, ein Spätzünder, ein Fan der zweiten Stunde. Aber es gibt kaum ein von ihm geschaffenes Werk, dass mich nicht sofort in den Bann gezogen hätte und von dem ich nicht fasziniert gewesen wäre. Manche Romane besitze ich sogar in mehreren Ausführungen. Manche in englisch, manche als eBook, und manche, weil es die jeweilige Ausgabe ist, die dem Romancier selbst sehr gut gefallen haben. (American Gods, z.B.) Ich bin jetzt nicht gerade der Comic- oder Graphik Novel Fan, aber nachdem Gaimans Werke einen besonderen Status in meinem Bücherregal genießen, kommen oben genannte natürlich in meine Sammlung dazu. Das Graveyard Buch hab ich bereits in Romanform als eBook gelesen, hat u.a. mehrere Auszeichnungen bekommen, den Hugo Award und die Carnegie Medal, und nachdem ich nun gesehen habe, dass der Eichborn Verlag dieses Werk als Graphic Novel herausgegeben hat, konnte ich gar nicht anders und hab sofort zugeschlagen. Was soll ich großartig um den heißen Brei herumreden: Mir hat es sehr gut gefallen! Wie oben bereits erwähnt gibt es dieses Werk in verschiedenen Ausgaben, als Comic-Reihe, als Jugendroman und eben nun in dieser zuletzt erschienenen Graphic Novel. Es beruht auf der Comic-Reihe, die von sieben unterschiedlichen Illustratoren stammt und das ist meinem geübten Auge sofort aufgefallen. Bei manchen sticht der Unterschied deutlich hervor, bei anderen weniger. Dabei haben aber alle eines gemeinsam: Sie sind sehr detailverliebt und durchgehend farbig.

    Die Erzählung an sich ist eine Hommage an das Dschungelbuch von Kipling, soweit man einer Buchbesprechung im Internet glauben schenken darf. Ich muss gestehen, dass der genannte Kinderbuchklassiker, bisher an mir vorüber gegangen ist. Dieser Umstand wird aber demnächst geändert. Kurzweilig und Fantasievoll ist – Das Graveyard Buch – aber allemal. Wer jetzt noch nicht Blut geleckt hat und sich noch immer nicht sicher ist, was er von Gaiman lesen soll, dem kann ich im Besonderen – American Gods Directors Cut – und – Der Ozean am Ende der Straße – empfehlen. Letzteres wurde mir vom Meister Neil Gaiman persönlich signiert und hat nun einen besonderen Platz in meinem Bücherregal bekommen.

     


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