Neil Gaiman Neverwhere

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Inhaltsangabe zu „Neverwhere“ von Neil Gaiman

Richard Mayhew is an unassuming young businessman living in London, with a dull job and a pretty but shrewish fiancee. Then one night he stumbles upon a girl lying on the sidewalk, bleeding. He stops to help her, and his life is changed forever.Soon he finds himself living in a London most people would never have dreamed of - a city of monsters and saints, murderers and angels. It is a world that exists entirely in a subterranean labyrinth of sewer canals and abandoned subway stations. And it is the home of Door, the girl whom Richard rescued, and whom - if he is ever to return home - he must now help in her mission to preserve this strange underworld kingdom from a mysterious figure determined to destroy it.If Tim Burton rewrote Phantom of the Opera, if Jack Finney had a dark side, if you rolled up the best of Clive Barker, Peter Straub, and Caleb Carr into one, you still wouldnt have Neil Gaiman. In NEVERWHERE, he delivers one of the most absorbing reads to come along in years.

EIgentlich hält sich Gaiman einfach an ein Standardrezept für gutes Geschichtenerzählen. Aber das macht er SO gut!!!! Ich will mehr!

— Phliege
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Gaimans Urban Fantasy Meisterwerk.

— Originaldibbler
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  • Klasse!

    Neverwhere
    Hallorin

    Hallorin

    Ich habe das Buch in kürzester Zeit durchgeschmökert - ich konnte nicht anders :) Und nun würde ich am liebsten sofort aufbrechen und an den Orten des Geschehens, z.B. den U-Bahn-Stationen, auf den Pfaden Richards wandeln... Wer keine Zwerge, Orks und Elfen benötigt, wird mit dieser Urban Fantasy bestens bedient sein. An skurrilen Einfällen mangelt es dem Autor nicht und alles ist zu einer höchst ungewöhnlichen Geschichte verwoben.

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    • 5
  • Fantastische Fantasy fernab vom Mainstream!

    Neverwhere
    Estel90

    Estel90

    09. August 2014 um 10:40

    Inhalt: Richard Mayhew ist Schotte, der nach London gezogen ist und dort ein ganz normales und vielleicht etwas langweiliges Leben führt. Er hat einen passablen Job, eine nette Wohnung und eine bildhübsche erfolgreiche Verlobte, die permanent versucht, sein Leben ebenfalls erfolgreich zu gestalten. An einem Tag, der schlimmer gar nicht laufen könnte, ist Richard eigentlich mit seiner Verlobten auf dem Weg zu einem - für sie - wichtigen Geschäftsessen, als er über eine verletzte junge Frau stolpert. Entgegen der Wünsche seiner Verlobten, will er ihr helfen und hält sich dabei sogar an die sonderbare Forderung, keinen Krankenwagen oder gar die Polizei zu holen. Er lässt spontan seine Partnerin stehen und bringt die Verletzte zu sich in die Wohnung, wo er versucht ihr zu helfen. Die Hilfe sieht jedoch ganz anders aus als er sich das dachte - er hatte bestimmt nicht damit gerechnet, dass sie eine Ratte oder eine Taube zur Kommunikation mit einem merkwürdigen Marquis beinhaltet - und Richards Leben wird dadurch nicht nur wesentlich turbulenter als bisher, sondern auch wesentlich gefährlicher. Die junge Frau, deren Leben er gerettet hat, wird nämlich von zwei Halunken gesucht, die ihren Tod wollen und die auch schon ihre Familie getötet haben. Doch dahinter scheint noch mehr zu stecken und Richard gerät nicht nur in ein eigenartiges zweites London, sondern auch in eben diesen Kampf um das Leben des Mädchens. Mein Eindruck: Kurz und bündig: Bei diesem Buch wurde mir zu keinem Zeitpunkt langweilig, die letzten 200 Seiten habe ich an einem Tag verschlungen. Gaiman schreibt mit typisch britischem Humor und hat mich so mehrmals zum Lachen gebracht. Richard Mayhew ist einfach eine grandiose Figur und mich hat neben seinen ironischen und sarkastischen Gedanken besonders die Charakterentwicklung begeistert. Genauer kann ich diese hier leider nicht beschreiben, sonst flechte ich vermutlich zu viele Spoiler mit ein. Aber nicht nur Richard ist eine interessante Romanfigur, auch die anderen Charaktere waren erfrischend originell und die gesamte Geschichte ist zwar typisch für Fantasy (Gut gegen Böse, wenige Chancen gegen übermächtigen Mastermind etc.), war jedoch kein Abklatsch bekannter Bestseller. Vermutlich ist es eher umgekehrt, dass manch einer bei Gaiman abkupfert... Fazit: Wer Lust auf Fantasy mit britischem Flair hat, eine mitreißende Geschichte mit vielen unerwarteten Wendungen sucht, ist bei "Neverwhere" genau richtig. Ich kann es nur absolut jedem empfehlen. Kurzum: Gaiman ist ein Neuzugang bei meinen Lieblingsautoren und "Neverwhere" kommt zu meinen Lieblingsbüchern ins grüne Billy. Mehr geht nicht. 5 von 5 Sternen.

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  • Fantastische Fantasy fernab vom Mainstream!

    Neverwhere
    Estel90

    Estel90

    09. August 2014 um 10:40

    Inhalt: Richard Mayhew ist Schotte, der nach London gezogen ist und dort ein ganz normales und vielleicht etwas langweiliges Leben führt. Er hat einen passablen Job, eine nette Wohnung und eine bildhübsche erfolgreiche Verlobte, die permanent versucht, sein Leben ebenfalls erfolgreich zu gestalten. An einem Tag, der schlimmer gar nicht laufen könnte, ist Richard eigentlich mit seiner Verlobten auf dem Weg zu einem - für sie - wichtigen Geschäftsessen, als er über eine verletzte junge Frau stolpert. Entgegen der Wünsche seiner Verlobten, will er ihr helfen und hält sich dabei sogar an die sonderbare Forderung, keinen Krankenwagen oder gar die Polizei zu holen. Er lässt spontan seine Partnerin stehen und bringt die Verletzte zu sich in die Wohnung, wo er versucht ihr zu helfen. Die Hilfe sieht jedoch ganz anders aus als er sich das dachte - er hatte bestimmt nicht damit gerechnet, dass sie eine Ratte oder eine Taube zur Kommunikation mit einem merkwürdigen Marquis beinhaltet - und Richards Leben wird dadurch nicht nur wesentlich turbulenter als bisher, sondern auch wesentlich gefährlicher. Die junge Frau, deren Leben er gerettet hat, wird nämlich von zwei Halunken gesucht, die ihren Tod wollen und die auch schon ihre Familie getötet haben. Doch dahinter scheint noch mehr zu stecken und Richard gerät nicht nur in ein eigenartiges zweites London, sondern auch in eben diesen Kampf um das Leben des Mädchens. Mein Eindruck: Kurz und bündig: Bei diesem Buch wurde mir zu keinem Zeitpunkt langweilig, die letzten 200 Seiten habe ich an einem Tag verschlungen. Gaiman schreibt mit typisch britischem Humor und hat mich so mehrmals zum Lachen gebracht. Richard Mayhew ist einfach eine grandiose Figur und mich hat neben seinen ironischen und sarkastischen Gedanken besonders die Charakterentwicklung begeistert. Genauer kann ich diese hier leider nicht beschreiben, sonst flechte ich vermutlich zu viele Spoiler mit ein. Aber nicht nur Richard ist eine interessante Romanfigur, auch die anderen Charaktere waren erfrischend originell und die gesamte Geschichte ist zwar typisch für Fantasy (Gut gegen Böse, wenige Chancen gegen übermächtigen Mastermind etc.), war jedoch kein Abklatsch bekannter Bestseller. Vermutlich ist es eher umgekehrt, dass manch einer bei Gaiman abkupfert... Fazit: Wer Lust auf Fantasy mit britischem Flair hat, eine mitreißende Geschichte mit vielen unerwarteten Wendungen sucht, ist bei "Neverwhere" genau richtig. Ich kann es nur absolut jedem empfehlen. Kurzum: Gaiman ist ein Neuzugang bei meinen Lieblingsautoren und "Neverwhere" kommt zu meinen Lieblingsbüchern ins grüne Billy. Mehr geht nicht. 5 von 5 Sternen.

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  • DAS Meisterwerk der Urban Fantasy

    Neverwhere
    Originaldibbler

    Originaldibbler

    "Richard Mayhew is a plain man with a good heart - and an ordinary life that is changed forever on a day he stops to help a girl he finds bleeding on a London sidewalk. From that moment forward he is propelled into a world he never dreamed existed - a dark subculture flourish in abandoned subway stations and sewer tunnels below the city -- a world far stranger and more dangerous than the only one he has ever known..." So weit der sehr treffende Klappentext. In diesem Meisterwerk der Urban Fantasy entführt Gaiman seine Leser in das bizarre und düstere "London Below", die "Stadt" unter London, die im Wesentlichen die Abwasserkanäle und (verlassenen) U-Bahn-Schächte umfasst und von allerhand merkwürdigen Charakteren bewohnt wird. In diese Welt gerät der ganz normale Richard. Für die Bewohner des regulären London plötzlich so gut wie unsichtbar begleitet er die frisch verwaiste Door durch ein Abenteuer an dessen Ende, so seine Hoffnung, die Rückkehr in sein altes Leben stehen könnte. Eine der Grundideen des Buches ist, dass die Namen aller U-Bahnstationen eine Bedeutung haben, die sich im London Below wiederfinden. Also nehmt euch in Acht vor den Schäfern von Sheperd's Bush! Das Buch ist eines meiner absoluten Lieblingsbücher und eines der wenigen Bücher, die ich mehrmals gelesen habe. Wer Phantastik mag und gerne in fremde und doch vertraute Welten abtaucht, kann hier meiner Meinung nach nichts falsch machen!

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    • 3
    Originaldibbler

    Originaldibbler

    08. August 2014 um 00:53
  • Mind the Gap!

    Neverwhere
    CitizenWeasel

    CitizenWeasel

    Nur Neil Gaimen schafft das Kunststück, einem zwei nur sehr andeutungsweise menschliche Killer mit Faible für Zerstückelungen und das genüssliche Verspeisen lebender Weichtieren richtig ans Herz wachsen zu lassen. „Neverwehre“ erzählt eine packende Geschichte voll faszinierender Charaktere und bietet dabei eine ganz wunderbar fantastische Perspektive auf alltägliche Dinge und das moderne London. Lesen!   

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    • 2
    Arun

    Arun

    22. May 2014 um 15:46
  • Neverwhere (Niemalsland) - Neil Gaiman

    Neverwhere
    Lesen_ist

    Lesen_ist

    Klappentext (frei übersetzt): Unter den Straßen Londons gibt es in verlassenen U-Bahnhöfen und Geisterzügen, Katakomben und Kanälen eine bizarre Welt zwischen Wirklichkeit und Traum – bevölkert von Ungeheuern und Heiligen, Mördern und Engeln, Rittern in eiserner Rüstung und leichenblassen Schönheiten in schwarzem Samt. Im Niemalsland erlebt der junge Londoner Geschäftsmann Richard Mayhew, was jemandem passiert, der einem fremden, verletzten Mädchen auf der Straße zu Hilfe eilt … Die Geschichte: Richard Mayhew zieht von Schottland nach London, um einen neuen Job anzutreten. Drei Jahre später wohnt er in seinem kleinen Apartment, ist ganz gut in seinem Job und mit einer wunderschönen Frau namens Jessica verlobt. Jessica ist recht dominant, aber scheinbar stört ihn das nicht so sehr. Auch die Verlobung war ihre Idee. Sie sieht viel Potenzial das, durch die richtige Frau geleitet, ihn mit der Zeit zum guten Heiratsmaterial macht.  Ausgerechnet an dem Abend wo er Jessicas Vorgesetzten treffen soll stolpert vor ihnen ein junges Mädchen auf den Gehsteig. Sie ist offensichtlich verletzt und Richard will ihr helfen obwohl Jessica meint, sie gehen einfach weiter. Richard kann nicht anders, er kann das Mädchen nicht einfach am Gehsteig liegen lassen. Meine Meinung: Ich konnte dieses Buch letzte Nacht nicht mehr aus der Hand legen. Um 2 Uhr morgens ist meine Reise mit Richard zu Ende gewesen. Ich war zwar etwas traurig aber auch sehr zufrieden. Es ist das zweite Buch von Neil Gaiman das ich gelesen habe, und er steht jetzt ganz oben auf der Liste meiner Lieblingsautoren. Ich wurde durch den Erzähler entführt. Ich fiel durch einen Riss von »London Oben« nach« London Unten« und ich liebte jede Minute davon. Die Vorstellung, dass es unterhalb der Stadt eine zweite Bevölkerung gibt, erscheint im ersten Step absurd. Im zweiten Step wird man davon angezogen, fasziniert von der Vorstellung dieser magischen »Unterwelt«. Mystische Gestalten, Grafen, Ungeheuer, Engel, Wesen, die einem das Leben aussaugen – nur um ein paar zu nennen – bevölkern diese parallele Stadt. Dem Sog kann man nicht widerstehen und wird hinabgezogen in die Dunkelheit, die doch so farbenprächtig und lebendig ist. Richard Mayhew, dessen Geschichte hier erzählt wird, ist ein eher passiver Mensch. Schon wie er sich von seiner Verlobten Jessica herumschubsen lässt, zeigt, wie inaktiv er sein Leben lebt. Ein Abend, der so wichtig ist für Jessica, geht buchstäblich den Bach runter, als Richard das junge Mädchen nicht einfach liegen lassen kann. Durch diese einfache Tat wird sein Leben auf eine Weise verändert, die er in seinen kühnsten Träumen nie für möglich gehalten hätte. Richard durchlebt eine Zeit voll mit unfassbaren Ereignissen, sowohl berauschend als auch extrem beängstigend. Er wird nie wieder der sein, der er einmal war. Sehr bald wird Richard mit zwei Männern konfrontiert; Mr. Croup und Mr. Vandemar. Allein die Wortwahl von Mr. Croup ist ein Genuss! Er ist kein guter Mensch, ganz im Gegenteil, aber er liebt Worte und seine gehobene Sprache ist königlich. Seine umschweifenden Beschreibungen, Metaphern und vornehme Formulierungen, zergehen auf der Zunge wie Schokolade. Der eklatante Unterschied zwischen seinem Wesen und seinem Sprachvermögen ist einfach faszinierend. Neil Gaiman hat jeden einzelnen Charakter der erscheint, meisterhaft ins Bild gesetzt. Keiner ähnelt dem andern, von überaus vornehm bis absolut skurril ist alles dabei.  Jeder Schauplatz ist so vortrefflich beschrieben, dass man die Atmosphäre spürt. Man wird in eine Welt versetzt jenseits aller Realität und will gar nicht wieder raus. Die Geschichte ist so facettenreich und fantasievoll, dass man als Leser nur so staunt. An manche Stellen im Buch geht es extrem brutal zu, mit viel Gewalt und noch mehr Blut. Zum Glück für empfindliche Mägen nicht allzu häufig. Vermehrt kommt der herrliche schwarze Humor zum Tragen. Neil Gaiman ist in meinen Augen ein meisterhafter Erzähler der einen entführt und verzaubert. Das Ende der Geschichte ist eher leise aber so passend, selbstverständlich und stimmig. Als Leser nimmt man Abschied von Richard, seinen Begleitern in diesem Abenteuer und von einer faszinierenden Welt unterhalb Londons. Man ist zufrieden.

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    • 2
    CitizenWeasel

    CitizenWeasel

    09. October 2013 um 20:11
  • Der glücklose Therapeut - Noam Shpancer

    Neverwhere
    Lesen_ist

    Lesen_ist

    09. October 2013 um 14:09

    Klappentext: Zu David Winter kommen Menschen, die in ihrem Leben in eine Sackgasse geraten sind. Sie erhoffen sich von dem Therapeuten, dass er ihnen den Weg zurück in die Normalität bahnt. Doch dann übernimmt er den Fall eines schwer depressiven Versicherungsangestellten und ist zum ersten Mal in seinem Berufsleben überfordert. Als auch seine Familie ihm immer mehr entgleitet, ringt er verzweifelt um Kontrolle – und begeht eine therapeutische Todsünde. Die Geschichte: David Winter ist Psychologe. Seine Klienten sind hauptsächlich »nur« depressiv. Er hat es sich recht bequem gemacht in seinem Leben, sowohl beruflich als auch privat. Seine Frau Alex ist mit ihrer gemeinsamen Tochter Samantha zu Hause geblieben, die aber jetzt ausgezogen ist und zur Universität geht. Alex möchte nun einer Arbeit nachgehen. Also gibt es einige Veränderungen im Leben von Dr. Winter. Dann gibt es den Klienten Barry Long, einen schwer depressiven Versicherungsangestellten. Er hat bereits einen Selbstmordversuch hinter sich. Barry kommt nicht regelmäßig und was er so von sich gibt, deutet darauf, dass er nicht die Wahrheit sagt. Meine Meinung: David Winter ist der Protagonist in dieser Geschichte und erzählt aus der Ich-Perspektive. Der Schreibstil ist angenehm zu lesen ohne lange, komplizierte Sätze. Ich kam aber nur sehr schwer in diese Erzählung rein. Wahrscheinlich war es die Erwartungshaltung wieder einmal, die mich etwas anderes erhoffen ließ. Mit Dr. David Winter selbst bin ich nicht so richtig warm geworden. Es gab schon Abschnitte im Buch, wo ich wirklich Mitleid mit ihm hatte, aber eigentlich dachte ich mir dann auch »Du bist selbst schuld!« Der ganze Charakter ist etwas schwammig, nicht greifbar. Ich hatte nie wirklich ein Bild von ihm Barry Long, der schwer depressive Versicherungsangestellte, ist greifbar. Er tritt wesentlich weniger auf in der Geschichte, als ich es mir gewünscht hätte, aber man bekommt ein deutliches Bild geliefert. Ich habe schon relativ früh in der Erzählung geahnt, wo die Wahrheit liegt, was Lüge ist und was er tun wird. Ich bin kein Psychologe und natürlich weiß ich keine exakte Diagnose für so einen Patienten, aber hier hat mich nichts wirklich überrascht. Relativ bald sagt er während einer Sitzung »Das Licht ist aus und niemand ist zu Hause«. Das lässt bei mir als Nicht-Psychologe die Alarmglocken läuten! Am absolut Sympathischsten im ganzen Buch ist Dr. Winters Mentor Dr. Helprin. Ein kauziger, älterer Psychologe, der im Larson P. Clark Mental Hospital arbeitet, wo David Winter ein Jahr lang in der geschlossenen Abteilung auch gearbeitet hat. Helprin hält sich kein Blatt vor dem Mund und sagt was er denkt, direkt und ohne Umschweife. David besucht ihn relativ oft, um zu reden und diese Gespräche sind bis zu einem gewissen Grad sehr interessant. Sie verschaffen einem einen tieferen Einblick in die Psychologie. Doch mir war es manchmal einfach zu viel. Ich habe zwar jetzt ein besseres Verständnis für die ganze Thematik, aber weniger hätte auch gereicht. Ich wollte nicht Psychologie studieren. Hier gehen die Meinungen sicher auseinander. Manchen geht es zu wenig in die tiefe, mir war es zu langatmig. Meine Gedanken sind abgeschweift zu »Was koche ich heute Abend«, oder Ähnliches, sodass ich einen Absatz zwei oder drei Mal gelesen habe. Aber meine Erwartung war eine spannende Geschichte anhand vom Text auf der Rückseite. Die therapeutische Todsünde ließ mehr Spannung erwarten als dann tatsächlich aufgetreten ist. Es gab auch lustige Elemente! Die Gespräche die Dr. Winter mit seinem Vorgesetzten Dr. John Savoia geführt hat, meistens bei einem Glas Wein, waren recht unterhaltsam. Mein Eindruck von Dr. Savoia; er ist ein Wohlstands-Schnösel! Immer fein herausgeputzt und manikürt ist sein Lieblingsthema Wein. Dr. Winter hat wenig übrig dafür und lässt ihn das auch wissen; »Reden wir wieder über Wein? Bitte sag mir, dass wir nicht schon wieder über Wein reden, John« Wer sich für Psychologie, bipolare Störungen oder Schizophrenie interessiert wird dieses Buch wirklich gerne lesen. Es ist teilweise auch wirklich interessant, und weil ich nun manches besser verstehe, gebe ich dem Buch doch noch 3 von 5 Sternen. Zu mehr konnte mich das Buch nicht überzeugen, leider. Ich habe mir weniger Psychologieunterricht und mehr Spannung erwartet.

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  • Veverwhere (Niemalsland) - Neil Gaiman

    Neverwhere
    Lesen_ist

    Lesen_ist

    23. September 2013 um 16:59

    Klappentext (frei übersetzt): Unter den Straßen Londons gibt es in verlassenen U-Bahnhöfen und Geisterzügen, Katakomben und Kanälen eine bizarre Welt zwischen Wirklichkeit und Traum – bevölkert von Ungeheuern und Heiligen, Mördern und Engeln, Rittern in eiserner Rüstung und leichenblassen Schönheiten in schwarzem Samt. Im Niemalsland erlebt der junge Londoner Geschäftsmann Richard Mayhew, was jemandem passiert, der einem fremden, verletzten Mädchen auf der Straße zu Hilfe eilt … Die Geschichte: Richard Mayhew zieht von Schottland nach London, um einen neuen Job anzutreten. Drei Jahre später wohnt er in seinem kleinen Apartment, ist ganz gut in seinem Job und mit einer wunderschönen Frau namens Jessica verlobt. Jessica ist recht dominant, aber scheinbar stört ihn das nicht so sehr. Auch die Verlobung war ihre Idee. Sie sieht viel Potenzial das, durch die richtige Frau geleitet, ihn mit der Zeit zum guten Heiratsmaterial macht.  Ausgerechnet an dem Abend wo er Jessicas Vorgesetzten treffen soll stolpert vor ihnen ein junges Mädchen auf den Gehsteig. Sie ist offensichtlich verletzt und Richard will ihr helfen obwohl Jessica meint, sie gehen einfach weiter. Richard kann nicht anders, er kann das Mädchen nicht einfach am Gehsteig liegen lassen. Meine Meinung: Ich konnte dieses Buch letzte Nacht nicht mehr aus der Hand legen. Um 2 Uhr morgens ist meine Reise mit Richard zu Ende gewesen. Ich war zwar etwas traurig aber auch sehr zufrieden. Es ist das zweite Buch von Neil Gaiman das ich gelesen habe, und er steht jetzt ganz oben auf der Liste meiner Lieblingsautoren. Ich wurde durch den Erzähler entführt. Ich fiel durch einen Riss von »London Oben« nach« London Unten« und ich liebte jede Minute davon. Die Vorstellung, dass es unterhalb der Stadt eine zweite Bevölkerung gibt, erscheint im ersten Step absurd. Im zweiten Step wird man davon angezogen, fasziniert von der Vorstellung dieser magischen »Unterwelt«. Mystische Gestalten, Grafen, Ungeheuer, Engel, Wesen, die einem das Leben aussaugen – nur um ein paar zu nennen – bevölkern diese parallele Stadt. Dem Sog kann man nicht widerstehen und wird hinabgezogen in die Dunkelheit, die doch so farbenprächtig und lebendig ist. Richard Mayhew, dessen Geschichte hier erzählt wird, ist ein eher passiver Mensch. Schon wie er sich von seiner Verlobten Jessica herumschubsen lässt, zeigt, wie inaktiv er sein Leben lebt. Ein Abend, der so wichtig ist für Jessica, geht buchstäblich den Bach runter, als Richard das junge Mädchen nicht einfach liegen lassen kann. Durch diese einfache Tat wird sein Leben auf eine Weise verändert, die er in seinen kühnsten Träumen nie für möglich gehalten hätte. Richard durchlebt eine Zeit voll mit unfassbaren Ereignissen, sowohl berauschend als auch extrem beängstigend. Er wird nie wieder der sein, der er einmal war. Sehr bald wird Richard mit zwei Männern konfrontiert; Mr. Croup und Mr. Vandemar. Allein die Wortwahl von Mr. Croup ist ein Genuss! Er ist kein guter Mensch, ganz im Gegenteil, aber er liebt Worte und seine gehobene Sprache ist königlich. Seine umschweifenden Beschreibungen, Metaphern und vornehme Formulierungen, zergehen auf der Zunge wie Schokolade. Der eklatante Unterschied zwischen seinem Wesen und seinem Sprachvermögen ist einfach faszinierend. Neil Gaiman hat jeden einzelnen Charakter der erscheint, meisterhaft ins Bild gesetzt. Keiner ähnelt dem andern, von überaus vornehm bis absolut skurril ist alles dabei.  Jeder Schauplatz ist so vortrefflich beschrieben, dass man die Atmosphäre spürt. Man wird in eine Welt versetzt jenseits aller Realität und will gar nicht wieder raus. Die Geschichte ist so facettenreich und fantasievoll, dass man als Leser nur so staunt. An manche Stellen im Buch geht es extrem brutal zu, mit viel Gewalt und noch mehr Blut. Zum Glück für empfindliche Mägen nicht allzu häufig. Vermehrt kommt der herrliche schwarze Humor zum Tragen. Neil Gaiman ist in meinen Augen ein meisterhafter Erzähler der einen entführt und verzaubert. Das Ende der Geschichte ist eher leise aber so passend, selbstverständlich und stimmig. Als Leser nimmt man Abschied von Richard, seinen Begleitern in diesem Abenteuer und von einer faszinierenden Welt unterhalb Londons. Man ist zufrieden.

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  • Turn around thrice, widdershins.

    Neverwhere
    sabisteb

    sabisteb

    23. March 2013 um 19:09

    On Friday I had a job, a fiancée, a home, and a life that made sense. (Well, as much as any life makes sense.) Then I found an injured girl bleeding on the pavement, and I tried to be a Good Samaritan. Now I've got no fiancée, no home, no job, and I'm walking around a couple of hundred feet under the streets of London with the projected life expectancy of a suicidal fruit fly. There are hundreds of people in this other London. Thousands maybe. People who come from here, or people who have fallen through the cracks. I'm wandering around with a girl called Door, her bodyguard, and her psychotic grand vizier. We slept last night in a small tunnel that Door said was once a section of Regency sewer.   Drei Jahre lebte der junge Schotte Richard Oliver Mayhew ein nahezu perfektes Leben in London. Ein guter Job und eine reiche, attraktive Verlobte die ihn herumkommandierte und über sein Leben bestimmte füllten seinen Alltag aus. Die Warnung der alten Frau, die ihn am Tag vor seiner Abreise mahnte (Watch out for doors), hatte er mittlerweile vergessen, als er eine verletzte, junge Frau auf der Straße findet. Richard ist ein Gutmensch, er kann Dooreen nicht einfach so auf dem Bürgersteig vor sich hinbluten lassen, davon abgesehen, dass er so gar keine Lust hat, mit seiner Verlobten und deren Chef zu Abend zu essen. Er ahnt nicht, dass Doreen (Door) sein Leben auf den Kopf stellen wird, denn er wird so zu einem Bewohner von London Below, der von den Bewohnern des oberen Londons nicht gesehen und ignoriert wird. Richard bleibt nur eines übrig, er muss Door finden, damit sie ihm hilft, sein Leben zurückzubekommen. Door jedoch hat ganz andere Probleme. Jemand hat ihre ganze Familie ermordet und sie will herausfinden wer es war und warum.   London above ist das London der normalen Menschen. London Below das London der Heimatlosen, der Landstreicher. Es ist schon eine recht direkte Anklage der braven Bürger, dass sie Bewohner von London Below nicht sehen, bis man sie massiv bedrängt, so ist es auch in der Realität für die Obdachlosen, sie sind unsichtbar, obwohl sie sichtbar sind. Sie werden nicht wahrgenommen, bis sie sich bemerkbar machen. So gesehen ist diese Geschichte sogar ein klein wenig sozialkritisch, auch wenn das London Below von Neverwhere eine magische Welt ist. Entbehrungsreich, man lebt von Resten und Abfällen, das Leben ist gefährlich, aber magisch. London Below erinnert stark an eine moderne, düstere, teils albtraumhafte Version von Alice im Wunderland, besonders an den Anfang, als Alice/Richard in einem Gang voller Türen steht und jede Tür in eine vollkommen fremde Welt führt. So ist es auch In London Below, eine Tür in den Abwasserkanälen kann durchaus auf einen Hochhausdach münden und ein leerer U-Bahn Wagon der Zugang zum Hof eines Earls sein und Croup und Waldemar wirken wie mörderische, sadistische Tweedledum and Tweedledee. Neil Gaiman hat noch etwas mit Lewis Carroll gemeinsam. Er schafft in diesem Roman sehr spezielle Charaktere wie Old Bailey oder dem Marquis de Carabas. Andererseits habe ich lange gebraucht, mit den Figuren warm zu werden. Richard ist der klassische Anitheld, der aus seiner heilen Welt gerissen wird und mit mehr Glück als Verstand doch noch Heldentaten verbringt. Door ist irgendwie farblos, auch wenn sie die Begabung hat, Türen zu schaffen und zu öffnen. Das Buch hat einen teilweise sehr speziellen Humor, der auch in der Art begründet ist, wie Neil Gaiman schreibt. Statt klar zu sagen, was Sache ist, neigt er zu teils chaotisch verwirrenden Aufzählungen und Beschreibungen, an die man sich erst gewöhnen muss. So habe ich daher leider Croup und Valdemar bis zum Schluss nicht wirklich auseinanderhalten können, was wohl mit an der Beschreibung lag: „here are four simple ways for the observant to tell Mr. Croup and Mr. Vandemar apart: first, Mr. Vandemar is two and a half heads taller than Mr. Croup; second, Mr. Croup has eyes of a faded china blue, while Mr. Vandemar's eyes are brown; third, while Mr. Vandemar fashioned the rings he wears on his right hand out of the skulls of four ravens, Mr. Croup has no obvious jewelery; fourth, Mr. Croup likes words, while Mr. Vandemar is always hungry. Also, they look nothing at all alike.” Viele der Motive des Buches sind vorhersehbar und bekannt. Wer in Tad Williams Osten Ard im ersten Buch ahnte, was Sache ist, wird auch von Neverwhere nicht überrascht werden.   Aufmerksam geworden bin ich auf die Geschichte eigentlich erst, weil BBC Radio 4 Extra das Buch als Hörspiel mit Starbesetzung vertont hat. Die Moderatoren waren so begeistert, die Macher waren so begeistert, andauernd liefen die Trailer für das Hörspiel, also habe ich mal das Buch gelesen und fand es gerade einmal mittelmäßig. Die Handlung an sich ist eher seicht und vorhersehbar, wie ein klassisches Rollenspiel von löse Aufgabe a, suche Schlüssel, bringe Schlüssel nach Ort B, bestehe auf dem Weg diverse kleine Abenteuer. Die Geschichte gewinnt jedoch, durch ihre subtile Sozialkritik, die nie aufgesetzt ist und nur zwischen den Zeilen mitschwingt und durch die schrägen Charaktere. Möglicherweise kann man mit der Geschichte auch mehr anfangen, wenn man in London war. Die Londoner scheinen ja eine besondere Beziehung zu ihrer Unterwelt zu haben. Für Engländer ist dieses Buch somit sicherlich auf eine Homage an ihre Hauptstadt.

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  • Rezension zu "Neverwhere" von Neil Gaiman

    Neverwhere
    Satire-Circus

    Satire-Circus

    27. January 2012 um 20:29

    Neverwhere - Neil Gaiman „Richard, watch out for Doors!“ You better do Richard, because some Doors aren’t Doors at all and some Doors are rather cracks in reality and I am not sure if you would like what you would find when you’d fall through one of those cracks. Anyway, Richard is not listening to this advice – which is good for us, otherwise this fantastic novel would rather be a short story, skipping all the good stuff – and finds himself in London Below, where you can find all forgotten and lost things, places, people, creatures of reality – of London Above. In his life he lived so far and in his life he was used to live, Richard is a Scottish businessman in London with a beautiful girlfriend and a boring life. But he’s fine. As I said, he’s used to it. Until he finds Door and he decides against his girlfriends order to help her. The next thing he does is trying to get his life back. His job, his girlfriend, his apartment, his reality. Cause he fell through the cracks. I’m not a big fan of classic fantasy stuff. Well, I love LOTR but that’s it (Have to admit I just had to read Harry and Edward, but this is more teeny mainstream stuff than classic fantasy literature). I never got into Pratchett and Narnia makes me feel sick. Which is a shame cause I looooove fairytales. And that’s why I love Neil Gaiman. Thank you sooooo much for your fairytales for grownups, thank you for taking me to other realities where I do not have to fight a battle between elbs and men, where I do not have to slaughter a dragon. Thank you for this beautifully detailed piece of art!

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  • Rezension zu "Neverwhere" von Neil Gaiman

    Neverwhere
    theworldisavampire

    theworldisavampire

    28. March 2011 um 23:53

    Fantasybuch mit ziemlich interessanten Ansätzen, die aber in keinster Weise voll ausgeschöpft werden. Schade! Nach anfänglicher Euphorie (Grundidee: 'fall through the cracks' unter 'London above' befindet sich 'London below', eine recht fantasievolle Welt, aus mittelalterlich anmutenden Händlern, Monstern und wahren Helden) hatte ich das Gefühl, das gesamte Buch nur wie die Hauptfigur durch die gegend zu schlurfen. Hier mal gucken, da mal wundern, Monster besuchen, Mörder treffen, aber ohne jegliche Spannung!

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  • Rezension zu "Neverwhere" von Neil Gaiman

    Neverwhere
    metalmueller1807

    metalmueller1807

    26. March 2011 um 14:56

    Nachdem ich die deutsche Version rasend schnell durchgelesen hatte, sichtete ich noch die englische Ausgabe in Dortmund und sackte sie ein. Bei der deutschen Ausgabe hatte ich ja bereits alles erwähnt. Tolles Buch!

  • Rezension zu "Neverwhere" von Neil Gaiman

    Neverwhere
    der_metzger

    der_metzger

    10. February 2011 um 21:48

    Der bisher schönste und packenste Roman von Neil Haiman.
    Richard Mayhew erlebt das "andere" London unter und in der Stadt. Dieses andere London ist ein fastzinierender Ort voller Gefahren und Abenteuer...
    Seine "Reiseleiterin" ist die wundervolle Door, welche alle Türen öffnen kann.

    nehmt euch in acht vor Engeln, sie sind gefärlich.

  • Rezension zu "Neverwhere" von Neil Gaiman

    Neverwhere
    Affenbrotwald

    Affenbrotwald

    24. September 2010 um 17:05

    Junger Mann hilft verletzem Mädchen und wird dadurch in eine Fantastische Welt hineingezogen, die nicht ohne Gefahren ist.
    Ich liebe dieses Buch einfach!

  • Rezension zu "Neverwhere" von Neil Gaiman

    Neverwhere
    Tequila

    Tequila

    14. June 2009 um 23:08

    Eines der besten Fantasybücher, das ich bis jetzt gelesen habe (und ich lese viele Bücher aus diesem Genre...) - Neil Gaiman schafft in "Neverwhere" eine unheimliche, morbide und unheimlich faszinierende Parallelwelt, die tief unter London angesiedelt ist. Dabei schafft er es, dass man bereits nach wenigen Seiten mit den Figuren mitfiebert. Ich hoffe, Mr. Gaiman schreibt irgendwann eine Fortsetzung dieses rundum gelungen Buches, dass viel zu schnell zu Ende ist.

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