Neil Gaiman Niemalsland

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Inhaltsangabe zu „Niemalsland“ von Neil Gaiman

Richard Mayhew führt ein unaufgeregtes Leben in London, bis ihm eines Tages ein verletztes Mädchen direkt vor die Füße fällt und ihn um Hilfe bittet. Richard willigt ein und gerät dadurch in ein Abenteuer, das er sich in seinen Träumen nicht hätte vorstellen können. Denn Door ist kein gewöhnliches Mädchen, sondern gehört zum verborgenen Reich von "Unter-London". Mit ihr landet Richard in einer Welt, die weit seltsamer und gefährlicher ist, als alles, was er vorher kannte.

Niemalsland ist eine fantastische Hommage an London. Ein wunderbarer Roman!

— Nespavanje
Nespavanje

Ein Skurriles, Verstörendes Märchen; Eines dieser Bücher welches man liest und im Anschluss verzweifelt versucht etwas ähnliches zu finden.

— Zelot
Zelot

Typisch Neil Gaiman - ich liebe einfach seinen Stil, Geschichten zu erzählen und den Charme seiner Charaktere. V.a. den der Antagonisten!

— Bea406
Bea406

Das Leben ist zu kurz - der Roman hat mich auf ganzer Linie enttäuscht. Bestenfalls als Geschenk geeignet, für Leute, die man nicht mag.

— Jewego
Jewego

wieChristoph Marzi, führt und Neil Gaiman in einephantastische Londoner Unterwelt

— phantastische_fluchten
phantastische_fluchten

Absoluter Wow Effekt - aber das Ende!!!

— Pachi10
Pachi10

Abenteuer in London, ein London das niemand bisher betreten hat.

— pandora84
pandora84

Solide, aber irgendwie etwas nervig.

— LillyMunster
LillyMunster

Hat leider überhaupt nicht punkten können; zu viel Personal, zu wenig zusammenhängende Handlung; Probleme werden durch "Wunder" gelöst.

— wandablue
wandablue

Eine Parallelwelt direkt unter unseren Füßen mit vielen mehr oder weniger liebenswerten Gestalten. Lesenswert!

— Buchperlenblog
Buchperlenblog

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  • Komm mit in den Kaninchenbau...

    Niemalsland
    Zelot

    Zelot

    10. July 2017 um 19:47

    Aber ich möchte hier nicht zuviel verraten. Ein Skurriles, Verstörendes Märchen für Erwachsene, Das vor allem durch seine Andersartigkeit und Großartigen Antagonisten im Gedächtnis bleibt. Es ist eines dieser Bücher welches man liest und im Anschluss verzweifelt versucht etwas ähnliches zu finden. Ich Rezensiere hier das Abgebildete Buch aus dem Eichhorn Verlag, aus dem Jahr 2016 für 18Euro.Der Preis ist aufgrund der Illustrationen und der Hochwertigkeit des Buches durchaus Gerechtfertigt. Das Buch hat 430 Seiten und ist Angenehm Groß gedruckt. Das Buch erzählt die Geschichte des etwas zu gutmütigen Richard Mayhew, der aufgrund gerade dieser Eigenschaft in die Verstörende Welt des Unterlondon gerät und verzweifelt darum kämpft in sein Altes langweiliges leben zurück zukehren. Für mich Lebt dieses Buch vor allem durch seine Charaktere die durch die Schreibweise und Handlungen unglaublich gut beschrieben werden. Ich kann mir die Beiden Antagonisten Mister Coup und Mister Vandemar, (Großartige Namen übrigens) Bildlich Vorstellen. Zitat: Ein Fuchs und ein Wolf dachte Richard Unwillkürlich, Der Mann der vorn stand, der Fuchs, war ein bisschen kleiner als Richard. Er hatte, Glattes, fettiges Haar in einem merkwürdigen Organton und eine Bleiche Gesichtsfarbe; und als Richard die Tür öffnete lächelte er breit- und einen Sekunden Bruchteil zu Spät – mit Zähnen die an einen Autounfall auf dem Friedhof erinnerten. Auch die anderen Charaktere werde ich so schnell nicht vergessen. Richard Mayhew ist in diesem Buch das was er eben ist, ein einfacher Junge; aber gerade das macht ihn so Glaubwürdig und Real. Die Idee oder das Grundkonzept, eines Jungen der in eine andere Welt gerät, ist in der tat alles andere als Neu. Trotzdem schafft es der Autor das sein Werk eben doch nicht so wie all die anderen Geschichten ist. Für mich ist dieses Buch Einzigartig und ich ärgere mich schon fast das ich es in 5 Tagen verschlungen habe. Ich würde dieses Buch Jedem Empfehlen der mal etwas „anderes“ lesen möchte, der gerne auch mal das Buch etwas verstört beiseite legt und sich fragt was er da eigentlich gerade gelesen hat; sich aber im nächsten Moment in diese Märchen-artige Geschichte zurück sehnt. P.s: Das ist meine Erste Rezession Liebe Grüße an die wunder Hübsche Buchhändlerin aus dem Thalia wo ich dieses Buch erworben habe.

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  • Und, und, und, und, und – Das Leben ist zu kurz für dieses Werk

    Niemalsland
    Jewego

    Jewego

    12. June 2017 um 12:30

    Vorab sei gesagt: Ich bin niemand, der ein Buch anfängt und es dann nicht zu Ende liest. Auf keinen Fall würde ich eines rezensieren, wenn ich es nicht wenigstens beendet hätte. Und ich habe schon viele schlechte Bücher gelesen.Hierbei komme ich nicht umhin, doch meine Meinung kundzutun. Ich habe über die Hälfte des Romans geschafft und, mit mir ringend, ob ich nicht doch einfach weiterlesen soll, bin  zu dem Entschluss gekommen, dass das Leben zu kurz ist. Tatsächlich bin ich mir aber sicher, dass, hätte ich die übrigen 200 Seiten auch noch hinter mich gebracht, die Liste der Dinge, die mir missfallen haben, nur noch länger geworden wäre, statt dass durch ein überraschend gutes Ende meine Meinung wohlwollender ausgefallen wäre. Seit fünf Tagen verharre ich auf Seite 212 und, obwohl ich Zeit gehabt hätte, brachte ich es nicht über mich, weiterzulesen. Nun aber zum eigentlichen Teil der Rezension: Um erst mal näher auf die Rezensionsüberschrift einzugehen, das wohl am häufigsten gebrauchte Wort war „und“ in diesem Roman. Das ist es sicherlich in vielen, schließlich kehrt es immer wieder, jedoch nicht in solchem Ausmaß. Ein Beispiel (kein Zitat, nur zum Verständnis): Es gab Brot und Marmelade und Käse und Milch und Obst.Statt die Satzteile durch ein Komma zu trennen, wurde hier „und“ bevorzugt. Und ja, es war wirklich so schlimm und keinesfalls übertrieben dargestellt. Ich beziehe mich hierbei übrigens auf die neunte Auflage vom Heyne Verlag, aus dem englischen übersetzt von Tina Hohl. Statt die „Bösewichte“ Vandemar und Croup wurde Tina Hohl die Erzfeindin in diesem Werk. Denn ihre Übersetzung stach nicht nur durch die enorme Nutzung des Wortes „und“ hervor, sondern auch durch ein mangelhaftes Lektorat/Korrektorat. Will sagen: Fehlende Satzzeichen, Buchstabendreher, teilweise ein Wort im Satz in der falschen Zeitform sowie falsch verwendete Groß- und Kleinschreibung. Hinzu kommen, betreffend der Form, zahlreiche Wiederholungen. Auch unabhängig von den immer wiederkehrenden „und“´s auch inhaltlich viele Wiederholungen, die angewandt wurden, als hielte man die Leser für so doof, dass sie sich keine zwei Absätze lang eine Information merken konnten. Wieder als Beispiel: Er reichte ihm ein Glas Wein. [...] Dann trank er einen Schluck Wein, aus dem Glas, das Islington ihm gereicht hatte. Genau so gab es ständig überflüssige Personalpronomen á la: Sie sagte „tralalala“ und sie [...]Dann wurden Schauplätze zu ausführlich beschrieben – nicht mal sinnvoll, stattdessen wurde, vermutlich gewollt poetisch, über die Lichter der Stadt geschrieben. Das zog die Geschichte noch mal so sehr in die Länge, wobei dann an den wichtigen Stellen gespart wurde. Teilweise bekam man nur bruchstückhaft mit, was gerade geschah und wo sich die Figuren aufhielten. Das stand einfach in keinem Verhältnis zueinander. Mal ausschweifend irrelevant und ein anderes Mal fühlte man sich irritiert zurückgelassen mit den wenigen Informationen, die man hatte. Das ist generell häufig aufgefallen; der Text war regelmäßig total verwirrend. Ein Wiedereinstieg, nachdem man das Buch einen Tag zur Seite gelegt hatte, fiel unglaublich schwer. Teilweise war unklar, was eigentlich gerade abgeht, zum Beispiel auf Seite 132 im letzten Absatz kommen sowohl ein neuer Akteur als auch ein neuer Schauplatz ins Spiel, ohne das man weiß, worum es überhaupt gerade geht. Als wäre man unaufmerksam gewesen, hätte einen Namen oder irgend etwas überlesen, das einem hätte Aufschluss geben können. Aber dem war nicht so. In diesem neuen Schauplatz wurde nur mit „Er“ gearbeitet, ohne das man wusste, welcher der Figuren, die man kannte, agierte. Dabei stellte sich im letzten Satz dieses Absatzes erst heraus, dass nicht mal das der Fall war – man kannte ihn nicht. Es war eine neue Figur, von der erzählt wurde und wieder war es an Irrelevanz nicht zu übertreffen und einfach nur unnötig. Das war jetzt viel zur Form, aber ich wüsste auch nicht wirklich etwas, das ich zum Inhalt sagen könnte. Auf den über zweihundert Seiten ist noch nicht viel passiert, schon gar nichts fesselndes. Im Allgemeinen empfand ich den Roman bis dahin als emotionslos und berichtartig aufgebaut, sodass ich nicht wirklich damit warm wurde. Auch habe ich keine Beziehung zu den Charakteren. Wenn einer von ihnen abgemetzelt würde, wäre ich nicht traurig darum. Insgesamt in vielen Aspekten sehr flach und einfach nur eine Enttäuschung. Dies war einer der Romane, bei denen ich mich schwarzärgere, dass er international verlegt wird, wogegen so viele ausgezeichnete Selfpublisher (bspw. Guido Kniesel) eben das bleiben und von den Verlagen abgelehnt werden.Ich rate hier von einem Kauf ab. Das war das erste Buch, seit sehr langer Zeit, das ich nicht beenden konnte und wollte, das will schon was heißen. 

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  • Ein phantastisches Abenteuer ....

    Niemalsland
    engineerwife

    engineerwife

    05. May 2017 um 14:21

    Eigentlich ist das ja so gar nicht mein Genre aber irgendwie hat es dieses Buch auf meinen Stapel ungelesener Bücher – den Hardcore Lesern unter uns auch als SUB bekannt – geschafft. Nun habe ich mich endlich daran gemacht und bin ja wohl absolut verzaubert. Je mehr ich mich rein gelesen hatte in diese Geschichte, desto mehr Kopfkino vom Feinsten begann sich in meinem Kopf zu bilden. Man fiebert mit den Protagonisten, ob sie die Rätsel lösen, die Abenteuer bestehen und vor allem mit dem Leben davon kommen werden. Man fiebert vor allem mit Door, dem Mädchen, das unseren unschuldigen Richard in die Unterwelt katapultiert hat, ob sie nun endlich den Mord an ihrer Familie aufklären kann. Der sehr lebendige Schreibstil dieser „Urban Fantasy“ ließ mich durch die Seiten nur so fliegen. Die Charaktere werden gut beschrieben und man kann die Londoner Unterwelt, das Markttreiben etc. förmlich riechen und spüren. Ob der Hauptdarsteller Richard nach all dem Erlebten je wieder in der Oberwelt zurechtkommen wird? Der Autor hat mich mit diesem Buch neugierig gemacht und ich habe noch ein bisschen recherchiert. Dabei habe ich entdeckt, dass die BBC dieses Buch vor Jahren in einer Miniserie verfilmt hat und … dass der Autor seit 2017 tatsächlich an einem Folgeband arbeitet. Den werde ich natürlich im Auge behalten.Von mir bekommt das Buch, auch für Nicht-Fantasy-Leser eine klare Leseempfehlung.   P.S.: Als ich im Buch mit den Rattensprechern zusammentraf, kam mir gleich ein weiteres zauberhaften Buch in den Sinn: „Firmin – ein Rattenleben“, das mir vor ein paar Jahren auch sehr gut gefallen hatte.

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    • 2
  • Niemalsland...

    Niemalsland
    flausche_fuchs

    flausche_fuchs

    26. April 2017 um 18:23

    Klappentext:Richard Mayhew führt ein unaufgeregtes Leben in London, bis ihm eines Tages ein verletztes Mädchen direkt vor die Füße fällt und ihn um Hilfe bittet. Richard willigt ein und gerät dadurch in ein Abenteuer, das er sich in seinen Träumen nicht hätte vorstellen können. Denn Door ist kein gewöhnliches Mädchen, sondern gehört zum verborgenen Reich von "Unter-London". Mit ihr landet Richard in einer Welt, die weit seltsamer und gefährlicher ist, als alles, was er vorher kannte.Meine Meinung:Wow ! Was war das denn für ein tolles Buch? Dieses Buch führte mich in eine andere Welt - nicht funkelnd und schön, wie man es sich sonst so vorstellt mit anderen Welten, nein eher schmutzig und grau und betrübt.Hier geht es um Richard, der von einer Kleinstadt nach London zieht und dort durch mysteriöse Umstände in Unterlondon landet - Ein London unter dem richtigen London.Man begegnet vielen verschiedenen kautzigen, aber auch gefährlichen Figuren. Einige wachsen einem ans Herz - auch wenn deren Geschichte doch so kurz ist.Am Ende hätte ich es wohl wie Richard gemacht. Auf jeden Fall lesenswert! :) 

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  • Hat mich doch noch überzeugen können!

    Niemalsland
    MsChili

    MsChili

    15. February 2017 um 14:23

    „Niemalsland“ von Neil Gaiman ist in einer Neuauflage erschienen, die ich kürzlich gelesen habe. Das Buch handelt von dem jungen Mann Richard Mayhew, dessen Leben in London ganz durchschnittlich verläuft. Er hat einen Job, eine Freundin, die er heiraten will und eine solide Wohnung in einem passablen Stadtteil. Doch eines Abends gerät sein ganzes Leben aus den Fugen, als ein verletztes Mädchen vor seine Füße fällt und er sich aufopferungsvoll um sie kümmert. Denn dieses Mädchen kommt aus „Unter-London“. Und Richard lernt eine Welt kennen, die seine kühnsten Träume übersteigt.   Die Grundidee des Buches mit einem Gegenstück zur Londoner Oberwelt hat mir gut gefallen und aus diesem Grunde habe ich dieses Buch auch gelesen. Der Autor hat hier wirklich eine geniale, ausgefallen und auch wirklich gefährliche Welt als Gegenstück zum normalen London erschaffen. Es gab viele Überraschungen und auch unerwartete Wendungen, mit denen man so nicht gerechnet hat. Doch teilweise fand ich die Ausdrucksweise bzw. Handlungsweise von Charakteren fast zu eklig, aber ich denke mal das ist einfach Ansichtssache. Für mich hat das oft einfach nicht zu den restlichen Charakteren gepasst, denn Mr. Vandemar und Mr. Croup waren einfach sehr anders. Anfangs hatte ich auch kleinere Startschwierigkeiten, da man direkt in der Geschichte ist und jegliches Vorwissen zu Ober-/Unterlondon fehlt. Doch nach ein paar Seiten hat mich die Geschichte gefesselt und durch unvorhersehbare Wendungen blieb es auch bis zum Schluss spannend. Hier hat der Autor mich mehr als einmal überraschen können.   Alles in allem ein solides Werk, was man definitiv als Fantasyliebhaber lesen sollte.

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  • Absoluter Wow Effekt - aber das Ende!!!

    Niemalsland
    Pachi10

    Pachi10

    30. January 2017 um 19:14

    Niemalsland wurde mir empfohlen da ich Fantasyliteratur mag und es hätte besser nicht sein können. Mir hat weder der Titel noch der Autor was gesagt, aber diesen Autor werde ich in Zukunft im Auge behalten. Zur Geschichte: Richard Mayhew ist eigentlich ziemlich durchschnittlich. Seine oberflächliche Trendsetter-Freundin Jessica zeigt ihm wo es lang geht und wo, wer, wie und wann man "IN" ist. Eines Tages findet er ein verletztes Mädchen auf der Straße, nimmt sie mit nach Hause und hilft ihr und plötzlich befindet er sich mitten in einem Abenteuer. Anfangs ist er ganz und gar nicht begeistert und doch am Ende ist doch eigentlich alles gar nicht so übel. Mich hat die Geschichte von Anfang an in ihren Bann gezogen. Abgesehen davon, dass sie in meiner Lieblingsstadt London spielt, gefällt mir die Idee von Ober- und Unter-London. Es gibt einen Ort wo Menschen die durchs Netz gefallen sind, was wert sind. Sie sind täglich unter uns, aber niemand bemerkt sie. Die Geschichte ist ein richtiges Heldenmärchen: Richard, der Unbedeutende der am Ende die ganze Welt rettet und die Prinzessin abgekommt, bloß da hat der Autor gepfuscht. Ich war noch gar nicht fertig mit der Geschichte, obwohl sie schon aus ist. Wo ist mein "happily ever after"? Trotzdem fand ich die Geschichte genial. Völlig unerwartet hat mich hier ein ganz genialer Fantasyroman überrascht.

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  • eine tolle neue Ausgabe des Debütromans

    Niemalsland
    Steiniline

    Steiniline

    11. January 2017 um 10:27

    ╔═★══════╗Vorab╚══════★═╝Niemalsland ist der Debütroman des Autors, welche ursprünglich schon vor vielen Jahren das erste Mal erschienen ist. Zudem gibt es eine BBC-Miniserie gibt, die ich (noch) nicht gesehen habe, es aber wohl bald nachholen werde. Für mich war es zudem der erste Roman für Erwachsene von ihm, auch wenn ich sonst schon ein paar Werke von ihm kannte.Euch erwartet hier eine leicht abgedrehte Geschichte, bei dem die Schreibart manchmal genauso skurril ist wie das Geschriebene selbst. Kommt mit auf eine Reise in ein ganz anderes London – mit nach Unterlondon.╔═★══════════════════╗Cover & innere Gestaltung╚══════════════════★═╝Das Paperback kommt in einem angenehmen großen Format daher – fast oder genauso groß wie ein Hardcover. Und falls ihr euch jetzt fragt warum es kein Hardcover ist, ich weiß es auch nicht so recht.Zur Ausstattung gehört außerdem eine wunderschöne Klappbroschur, welche Innen ganz wundervoll bedruckt ist und schon ein gutes Feeling für die Geschichte vermittelt.Dazu gesellen sich noch schöne Illustrationen im Text, welche Tiere oder Gegenstände zeigen die eine Rolle im Buch spielen.Hier gibt es aber auch einen großen Wehmutstropfen (vielleicht auch nur für mich): Ebenfalls in diesem Jahr erschien auch im Original eine Neuauflage mit den Illustrationen von Chris Riddell und dieses sind ganz ganz wunderbar und sie zeigen die Charaktere in ganz besonderen Portraits, die nochmal viel mehr und besser zur Stimmung im Buch passen. Saskia Wragge, die Illustratorin der deutschen Ausgabe hat dennoch auf jeden Fall einen guten Job geleistet, aber gegen Chris Riddell ist bei den Werken von Neil Gaiman wahrlich nur schwer anzukommen. Jedenfalls weiß ich nicht, ob diese Ausgaben – die deutschen und die englische – unabhängig voneinander entstanden sind oder vielleicht die Rechte nicht freigegeben wurden. In jedem Fall finde ich es sehr bedauerlich.Falls euch die Originalillustrationen interessieren, dann bemüht Google mit den Suchbegriffen „Chris Riddell Neverwhere“ und gleich der erste Treffer (zumindest derzeit) bringt euch zu der Seite von „The Guardian“ mit einigen (oder allen?) Illustrationen der englischen Ausgabe.╔═★═══════╗Meinung╚═══════★═╝Nun aber zum Inhalt an sich: Willkommen in einer ganz besonderen Geschichte mit ganz besonderen Figuren.Hier begegnen euch richtige Charaktere, die alle ihr Päckchen zu tragen haben und so sind wie sie sind. Der Erzähler führt uns durch die Geschichte die zwar ein Ganzes ist und soweit auch fortlaufend erzählt wird, bei der aber immer wieder andere Figuren bzw. Gruppen im Fokus stehen. Zu einem großen Teil folgen wir aber Richard Mayhew.Gerade war sein Leben noch absolut gewöhnlich, da stolpert auf einmal eine verwundetes Mädchen vor seine Füße und ab diesem Moment war es das mit seinem Leben, wie er es bis jetzt kannte und wird in eine andere Welt gezogen. Er ist nur hilfsbereit, aber das verändert sein Leben zur Gänze und so begeben wir uns mit ihm in das London unter dem London, welches wir kennen. Nach Unterlondon. So unmöglich es klingt so wahr fühlt sich die Erzählung und die Möglichkeit, dass es so existieren könnte, an.Die Art des Erzählens bleibt konsequent die gleiche und man merkt nach den Abschnitten entweder sehr schnell am Inhalt um welchen Strang es sich handelt oder aber, das die Wortwahl auf einmal anders ausfällt bzw. Wortkombinationen anders sind. Es ist so noch besser und authentischer und man kann sich noch besser in die Stimmungen der jeweiligen Szenen hineinversetzen.Wie anfangs erwähnt war dies mein erster Roman von Neil Gaiman. Bei den anderen Büchern habe ich schon gemerkt, dass seine Art eine ganz besondere ist, aber hier merkt man es noch viel deutlicher! Anfangs war ich davon schon ganz schön geplättet, so dass ich ein paar Seiten brauchte um gut hinein zu rutschen, aber dann war es eine wahre Wonne! Absolut besonders und einmalig! Insgesamt habe ich nun drei Bücher gelesen und einen Film gesehen und bin mir ganz sicher, dass alles was aus seiner Feder stammt etwas ganz besonderes ist. Einfach jedes ein Juwel.Ich kann mir auch (leider) gut vorstellen, dass es nicht jeder Manns Gefallen erwecken wird, aber versuchen sollte es jeder. Denn es wäre so schade, wenn diese gewaltigen Welten an einem vorbeiziehen sollten.Seine Ideen und seine Art sind speziell und ich würde auch sagen alle etwas abgedreht und gerade das macht den besonderen Charme aus. Und das abgedreht meine ich definitiv nur positiv, aber mir fällt beim besten Willen kein besseres Wort ein 😊So ist die Idee, dass ein London unter dem eigentlich London existiert schon sehr schön und noch gleich noch besser umgesetzt. Irgendwie ist es London und dann wieder ganz und gar nicht. Allgemein ist dort alles irgendwie … anders. In so ziemlich jeden Bereich, aber dann auch wieder doch nicht so anders. Dazu kommt noch, dass es eine eher düstere Geschichte ist und keine strahlende helle, in der die Helden zufrieden in den Sonnenuntergang reiten.Auf dem Klappentext steht, dass viel mit urbanen Mythen und Legenden gespielt wird. Ein paar wenige konnte ich entdecken und fand es wahnsinnig interessant, endlich zu „erfahren“ warum das so ist oder zumindest sein könnte. Viele habe ich bestimmt nicht entdeckt, einfach weil ich mich nicht so in London oder auch allgemein solchen Mythen auskenne und zum anderen sind sie so dezent verpackt und in die Geschichte eingearbeitet, dass sie einfach dazu gehören und ich gar nicht richtig wusste ob alles selber erdacht ist oder auf solche Geschichten Bezug genommen wurde.Wort wörtlich wird am Ende eine Tür aufgestoßen und es könnte wunderbar in ein neues Abenteuer gestartet werden. Leider hat Neil Gaiman gleich im Vorwort geschrieben, dass es keine Fortsetzung geben, es also ein Einzelband bleiben wird. Obwohl ich das ganz schade finde, ist es dennoch nicht so, dass das Ende unerfüllt wäre. Ich bin glücklich und zufrieden damit, würde gerne selber wieder die Tür öffnen, aber zum Glück habe ich nicht das Bedürfnis, dauernd gegen diese Tür trommeln zu müssen um sie gewaltvoll dazu zu bringen, sich zu öffnen. Wie er das geschafft hat weiß ich nicht, aber es ist perfekt wie es ist.Wie bei Cover & innere Gestaltung geschrieben handelt es sich um eine neue Auflage, welche erstmals ungekürzt ist bzw. sogar noch vorher überarbeitet wurde. Inwiefern der Text sich nun verändert hat und ob man es unbedingt lesen muss, wenn man die alte Ausgabe kennt kann ich hier leider nicht sagen. Doch allein im Vorwort lässt sich schon erahnen, dass es wohl einige Änderungen bzw. auch einfach Ergänzungen gab. So z.B. einen neuen Prolog und eine zusätzlich Geschichte am Ende, wie der Marquis wieder zu seinem Mantel kam, welche erst vor ein paar Jahren geschrieben wurde.╔═★══════╗Kurzum╚══════★═╝Eine besondere Idee trifft auf einen besonderen Schreibstil und zusammen entführt einen diese Geschichte in eine Welt unter dem uns bekannten London, wie wir sie uns wohl noch nie vorgestellt haben.Auch alte Fans werden hoffentlich auf ihre Kosten kommen, bei diesen schönen Illustrationen, dem zusätzlichen Text am Ende und auch hoffentlich auf Grund der Überarbeitung.╔═★═══════════════════╗Wem würde ich es empfehlen╚═══════════════════★═╝Eine ganz klare Empfehlung an alle Urbanfantasyfans, an Leute die gerne besondere Geschichten mögen und natürlich auch alle Fans des Autors.╔═★═════════╗Dankeschön╚═════════★═╝Ganz herzlichen Dank an den Bastei Lübbe bzw. Eichborn Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares.Herzlichst,eure Selena

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  • Wie eine Kugel im Flipperautomat durch eine phantastische Parallelwelt

    Niemalsland
    sapperlot

    sapperlot

    Ich möchte vorab kurz erwähnen, dass ich kein Fantasy Leser bin und wer dieses vielfältige Genre mag und im Gegensatz zu mir den Unterschied zwischen High Fantasy und Urban Fantasy und den anderen Unterkategorien kennt, der wird dieses Buch möglicherweise anders beurteilen als ich das tue. Ganz einfach darum, weil diese Leser über einen umfangreichen Erfahrungsschatz verfügen und diese Geschichte womöglich besser bewerten können oder aus einem anderen Blickwinkel lesen.Mir persönlich hat dieser literarische Ausflug in den Fantasy Bereich gut gefallen und ich kann verstehen, dass dieses Genre viele treue Leser hat. Da ich eher ein Kopfmensch bin, konnte ich mich problemlos in die bodenständige Hauptfigur Richard Mayhew versetzen der unverhofft die uns bekannte Welt verlassen muss und in eine komplett andere Realität katapultiert wird. Indem er einem verletzten Mädchen namens Door hilft, erlebt er Abenteuer in einer Parallelwelt namens Unter-London. In dieser phantastischen Wirklichkeit, in der geltende Normen ausser Kraft und durch surreale ersetzt werden, müssen sich Richard und ich erstmal zurechtfinden. Etliche skurrile, einige bitterböse und manchmal liebenswerte Figuren erscheinen auf der Bildfläche und verschwinden kurz darauf ins Nichts um dann unverhofft wieder aufzutauchen. Ich muss ehrlicherweise gestehen, dass mich dieses zeitweise etwas chaotische, zuweilen sprunghafte hin und her innerhalb der Szenen und der ganzen Geschichten hie und da verwirrt hat. Ich kam mir vor wie die Kugel im Flipperautomat die vom Autor hin und her gespickt wird bis es irgendwann laut klingelt. Das ist aber der einzige Kritikpunkt in einem ansonsten tadellosen Roman und zugleich der Grund, weshalb ich einen Stern in der Wertung in Abzug bringe.Ich habe die "Erstmals Ungekürzte" Ausgabe aus dem Eichborn Verlag gekauft und gelesen. Ein besonderes Lob verdienen die Verlagsmitarbeiter, die dieses Buch mit einem auffallendem Umschlagbild und den Zeichnungen im Inneren so kreativ gestaltet haben. Wenn ein Buch so schön ausstaffiert ist, bin ich gerne bereit auch mal 18.00 Euro für eine broschierte Ausgabe zu bezahlen.Die Geschichte ist irgendwie verrückt, irgendwie crazy, teilweise mit morbidem Humor angereichert aber alles in allem sehr unterhaltsam. Irgendwann in ein paar Dekaden wird man dieses Werk wahrscheinlich zu den Klassikern im Fantasy Genre zählen. Ich könnte diese Ehrung jedenfalls verstehen. Dieser phantastische Roman war mein letztes gelesenes Buch im Jahr 2016 und es bildetet einen würdigen Abschluss meines Lesejahres.

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    • 2
  • Ein wahrer Pageturner!

    Niemalsland
    Sirene

    Sirene

    30. December 2016 um 17:02

    Inhalt: Richard Mayhew führt ein unaufgeregtes Leben in London, bis ihm eines Tages ein verletztes Mädchen direkt vor die Füße fällt und ihn um Hilfe bittet. Richard willigt ein und gerät dadurch in ein Abenteuer, das er sich in seinen Träumen nicht hätte vorstellen können. Denn Door ist kein gewöhnliches Mädchen, sondern gehört zum verborgenen Reich von "Unter-London". Mit ihr landet Richard in einer Welt, die weit seltsamer und gefährlicher ist, als alles, was er vorher kannte.Richard ist vollkommen normal. Sein Leben ist vollkommen normal. Er ist verlobt, mit einer nicht wirklich reizenden Frau und ist eigentlich mit seinem Leben zufrieden...und ein kurzer Moment des Aufbegehrens ändert alles. Von vornerein, er ist ein typischer Protagonist, aus schwach werde stark, aber durch und durch sympatisch. So wie auch er, wird der Leser in das seltsame Reich "Unterlondon" gebracht und es ist das reinste Abenteuer.Auf der Rückseite des Buches steht "Komm mit in den Kanninchenbau...", eine Anspielung auf Alice im Wunderland und nicht ohne Grund. Die Art der Welt, seine Merkwürdigkeit, die Faszination die sie auf den Leser ausübt, fühlt sich wirklich wie Alice im Wunderland an.Das Unterlondon ist ein beeindruckendes Reich, das im Verborgenen existiert und man versteht es nur zum Teil oder denkt, man versteht es. Es gab immer wieder was zu entdecken und definitiv ein Pageturner."Darin warteten sie, bis der Diener jede einzelne Kerze eines Armleuchters entzündet hatte, wie man sie sonst nur auf den Titelseiten von Taschenbüchern sieht, auf denen sich traditionell junge Damen in wallenden Nachthemden daran festklammern, während sie aus der Sorte Herrenhaus fliehen, in dem nur ein einziges Licht in einem Fenster unter dem Dach brennt."Neben den Setting haben mich auch die Charaktere fasziniert, neben unseren lieben Richard, gibt es da Door. Ein Mädchen, eine junge Frau, auf die man es abgesehen hat und mit einer beeindruckenden Fähigkeit, sie kann alle Türen öffnen. Ein weiterer Charakter mit viel Charme ist der Marquise de Carabas, der sie unterstützt und dabei alles gibt. Er ist, so wie viele weitere Personen die auftauchen, einzigartig und zu jedem Charakter aus "Niemalsland" könnte man eine Buch schreiben, so besonders erscheinen sie."Sein Händedruck war enthusiastisch, aber sehr sanft, so als wäre es in der Vergangenheit mehrmals zu Unfällen beim Händeschütteln gekommen. woraufhin er es so lange geübt hatte, bis er es beherrschte."Dieses Buch war mein erster Roman von Neil Gaiman gewesen und der Schreibstil war angenehm flüssig, aber auch mit Humor und elegant. Definitiv wird es nicht mein Letztes sein und leider gibt es keine Fortsetzung zu "Niemalsland", es ist ein Einzelband. Bei der Ausgabe aus dem Jahr 2016, die ich gelesen habe, handelt es sich um eine ungekürzte Neuauflage mit einer Einleitung vom Autor und einigen Illustrationen im Buch. Dazu kommt noch eine Kurzgeschichte über den Marquis de Carabas, die um die 35 Seiten umfasst."Und dann betraten sie die Night's Bridge, und Richard begann, Dunkelheit zu begreifen: Dunkelheit als etwas Fassbares und Reales, so viel mehr als bloß das Fehlen von Licht. Er spürte, wie sie seine Haut berührte, suchend, wandernd, forschend - durch seinen Verstand gleitend. Sie drang in seine Lunge, hinter seine Augen, in seinen Mund..."Wer Lust hat auf ein Abenteuer in einer bizarren Welt, voller seltsamen Gestalten, wie dem Earl, der am Earl's Court residiert, einem gefangenen Engel und sich nicht abschrecken lässt von zwei sehr morbiden und sadistischen Killern, die einem Dicht auf den Fersen sind. Ja, dann sollte man es lesen.Ein fantastischer Roman mit vielen Ideen und packenden Charakteren und und und...!

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    • 3
  • Leider nicht ganz so meins

    Niemalsland
    jess020

    jess020

    13. December 2016 um 17:19

    Neil Gaiman dürfte jedem als einer der bekanntesten Fantasy-Autoren bekannt sein. Nun ist vor kurzem sein Roman „Niemalsland“ erstmals in der ungekürzten Version erschienen. Richard Mayhew führt ein unaufgeregtes Leben in London, bis ihm eines Tages ein verletztes Mädchen direkt vor die Füße fällt und ihn um Hilfe bittet. Richard willigt ein und gerät dadurch in ein Abenteuer, das er sich in seinen Träumen nicht hätte vorstellen können. Denn Door ist kein gewöhnliches Mädchen, sondern gehört zum verborgenen Reich von „Unter-London“. Mit ihr landet Richard in einer Welt, die weit seltsamer und gefährlicher ist, als alles, was er vorher kannte. Auch wenn Neil Gaiman bereits seit Jahren als erfolgreicher und bekannter Autor gilt und mir zwar ein Begriff war, habe ich ihn erst vor zwei Jahren für mich entdeckt. Damals konnte er mich mit „The Graveyard Book“ mehr als überzeugen. „Niemalsland“ hat mich vor allem durch seine Beschreibung und der Idee der zwei Welten sehr neugierig gemacht. Und man bekommt auch gleich beim Einstieg in die Geschichte einen groben Eindruck, was für eine Welt – oder eher was für Welten – den Leser erwarten. Ein junges Mädchen, Door, auf der Flucht vor miesen Männern, die sie verfolgen und alle springen zwischen der Ober- und der Unterwelt hin und her. Diese Idee der zwei Welten, die mich so neugierig gemacht hat, hat mir auch innerhalb der Handlung durchgehend gut gefallen. Genauso mochte ich auch Door als Charakter, während mir Richard mit der Zeit leider immer weniger gefiel und mir schließlich auch eher unsympathisch war. Was die Geschichte im Ganzen angeht, mochte ich diese zwar grundlegend, doch auch wenn mir im Vorfeld bewusst war, dass Gaimans Bücher immer sehr, sehr fantastisch sind, war es mir hier hin und wieder dann doch etwas zu viel davon. Während beispielsweise in „The Graveyard Book“ die vielen fantastischen Elemente etwas Magisches und Spannendes an sich hatten, waren mir die hier verwendeten Elemente – wie etwa die Ratten – doch zu fantastisch und eher gruslig wie eklig, anstatt magisch. Deswegen konnte mich die Handlung letztendlich nicht ganz so begeistern oder gar fesseln, wie es noch am Anfang der Fall war. Dabei mochte ich die Idee wirklich sehr – nur an der Umsetzung hat es für mich dann einfach nicht ausgereicht. Aber, das muss man dazu sagen, liegt das eben auch ausschließlich an meinem ganz persönlichen Geschmack. Wer gar kein Problem mit Fantasy hat, wird sich mit dieser Geschichte nämlich sicherlich vollkommen wohl fühlen. „Niemalsland“ war letztendlich leider nur teilweise nach meinem Geschmack, da ich mit den vielen Fantasy-Elementen nicht so zurecht gekommen bin. Die Idee dahinter ist allerdings große Klasse und gerade Door wird sicherlich jeden Leser für sich begeistern können.

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  • Neuauflage, die zündet

    Niemalsland
    Lizzy_Curse

    Lizzy_Curse

    07. December 2016 um 18:05

    Richard führt ein ganz normales Leben mit einem Job in London und einer Verlobten. Eines Abends stolpert ein Mädchen aus Unterlondon direkt vor seine Füße. Er trifft eine Entscheidung, die sein Leben verändert. Door nimmt ihm mit nach Unterlondon (unfreiwillig) und mit in ein Abenteuer voller Gefahren, Wunder und Türen. Ich habe die Neuerscheinung von Niemalsland genutzt, endlich mit Richard und Door in die unterirdische Welt von London zu versinken. Neil Gaiman ist zumindest für mich ein großer Name, den ich immer lesen wollte, aber nie dazu gekommen bin. Und ich muss sagen, er hat mich mit seiner Welt voller Geheimnisse, Engel und wundersamen Gestalten bezaubert. Doch von vorn: Alles beginnt mit Richard, dem normalen Menschen mit dem normalen Job. Zunächst empfand ich keine sonderlich große Sympathie für Richard. Er war mir ein wenig zu egoistisch, zu sehr bemüht Normal zu sein - obwohl es den Durchschnittsmenschen eigentlich gar nicht gibt. Das einzig heldenhafte, was er zu Anfang leistet, ist ein halbtotes Mädchen von der Straße aufzusammeln. Aber diese Tat schubst ihn ohne das er es eigentlich will, kopfüber in ein neues Leben, da sein Altes ihn nicht mehr haben will. Hier haben wir den Fall, dass der Mensch mit seinen Aufgaben über sich hinauswächst. Mochte ich Richard zu Anfang nicht wirklich, erwischte ich mich in der Mitte des Buches dabei, wie ich mit ihm lachte und mit ihm mitfieberte. Er hatte sich in mein Herz geschlichen. Door mochte ich genauso, doch sie hätte noch ein wenig mehr in den Vordergrund treten können. Sie strahlte in einigen Szenen, doch ich hätte mir wohl gewünscht, dass ich Lady Door im Laufe der Abenteuer noch ein bisschen näher kennen lerne. Auch die Bösewichte bekamen Raum im Buch, was ungewöhnlich ist, ich aber eigentlich für einen klugen Kniff halte, da einem so die Bösen auch ein Stückweit näher kommen (und diese Bösewichte sind wirklich hassenswert!). Die Story nimmt nach einer kurzen Einlaufzeit rasch an Fahrt auf und lädt zum mitfiebern ein. Dieser Einladung bin ich gerne gefolgt und habe mich von der wundersamen Welt von Unterlondon  verzaubern lassen. Neil Gaiman hat eine kuriose, wundersame Welt erschaffen, in der man gerne den Ein oder anderen Blick mehr riskiert (aber Vorsicht! Wer zu locker durch Unterlondon spaziert, könnte darin umkommen!). Die Welt hält an allen Ecken und Enden Wunder bereit, und Kuriositäten. Ich bin normalerweise ehr der Typ, der klassische Fantasy bevorzugt. Aber in diesem Fall war der Weltentwurf weder überzogen noch kindisch, was ich Gaiman hoch anrechne. In die dunkle Welt von Unterlondon würde ich jederzeit wieder einen Ausflug wagen. Ich war begeistert von der Welt und von den Charakteren, die sich still und heimlich in mein Herz gestohlen haben. Trotzdem hat bei mir noch der gewisse Funke zur vollen Punktzahl gefehlt. Kennt ihr ihn? Den gewissen magischen Funken? Dann versteht ihr auch meine Bewertung von vier tollen Sternen für Niemalsland! Ich empfehle es allen, die den Mut besitzen, in die Dunkelheit hinabzusteigen und neue Wunder zu entdecken.   

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  • Hauptsächlich verwirrend.

    Niemalsland
    wandablue

    wandablue

    14. November 2016 um 23:44

    Hauptsächlich verwirrend. "Niemalsland" war ursprünglich eine britische TV-Serie, aus deren Romanvorlage der damalige Regisseur alles Verwirrende herausgestrichen hat. Neil Gaiman nickte dies ab, erzählt er dem Leser im Vorwort. Doch er beschloss, eine Version zu schreiben, in der er jeden einzelnen Einfall beibehält. Ob das so eine gute Idee war? Richard Meyhem ist mit der kalten Jessica verlobt. Er tanzt nach ihrer Pfeife, bis ihm die Lady Door aus der Unterwelt vor die Füße fällt. Warum die Lady Door allerdings plötzlich in der realen Welt sichtbar wurde, ist nur dem Drehbuch geschuldet, keiner vernünftigen Erklärung. Weil Richard der Lady Door hilft, riskiert er den Bruch mit Jessica und landet ebenfalls in Unterlondon. Um dorthin zu gelangen, reicht es aus, sich in einer dunklen Gasse dreimal entgegen dem Uhrzeigersinn zu drehen … ! In Unterlondon geht es zu …alles Denkbare ist möglich. Tumbe Toren verfolgen die Lady Door, die, wie der Name es sagt, Türen öffnen kann auf magische Weise, man trifft sich auf dem Schwimmenden Markt, der jeden Monat an einem anderen geheimen Ort stattfindet, aber irgendwie weiß immer irgendwer wo und durch flüsternde Mundpropaganda weiß es dann jeder. Immer sucht irgendwer irgendwas, ohne dieses Irgendwas kommt man nicht weiter auf der Suche nach einem anderen Irgendwas. Die Währung, mit der man bezahlt, sind Gefälligkeiten, die man sich gegenseitig tut. Es gibt Engel und Dämonen und Tote, die alsbald wieder auferstehen und man geht über Brücken ohne Wiederkehr und Atlantis spielt eine Rolle und die Bestie von London und Richard hat Gefährten, die ihn wirklich mögen, und irgendwann nach zahllosen, sehr verwirrenden Abenteuern kehrt er in seine Welt zurück. Doch wird es ihm dort noch gefallen, wo alles seinen geregelten Gang hat und man in der Unterwelt nie weiß, wer oder was an der nächsten Straßenkreuzung auftaucht und wo nichts ist, wie es scheint? Nach relativ kurzer Zeit habe ich den Überblick verloren, ergötze mich aber hin und wieder an den skurrilen Phantasien des Autors. Als TV-Produktion hat das Ganze bestimmt vorzüglich funktioniert mit all seinen überraschenden Einfällen und Kostümen. Als Roman ist „Niemalsland“ überladen und ziellos. Fazit: Das Märchen der Londoner Unterwelt hat mich nicht so richtig fesseln können, da viel zu unübersichtlich, wobei jegliche Spannung flöten geht. Phantasie allein reicht im Roman nicht aus, Ariadne braucht einen roten Faden, der schnörkelloser zum Ziel führt. Kategorie: Fantasy Verlag: Bastei Lübbe, überarbeitete Version, 2016

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    • 3
  • Fantasievoll, aber nicht meins

    Niemalsland
    Lesefee_booklover

    Lesefee_booklover

    11. November 2016 um 20:40

    Endlich habe ich mich an Neil Gaiman rangewagt. High Fantasy ist nicht immer mein Fall, aber wenn mich der Autor oder die Autorin vollkommen in ihre Welt ziehen kann, liebe ich es!Ich bin nun ein wenig enttäuscht, weil ich mit der Geschichte einfach nicht zurecht kam. Neil Gaiman schreibt toll und fantasievoll! Und gerade die Idee mit einem Unter-London fand ich grandios. Aber dann wurde es auch plötzlich kompliziert. Ich habe wenig verstanden, viele Protagonisten mit seltsamen Namen tauchten auf und ich war einfach raus. Vielleicht war es auch ein Problem, dass es eine männliche Hauptfigur war, in die ich mich einfach nicht hineinversetzen konnte. Fans von gut durchdachten High Fantasy Büchern werden mit "Niemalsland" aber alles richtig machen. Sie finden hier eine spannende Story und ein außergewöhnliches Setting. 

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    • 2
  • Niemalsland - Unheimliche Fantasy mit etwas Horror

    Niemalsland
    -nicole-

    -nicole-

    27. May 2016 um 17:35

    Londons geheime Unterwelt...Richard ist ein junger Mann, lebt in London, ist verlobt und arbeitet erfolgreich im Aktiengeschäft. Doch eine Begegnung verändert sein Leben schlagartig. Als er eines Abends ein junges Mädchen sieht, das verletzt auf dem Fußgängerweg liegt, zögert er nicht lange und hilft ihr. Doch das Mädchen mit dem Namen Door ist kein gewöhnliches Mädchen: Sie kommt aus einer Welt, die sich Unter-London nennt. Plötzlich ist für Richard nichts mehr so wie es mal war, sein ganzes Leben ist buchstäblich verschwunden. So folgt er Door in die geheimnisvolle Welt die tief unter dem London liegt, das wir kennen - und erlebt dort unglaubliches. Doch diese Welt ist alles andere als ungefährlich, Richard wünscht sich bald sein altes Leben zurück..."Und dann bogen sie um eine Ecke und erblickten die Brücke. Es hätte auch eine der Themse-Brücken sein können, dachte Richard; eine riesige steinerne Brücke, die sich über einen Abgrund in die Nacht spannte. Doch darüber war kein Himmel und darunter kein Wasser. Sie stieg empor in die Finsternis." -Seite 84, eBookNiemalsland beginnt ganz harmlos mitten in London - und nimmt dann eine ganz unglaubliche Wendung. Richard wird der Boden unter den Füßen weggerissen, nachdem er einem verletzten Mädchen geholfen hat. Der Leser taucht in eine skurrile und sehr abenteuerliche Welt ein, die Neil Gaiman tief unterhalb Londons erschaffen hat: "Unter-London". Viele unheimliche und faszinierende Wesen leben dort - manche davon sehr gefährlich. Und auch das Mädchen Door hat ein Geheimnis...Mein Fazit: Eine sehr verrückte, aber lesenswerte Geschichte. Beeindruckend ist die Parallelwelt mit ihren skurrilen Bewohnern, die der Autor hier erschaffen hat. Neben viel Fantasy gibt es auch gut gewählte Horror-Elemente, die der Story noch eine zusätzliche unheimliche Atmosphäre geben. Auch die Entwicklung der Geschichte hat mir sehr gut gefallen, es bleibt durchweg spannend und lässt sich dank des lockeren Schreibstils flüssig lesen. Vielleicht sieht man nun die Londoner U-Bahn-Schächte nach diesem Buch mit anderen Augen. ;) Es warten einige Überraschungen!

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  • Challenge: Literarische Weltreise 2016

    Euphoria
    Ginevra

    Ginevra

        Liebe Lovelybookerinnen und –booker, habt Ihr Lust, im Jahr 2016 auf Weltreise zu gehen – literarisch gesehen? Dann begleitet mich durch 20 verschiedene Lese- Regionen! Die Aufgabe besteht darin... -  12 Bücher in einem Jahr zu lesen;-   Mindestens 10 verschiedene Regionen auszuwählen (zwei Regionen dürfen also doppelt vorkommen);-   Autor und/oder Schauplatz und/oder eine bzw. mehrere der Hauptfiguren müssen zu dieser Region passen.-   Bitte postet Eure Rezensionen und Beiträge bei den passenden Regionen;-   Auch Buchtipps ohne Rezension sind jederzeit willkommen;-   Am Ende des Jahres zählen Eure 12 Rezensionen - bis zu zwei Kurzmeinungen sind erlaubt!-   Eure Beiträge werde ich verlinken;-   Einstieg und Ausstieg sind natürlich jederzeit möglich;-   Genre und Erscheinungsjahr sind egal:-   Hörbücher, Graphic Novels, Biographien, Krimis, Literatur – bei dieser Challenge ist alles erlaubt!Gut geeignet sind z.B. die Bücher verschiedener Literaturpreise oder Empfehlungslisten (Booker- Preis, Preis des Nordischen Rats, ZEIT- Liste zur Neuen Weltliteratur, usw.).Diese Challenge eignet sich also auch hervorragend dazu, den SuB abzubauen, oder um andere Challenges damit zu kombinieren.Unter den TeilnehmerInnen, die die Challenge erfolgreich beenden, verlose ich am Ende des Jahres drei Bücher aus meinen Beständen - natürlich passend zum Thema!Ich freue mich sehr auf Eure Beiträge und werde zu jeder Region ein Unterthema erstellen, so dass es etwas übersichtlicher wird. Einige Tipps und Empfehlungen werde ich schon mal vorab anhängen - Ihr müsst davon natürlich nichts lesen. Dann wünsche ich uns allen...Bon voyage – Buon viaggio - Have a nice trip - Tenha uma boa viagem - Приятной поездкиСчастливого пути - ¡Qué tengas un buen viaje! -旅途愉快!- すばらしい旅行をなさって下さい。-Gute Reise! TeilnehmerInnen:abaAberRushAmayaRoseAriettaArizonaarunban-aislingeachBellastellaBellisPerennisBibliomaniablack_horseBonniereadsbooksBuchraettinBücherwurmBuchinaCaroasCode-between-linesConnyMc CorsicanaCosmoKramerDaniB83DieBertaDunkelblauElkeelmidiGelindeGinevraGingkoGruenentegstGwendolinahannelore259hexepankiInsider2199IraWirajasbrjeanne1302kopikrimielseKruemelGizmoleiraseleneleseratteneuleseleaLeonoraVonToffiefeelesebiene27leucoryxLexi216189lieberlesen21LibriHollylittleowllouella2209MaritaGrimkeMinnaMminorimiss_mesmerizedmozireadnaninkaNightflowerOannikiOrishapardenPetrisPMelittaMPostboteRyffysameaSchlehenfeeschokolokoserendipity3012Sikalsnowi81StefanieFreigerichtstefanie_skysursulapitschiSvanvitheTalathielTanyBeeTatjana89Thaliomeevielleser18wandablueWanderdueneWedmawerderanerWollywunderfitz

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