Neil Gaiman Zerbrechliche Dinge

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Inhaltsangabe zu „Zerbrechliche Dinge“ von Neil Gaiman

Ein liegengebliebener Leihwagen auf einem einsamen Highway, ein düsteres Zirkuszelt voller versteckter Geheimnisse, die flirrende Hitze der ägyptischen Wüste in ihrer menschenfeindlichen Schönheit - egal, wohin Neil Gaiman seine Figuren führt, sie werden stets mit der Zerbrechlichkeit ihrer eigenen Welt konfrontiert - Abgründen, in denen manch Unglücklicher verloren ging. Wo zum Beispiel bleibt die Vermisstenanzeige für die unglückliche Misses Finch, die während einer Zirkusnummer für immer verschwand? Und wer hat die Mitglieder des Clubs der Epikuräer je wieder gesehen, die sich der Suche nach noch nie gekosteten kulinarischen Genüssen verschrieben haben? Wohin ist der Junge auf der Party verschwunden, der endlich seine Angst vor Mädchen überwinden wollte? Der Autor ist Träger sämtlicher Fantasy- Preise (Lokus-, Hugo-,World- Fantasy-Award u.a.) und Bestsellerautor der Comicserie 'Sandman' und 'American Gods'.

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    Zerbrechliche Dinge
    CarolinHafen

    CarolinHafen

    Ich konsumiere Kurzgeschichten, so wie ich Schokolade konsumiere. Gerne mal als Happen zwischendurch, als Genuss, Ablenkung, Aufheiterung. Ich habe ein bisschen gebraucht, um mich auf Neil Gaimans Geschichten einlassen zu können – eine neue Sorte Schokolade (für mich). Die ersten zwei Geschichten mochte ich gar nicht, irgendwas mittelalterliches, was dann doch Neuzeitlich wurde und ich dachte noch „O Gott, das fängt ja gut an“.  Aber dann fand ich Gefallen daran, an der Mischung aus Realität und Fantasie. Das gruselt besonders schön. Man lässt das Stückchen Schokolade auf der Zunge vergehen, ist im Hier und Jetzt, doch der Geschmack auf der Zunge entführt einen an einen anderen, exotischeren Ort. Mehrere Geschichten erinnern mich an andere Geschichten/Bücher/Genres. Wenn ich mir die Mühe machen würde zu googeln, würde ich vermutlich noch mehr Parallelen finden, als mir beim Lesen aufgefallen sind. Ich verstehe die Geschichten als Hommage an großartige Autoren und ihre Bücher. Die Sherlock Holmes Geschichte, beispielsweise. Der Name Sherlock Holmes taucht nirgends auf, und doch ist jedem klar, selbst wenn er nie einen Sherlock Holmes Roman gelesen hat, dass es sich um DIESEN Detektiv handelt, und keinen anderen. So gibt es des Weiteren eine „Phönix aus der Asche“ Geschichte, eine mit Fabelwesen wie Beowulff usw. Was macht ein großartiger Autor (Was Gaiman in meinen Augen ist!), der mit einer herausragenden Fantasie ausgestattet ist, mit bekannten Figuren/Elementen der Literatur? Eine neue Geschichte, wie man sie vielleicht schon immer mal lesen wollte. Und nein, ich meine nicht Fan-Fiction. Etwas ganz eigenes. Am besten hat mir die Geschichte von dem Jungen, den alle „Zwerg“ nennen, gefallen. Er läuft von Zuhause weg – dafür braucht es Mumm.  Und der Zwerg hat Mumm. Doch lest selber. :) Ich mag, dass die Geschichten, obwohl sie als Kurzgeschichten betitelt sind, länger als üblich sind. Einige sind deutlich länger als 10 Seiten, ein kleiner Mikrokosmos. Ich musste allerdings, zwischen den Geschichten Pause machen, um jede auf mich wirken lassen zu können. Man futtert ja auch nicht die ganze Tafel auf einmal. Sondern zieht es in die Länge, damit man mehr davon hat.

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  • Kuriose Geschichtensammlung

    Zerbrechliche Dinge
    Seitenhain

    Seitenhain

    28. September 2014 um 16:38

    Nachdem ich Neverwhere gelesen hatte, musste ich erneut in die phantastischen Welten des Neil Gaimans eintauchen und konnte das Dank dieser neuen Kurzgeschichtensammlung tun. Gaiman schöpft hier sein volles Potenzial aus. Geschichten von Geisterfrauen, Zombies, Aliens, und Computern sind nur ein Teil, der ergänzt wird durch einen magischen Kontrabass, einen Gegenspieler Sherlock Holmes, einem seltsamen Zirkus, einer Konferenz der Monate und einer American-Gods-Novelle. "Geschichten und Wunder" ist ein perfekter Untertitel, der hält, was er verspricht. Wie man auf so wenig Seiten, so viele Ideen und unglaubliche Geschichten unterbringen kann, ist mir schleierhaft. Ich bin fasziniert, verzückt und höchst amüsiert. Einziger Wermutstropfen: am Besten sollte man American Gods vorher lesen, um die ganzen Anspielungen in der Geschichte verstehen zu können.

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  • Rezension zu "Zerbrechliche Dinge" von Neil Gaiman

    Zerbrechliche Dinge
    metalmueller1807

    metalmueller1807

    10. February 2012 um 13:50

    Hier handelt es sich um eine kurzgeschichtensammlung von Neil Gaiman, der immer zwischen Fantasy, Science Fiction und ein bisschen Horror pendelt. Er pendelt ständig zwischen Traum und Wirklichkeit und entführt den Leser in seine geheimnisvollen Parallelwelten. Seine Romane sind noch etwas besser. Aber auch dieses Buch lohnt sich; wie immer!

  • Rezension zu "Zerbrechliche Dinge" von Neil Gaiman

    Zerbrechliche Dinge
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ich würde es gerne besser bewerten, da ich viele Geschichten durchaus spannend fand und ich gemerkt habe, dass der Autor eigentlich viel Potential hat. Allerdings ist es eben ein Buch voller Kurzgeschichten, und die Kurzerzählungen, die hier erzählt werden, eignen sich einfach nicht dafür. Es fühlt sich vielmehr so an, als würde man viele kleine Ausschnitte toller, spannender Fantasy-Romane lesen, ohne jedoch die Möglichkeit zu haben mehr zu lesen, als würde man einen Tag damit zubringen, Leseproben von tollen Büchern zu lesen, ohne diese je ganz lesen zu können. So gibt es in diesem Buch viele Geschichten, über deren Hintergrund und fortlaufende Handlung ich unbedingt mehr erfahren möchte, aber es sind eben nur Kurzgeschichten. Auf jeden Fall werde ich mir jetzt einen "ganzen" Roman dieses Autors kaufen, denn dass er gut schreiben kann, weiß ich jetzt.

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  • Rezension zu "Zerbrechliche Dinge" von Neil Gaiman

    Zerbrechliche Dinge
    VanaVanille

    VanaVanille

    07. April 2011 um 14:41

    Es ist immer schwer eine allumfassende Rezension für einen Kurzgeschichtenband zu schreiben. Ganz besonders schwierig ist es, wenn diese Geschichten auch noch so flexibel und unterschiedlich sind, wie die von Neil Gaiman in "Zerbrechliche Dinge". In diesem Werk ist einfach alles vertreten und so kann ich mir kaum vorstellen, dass es irgendjemanden geben sollte, der NICHT mindestens eine Erzählung herauspicken könnte, die ihm gefällt. Ob Horror, Science-Fiction, Detektivgeschichte, Märchen oder einfach nur ein kleines Wunder, jeder seiner Texte hat einen gewissen Reiz und weiß den Leser zu verzaubern. Auch wenn ich zugeben muss, dass ich anfänglich etwas skeptisch war, da die ersten beiden Geschichten eher verwirrend auf mich wirkten, konnte mich dieses Buch schließlich doch noch überzeugen und begeistern. Die späteren Erzählungen fesselten mich so sehr mit Spannung und Individualität, dass man in jede eintauchen könnte, als wäre sie eine kleine Welt für sich. Dabei wurde immer wieder Gaimans außergewöhnlicher Schreibstil deutlich, den er von Text zu Text der Geschichte anpasste und so jeder ein Eigenleben verschaffte. Die Storys haben nämlich nichts miteinander zu tun und können so auch durcheinander gelesen werden, obwohl ich sagen muss, dass mir die Reihenfolge so schon sehr gut gefallen hat. Fans des Autors, die besonders seine fantastischen Romane und Reihen mochten, können sich in diesem Buch auf viele weitere Charaktere freuen, die mit Übersinnlichem in Kontakt kommen, oder schon selbst etwas Außergewöhnliches an sich haben. Dabei steht allerdings meist die Handlung selbst im Vordergrund und nur bei einigen Geschichten bekommt der Leser viel vom Protagonisten mit. Wirklich störend fand ich dies allerdings nicht, denn als begeisterter Kurzgeschichtenfreund sollte man mit dieser Tatsache leben können. Wie gesagt, gibt es aber auch einige Erzählungen, in der eine bedeutungsvolle Hauptfigur agiert, die ihre Gedanken als Ich-Erzähler an den Leser weiter gibt und so für eine nähere Verbindung zwischen fiktiver Person und Leser sorgt. Wer jetzt an harmlose kleine Erzählungen denkt, gemischt mit ein bisschen Fantasie, der irrt. Die Geschichten des Autors sind weit tiefgründiger, als sie vielleicht zuerst den Anschein machen. Philosophisch setzt er sich mit Leben und Tod auseinander, verzichtet auf klare Worte und versinnbildlicht all seine Gedanken zu diesen Themen lieber mit Metaphern, die den Leser oft glauben lassen, er würde sich mitten in einem Traum wiederfinden. Besonders gefallen hat mir Gaimans Idee, Figuren und Charaktere aus anderen literarischen Werken in seinem Buch zu verwenden, sie allerdings nie bei ihrem wirklichen Namen zu nennen. Dabei nutzt er auch Personen aus seinen eigenen Romanen und lässt sie Protagonist einer Novelle werden. Mein absoluter Favorit unter all den Geschichten war übrigens "Goliath", der in Form eines Abschiedsbriefes verfasst wurde. Aber mehr wird nicht verraten. ;) Mein Urteil: "Zerbrechliche Dinge" ist ein unbeschreibliches Buch voll mit wunderschönen Kurzgeschichten des Fantasyautoren Neil Gaiman. Begeisterte Leser des Schriftstellers, die zusätzlich auch noch eine Schwäche für diese Art von Erzählungen haben, werden es lieben. Ob Science-Fiction, Horror oder Krimi, wichtig bleibt dabei immer nur der eine Leitfaden: Nichts ist so, wie es zu sein scheint. Diese Rezension findet ihr auch auf unserem Blog: http://collectionofbookmarks.blogspot.com

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  • Rezension zu "Zerbrechliche Dinge" von Neil Gaiman

    Zerbrechliche Dinge
    Shadow91

    Shadow91

    07. November 2010 um 22:21

    Neil Gaiman hat es mal wieder geschafft mich mit seinem unbeschreiblichen Schreibstil zu packen und nicht mehr loszulassen. Auch wenn es ein paar wenige Geschichten gab, die mir eher weniger zugesagt haben, so fand ich den Großteil doch mehr als gelungen. Ganz besonders die letzte Geschichte hat es mir angetan.

  • Rezension zu "Zerbrechliche Dinge" von Neil Gaiman

    Zerbrechliche Dinge
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    16. October 2010 um 17:58

    Klappentext: “Ein liegengebliebener Leihwagen auf einem einsamen Highway, ein düsteres Zirkuszelt voller versteckter Geheimnisse, die flirrende Hitze der ägyptischen Wüste in ihrer menschenfeindlichen Schönheit – egal, wohin Neil Gaiman seine Figuren führt, sie werden stets mit Abgründen konfrontiert. Abgründen, in denen manch Unglücklicher verloren ging.” Meine Meinung: Das ist diesesmal echt schwer. Eines habe ich auf jeden Fall gelernt und zwar, dass ich kein Kurzgeschichten-Leser werde. Immer wenn ich mich gerade in die Situation richtig eingedacht hatte, war die Geschichte schon wieder rum. Im schlimmsten Fall waren sie schon vorbei bevor ich mich eingelesen hatte. Außerdem schwanken die Geschichten stark in ihrer Qualität. Eigentlich hatte ich Gedacht, dass die Geschichte zumindest etwas, so ein ganz kleines bisschen, miteinander verbunden sind. Allerdings handelt es sich tatsächlich um 14 völlig voneinander unabhängige Geschichten. Einige davon haben mich wirklich stark berührt und ich musste eine Weile darüber nachdenken bevor ich weiterlesen konnte. Das hat allerdings widerrum dazu geführt, dass ich relativ lange für ein relativ dünnes Buch gebraucht habe, denn im Gegensatz zu einer Geschichte oder wenigstens Geschichten, die einen kleinen Zusammenhang haben, kann man sich nicht immer wieder sofort auf die nächste einlassen. Der Schreibstil und auch die Ideen, die hintere den Geschichten stecken sind jedoch, wie von Gaiman gewohnt, klasse. Fazit: Ich kann keine definitive Empfehlung aussprechen, da ich einige Geschichten auch wirklich total schlecht fand und ich daher den Preis sehr hoch finde, wenn sich im Endeffekt nur zwei Drittel des Inhaltes lohnt. Für Gaiman Fans ist das Buch jedoch trotzdem absolut lesenswert. Besonders empfehlen möchte ich an dieser Stelle die Geschichten: * Sonnenvogel * Fressen und gefressen werden * Oktober hat den Vorsitz

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  • Rezension zu "Zerbrechliche Dinge" von Neil Gaiman

    Zerbrechliche Dinge
    pudelmuetze

    pudelmuetze

    30. July 2010 um 14:00

    Ich hatte ja bereits von Neil Gaiman Das Graveyard-Buch gelesen und war davon sehr angetan. Hier hat er nun ein weiteres Buch veröffentlich mit vielen kleinen Kurzgeschichten. Leider kann ich über dieses keine so gute Kritik schreiben, der Schreibstil ist typisch Gaiman, aber dieser eignet sich leider nicht allzu gut für Kurzgeschichten da man immer eine weile braucht um in eine Geschichte einzusteigen und das ist bei Kurzgeschichten schwierig da die dann meistens schon zu ende sind. Mich haben die meisten der Kurzgeschichten leider nicht überzeugt. Teilweise wusste ich nichtmal wirklich worum es ging. Aber es waren natürlich auch einige sehr schöne dabei. Ob ich es ein zweites mal lesen würde weiß ich nicht, aber leider wohl eher nicht.... schade eigentlich bei einem Autor der mich schon mal so sehr verzaubert hab....

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  • Rezension zu "Zerbrechliche Dinge" von Neil Gaiman

    Zerbrechliche Dinge
    Warin

    Warin

    22. May 2010 um 18:55

    Klappentext: Ein liegengebliebener Leihwagen auf einem einsamen Highway, ein düsteres Zirkuszelt voller versteckter Geheimnisse, die flirrende Hitze der ägyptischen Wüste in ihrer menschenfeindlichen Schönheit - egal, wohin Neil Gaiman seine Figuren führt, sie werden stets mit Abgründen konfrontiert. Abgründen, in denen manch Unglücklicher verloren ging. Ein Autor in einer Horrorwelt entdeckt seine Leidenschaft für die "gängigen Themen" der Phantastik: Autos, Börsenmakler, Hausfrauen, Seifenreklame und Einkommensteuer... Ein untoter Reisender lüftet das Geheimnis der Kaffeemädchen... Ein Kontrabass macht aus einem untalentierten Jungen einen Virtuosen... Zwei unreife Jungs baggern Mädchen an, die nicht von dieser Welt sind... Mit diesen Geschichten beginnt Neil Gaiman's Mystery Anthologie "Zerbrechliche Dinge". Das Spektrum der 14 Geschichten reicht vom einseitigen "Am Ende" bis zum 70 Seiten langen Kurzroman "Der Herr des Tals" aus der Welt der "American Gods". Ein Großteil wird aus der ICH-Perspektive erzählt, meist von Protagonisten, die in der Mitte ihres Lebens stehen. Wer überraschende Wendungen, Pointen mit Knalleffekt erwartet, wird enttäuscht sein. Gaiman's Geschichten entwickeln sich nicht überraschend, sie sind von Beginn an... ungewöhnlich. Ihre Welt ähnelt sehr der unseren und ist doch so anders. Da sind die Royals schon mal Aliens und Säuglinge schwimmen in Glasbehältern mit Formaldehyd. Ich muss zugeben, diese Anthologie hat mich ein wenig ratlos zurückgelassen. Hinter manchen Geschichten vermochte ich einen Sinn zu erkennen, bei anderen hat sich mir dieser nicht erschlossen und einige hatten wohl auch gar keinen. Wann die Geschichten entstanden sind, lässt sich dem Buch leider nicht entnehmen. Ich vermute jedoch, dass es sich um ein Sammelsurium an Ideen aus Gaiman's Schaffenszeit, von den Anfängen bis heute handelt, Ideen, die es nicht bis zum Roman geschafft haben und es dennoch wert waren, aufgeschrieben zu werden. Gaiman Fans liefert diese Geschichtensammlung einen tiefen Einblick in das Schaffensspektrum des Autors. Wer Gaiman noch nicht kennt, wird sich m.E. mit dieser Sammlung aber schwer tun. Mit 19,90 € für 330 dicke Seiten ist das schwarze Hardcover leider kein Schnäppchen. Fazit: Gaiman Fans zu empfehlen, 3-4 Sterne, aufgerundet zu 4.

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  • Rezension zu "Zerbrechliche Dinge" von Neil Gaiman

    Zerbrechliche Dinge
    Mandel

    Mandel

    12. April 2010 um 21:03

    Neil Gaiman gehört seit Jahren zu den bekanntesten und beliebtesten Autoren im Fantasygenre. Der 1960 geborene englische Schriftsteller war ursprünglich als Journalist tätig, bis er mit seiner Comicreihe „Der Sandmann“ weltweit bekannt wurde. Seitdem hat er zahlreiche Romane verfasst, welche in der Regel vom Normalen abweichen und der Realität neuen Spielraum geben. Mit „Zerbrechliche Dinge – Geschichten & Wunder“ ist ein Buch mit mehreren Erzählungen von Neil Gaiman erschienen. Von Geschichten über eine verquerte Wirklichkeit bis hin zu geheimnisvollen Rätseln, die einem nicht immer schlüssig präsentiert werden, erlebt man von ungewöhnlichen Zirkusvorstellungen, über merkwürdige Mädchen auf Partys bis hin zu Kontrabass spielenden Jungen eine Welt, die alltäglich, aber auch befremdend erscheinen kann. Der Autor erzählt von Epikuräern, die darauf erpicht sind alles zu Essen, was sie bekommen können. Ihre Mahlzeiten sollen vor allen Dingen kurios und nicht gewöhnlich sein. In einer anderen Geschichte stellt er die Welt quasi auf den Kopf. So wird erst am Ende klar, was eigentlich der Realität des Erzählers entspricht. Von Grund auf unterschiedliche Konstellationen werden dargeboten, wobei in den meisten Fällen der Protagonist die Geschichte aus seiner Perspektive erzählt. Diese Abwechslung ist in der Hinsicht gut gewählt, da für jeden etwas dabei ist. Leider sind einige Geschichten doch eher enttäuschend zum Ende hin, da der Leser den Hintergrund oftmals gar nicht erfährt und mit vielen Fragen zurückgelassen wird. Dennoch muss man an einigen Stellen schmunzeln, in denen der Autor durchaus gegenwärtige Personen oder Vereinigungen mit einbezieht. So zum Beispiel die schon erwähnten Epikuräer, welche den Gastronauten ähnlich sind. Fazit: Neil Gaimans „Zerbrechliche Dinge – Geschichten & Wunder“ ist ein Buch, wie es in sich unterschiedlicher kaum sein kann. Es spricht sowohl Leser an, die sich gerne ihr eigenes Ende zusammen spinnen, aber auch diejenigen die gerne mit offenen Karten spielen.

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  • Rezension zu "Zerbrechliche Dinge" von Neil Gaiman

    Zerbrechliche Dinge
    Myobi

    Myobi

    10. April 2010 um 20:25

    Mehr davon! Ich werde es unterlassen eine Aufzählung der, in diesem Buch befindlichen, Geschichten zu machen. Ich kann nur sagen, dass es deutlich weniger sind als in der englischen Ausgabe.
    Leider sind Gaimans Bücher so dünn, auf dem Büchermarkt, gesät, dass es schon weh tut.

  • Rezension zu "Zerbrechliche Dinge" von Neil Gaiman

    Zerbrechliche Dinge
    anette1809

    anette1809

    26. March 2010 um 15:41

    Man kann Homer lauschen, ohne ein einziges Wort zu verstehen, und trotzdem weiß man - das ist Dichtung. Dieser Satz stammt aus der Geschichte "Wie man auf Partys Mädchen anspricht" und manchmal könnte man meinen, dass Neil Gaiman seine eigenen Kurzgeschichten damit charakterisiert. Seine Geschichten haben nicht immer eine "Lösung", oft sind sie bizarr und spielen mit den Grenzen zwischen Fantasy und Realität. Gaiman greift ungewöhnliche Charaktere der fantastischen Literatur auf. So spielen in seinen Geschichten nicht nur bekannte und in der Fantasy häufiger eingesetzte Wesen eine Rolle, sondern auch ausgefallenere Figuren wie Ghule, Außerirdische oder Halbgötter. Oftmals beginnt Gaiman eine seiner Geschichten als würde er eine Begebenheit aus seinem eigenen Leben erzählen, bevor er den Leser ins Reich der Fantasie entführt. Gaiman spielt mit dem Leser, er lässt die Grenzen zwischen Autor, Leser und seinen Protagonisten verschwinden. Manchmal weiß man nicht, was in seinen Geschichten Traum oder Wirklichkeit, erlebt oder erfunden ist. Die Geschichten sind allesamt dem Bereich der Erwachsenenliteratur zuzuordnen. Wer leichtere Kost in Richtung Kinder- und Jugendliteratur erwartet, sucht sie in diesem Buch vergebens. Seine Romane "Niemalsland" und "Sternwanderer" bleiben für mich unerreicht, wobei ich allerdings gestehen muss, dass ich normalerweise kein großer Freund von Kurzgeschichten bin. Die deutsche Ausgabe wurde gegenüber der amerikanischen Originalausgabe, die bereits 2006 erschienen ist, neu zusammengestellt und enthält folgende Geschichten: - Kies auf der Straße der Erinnerung - Verbotene Bräute gesichtsloser Sklaven im geheimen Haus der Nacht grausiger Gelüste - Bitterer Kaffeesatz - Gustav hat den Frack an - Wie man auf Partys Mädchen anspricht - Eine Studie in Smaragdgrün - Die wahren Umstände im Fall des Verschwindens von Miss Finch - Sonnenvogel - Fressen und gefressen werden - Virusproduzentenkrupp - Goliath - Oktober hat den Vorsitz - Der Herr des Tals - Am Ende Für Gaiman-Fans auf jeden Fall empfehlenswert. Denjenigen, die noch nichts von Gaiman gelesen haben, würde ich aber eher zu einem seiner Romane raten.

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