Neil MacGregor

 4.6 Sterne bei 44 Bewertungen

Lebenslauf von Neil MacGregor

Zwischen Kunst, Geschichte und Literatur: Robert Neil MacGregor ist 1946 in Schottland geboren. Er studierte in Oxford, Edinburgh und Paris Französisch, Deutsch, Philosophie und Jura, zusätzlich studierte er Kunstgeschichte in London. Nach seinem Abschluss arbeitete er einige Jahre als Dozent für Kunstgeschichte und Architektur und betätigte sich im journalistischen Bereich als Herausgeber des Burlington Magazine. 1987 wurde er Direktor der National Gallery in London, von 2002 bis 2015 war er Direktor des British Museum in London. Bekannt ist MacGregor auch für seine Arbeit mit dem Fernsehen und dem Radio, beispielsweise für seine BBC Produktion „Seeing Salvation“. Ausstellungen und Radioprojekte wie „Germany – memories of a nation“ oder „A History oft he World in 100 Objects“ wurden auch in Buchform festgehalten und veröffentlicht, sodass MacGregor auch in der literarischen Welt große Bekanntheit zuteilwird. Für seine Arbeit wurde Neil MacGregor bereits mehrfach ausgezeichnet beispielsweise mit der Goethe-Medaille im Jahr 2015.

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Cover des Buches Eine Geschichte der Welt in 100 Objekten (ISBN:9783406652868)

Eine Geschichte der Welt in 100 Objekten

 (14)
Erschienen am 05.09.2017
Cover des Buches Shakespeares ruhelose Welt (ISBN:9783406652875)

Shakespeares ruhelose Welt

 (9)
Erschienen am 08.03.2016
Cover des Buches Deutschland (ISBN:9783406712326)

Deutschland

 (7)
Erschienen am 29.08.2017
Cover des Buches Leben mit den Göttern (ISBN:9783406725418)

Leben mit den Göttern

 (5)
Erschienen am 12.10.2018
Cover des Buches Eine Geschichte der Welt in 100 Objekten (ISBN:9783867178945)

Eine Geschichte der Welt in 100 Objekten

 (2)
Erschienen am 01.08.2012
Cover des Buches Deutschland (ISBN:9783844518931)

Deutschland

 (2)
Erschienen am 21.09.2015
Cover des Buches Shakespeares ruhelose Welt (ISBN:9783844512304)

Shakespeares ruhelose Welt

 (1)
Erschienen am 23.09.2013
Cover des Buches Germany: Memories of a Nation (ISBN:9780241008348)

Germany: Memories of a Nation

 (3)
Erschienen am 13.11.2014

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Neue Rezensionen zu Neil MacGregor

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Rezension zu "Germany: Memories of a Nation" von Neil MacGregor

Eines der besten Bücher über deutsche Geschichte
Viv29vor 5 Monaten

Dieses Buch zu lesen war ein wahres Vergnügen! Anhang von Objekten aus der deutschen Vergangenheit macht man eine Reise in verschiedene historische Epochen Deutschlands und erliest sich so auf sehr unterhaltsame Art die deutsche Geschichte. Das Buch geht nicht chronologisch vor, jedes Kapitel behandelt in sich abgeschlossen einen Aspekt oder eine Person der Geschichte und berichtet von dort ausgehend über den jeweiligen historischen und gesellschaftlichen Kontext.

Die Annäherung über ein jeweiliges Objekt ist sehr gelungen, man beschäftigt sich nicht mit irgendwelchen Zeitlinien oder abstrakten Fakten, sondern hat einen handfesten Gegenstand zum Einstieg. Diese Gegenstände reichen von berühmten Kunstwerken über Gebäude hin zu Gebrauchsgegenständen und Lebensmitteln. Faszinierend ist, wie dann durch eine Beschreibung des Gegenstandes (eine Fotografie ist natürlich auch immer vorhanden) hin zu den Hintergrundinformationen in jedem Kapitel ein umfassendes Bild einer ganzen Epoche gezeichnet wird. Ich beschäftige mich schon lange mit Geschichte und glaube mich recht gut informiert, aber ich habe aus diesem Buch noch eine ganze Menge Neues gelernt.

Bemerkenswert ist auch, welch ein tiefes Verständnis Neil MacGregor, ein Brite, für die nicht greifbaren Aspekte deutscher Kultur und und Seele (so pathetisch das Wort ist, ein besseres fällt mir nicht ein) hat. Er berichtet nicht nur über Geschichte, er bemüht sich sehr, das zu verstehen, was man Geschichtsbüchern nicht entnehmen kann. Der letzte Teil des Buches behandelt die dunkelten Jahre deutscher Geschichte und den Umgang des heutigen Deutschland mit dieser Zeit - ein schwieriges Thema, das ich auch als Deutsche meinen Freunden aus anderen Ländern nur unzureichend erklären kann. MacGregor nähert sich diesem Thema mit beeindruckendem vorurteilslosen Verständnis, aber auch wenn es um weniger belastete Themen geht, zeigt er Zusammenhänge und Hintergründe hervorragend auf.

Erfreulich ist dann auch, daß dieser informative Inhalt so unterhaltsam dargeboten wird, das Buch liest sich flüssig, lebendig und farbig. Menschen und Ereignisse erlangen wirklich Leben, man kann regelrecht eintauchen in die Geschichte und Geschichten dieses Buches. Rundum gelungen!

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M

Rezension zu "Leben mit den Göttern" von Neil MacGregor

Wie religiöse Objekte ganze Kulturen in sich tragen
michael_lehmann-papevor 10 Monaten

Wie religiöse Objekte ganze Kulturen in sich tragen

Wunderbar illustriert, sachlich und fundiert in den Erläuterungen, breit angelegt, Neil MacGregor ist wieder „Objekten“ und deren inhaltlicher Bedeutung nachgegangen und wiederum gelingt ihm, eine überzeugende Kulturgeschichte vor Augen zu führen.

Eine Gesellschafts-Geschichte, die gerade mit den „aufgeladenen religiösen“ Objekten, die MacGregor dieses Mal in den Mittelpunkt der Betrachtungen rückt, existenziell menschliche Geschichte, Sehsüchte, Glaubensvorstellungen, Werte, aber auch Zwänge beschreiben.

Bis dahin, dass selbst Experimente totaler Säkularisierung (MacGregor führt intensiv durch die Ereignisse der französischen Revolution mit hoch erkenntnisreichem Blick alleine schon auf eine Breguet-Uhr „der Vernunft“ und durch den Sowjet-Staat nach der Oktoberrevolution) letztlich doch wiederum in religiöse Glaubensvorstellungen und ebenso religiös anmutende „Unterdrückung“ münden wie in den klassischen Religionen.

Denn so verschieden von den inneren Motiven einer Messe war die „Entweihung“ von Notre Dame nun nicht entfernt und auch im Sowjetreich des „großen vaterländischen Krieges“ wurden Kirchen und kirchliche Würdenträger umgehend wieder in Rang und Amt gesetzt, als es einer „verbindenden Kraft für das Volk“ bedurfte.

Religion ist also vielmehr als nur ein Glaubenssystem für Gläubige, sondern ein Motor und eine Antriebskraft für Gesellschaften und damit „weltbewegend“.

Was alleine schon da klar bewusst wird, wenn MacGregor die Zeitrechnung an sich betrachtet und dabei im Detail die Hintergründe der Benennung der Wochentage vor Augen führt (und ebenfalls verdeutlicht, dass die Versuche, diese zu ändern, am Ende an der dahinterliegenden, Jahrhunderte, Jahrtausende alten Traditionen und Wertvorstellungen scheiterten).

„Sich der Religion als Praxis und weniger als Lehre zu nähern mag so manchem seltsam erscheinen, der mit der Vorstellung groß wurde, Glaube beruhe auf von Gott inspirierten Texten“.

Doch die Praxis der Kulte, die immer wieder in veränderter Form Eingang in neue religiöse Richtungen erhielten, die von „Viel-Göttern“ zum Monotheismus führten und dennoch viele der je alten Vorstellungen in neuer Form bewahrten, das ist tatsächlich eine interessante, frische Herangehensweise an Religionen, religiöse Überzeugungen und deren prägende Kraft, die ganz aus dem Alltag und der Lebenspraxis heraus von MacGregor betrachtet werden.

So verwundert es auch weiter nicht, dass bei der Lektüre der Opferrituale (samt Menschenopfern) andere Hintergründe deutlich werden als gemeinhin anzunehmender Blutdurst. Im Gegenteil, wendet man sich den Azteken und deren Menschenopferpraxis zu, so wird gar deutlich, wie das einzelne Opfer ganze Kriege und deren mögliche Verluste verhindert haben.

Und so wird auch deutlich, dass die aktuelle Entwicklung der „Restauration der Religionen“ weltweit nicht einen „Rückschritt“ darstellt, sondern letztlich folgerichtig tief verwurzelten Bedürfnissen und kultischen Traditionen entspricht, die der Mensch wohl für sein notwendiges Gefühl der „Zugehörigkeit“ grundlegend benötigt.

„Die konkurrierenden Materialismen des kalten Krieges wurden ersetzt“.

Und bei all dem gilt: „In einer Welt, in der es mehrere tausend verschiedene Sprachen gibt, verschafft uns das Schweigen der Objekte Zugang zu einem Terrain, das sich anders nur schwer betreten lässt“.

So dass in der Schau auf religiöse Objekte aus 40.000 Jahren Kulturgeschichte durchweg wesentliches und, in weiten Teilen auch zeitloses, viel mehr Menschliches als Transzendentes entdecken lässt.

Kaum ein anderer versteht es dabei so fundiert und anschaulich, die Geschichten hinter den Objekten und deren Bedeutungen so plakativ und flüssig zu erläutern, wie Neil MacGregor.

Eine hervorragende Lektüre.

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Rezension zu "Leben mit den Göttern" von Neil MacGregor

Ein Kunstwerk - informativ und unterhaltsam geschrieben- voller Fotos und Abbildungen
Buchraettinvor einem Jahr

Das Cover ist fast ein wenig unscheinbar zu nennen, finde ich. Aber in der Beziehung dazu gleicht dieses Buch einer wirklichen Überraschung. Wenn man es in die Hand nimmt und durchblättert, war bei mir als Leser sofort die Neugier und auch Begeisterung geweckt, durch den Aufbau des Buches.
Es ist durchweg mit vielen Farbfotos und Abbildungen versehen und schnell hatte ich mich schon festgelesen an Themen und der Stil begeisterte mich ebenso wie die absolut gelungen graphische Darstellung des Buches.
An Sachbücher mag ich besonders, wenn ich als Leser zu Beginn des Buches ein Inhaltsverzeichnis vorfinde. Ich bekomme einen ersten Überblick über die Themen des Buches, werde sozusagen eingeladen auch einfach bei interessanten Themen los zu lesen oder kann auch gezielt nach Informationen suchen.
Das Inhaltsverzeichnis dieses Buches zeigt eine Unterteilung in mehrere Abschnitte / Themen. Das Buch eröffnet mit einer Einleitung des Autors unter dem Thema „Glauben und Zugehörigkeit“. Der Autor geht auf die aktuellen Weltgeschehnisse ein. Auch die Religion, die ein Thema in vielen Ländern der Erde ist und immer wieder auch in den Nachrichten ein Thema.
Nun folgen die Themen. Wie entwickelte die Menschheit im Laufe ihrer Geschichte den Glauben, die Religion? Welche Bauwerke erinnern uns Menschen noch heute daran, was wurde erhalten aus den vergangenen Zeiten? Aber auch u. a. die Themen wie die Anzahl von Göttern, oder dem einen Gott sind Thema des Buches. Ebenso wie „Gemeinsam glauben“, „Theater des Glaubens“ oder „irdische Mächte, himmlische Mächte“.
Das Buch schließt mit dem Anhang. Hier findet der Leser das Verzeichnis und den Nachweis der Abbildungen. Das Buch bietet ein reichhaltiges Literaturverzeichnis, auch nach Kapiteln sortiert. Eine Danksagung des Autors. Sowie ein Orts- und Sachregister.
Der Autor des Buches (Quelle Klappentext des Buches) Neil Mac Gregor war Direktor der National Gallery in London und auch Direktor des britischen Museums.
Zum Inhalt des Buches, das wie man wohl merken kann mich wirklich begeistert hat, ich fand es sehr informativ geschrieben und vor allem mit den vielen Beispielen, die der Autor anführt, sei es aus der Vergangenheit oder der Gegenwart und der Verwendung der vielen Fotos und Abbildungen, ist es für mich ein reines Lesevergnügen gewesen.
Im Text finden sich immer wieder Verweise zu anderen Textstellen des Buches, so dass der Leser eingeladen wird zum aktiven Entdecken und Blättern und Festlesen an Stellen des Buches.
In den Einleitungen zu dem Kapitel stellt der Autor Thesen vor, die im Text behandelt werden und schildert dann auch, was er darunter versteht.
„Wer sind wir“ S. 22. Der Autor nennt das zu Beginn des Buches als „die große politische Frage unserer Zeit“ S. 22.
Schon zu Beginn des Buches wird der den Fund einer Art Figur schildert, die 40.000 Jahre alt ist. Das weckt das Interesse und die Neugier bei mir als Leser und es lässt mich als Leser staunen. Eine erstaunliche Leistung, die die frühen Menschen damals geschaffen haben.
Der Autor springt auch immer ein wenig in der Zeit hin und her, geht kurz darauf doch z.B. in die Schweiz zum „CERN“. Die indische Regierung machte ihnen ein Geschenk, eine Statur des Gottes „Shiva“. Diese modernste Technik verbunden mit einer Gottheit- ich fand es sehr faszinierend zu lesen.
Der ganze Text wird immer wieder von Farbfotos durchsetzt und es macht das Lesen für mich anschaulich und auch noch informativer und es lockert auch auf. Der Stil des Autors erinnert mich ein wenig an eine Erzählung- eine wunderbare Möglichkeit das Wissen informativ, aber dennoch auch unterhaltsam auch an Laien weiterzugeben.

Ich kann mir dieses Buch auch sehr gut geeignet für Jugendliche vorstellen, besonders wenn sie Interesse an Geschichte haben.
Auch die Beschreibung von Orten, wie z.B. in der Nähe von Dublin, Newrange, das weckt auch das Fernweh und den Wunsch sich diese besonderen Orte der menschlichen Geschichte mit eigenen Augen anzuschauen.
Es sind diese kleinen Geschichten, die der Autor hier auch erzählt, die das Interesse wecken beim Leser, die mich an das Buch fesseln und mich inspirieren mich genauer mit den Themen auseinanderzusetzen.
Das Zusammenspiel der informativ-unterhaltsamen Texte, der auch Geschichten von verschiedenen Religionen beschreibt und den vielen Abbildungen von Gemälden, Farbfotos von Menschen und auch Karten von Gebieten, das hat mir sehr gut gefallen.

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Gespräche aus der Community

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Cover des Buches Leben mit den Göttern (ISBN:undefined)
Advent
Der LovelyBooks Adventskalender beschert euch eine buchige Adventszeit und verkürzt die Tage bis Weihnachten! Denn vom 01.12. bis 24.12. öffnen wir jeden Tag unser Bücherregal für euch und verlosen großartige Literatur zum Weiterschenken oder selber Lesen!  

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Mehr zum Buch: 
Ein 40 000 Jahre alter Löwenmann aus Elfenbein, eine goldene Qibla aus dem 16. Jahrhundert, ein Kreuz aus Lampedusa – mit unnachahmlicher Eleganz bringt Neil MacGregor all diese Objekte zum Sprechen. Sein neues Buch nimmt uns mit auf eine faszinierende Reise durch die Welt der Götter und Religionen. Von der Arktis bis Indien, von Mexiko bis Japan, vom antiken Rom bis zum Afrika der Gegenwart erzählt es, wie religiöse Überzeugungen das Leben von Gemeinschaften, das Verhältnis zwischen dem Einzelnen und dem Staat und unser Bild von uns selbst prägen. Denn mit der Entscheidung, wie wir mit unseren Göttern leben wollen, entscheiden wir auch, wie wir miteinander leben.
Es gehört zu den grundlegenden Tatsachen der menschlichen Existenz, dass alle uns bekannten Gesellschaften ein Ensemble von Glaubenssätzen und Annahmen – einen Glauben, eine Ideologie, eine Religion – teilen, die weit über das Leben des Einzelnen hinausweisen. Diese Glaubenssätze bilden einen wesentlichen Teil der gemeinsamen Identität. Sie vermögen uns mit singulärer Macht zu definieren - und zu spalten. Gerade in der heutigen Welt gehören sie zu den treibenden politischen Kräften. In der gesamten Weltgeschichte waren diese Glaubenssätze, im weitesten Sinne, religiöser Natur.Gleichwohl ist dieses Buch keine Geschichte der Religion und auch kein Plädoyer zugunsten des Glaubens. Es handelt von den Geschichten, die unserem Leben Gestalt geben, und von den unterschiedlichen Weisen, wie Gesellschaften ihren Platz in der Welt imaginieren. Indem es in die Geschichte schaut und rund um den Globus, indem es Objekte, Orte, menschliches Handeln befragt, versucht es zu verstehen, was geteilte Glaubensüberzeugungen für das öffentliche Leben in einer Gemeinschaft oder einer Nation bedeuten, wie sie die Beziehungen zwischen dem Einzelnen und dem Staat formen und wie sie uns helfen, zu verstehen, wer wir sind.

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202 BeiträgeVerlosung beendet

Zusätzliche Informationen

Neil MacGregor wurde am 16. Juni 1946 in Glasgow (Großbritannien) geboren.

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