Neil Shubin

 4.2 Sterne bei 21 Bewertungen
Autor von Der Fisch in uns, Das Universum in dir und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Neil Shubin

Der Fisch in uns

Der Fisch in uns

 (19)
Erschienen am 02.04.2009
Das Universum in dir

Das Universum in dir

 (1)
Erschienen am 24.07.2014
The Universe within

The Universe within

 (1)
Erschienen am 01.02.2013
Your Inner Fish

Your Inner Fish

 (0)
Erschienen am 23.01.2009
The Universe Within

The Universe Within

 (0)
Erschienen am 08.01.2013

Neue Rezensionen zu Neil Shubin

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Rezension zu "Das Universum in dir" von Neil Shubin

Der Weg, der letztendlich zum Menschen führt
JulesBarroisvor 4 Jahren

Neil Shubin ist Professor für Paläontologie in Chicago und trotzdem ein wirklich guter Schriftsteller. Und sein Infotainment, das naturwissenschaftliche Fakten und neueste Erkenntnisse mit einer gehörigen Portion Demut und biologischer Wirklichkeit verbindet, das macht dieses Buch zu etwas ganz Besonderem.

„Das Universum in dir“ zeigt die Zusammenhänge zwischen kosmischer Geschichte und menschlichem Körper und Wesen auf. In zwanzig Kapitel von der Chemie des menschlichen Körpers, der Farbwahrnehmung, der Größe und Bau unserer Anatomie und den Ursprüngen wie Mondphasen, Plattentektonik oder Planetenkräften porträtiert und formuliert nachvollziehbar

Neil Shubin beginnt seine Betrachtungen vor 13,7 Milliarden Jahren mit dem Urknall und zeichnet verschiedene Entwicklungen nach, die sich als für die Entstehung des Menschen bedeutsam erweisen sollten. Er berichtet, woher die Elemente, aus denen unser Körper aufgebaut ist, stammen, wieso die Erde zu einem lebensfreundlichen Ort wurde, wie sich die Umweltbedingungen im Laufe der Jahrmillionen änderten, was die Auffaltung des Himalaya mit der Art, wie wir Farben wahrnehmen, zu tun hat und vieles mehr.

Das Ganze verpackt er schön wie ein Abenteurer des 19. Jahrhunderts in seine geologischen Exkursionen, die Uraltes zutage fördern und damit Beweise liefern für das, woraus wir sind und wo wir herkommen.

Der Autor referiert dabei nicht nur die Fakten, sondern erzählt auch von der Art, wie neue Erkenntnisse gewonnen wurden, und den Forschern, die dabei eine wichtige Rolle spielten. Des Weiteren lässt er immer wieder Anekdoten aus seiner eigenen Laufbahn als Wissenschaftler einfließen, vor allem von seinen Expeditionen zur Fossiliensuche, die ihn oftmals in unwirtliche Weltgegenden führten.

Neil Shubin liefert keinen trockenen Text, sondern schreibt witzig, leicht lesbar und lebendig. Auch für Leser ohne umfassende naturwissenschaftliche Vorkenntnisse höchst aufschlussreich und nachvollziehbar. Das Buch bietet interessante Einblicke, sowohl in die Geschichte des Universums und den Verlauf der Evolution, als auch in die praktische Tätigkeit derjenigen, welchen wir unser diesbezügliches Wissen verdanken. Spannend und lehrreich.

"Wenn wir die kleinsten Atome zertrümmern und die größten Galaxien vermessen, das Gestein auf den höchsten Bergen und in der Tiefe der Meere erforschen und uns mit dem Erbgut aller Arten von Lebewesen vertraut machen, enthüllen wir eine Wahrheit von erhabener Schönheit. In jedem von uns liegt eine der tiefgründigsten Geschichten von allen."

Ein Buch, das bleiben wird. Besonders für alle Nichtwissenschaftler, die hier erfahren, was in den letzten 13,7 Milliarden Jahren geschehen ist und dabei einen Blick in die Zukunft werfen.

Direkt zum Buch auf der Seite des Fischer Verlages:

http://www.fischerverlage.de/buch/das_universum_in_dir/9783100720054

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Rezension zu "Der Fisch in uns" von Neil Shubin

Rezension zu " Der Fisch in uns" von Neil Shubin
Mario_Veraguthvor 4 Jahren

Ein großes weiteres Banner für das Bestreben der Evolutionsbefürworter ist es, dass Neil Shubin mit seinem brillanten Werk vor die wirren Thesen der Kreationisten stellt. Der Entdecker eines Bindeglieds zwischen Landlebewesen und Fisch belegt anhand zahlreicher Beispiele, wie im Zuge der Entwicklung höherer Lebensformen etliche Eigenschaften und physiologische Besonderheiten bis in den Menschen überdauern konnten.

Wobei für Fische, Reptilien oder Vögel sinnvolle und vorteilhafte Spezialisierungen sich in einem Primatenkörper durchaus rächen können. So gibt es dadurch bedingt diverse Achillessehen und Konstruktionsfehler, wie die Tendenz zu Eingeweidebrüchen und Schluckauf, die schlecht konzipierten Bahnen einiger Nerven und generell einige nicht optimiert scheinende Konstruktionen im menschlichen Körper. Viele Zivilisations- und konventionelle Krankheiten sind bedingt durch die vielfältigen Einflüsse hunderter Jahrmillionen, in denen leider mitunter nicht immer nützliche Geschenke größtenteils ausgestorbener Urahnen lauern.

Die Illustrationen und Zeichnungen, anhand derer die Entwicklung der Spezialisierung einer ursprünglich ganz anderen Art in ihrem Verlauf bis zur finalen Platzierung im Menschen aufgezeichnet wird, verdeutlichen diese wundersame Spielart der vergehenden Zeit auf anschauliche Weise. Wobei bei einigen der Darstellungen schon das eine oder andere Augenreiben vonnöten sein kann, um die Herleitung, auf die man von selbst niemals gekommen wäre, als Fakt auf sich wirken zu lassen. Es zeigt sich, wie über schier unermesslich viele Modifikationen Fähigkeiten aus komplett differenten Lebensumgebungen an die speziellen, den momentanen Bedürfnissen des „Genwirts“(Eigenkreation) optimal entsprechenden, Gegebenheiten angepasst werden.

Als Anschauungsobjekte dienen Insekten, Fische, Reptilien und Würmer, deren verschiedenste Körperteile wie Augen, Knochen, innere Organe, Zähne und Kiemen in ihrer Metamorphose zu Komponenten anderer Lebensformen dargestellt wird. Die Forschungs- und Thesengrundlage bilden genetische Analysen, Fossilien sowie Studien der Embryonalentwicklung. Speziell mit letzterer lässt sich, wie jedes werdende Elternteil zu berichten weiß, auf atemberaubende und vor der Genialität der Natur in Ehrfurcht erstarren lassende Weise, unser artübergreifender Genpool darstellen. So entstand aus den Seitenlinienorganen der Fische das menschliche Innenohr, aus Kieferknochen Gehörknöchelchen und aus einzelligen Bakterien die Mitochondrien.

Speziell die Mikroebene samt Viren und Bakterien, in der die ersten primitiven Lebensformen entstanden, birgt in anderer Hinsicht noch mehr bisher unerforschte, spannende Erkenntnisse. Denn die winzigen Lebensformen waren nicht nur die Grundlage alles Lebens, sondern stiegen auch viel später ein weiteres Mal mit nachhaltiger Wirkung in die Gestaltung der Ökosphäre ein. Wie weit viele unserer körperlichen Funktionsweisen, DNA, Stoffwechsel und Vererbung von Bakterien und Viren beeinflusst und modifiziert wurden, lässt sich vom momentanen, in den Kinderschuhen steckenden, Stand der Forschung aus betrachtet schwer seriös einschätzen. Es gibt diesbezüglich viele Theorien und nur rare, strittige Beweise, was für kommende Generationen von Wissenschaftlern einen Freibrief für den Eintritt in eine neue Welt der Forschung darstellt. Denn wo jetzt größtenteils nur anhand offensichtlicher, an Skelett oder Organen nachweisbaren Spuren urzeitlicher Ahnen eine Verbindung bewiesen werden kann, wird den Paläontologen des 21. und 22. Jahrhunderts ein Bündnis mit Biologen und Biochemikern beschieden sein. Und in dessen Gefolge werden noch wesentlich beeindruckendere Details, nicht nur darüber wie einzelne Fragmente unserer Physis erschaffen wurden, ans Tageslicht kommen. Sondern bis zu einzelnen Zellen und deren Funktionsweisen hin wird sich ein endlos verzweigter Stammbaum auftun, an dessen vorläufigen Ende der Mensch steht.

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sabatayn76s avatar

Rezension zu "Der Fisch in uns" von Neil Shubin

Rezension zu "Der Fisch in uns" von Neil Shubin
sabatayn76vor 7 Jahren

Den inneren Fisch erkennen und den Haien eine Hand geben

Inhalt:
Der Paläontologe Neil Shubin erzählt in 'Der Fisch in uns' von der Geschichte unseres Körpers, von verblüffenden Ähnlichkeiten zwischen den unterschiedlichen Arten und darüber, wie unser Körper so wurde, wie er heute ist.

Der Leser kann hier einiges über die Entwicklung der Zähne, der Hände, des Gehirns, des Körperbaus, über Sehen, Hören und Riechen sowie über Neuroanatomie, Genetik, Evolution und Paläontologie lernen.

Mein Eindruck:
'Der Fisch in uns' liest sich einfach, und dem Autor gelingt es, Sachverhalte gut verständlich zu beschreiben. Allerdings empfand ich Neil Shubin bisweilen als zu schwafelig und als zu sehr auf eigene Expeditionen und Befunde fokussiert. Hier werden häufig viele Kleinigkeiten zum Besten gegeben, die dafür gesorgt haben, dass ich das eigentlich so spannende Thema manchmal als langatmig empfand. Aufgefallen ist mir zudem, dass der Autor bei anderen Themen oft vage und oberflächlich bleibt.

Mein Resümee:
Neil Shubin ist kein so guter Erzähler wie Richard Dawkins, und schaffte es mit 'Der Fisch in uns' nicht, mich durchweg zu unterhalten und zu fesseln.

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