Neil Smith

 4 Sterne bei 39 Bewertungen
Autor von Das Leben nach Boo, Boo und weiteren Büchern.

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Das Leben nach Boo

Erscheint am 21.01.2019 als Taschenbuch bei Goldmann.

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Das Leben nach Boo

Das Leben nach Boo

 (35)
Erschienen am 08.02.2017
Bang Crunch

Bang Crunch

 (2)
Erschienen am 14.08.2009
Das Leben nach Boo

Das Leben nach Boo

 (0)
Erschienen am 21.01.2019
Boo

Boo

 (2)
Erschienen am 05.11.2015
The Signs of a Savant

The Signs of a Savant

 (0)
Erschienen am 04.05.2011
Gentrification of the City

Gentrification of the City

 (0)
Erschienen am 07.12.2010
The New Urban Frontier

The New Urban Frontier

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Erschienen am 01.09.1996

Neue Rezensionen zu Neil Smith

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Rezension zu "Das Leben nach Boo" von Neil Smith

Wenn man sich dem Thema öffnet, hat man ein besonderes Leseerlebnis
buchstabensammlerinvor einem Jahr

Rund ums Buch:
Titel: Das Leben nach BOO
Autor: Neil Smith
Verlag: Schöffling & Co.
ISBN: 978-3-89561-496-5
Preis: 24,00 €

Cover:
Das Cover des Buches ist schlicht gehalten, der Titel und hier Name BOO steht im Vordergrund und nimmt mehr als die Hälfte der Vorderseite ein. Das Interessante ist, dass es das Buch in 11 verschiedenen Farbvarianten gibt. Ich habe mich für die pink/blaue Variante entschieden. Klasse Idee!


Text Rückseite:
Was wäre, wenn es für Menschen ein eigenes Nachleben je nach Alter und Herkunftsland gäbe? Neil Smith hat sich das ausgemalt, und herausgekommen ist dabei die zauberhafte Geschichte des hochbegabten Außenseiters Oliver „Boo“ Dalrymple, der in einem Himmel für dreizehnjährige Amerikaner aufwacht und keine Ahnung hat, wie er dorthin gekommen ist. Was er dort erlebt, entpuppt sich als spannendes Abenteuer, und man erfährt, wie die Welt aussehen könnte, wenn Jugendliche sie regierten. Von diesem Buch war ich vollkommen hingerissen und die Leser werden es auch sein, HUFFINGTON POST


Inhalt:
Oliver Dalrymple hat zu Lebzeiten Hänseleien und Ausgrenzung erleben müssen, er ist hochbegabt und aufgrund seiner hellen Haare und Haut ein Sonderling für seine Mitschüler und wird deshalb BOO genannt. Während er mal wieder das Periodensystem vor seinem Schulspind aufsagt, bricht er zusammen – stirbt und wacht in der für ihn bestimmten Nachwelt auf, nämlich der Welt für dreizehnjährige Amerikaner. Dieser Bereich ist hinter Mauern verborgen und plötzlich landet man dort, wenn man gestorben ist. Hier bleibt man 50 Jahre, bis man dann wiederstirbt.
Als dann noch der Mitschüler Johnny ebenfalls in dieser Zone auftaucht, muss Oliver über sein Leben die Wahrheit erfahren, lernt sonderbare Menschen um sich herum kennen und vor allem muss er sich an das Leben in der Nachwelt gewöhnen. Kein Fleisch, keine Autos, denn 13jährige haben noch keinen Führerschein... „Geführt“ wird diese Zone von ZIG, ihrem quasi Gott, der sich um das Wohl der Jugendlichen kümmert, aber auch alles vorgibt. Wir lernen JuMos kennen (junge Mordopfer) und deren Einstellung zu Straftaten und Portalsucher, die gerne wieder zurück nach Amerika möchten. Mehr gibt es hier nicht zu sagen, denn dann würde ich noch mehr spoilern.

Darstellungsweise/Schreibstil:
Das Buch ist geschrieben als Brief von BOO aus der Nachwelt an seine Eltern. BOO schreibt seine Erlebnisse Tag für Tag, Jahr für Jahr auf, mit dem Wunsch, irgendwie diesen Brief seinen Eltern in Amerika zukommen zu lassen. Jedes Kapitel ist mit einem Chemischen Element bezeichnet. Wochen oder Monate in denen BOO nichts schreibt, werden durch mehrere Elemente hintereinander, ohne Kapiteltext, dargestellt. Das ist eine pfiffige Umsetzung.
Der Schreibstil ist flüssig, leicht lesbar, obwohl BOO über alles und jedes wie ein Lexikon Bescheid weiß und man sicherlich auch manchmal wirklich ein paar Dinge nachschlagen könnte.
Meine Meinung:
Hat sich nicht jeder von uns schon mal Gedanken darüber gemacht, wie es „Im Himmel“ aussieht? Was passiert, wenn wir sterben? Das Buch nimmt einen mit in eine Nachwelt der besonderen Art. Man fängt an darüber nachzudenken, was wirklich wichtig ist, denn BOO erlebt dort Situationen mit Dingen, die für uns alltäglich sind, dort aber als Museumsstück dienen. BOO muss lernen mit den unterschiedlichsten Menschen umzugehen, was für uns auch im Alltag normal ist, für einen Außenseiter wie BOO aber eine große Herausforderung. Das Buch lebt von Wendungen, Überraschungen, besonders emotionalen Momenten aber auch Komik. Es geht um Freundschaft und Familie und vor allem darum, füreinander da zu sein.
Ein spezielles Buch, was sicher polarisiert, wenn man sich dem Thema nicht öffnet.


Beste Momente:
„ Es ist das erste Mal seit seiner Ankunft, dass er lacht. Ich bin stolzer als damals, asl ich den pH-Wert meines Urins erhöhte, indem ich Zitrusfrüchte aß. Folglich setze ich ein Lächeln auf.“ Seite 81


„Einen Meter von mir entfernt landet ein Rotkehlchen. Es sieht mich an, legt den Kopf erst auf die eine und dann auf die andere Seite, als sei ich ein Rätsel, das es zu lösen versucht.“ Seite 378

FAZIT:
Ein spannendes Thema, durch eine wirklich spektakuläre Idee von der Nachwelt umgesetzt und wer sich dem Thema öffnet, hat ein besonderes Leseerlebnis mit anschließenden Momenten des Nachdenkens. 

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V

Rezension zu "Das Leben nach Boo" von Neil Smith

Absurder Spaß und viele Plot Twists
Vanillezimtzaubervor einem Jahr

Die vollkommen absurde Geschichte hat mich sofort begeistert und ich war immer wieder verblüfft. Jedoch hat mir das Ende nicht so gut gefallen... Cover/Gestaltung: Das Cover gibt es in verschiedenen Farben. Das ist eine interessante Idee. Die Buchgestaltung mit den Elementen des Periodensystem finde ich genial. Die Kapitel sind mal länger und mal kürzer, was ich persönlich mag :) Schreibstil: Oliver, genannt Boo, schreibt an seine Eltern, in der Hoffnung sie würden es eines Tages lesen. Zu Beginn ist Boo noch, naja, Boo. Er kommt durch sein vieles Wissen und seine Art ziemlich neunmalklug rüber. Das ändert sich aber gegen Ende. Boo macht eine Entwicklung durch, die wir durch den schreibstil des Autors miterleben dürfen. Wir sehen die Welt aus Olivers Sicht, ein wichtiger Bestandteil der Geschichte. Sie wäre eine komplett andere, würde sie von Thema oder Johnny erzählt werden. Charaktere: Wie schon gesagt, ist Boo neunmalklug, wissenschaftlich begabt und Menschen abgewandt. Das macht ihn auf der Erde zum Mobbingopfer, typisch für amerikanische High School Geschichten. Er ist das Ultimatum eines Nerds. Doch Sein Charakter macht die Story interessant. Johnny ist für mich der interessanteste Charakter. Durch die vielen Plot Twists wird immer wieder neues Licht auf ihn geworfen. In meinen Augen ist er auch die sympathischste Figur. Die Story ohne Inhaltsangabe: Die Idee eines Himmels nur für dreizehnjährige Amerikaner mit einem Hippie Gott ist schon ziemlich abgefahren. Aber Neil Smith setzt diese Idee gut um. Die Geschichte lebt von vielen Plot Twists, was die Neugier erhält und einen zum lesen animiert. Ich war immer wieder verblüfft. Ende ohne Spoiler: Dreiviertel des Buches haben mir sehr gut gefallen, jedoch mochte ich das Ende überhaupt nicht. Die große Offenbarung finde ich stimmig, doch der Rest gefällt mir persönlich nicht. Deswegen bekommt das Buch auch nur drei Sterne. Fazit: Cooles Buch mit vielen überraschenden stellen, aber dessen Ende mir aber nicht so gefallen hat.

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Rezension zu "Das Leben nach Boo" von Neil Smith

Neil Smith | DAS LEBEN NACH BOO
Ein LovelyBooks-Nutzervor einem Jahr

INHALT: Oliver Dalrymple – wegen seiner blassen Haut von allen nur Boo genannt – staunt nicht schlecht, als ihm in der Schule plötzlich die Lichter ausgehen. Eben steht er noch vor seinem Spind und versucht die Elemente des Periodensystems auswendig aufzusagen und ZACK! schon ist er tot. Aber irgendwann musste es ja so kommen, denn mit einem Loch im Herzen ist die Lebenserwartung naturgemäß eher gering.

Boo erwacht in einer riesigen, abgeschotteten Stadt, die nur mit Dreizehnjährigen bevölkert ist. Tausende amerikanische Kids an der Schwelle zur Jugend, die zu früh aus ihrem Leben scheiden mussten, sei es durch Krankheiten, Unfälle oder Gewaltverbrechen. Sie bleiben für fünfzig Jahre in ihrem Alter stecken bis sie mit einem PUFF! aus ihrem Nachleben verschwinden, so als ob es sie nie gegeben hätte. Die Geschicke der Stadt werden von einer Gottheit namens Zig gelenkt, den die Kids nie zu Gesicht bekommen, den sie sich aber als abgehalfterten Hippie vorstellen – wirrhaarig, fusselbärtig, mit Batik-Shirt und immer etwas stoned.

Boo, zu Lebzeiten eher ein Außenseiter und Strebertyp (und somit Mobbingziel N°1), lebt sich recht schnell in seinen Tod ein und trauert der Vergangenheit kaum nach. Bis Johnny Henzel ein paar Wochen später in der Stadt auftaucht, ein Junge, den Boo aus der Schule kennt, und einer der wenigen, mit denen er eine Art Freundschaft unterhielt. Ob er wohl auch ein Loch im Herzen hatte? Doch was Johnny über die wahren Todesursachen zu berichten hat, sowohl die Johnnys als auch Boos eigene, zieht ihm den Boden unter den Füßen weg…

FORM: Der kanadische Autor Neil Smith lässt Boo die Geschichte als eine Art langen Brief an die Eltern schreiben. Der Ton, der dabei entsteht, hat diese typische Mischung aus hochbegabt und neunmalklug, die man aus Büchern wie SUPERGUTE TAGE oder DIE KARTE MEINER TRÄUME kennt. Smiths Adressaten sind ganz klar die jüngeren Leser, auch wenn DAS LEBEN NACH BOO nicht explizit als Jugendbuch vermarktet wird (was mich ein wenig wundert).

Zu den Höhepunkten dieses Romans gehören ohne Zweifel die Twists und Plot-Points, von denen es gleich mehrere gibt. Ich will natürlich nicht zu viel verraten, nur kurz anmerken: Smith versteht es, seine Leser mit nur wenigen Sätzen zu verblüffen. Er zwingt sie, alles Gelesene nochmal zu überdenken und stellt die Schlüsselszenen mehrmals in neues Licht. Das ist großartig komponiert, macht Spaß zu lesen und geht am Ende sogar zu Herzen.

FAZIT: Als ich den Roman zum ersten Mal in einer Buchhandlung sah, fiel er mir zunächst durch die Covergestaltung auf. Es gibt ihn in elf verschieden Farben, wobei sich mir auch nach der Lektüre nicht so ganz erschließt, warum eigentlich. Egal – Interesse geweckt, Ziel erreicht! Nachdem ich mir dann den Klappentext durchgelesen hatte, war ich schon hin und weg. Und jetzt, gut vierhundert Seiten weiter, kann ich sagen: Es hat sich gelohnt. Ein sehr gutes Buch, das gleichzeitig unterhält und zum Nachdenken anregt.
Fünf Sterne.

*** Diese und viele weitere Rezensionen könnt Ihr in meinem Blog Bookster HRO nachlesen. Ich freue mich über Euren Besuch ***

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