Neil Young: Greendale

von Neil Young und Joshua D. M. Dysart
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Neil Young: Greendale
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Großartige Comicumsetzung von Neil Youngs magisch-politischer Rockoper in einer qualitativ hochwertigen Ausgabe.

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Inhaltsangabe zu "Neil Young: Greendale"

Anfang 2003 scheint es, als ob der Weg in den Krieg unvermeidbar wäre. Doch dann ist da Greendale, eine Kleinstadt im nördlichen Kalifornien, wo die 18-jährige Sun Green – Urenkelin des Mannes, der unter den Gründern der Stadt war – lebt, liebt und träumt. Sun ist anders als die anderen Jugendlichen. War sie schon immer. Die Frauen in ihrer Familie hatten alle eine besondere Beziehung zur Natur, aber bei fast allen endete diese Verbindung tragisch. An dem Tag, als die Bomben die halbe Welt trafen, taucht ein Fremder auf, den nur Sun sehen kann. Ein Fremder, der ihre gesamte Welt in Frage stellt… indem er alles zerstört, was sie liebt. Basierend auf dem gleichnamigen Album Neil Youngs, hat der Autor Joshua Dysart (Unknown Soldier) mit dem Zeichner Cliff Chiang (Wonder Woman) eine amerikanische Fabel über das Coming of Age einer jungen Frau verfasst. In traumhaften Bildern erzählt die Graphic Novel die komplette Geschichte von Neil Youngs Rockoper aus dem Jahr 2003.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783862016587
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:160 Seiten
Verlag:Panini
Erscheinungsdatum:15.07.2013

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    Elmar Hubers avatar
    Elmar Hubervor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Großartige Comicumsetzung von Neil Youngs magisch-politischer Rockoper in einer qualitativ hochwertigen Ausgabe.
    Neil Young Greendale

    STORY

    Die naturverbundene Sun Green besitzt von Kindheit an die Fähigkeit, auf ganz eigene und friedfertige Art mit den Tieren auf der heimischen Farm umzugehen. Genauer gesagt besitzen alle Frauen, die der Blutlinie der Indianerin Mahalia Cross, Suns Urgroßmutter entstammen, besondere Fähigkeiten. Einige von ihnen verschwinden auch plötzlich auf Nimmerwiedersehen und zeigen sich nur in den Träumen ihrer Nachfahrinnen wieder. Suns jüngste Träume künden außerdem von Gefahr. Einer Gefahr, die von einem Energiekonzern ausgeht und die das Land in Verwüstung und Chaos stürzen könnte. Da kommt plötzlich ein Fremder in die Stadt, den Sun aus ihren Träumen kennt und der ganz eigene Ziele verfolgt.

    MEINUNG

    Die Comicadaption GREENDALE basiert auf dem gleichnamigen Konzeptalbum von Rocklegende Neil Young, zusammen mit Crazy Horse aus dem Jahr 2003, das als eines der besten Musikalben dieses Jahres gilt. Da hier eine zusammenhängende Geschichte erzählt wird, lässt sich das Werk gut und gerne als Rockoper bezeichnen. Bereits 2003 drehte Neil Young (unter dem Namen Bernard Shakey) einen gleichnamigen Film; 2007 kündigte DC/Vertigo schließlich eine Comicadaption unter der Ägide von Autor Joshua Dysart (UNKNOWN SOLDIER, VIOLENT MESSIAS) in enger Zusammenarbeit mit Neil Young an, die schließlich 2010 in den USA erschienen ist.

    Neil Young hat hier eine Familiengeschichte – Saga wäre zu hoch gegriffen – geschrieben, die sich um die Greens, hauptsächlich die 18-jährige Sun Green dreht. Über drei Generationen vererbt, verfügt Sun Green offenbar über empathische und hellseherische Fähigkeiten. Sehr ausführlich wird das an sich unbeschwerte Leben von Sun geschildert inklusive erzählerischer Ausflüge zu anderen Familienmitgliedern. Der Stammbaum auf der Coverinnenseite erweist sich hier als sehr hilfreich, den Überblick über das Familiengeflecht zu behalten. Nach und nach erfährt der Leser so, dass alle Frauen der Blutlinie über besondere Fähigkeiten verfügen, die sie jedoch nie gewinnbringend oder „missbräuchlich“ einsetzen. Eines Tages jedoch sieht Sun im Traum eine drohende Gefahr für Greendale und das ganze Land hervor und sieht sich zum Handeln gezwungen. Bis hierher kann man die Geschichte einem nahezu unbeschwerten magischen Realismus zuordnen, in den sich nun mit Bestimmtheit eine politische Komponente drängt. Somit liest sich GREENDALE am Ende wie ein Amalgam aus Stephen Kings IN EINER KLEINEN STADT und Philip Roths EIN AMERIKANISCHER TRAUM.

    Als Zeichner wurde Cliff Chiang (WONDER WOMAN, HUMAN TARGET) an Bord geholt, dessen Zeichnungen vergleichsweise einfach gehalten sind, der aber perfekt das Mimikspiel der Figuren beherrscht. Im Zusammenspiel mit der (absichtlich) kontrastarmen und vergilbt wirkenden Farbgebung von Starkolorist Dave Stewart entsteht hier eine nostalgisch-traumhafte Stimmung.

    Die Paniniausgabe von GREENDALE kommt sehr edel im Hardvover mit Leinenbindung, geprägtem Cover mit eingeklebter Illustration (ebenso der Rückentext) daher. Die eigentlichen Comicseiten bestehen aus mattem, qualitativ hochwertigem Papier.

    FAZIT

    Großartige Comicumsetzung von Neil Youngs magisch-politischer Rockoper in einer qualitativ hochwertigen Ausgabe.

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