Nele Neuhaus

 4.2 Sterne bei 8.278 Bewertungen
Autorin von Schneewittchen muss sterben, Eine unbeliebte Frau und weiteren Büchern.
Autorenbild von Nele Neuhaus (©Thienemann-Esslinger Verlag / Quelle: Verlag)

Lebenslauf von Nele Neuhaus

Krimis und Pferde: Nele Neuhaus stammt aus Münster/Westfalen, zog jedoch schon als Kind mit ihren Eltern in den Taunus. Schon früh begeisterte sie sich für Bücher und schrieb erste Geschichten. Nach dem Abitur studierte sie Jura, Germanistik und Geschichte und arbeitete in einer Werbeagentur, wenn sie nicht bei ihren Pferden im Stall war . Ihre ersten Krimi-Romane erschienen als Eigendrucke. Schon zu dieser Zeit schaffte es die Autorin eine große Fan-Gemeinde aufzubauen. Mit "Schneewittchen muss sterben" gelang Nele Neuhaus 2010 der Durchbruch. Mittlerweile umfasst die Taunuskrimireihe sieben Bände. 2014 veröffentlichte die Autorin unter ihrem Mädchennamen Nele Löwenberg ihren ersten belletristischen Roman mit dem Titel "Sommer der Wahrheit". Bei Thienemann-Esslinger erschienen dann ihre beiden Jugendbuchreihen "Charlottes Traumpferd" und "Elena - Ein Leben für Pferde". So schaffte es die Autorin ihre Vielfältigkeit unter Beweis zu stellen. Fünf der Taunuskrimis wurden bereits für das ZDF verfilmt, die Hauptrollen spielen Tim Bergmann und Felicitas Woll. Die Krimis von Nele Neuhaus erscheinen mittlerweile in 27 Sprachen. Heute gehört die Autorin zu den meistegelesenen deutschen Krimiautoren.

Neue Bücher

Straße nach Nirgendwo

 (112)
Erscheint am 03.08.2020 als Taschenbuch bei Ullstein Taschenbuch Verlag. Es ist der 2. Band der Reihe "Sheridan Grant".

Sommer der Wahrheit

 (7)
Erscheint am 03.08.2020 als Taschenbuch bei Ullstein Taschenbuch Verlag.

Zeiten des Sturms

Erscheint am 03.08.2020 als Taschenbuch bei Ullstein Paperback.

Charlottes Traumpferd 1: Mit Fotos und Notizen von Nele Neuhaus

Neu erschienen am 20.05.2020 als Hardcover bei Planet! in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH.

Alle Bücher von Nele Neuhaus

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Buchformat:
Cover des Buches Schneewittchen muss sterben (ISBN: B004WSO6A6)

Schneewittchen muss sterben

 (1.769)
Erschienen am 08.09.2010
Cover des Buches Eine unbeliebte Frau (ISBN: 9783548291772)

Eine unbeliebte Frau

 (966)
Erschienen am 25.10.2019
Cover des Buches Böser Wolf (ISBN: 9783548285894)

Böser Wolf

 (734)
Erschienen am 11.10.2013
Cover des Buches Tiefe Wunden (ISBN: 9783548061733)

Tiefe Wunden

 (710)
Erschienen am 02.05.2019
Cover des Buches Wer Wind sät (ISBN: 9783548284675)

Wer Wind sät

 (735)
Erschienen am 08.06.2012
Cover des Buches Mordsfreunde (ISBN: 9783548291789)

Mordsfreunde

 (720)
Erschienen am 27.12.2019
Cover des Buches Die Lebenden und die Toten (ISBN: 9783548063041)

Die Lebenden und die Toten

 (552)
Erschienen am 22.11.2019
Cover des Buches Im Wald (ISBN: 9783548289793)

Im Wald

 (541)
Erschienen am 13.10.2017

Interview mit Nele Neuhaus

Nele Neuhaus im Interview mit LovelyBooks, September 2012

1) Erst einmal herzlichen Glückwunsch zu Deinem inzwischen langjährigen und stetig wachsenden Erfolg. Hast Du ein Geheimnis oder Tipps, die Du angehenden Autoren für den Start in der Buchbranche verraten kannst?

Danke für die Glückwünsche! :-) Mit den Tipps ist es so eine Sache. Ich werde immer wieder von angehenden Autoren oder auch von renommierten Autorenkollegen um Rat gefragt, was ich gemacht habe, um diesen Erfolg zu haben. Ganz ehrlich – ich weiß es nicht. Sicherlich gibt es sehr viele Menschen, die ebenso gut und sicher noch viel besser schreiben können als ich. Ich habe natürlich sehr viel für die Verbreitung meiner Bücher getan, als ich noch keinen Verlag hatte, aber auch das tun viele andere auch. Bei mir kam eine Portion Glück dazu, aber auch die Tatsache – und das soll nicht arrogant klingen – dass meine Bücher gut zu lesen sind, meine Leserinnen und Leser berühren und ihnen spannende Lesestunden schenken. Vor vielen Jahren, noch bevor ich ein Buch veröffentlicht hatte, las ich mal irgendwo, dass man, wenn man ein Buch schreiben will, eben auch sein Handwerkszeug beherrschen muss. Das Thema muss die Menschen interessieren, nicht nur einen selbst. Die Figuren müssen lebendig sein, sich entwickeln. Der Schreibstil sollte flüssig sein, jedes Kapitel sollte die Handlung vorantreiben. Es gibt so viele Dinge, die man falsch machen kann (und die ich auch alle schon falsch gemacht habe!), aber das Wichtigste ist eben, dass man für die Sache, die man tut, brennt. Und das tue ich. Ohne das Schreiben könnte ich nicht leben. Ich schreibe dauernd irgendetwas und nur das Wenigste davon wird veröffentlicht. Ich schreibe einfach deshalb, weil ich es liebe, weil es mich begeistert, weil ich schreiben muss. Und das ist wohl die Grundvoraussetzung für den Erfolg.

2) Im Oktober erscheint Dein neuer Krimi „Böser Wolf“ – magst Du uns schon ein bisschen was darüber verraten und bist Du immer noch aufgeregt, wenn ein neuer Roman von Dir veröffentlicht wird?

Oh ja, ich bin noch immer sehr aufgeregt! Heute fast noch mehr als früher, denn mittlerweile ist die Zahl meiner Leserinnen und Leser, die gespannt auf ein neues Buch von mir warten, ja beträchtlich höher als früher. In „Böser Wolf“ geht es diesmal um ein ganz schreckliches Thema, über das ich eigentlich nie schreiben wollte, nämlich um Kindesmissbrauch. Im vergangenen Jahr hatte ich die Schirmherrschaft für ein Projekt des Frankfurter Mädchenhauses übernommen und in Gesprächen mit den Therapeutinnen, die sich auf die anonyme Behandlung traumatisierter Mädchen im Alter von 8 bis 18 Jahren spezialisiert haben, wurde mir bewusst, wie aktuell und präsent dieses Problem nach wie vor ist. Auch wenn es nicht mehr tabuisiert wird, so ist es doch ein Thema, über das man am liebsten nicht nachdenkt. Hin und wieder liest man in den Zeitungen über besonders widerwärtige und spektakuläre Fälle, gruselt sich in bisschen und verdrängt es dann. Mich hat die Arbeit des Frankfurter Mädchenhauses sehr berührt und beschäftigt, deshalb habe ich mich dieses Themas in meinem neuen Buch angenommen.

3) Du schreibst auf Deiner Homepage, dass Dich die Situationen faszinieren, die die dunkle Seite eines Menschen offenbaren. Denkst Du Dir diese Situationen für die Bücher immer aus oder gab es schon Momente in Deinem eigenen Leben, wo Du diese dunkle Seite an Dir oder an Bekannten selbst entdecken musstest?

Ich selbst habe ein eher sonniges Gemüt und habe seit meiner Schulzeit keine Mordgelüste mehr verspürt. Allerdings bin ich sein sehr empathischer Mensch und kann mich gut in andere Menschen hineinversetzen. Für meine Bücher denke ich mir alles aus; alle Figuren, über die ich schreibe, sind absolut fiktiv. Aber tatsächlich bin ich auch in meinem weiteren privaten Umfeld mit den dunklen Seiten der Menschheit konfrontiert worden. So wurde vor Jahren ein guter Bekannter brutal ermordet, vor zwei Jahren der Vater einer Freundin und erst ganz kürzlich gab es einen Mord im entfernten Verwandtschaftskreis. Obwohl ich über Mord und Totschlag schreibe, schockiert und beschäftigt mich das sehr. Meine Geschichten sind reine Phantasie, aber wenn dann Vergleichbares in der Realität geschieht, ist das etwas völlig anderes.

4) Du hast bereits einige Krimis sowie eine Jugendbuchreihe veröffentlicht. Könntest Du dir auch vorstellen noch mehr Genres zu erobern, z.B. einen historischen Roman zu schreiben?

Durchaus! „Unter Haien“ beispielsweise ist ein Thriller, kein „Whodunit“-Krimi, wie meine Bodenstein-Kirchhoff-Bücher. Aktuell arbeite ich an etwas völlig anderem, eher einer Art „Road-Movie“ oder Familiengeschichte, die in den USA spielt. Ich habe noch viele Ideen, die in andere Richtungen gehen, aber einen historischen Roman würde ich wohl nie schreiben. Genauso wenig wie Science Fiction oder Fantasy. Das sind Genres, die ich selbst nicht gern lese und deshalb auch nicht schreiben möchte.

5) Du bist auch im Internet sehr beliebt, Deine Bücher stehen bei LovelyBooks in tausenden Bibliotheken. Liest Du diese Onlinebewertungen, googelst Du Dich regelmässig?

Ganz ehrlich? Ja, ich googele mich tatsächlich regelmäßig, denn ich möchte meine Fangemeinde bei Facebook gerne mit aktuellen Links, Berichten etc. versorgen. Rezensionen lese ich mittlerweile nur noch sehr selten. Als „Schneewittchen muss sterben“ damals in die Bestseller-Liste schoss und bei Amazon monatelang auf Platz 1 oder 2 stand, habe ich fast jede Rezi gelesen und manchmal fast geheult, wenn eine negative dabei war, die nicht substantiiert sondern einfach kränkend war. Irgendwann habe ich mir abgewöhnt, Rezensionen zu lesen – die guten wie die schlechten. Ich weiß, dass meine Bücher nicht jedem gefallen können, nicht jeder hat denselben Geschmack und das ist auch gut so. Ich möchte vor allen Dingen vermeiden mich beeinflussen zu lassen und beim Schreiben dann zu viel an Kritik zu denken. Ich will ja weiterhin so schreiben, wie ich schreibe und wie es meine Leserinnen und Leser lieben.

6) Deine Bücher sind auch gerade als Ebooks sehr erfolgreich. Wie verhält es sich mit Deinem eigenen Leseverhalten – hast Du einen Reader und evtl. sogar schon Social-Reading-Möglichkeiten ausprobiert?

Ich habe einen Kindle und ein IPad, auf denen lese ich sehr viel, gerade wenn ich auf Reisen bin. Mein Freund durfte z.B. jetzt im Urlaub „Böser Wolf“ als PDF auf meinem IPad lesen … :-) Ganz sicher haben E-Books zu Recht viele Fans. Mir persönlich ist aber das gute alte Buch noch immer am allerliebsten. Ich habe im Urlaub z.B. fünf Bücher gelesen. Echte. Mit Seiten zum Blättern.

7) Woher nimmst Du Deine Ideen und kannst Du dann auch jede Idee in einem Buch verarbeiten oder warten irgendwo noch viele Notizbücher darauf veröffentlicht zu werden, wie man das von anderen Schriftstellern hört?

Meine Ideen finde ich im täglichen Leben. Mal inspiriert mich eine Zeitungsnotiz, mal eine Dokumentation im Fernsehen, dann wiederum etwas, was mir jemand erzählt, was ich zufällig aufschnappe. Ich gehe mit offenen Augen und Ohren durchs Leben, ich höre zu, ich beobachte Menschen, ich denke mich in sie hinein. Notizbücher warten nicht, aber in meinem Kopf gibt es tausende von Schubladen, in denen Ideen darauf lauern, von meiner Phantasie beflügelt und ans Tageslicht geholt zu werden. So schnell werden mir die Ideen nicht ausgehen …

8) Deine Bücher werden inzwischen auch international veröffentlicht. Was ist das für ein Gefühl, wenn Menschen auf der ganzen Welt in Deine Geschichten eintauchen können?

Das ist ein wirklich unvergleichliches Gefühl! Damit hatte ich ja überhaupt nie gerechnet, wobei ich auch nicht mit Bestsellerlisten gerechnet hatte. Es ist kurios, dass die Menschen in Südkorea meine Bücher lieben, obwohl sie ja in einem ganz anderen Kulturkreis spielen. In Kürze erscheint „Schneewittchen“ in den USA und in China, in Japan, Italien, Korea, Holland, Tschechien, Spanien, Frankreich und Brasilien gibt es bereits Bücher von mir. Ich finde es einfach großartig und ich freue mich sehr darüber, vor allen Dingen dann, wenn ich daran denke, wie mir ganz zu Anfang meines Autorenlebens mal die Kulturdezernentin meiner damaligen Heimatstadt sagte, die Bücher seien ja ganz schön, aber für Leute außerhalb der Taunusregion wohl kaum interessant. Schön, dass sie sich damit so geirrt hat. :-)

9) Du hast eine eigene Stiftung gegründet. Möchtest Du uns etwas über die Idee dahinter erzählen und wie die Leser Dich unterstützen können?

Ja, im vergangenen Jahr habe ich die Nele-Neuhaus-Stiftung ins Leben gerufen. Immer wieder muss ich erfahren, wie wenig Kinder und Jugendliche heutzutage lesen. Oft liegt es daran, dass sie mit dem Medium „Buch“ nicht mehr in Kontakt kommen, außer in der Schule. Die Eltern lesen selbst nicht und das Buch wird mit Schule und Zwang gleichgesetzt. Ich möchte mit meiner Stiftung Projekte unterstützen, die die Lese- und Schreibkompetenz von jungen Menschen fördert, möchte dazu beitragen, dass junge Menschen erfahren, wie wunderbar es sein kann, in die Welt der Phantasie abzutauchen, ohne nur zu konsumieren. Ich hatte das Glück, von meinen Eltern gefördert und zum Lesen angeregt zu werden, viele Kinder haben das nicht. Ihnen möchte ich helfen, denn um im Leben etwas erreichen zu können, ist es wichtig, gut lesen und schreiben zu können. Außerdem möchte ich gerne etwas von dem Guten, das mir widerfährt, weitergeben, und meinen Erfolg damit mit anderen Menschen teilen. In den letzten Monaten hatte ich aus privaten und gesundheitlichen Gründen keine Zeit, mich um die Stiftung zu kümmern, aber ich hoffe, dass ich das in Zukunft tun kann. Im letzten Jahr habe ich 90 Prozent meiner Einkünfte aus den Buchverkäufen als Stiftungskapital eingebracht, nun hoffe ich auf Zustiftungen und Spenden, damit aus der kleinen Nele-Neuhaus-Stiftung eines Tages etwas Großes wird, mit dem man etwas bewegen kann. Auf meiner Webseite wird es dann mehr Informationen geben.

10) Durch Livestreamlesungen bietet LovelyBooks vielen Lesern die Möglichkeit ihre Lieblingsautoren auch einmal live zu sehen – durch die Aufzeichnung egal wann oder wo. Du bist z.B. für Deinen neuen Roman ab Herbst auch wieder auf Lesereise u.a. in München zum Krimifestival. Was bedeutet Dir dieser direkte Kontakt zu Deinen Lesern?

Der direkte Kontakt zu meinen Leserinnen und Lesern ist mir sehr wichtig. Früher konnte ich das noch sehr viel besser pflegen, gerade auf Lesungen oder im Internet, als ich noch jeden Gästebucheintrag kommentieren und beantworten konnte. Das schaffe ich heute zu meinem Bedauern nicht mehr, denn nicht selten kommen mehr als 300 Menschen auf meine Lesungen. Auf meiner Facebook-Fanseite „Nele Neuhaus und ihre Bücher“ mit ca. 11.000 Fans bemühe ich mich, regelmäßig selbst zu posten. So konnten meine Fans quasi meine Arbeit an „Böser Wolf“ in Echtzeit mitverfolgen. Livestream-Lesungen finde ich toll, denn ich schaffe höchstens noch 20 – 25 Lesungen pro Jahr in Deutschland, denn in Zukunft werde ich auch häufiger im Ausland zu Lesereisen eingeladen. Auch wenn meine Fans mich gerne alle in ihrer Heimatstadt hätten, so hat mir meine Gesundheit doch das Stoppschild vor die Nase gehalten. 250 Lesungen in den letzten vier Jahren waren dann doch etwas heftig, im April hatte ich eine Herzoperation und muss jetzt mal etwas vernünftiger sein. Außerdem will ich ja vor allen Dingen weiterhin Bücher schreiben und im Gegensatz zu meinem sehr geschätzten Kollegen Jo Nesbo, der tatsächlich im Zug an seinem Laptop arbeitet, brauche ich eben meinen Schreibtisch und Ruhe dazu.

Videos zum Autor

Neue Rezensionen zu Nele Neuhaus

Neu

Rezension zu "Unter Haien" von Nele Neuhaus

kann man lesen, muss man nicht
Anita_Naumannvor 4 Tagen

Eine Freundin von mir hat mal von der Autorin geschwärmt, deshalb habe ich zu dem Buch gegriffen. Vielleicht muss ich von der Autorin auch einfach nochmal was anderes lesen, denn dieses Werk, das wohl ihr Debüt war, hat mich nicht sonderlich überzeugt.
Um was geht es?
Alex Sontheim ist eine gefragte Investmentbankerin und lernt durch ihren Job den schwerreichen Sergio Vitali kennen mit dem sie eine Affäre beginnt. Die Warnungen ihn betreffend ignoriert sie gekonnt, bis sie selbst feststellen muss, dass er vielleicht doch in dunkle Machenschaften verstrickt ist.
So weit, so gut.
Warum hatte ich Probleme mit dem Buch?
Fangen wir mal mit der Protagonistin an: sie war mir nicht wirklich sympathisch und ich konnte einfach kein Verständnis und noch viel weniger Mitgefühl für sie aufbringen. Sie wird als so hochintelligent und clever beschrieben und lässt sich mit einem verheirateten Mann ein, der ihr Vater sein könnte und dem Mafia-Verbindungen nachgesagt werden? Das zeugt natürlich von überragendem Intellekt.
Übrigens liebt sie ihn auch nicht wirklich, sondern findet es nur toll, dass er sie (nachdem sie beruflich schon ziemlich oben angekommen ist) in der feinen Gesellschaft New Yorks einführt. Und wie gut, dass sie ihm nach über einem halben Jahr Beziehung, nie gesagt hat, dass sie italienisch spricht. Sonst hätte das wirklich Ärger gegeben, als sie zufällig ein Gespräch mit seinen Mafia-Kumpanen belauscht.
Ansonsten war die Geschichte gar nicht mal so unspannend. Ich hatte nur einfach kein Mitleid mit ihr, als sie dann doch irgendwann feststellt, in welche Scheiße sie sich geritten hat. Deshalb gibt es von mir 3 ⭐.

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Rezension zu "Sommer der Wahrheit" von Nele Neuhaus

Ihre Taunuskrimis haben mir besser gefallen
Goch9vor 10 Tagen

Fairfield in Nebraska, 1994

Die 15-jährige Sheridan Grant, innerhalb einer großen Farmer-Familie aufwachsend, beginnt diesen Sommer mit Aufmüpfigkeit und Rebellion gegen ihre Adoptivmutter Rachel und das hinterwäldlerische Leben auf der Farm.

 

Sie wird von ihrer Adoptivmutter terrorisiert und mit Beschimpfungen und Arbeitsaufträgen überhäuft. Einzig bei ihrer Tante Isabella kann sie sich zu Gesprächen und zum Lesen zurückziehen. 

 

Nach zahlreichen sexuellen Erfahrungen wendet sie sich der Suche nach ihrer Identität und ihrer leiblichen Mutter zu.

 

Dabei macht sie erstaunliche Entdeckungen.

 

 

 

Ich habe den flüssigen und unterhaltsamen Schreibstil von Frau Neuhaus in den Taunuskrimis immer bewundert und genossen. Dieser leichte Schreibstil hat mich dieses Buch überhaupt zu Ende lesen lassen. Die Geschichte fand ich mühsam und unrealistisch. Mir ist zwar immer klar, dass ich fiktive Belletristik lese, aber irgendwie muss es für mich noch glaubhaft sein.

 

Was diesem Mädchen in knapp zwei Jahren widerfährt, ist in dieser Häufung unglaubwürdig.

 

Nicht nur, dass Sheridan bezüglich ihrer leiblichen Eltern belogen wird, sie wird von ihrer Adoptivmutter gehasst, sie wird von ihrem Bruder fast vergewaltigt, sie wird von einem Polizisten vergewaltigt und geschwängert, sie wird von all ihren Bezugspersonen verlassen, sie wird verführt und abhängig gemacht, sie kann mit 15 Jahren komponieren, singen und einer großen Bühne performen……….

 

Das ist einfach zu viel. 

Die nächsten Teile der Geschichte werde ich mir nicht mehr antun.

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Rezension zu "Straße nach Nirgendwo" von Nele Neuhaus

Fairfield/Nebraska 1996 – Rockbridge/Massachusetts 2000
JanaBabsivor 12 Tagen

Nach dem großen Familienstreit am Ende des 1. Bandes „Sommer der Wahrheit“ ist die 17jährige Sheridan Grant auf dem Weg nach New York, um dort ihre Karriere als Sängerin zu starten. Um zu tanken und eine Kleinigkeit zu essen, hält sie auf einer Raststätte. Im TV läuft gerade eine Berichterstattung zu einem Massaker, bei dem 5 Personen getötet und 2 lebensgefährlich verletzt wurden und bevor Sheridan auch nur realisieren kann, dass es sich dabei um ihr Zuhause, die Willow Creek Farm, handelt, wird auch schon ein Interview ihrer Adoptivmutter Rachel Grant eingeblendet, in dem sie Sheridan die Schuld für dieses Massaker gibt und den Hinweis, dass eben diese gesucht wird. Während Sheridan verzweifelt versucht, jemanden telefonisch zu Hause zu erreichen, ruft die Tankstellenpächterin die Polizei. Rachel Grant und die TV-Moderatoren haben gute Arbeit geleistet. Sowohl die Polizei als auch die Menschen, die sich gerade auf der Raststätte befinden, haben über Sheridan schon den Stab gebrochen, weswegen sie nicht gerade gut behandelt wird und in Handschellen zurück nach Fairfield/Nebraska gebracht wird. Da sie sich in einem anderen Bundesland befindet, dauert die Rückführung einige Zeit (vielleicht aber auch, weil sie der Willkür der Polizeibeamten ausgeliefert ist).

Zurück auf der Farm muss sie sich damit auseinandersetzen, dass ihr Bruder Esra 4 Menschen getötet hat, darunter ihren Lieblingsbruder Joe sowie 3 Farmarbeiter. Ihren Vater Vernon und ihren Bruder Hiram hat er lebensgefährlich verletzt, bevor er selbst von einem beherzten Farmarbeiter erschossen wurde. Rachel Grant, ihre Adoptivmutter (die ja eigentlich ihre Tante ist), wurde nach einem Nervenzusammenbruch in ein Sanatorium eingewiesen.

Gott sei Dank werden die Ermittlungen in diesem Mordfall nicht vom ortsansässigen Polizisten Benton durchgeführt, denn der hätte Sheridan sofort und ohne zu zögern in den Knast gesteckt. In diesem Fall ist Detective Lieutenant Jordan Blystone von der Nebraska State Patrol zuständig und der geht ganz unvoreingenommen an die Sache heran. Sheridan ist überrascht, dass er ihre Version der Geschichte glaubt und sie fasst Mut, dass sich doch nochmal alles zum Guten wenden kann. Aber auch oder gerade in Fairfield ist der Samen aufgegangen, den ihre Adoptivmutter Rachel in den letzten Jahren gesät hat und Sheridan schlägt der blanke Hass entgegen. Ihr tägliches Leben gleicht einem Spießrutenlauf, so dass sie am Ende doch wieder einmal ihre Sachen packt um die Farm zu verlassen und an einem anderen Ort ein neues Leben zu beginnen. Unterstützung erhält sie von Detective Lieutenant Jordan Blystone.

Kann sie tatsächlich alles hinter sich lassen um irgendwo neu zu beginnen?

Erfreulicherweise beginnt die Geschichte in „Straße nach Nirgendwo“ zwei Tage nachdem „Sommer der Wahrheit“ endet. Am 23.12.1996 hat Sheridan, nach dem großen Streit, die Willow Creek-Farm verlassen, am 25.12.1996 richtet ihr Bruder Esra das schreckliche Massaker an.

Bei meinem Leseverhalten ist es fast genau so – ich habe am 14. Mai den 1. Teil beendet und rezensiert und jetzt, im Juni, den 2. Teil gelesen, so dass mir die ganze Geschichte noch sehr gut im Gedächtnis ist. Band 1 hat mir ja schon sehr gut gefallen, aber die Geschichte in Band 2 entwickelt ihre ganz eigene Dynamik, so dass ich das Buch tatsächlich so schnell wie möglich gelesen habe.

Sheridan muss auf ihrem Weg über einen erzählten Zeitraum von 4 Jahren sehr viele Kröten schlucken und was ihr passiert ist manchmal schön, manchmal nicht zu ertragen und zwischendurch muss sie, zu ihrem eigenen Schutz, ihren Namen ändern, so dass man sich als Leser fragt, wieso eine so junge Frau an diesen Dingen nicht zerbricht.

Um Geld zu verdienen darf sie nicht wählerisch sein und so arbeitet sie als Mickey Mouse in Disney World, als Zimmrmädchen in einem Hotel oder verdient sich ihr Geld als Bar-Pianistin. Sheridan ist noch immer so naiv wie im 1. Teil ihrer Geschichte und so passiert es auch hier immer wieder, dass sie einen Mann kennenlernt und sich prompt in diesen verliebt – aber nicht jeder dieser Männer meint es gut mit ihr.

Während der ganzen Zeit hält sie lockeren E-Mail-Kontakt mit ihrer Schwägerin Rebecca (der Ehefrau ihres Bruders Malachy), verrät jedoch niemals ihren Standort.

Immer weiter geht ihre Fahrt nach Nirgendwo als in Rockbridge ihr Auto verreckt und ihr Budget es ihr weder erlaubt das Auto reparieren zu lassen, noch eine Unterkunft in einem Motel zu mieten. In dem Moment, in dem es ihr am schlechtesten geht, lernt sie Dr. Paul Sutton kennen. Ist Sutton nun endlich der Mann, bei dem sie sesshaft werden möchte? Die Antwort dazu gibt es in Band 3, der im August 2020 als eBook in Neuauflage erscheint.

Parallel zu Sheridans Geschichte erfährt der Leser auch die Lebensgeschichte von Detective Lieutenant Jordan Blystone. Die Wege von ihm und Sheridan laufen ein paar Wochen nebeneinander, da er ihr Unterkunft gewährt bzw. sie bei seiner Freundin einquartiert hat. Nachdem Sheridan einmal eine Bemerkung über ihre Großeltern gemacht hat, deckt Blyton ein Familiendrama auf, für das Rachel Grant in einem Prozess Rede und Antwort stehen muss.

Mit 39 Jahren erfährt Blyton am Sterbebett seines Vaters, dass sein ganzes Leben eine einzige Lüge ist und er setzt alles daran, seine wahre Herkunft herauszufinden. Unterstützung bekommt er dabei von Nicholas Walker, dem Mann, der sich in „Sommer der Wahrheit“ als Sheridans einzig echter Freund gezeigt hat. Auch in Blytons Leben gibt es einiges aufzuarbeiten; nicht nur seine Herkunft.

Wie auch schon Band 1, lässt sich dieses Buch wirklich flüssig lesen. Es passieren unendlich viele Dinge, als ob das Massaker nicht schon ausgereicht hätte, muss Sheridan jede Menge einstecken. Gerade das macht das Buch aber auch spannend und nicht langweilig, denn 496 Seiten wollen gefüllt werden. Einiges ist ein wenig überzogen und das ein oder andere Detail kann auch hinterfragt werden (z. B. warum eine Vergewaltigung und ein damit zusammenhängender Todesfall nicht mehr psychische Auswirkungen auf Sheridan hat), aber letztendlich handelt es sich um eine fiktive Geschichte die unterhalten soll – und das hat sie bei mir geschafft. Ich konnte mich fast nicht mehr von diesem Buch lösen.

Nun warte ich gespannt auf Teil 3 dieser Reihe, der im August 2020 als neu aufgelegtes eBook im Ullstein eBook-Verlag erscheinen wird.

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Gespräche aus der Community

Neu
Cover des Buches Muttertag
Lieselotte
Der LovelyBooks Adventskalender beschert dir eine buchige Adventszeit und verkürzt die Tage bis Weihnachten! Denn vom 01.12. bis 24.12. öffnen wir jeden Tag unser Bücherregal für dich und verlosen großartige Literatur zum Weiterschenken oder selber Lesen!

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Mehr zum Buch:
Im Wohnhaus einer stillgelegten Fabrik wird eine Leiche gefunden. Es handelt sich um den ehemaligen Betreiber des Werks, Theodor Reifenrath, wie Kriminalhauptkommissarin Pia Sander feststellt. In einem Hundezwinger machen sie und ihr Chef Oliver von Bodenstein eine grausige Entdeckung: Neben einem fast verhungerten Hund liegen menschliche Knochen verstreut und die Spurensicherung fördert immer mehr schreckliche Details zutage. Reifenrath lebte sehr zurückgezogen, seit sich zwanzig Jahre zuvor seine Frau Rita das Leben nahm. Im Dorf will niemand glauben, dass er ein Serienmörder war.

Rechtsmediziner Henning Kirchhoff kann einige der Opfer identifizieren, die schon vor Jahren ermordet wurden. Alle waren Frauen. Alle verschwanden an einem Sonntag im Mai. Pia ist überzeugt: Der Mörder läuft noch frei herum. Er sucht sein nächstes Opfer. Und bald ist Anfang Mai.


Bitte beachtet vor eurer Bewerbung unsere Richtlinien für Buchverlosungen


672 BeiträgeVerlosung beendet
Cover des Buches Tiefe Wunden
Hallo zusammen, 

in der Gruppe Serien-Leserunden wollen wir den 3. Teil der Serie von Nele Neuhaus gemeinsam lesen.


Start ist der 01.April 2017, jeder liest mit seinem eigenem Exemplar, es gibt hier keine Bücher zu gewinnen. 

Bitte achtet darauf, eure Beiträge ggf. als Spolier zu markieren, damit niemandem gespoliert wird! 

Viel Spaß :)
31 Beiträge
Cover des Buches Die Lebenden und die Toten
Liebe Leserinnen und Leser, liebe Fans von Oliver von Bodenstein und Pia Kirchhoff! Lange, lange habe ich euch warten lassen, aber nun ist nach anderthalb Jahren der Arbeit endlich mein neuer Taunuskrimi DIE LEBENDEN UND DIE TOTEN in den Buchläden angekommen und ich warte voller Spannung auf eure Reaktionen. Es ist ein langer Weg von der allerersten Idee bis hin zum gedruckten Buch, viel muss recherchiert und bedacht werden. Auch der Titel ist wichtig, denn ich finde, dass er sich im Inhalt des Buches wiederfinden sollte. Diesmal habe ich sogar beim Entwurf des Covers mitgewirkt, denn ich hatte die Idee, die Frankfurter Skyline im Hintergrund anzudeuten. Jetzt sieht es wirklich so aus wie die Stelle, an der der erste Mord geschieht. Diesen Schauplatz gibt es - wie fast alle anderen Schauplätze in meinen Büchern - nämlich wirklich! Ich habe ihn gefunden als ich mit meinem Hund spazieren ging.
Und damit komme ich auch schon zu meinen Fragen an euch: Gefällt es euch, wenn ihr in einem Buch reale Schauplätze findet? Habt ihr schon einmal ein Buch aus der Hand gelegt um bei Google Maps nachzuschauen, ob es die Stelle, den Ort oder die Straße tatsächlich gibt? Wie wichtig ist euch beim Lesen diese "Verortung" oder ist es euch eigentlich egal?
Unter allen, die mir auf meine Fragen antworten, verlosen wir bis zum 30. Oktober 15 handsignierte Exemplare von DIE LEBENDEN UND DIE TOTEN.
Ich freue mich über eine rege Beteiligung und bin schon sehr neugierig auf Eure Antworten!

Nun wünsche ich Euch viel Glück bei der Verlosung und sende herzliche Grüße aus dem Vordertaunus,

Eure

Nele Neuhaus
 
427 BeiträgeVerlosung beendet
Letzter Beitrag von  Marieeleonorevor 3 Jahren

Zusätzliche Informationen

Nele Neuhaus wurde am 20. Mai 1967 in Münster/ Westfalen (Deutschland) geboren.

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