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Schnuffelchen

vor 3 Wochen

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Das Duo Bodenstein und Kirchhoff (jetzt eigentlich Sander) haben mich bisher immer sehr gut unterhalten. Die Krimis waren spannend und sogar packend und die private Seite der Ermittler brachten noch zusätzlich Interessantes mit ein und machten die Komissare greifbar. Doch diesmal war ich enttäuscht.

Der Kriminalfall war sehr zäh und konstruiert. Und die persönlichen Belange der Ermittler waren nicht Hauptwerk sondern eher Mittelpunkt der Geschichte. Ich habe sehr viel Zeit gebraucht um das Buch wirklich zu lesen und war zwischenzeitlich sogar geneigt, das Buch eventuell abzubrechen. Wo ist der Charme der Geschichten geblieben? Wo die Brisanz? In den beiden Vorgänger Böser Wolf und Die Lebenden und die Toten, da jagten einen die Spannung und man wollte die Bücher kaum aus der Hand legen. Hier plätschert alles nur vor sich hin und wirkt teilweise, als ob die Autorin zwischendurch überhaupt nicht wüsste wo sie mit der Geschichte hinwollte.

Auch die Komissare haben hier viel an Boden verloren. Das Oliver von Bodenstein nicht ganz auf der Höhe ist, war zu vermuten immerhin geht es um den Tod seines Jugendfreundes vor 40 Jahren und bei ihm steht auch privat eine große Veränderung an. aber Pia, die sich immer souverän gegenüber ihren Kollegen und ihren Vorgesetzten durchgesetzt hat, wirkt völlig überfordert und gehetzt.

Diesmal war es nicht wirklich eine Freude diese Geschichte zu lesen. das kann Nele Neuhaus viel besser und ich hoffe, das sie im nächsten Krimi wieder zeigt, das sie es kann.

Fazit: Diesmal wurde ich wirklich enttäuscht. Der Krimi ist weder spannend noch sind die Ermittler in ihrem Element. Das kann die Autorin wirklich besser.

Autor: Nele Neuhaus
Buch: Im Wald
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