Mordsfreunde

von Nele Neuhaus 
4,1 Sterne bei667 Bewertungen
Mordsfreunde
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Positiv (543):
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Solider Krimi, aber etwas abgedreht durch die vielen Verdächtigen

Kritisch (18):
kerstin71s avatar

Und wieder viele verdächtige Personen, man blickt kaum durch. Wer war jetzt eigentlich der Täter und was sein Motiv. Nicht so gut gelungen.

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Inhaltsangabe zu "Mordsfreunde"

Der zweite Fall für Pia Kirchhoff und Oliver von Bodenstein

Ein Tierpfleger des Opel-Zoos im Taunus macht eine grausige Entdeckung: im Elefantengehege liegt eine menschliche Hand. Die dazu gehörige Leiche finden Kommissar Oliver von Bodenstein und seine Kollegin Pia Kirchhoff von der Hofheimer Kripo in einer frisch gemähten Wiese gegenüber dem Zoogelände. Der Tote war ein Lehrer und vehementer Umweltschützer, der wegen seines Charismas von vielen Schülern glühend verehrt wurde - und von einigen Einwohnern der Stadt ebenso sehr gehasst. Doch liegt hier das Motiv für einen Mord?

Entdecken Sie auch SOMMER DER WAHRHEIT, einen fesselnden Roman, den Nele Neuhaus unter dem Namen Nele Löwenberg geschrieben hat!

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783548287423
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:400 Seiten
Verlag:Ullstein Taschenbuch Verlag
Erscheinungsdatum:06.11.2015
Das aktuelle Hörbuch ist am 01.04.2014 bei audio media verlag erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    zickzacks avatar
    zickzackvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Spannend mit Ermittlern, die mehr Profil bekommen. Nur leider wieder viele Verdächtige.
    Mordsfreunde - Nele Neuhaus

    Inhalt: Im Opel-Zoo im Taunus wird eine Hand gefunden, kurze Zeit später der Rest der Leiche. Es handelt sich um den Lehrer und Umweltschützer Pauly. Der Mann wurde geliebt wie auch gehasst, da er für seine Sache stark einstand. In Bodensteins und Kirchhoffs Ermittlung ergeben sich mehrere Verdächtige. Doch wer ist so weit gegangen Pauly wirklich umzulegen?

    Ich sehe Parallelen zum ersten Fall. Wieder ein Opfer, das eine Menge Feinde hatte. Zwar wurde er auch von seinen Schülern geliebt, aber er ist sehr gegen die neue B8 Trasse vorgegangen.
    Es tauchen wieder etliche Namen und Verdächtige auf, dass ich mich am Anfang wieder durchwühlen musste und neben den Mord wurden natürlich noch viele andere Verbrechen begangen und die beiden Ermittler wurden wieder von anderen Dingen abgelenkt und in Sackgassen geleitet. Langsam habe ich das Gefühl, dass dort wo die Leben es nur Korrupte gibt. Da hat doch jeder Dreck an den Hacken.
    Übrigens bin ich froh, dass ich beim Lesen den Buchtitel meist ausblende und nicht näher darüber nachdenke. Ansonsten hätte ich schon früher darauf kommen können, auf was das hinauslaufen würde. So hat mich die Autorin mehrmals in die Irre geführt.

    Schreibstil war wieder super. Dieser ist zwar ziemlich einfach, aber ich mag ihn, da er flüssig ist und zu dem Buch passt. Es ist für Zwischendurch sehr gut geeignet.
    Ich fand es durchweg spannend, dass ich es kaum aus der Hand legen konnte. Die vielen Dialoge gefallen mir und das Beschreibungen dann eingebaut wurden, wenn sie wirklich passten. Zum Beispiel hat man in diesem Band erfahren, wie Pia Kirchhoff aussieht.

    Apropos Pia. Ich hatte ja schon nach dem ersten Band festgestellt, dass mir Pia besser gefällt als Bodenstein und das hat sich hier bestätigt. In diesem Band ging es auch mehr um Pia, man hat etwas zu ihrem Hintergrund erfahren und sie hat sich sehr persönlich in diesem Fall verstrickt. Die erste Hälfte des Buches wurde zum großen Teil nur aus ihrer Sicht geschrieben, da Bodenstein private Probleme hatte, die sich aber später eher als privates Glück herausstellten.
    Zeitweise hatte ich sogar das Gefühl, dass Bodenstein gar nicht mehr ins Geschehen eingreifen wollte, doch als für Pia der Fall ziemlich persönlich wurde, griff Bodenstein wieder ein. Man muss sagen, dass sich Pia an der einen oder anderen Stelle unprofessionell verhalten hat. Dieses freundschaftliche Verhältnis zu gleich zwei Verdächtigen war schon etwas komisch… aber da ich irgendwie beide Verdächtige gleich gemocht habe, hat es mich nicht sonderlich gestört.
    Bodenstein hat sich auch eher unbeliebt bei mir gemacht, da er seinen privaten Frust an seinen Kollegen ausgelassen hatte, besonders Pia. Ich weiß nicht, ich finde auch seine Sicht weniger interessant als die von Pia. Sie ist sehr offen und direkt, stellt den Befragten auch mal die heiklen Fragen und sagt auch ihren Chef die Meinung, wenn er sie unfair behandelt, während Bodenstein eigentlich der ruhige Typ ist, wobei er hier eher launisch war. Aber insgesamt sind sie ein gutes Team, denn wäre Bodenstein genauso wie Pia, dann würde das nicht funktionieren.
    In diesem Band wurde ausschließlich aus Bodensteins und Pias Sicht geschrieben. Im ersten Band war das noch anders. Da war man auch kurzzeitig in die Köpfe der Verdächtigen gesprungen.

    Das Team um die zwei Ermittler wurde auch näher beleuchtet. Im ersten Band waren die anderen Figuren… nun ja Pappaufsteller. Jetzt haben sie etwas mehr Profil bekommen, besonders Frank Behnke. Aber auch das nur, weil er sich mit Pia nicht versteht und er derjenige ist, der pünktlich Feierabend machen wollte. Es war WM-Zeit. Ich vermute mal, dass es um die WM 2006 ging, da das Buch 2009 erstaufgelegt wurde? Sicher bin ich mir dabei aber nicht.

    Dennoch war nicht alles toll an dem Buch. Es gab ein paar Kleinigkeiten, die mir nicht gefallen haben, außer dass es massig Verdächtige mal wieder gab.
    Einerseits als es um den Metzger Conradi ging. Wunderhübscher Mann mit blauen Augen und alle seine Kundinnen fallen um, wenn sie ihm sehen. Nun ja… noch mehr Klischee ging wohl nicht. Ich habe bei dieser Stelle sehr die Augen verdreht, zumal ja im Band auch noch der „schöne Lukas“ eine große Rolle gespielt hat.
    Dann das dumpfe Gefühl, dass dort alle Pärchen als Partner notorische Fremdgeher hatten.
    Und dann noch die Tatsache, dass es ja im zum größten Teil im „gehobenen Business“ gespielt hatte und diese alle korrupt, bestechlich und dergleichen waren. Und natürlich kümmern sich die reichen Eltern nicht sonderlich um ihre Kinder. Entspricht sicherlich teilweise der Wahrheit, empfinde ich aber auch als sehr klischeehaft. Ich würde mir für die weiteren Bände wünschen, dass weniger Klischee vorkommt.

    Interessant war, dass es den Zoo wirklich gibt und auch die Pläne zur Trasse B8.

    Fazit: Ich mag die Reihe und ihre Charakter, die wie vermutet mit jeden Band mehr Profil bekommen. Auch gab es Verzweigungen zum ersten Band. Bodensteins Jugendliebe ist auch wieder aufgetaucht und ich denke mal, dieser Punkt ist auch noch nicht abgeschlossen.
    Es gab ein paar kleine Sachen, die ich zu bemängeln hatte, daher vergebe ich vier Sterne.

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    RickysBuchgeplauders avatar
    RickysBuchgeplaudervor 5 Monaten
    Sehr Interessant

    Meine Meinung:
    Dies ist Band 2. Ich habe mich total in die Reihe verliebt. Der Schreibstil ist sehr gut zu lesen und ist gut auf die Handlung abgestimmt. Die Charaktere haben ihren ganz eigenen Charme und es macht echt großen Spaß sie durch die Geschichte zu begleiten. Es ist wirklich spannend und man wird oft irregeleitet wer denn der Mörder ist. Ich glaube viel mehr brauch ich gar nicht mehr sagen.
    Fazit:
    Wäre das Buch ein Wein wäre er süffig. Ich weiß nicht wie ich auf diese Umschreibung komme aber das Buch ist so super flüssig bei mir durchgegangen. Ich bin ein absoluter Fan und muss alle anderen Bände jetzt auch haben.

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    nasas avatar
    nasavor 6 Monaten
    Mordsfreunde

    Mordsfreunde ist der zweite Fall für das Ermittlerduo Bodenstein und Kirchhoff. Man kann die Bänder gut für sich lesen, da jeder Fall in sich abgeschlossen ist und wichtige Fakten nochmal kurz erwähnt werden.

    Im Opel-Zoo werden Leichenteile gefunden und später auf einer Wiese oberhalb des Zoo die dazugehörige Leiche. Bei der Leiche handelt es sich um den Lehrer und vehementen Umweltschützer Pauly. Er wurde von seinen Schülern verehrt und geachtet, von anderen aber gehasst. Bei den Ermittlungen kommen viele Motive und noch mehr Tatverdächtige in Frage. Zudem haben Kirchhoff und Bodenstein noch mit privaten Problemen zu kämpfen und irgendwie geht die Ermittlung nur schleppend voran.

    Der Schreibstil von Nele Neuhaus ist locker und leicht. Man kann ihren Schilderungen gut folgen und das Buch schnell lesen. Es ist nun nicht übermäßig spannend, aber eine subtile Spannung ist trotzdem vorhanden. Gerade diese unterschwellige Spannung machen die Bücher der Autorin aber aus.

    Auch in diesem Band tauchen wieder viele Charaktere auf, was auch ein Merkmal der Autorin ist. Ich kam aber nie durcheinander bei den vielen Protagonisten. Alle sind sehr lebendig und authentisch beschrieben. Gerade da es so viele sind gibt es auch immer wieder neue Motive und Verdächtige. Bis zum Ende habe ich wirklich zwischen zweien geschwankt und wurde doch überrascht.

    Bei der Ermittlungsarbeit hatte ich das Gefühl dass die Ermittler selbst keine Ahnung haben wie sie vorgehen sollen. Sie tapsen eher unbeholfen herum und lassen sich von Gefühlen leiten, die nicht immer in die richtige Richtung führen. Auch das Verhalten von Pia Kirchhoff die sich gleich mit zwei Tatverdächtigen ein Freundschaftliches Verhältnis aufbaut, war für mich befremdlich. Vor allem das zu dem 21 jährigen Lukas. Das hätte nicht wirklich sein müssen und störte mich auch etwas. Denn von professioneller Polizeiarbeit weicht hier einiges ab.

    Alles zusammengenommen ist es ein tolles Buch was ich gerne gelesen habe. Ich werde die anderen Bänder bestimmt auch noch lesen. Von mir gibt es eine Leseempfehlung.

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    Seitenglanzs avatar
    Seitenglanzvor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Eine tolle Idee für einen spannenden zweiten Fall! Ich habe mit Freude jede Seite verschlungen und freue mich schon auf den dritten Fall.
    Eine tolle Idee für einen spannenden zweiten Fall!

    „Mordsfreunde“ geschrieben von der Autorin Nele Neuhaus ist ein in sich abgeschlossenes Buch, welches allerdings zur Reihe um die Ermittlungen von Pia Kirchhoff und Oliver von Bodenstein gehört. Dies ist ihr zweiter Fall!

    Nachdem ich bereits mit großer Begeisterung den ersten Fall von den beiden Kriminalisten verschlungen habe, stehen alle weiteren Teile der Reihe auch in meinem Regal. *schmacht* Und somit habe ich dann auch „Mordsfreunde“ gesuchtet. Nele Neuhaus ist auch weiterhin dabei neue Bücher der Bodenstein & Kirchhoff Reihe zu veröffentlichen und ich hoffe sie hört noch lange nicht auf. *zwinker*

    Die Sprache und Wortwahl von Nele Neuhaus ist sehr flüssig und verständlich. Ich mag ihre Art die Leser bis zur letzten Minute an der Nase herumzuführen. *grins* Ja, ich versuche bei Krimis immer mitzurätseln. Wer war der Täter?! Und bei Nele Neuhaus liege ich immer komplett daneben. *lach* Aber hey, das macht ein Buch doch noch spannender – dass nicht alles vorhersehbar ist. Also ich liebe das! Zudem hat mir sehr gut gefallen, dass der Leser nebenbei etwas über die Privatleben der Kommissare erfährt. Klar in erster Linie geht es um den jeweiligen Fall, doch die Menge an Hintergrundinformationen stimmt! Ansonsten kann ich noch sagen, dass Nele Neuhaus sehr ansehnlich und detailliert schreibt. Sonst wäre Sie wahrscheinlich auch nicht so erfolgreich, wie Sie es ist. *zwinker* Nebenbei bemerkt hat mir auch die Kapitellänge, welche mit den verschiedenen Datumsangaben eingeleitet werden, zugesagt. Ich bin, als Leser, wirklich rund rum zufrieden.

    Das Thema, bzw. hier besser der Fall genannt ist sehr verworren. Gut verworren. Man kommt als Leser nicht so schnell hinter die Motive oder Absichten der einzelnen Verdächtigen. Und bei dem zweiten Fall von Pia Kirchhoff und Oliver von Bodenstein gibt es so einige Verdächtige. So ungefähr die ganze Stadt. *lach* Und so kann Herr von Bodenstein seinen freien Tag doch nicht ganz so als FREI bezeichnen, denn Mord macht keinen Urlaub.

    Der Schreibstil von Nele Neuhaus hat hohen Wiedererkennungswert. Sie hat eine sehr klare Linie in ihren Büchern die sofort ihre Handschrift zeigt. Ich finde ja, dass das für einen Autor ein wichtiges Erkennungsmerkmal ist. Der eigene Schreibstil ist das A und O, natürlich neben den Einfällen zu einer guten Geschichte.

    Die Protagonisten:
    Pia Kirchhoff ist noch relativ neu im Taunus. Daher ist es auch erst ihr zweiter Fall, welchen sie zusammen mit ihrem Kollegen Oliver Bodenstein bearbeitet. Pia lebt alleine mit ihren Pferden auf einem alten Gestüt. Und die Einsamkeit ist keine Last für sie, sondern frei und mit bedacht gewählt.

    Oliver von Bodenstein dagegen ist ein verheirateter Familienvater. Oliver lebt mit seiner Familie, seiner Frau und seinen beiden Kindern, schon länger im Taunus. Als Kommissar ist er sehr vielbeschäftigt und hat somit auch nur wenig Zeit für sein Privatleben. Doch bei den Fällen helfen seine Kontakte in der bekannten Gegend ungemein weiter.

    Fazit:
    Eine tolle Idee für einen spannenden zweiten Fall! Ich habe mit Freude jede Seite verschlungen und freue mich jetzt schon auf den dritten Fall. Nele Neuhaus muss man gelesen haben. Beginnt mit „Eine unbeliebte Frau“ und ihr werdet Ihre Bücher der Reihe Bodenstein & Kirchhoff lieben.

    Mehr Buchrezensionen von mir, findet Ihr auf http://www.seitenglanz.com.

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    Leseherzs avatar
    Leseherzvor einem Jahr
    Zwischen Fußball und Mord

    Eine menschliche Hand wird in einem Zoo im Taunus gefunden, kurze Zeit später finden die Ermittler Bodenstein und Kirchhoff die dazugehörige Leiche gegenüber auf einer frisch gemähten Wiese. Der Zoodirektor gerät anfangs unter Verdacht, weil der Tote ein Umweltschützer gewesen war und so oder so überall aneckte, wo es nur ging. Einst ein Straßenbau der B8 oder weitere umweltvernichtende Aktionen der Stadt brachte den Umweltschützer auf die Palme. Also bleibt die Liste der Rachesüchtigen lang.

    Kirchhof frisch getrennt von ihrem Mann, trifft auf den Zoodirektor, der ihr Herz wieder zum beben bringt, doch muss sie Abstand gewinnen. Kurze Zeit später trifft sie auf Lukas, der ihr gefühlstechnisch die Welt zu Füßen legt und befand sich, laut Bodenstein, auf dünnem Eis. Während Deutschland die WM im eigenen Land feiert, fahnden die Ermittler nach dem Mörder – bis eine zweite Leiche auftaucht!

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    Amilynvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ganz nett, allerdings mit sehr nüchternem Schreibstil, Schwarz-Weiß-Malerei und komplett unfähigen Polizisten
    Klischees und Stereotypen

    Im Elefantengehege des Opel-Zoos im Taunus wird eine menschliche Hand gefunden, die dazugehörige Leiche wenig später auf einer nah gelegenen Wiese. Bei dem Toten handelt es sich um Hans-Ulrich Pauly, einen Umwelt- und Tierschützer, der sich nicht nur im Zoo und bei den Verantwortlichen für eine geplante Umgehungsstraße unbeliebt gemacht hat, sondern auch viele Eltern gegen sich aufgebracht hat, denn der beliebte Lehrer hat einige seiner jugendlichen Schüler auf Ideen gebracht, die den Erwachsenen nicht gefallen. Oliver von Bodenstein und Pia Kirchhoff sehen sich einer Vielzahl von möglichen Tätern gegenüber.


    Bei dem zweiten Einsatz der Taunus-Ermittler Bodenstein und Kirchhoff handelt es sich um nicht mehr aber auch nicht weniger als einen ganz typischen Kriminalfall: ein Opfer, um das eigentlich keiner so richtig trauert, eine Unmenge an Tatverdächtigen, und ein vernünftiges Alibi hat eigentlich keiner. Anschließend wird die Handlung so lange hin und her gerührt, bis kein Mensch mehr weiß, wo oben und unten ist.


    So weit, so gut.


    Leider bedient sich Nele Neuhaus eines sehr nüchternen Schreibstils, so dass ein wirkliches Mitfiebern bei mir weitestgehend ausfiel. Durch den sehr standardisierten Anfang (Leiche finden, Person A vernehmen, Person B vernehmen, Person C vernehmen ...) fiel mir außerdem der Einstieg recht schwer. Bis zur ersten Wendung in der Handlung hat man das, was in Mordsfreunde passiert, einfach schon sehr oft gelesen.


    Die Personen müssen sich einer ausgeprägten Schwarz-Weiß-Malerei beugen, dafür weiß man als Leser schnell, was man von wem zu halten hat. Sympathische Charaktere sind entweder wunderschön oder werden äußerlich nicht groß beschrieben, während Unsympathen allesamt picklige Gesichter und ungewaschene Haare haben. Natürlich scheren sich reiche Eltern kein bisschen um ihre Kinder, und schon wie im ersten Taunus-Krimi genügt ein schnöder BMW nicht, da wird gleich Porsche und Jaguar gefahren. Überhaupt scheint Nele Neuhaus einen Narren an Autos gefressen zu haben, denn die detailreiche Beschreibung sämtlicher Fahrzeuge nahm schon einiges an Seiten in Anspruch.


    Trotz ihrer doch sehr stereotypen Umschreibung haben die "Einmal-Charaktere" in Mordsfreunde wesentlich mehr Persönlichkeit abgekriegt als Oliver von Bodenstein und Pia Kirchhoff. Bodenstein mutiert sogar im Verlauf der Handlung immer mehr zur Randfigur und hebt sich irgendwann nur noch durch wilde Verdächtigungen hervor, weil er gerade "so ein Gefühl" hat und nicht, weil er ordentlich ermittelt hätte. Einer nach dem anderen ist plötzlich ganz sicher der Täter, denn Bodenstein hegt Antipathien. So hat mich schließlich auch die Auflösung sehr enttäuscht, nicht unbedingt, wer es war und warum, sondern wie es herauskam, denn durch die Ermittlungen leider nicht. 


    Apropos Warum: nachdem immer noch ein weiteres Motiv aufgetaucht ist, und noch eins und noch eins und noch ein neuer Tatverdächtiger und hier und da und überhaupt, habe ich leider überhaupt nicht verstanden, warum der arme Hans-Ulrich jetzt eigentlich sein Leben hatte lassen müssen. 


    Spannend war es irgendwie trotzdem, die beiden Ermittler haben auch ein paar Privatsachen zu regeln, was ich sehr gerne mag. Vor allem Pia Kirchhoff hat in der zweiten Hälfte des Romans den ein oder anderen Verehrer zu bewältigen, das alles aber, wie gesagt, nicht gerade emotional überschwänglich.


    Fazit: Ein ganz ordentlicher Krimi, der sich einiger Klischees und Stereotypen bedient und nach einem zähen Anfang doch noch gut in Schwung kommt. Die Auflösung bringt letztendlich leider nicht die Polizeiarbeit, und die vielen Personen und Motive haben mich ziemlich verwirrt. Ich vergebe 3*** und würde an dieser Stelle mit der Serie vermutlich eher Schluss machen, wenn ich nicht bereits zwei weitere Fälle aus dem Taunus im Regal stehen hätte.

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    Pepper334s avatar
    Pepper334vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein toller Krimi der Lust auf mehr macht
    Mordsfreunde von Nele Neuhaus

    Ich habe die Bild-Edition gelesen darum ein anders Cover. 
    Meine Meinung:
    Ein Cover was irgendwo unspektakulär ist und doch durch die Schrift und dem Nass-Effekt ins Auge fällt.
    Dies ist mein erstes Buch von Frau Neuhaus und bin sehr angetan von ihrem klaren flüssigen Schreibstil, so hat das Lesen Spaß gemacht.
    Mir gefallen die Protagonisten sehr so wird es in meinen Regal ganz sicher noch mehr Neuhaus Bücher geben.
    Die Spannung ist eben Krimi nicht Thriller, aber nach einem guten Thriller tut es mal gut sanfter zu lesen.
    Der Humor von Nele Neuhaus gefällt mir auch sehr gut den sie immer mal wieder mit ein bringt.

    Fazit:
    Ein toller Krimi der Lust auf mehr von der Sorte macht. 

    https://bookverrueckt.blogspot.de/

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    Federfees avatar
    Federfeevor 2 Jahren
    Lahme Handlung, flache Charaktere

    Dies ist der 2. Band der Reihe. Vorher hatte ich den 6. gelesen, der mir ganz gut gefallen hatte. Dieser überhaupt nicht. Ich fand die Handlung so langweilig, die Charaktere so blutleer und die Sprache so klischeehaft *, dass ich nach ungefähr der Hälfte abgebrochen habe.


    * "Es sind schon Leute wegen weitaus weniger Geld umgebracht worden." (wurde zweimal gesagt)
    *Beim Anblick des Metzgers mit den strahlend blauen Augen bekamen die Kundinnen hungrige Blicke.
    Oh weia! ;-)

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    Daniela-Walchs avatar
    Daniela-Walchvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Solider Krimi, sympathische Kommisare
    solider krimi

    Das Buch ist der zweite Band in einer Reihe um die Kriminalpolizisten Pia Kirchhoff und Oliver von Bodenstein. Die Reihe ist auch bekannt als Taunus-Krimi.

    Im Opel-Zoo findet man, zerstreut in verschiedenen Tiergehegen, die Leiche von Pauly. Schnell wird klar, dass es mehr Tatverdächtige und Motive als Leichenteile gibt. Denn Pauly war ein engagierter Lehrer, Umweltschützer und selbsternannter Skandalaufklärer - und hatte sich so, neben vielen Fans, auch viele Feinde gemacht.


    Ein solider, lokaler Krimi. Kurzweilig zu lesen und durch die vielen Wendungen bei den Verdächtigten auch sehr unterhaltsam. Pia und Oliver sind nicht nur Kommisare, sondern Menschen, und ihre persönliche Hintergrundgeschichte bildet auch einen Erzählstrang im Buch. Auch die lokalen Verhältnisse der Streitigkeiten und Mauscheleien um die B8-Umgehung waren sehr interessant und boten einen vertrauten Rahmen für die Handlung.

    Mehr unter http://buchvogel.blogspot.de/2017/02/buchbesprechung-nele-neuhaus.html

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    -Anett-s avatar
    -Anett-vor 2 Jahren
    Band 2 - Mordsfreunde

    Nachdem ich nun endlich Band 1 gelesen hatte, hab ich mir gedacht, ich nehme mir Band 2 vor und schau mal, ob der mich genauso begeistern kann. Und was soll ich sagen, für mich war der  noch besser, als der Erste.

    Nachdem sich nun Pia und Bodenstein zusammen gerauft haben und richtig gute Arbeit leisten, haben sie hier wieder so einen verzwickten Fall. Los geht es eigentlich mit einer Leiche, Pauly, einem orstansäßigen Politiker-Rebellen, der schon mal richtig auf die Barrikaden gehen konnte und vielen Menschen in der Gegend auf die Füße getreten ist. Und damit hat man hier schon mal gleich eine Handvoll Tatverdächtige und ich als Leser konnte keinen ausschliessen. Im Gegenteil, es ging immer so weiter. Es entwickelten sich immer mehr Verstrickungen und es taten sich immer neue Wendungen auf.

    Auch dieser Zweite Band ist flüssig und spannend geschrieben, sehr gut recherchiert und die Protagonisten haben eine gute Tiefe bekommen, mehr noch, als bereits im Ersten Band. Hier konnte sich die Geschichte und die Schreibweise der Autorin noch steigern.

    Toll fand ich auch die Hinterleuchtung der Privatsphäre von den Ermittlern, hier hat der Leser in dem Band richtig viel erfahren!


    Mein Fazit:
    Ein toller Krimi, spannend geschrieben und in dem keine Langeweile aufkommt. Noch besser als Band eins und für mich eine absolute Leseempfehlung. Top!

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