Nele Neuhaus Unter Haien

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Inhaltsangabe zu „Unter Haien“ von Nele Neuhaus

New York, 1998: Die junge Investmentbankerin Alex Sontheim ist durch harte Arbeit und Zielstrebigkeit dort angekommen, wo sie immer hinwollte: ganz oben. Als sie den milliardenschweren Geschäftsmann Sergio Vitali kennenlernt, beginnt eine heiße Affäre. Alex genießt es, am Leben der wirklich Mächtigen teilzuhaben und gibt zunächst nichts auf die Stimmen, die sie vor Vitali warnen. Doch dann bringt eine ungeheuerliche Entdeckung Alex in tödliche Gefahr.

Grauenhaft in jeder Weise

— Gwhynwhyfar

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    Unter Haien

    Gwhynwhyfar

    11. December 2015 um 18:39

    Hörbuch, 22 Stunden, 34 Minuten gesprochen von Oliver Siebeck Ich habe einige Bücher von Nele Neuhaus gelesen, die mir auch gefallen haben. Ist dieser Thriller von der gleichen Schriftstellerin? Das ist für mich nicht nachzuvollziehen. War hier ein Ghostwriter unterwegs? Alex Sontheim aus Deutschland bekommt in einer Investmentbank in New York einen tollen Posten angeboten. Ziemlich schnell erhält die superschöne, hochintelligente, extrem ehrgeizige, hart arbeitende Blondine eine beträchtliche Gehaltserhöhung. Nicht umsonst. Dafür muss sie ihrem Chef für den Vorstand flüstern, welche Geschäfte sie abschließen wird. Natürlich nicht für Insiderhandel, der Vorstand will lediglich wissen, was vorgeht. Die Gehaltserhöhung ist auch keine Bestechung (man bietet Aktien oder Bares auf den Caymans, steuerfrei). Die hochintelligente Frau glaubt das brav. Sie ist 35, hat in Deutschland und England studiert, in diesen Ländern und Frankreich gearbeitet, sowie 12 Jahre Wallstreet Erfahrung. ???? Mathe ist nicht das Fach der Autorin. Alex lernt bald der fantastisch aussehenden und superreichen Sergio Vitale kennen, wird vor ihm von allen Seiten gewarnt, er sei der Mafiaboss von New York. Die superschlaue, taffe Alex glaubt das nicht. Naiv lässt sie sich in tolle Restaurants einladen, auf die tollen Partys der Neureichen, schlürft erlese teure Weine, teuren Champagner aus Paris, genießt erlesene Speisen. Entschuldigung meiner vielen Adjektive, aber in dem Stil ist das Buch geschrieben. Alex arbeitet 14 Stunden am Tag, geht aus/feiert bis nachts um 3 Uhr. Wie gesagt, Mathe ist nicht das Fach der Autorin. Am Wochenende hat sie frei. Hmm. Wo man doch weiß, dass gerade in der Finanzwelt der Sonntag so wichtig ist. Macht nichts. Da muss sie ja mit Sergio in sein Haus in die Karibik fliegen. Schnell bekommt sie heraus, dass Sergio wohl doch ein Mafiaboss ist. Vielleicht doch nicht? Man muss ihm vertrauen, denkt Alex. Er ist ein böser Killer, endlich hat Alex das kapiert. Nun muss sich sie sich trennen. Doch er vergewaltigt sie, vermietet ihr ein Luxusappartement für einen Spottpreis, sagt ihr, sie gehört ihm. Sie distanziert sich von ihm, will wegkommen. Warum nimmt sie das günstige Appartement? Das ist ein absoluter Logikfehler. Denn nun beginnt sie eine Affäre mit einem anderen Mann, verbringt die Wochenenden bei einer Opernsängerin. Alle Männer verlieben sich in Alex und sie sich in alle gutaussehenden Reichen. Als Cat-Woman verhaut sie drei knallharte Räuber, die eine bekannte Opernsängerin ausrauben wollen. Diese Frau aus dem alten Geldadel der Stadt wird sofort ihre beste Freundin und so wird sie die Kreise eingeführt, zu den ein normal Sterblicher keinen Zugang findet. Natürlich ist Mr. Präsident beeindruckt von ihr, lädt sie ins Weiße Haus ein, der Bürgermeister von NY sieht gleich, sie ist eine Gute, auch wenn sie mit Vitali ausgeht, ist fasziniert von ihr. Und Vitali akzeptiert eine gewisse Zeit die Trennung? Das passt überhaupt nicht zu diesem Charakter. Nun endlich merkt Alex, dass es in ihrer Firma Insidergeschäfte gibt und stellt dem Chef eine Falle. Sofort finden sich Freunde von einem Mitarbeiter, dem sie vertraut. Warum gerade dem? Er ist wohl der einzige ehrliche Mitarbeiter in der Firma. Mit einem Journalisten und eine superintelligenten Hacker, der die Truppe in die IT-Sicherheitsfirma mitnimmt (nur der Hacker muss sich identifizieren, nimmt die drei einfach mit. ???), können sie ins Netz der Firma eindringen und sehen, wohin das Geld fließt. Viele wichtige Männer werden bestochen, keine Frauen, die Firma in der Alex arbeitet ist ein Konstrukt von Vitali, der mit versteckten Unterfirmen und Unterkonten arbeitet. Und nun startet Cat-Woman den Schlag gegen Vitali, den die Justiz seit Jahren versucht in die Fänge zu bekommen. Alex wird fast erschossen, als ein Anschlag auf Vitali von einer Drogenbande ausgeübt wird, rettet ihm das Leben. Kann man, wenn man auf 1-2 Metern mit mehreren MP‘s aus dem Auto schießt, von 6 Leuten keinen treffen? Na ja, Vitali hat einen Schuss in der Schulter … Alex offenbart sich dem Bürgermeister, der früher Staatsanwalt war und dessen Lebenszweck es scheint, Vitali zur Strecke zu bringen. Immer wenn Alex in Bedrängnis gerät, kommt aus dem Nichts eine helfende Hand, das hat fast etwas Mystisches … Sie entwischt diverse Male den Mafiakillern, indem sie sich schlicht mit ihren Händen wehrt. Ihre Flucht nach Europa ist dilettantisch ausgeführt für eine intelligente Frau. Zurückgekehrt (noch dilettantischer, mit dem Namen eingecheckt, den sie schon in Europa benutzte, in ein öffentliches Hotel, der Bürgermeister besucht sie, nimmt sie aber nicht mit … die Mafia wird sie schon nicht finden) wird sie doch noch erwischt, ausgepeitscht, von einer Horde Mafiosi vergewaltigt, in den Fluss geworfen (ohne geprüft zu haben, ob sie tot ist). Gleich fischt sie einer raus. Alles nicht so schlimm. Sie hat kein Sterbenswörtchen verraten, auch nicht geweint bei der Folter, sie ist ja hart im Nehmen. Im letzten Drittel wird ansonsten nur geheult. Alle Männer heulen und wenn einer weint, steigt der Gegenüber mit ein. Nach dem Sex: „Und sie schämten sich ihrer Tränen nicht.“ In der Art gibt es viele Sätze, fast auf jeder Seite weint irgendwer. Keine Angst, es gibt keine Wendungen im Plot. Man weiss am Anfang, wie es ausgeht. Der Weg dahin ist quälend. Ein oberflächlicher Leser mag das Buch bis zum ersten Drittel sogar spannend finden. Ab da flacht es bis zum bitteren Ende stetig ab. Das letzte Drittel ist schier unerträglich. Ich wollte ein paar Mal abstellen. Immer wieder kehrende Wiederholungen nerven, ebenso sie wiederkäuenden Gedanken, und Zwiegespräche der Protagonisten: „Ich habe alles falsch gemacht und es tut mir so leid. Ich bin Schuld.“ Ein typischer Satz, der in dieser Art von allen Protagonisten dauernd abgelassen wird. Der Sprachstil wird leider nicht besser, es wird zum Ende immer unerträglicher an Schwülstigkeit: „Dass es mit Mary nie so großartig war, so vollkommen und so großartig…“ (als wie mit Alex). Ein Groschenroman im Allgemeinen hat sprachlich mehr Niveau. Ich habe den iPod mehrfach geprüft, ob er nicht topft. Die Prinzessin bekommt ihren König am Ende, na klar … aber nur, wenn sie will. Immer wenn Alex in Gefahr gerät, kämpft sie sich gegen brutale, ausgebildete Killer durch, wenn es nicht weitergeht, kommt ein Licht geflogen, eine helfende Hand aus dem Nichts … Mit der Logik hatte ich arge Probleme, selbst wenn man Mathematik beiseitestellt. Der IT-Mann, Spezialist in IT-Security dringt durch das „Hintertürchen“ in die Software von außen, er hat es programmiert (genau diese Software kennt er so gut, was ein Zufall). Nur eine Handvoll Leute haben das Wissen dazu. Und dieses Superhirn weiß nicht, dass auf der anderen Seite sein Login protokolliert wird und die Trafik wahrgenommen wird, dass man ganz schnell drauf kommt, wer das von Außen gewesen ist? Er schlappt mal schnell zum Staatsanwalt, legt die Infos vor, fährt mit dem FBI nach Genf, um die Konten einer Bank zu prüfen. Vorher hat er in die Bank gehackt, die Konten so blockiert, dass keiner löschen konnte. Und der Bankangestellte meint, Konto löschen, Papiere schreddern und alles ist vertuscht? Der Bank fehlen viele Millionen, merkt ja keiner, denn diese Bank hat wohl keine Buchhaltung? Und Konten kann ein Mitarbeiter in der Bank durch Knopfdruck löschen? Der Hacker fährt munter nach Hause und meint, niemand weiß auf der Gegenseite, wer er wäre. Ich habe herzlich gelacht. Soviel Blödsinn auf einen Haufen! Alex schneidet sich die Haare kurz, färbt die dunkel. Kurz danach trägt sie einen Pferdeschwanz. Die Tönung lässt sich unter der Dusche aus den hellblonden Haaren rauswaschen. Mit einer 45ger wird mit Schalldämpfer geschossen. Wie das? Mit Maschinengewehren wird aus 1-2 Metern nicht getroffen, Vitali hat nur eine kleine Verletzung, alle sind putzemunter und ein Scharfschütze trifft aus 50-100 Metern nicht mit einem Präzisionsgewehr … Noch mehr Blödsinn. Nebenbei bemerkt, killt die Mafia bekanntlich anders. Alex wird aus dem Fluss gerettet, kann sogar laufen und aussagen, wird aber trotzdem in ein öffentliches Krankenhaus gebracht. Vitali hat überall seine Leute sitzen, killt alles und jeden. Und die Kronzeugin liegt im öffentlichen Krankenhaus? Der Arzt wird natürlich erschossen und die beiden Polizisten. Warum stehen sie nicht neben dem Zimmer, sondern weit weg? Alex hat in diesem Augenblick eine Eingebung, öffnet die Zimmertür, sieht das Gemetzel. Schnell kann sie eine „Figur“ im Bett zusammenlegen (womit?), die die Gangster als Person ansehen, das Magazin leerschießen, nicht kontrollieren, ob es wirklich Alex ist, ob sie tot ist. Wo war Alex? Im Bad? Das sollen Profikiller sein? Das zweite Mal denselben Fehler? Alle Situationen werden bis ins kleinste Detail geschildert, wiederholt. Doch diese Szene erzählt Alex später in zwei Sätzen. Sie hat die Gangster gesehen, im Bett was hingelegt. Ende … Wie das funktionieren soll, womit, die Zeitspanne, wo versteckt sich derweil Alex, die Dummheit der Männer … das wäre nicht zu beschreiben, denn es geht nicht. Ihren Pass hat Vitali, aber sie macht in Zürich unter ihrem richtigen Namen ein Konto auf? Und am Ende des Romans haben alle ein schlechtes Gewissen und packen gegen Vitali aus: Alex, seine Ehefrau und sein langjähriger engster Mitarbeiter und Anwalt, dem der Krebs nicht mehr viel Zeit lässt. Hochintelligente Leute machen ständig Dinge, die sogar einem Dummen schwer abzunehmen sind. Die Figuren, sind oberflächlich voller Klischees, nerven allesamt. Die Geschichte steigert sich nicht, im Gegenteil, tritt auf der Stelle, wird immer langweiliger, ergießt sich den Monologen der Selbstzweifel der Protagonisten. Dauernde Wiederholungen von Gedanken und Tatsachen nerven. Man fragt sich, wer hat die Schmonzette geschrieben und warum wird von einem renommierten Verlag so ein schlechtes Manuskript verlegt? Von diesen über 600 Buchseiten könnte man mit Streichung von Adjektiven und Wiederholungen mindestens 200 Seiten einsparen, vielleicht sogar 300. Selten ein so schlechtes Buch gehört!  

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  • Mafia-Klischees

    Unter Haien

    Daphne1962

    28. February 2015 um 12:18

    Nele Neuhaus - Unter Haien - gelesen von Oliver Siebeck Wenn ich von Nele Neuhaus diesen Krimi als erstes gelesen hätte, dann hätte ich kein Buch mehr von ihr lesen wollen. Aber zum Glück war das hier nur ein später Versuch.   Es ist einfach nicht logisch, wie eine intelligente und studierte Bankerin, die erfolgreich in ihrem Beruf ist, derart naiv und blauäugig in die Mafia-Welt von New York gerät, ohne zu ahnen, mit wem sie sich da eingelassen haben will. Die ganze Geschichte strotzt nur so vor Klischees und alle Männer sind von dieser ach so schönen Frau phasziniert. Auch Sergio Vitali, der Bösewicht der Stadt, von dem so häufig in den Medien berichtet wird.   Es lohnt sich einfach nicht, weiter über diese Geschichte zu berichten. Abgehakt!

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  • Unter Haien / Nele Neuhaus

    Unter Haien

    Lenny

    Niemand wagt es den Reichen und Mächtigen an den Kragen, wenn sie über Leichen gehen...und Alex landet mit so einem Reichen und Mächtigen im Bett. Sie wird sein Spielball, seine Geliebte, die er sich nimmt, wenn ihm danach ist, das gefällt Alex nicht, doch sie wird nicht gegen ihn vorgehen, auch nicht als sie nach und nach von seinen üblen Machenschaften erfährt. Erst als man ihr einen Mord anhängen will um sie so von der Bildfläche verschwinden zu lassen fängt Alex an Indizien gegen die Mächtigen Bösen zu sammeln....... Sehr spannend, hat mir gut gefallen. Gelsen von Oliver Siebeck, hier muss ich sagen, dass mir die Betonungen nicht so gefallen haben, ich hab mich aber nach der 3. CD an seine Art vorzulesen gewöhnt und fand es dann eigentlich doch ganz gut.

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    • 2
  • Unter Haien

    Unter Haien

    vormi

    Wie ich während des Hörens dieses sehr spannenden Hörbuchs erst erfahren habe, ist dies der Debüt-Roman von Nele Neuhaus. Ab dem Zeitpunkt habe ich noch kritischer hingehört. Obwohl ich auch vorher schon skeptisch war, denn ein amerikanischer Thriller von einer deutschen Autorin...das ist ja eher sehr ungewöhnlich. Ich habe immer gefesselter zugehört, denn dies ist ein richtig gut gemachter Finanz-Thriller. Ein sehr beeindruckender Erstling auf ungewohntem Terrain für die Regional-Krimi-Autorin, sie hätte es auch in diesem Genre weit bringen können. Auch das es phasenweise etwas vorhersehbar ist, tut dem Hörgenuß keinen Abbruch. Großartig vorgelesen von Oliver Siebeck. Zum Inhalt - Die gutaussehende Alex Sondberg muß sich in der von Männern dominierten Finanzwelt durchschlagen und das macht sie mehr als gut. Sie steckt die meisten ihrer Kollegen locker in die Tasche und muß sich doppelt ins Zeug legen, um nicht von missgünstigen und neidischen Konkurenten in eine Falle gelockt zu werden. Als sie dann auch noch den Mafiaboss Sergio Vitali kennenlernt und der sich in sie verliebt kommt einem der Titel "Unter Haien" mehr als einmal nur zu gut gewählt vor. Die Story ist sehr schön erzählt, trotz der vielen Finanzbegriffe und Verwicklungen ist sie nie langweilig und alles ist auch für Laien super erklärt. Mir at es Spaß gemacht, das Buch zu hören. Zugegeben, manches ist etwas vorhersehbar und die Geschichte ist schon das eine oder andere Mal, in der einen oder anderen Form, erzählt worden. Wer sich daran nicht stört ist bei diesem Buch, bzw Hörbuch, genau richtg.

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    • 2

    Arun

    01. June 2014 um 15:00
  • Rezension zu "Unter Haien" von Nele Neuhaus

    Unter Haien

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Den einen Stern gibt es lediglich für den Sprecher Oliver Siebeck, der routiniert und konzentriert dieses Werk von Nele Neuhaus einliest. Dabei verleiht er jedem Charakter eine eigene Stimme und schafft es (vielleicht unfreiwillig), die Protagonistin Alexandra Sondheim wie die hohle Nuss klingen zu lassen, die sie ist. Die fehlenden vier Sterne gehen aufs Konto des Romans. Diese Geschichte scheint aus nur einem einzigen Grund geschrieben worden zu sein: Um die Filmrechte nach Amerika zu verkaufen und daraus einen 08/15-Fernsehfilm mit B-Promis zu fertigen. Alles, wirklich alles an dieser Geschichte strotzt vor Klischees: Die Figuren, die Handlung, die Sprache. Die Protagonistin ist so oberflächlich, dass es schmerzt, und gefühlte eintausendmal wird betont, wie unfassbar schön und clever und schön und clever und clever und schön und besonders diese Frau ist - wobei diese Einschätzung an keiner Stelle mehr als bloße Behauptung der männlichen Nebenfiguren ist, die sich (natürlich) alle Hals über Kopf und unsterblich in diese schöne und clevere Frau verlieben und alles für sie riskieren. (Dieses Frauenbild ist genauso stumpfsinnig wie das in vielen Actionmovies, in denen Frauen stets nur hübsch im Weg rumstehen und gerettet werden müssen.) Eine Entwicklung der Figuren wird lediglich behauptet, aber nicht glaubwürdig umgesetzt. Denn es genügt nicht, aus einem kraftstrotzendem Mann (Marke: "Na und, ich mach was ich will!") ein jämmerliches Häufchen Unglück zu schreiben ("Ich habe alles falsch gemacht, es tut mir so leid, ich bin schuld.") und diese Wandlung einfach zwanzigmal zu wiederholen, damit sie glaubwürdig wird. Die Handlung ist an keiner Stelle überraschend, obwohl diese immerhin eine Entwicklung durchmacht, die man bei den Figuren vermisst. Sie wird nämlich immer schlechter. Nach der Hälfte der Geschichte kann man sie getrost beiseitelegen, denn dann ist alles gesagt und passiert und wird in der zweiten Hälfte lediglich ein zweites, dittes und viertes Mal gesagt. Die Sprache ist dem Rest adäquat. Klischee-Formulierungen, die man mitsprechen kann, Dialoge, die einszueins aus anderen Filmen/Romanen copypastet scheinen und nicht ein Satz, der irgendwie auf einen eigenen Stil der Autorin schließen lässt. Das ganze Werk ist eine Collage aus bereits Bekanntem und tritt lediglich die bisherigen Klischees des Thrillergenres ein weiteres Mal breit. Das ist nicht nur nervtötend, sondern auch schlicht langweilig.

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    • 2
  • Unter Haien.

    Unter Haien

    fcbfrosch

    19. March 2013 um 10:03

    Darum geht es: Die clevere Alexandra Sontheim ist eine erfolgreiche junge Frau, die es in New York dank Fleiß und Zielstrebigkeit in der Investmentbranche nach ganz oben geschafft hat. Auf einer Party lernt sie den reichsten Mann der Stadt kennen, Sergio Vitali. Dieser gutaussehende und einflussreiche Mann hat nur Augen für sie und kurze Zeit später beginnen sie eine heiße Affäre, die Alex‘ Leben aber nicht nur im Guten ändert. Zunächst schlägt sie alle Ratschläge und Warnungen in den Wind, doch dann erkennt sie, auf welches Spiel sie sich eingelassen hat.   Meine Bewertung: Ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal nach so kurzer Zeit ein Buch weglegen wollte. Ich habe dennoch durchgehalten – es kann ja schließlich manchmal auch einfach nur noch besser werden – und einen positiven Aspekt gab es auch. Als ich es heute nach fast 23 Stunden Hörbuch endlich geschafft hatte, war ich doch ziemlich erleichtert. Noch jetzt wogen in mir Wellen der Enttäuschung, Frustration und Wut über die Hauptfigur, die ich streckenweise gern fest an den Schultern gepackt und durchgeschüttelt hätte, damit sie ihrer Beschreibung als „clevere“ Frau tatsächlich gerecht wird. Tatsächlich hatte ich mein größtes Problem mit Alex Sontheim – die ich mir in der in der Hörbuchausgabe gern als Alex Suntime vorgestellt habe (es klingt ja englisch ausgesprochen gleich) um mir ihre Figur mit etwas Schönem zu verbinden. Das hat leider nicht funktioniert. Die Cleverness und Schönheit der Alex sind die beiden unablässig wiederholten, zentralen Eigenschaften der Hauptfigur. Tatsächlich stellt sie sich in ihren Verhaltensweisen jedoch nach meiner Sicht ganz anders dar. Möglicherweise wirkte sich ihre Cleverness nur auf Bankgeschäfte aus. In Beziehungsdingen – egal ob Liebes-, Freundschafts- oder Arbeitsbeziehung – haben die cleveren Gene allerdings die Füße hochgelegt. Ich konnte es nicht fassen, wie häufig Alex auf das böse und hinterhältige Tun ihres mafiösen Liebhabers aufmerksam wird und trotzdem immer wieder ihre Hand für ihn ins Feuer legt. Ich habe mich wirklich jede halbe Stunde gefragt, wie blind man eigentlich durch „Liebe“ werden kann, um auf so einen schmierigen Mann hereinzufallen, sich dessen bewusst zu sein und trotzdem immer wieder zu ihm hinzulaufen. Streckenweise wird das nicht als Dummheit oder Naivität verkauft, sondern als aktive Entscheidung um von Reichtum und Macht ebenfalls geküsst zu werden. Tatsächlich entsprachen ihr Verhalten und ihre Gefühle jedoch ganz und gar nicht diesen sie klar charakterisierten Worten. Die Gefahr, die mit dem Status eines Gangsterliebchens einhergeht, unterschätzt Alex und ist jedes Mal aufs Neue verblüfft, wenn eine negative Meldung über Vitali zu ihr vordringt. Hier ist aus meiner Sicht eine klare Diskrepanz zwischen der Beschreibung der Figur und meiner Wahrnehmung ihrer Handlungen entstanden, die ich als Leserin absolut abgelehnt habe. Doch mit meinem Ärger über Alex‘ Fehlwahrnehmung ist es nicht getan. Die beiden Männer, um die es hauptsächlich geht, sind das personifizierte Gute und Böse. Sergio Vitali ist gekennzeichnet von durch und durch teuflischen Eigenschaften: Die Attraktivität, die in den Bann zieht; der Reichtum, der durch dunkle Machenschaften entstanden ist; die Rücksichtslosigkeit, Boshaftigkeit und was alles zu einem solchen Typen dazugehört. Wer ein paar Mafia-Filme gesehen hat, kann sich diese Figur wirklich sehr bunt ausmalen. Aus meiner Sicht blieb sie in dem Buch jedoch einseitig und farblos. Sein Gegenspieler hingegen erfüllt alle Eigenschaften, die ein guter Held braucht: er ist zwar ebenfalls attraktiv, weckt in Alex jedoch keine schamlosen Lustgefühle, sondern Emotionen wie Vertrauen und Zuneigung. Seine Charakterzüge sind geprägt von Selbstgerechtigkeit – die man übrigens auch nicht überlesen kann, so häufig wird sie betont – Aufrichtigkeit, Mut und was das Herz an Großartigkeiten begehrt – selbstkritisch ist er übrigens auch. Auch das Verhältnis beider Männer zu ihrer jeweiligen Ehefrau reiht sich in diese plumpe Einteilung in Gut und Böse ganz selbstverständlich ein. Als diese Figurenkonstellation erkannt war, und das ging ziemlich schnell, war jede Handlung vorhersehbar. Ich habe nach spätestens zwei Stunden Hören gewusst, was in den nächsten 20 Stunden passieren wird. Wer, wie gesagt, ein paar Hollywoodfilme über Mafia, Banker und Machtspiele in Politik und Wirtschaft gesehen hat, dem wird es ein Leichtes sein, die Konstruktion der Geschichte zu durchschauen. Es ist nicht so, dass das Thema nicht interessant wäre. Es gibt durchaus sehr spannende Bücher und Filme darüber (John Grisham ist auf diesem Gebiet sehr zu empfehlen). Dennoch fehlte es aus meiner Sicht an glaubhaften Figuren, an einer realistischeren und nicht pauschalisierten Darstellung ihrer Charakterzüge und überhaupt an einer Handlung, die Überraschungen für mich bereithält. Einzig und allein die Tatsache, dass Nele Neuhaus nicht umsonst eine der beliebtesten deutschen Krimiautorinnen ist und sie durchaus sehr gut schreiben kann, hat mich am Ende dazu gebracht, die Geschichte bis zum Schluss zu hören. Ich breche nur sehr ungern Bücher ab. Ich kann nicht abstreiten, dass der Schreibstil durchaus spannend war. Aber das nützt mir eben nicht viel, wenn ich die Figuren und den Plot nach wenigen Seiten einfach nicht mehr ertragen kann.   Fazit: Wer gern leichte Krimikost lesen möchte, bei der es um Gut und Böse in Wirtschaft und Politik geht, hat sicher mit dem Buch seinen Spaß. In Sachen Spannung kann man Frau Neuhaus nicht viel vormachen. Für mich jedoch war das Buch eine reine Enttäuschung: Die Figuren haben in mir sehr starke negative Emotionen heraufbeschworen. Sie widersprachen in ihrer Handlungsweise aus meiner Sicht ganz und gar nicht dem, als was sie mir verkauft werden sollten. Die Konstruktion der Geschichte ist sehr banal und leicht durchschaubar. Im Großen und Ganzen ein solide geschriebener Krimi der seichteren Sorte, der jedoch für mich eine der Enttäuschungen des Jahres sein wird. Und der gut und gerne 300 Seiten kürzer hätte ausfallen dürfen.

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  • Rezension zu "Unter Haien" von Nele Neuhaus

    Unter Haien

    Schumi_HB

    19. June 2012 um 12:27

    Der Roman "Unter Haien" spielt in der New Yorker Finanzwelt und beschreibt den Weg der ehrgeizigen Bankerin Alex Sontheim. Ihr sozialer Aufstieg wird gekrönt mit dem Einstieg in die Gesellschaft der Superreichen und Mächtigen. Auf dem Zenith ihres Erfolges lernt sie den Milliardär Sergio Vitali kennen, dem ein dunkles Geheimnis umgibt. Ihre Augen auf den Weg nach oben gerichtet, schlägt sie alle Warnungen vor der Affäre mit Vitali, dem Verbindungen zur Mafia nachgesagt werden, in den Wind und begibt sich in Gefahr. Das Thema Banker und Gangster = Bankster passt thematisch in die heutige Zeit der Finanzkrisen. Es gelingt schnell, Empathie für die Protagonisten aufzubauen. Die stereotypen Figuren erschienen mir jedoch zu übertrieben dargestellt - gestellt und gestelzt. Die Protagonistin nimmt es alleine mit dem Bösen auf, übersteht Folterungen und Vergewaltigungen durch die Mafia-Schergen und verliebt sich in den Erzfeind des Mafiabosses, der gerade Frau und Kinder bei einem Bombenanschlag verloren hat - nicht gerade authentisch. Die Taunus-Krimis von Nele Neuhaus leiden auch nicht gerade an Blutarmut, doch "Unter Haien" wirkt wie von einem anderen Autor geschrieben. Dennoch wird er sicher seine Leser finden. Wer das schriftstellerische Schaffen von Nele Neuhaus kennt, weiß, dass sie das, wovon viele Hobbyschriftsteller träumen, konsequent bis zur Erfüllung durchgezogen hat und wahr werden lässt. Auf ihren Lesereisen fliegen ihr mit ihrer sympathischen Art die Herzen ihrer Fans zu. Wenn auch dieses reloadete Erstlingswerk nicht meinen Geschmack trifft, so dient es doch einem guten Zweck: Der weiteren Unterstützung der gemeinnützigen Nele Neuhaus Stiftung zur Förderung der Lese- und Schreibkompetenz von Kindern und Jugendlichen.

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