Nell Leyshon Die Farbe von Milch

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Inhaltsangabe zu „Die Farbe von Milch“ von Nell Leyshon

Mein Name ist Mary. Mein Haar hat die Farbe von Milch. Und dies ist meine Geschichte. „Eine einzigartige Erzählstimme, die unvergessliche Bilder in den Kopf des Lesers malt.“ The Independent„Ein eindringliches Kammerspiel über Klassenunterschiede, Armut und das harte Leben einer standeslosen Frau in einer patriarchalischen Welt.“ Psychologies„Total faszinierend. Von subtiler lyrischer Schönheit, pur und poetisch.“ The Observer
Mary ist harte Arbeit gewöhnt. Sie kennt es nicht anders, denn ihr Leben auf dem Bauernhof der Eltern verläuft karg und entbehrungsreich. Doch dann ändert sich alles. Als sie fünfzehn wird, zieht Mary in den Haushalt des örtlichen Dorfpfarrers, um dessen Ehefrau zu pflegen und ihr Gesellschaft zu leisten – einer zarten, mitfühlenden Kranken. Bei ihr erfährt sie erstmals Wohlwollen und Anteilnahme. Mary eröffnet sich eine neue Welt. In ihrer einfachen, unverblümten Sprache erzählt sie, wie ihr Schicksal eine dramatische Wendung nimmt, als die Pfarrersfrau stirbt und sie plötzlich mit dem Hausherrn alleine zurückbleibt.

Ein verstörend bewegender Roman, an den ich seit gestern immer denken muss, wenn ich mir Milch in den Kaffe gieße. Gänsehaut!

— Binea_Literatwo

Hat auf mich nicht einfach, sondern einfältig gewirkt. Viel Lärm und nichts.

— celentano

Ein berührender Roman, der durch seine schlichte und einfache Sprache besticht!

— marielilith

Eine besondere, einzigartige Geschichte, die nachhallt

— Judiko

Fesselnde und außergewöhnliche Geschichte

— momomaus3

Was für ein Wahnsinnsbuch. Gänsehaut am ganzen Körper!

— TanyBee

Ein berührendes, tiefgehendes Buch mit bedrückender Atmosphäre und einer einzigartigen "Heldin" Mary!

— roseF

Richtig, richtig gut.

— Lucretia

Für mich ein Meisterwerk!

— Kathleen1974

Unfassbar fesselnd - unfassbares Ende! Großartig!

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    Daniliesing

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    • 1066
    • 05. December 2017 um 23:59
  • Eine besondere, einzigartige Geschichte, die nachhallt

    Die Farbe von Milch

    Judiko

    04. November 2017 um 08:13

    Meine Rezension zu dem Buch „die Farbe von Milch“ könnte jetzt wie folgt aussehen: Lesen, lesen, lesen, lesen, lesen, lesen, lesen, lesen, lesen, lesen…Uuuuuuunbedingt lesen! Das wären aber vielleicht doch ein wenig zu wenige Wörter um dieses außergewöhnliche Buch zu beschreiben, denn diese Geschichte verdient es einfach mehr Aufmerksamkeit zu bekommen. „Mein Name ist Mary. Mein Haar hat die Farbe von Milch. Und dies ist meine Geschichte.“ Das sind die Worte, die einen zu Anfang dieser Geschichte erreichen. Kurz, knapp, aber man merkt, was für eine gewaltige Stimme dahinter steckt. Dieser Erzählstil ist einfach einzigartig und hallt am Ende auch nach. Auf den Schreibstil möchte ich gar nicht mehr so sehr eingehen, ich fand ihn trotz der fehlenden Kommata, was durchaus Sinn macht, großartig. Schön hätte ich allerdings ein Nachwort gefunden, wie z.B. die Autorin zu dieser Idee kam, damit einem das Ende nicht so fassungslos zurück lässt. Es ist das Jahr 1830 Die 15 jährige Mary, ist die jüngste von vier Geschwistern. Gemeinsam mit ihrer Familie, einschließlich ihres Großvaters, leben sie mehr schlecht als recht, auf einem Hof und bewirtschaften die dazu gehörigen Felder. Einzig der Großvater kann aufgrund seines Alters und seiner Gebrechen nicht mehr mit anfassen und so wünscht sich die Familie, dass er bald stirbt, damit er nicht eine zusätzliche Belastung ist. Doch Mary hat ein besonderes Verhältnis zu ihm. Ihm vertraut sie sich an und die beiden wirken wie ein eingeschworenes Team. Da Mary von Geburt an eine Behinderung am Bein hat, kann auch sie nicht so schnell arbeiten, wie ihre Geschwister. Trotz dieser Behinderung wirkt sie sehr selbstbewusst und lässt sich so gar nichts gefallen. Das sind Gründe, warum sie auch öfter mit ihrem, doch sehr cholerischem, Vater aneckt. Als der eines Tages ein Angebot bekommt, Mary könnte beim Pfarrhaus, die kranke Frau vom Pfarrer pflegen und sich um deren Haushalt mit kümmern, wofür er dann das Geld bekommt, kam ihm das gerade recht. Die aufmüpfige, nichts taugende Tochter ist somit doch für etwas gut und so schickt er sie fort. Ohne die Rechnung mit Mary gemacht zu haben… Hier beginnt nämlich die eigentliche Geschichte und obwohl nicht viel passiert, passiert soo viel! Mary hat sich in mein Herz gebrannt und deswegen will ich jetzt auch nicht mehr viel verraten, außer… … Lesen, lesen, lesen, lesen, lesen, lesen, lesen, lesen, lesen, lesen…Uuuuuuunbedingt lesen!

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  • Die Farbe von Milch

    Die Farbe von Milch

    BeaSwissgirl

    03. November 2017 um 14:52

    Mein Leseeindruck subjektiv aber spoilerfrei ;)Durch eine begeisterte Rezension, die mich sehr berührt hat bin ich auf dieses Büchlein hier aufmerksam geworden und es durfte sofort bei mir einziehen.Das Buch ist in Jahreszeiten eingeteilt, beginnt mit dem Frühling und endet auch wieder dort. Geschrieben ist das Ganze aus der Sicht der fünfzehnjährigen Protagonistin Mary in der ICH- Perspektive.Der Schreibstil ist sehr einfach gehalten mit klaren, unkomplizierten Worten, ja ich hatte beim Lesen regelrecht den Eindruck als würde uns hier nicht die Autorin eine Geschichte erzählen sondern Mary selber. Dies war für mich ein wirklich unglaubliches und sehr eindrückliches Leseerlebnis <3 Mary ist eine Protagonistin, an die ich mich noch lange und gerne erinnern werde. Sie ist erfrischend ehrlich, natürlich und hat eine pragmatische, kluge Art.Ich fand ihr Verhalten, ihre Denkweise oder ihre Handlungen einfach nur bewundernswert, wenn man bedenkt mit welchen immer wieder harten und ungerechten Umständen sie konfrontiert wurde.Sehr gerne mochte ich übrigens auch ihren Grossvater und den Umgang, den sie miteinander pflegten war einfach wunderbar.Das Setting, die Atmosphäre, ja der ganze Flair des Buches sind düster, rau,  melancholisch, teilweise sogar beklemmend. Dennoch gab es auch immer wieder wunderbare, bewegende Momente, die sich wie Lichtblicke am Horizont anfühlten und mein Herz erwärmten.Als ich die letzte Seite umblätterte sass ich einfach nur fassungslos da....ich war unwahrscheinlich gerührt/ traurig und dennoch übertrug sich diese gewisse Mischung aus Ruhe& Hoffnung von Mary auf mich <3 

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  • DIE FARBE VON MILCH. NELL LEYSHON.

    Die Farbe von Milch

    buecherkompass

    01. November 2017 um 11:02

    INHALTMary ist harte Arbeit gewohnt.Gemeinsam mit dem Rest ihrer Familie schuftet sie, jeden Tag von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang, auf dem Hof ihres Vaters. Nur so kann die Familie überleben.Als die Frau des Dorfpfarrers schwer erkrankt schickt ihr Vater Mary fort, um im Haushalt des Geistlichen auszuhelfen. Erstmals kommt Mary mit einer anderen Lebensweise in Berührung. Von der Frau des Pfarrers erfährt Mary zum ersten Mal was es bedeutet wertgeschätzt zu werden und Zuneigung zu erhalten.Doch dann stirbt die Pfarrersfrau und zurück bleiben nur Mary und der Pfarrer.MEINUNGDie Farbe von Milch ist definitiv kein gewöhnliches Buch.Bereits durch den besonderen Schreibstil hebt sich das Buch von anderen Büchern ab. Während der Dialogstil mich zunächst etwas stutzig machte, brauchte es nicht lange und ich hatte mich daran gewöhnt.Mittels der Dialoge werden die Diskrepanzen zwischen den unterschiedlichen Gesellschaftsschichten nur allzu deutlich. Ein weniger direkter Schreibstil hätte dies wohl nicht in entsprechendem Maße einzufangen vermocht.Mit ihrer direkten Art trägt auch Protagonistin Mary ihren Teil dazu bei, dass man als Leser wiederholt auf unschöne Wahrheiten gestoßen wird. Was zu Beginn etwas befremdlich wirkt, scheint im weiteren Verlauf als angenehme Abwechslung. Eine unverblümte Darstellung der Realität – ohne Weichzeichner und dergleichen.Die Geschichte ist so einfach wie realitätsnah und regt eben aus diesem Grund zum Nachdenken an. Mary ist eine bewundernswerte Protagonistin. Voller Elan stellt sie sich den zahlreichen Anforderungen des Alltags, die es in einem Leben wie dem ihren nunmal eben zu bewältigen gilt. Trotz der ausbleibenden Wertschätzung aus dem Elternhaus bleibt sie immer optimistisch und das selbst dann noch, als sie von zu Hause fortgeschickt wird, um im Haushalt des Dorfpfarrers auszuhelfen.Umso schwerer fällt es Marys Schicksal mitzuverfolgen, ohne eingreifen zu können.Ein Buch, das auch nach beenden der Lektüre noch nachklingt. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.

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  • Rezension "Die Farbe von Milch" von Nell Leyshon

    Die Farbe von Milch

    momomaus3

    31. October 2017 um 19:42

    Zunächst bedanke ich mich beim Eisele Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares. Titel: Die Farbe von Milch Autor: Nell LeyshonVerlag: Eisele Verlag Seitenzahl: 207Preis: 18,00€ (Hardcover)Erscheinungsdatum: 22.09.2017Genre: Roman I N H A L TMary ist harte Arbeit gewöhnt. Sie kennt es nicht anders, denn ihr Leben auf dem Bauernhof der Eltern verläuft karg und entbehrungsreich. Doch dann ändert sich alles. Als sie fünfzehn wird, zieht Mary in den Haushalt des örtlichen Dorfpfarrers, um dessen Ehefrau zu pflegen und ihr Gesellschaft zu leisten – einer zarten, mitfühlenden Kranken. Bei ihr erfährt sie erstmals Wohlwollen und Anteilnahme. Mary eröffnet sich eine neue Welt. In ihrer einfachen, unverblümten Sprache erzählt sie, wie ihr Schicksal eine dramatische Wendung nimmt, als die Pfarrersfrau stirbt und sie plötzlich mit dem Hausherrn alleine zurückbleibt. (Quelle: Eisele Verlag) C O V E R & T I T E L Dieses wunderschöne Cover hat mich direkt auf den ersten Blick fasziniert. Man sieht Sträucher drauf mit Vögeln, die in der Geschichte eine Rolle spielen. Der Titel beschreibt die Haarfarbe von der Protagonistin. A U T O R I N Nell Leyshon wurde in Glastonbury geboren und lebt in Dorset. Ihr erster Roman, Black Dirt, stand auf der Longlist des Orange Prize und auf der Shortlist des Commonwealth Prize. Ihre Theaterstücke und Hörspiele erhielten zahlreiche Auszeichnungen. Für ihren zweiten Roman, "Die Farbe von Milch", war sie neben James Salter und Zeruya Shalev für den Prix Femina nominiert. Z I T A T „Manchmal ist es gut wenn man ein Gedächtnis hat denn das ist die Geschichte des eigenen Lebens und ohne Gedächtnis hätte man gar nichts. Aber manchmal da bewahrt das Gedächtnis Dinge auf die man lieber nicht mehr wüsste und egal wie sehr man sich anstrengt sie aus dem Kopf zu kriegen sie kommen immer wieder zurück.“ S C H R E I B S T I L Der Schreibstil ist sehr außergewöhnlich. Sowas in der Art habe ich noch nie gelesen. Die Autorin hat dieses Buch so geschrieben, dass die 15-jährige Protagonistin Mary ihre Geschichte mit ihren Worten erzählt. Sie hat auf Komma Setzung verzichtet, da Mary erst mit 15 Jahren gelernt hat zu lesen und schreiben und so kann der Leser sich noch besser in ihre Lage versetzen. E I G E N E  M E I N U N G „Dies ist mein Buch und ich schreibe es eigenhändig. Es ist das Jahr des Herrn 1831 und ich bin fünfzehn geworden… Mein Name ist Mary… M.A.R.Y. Ich will erzählen was passiert ist…“ Anfangs musste ich mich ein wenig in die Geschichte einlesen, denn sie ist so ungewöhnlich geschrieben ohne der richtigen Kommata-Setzung und der vielen Wiederholungen. Dann aber konnte ich kaum aufhören zu lesen. Die Geschichte ist sehr einfach gehalten und es passiert nicht wirklich viel, aber sie fesselt trotzdem ungemein. Man hat dauernd das Gefühlt, dass etwas schreckliches passieren wird, weiß aber nicht wann und was. Mary ist eine von vier Töchtern, die mit ihrer Mutter, ihren strengen Vater und ihren geliebten Großvater in ärmlichen Verhältnissen lebt. Trotz, dass sie ein körperliches Leiden hat, muss sie immer hart arbeiten und hat kein einfaches Leben. Sie ist immer neugierig und plappert drauflos und sagt immer was sie denkt, auch wenn sie mit Konsequenzen rechnen muss. Eines Tages schickt sie ihr Vater zu der Familie des Pfarrers, denn dort wird sie für die Pflege und die Gesellschaft seiner kranken Frau gebraucht. Endlich hat sie es gut dort und muss nicht hungern, aber trotzdem möchte sie weg, zurück in ihr gewohntes Leben, und vor allem zu ihren Großvater, den sie am meisten vermisst. Sie macht alles damit er stolz auf sie ist, denn das ist ihr wichtig. Als die Pfarrersfrau stirbt, ändert sich ihr Leben schlagartig... Mary tat mir so leid. Sie musste wirklich vieles mitmachen und ertragen, und blieb sich dabei trotzdem immer treu. Eine bemerkenswerte junge Frau, die mir sehr lange noch im Kopf bleiben wird. Das Ende fand ich schrecklich, aber habe halt die ganze Zeit geahnt, dass sowas in der Art passieren wird. F A Z I T Dieses Buch ist eine ganz besondere Geschichte und sollte von jedem gelesen werden, der mal was anderes lesen möchte, was es so noch nicht gab.

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  • reduziert, atmosphärisch dicht, einfach wundervoll

    Die Farbe von Milch

    Gwhynwhyfar

    31. October 2017 um 16:33

    Der Anfang: »Wir schreiben das Jahr achtzehnhundertunddreißig nach der Geburt unseres Herren. Mein Vater lebte auf einem Bauernhof und er hatte vier Töchter und ich bin die, die als letzte geboren wurde.«Zum Inhalt des Buches könnte man sagen: Kennen wir, die Geschichte ist schon 100 Mal erzählt worden. Ja das stimmt. An diesem Buch berührt die Sprache, die unter die Haut geht, auch wenn wir gleich wissen, wie es ausgehen wird. Nell Leyson baut eine düstere Atmosphäre des ländlichen Englands auf: Menschen, die im Dunkeln das Haus verlassen, im Dunkeln nachhause kommen, Kerzenlicht flackert. Man redet nicht viel bei der Arbeit, auch nicht zu Hause, denn wer redet, arbeitet nicht. Mary, die Icherzählerin plappert gern, so wie ihr Opa. Der Vater ist ein grobschlächtiger Mensch, brutal, verprügelt die ganze Familie, einschließlich dem Großvater. Die Mutter ist nicht besser, völlig empathielos. Lediglich Mary kümmert sich um den Alten, wäscht ihn, bringt ihn ins Wohnzimmer, kleidet ihn an, füttert ihn.»Hallo Großvater, sagte ich, hattest du einen schönen Tag?Einen schönen Tag? fragt die Mutter. Der hat da auf dem alten Stuhl gesessen der alte Faulpelz.Er ist nicht faul, sagte ich. Er kann doch gar nichts anderes tun als dasitzen. Seine Beine können ihn jedenfalls nirgendwo mehr hintragen. Der ist zu so wenig nütze dass er genausogut tot sein könnte, sagte sie.«Mary wird während der Geschichte 15. Sie leidet unter der herzlosen Art ihrer Familie. Der Himmel ist ständig grau, im Haus ist es oft stockdunkel, die Arbeit ist hart, das Essen karg. Kälte zieht durch das gesamte Buch. Nur der Großvater strahlt Wärme aus, Humor. Aber auch er ist wehrlos. Wehrlos ist die Schwester, die sich vom Pfarrerssohn schwängern lässt, der alles abstreitet. Einer Bauerntochter würde man nicht glauben, so behauptet die Familie, die Mutter habe endlich, verspätet, den ersehnten Sohn bekommen.Mary ist ungebildet, aber in ihr schlummert Intelligenz. Der Pfarrer sucht eine weitere Kraft für das Haus und die Pflege seiner kranken Frau. Mary muss gehen, keiner fragt sie nach ihren Wünschen. Der Pfarrer ist erstaunt über die Antworten, die Mary gibt. Wozu muss man die Uhr lesen können, die Sonne zeigt dir, wann du aufstehst, ins Bett musst, der Hunger, wann es Zeit ist zu essen, auch die Tiere kommen gut ohne Uhr zurecht. Mary ist im Spätsommer geboren, gleich nach der Gerstenernte.»Sie haben so viel gegessen, sagte ich, wie unser Schwein am Morgen.Er lächelte. Mary, sagte er, gestatte, dass ich dir einen Rat gebe. Vergleiche deinen Arbeitgeber nicht mit einem Schwein.Oh, sagte ich. Ich wollte nicht unhöflich sein. Wir haben unser Schwein alle sehr gern. Trotzdem sollte dein Arbeitgeber in der Hierarchie deines Lebens über dem Schwein stehen. …Menschen und Tiere sind ziemlich verschieden.Gar nicht mal so sehr find ich, sagte ich. Es gibt Dinge die beide tun, das ist genau dasselbe.«Mary hat ihre eigene logische Sicht der Dinge, die Welt zu sehen, und sie ist erbarmungslos ehrlich. Eine Eigenschaft, die den Pfarrer amüsiert, auch seine Frau. Die Frau schwächelt sehr, sitzt tagsüber im weißen Zimmer, Mary betreut sie. Anfangs muss sich Mary an das Haus gewöhnen, sie sucht ständig nach Arbeit, aber hier geht alles langsam vonstatten, die Arbeit ist nicht so anstrengend, es herrscht Warmherzigkeit. Trotzdem plagt Mary das Heimweh. Der Pfarrer fängt an, Mary schreiben und lesen beizubringen. Sie kann sich eigentlich nicht beschweren, doch sie fängt an zu denken, über das Gute, das Schlechte, die Freiheit.»Du hast hier eine gute Stelle.Das ist keine Stelle. Ich werde nicht bezahlt. Man hat mir nur gesagt dass ich herkommen muss und hier wohnen und hier arbeiten statt zu Hause.Dein Vater bekommt Geld für das was du hier tust.Ich aber nicht.«Alles wird gut. Nein wird es nicht, der Roman endet tragisch. Aber das ahnt der Leser von Anfang an. Am Ende kann Mary lesen und schreiben, schreibt ihre Geschichte. Kein Wort ist hier zu viel, keins zu wenig. Verdichtete Sprache, verdichtetes Erzählen, ein Sog entsteht beim Lesen. Ein kleines Buchformat, nur 200 Seiten, aber so großartig in der Sprache, ein Kunstwerk. 600 Seiten hätten nicht mehr erzählt, aber wahrscheinlich die Dichte der Atmosphäre nicht herüberbringen können. Härte, Grau, Verzweiflung, Dunkelheit, gefangen sein von der herrschenden Klasse, von Männern. Eine dunkle Zeit in der Geschichte, eine dunkle Zeit für die Armen, für die Frauen und besonders für die armen Frauen. Ein Buch, das man nicht verpassen sollte!»Redest du nicht mehr mit mir? fragte er. Ich verlange dass du mit mir redest.Und dann drehte ich mich zu ihm um. Sie verlangen es? fragte ich.Ich verlange es, ja.Kann sein dass Sie für mich bezahlen, sagte ich, und Sie können mich auch zwingen hier zu bleiben aber sie können nicht alles von mir verlangen was Ihnen gerade einfällt.«Nell Leyshons erster Roman »Black Dirt« stand auf der Longlist des »Orange Prize« und auf der Shortlist des »Commonwealth Prize«. Ihre Theaterstücke und Hörspiele erhielten ebenfalls zahlreiche Auszeichnungen. Für ihren zweiten Roman »Die Farbe von Milch« wurde sie neben James Salter und Zeruya Shalev für den »Prix » nominiert. Nell Leyshon wurde in Glastonbury geboren und lebt in Dorset.

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  • Ergreifende Geschichte über das Leben eines jungen Mädchens

    Die Farbe von Milch

    ulistuttgart

    27. October 2017 um 17:59

    Die Farbe von Milch von Nell LeyshonErschienen als deutsche Ausgabe 2017 im Eisele Verlag  „Mein Name ist Mary. M.A.R.Y.   Mein Haar hat die Farbe von Milch“„Dies ist mein Buch und ich schreibe es eigenhändig.  Es ist das Jahr des Herrn achtzehnhundertundeinunddreißig und ich bin fünfzehn  …  Ich will erzählen was passiert ist.“Zum Inhalt:Mary lebt mit ihren Schwestern, ihren Eltern und ihrem Großvater auf einem Bauernhof.  ‚Leider' wurde dem Vater kein Sohn geschenkt, deshalb mussten die Mädchen  die Arbeit auf dem Hof so erledigen,  wie es seiner Meinung nach ein Junge gemacht hätte. Mary wird von ihrem Vater zum Dorfpfarrer geschickt um dort im Haushalt zu helfen. Der Vater kann auf Mary am ehesten verzichten,  meint er, da sie eine Behinderung am Bein hat. Er bekommt Geld dafür, dass seine Tochter der kranken Frau des Pfarrers zur Hand geht.  Mary lernt beim Pfarrer lesen und schreiben und damit verändert sich ihr Leben komplett…Eigene Meinung:Das Buch hat mich sehr berührt und da ich es gerade erst beendet habe, bin ich noch immer schockiert und traurig.  Was hat Mary nur für ein Leben? Warum wurde ihr nicht etwas Glück geschenkt? Nicht dass Mary ein unzufriedenes junges Mädchen wäre, nein, sie nimmt jede Situation hin und ist tüchtig und genügsam.  Egal ob sie geschlagen wird oder arbeiten muss wie ein Knecht. Sie nimmt ihr Leben so hin, wie es ist, sagt aber auch ihre Meinung.Sie ist ein liebenswertes Geschöpf, ehrlich, direkt und hilfsbereit. Als einzige in der Familie kümmert sie sich um ihren Großvater und will ihn stolz machen. Als sie zum Pfarrer und seiner Frau zieht, und dort lesen und schreiben lernt, dachte ich jetzt macht Mary ihren Weg als kluge und gebildete Frau  … aber es kam zu einer unvorhersehbaren Wendung .Mich hat die Geschichte sehr schockiert und wütend gemacht. Wozu sind Menschen fähig und warum? Das Buch von Nell Leyshon ist ein wahrer Schatz und ich bin sehr dankbar, dass Julia Eisele ihn zu uns nach Deutschland gebracht hat.Der Schreibstil war anfangs etwas ungewohnt, auch durch die fehlenden Kommata, aber er hat mir sehr gefallen und war absolut passend, da Mary das Buch mit 15 Jahren geschrieben hat, nachdem sie gerade erst lesen und schreiben gelernt hat.Das Cover hat mich sofort verzaubert und es passt, auch farblich,  perfekt zum Buch. Marys Geschichte bekommt von mir 5 Sterne und ich kann dieses wertvolle Buch jedem ans Herz legen.Weitere Zitate:„Mein Kopf tat ein bisschen weh wo er mich geschlagen hatte aber ich stand in der Sonne und die Sonne schien mir warm auf den Rücken und bald vergaß ich was Vater getan hatte…“„Der hat auf dem alten Stuhl gesessen der alte Faulpelz.“„Ich weiß nicht womit er mich schlug . Ich weiß nicht wie oft er zuschlug. Ich schloss die Augen und ließ ihn einfach machen.“„Und dann hörte ich seine Stimme wie er betete und um Vergebung bat …“

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    • 3
  • Rezension zu "Die Farbe von Milch" von Nell Leyshon

    Die Farbe von Milch

    Kathleen1974

    24. October 2017 um 14:15

    Titel: „Die Farbe von Milch”Autorin: Nell LeyshonVerlag: Julia Eisele Verlags GmbH, München 2017Seitenzahl: 207 SeitenKlappentext:„Mary ist harte Arbeit gewöhnt. Sie kennt es nicht anders, denn ihr Leben auf dem Bauernhof der Eltern verläuft karg und entbehrungsreich. Doch dann ändert sich alles. Als sie fünfzehn wird, zieht Mary in den Haushalt des örtlichen Dorfpfarrers, um dessen Ehefrau zu pflegen und ihr Gesellschaft zu leisten – einer zarten, mitfühlenden Kranken. Bei ihr erfährt sie erstmals Wohlwollen und Anteilnahme. Mary eröffnet sich eine neue Welt. In ihrer einfachen, unverblümten Sprache erzählt sie, wie ihr Schicksal eine dramatische Wendung nimmt, als die Pfarrersfrau stirbt und sie plötzlich mit dem Hausherrn alleine zurückbleibt…“Zum Cover:Mit gefällt die Gestaltung des Covers sehr. Die Umrandung mit den rankenden und früchtetragenden Pflanzen passt perfekt zum Buch. Und dazu die in glänzendem „Milch“-Weiß abgebildete Titelschrift wirkt sehr harmonisch. Ebenso passen die abgebildeten Vögel (auch auf den Einbandseiten innen) prima zum Roman. Ein sehr gelungenes Cover, das mir schnell aufgefallen ist.Schreibstil:Der Schreibstil ist außergewöhnlich und damit sehr besonders. Die Autorin hat diesen Roman so gestaltet, dass die Protagonistin Mary dem Leser ihre Geschichte mit ihren eigenen kindlichen und herzergreifenden Worten erzählt. Dabei hat die Autorin wohl bewusst auf Kommata-Setzung verzichtet und auch Wortwiederholungen sowie vereinzelte grammatische Fehler zugelassen. Damit gibt sie Mary auf eine ganz besondere Art vor allem Authentizität und Ausdrucksstärke! Und oft liegt auch Poesie bei, die das Buch zu etwas sehr Gefühlvollem machen. Lieblingszitate:„Und wenn ich die Zeit anhalten könnte würde ich es tun und ich würde für immer und ewig in jener Minute bleiben.“ (Seite 50)„Manchmal brauchen wir nicht mehr als das – ein kleines bisschen menschliche Freundlichkeit.“ (Seite 104)„Hast du das Leben jemals von der schlechten Seite aus betrachtet? fragte er. Ich werde noch genug Zeit haben darüber nachzudenken, sagte ich, wenn ich tot bin.“ (Seite 144)„Manchmal ist es gut wenn man ein Gedächtnis hat denn das ist die Geschichte des eigenen Lebens und ohne Gedächtnis hätte man gar nichts. Aber manchmal da bewahrt das Gedächtnis Dinge auf die man lieber nicht mehr wüsste und egal wie sehr man sich anstrengt sie aus dem Kopf zu kriegen sie kommen immer wieder zurück.“ (Seite 163)Meine Meinung zum Buch:„Dies ist mein Buch und ich schreibe es eigenhändig. Es ist das Jahr des Herrn 1831 und ich bin fünfzehn geworden… Mein Name ist Mary… Ich will erzählen was passiert ist…“ (auszugsweise zitiert von Seite 7)Die ersten 3-4 Seiten musste ich mich zunächst erst einmal auf die ungewohnte Schreibweise einstellen. Ich staunte nicht schlecht, als ich bemerkte, wie flüssig sich der Text - auch ohne Kommas an den richtigen Stellen - lesen ließ. Und immer mehr bekam dieser Text für mich etwas sehr Eigenes und Intensives. Es gibt im Nachhinein betrachtet meinem Empfinden nach keine bessere Schreibweise für diese Geschichte als genau DIESE! Jede Zeile in diesem Buch ist 100 % Mary, die ich sehr bewusst und intensiv kennengelernt habe.Schnell wird im Buch verdeutlicht, wie hart und trist das Leben von Mary ist, die zusammen mit ihren 3 Schwestern, ihrer Mutter, ihrem Vater sowie ihrem Großvater auf einem Bauernhof lebt und diesen täglich bewirtschaften. Keine noch so kleine Spur von elterlicher Liebe tritt zu Tage! Die Geschwister unter sich verhalten sich auch nicht immer gut. Marys Leben wird bestimmt von Arbeit, Gehorsam und starren Regeln. Dennoch lässt sie es sich nicht nehmen, das Herz auf ihrer Zunge zu tragen, auch wenn sie somit mit Konsequenzen rechnen muss. Sie ist fleißig, neugierig, einfühlsam, gerechtigkeitsliebend und mit einem körperlichen Leiden behaftet. Allein zu ihrem Großvater hat sie ein inniges und vertrautes Verhältnis, das den Gegensatz zum Verhältnis zu den anderen Familienmitgliedern sehr verdeutlicht.Die Zeit, in der dieser Roman spielt, wurde hervorragend dargestellt. Die beschriebenen Handlungsorte und Gegebenheiten hatte ich bildhaft vor Augen. Wenn zum Beispiel von Kälte die Rede war, fröstelte es mich, und wenn Mary mal wieder ein Feuer machen musste, dann spürte ich die Wärme. Unbeschreiblich, wie es der Autorin gelungen ist, mich in das Geschehen hineinzuziehen. Auch die Gefühle und Gedanken von Mary konnte ich bestens nachspüren und immer mehr bahnte sie sich mit ihrem ganzen Wesen einen Weg in mein Herz.Ich möchte nicht zu viel verraten, auch wenn ich liebend gern etwas zu jeder Szene sagen würde, deshalb nur so viel: Diese Geschichte, Marys Geschichte, hat mich zutiefst berührt/bewegt! Diese weckte so unterschiedliche Gefühle in mir: Mitgefühl, Wut, Furcht, Hoffnung und jede Menge Verständnis für Mary, die in mir etwas bewegen konnte.Noch lange wird dieser Roman in mir nachklingen.In meinen Augen ist das Buch ein Meisterwerk der besonderen Art und somit eine absolute Leseempfehlung.Bewertung: Ich gebe dem Buch daher von Herzen 5 von 5 Sterne.

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    • 5
  • Und mein Haare hat die Farbe von Milch.

    Die Farbe von Milch

    northseaislands

    13. October 2017 um 19:36

    Die Farbe von Milch (Nell Leyshon) Inhalt:"Mary ist harte Arbeit gewöhnt. Sie kennt es nicht anders, denn ihr Leben auf dem Bauernhof der Eltern verläuft karg und entbehrungsreich. Doch dann ändert sich alles. Als sie fünfzehn wird, zieht Mary in den Haushalt des örtlichen Dorfpfarrers, um dessen Ehefrau zu pflegen und ihr Gesellschaft zu leisten - einer zarten, mitfühlenden Kranken. Bei ihr erfährt sie erstmals Wohlwollen und Anteilnahme. Mary eröffnet sich eine neue Welt. In ihrer einfachen, unverblümten Sprache erzählt sie, wie ihr Schicksal eine dramatische Wendung nimmt, als die Pfarrersfrau stirbt und sie plötzlich mit dem Hausherrn alleine zurückbleibt..."Meinung:Das Buch hat seine ganz eigene Art, eine Geschichte zu erzählen. Dennoch ist es so aussagekräftig und poetisch zugleich. Zuerst braucht man seine Zeit, um reinzukommen. Da Mary aufgrund ihres sozialen Hintergrundes nicht wirklich gebildet ist, wiederholt sie sich oft und schreibt die Dinge eben auf ihre Weise. Auch wenn das Buch kurz ist und alles sehr schnell auf einmal passiert, beinhaltet es trotzdem so viel Wahrheit.Besonders die Aussagen von Mary gehen einem sehr ans Herz und bringen einem zum Nachdenken. Mary ist ein ganz großartiger Charakter. Mit allem, was sie durchmacht, ist sie dennoch so optimistisch und sieht die Dinge, wie sie wirklich sind. Sie scheut sich nicht ihre Meinung offen da zu legen, auch wenn das bedeuten könnte, dass sie sich damit in Schwierigkeiten bringt. Es macht einfach Spaß, ihre Ansichten des Lebens zu lesen und lehrt einen, sein Handeln zu überdenken.Zum Ende hin bemerkt man ihre wahnsinnige Entwicklung, wo mir dann allerdings auch ein bisschen die alte Mary gefehlt hat. Die Zeit des Romanes von 1831-1833 hat mir sehr gefallen. Es war interessant diesen Lebensstil mit unseren zu vergleichen (mitsamt den Beziehungen der Familienmitgliedern untereinander).Jedoch muss ich sagen, dass ich mir noch ein bisschen mehr Handlung gewünscht hätte, um mehr von Mary zu hören. Mir ist dabei aber auch klar, dass das einfach schwer zu machen ist (was man dann am Ende auch merkt).Alles in allem war es aber ein sehr gutes Buch, voller Denkanstöße zum erfüllten Leben und hat volle vier Sterne verdient. Keine 5 Sterne, weil mir dazu noch dieser letzte "Wow-Effekt" gefehlt hat.Aber trotzdem sehr empfehlenswert! Und hier noch ein paar meiner Lieblingszitate von Mary: "Wenn ich was tun kann dann bring ich die Dinge in Ordnung und dann hab ich keinen Grund mehr mir den Kopf zu zerbrechen." Frage: "Hast du das Leben jemals von der schlechten Seite aus betrachtet?"  "Ich werd noch genug Zeit haben darüber nachzudenken, wenn ich tot bin." 

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  • Die Farbe von Milch...

    Die Farbe von Milch

    adore_u

    12. October 2017 um 13:52

    Der Inhalt: Mary wächst mit ihren 3 Schwestern auf einem Bauernhof auf. Ihr Vater lässt die Mädchen hart arbeiten. Der Umgangston ist sehr forsch und lieblos. Einzig der Großvater zeigt Gefühle. Eines Tages stellt Marys Vater sie vor vollendete Tatsachen. Sie soll von dort an im Haushalt des Pfarrers leben, um sich um seine kranke Frau zu kümmern. Marys Vater wird für ihre Arbeit bezahlt und so hat das Mädchen keine Wahl. Meine Meinung: Das Buch ist so geschrieben, wie ein 15-jähriges Mädchen, welches gerade erst schreiben gelernt hat, auch schreiben würde. Die Sätze sind recht lang und Kommasetzung ist kaum vorhanden. Ich habe mich mit dem Schreibstil mehr als schwer getan. Anfangs dachte ich, das würde sich mit der Zeit legen – hat es aber leider nicht. Ich kann gut verstehen, warum das Buch so geschrieben wurde. Das macht das Ganze authentischer. Aber es war einfach nicht meins. Ich konnte leider gar nicht wirklich in die Geschichte abtauchen und mitfühlen. Hinzu kommt, dass die Story für mich sehr vorhersehbar war. Durch den Klappentext wusste ich eigentlich schon zu Beginn, wie das Buch enden wird. Das Ende ist schlimm, keine Frage – aber wie schon gesagt, vorhersehbar. Gut gefallen hat mir Marys Charakter. Sie sagt, was sie denkt. Ist etwas frech und aufmüpfig. Das hat sie sehr sympatisch gemacht. Fazit: Ich wurde mit dem Schreibstil nicht warm, somit konnte ich nicht in die Geschichte eintauchen und mitfühlen. Schade!

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  • Ein wahrer Bücherschatz!

    Die Farbe von Milch

    Kossi

    30. September 2017 um 11:28

    Mary ist 15, als sie sich an einen Tisch setzt und im Jahr 1831 ihre Geschichte niederschreibt. Eine Geschichte, die mich von der ersten Seite an in ihren Bann gezogen hat. Mary schreibt von sich selbst, dass ihre Haare die Farbe von Milch haben und dass sie alles wahrheitsgemäß aufschreibt und zwar von Anfang an. Den Anfang macht der Frühling, denn das Buch ist in die vier Jahreszeiten aufgeteilt. Mary wächst zusammen mit ihren vier Schwestern auf einem Bauernhof auf, auf dem der Vater die Mädchen zur harten körperlichen Arbeit antreibt. Einzig Marys Großvater ist der Mensch, dem sie sich anvertrauen kann und der auch dem Leser ein bisschen das Gefühl von Emotionalität geben kann. Ansonsten herrscht in der Familie ein rauer und liebloser Umgangston. Eines Tages schickt der Vater Mary zum Pfarrer der Gemeinde, denn dessen Frau ist krank und er braucht eine zweite Haushaltshilfe. Natürlich bekommt Marys Vater Geld dafür und Mary selber wird gar nicht gefragt. Das Leben des Mädchens ändert sich von nun an und an dieser Stelle möchte ich mit der Imhaltsangabe aufhören. Mich hat der Schreibstil total fasziniert. Mary schreibt halt, wie eine 15jährige, die aber gerade erst das Schreiben erlernt hat und so ist die Kommasetzung vor allem alles andere als korrekt. Aber genau das hat für mich den Charme dieser Geschichte ausgemacht. Das Mädchen ist aufmüpfig, sagt, was sie denkt und gerade das macht sie so unglaublich liebenswert. Sie ist in ihrer jugendlichen Naivität so ausdrucksstark und verletzlich zugleich. Ich konnte das Buch kaum aus den Händen legen und wollte wissen, wie die Geschichte weitergeht. Für mich ist diese kleine Geschichte von Seite zu Seite immer mehr ein ganz großer Schatz geworden, der mich am Ende schweigend, nachdenklich, mitfühlend und vor allem demütig zurückgelassen hat. Und wenn ich mich auch Stunden, nachdem ich das Buch zu Ende gelesen habe, frage, was wohl aus Mary geworden ist und ich sie richtig vermisse, hat die Autorin alles richtig gemacht!

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  • Die Farbe von Milch

    Die Farbe von Milch

    Bibliomania

    28. September 2017 um 13:29

    Mary ist ein einfaches Bauernmädchen. Sie lebt mit ihren Eltern und ihren drei großen Schwestern auf einem Bauernhof und kennt nichts anderes als Arbeit von Sonnenauf- bis -untergang. In der Nähe wohnt ein Pfarrer, dessen Frau schwer krank ist. Mary wird als jüngste dort hingeschickt, um auszuhelfen. Sie erfährt ein viel leichteres, angenehmeres Leben, doch als die Frau stirbt, brechen wieder ganz andere Zeiten für Mary an. Leider wusste ich schon nach ein paar Sätzen, dass mir die Sprache überhaupt nicht gefallen würde. Ich verstehe den Sinn dahinter eine einfache, plumpe Sprache ohne Kommasetzung zu nutzen, mag es aber einfach nicht. Hinzu kommt, dass die Handlung zu vorhersehbar ist. Eine klischeehafte Geschichte, dessen Ende ich ab einem bestimmten Punkt auch schon wusste. Nicht, dass es nicht schlimm wäre, aber zu offensichtlich fand ich es dennoch. Gut dargestellt ist hingegen Marys Wesen. Ich mochte ihre Aufmüpfigkeit, ihre Angewohnheit immer alles auszusprechen, was sie dachte. Ein bisschen frech, aber sich durchaus ihrer selbst bewusst. Das hat mich ein wenig ausgesöhnt mit dem Rest.

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  • Eine außergewöhnliche Erzählung voller Poesie – wenige Worte mit unhaltbarer Schlagkraft!

    Die Farbe von Milch

    DieBuchkolumnistin

    21. September 2017 um 21:35

    „Ich sitze am Fenster und ich schreibe all dies eigenhändig und ich muss es in den Stunden schreiben in denen ich Sonnenlicht habe denn der Mond gibt nicht genug Licht und wenn es dunkel ist kann ich nicht schreiben. Ich kann mich an jenen Tag erinnern und ich weiß dass das der Tag war an dem sich alles änderte.“Das fünfzehnjährige Bauernmädchen Mary erzählt von ihrem Leben, sie schreibt uns wie ihrem Tagebuch und berichtet von den vergangenen vier Jahreszeiten, ab und an stockend, grammatikalisch inkorrekt und stellenweise völlig überfordert von all dem, was ihr geschieht. Sie beginnt im Frühling des Jahres 1831, wir lernen sie und ihre Familie kennen, den Alltag auf dem Hof zwischen harter Arbeit, der Schönheit inmitten der Natur und der Härte der Gewalt, der sie von ihrem Vater ausgesetzt wird. Dabei möchte Mary nur lernen, sie ist wissbegierig, offen für Neues, sie ist stark und eigensinnig und mit einem Humor gesegnet, der sie viel zu oft in Schwierigkeiten bringt. Als dann der örtliche Pfarrer nach ihr schickt, sie solle sich um seine kranke Frau und den Haushalt kümmern, als diese ihr Liebe spendet und er ihr die Welt der Bücher eröffnet, da scheint ihr Leben endlich eine positive Wendung zu nehmen … Welch eine außergewöhnliche Erzählung der englischen Autorin Nell Leyshon, abseits aller Genreschubladen, stilistisch besonders. Wie schön, dass sich der neu gegründete Eisele Verlag an die deutsche Veröffentlichung getraut hat, ein Lob gilt auch der Übersetzerin Wibke Kuhn für die sicherlich nicht immer einfache Arbeit an diesem ausgefallenen Text. Durch die anfangs noch als vom Leser subtil belächelte Stimme des einfachen Bauernmädchens kippt man nahezu unkontrolliert in ihren Alltag, es entwickelt sich ein kaum zu stoppender Sog. Am Ende wird Leyshon nur noch wenige Worte brauchen, um uns mit in den Abgrund zu reißen, aber mit welcher Poesie, man genießt sogar noch den Fall. 

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  • Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017

    Warum Lesen glücklich macht

    GrOtEsQuE

    Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017 Achtung - es handelt sich nicht um eine Leserunde sondern eine Challenge zum SUB-Abbau!!! Es werden keine Bücher verlost. Ich habe es nur als Leserunde erstellt, damit das Ganze etwas übersichtlicher wird.Ich möchte mich 2017 mehr dem SUB-Abbau widmen, daher habe ich mir überlegt eine Challenge zu erstellen. Die Regeln möchte ich so einfach wie möglich halten - es soll ja auch Spaß machen und nicht in Stress ausarten.Es wird jeden Monat ein anderes Motto geben. Für die zum Monatsmotto passenden Bücher, gibt es jeweils einen Extrapunkt. Das Monatsmotto werde ich immer Ende des Vormonats im entsprechenden Unterthema bekannt geben. Den Extrapunkt kann man mehrmals im Monat sammeln, wenn man genügend passende Bücher für das Motto hat.Jeder der mitmachen möchte, postet bitte im Unterthema Sammelbeiträge seinen Sammelbeitrag. Ich werde dann jeden Monat hier im Startbeitrag die Punkte aktualisieren. Bei den einzelnen Sammelbeiträgen ist mir eigentlich nur wichtig, dass in der ersten Zeile die Gesamtpunktzahl steht, ansonsten kann jeder seinen Beitrag so gestalten wie er möchte - entweder nur die Punkte aufschreiben oder auch das gelesene Buch benennen.Man kann jederzeit noch einsteigen - einfach einen Sammelbeitrag posten und los gehts!!! Rezensionen sind keine Pflicht. Es gelten alle Bücher, die in 2017 beendet werden, man kann also ruhig auch die in 2016 angefangen erst in 2017 beenden. Die Punkteverteilung sieht wie folgt aus: Für jedes gelesene Buch gibt es einen Punkt. Für jedes gelesene Buch, was vor 2017 auf dem SUB gelandet ist, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 400 Seiten hat, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 600 Seiten hat, gibt es zwei Extrapunkte. Für jedes gelesene Buch, was zum Monatsmotto passt, gibt es einen Extrapunkt. Für Comics und Mangas werden nur die Hälfte der Punkte vergeben. Hörbucher zählen auch. Bei den Extrapunkten für die Seiten einfach an dem "echten" Buch orientieren. Wenn es sich um die gekürzte Fassung des Hörbuchs handelt, dann ein dreiviertel der Seiten. (Also mal angenommen das Buch hat 400 Seiten und du hast die gekürzte Fassung des Hörbuchs, zählt es nur für 300 Seiten, also kein Extrapunkt.) Bereits früher gelesene Bücher zählen auch, aber hier gibt es den vor-2017-auf-dem-SUB-gelandet-Punkt nicht, da die Bücher ja nicht mehr zum SUB gehören. Im besten Fall kann man also 5 Punkte pro Buch erhalten. Wer noch Fragen hat, kann sie im Unterthema für Fragen stellen. Nun hoffe ich auf eine rege Teilnahme und wünsch uns schon mal viel Spaß :-) Teilnehmer --- Gesamtpunktzahl --- zuletzt aktualisiert 20.10.2017: _Jassi                                           ---  77 Punkte AmberStClair                             ---   69 Punkte (Gesamtpunkte angeben) Arachn0phobiA                         ---   259 Punkte Astell                                           ---    9 Punkte BeeLu                                         ---   92 Punkte Bellis-Perennis                          ---  691 Punkte Beust                                          ---   352 Punkte Bibliomania                               ---   233 Punkte Buecherkaetzchen                   ---   48 Punkte Buchgespenst                         ---  444,5 Punkte ChattysBuecherblog                --- 285 Punkte Buchperlenblog (CherryGraphics)  ---   154,5 Punkte Code-between-lines                ---  154 Punkte DieBerta                                    ---   ?  Punkteeilatan123                                 ---   80 Punkte Eldfaxi                                       ---   52 Punkte Farbwirbel                                ---   46 Punkte fasersprosse                            ---    35 PunkteFrau-Aragorn                           ---   216 Punkte Frenx51                                     ---  103 Punkte glanzente                                  ---   94 Punkte GrOtEsQuE                               ---   84 Punkte hannelore259                          ---   78 Punkte hannipalanni                           ---   181 Punkte Hortensia13                             ---   148 Punkte Igelchen                                    ---   26 Punkte Igelmanu66                              ---  191 Punkte janaka                                       ---   118 Punkte Janina84                                   ---    95 Punkte jasaju2012                               ---   20 Punkte jenvo82                                    ---   135 Punkte kalestra                                    ---   33 Punkte Kattii                                         ---   88 Punkte Katykate                                  ---   121 Punkte Kerdie                                      ---   239 Punkte Kleine1984                              ---   145 Punkte Kuhni77                                   ---   129 Punkte KymLuca                                  ---   110 Punkte LadyMoonlight2012               ---   29 Punkte LadySamira090162                ---   285 Punkte Larii_Mausi                              ---    63 PunkteLeif_Inselmann                       ---   40,5 Punkteleseratte89                               ---   50 Punkte Leseratz_8                                ---   18 Punktelisam                                          ---   257 Punkte louella2209                            ---   69 Punkte lyydja                                       ---   94 Punkte mareike91                              ---    47 Punkte MissSnorkfraeulein                  ---  44 Punkte MissSternchen                          ---  55 Punkte mistellor                                   ---   181 Punkte Mone97                                    ---   55 Punktemy_own_melody                     ---   18 Punktenaevia                                        ---   17 Punktenatti_Lesemaus                        ---  148 Punkte Nelebooks                               ---  245 Punkte niknak                                       ----  313 Punkte nordfrau                                   ---   143 Punkte PMelittaM                                 ---   242 Punkte PollyMaundrell                         ---   34 Punkte Pucki60                                        --- 37 Punkte QueenSize                                 ---   132 Punkte readergirl                                   ---    5 Punkte Readrat                                      ---   67 Punkte SaintGermain                            ---   139 Punkte samea                                           --- 76 PunkteSandkuchen                              ---   241 Punkteschadow_dragon81                  ---   92 Punkte Schmiesen                                  ---   195 Punkte Schokoloko29                            ---   35 Punkte Somaya                                     ---   315 Punkte SomeBody                                ---   189,5 Punkte Sommerleser                           ---   215 Punkte StefanieFreigericht                  ---   236,5 Punkte tlow                                            ---   165 Punkte Veritas666                                 ---   151 Punkteverruecktnachbuechern         ---   97 Punktevielleser18                                 ---   131 Punkte Vucha                                         ---   151 Punkte Wermoeve                                 ---   17 Punkte widder1987                               ---   69 Punkte Wolly                                          ---   184 Punkte Yolande                                       --   189 Punkte

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