Die Farbe von Milch

von Nell Leyshon 
4,4 Sterne bei207 Bewertungen
Die Farbe von Milch
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Positiv (178):
Steffi_vlks avatar

Inhaltlich und sprachlich konnte mich die Geschichte begeistern. Sie regt zum Nachdenken an und wird noch lange nachhallen.

Kritisch (6):
Leseratte2007s avatar

Langweiliger Roman mit wenig Tiefe und einem unerträglichen parataktischen Satzbau...

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Inhaltsangabe zu "Die Farbe von Milch"

Mein Name ist Mary. Mein Haar hat die Farbe von Milch. Und dies ist meine Geschichte. „Eine einzigartige Erzählstimme, die unvergessliche Bilder in den Kopf des Lesers malt.“ The Independent„Ein eindringliches Kammerspiel über Klassenunterschiede, Armut und das harte Leben einer standeslosen Frau in einer patriarchalischen Welt.“ Psychologies„Total faszinierend. Von subtiler lyrischer Schönheit, pur und poetisch.“ The Observer
Mary ist harte Arbeit gewöhnt. Sie kennt es nicht anders, denn ihr Leben auf dem Bauernhof der Eltern verläuft karg und entbehrungsreich. Doch dann ändert sich alles. Als sie fünfzehn wird, zieht Mary in den Haushalt des örtlichen Dorfpfarrers, um dessen Ehefrau zu pflegen und ihr Gesellschaft zu leisten – einer zarten, mitfühlenden Kranken. Bei ihr erfährt sie erstmals Wohlwollen und Anteilnahme. Mary eröffnet sich eine neue Welt. In ihrer einfachen, unverblümten Sprache erzählt sie, wie ihr Schicksal eine dramatische Wendung nimmt, als die Pfarrersfrau stirbt und sie plötzlich mit dem Hausherrn alleine zurückbleibt.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783961610006
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:208 Seiten
Verlag:Eisele Verlag
Erscheinungsdatum:22.09.2017
Das aktuelle Hörbuch ist am 11.03.2019 bei Random House Audio erschienen.

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Rezensionen und Bewertungen

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    moccabohnes avatar
    moccabohnevor einem Tag
    Eine nachdenkliche Geschichte....

    Mary, die jüngste Tochter einer Bauernfamilie ist harte Arbeit gewohnt. Ihr Haar hat die Farbe von Milch und nicht nur das macht sie außergewöhnlich.

    Sie wächst zusammen mit ihren Eltern, ihren  drei älteren Schwestern und dem Großvater in ärmlichen Verhältnissen auf einem Bauernhof auf. Dort erfährt sie keine Liebe von ihren Eltern. Ihr Vater wirkt brutal und ist nur an daran interessiert, dass alle auf dem Hof mitarbeiten. Einzig allein ihr Großvater hat immer ein liebes Wort für sie übrig.

    Im Alter von 15 Jahren erfährt Mary  eines Tages von ihrem Vater, dass sie in das Haus des Pfarrers ziehen muss.  Dort soll sie sich um die kranke Pfarrersfrau kümmern.  Widerwillig wird sie dort zur Haushaltshilfe und erfährt erstmals Verständnis und Gehör. Mary eröffnet sich eine ganz neue Welt.  Als die Pfarrersfrau einen Tages verstirbt, nimmt Marys Leben allerdings einen schicksalhaften Verlauf.

    Nicht nur der Titel „ Die Farbe von Milch“ lässt auf ein außergewöhnliches Buch schließen. Es ist aus der Sicht der 15 jährigen Mary in Form eines Tagebuchs geschrieben. Mit ihrer einfachen Sprache beschreibt sie geradehaus, was sie erlebt. Für den Leser ist dies sehr emotional, man teilt mit Mary die Freude und Neugier, genauso aber auch die Wut und Hilflosigkeit.  

     

    Mich hat dieses Buch sehr berührt  und nachdenklich gemacht.   

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    Prinzessin_Literaturias avatar
    Prinzessin_Literaturiavor 6 Tagen
    Kurzmeinung: Obwohl es sich um eine lesenswerte Story handelt, war der Stil einfach nicht meins
    In jeder Hinsicht gewöhnungsbedürftig

    Die Farbe von Milch

    Nell Leyshon

     

    Ich habe mir das eBook „Die Farbe von Milch“ bei Netgalley heruntergeladen, nachdem ich mehrere sehr positive Kritiken über die Geschichte gelesen habe. Persönlich konnte mich das Buch leider nicht begeistern. Obwohl es sich um eine lesenswerte Story handelt, war der Stil einfach nicht meins.

     

    Genre: Roman

    Seitenzahl: 208

     

    Inhalt:

    Mein Name ist Mary. Mein Haar hat die Farbe von Milch. Und dies ist meine Geschichte. 
    Mary ist harte Arbeit gewöhnt. Sie kennt es nicht anders, denn ihr Leben auf dem Bauernhof der Eltern verläuft karg und entbehrungsreich. Doch dann ändert sich alles. Als sie fünfzehn wird, zieht Mary in den Haushalt des örtlichen Dorfpfarrers, um dessen Ehefrau zu pflegen und ihr Gesellschaft zu leisten – einer zarten, mitfühlenden Kranken. Bei ihr erfährt sie erstmals Wohlwollen und Anteilnahme. Mary eröffnet sich eine neue Welt. In ihrer einfachen, unverblümten Sprache erzählt sie, wie ihr Schicksal eine dramatische Wendung nimmt, als die Pfarrersfrau stirbt und sie plötzlich mit dem Hausherrn alleine zurückbleibt.

     

    Charaktere und Meinung:

    Ich bin mit einer recht hohen Erwartungshaltung an „Die Farbe von Milch“ herangegangen. Nachdem das Buch so oft über den grünen Klee gelobt wurde, wollte ich es ebenfalls lesen und war gespannt. Letztendlich hat es mich leider nicht wirklich überzeugen können. Marys Geschichte wird von ihr selbst erzählt und ist gewiss lesenswert. Aber nichts wahnsinnig Neues. An vielen Stellen zog sich die Story in die Länge und war für mich doch sehr vorhersehbar. Was mich aber wirklich gestört hat, war der Schreibstil.

    Ich habe verstanden, dass Mary ihre eigene Geschichte so schreibt, wie sie spricht. Und zwar ohne Punkt und Komma. Wörtliche Rede? – gibt’s anfangs nicht. Im Laufe des Buches wird der Schreibstil flüssiger, aber das war schlicht und ergreifend nichts für mich. Die abgehackten Sätze zu Beginn haben mir bereits das Lesevergnügen verleidet. Für mich hat die Autorin zwar ein interessantes Stil-Experiment gewagt, das meiner Meinung nach aber nicht hätte sein müssen.

    Die Hauptperson Mary konnte dennoch charakterlich gut dargestellt werden und sie ist nicht auf den Mund gefallen. Das hat mir an ihr sehr gefallen. Sie ist mit ihrem Leben und der harten Arbeit zufrieden, trotzdem bewahrt sie sich ihren Stolz. Als ihr Schicksal im Pfarrhaus eine Wendung nimmt, habe ich mit ihr gebangt und gelitten. Diese Emotionalität kann ich an der Geschichte positiv hervorheben.

     

    Empfehlung:

    „Die Farbe von Milch“ ist eine Geschichte als Sprachexperiment und findet bestimmt geneigte Leser, die daran ihre helle Freude haben. Ich bin leider semibegeistert und würde das Buch kein zweites Mal lesen wollen. Alles in allem vergebe ich:

     

    Dreieinhalb von Fünf Literaturia-Sternchen

     

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    winniehexs avatar
    winniehexvor 10 Tagen
    Ich, Mary, 15 Jahre alt

    Mein Name ist Mary. Mein Haar hat die Farbe von Milch. Und dies ist meine Geschichte. 
    Mary ist harte Arbeit gewöhnt. Sie kennt es nicht anders, denn ihr Leben auf dem Bauernhof der Eltern verläuft karg und entbehrungsreich. Doch dann ändert sich alles. Als sie fünfzehn wird, zieht Mary in den Haushalt des örtlichen Dorfpfarrers, um dessen Ehefrau zu pflegen und ihr Gesellschaft zu leisten – einer zarten, mitfühlenden Kranken. Bei ihr erfährt sie erstmals Wohlwollen und Anteilnahme. Mary eröffnet sich eine neue Welt. In ihrer einfachen, unverblümten Sprache erzählt sie, wie ihr Schicksal eine dramatische Wendung nimmt, als die Pfarrersfrau stirbt und sie plötzlich mit dem Hausherrn allein zurückbleibt.

    Ein sehr außergewöhnliches Buch, denn es ist aus der Sicht von der 15-jährigen Mary geschrieben. Was dabei witzig ist, dass es wirklich so geschrieben ist wie als hätte es Mary selber geschrieben. Denn es hat Grammatik- und Zeichenfehler und das peppt das Buch auf, was aber eigentlich nur charmant wirkt. Die eigentliche Geschichte ist aber sehr berührend und bewegt einen.

    Ein wirklich unglaubliches Buch mit großartigen Leseeindrücken, was einen abholt und zutiefst im Herzen berührt.

    Danke für dieses außergewöhnliche Werk.

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    Steffi_vlks avatar
    Steffi_vlkvor 17 Tagen
    Kurzmeinung: Inhaltlich und sprachlich konnte mich die Geschichte begeistern. Sie regt zum Nachdenken an und wird noch lange nachhallen.
    Die Farbe von Milch - eine fesselnde und künstlerisch verpackte Geschichte mit diskutablem Ende

    Allgemeine Infos:
    Titel: "Die Farbe von Milch"
    Autor: Nell Leyshon
    Genre: Roman
    Verlag: Eisele
    Seitenzahl: 208

    Klappentext:
    Mein Name ist Mary. Mein Haar hat die Farbe von Milch. Und dies ist meine Geschichte.
    Mary ist harte Arbeit gewöhnt. Sie kennt es nicht anders, denn ihr Leben auf dem Bauernhof der Eltern verläuft karg und entbehrungsreich. Doch dann ändert sich alles. Als sie fünfzehn wird, zieht Mary in den Haushalt des örtlichen Dorfpfarrers, um dessen Ehefrau zu pflegen und ihr Gesellschaft zu leisten – einer zarten, mitfühlenden Kranken. Bei ihr erfährt sie erstmals Wohlwollen und Anteilnahme. Mary eröffnet sich eine neue Welt. In ihrer einfachen, unverblümten Sprache erzählt sie, wie ihr Schicksal eine dramatische Wendung nimmt, als die Pfarrersfrau stirbt und sie plötzlich mit dem Hausherrn alleine zurückbleibt.

    Buch:
    Die Gestaltung des Buches hat mich gleich überzeigt, deshalb war sie auch eine der Gründe, warum ich das Buch überhaupt ausgewählt habe. Mir gefallen die gedeckten Farben wirklich gut, da durch sie alles harmonisch und stimmig wirkt. Durch den pinken Rahmen und die Tatsache, dass das Muster teilweise sogar über den Titel hinausgeht, wirkt das Cover aber dennoch nicht langweilig. Auch nach Lesen des Buches finde ich das Cover noch klasse, da die den Titel umrahmenden Pflanzen und Vögel auch inhaltlich mit dem Buch verknüpft sind. Gut gefallen hat mir auch, dass das Buch ein Band besitzt, das als Lesezeichen genutzt werden kann.
    Das Buch ist im Wesentlichen unterteilt in 4 große Kapitel, die den Jahreszeiten entsprechen, somit umfasst das Buch eine Zeitspanne von etwa einem Jahr. Diese spielt in den Jahren 1830/31. Innerhalb der Kapitel gibt es jedoch keine wirkliche Unterteilung mehr. Ab und zu findet man eine Trennung von Abschnitten durch Sterne, diese sind jedoch auch eher eine Seltenheit. Eigentlich ist die Kapitellänge von etwa 50 Seiten damit deutlich zu lang für meinen Geschmack, da ich gerne auch mal beim Lesen pausiere. Bei diesem Buch hat es mich jedoch recht wenig gestört, da ich die Geschichte innerhalb eines Tages verschlungen habe ;)

    Schreibstil:
    Nell Leyshons Schreibstil hat in diesem Buch auf jeden Fall einen großen Wiedererkennungswert. Am Anfang habe ich zunächst einige Seiten gebraucht, um mich an den parataktischen Schreibstil mit vielen, kleinen, aneinandergereihten Sätzen zu gewöhnen. Da das Ganze fast schon poetisch gewirkt hat, kam der Lesefluss erst nach und nach. Verbunden mit dem Charakter der Protagonistin hat dieser Stil jedoch einen ganz eigenen Charme gehabt. Die Geschichte ist aus der Sicht der Protagonistin Mary verfasst. Sie schreibt in der Gegenwart die Geschichte zu ihrem Leben bzw. einem Lebensabschnitt auf, dadurch kommt es ab und zu zu Wechseln in der Zeit. Diese erkennt man trotz fehlender auffälliger Abgrenzung jedoch trotzdem recht gut. Zu Beginn habe ich noch die fehlenden Anführungs- und Schlusszeichen der Rede vermisst, auch daran konnte ich mich jedoch schnell gewöhnen. Durch den parataktischen Schreibstil hat die Geschichte super schnell Fahrt aufgenommen und ich wollte ständig weiterlesen und erfahren, wie es mit Mary weitergeht. Diese ist im Buch noch eine Jugendliche, wodurch der Schreibstil auch stark geprägt ist. Zudem hat Mary einen ganz starken Charakter, der wunderbar transportiert wird. Trotz oder gerade wegen ihrer wahnsinnig direkten und ehrlichen Art, fand ich Mary einfach klasse! Dadurch das Mary sich nicht verstellt und gerade heraussagt, was sie denkt, musste ich auch das ein oder andere Mal über eine Situation schmunzeln.

    Handlung:
    Mary wächst im ländlichen England auf. Dort lebt sie mit ihren Eltern, ihren beiden Schwestern und ihrem Großvater auf einem Bauernhof. Mary leidet seit ihrer Geburt unter einer Fehlstellung ihres Beines, was sie beim Gehen behindert. Darauf wird innerhalb der Familie allerdings wenig Rücksicht gelegt, von Mary wird genauso, wie von ihren beiden Schwestern erwartet, dass sie ganztägig auf dem Bauernhof mitarbeitet. Von einer schulischen Ausbildung profitieren die Schwestern somit nicht, der Rest der Familie kann ja schließlich auch nicht lesen und schreiben: wer braucht schon Worte auf einem Bauernhof? Insgesamt wird Marys Leben durch Arbeitsdisziplin und Gehorsam geprägt. Von Liebe und Zuneigung innerhalb der Familie spürt man nichts und der Umgangston ist rau. Dennoch ist Mary stets optimistisch und sorgt sich vor allem liebevoll um ihren Großvater und die Tiere. Ihr Großvater ist auch der einzige in der Familie, der ihr eine Form von Geborgenheit, Wertschätzung und Zuneigung schenkt. Doch auf einen Schlag ändert sich das Leben von Mary vollständig: Im Haushalt des Dorfpfarrers wird dringend Hilfe benötigt und da Mary durch ihr Bein nicht die von ihrem Vater geforderte Leistung bringen kann, wittert er in dieser Gelegenheit eine gute Geldeinnahme. Plötzlich muss Mary ihren geliebten Bauernhof und damit vor allem ihren Großvater und die Tiere verlassen, um sich um die kranke Frau des Pfarrers zu kümmern. Hiermit eröffnet sich für Mary eine ganz neue Welt. Obwohl sich dadurch einige positive Änderungen wie eine weniger anstrengende Arbeit und neue Kleidung für Mary ergeben, fühlt diese sich nicht wohl. Selbst die auf Anhieb respektvolle und wohlwollende Art von der Pfarrersfrau Mrs. Graham machen Mary nicht glücklich. Sie möchte zurück auf den Bauernhof, dort ist sie allerdings nicht willkommen. Nach und nach gewöhnt sich Mary an ihr neues Zuhause und sie findet einen Rhytmus für ihren Alltag. Doch als die Pfarrersfrau stirbt, nimmt Marys Schicksal erneut eine drastische Wendung als sie plötzlich mit Mr. Graham alleine in dem großen Haus ist. Schafft es Mary sich selbst treu zu bleiben?

    Meinung:
    Das Buch hat mich beeindruck. Mary ist eine bemerkenswerte junge Frau. Trotz Ihrer schweren Kindheit ist sie immer gut gelaunt und hat eine sehr ausgeprägte Persönlichkeit. Sie ist unglaublich selbstbewusst und sagt frei heraus, was sie denkt, ohne auf den Gegenüber Rücksicht zu nehmen. Dieser Charakter wurde auch wunderbar in dem parataktischen Schreibstil verpackt. Bei der ersten Hälfte des Buches hätte man eventuell etwas mehr Spannung aufbauen können, diese hat sich auch wegen mancher Wiederholungen etwas gezogen. Gelangweilt habe ich mich trotzdem nie und gerade die zweite Hälfte der Geschichte hat es dann geschafft mich zu fesseln. Nach dem Ende des Buches wusste ich erst einmal gar nicht, was ich darüber sagen soll. Man braucht ein wenig Zeit, um über das gelesene nachzudenken. Es handelt sich hier wohl um einen sehr schmalen Grad zwischen Brillanz und Flop, ich kann mir zumindest gut vorstellen, dass dieses Buch Meinungen spaltet. Ich selbst bin auch zwiegespalten, was das Ende betrifft. Zwischendurch habe ich Marys Stärke vermisst, die sie wohl durch die Umstände verloren hat. Es hat mich zum Schluss gefreut, dass sie diese wieder gewonnen hat: sie ist impulsiv und gerade heraus, sie stellt sich jedoch auch den Konsequenzen und läuft nicht einfach weg. Dennoch denke ich, dass Marys Charakterstärke zu einem anderen Ende hätte führen können. Das Buch wird wohl auch noch eine Weile Nachhallen. Schon alleine das begeistert mich: das Buch ist keine leichte Kost und regt zum Nachdenken und diskutieren an. Aus diesem Grund gebe ich trotz dessen, dass mich das Ende aktuell nicht zu 100% überzeugt, 5 von 5 Sterne. Es handelt sich hierbei um Kunst, die man gelesen haben sollte!

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    Luilines avatar
    Luilinevor 25 Tagen
    Kurzmeinung: Kurzweilig, aber auch vorhersehbar.
    Sehr vorhersehbar, aber trotzdem berührend

    Heute gibt es eine Rezension zu dem Roman 
    "Die Farbe von Milch" von Nell Leyshon.

    Das E-Book wurde mir von Netgalley zur Verfügung gestellt.

    Verlag: Eisele / Seitenzahl: 208 / Erscheinungsjahr: 2017 / Originalausgabe: "The Colour of Milk" / Übersetzung: Wibke Kuhn  / ISBN: 978-3-96161-000-6 / Preis: 18,00€ (Gebundene Ausgabe)

    Inhalt:
    Mary ist harte Arbeit gewöhnt. Sie kennt es nicht anders, denn ihr Leben auf dem Bauernhof der Eltern verläuft karg und entbehrungsreich. Doch dann ändert sich alles. Als sie fünfzehn wird, zieht Mary in den Haushalt des örtlichen Dorfpfarrers, um dessen Ehefrau zu pflegen und ihr Gesellschaft zu leisten – einer zarten, mitfühlenden Kranken. Bei ihr erfährt sie erstmals Wohlwollen und Anteilnahme. Mary eröffnet sich eine neue Welt. In ihrer einfachen, unverblümten Sprache erzählt sie, wie ihr Schicksal eine dramatische Wendung nimmt, als die Pfarrersfrau stirbt und sie plötzlich mit dem Hausherrn alleine zurückbleibt.

    Meine Meinung:
    Die Geschichte ist mit etwas mehr als 200 Seiten sehr kurzweilig und schnell gelesen. Auf den wenigen Seiten wird die Geschichte von Mary dafür aber sehr intensiv erzählt.
     Mary lebt im Jahr 1831 in England. Sie erzählt ihre Geschichte in Rückblenden. 

    Das Buch ist sehr atmosphärisch und auch der Schreibstil der Autorin ist interessant und passt sehr gut zu der Geschichte. Es wird die indirekte Rede verwendet und Mary spricht den Leser an manchen Stellen direkt an.
    Dadurch hat man das Gefühl, dass die Protagonistin wirklich gelebt hat und uns nun davon erzählt.

    Mary ist eine sehr forsche Person und nimmt kein Blatt vor den Mund. Dadurch wirkte sie oft sehr frech und nicht wirklich sympathisch. Allerdings war sie dabei auch authentisch. 
    Insgesamt war das Buch leider sehr vorhersehbar. Schon am Anfang habe ich geahnt, was Mary erzählen will und genauso kam es auch. Durch Andeutungen soll Spannung erzeugt werden, was nur bedingt funktioniert. 
    Das Thema welches hier behandelt wird ist auch nicht neu. Das Buch erinnert ein wenig an "Das Seelenhaus" von Hannah Kent.  

    Trotzdem hat die Geschichte von Mary berührt. Sie ist so simpel erzählt, aber dennoch aussagekräftig.

    Fazit:
    Sehr vorhersehbar, aber auf eine besondere Art erzählt. 
     Da die Geschichte aber nicht sehr innovativ gewesen ist, kann ich nur 3 Sterne geben.

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    Nadezhdavor einem Monat
    Kurzmeinung: Fesselnde und bedrückende Geschichte eines jungen Mädchens
    Fesselnde und bedrückende Geschichte eines jungen Mädchens

    Frühling, Sommer, Herbst, Winter und wieder Frühling: Vier sehr ungleiche Schwestern lernt man in diesem Roman kennen, die sich in beklemmenden Lebensverhältnissen auf einem kleinen englischen Bauernhof befinden, geprägt von harter Arbeit, Lieblosigkeit und Gewalt. Wo keine ein Bett für sich allein hat und es verpönt ist, sich tagsüber auf einen Stuhl zu setzen, erlaubt sich jede der Schwestern ihre eigenen „kleinen Fluchten“ – übersteigerte Religiosität, Sex, die tröstliche Wärme an den Flanken einer Kuh… Mary, die jüngste, sucht, so oft sie kann, das Gespräch mit ihrem geliebten Großvater, der seit einem Unfall behindert und somit von den Eltern als nutzlos abgestempelt ist. Drei Schwestern äußern bei einem verbotenen Ausflug Wünsche und Träume, die ihr Leben zum Besseren wenden sollen. Doch nur Marys Leben wendet sich, als sie Dienstmädchen im Pfarrhaus wird und zunächst die kranke Pfarrfrau umsorgen soll.

    Der Klappentext verrät meiner Meinung nach zu viel: Man ahnt, wie die Geschichte weitergeht, als die Pfarrfrau schließlich stirbt, und mehr möchte ich zum Fortlauf der Handlung jetzt auch nicht verraten – nur, dass sie mich gefesselt hat von der ersten bis zur letzten Seite.

    Der sprachliche Duktus des Buches erinnert mich stark an Alice Walkers Roman „Die Farbe Lila“ mit den Briefen der jungen Celie an Gott, wo es ja auch einige thematische Überschneidungen gibt; sehr unmittelbar, eindringlich und packend richtet sich der Text direkt an die LeserInnen. Dennoch finde ich es seltsam, dass die Einfachheit von Marys Schreibstil lediglich durch fehlende (niemals überflüssige!) Kommas dargestellt wird. Ich würde bei ihrem Bildungshintergrund auch Rechtschreibfehler erwarten – die das Buch dann natürlich schwerer lesbar gemacht hätten. Aber wenn schon, denn schon? Realistisch ist diese Art des Schreibens jedenfalls nicht und die vorliegende Lösung überzeugt mich nicht völlig. Hier wäre es interessant zu sehen, wie das im Original gehandhabt wird.

    Ein weiterer Kritikpunkt liegt für mich in dem Umstand, dass es mir schwerfällt zu glauben, dass sich für die so starke, direkte und ehrliche Mary nicht eine andere Lösung aufgetan hätte.

    Traurig und bedrückend ist es natürlich, wenn ich mir vorstelle, dass es Tausenden und Abertausenden junger Mädchen ähnlich wie Mary ergangen ist und immer noch ergeht; die äußeren Umstände dieser Geschichte sind ja sehr variabel und leider zeitlos.


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    inabroichs avatar
    inabroichvor einem Monat
    Eindringlich und ergreifend

    Eindringlich und ergreifend, so lautet mein Fazit. Dennoch nur drei Sterne. Warum? Stilistisch einfach, manchmal beinahe einfältig. Ntürlich ist dies dem Bildungsgrad der Hauptprotagonistin geschuldet, die ihr Leben für die Nachwelt festhält. Nachvollziehbar, doch sehr anstrengend zu lesen. Fehlende Kommata machen das Leseerlebnis nicht besser. DIe Geschichte lässt einen nachdenklich zurück, das hat mir gefallen. Ein kleines, feines Buch.

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    Nadl17835s avatar
    Nadl17835vor einem Monat
    Intensiv

    Die junge Mary schreibt einen entscheidenden Teil ihrer Lebensgeschichte auf, denn eigenhändiges Schreiben ist eine Besonderheit für sie. Im Jahre 1830 lebt sie mit ihrer Familie auf dem Bauernhof ihres Vaters und muss täglich schwer arbeiten. Der Umgangston ist rau und jede Art von Faulheit wird streng bestraft. Das ist Marys alltägliches Leben, bis die Frau des Dorfpfarrers krank wird und Mary sich um sie kümmern muss.Fort von ihrer Familie und in fremder Umgebung muss sie ihren Platz finden und macht einige Erfahrungen, die ihr Leben für immer verändern werden...

    Der Titel sowie das Cover sind schlicht gehalten und verraten kaum etwas über den Inhalt, was das Buch interessanter und geheimnisvoller gestaltet und viel Freiraum für Spekulationen lässt. Die Bedeutung klärt sich im Laufe der Geschichte und passt, wie ich finde, gut zum Inhalt.

    Besonders positiv hervorheben möchte ich den Schreibstil, der zwar einfach gehalten ist, mit wenigen Satzzeichen auskommt und keine typische Trennung von gesprochener und erzählter Sprache hat, dadurch allerdings eine eigenen Charme entwickelt. Auch einige Wiederholungen von einzelnen Wörtern bis zu ganzen Sätzen unterstreichen die Eindringlichkeit gewisser Aussagen und heben die Bedeutungsschwere hervor. Mary ist ein toller Charakter. Zwar genießt sie kaum Bildung, aber sie ist so erfrischend ehrlich und aufrichtig, dass ich sie sofort ins Herz geschlossen habe. Durch ihre offene Art manövriert sie sich oft in Schwierigkeiten, aber sie hat die Stärke sich damit zu arrangieren. Ich schätze ihre authentische Art und finde sie großartig. Neben Mary fand ich die Pfarrersfrau auch sympathisch, da sie durch Weisheit und einer gewissen Charakterstärke gefestigt und warmherzig erscheint und das tolle Wesen in Mary erkennt. 

    Die Handlung zieht sich gerade in der ersten Hälfte und war eher mäßig bis kaum spannend. Teilweise wiederholen sich die Handlungen und wirken dadurch langweilig. So richtig fesseln konnte mich die Geschichte erst ab der Hälfte des Buches und ganz besonders gegen Ende. Von den unerwarteten Ereignissen war ich total überrascht und schockiert. Das kommt so plötzlich und der Umgang Marys mit den Konsequenzen beweist mal wieder wie charakterstark und beständig so ist. Wow, einfach nur wow. Ein perfekter Abschluss, der mich vollkommen überzeugen und verblüffen konnte.

    Ein intensiver Roman mit einer gewissen Schwere und einer Handlung, die nachhallen wird und so schnell nicht in Vergessenheit gerät. Absolut empfehlenswert, wenngleich die Ereignisse wenig Spannung aufkommen lassen.

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    Claudias-Buecherregals avatar
    Claudias-Buecherregalvor 2 Monaten
    Mary und die Farbe von Milch

    Im Jahre 1830 ist Mary ein Teenager, die mir ihren Eltern und ihren drei älteren Schwestern auf einem Bauernhof lebt. Da ihr Vater keinen Sohn bekommen hat, müssen seine Töchter von morgens bis abends schuften, um diesen „Fehler“ wieder gut zu machen. Marys Leben ändert sich jedoch, als sie ins Pfarrhaus zieht. Sie soll dem Pfarrer und seiner Haushaltshilfe bei der Pflege seiner Ehefrau helfen. Dort lernt Mary ein ganz anderes Leben kennen. Sie muss zwar auch viel arbeiten, aber diese Tätigkeiten sind körperlich nicht so anstrengend und sie hat sogar Zeit in Lesen und Schreiben unterrichtet zu werden. Ein paar Monate später ändert sich Marys Leben jedoch erneut.

    Aufgrund der vielen positiven Rezensionen und der Thematik gemäß der Kurzbeschreibung wollte ich das Buch schon lange lesen. Zunächst war ich über den Schreibstil verwundert. Mary hat gerade erst Lesen und Schreiben gelernt und die Autorin hat ihren Roman so verfasst, als würde Mary die Geschehnisse des letzten Jahres selbst zusammentragen. Dadurch ist der Schreibstil sehr einfach, es gibt keine Kommata und auch keine Anführungszeichen bei wörtlicher Rede, was zunächst etwas wunderlich zu lesen ist. Trotz der Schlichtheit habe ich mich manchmal gefragt, ob das Niveau nicht trotzdem etwas zu hoch ist für einen Lese- und Schreibanfänger.

    Mary ist eine sehr interessante Protagonistin. Sie ist einfühlsam, fleißig und obwohl sie eigentlich nie in einer Position ist, in der sie sich etwas herausnehmen darf, lässt sie sich den Mund nicht verbieten und sagt ihre ehrliche Meinung frei heraus. Leider ist diese Figur auch das Beste am Roman, welcher wenig Atmosphäre besitzt und so ungefähr jedes Klischee bedient, dass man sich bei diesem Setting vorstellen kann. Obwohl der Roman recht kurz ist, gibt es zahlreiche Wiederholungen (in Marys Leben gibt es halt nicht viel Abwechslung)  und leider war alles an der Handlung für mich vorhersehbar. Natürlich darf ein Roman ungeschönt die Position von Frauen in der damaligen Zeit aufführen und dabei darf der Autor sich auch Klischees bedienen, denn die gab es damals sicherlich zuhauf, aber das alleine reicht meiner Meinung nach nicht und das hebt sich nicht von anderen Roman ab.

    Fazit: Marys Leben im frühen 19. Jahrhundert wird anschaulich geschildert. Sie ist eine tolle Protagonistin, aber leider konnte mich der Roman inhaltlich nicht überzeugen. Man kann den Roman lesen, aber ich hatte mehr davon erwartet.

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    Seehase1977s avatar
    Seehase1977vor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Intensiv, ergreifend und eindrucksvoll. Ein kleines lesenswertes Meisterwerk!
    Intensiv, ergreifend und eindrucksvoll – Dieser Roman ist ein kleines Meisterwerk

    Mein Name ist Mary. Mein Haar hat die Farbe von Milch. Und dies ist meine Geschichte.“

    Man schreibt das Jahr 1830, das Mädchen Mary wohnt zusammen mit ihren Eltern und ihren Geschwistern auf einem Bauernhof. Da Leben ist dort ist ärmlich, voller Entbehrungen und harte, körperliche Arbeit alltäglich. Mit 15 „verkauft“ Marys Vater sie als Haushaltshilfe an den örtlichen Pfarrer. Dort pflegt das Mädchen dessen kranke Ehefrau und erfährt von ihr erstmals Mitgefühl und so etwas zu Zuneigung. Als die Pfarrersfrau stirbt nimmt Marys Leben eine tragische und schicksalhafte Wendung…

    Meine Meinung:

    In dem Roman „Die Farbe von Milch“ lässt die Autorin Nell Leyshon das 15-jährige Mädchen Mary ihre Geschichte erzählen. Die vielen positiven Stimmen zu diesem Buch haben meine Neugier geweckt und ich kann nur sagen, es ist ein eindrucksvolles, berührendes und überraschendes Leseerlebnis.

    Nell Leyhson hat einen ungewöhnlichen Schreib- und Erzählstil, an den ich mich, zugegebenermaßen, erst gewöhnen musste. Ist man aber in die Story und die Handlung eingetaucht wird schnell klar, warum die Autorin diese besondere Form des Erzählens gewählt hat. Die 15jährige Mary hat ihre Geschichte, ihr Schicksal, selbst niedergeschrieben und schildert diese nun in einer Art Tagebuch. Es ist die Darstellung eines ungebildeten Mädchens, für das harte Arbeit und Entbehrungen, sei es Hunger oder fehlende Zuneigung, zum Alltag gehört. Bis Mary eines Tages von ihrem Vater an den Dorfpfarrer „verkauft“ wird und von nun an dort als Krankenpflegerin der Pfarrersfrau und als Haushaltshilfe arbeitet. Erstmals erfährt das Mädchen Wohlwollen und Fürsorge. Als die Ehefrau des Pfarrers stirbt verbleibt Mary im Pfarrhaus, genießt Bildung und weiterhin einen angenehmen Lebensstandard und doch erwartet Mary in diesem Haus ein dramatisches Schicksal.

    Die Protagonistin Mary besticht durch ihre Schlichtheit, ihre unverblümte, direkte Art und ihren besonderen Charakter. Trotz einer Behinderung steht sie doch mit beiden Beinen im Leben und meistert ihr Schicksal auf bewundernswerte, tapfere Weise. Eine Figur die mich berührt und beeindruckt hat.

    Mein Fazit:

    In dem nur knapp 200 Seiten umfassenden Roman „Die Farbe von Milch“ erzählt Nell Leyshon unaufgeregt und mit ungewöhnlichem Schreibstil eine tragische und bewegende Geschichte, die auch fast 200 Jahre später nicht an Aktualität verliert. Gewalt, Missbrauch und Abhängigkeit sind auch in unserem modernen Zeitalter noch immer allgegenwärtig. Vor allem die Protagonistin Mary macht den Roman in all ihrer Naivität und Schlichtheit zu etwas ganz Besonderem und lässt den Leser nachdenklich, berührt und fast schon demütig zurück. Ein Buch, dass in Erinnerung bleibt und eine absolute Leseempfehlung verdient.

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    Mein Name ist Mary. Mein Haar hat die Farbe von Milch. Und dies ist meine Geschichte.

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    TheCoonvor 3 Monaten
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