Anis und ihre Freunde haben mich sofort in ihre zauberhafte Welt entführt.
Schon auf den ersten Seiten entfaltet sich eine Atmosphäre, die stark an die melancholisch-schöne Magie von Studio Ghibli erinnert: Naturgeister, Tiere mit Persönlichkeit, zarte Freundschaften und ein unterschwelliger Zauber.
Die Geschichte wirkt gleichzeitig verwunschen und vertraut. Wie bei Mein Nachbar Totoro entsteht dieser „Cozy-Fantasy“-Effekt, der nicht auf Krawall, sondern auf Stimmung, Figuren und Gefühl setzt.
Anis ist eine Herzseherin und kann mit Geistern und Göttern in Kontakt treten.
Besonders ihre Begegnungen mit den Waldbewohnern waren für mich das ein Herzstück der Geschichte.
Ihr stiller, aber entschlossener Kampf gegen die Zerstörung der Natur und das Vergessen der alten, mystischen Wesen macht sie zu einer starken und entschlossenen Heldin.
An wenigen Stellen hätte ich mir etwas mehr erzählerische Tiefe gewünscht, und das Erzähltempo schwankt gelegentlich. Doch der insgesamt positive Eindruck überwiegt bei weitem.



