Nellie Merthe Erkenbach

 4,6 Sterne bei 36 Bewertungen
Autorenbild von Nellie Merthe Erkenbach (©Nellie Merthe Erkenbach)

Lebenslauf von Nellie Merthe Erkenbach

Nellie Merthe Erkenbach arbeitet als Journalistin für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Deutschland. Die Filmemacherin reist und sieht viel: Brasilien, USA, Russland, Japan und natürlich Europa. Das bringt der Beruf so mit sich. Erkenbach ist studierte Sprach- und Literaturwissenschaftlerin mit einem ausgeprägten Interesse an schottischer Geschichte. Schottland ist seit Jahren ihre zweite Heimat. Hierher zieht sie sich für einige Monate im Jahr zum schreiben zurück, bevor ihr Beruf sie wieder in die Welt hinaus führt. Die Autorin und Bloggerin lebt im Schwarzwald und mit ihrem Partner an der Westküste Schottlands.Folgen Sie ihrem Blog: https://abenteuerhighlands.wordpress.com

Neue Rezensionen zu Nellie Merthe Erkenbach

Cover des Buches Schatten über Skiary: Highland Crime (DI Robert Campbell 1) (ISBN: B0BJQHF5VD)
Ute-Augsteins avatar

Rezension zu "Schatten über Skiary: Highland Crime (DI Robert Campbell 1)" von Nellie Merthe Erkenbach

Viel Aktion, doch wenig Miteinander
Ute-Augsteinvor 2 Monaten

Zunächst einmal: Die Beschreibungen des Essens, das die Protagonisten sich genehmigen, sind einfach toll. Ich stehe auf Bücher, in denen das Kulinarische nicht zu kurz kommt und man genüsslich mit den Helden und Heldinnen eine gemeinsame Auszeit bei einer Mahlzeit nehmen kann. Die Handlung ist solide erzählt, es gibt ausreichend Cliffhanger, die zum Weiterlesen animieren, und die reizvolle schottische Landschaft tut ihr Übriges, um die Lesenden bei Laune zu halten. Auch die latente Grundspannung kommt nicht zu kurz. Der Gerichtsmediziner ist sehr liebenswert schrullig und erinnert mich an einen supermodernen Quincy - allerdings ohne erhobenen Zeigefinger. Alles für sich genommen ein durchaus lesenswertes Debüt einer neuen Krimireihe. Für mich allerdings haben die Personen zu sehr für sich allein agiert, als dass sich zwischen ihnen für mich nachvollziehbare Beziehungen ergeben konnten. Daher geriet mein Lesegenuss leider hin und wieder ins Stocken. Das Finale jedoch mit der recht überraschenden Auflösung hat mich dann jedoch wieder eingefangen. Ich wünschte mir für den Folgeband mehr Campbell und weniger NC's. Ach ja, und vielleicht auch ruhig ein paar Rezepte im Anhang.

Kommentieren
Teilen

Issy übersetzt in einem kleinen schottischen Cottage ein Buch. Bei einem ihrer Sparziergänge findet sie am Strand eine Leiche. Zufälligerweise läuft ihr im Krankenhaus dann der Journalist Rap über den Weg, der sich von Issy Angaben aus erster Hand erhofft.  So gerät Issy unerwartet noch mehr in die Aufklärung des Mordes hinein. 

Die Autorin Nellie Merthe Erkenbach beschreibt in ihrem Buch sehr bildhaft die Natur der schottischen Highlands. Schon sehr bald habe ich mit Issy gefroren, wenn Sie wieder mal ihr kleines Häuschen verlassen musste. 

Die Beschreibung des Mordes erfolgt sehr dezent sodass dieser Krimi auch für Menschen, die nicht so gerne Blut sehen, geeignet ist.  

Dafür ist die Beschreibung der Charaktere umso intensiver.  

Auch wenn das Buch zunächst langsam startet, ist hier schon bald eine große Spannung vorhanden.  Und das Rätsel um den Toten und seinen Mörder zieht einen schnell in Bann. Einige fasche Fährten tauchen auf und verschwinden wieder.  Ich habe interessiert mitgerätselt. 

Die Auflösung war dann nochmal ein Highlight des Buches. Ich werde hier definitiv weitere Krimis dieser Autorin lesen. 

Für mich ein Lesehighlight des Jahres im Bereich Krimi!

Kommentieren
Teilen
Cover des Buches Schatten über Skiary: Highland Crime (DI Robert Campbell 1) (ISBN: B0BJQHF5VD)
Lesepixie7s avatar

Rezension zu "Schatten über Skiary: Highland Crime (DI Robert Campbell 1)" von Nellie Merthe Erkenbach

Für mich schwer zu bewerten
Lesepixie7vor 2 Monaten

Dieses Buch ist für mich äußerst schwer zu bewerten, da ich einiges daran gut finde, anderes nicht, die Mischung insgesamt aber so gar nicht meinem persönlichen Geschmack entspricht.
Die Landschaftsbeschreibungen sind sehr gut gelungen, sie versetzten mich immer wieder in die wunderschöne Landschaft der schottischen Highlands, die ich von zahlreichen Besuchen gut kenne.
Die Krimihandlung ist sehr spannend und glaubwürdig. Leider wird sie für meinen Geschmack zu oft von anderem unterbrochen.
Des Weiteren beinhaltet der Krimi nämlich noch lange erotische Szenen und Liebesgeschichten. Die Sprache erinnert teilweise auch an die eines schwülstigen Liebesromans. Ansonsten ist sie manchmal etwas eigenwillig mit ungewohnten Kollokationen, teilweise sogar grammatikalisch fehlerhaft.
Ich lese gerne spannende Krimis, ich vertrage zwischendrin auch mal einen Liebesroman, mit PMHR-Literatur kann ich hingegen so gar nichts anfangen, eine Mischung aus allem ist mir "too much". Auch bei den eigentlich hilfreichen Anmerkungen zur Aussprache der Namen sind mir leider einige Schnitze aufgefallen - zumindest wurden manche Wörter bei meinen Besuchen in Schottland von Schotten anders ausgesprochen.
Die sprachliche Ausgestaltung beeinflusst meinen Lesegenuss auch maßgeblich, Korrektheit ist mir dabei wichtig, es nervt, dass anscheinend viele Bücher nicht mehr richtig lektoriert werden.
Vielleicht kann man das Buch Menschen empfehlen, die über sprachliche Fehler hinwegsehen können (oder sie gar überhaupt nicht bemerken), die in einem Roman gerne viel Verschiedenes haben und auch PMHR-Literatur gegenüber nicht abgeneigt sind.

Kommentieren
Teilen

Gespräche aus der Community

Als Isabel Hartmann eine Wanderung zu einer idyllischen Bucht an der schottischen Westküste unternimmt, ist das Letzte, was sie zu entdecken erwartet, die Leiche eines Deutschen. Unvermittelt findet sich die Übersetzerin mitten in einer Mordermittlung, die sie immer wieder vor neue Herausforderungen stellt. Detective Inspector Robert Campbell steht vor einem Rätsel: Was hat das Opfer da gewollt?

Hallo lieber Leserinnen und Leser, ich bin Nellie und freue mich, dass ich hier dabei sein wollt.

Worum geht es in dem Buch?

Als Isabel, Issy, Hartmann eine Wanderung zu einer idyllischen Bucht an der schottischen Westküste unternimmt, ist das Letzte, was sie zu entdecken erwartet, die Leiche eines Deutschen. Unvermittelt findet sich die Übersetzerin mitten in einer Mordermittlung, die sie immer wieder vor neue Herausforderungen stellt.

Detective Inspector Robert Campbell ist in der Gegend aufgewachsen und steht vor einem Rätsel: ein erschossener Tourist, mitten im Winter, den kein Einheimischer gesehen haben will. Was hat er da draußen in der Wildnis gewollt?

Issy Hartmann ist sich sicher, dass die Lösung des Falls im kleinen Örtchen Glenelg liegt, dort, wo jeder ein Geheimnis hat und keiner das ist, was er zu sein vorgibt. Kann sie die Mauer des Schweigens durchbrechen?

In der rauen Einsamkeit des schottischen Winters werden Robert und Issy hineingerissen in einen tödlichen Strudel aus Liebe, Leidenschaft und Gewalt.


Zitate aus "Schatten über Skiary"

Es war einer dieser grandiosen Wintertage, wie man sie nur im schottischen Hochland erleben kann: Die Sonne bat für ihre lange Abwesenheit intensiv um Entschuldigung. Meer und Himmel schimmerten blau in den unglaublichsten Seychellen-Tönen, die Hügel mit den Schneekappen grün, wo Grasreste standen, grau, wo Stein vorherrschte, und tiefes Ocker da, wo der Farn sein Leben ausgehaucht hatte. Ein leichter Wind brachte Luft von unglaublicher Klarheit und Frische. Die wilde Weite des Meers wirkte schlichtweg berauschend.

Issy hatte noch immer höchsten Respekt vor den Straßen hier, die sich wanden und schlängelten, plötzlich steil abfielen, um dann wieder abrupt anzusteigen. Als hätte ein wahnsinniger Gott sie als Prüfung für einen mythologischen Helden in die Berge geworfen, schier unüberwindlich für die Sterblichen, eine Herausforderung für Sagen- und Fabelwesen. 

Issy lächelte das Kompliment beiseite, weil sie nicht so recht wusste, wie sie damit umgehen sollte, und trat ins Wohnzimmer: Bücher überall und wo keine Bücher waren, kämpften zwei Sessel, eine Leselampe und ein kleiner Tisch ums Überleben zwischen den Worten.

Die Autorin

Die Autorin Nellie Merthe Erkenbach lebt seit vielen Jahren mit ihrem Partner an der schottischen Westküste. Was dieses Leben so aufregend anders macht, erzählt sie mit viel Humor in ihren bereits erschienenen Büchern Abenteuer Highlands – mein etwas anderes Leben im schottischen Hochland (2018) und Abenteuer Highlands 2.0 – zwischen Schwarzwald und Schottland (2021).

Ihre Liebe zu Schottland und seiner Geschichte hat ihren Ursprung in ihrer Studienzeit in Glasgow und ist spürbar in all ihren Veröffentlichungen. Schottland für stille Stunden – ein Reiseführer in die Seele Schottlands (2020) ist das Produkt vieler Jahre Recherche und führt an Orte jenseits der üblichen Touristen-Tipps.

Schatten über Skiary (2022) ist Erkenbachs erster Krimi. Mord war schon immer ihr „Hobby“, aber sie hätte nicht gedacht, wie viel Spaß es ihr macht, in ihrer Wahlheimat selbst zu morden – nur am Laptop natürlich.

100 BeiträgeVerlosung beendet
NMErkenbachs avatar
Letzter Beitrag von  NMErkenbachvor 2 Monaten

Herzlichen Dank, liebe Ute-Augstein, für diese Rezension.

Ich freue mich sehr darüber und werde das Essen künftig besonders im Blick behalten. Ich finde es macht einen Menschen mit aus, was er isst. Deshalb ist es bei DI Campbell auch wichtig.

Der Hinweis, dass die Figuren noch nicht so recht miteinander agierten, ist gut und richtig. Das liegt zum einen daran, dass sie noch keine gemeinsame Geschichte haben und wird sich im nächsten Band sicher änderm, zum anderen war es durchaus auch bewusst gewählt, dass Issy und Robert unabhängig voneinander agieren. Ob sie dann schon zusammenfinden beim nächsten Fall? Ich weiß es noch nicht. Was sie aber dann schon haben werden, ist eine gemeinsame Geschichte.

Also nochmals herzlichen Dank für die Kritik und die guten Wünsche. Das motiviert mich, weiterzumachen.

Tapadh leat!


Nellie

Wer hat Lust auf ein Abenteuer in Schottland? In Abenteuer Highlands, dem ersten Buch, habe ich bereits viel von meinem lustigen, aufregenden und oft kuriosen Leben in den schottischen Highlands erzählt. Nun geht es in die Fortsetzung und im 2. Teil um mein Zweitleben in diesem schönen und wilden Traumland. Abenteuer Highlands 2.0 - zwischen Schwarzwald und Schottland.

Es ist schon ein Weilchen her, dass ich Abenteuer Highlands – mein etwas anderes Leben im schottischen Hochland geschrieben und nach dem Rückzieher des Verlags wegen Einstellung der Reihe, in der das Buch erscheinen sollte, schließlich im Selbstverlag veröffentlicht habe. Seither habe ich zwei weitere Bücher geschrieben, eigentlich drei: Riding Towards Shadows, das 2018 erschienen ist und Schottland für stille Stunden, das 2020 veröffentlicht wurde. Das gibt es 2021 auch auf Englisch und wird Scotland for Quiet Moments heißen.  Wer also gedacht hat, ich sitze in meiner wunderbaren Schreibhütte, schaue aufs Meer und tue nichts, der liegt völlig falsch. Allen Stromausfällen und Sturmschäden zum Trotz: Ich habe weitergeschrieben und hier ist er nun, der zweite Teil von Abenteuer Highlands: Abenteuer Highlands 2.0 – zwischen Schwarzwald und Schottland.

Inzwischen lebe ich seit zehn Jahren in meiner schottischen Fernbeziehung und habe nach dem anfänglichen Gefühl des entscheiden Müssens sehr bald gemerkt, dass eine Seele mehr als nur eine Heimat haben kann. Ich habe zwei zu Hause: eines im Schwarzwald, wo ich gerne lebe, gerne esse und meine Arbeit habe, und eines in den Highlands, wo ich schreibe und meine Zeit mit dem Mann an der großen Weite der Westküste Schottlands genieße. Das eine schließt das andere nicht aus, im Gegenteil, es lässt Dinge klarer werden und man macht sich bewusster, was man will und womit man seine Zeit verbringen möchte. 

Der besondere Charme an diesem Lebensentwurf: Beide Leben sind gänzlich unterschiedlich. Das deutsche ist hektisch und aufregend, meine Arbeit beim Fernsehen abwechslungsreich, ich reise viel, nach Russland, China, Japan, Brasilien und genieße die Vorzüge des Stadtlebens. In den Highlands dagegen wird es still und ruhig, zurückgezogen. Ich lese viel, wandere und schreibe. Diese Seite meines Lebens gibt mir die Kraft, das Hochgeschwindigkeitsleben in Deutschland mit Freude und Energie anzupacken. 

Die Zeit, in der wir getrennt sind, überbrücken wir durch Social Media und ein tägliches Skype-Gespräch von einer Stunde. Und mal ehrlich, in wie vielen Beziehungen spricht man täglich mindestens eine Stunde miteinander? Ein solch intensiver Austausch wird im Alltag oft vernachlässigt. Ich liebe dieses Leben, das ich führe, und was als Abenteuer in der Fremde begann, ist nun ein Leben in zwei Welten geworden. Aber auch das kann abenteuerlich sein. Ihr werdet schon sehen!

In Abenteuer Highlands habe ich euch durch ein Jahr in Schottland geführt. Dies sind die wahren Geschichten, die ich in den Jahren seither in meiner Fernbeziehung mit einem Schotten erlebt habe. Nicht in der zeitlichen Reihenfolge, in der sie passiert sind, die bekäme ich gar nicht mehr richtig auf die Reihe, der Mann und ich sind schon so lange ein Paar. Die Struktur ist nicht die Zeit, sondern das Wort, von A – Z: A wie Aberglaube, B wie Banff, C wie Corona usw. 

Amüsiert euch über buchende Baroninnen und denkwürdige Dudelsackspieler, lernt Poeten und tapfere Schneiderlein kennen, gruselt euch über Moorleichen, Hexen und Geister, lacht über Extrawürste und gefährliche Frühstücke und findet heraus, wie man trotz Corona und Brexit ein glückliches Leben in der Fernbeziehung hinbekommt. 


Kleines Beispiel gefällig? Bitteschön!


Ein Pub finde ich lange Zeit nicht, doch dann steht es vor mir, das Ship Inn. Drinnen ist es genauso wie man sich ein Pub der Fischer vorstellt, etwas heruntergekommen, sehr klein mit sehr niedriger Decke, wie gut, dass ich in Schottland so gut wie nie hohe Schuhe trage, und in Anbetracht der Tatsache, dass es Januar und damit so gut wie kein Fischer unterwegs ist, auch ziemlich leer. Dafür brennt ein kleines Kaminfeuer. An einem Tisch sitzen zwei Frauen, die gleichzeitig aufstehen, als ich hereinkomme.

 

„Heute Frauenabend?“ frage ich und die beiden lachen.

 

„Sieht so aus“, sagt die Blonde und tritt hinter den Tresen. Sie ist offensichtlich die Barfrau und sieht auch genauso aus, wie man es sich vorstellt, schlank, blond und ein Raucherinnengesicht wie frisch aus Coronation Street.

 

„Mir wird heute einfach nicht warm“, stöhnt die andere, die einen pinkfarbenen Plüschbademantel über ihren normalen Klamotten trägt. Ich schaue sie wohl etwas verwundert an. Das Outfit passt nun nicht gerade in meine Vorstellung vom Pub der Fischer.

 

Die Blonde hinter dem Tresen hat meinen Blick wohl bemerkt und fügt mit einem Blick auf den Morgenmantel an: „Sie darf das, sie ist die Chefin.“

 

Ich nicke verständnisvoll, stelle mir meinen Chef in diesem Outfit vor und muss grinsen, während ich mich auf den Barhocker am Tresen setze. Ich bin also allein im Pub der Fischer mit einer Chefin im Morgenmantel und einer Soap Opera-Blondine, die mir mein Bier zapft. Die Unterhaltung kreist um Donald Trump, australische Buschfeuer und Enkelkinder. Wenig später geht die Tür auf und ein Mann kommt rein. Auch kein Fischer wie sich herausstellt. Das ist nun der Chef. Als letztes trottet ein zutraulicher Collie herein. Der Haushund.

114 BeiträgeVerlosung beendet

Schottland ist ein Land voller Geschichte, Geschichten und Geheimnisse. Oft sind die drei nicht exakt voneinander zu trennen. Das macht dieses Land so wunderbar und einzigartig. 

Was diesen Reiseführer einzigartig macht, sind seine Geschichten, die die Autorin dank ihrer Leidenschaft für Friedhöfe "ausgegraben" hat. Eine ungewöhnliche Annäherung an ein Land, mit erstaunlichen Ergebnissen.  

Worum geht es in dem Taschenbuch? 

Schottland ist ein Land voller Geschichte, Geschichten und Geheimnisse. Oft sind die drei nicht exakt voneinander zu trennen. Das macht dieses Land so wunderbar und einzigartig. Diese Geschichten wurden für den Wordpress Blog Graveyards of Scotland über viele Jahre zusammengetragen, ausgegraben und entdeckt. Quellen waren meist historische Reiseführer aus dem 18. und 19. Jahrhundert, die Funde oft schaurig, schön, lustige oder grausam. Eine ungewöhnliche Annäherung an die Geschichte eines Landes, die erstaunliche Ergebnisse hervorbrachte. Man muss aber meine Leidenschaft für Friedhöfe nicht teilen, um dieses Buch genießen zu können. Die meisten Geschichten spielen ja nicht auf einem Friedhof, sie enden lediglich da. 

Der Feenhügel in Inverness, ein Salpetermord auf Shetland, eine Familie von Linkshändern, Wölfe gestern und heute, Robert the Bruce und William Wallace einmal ganz anders, die geheime Bucht des Schriftstellers Gavin Maxwell, ein mordender Dichter und alles, was Schottland außer Whisky, Schafe und Tartan noch ausmacht. Schottland für Experten, nicht für Anfänger. 

Macht es euch in eurem Lieblingslesesessel gemütlich und genießt Schottland für stille Stunden


Wer bin ich?

Ich bin Nellie Merthe Erkenbach, Fernseh-Journalistin und Autorin und teilte mir mein Leben zwischen Deutschland und Schottland auf. Ich bereise Schottland seit nunmehr über 35 Jahren, hatbeschottische Geschichte und schottische Literatur an der Universität Glasgow studiert und lerne chottisches Gälisch in Sabhal Mòr Ostaig auf der Isle Skye. Dieses wunderbare Land, ohne die gängigen Klischees zu zeigen, ist mir schon viele Jahre ein Anliegen, nun ist es ein Buch geworden. Weitere Bücher von mir sind Abenteuer Highlands – mein etwas anderes Leben im schottischen Hochland (Amazon 2018) und Riding Towards Shadows (Amazon 2018).


Zitate

Das Meer ist ein gefährlicher Freund, eine verlockende Schönheit und ein brutaler Mörder zugleich. Selbst an ruhigen Tagen sind hier Menschen in den Gewässern rund um die Inseln ertrunken. Wenn die Herbststürme einsetzten, hatten die gewaltigen Wellen in der Vergangenheit oft ein tödliches Fest. Auf Shetland spülte am Sumburgh Head, wo der Atlantik auf die Nordsee trifft, so mancher Körper an Land.

Als William Soutar klar wurde, dass die Krankheit nicht nur sein Leben begleiten, sondern es sogar beenden würde, soll er einen Moment innegehalten haben. Dies war der Moment der Erkenntnis: Nun konnte, nun musste er Dichter werden. Er wurde einer der besten seines Landes.

Anders die Abendstimmung, blaue Stunde und eine ähnlich milde Stimmung wie am Morgen aber viel dramatischer, wenn die Nacht hereinbricht und die letzten Sonnenstrahlen noch ein paar Sekunden über den Wolken verweilen, bevor der Tag zu Ende geht. Das Blau scheint direkt vom Meer zu kommen, mit einem schwachen Duft nach Sommertag wie die Erinnerung gelebter Stunden.

161 BeiträgeVerlosung beendet
NMErkenbachs avatar
Letzter Beitrag von  NMErkenbachvor 2 Jahren

Klasse. Vielen Dank. 😊 LGN 🏴󠁧󠁢󠁳󠁣󠁴󠁿

Zusätzliche Informationen

Community-Statistik

in 45 Bibliotheken

von 17 Leser*innen aktuell gelesen

von 3 Leser*innen gefolgt

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freund*innen und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber*innen und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks