Nello Scavo Bergoglios Liste

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Inhaltsangabe zu „Bergoglios Liste“ von Nello Scavo

Als am 24. März 1976 das Militär die Macht übernimmt, beginnen für Argentinien sieben Jahre staatlichen Terrors. Die Armee entführt, foltert und ermordet Zehntausende Menschen. Das Drama trägt den Namen der 'Desaparecidos', der Verschwundenen. Zu dieser Zeit, von 1973 bis 1979, ist Pater Jorge Bergoglio Oberer der Jesuiten des Landes. 2010 wird er von einem Tribunal wegen des Verdachts, Mitbrüder nicht ausreichend geschützt zu haben, und wegen seiner Kontakte zu den Generalen verhört. Das Tribunal erkennt seine Unschuld an. Erst Jahre später - aus dem Pater ist inzwischen der Papst geworden - stößt ein Journalist auf eine weitere, bislang unbekannte Seite der Geschichte. Nach umfangreichen Recherchen kann er belegen: Jorge Bergoglio hatte im Untergrund ein Netzwerk zur Fluchthilfe aufgebaut, das viele Menschen rettete. Bergoglio selbst hat nie darüber gesprochen. Nun erzählt Nello Scavo diese Geschichte.

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  • Das Buch zeigt einen Theologen, der damals schon so furchtlos war wie heute

    Bergoglios Liste

    WinfriedStanzick

    18. August 2014 um 13:52

        Kaum war Jorge Bergoglio im letzten Jahr überraschend zum Papst gewählt und hatte mit seinen ersten Gesten und Worten angedeutet, dass mit ihm wohl ein neuer Geist in den Vatikan Einzug halten würde, das kamen auch schon die ersten kritischen Stimmen auf, die sein Verhalten als Oberer der Jesuiten des Landes während der argentinischen Militärdiktatur kritisierten. Er habe, so diese Kritik, Mitbrüder nicht ausreichend vor den Schergen der Diktatur geschützt. Dabei war er schon 2010 in Argentinien bei einem Tribunal von diesen Vorwürfen frei gesprochen worden.   Der italienische Journalist Nello Scavo, dort bekannt durch seine Recherchen zur organisierten Kriminalität und zum globalen Terror sowie seine Reportagen aus den Krisengebieten der Welt, hat sich auch mit diesem Thema nach der Wahl von Bergoglio zum Papst befasst. Und er schöpfte Verdacht. Denn immer wieder hörte er folgenden Satz: „Bergogolio hat viele gerettet, mehr, als er selbst im Gedächtnis hat.“ Doch mehr erzählten seine Gewährsleute nicht. Das müsse er schon selbst herausfinden. Der kritische Journalist witterte „eine Verschwörung des Schweigens, um die Sympathien, die Papst Franziskus in der Öffentlichkeit genoss, nicht zu gefährden.“   Niemand wollte ihm einen Hinweis geben auf das, was er bei sich schon bald „Bergoglios Liste“ nannte. Und so machte er sich selbst auf die Suche in Lateinamerika und wurde fündig. Er fand zahllose Menschenschicksale und Spuren von Menschen, die durch den heutigen Franziskus I. während der Diktatur dem sicheren Tod entrissen worden waren.   Nello Scavo ist ein kritischer Journalist und weit davon entfernt, an irgendeinem Mythos zu basteln. Es zeigt einen Theologen, der damals schon so furchtlos war wie heute. Damals bot er der Diktatur die Stirn, heute einem vatikanischen Apparat, der ihn lieber früher als später loshaben würde. Nebenbei bietet das hervorragend recherchierte Buch auch einen guten historischen Abriss über eine Zeit, von der sich Argentinien bis heute nicht wirklich erholt hat.    

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