Briefe aus dem Gefängnis

von Nelson Mandela 
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Briefe aus dem Gefängnis
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Ein beeindruckendes und bewegendes Buch über Nelson Mandela und seine Briefe aus dem Gefängnis. Sehr lesenswert mit vielen Zusatzinfos.

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Berührende Einblicke in das Leben eines faszinierenden Menschen.

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Inhaltsangabe zu "Briefe aus dem Gefängnis"

"Eine neue Welt wird nicht von denen geschaffen, die tatenlos beiseitestehen, sondern von denen, die sich in die Arena begeben, deren Kleider vom Sturmwind zerfetzt sind und deren Leiber im Kampf bleibende Spuren davontragen."
Nelson Mandela

1962, auf dem Höhepunkt einer brutalen Kampagne des südafrikanischen Apartheidregimes gegen die politische Opposition, wurde der vierundvierzigjährige Anwalt und Aktivist des Afrikanischen Nationalkongresses (ANC) Nelson Mandela verhaftet. Er ahnte nicht, dass er die folgenden siebenundzwanzig Jahre im Gefängnis verbringen würde. Im Laufe seiner 10 052 Tage in Haft schrieb der künftige Führer Südafrikas eine Vielzahl von Briefen an sture Gefängnisbehörden, an Mitstreiter, Regierungsfunktionäre und insbesondere an seine Frau Winnie und seine fünf Kinder.
Nun erlauben uns mehr als 250 ausgewählte Briefe, die meisten davon bislang unveröffentlicht, einen höchst unmittelbaren Blick auf diesen außergewöhnlichen Menschen. Ob er über den Tod seines Sohnes Thembi schreibt, ob er seine ebenfalls inhaftierte Frau unterstützt oder eine bis heute aktuelle Philosophie der Menschenrechte entwirft - aus den "Briefen aus dem Gefängnis" spricht ein Mann, den keine Macht auf Erden zu beugen vermochte. Heute wird Nelson Mandela als einer der inspirierendsten Menschen des 20. Jahrhunderts verehrt.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783406718342
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:752 Seiten
Verlag:C.H.Beck
Erscheinungsdatum:10.07.2018

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    michael_lehmann-papevor 2 Monaten
    Ein wahrhafter historischer Spiegel der Person, der Zeit und des Kampfes

    Ein wahrhafter historischer Spiegel der Person, der Zeit und des Kampfes

    „Doch ich weiß, liebe Mntakwethu, dass jeder Deiner Knochen, jedes Gramm Fleisch und jeder Blutstopfen, dass dein ganzes Ich aus einem Block Granit gehauen ist und dass aber auch gar nichts, nicht einmal Krankheit, das Feuer zu löschen imstande ist, dass in dir brennt“.

    So schreibt es Mandela am 20. Juni n1970 an seine Frau Winnie und zeigt damit auch poetische Anwandlungen auf „Nelson-Art“. Nicht filigran in den Bildern, aber treffend und klar gezeichnet, mit einfacher Sprache, in der doch Mut, Zuversicht und Sorge zugleich mitschwingt.

    „Obwohl ich bei verschiedenen Gelegenheiten wiederholt vorstellig wurde, wurde mein Antrag nicht genehmigt“ (wie viele andere Anträge Mandelas in seinen langen Jahren in verschiedenen Gefängnissen Südafrikas, vom 7.11.1962 an bis zum 11.2.1990.

    Ein Briefverkehr, überwacht, beeinträchtigt, mitgelesen vom „System“, penibel im Wortumfang zunächst festgelegt und, wie in allen anderen Bereichen der Haft auch, darauf ausgelegt, die politische Kraft des Mannes nicht mehr wirken lassen zu wollen und den Häftling „zahnlos“ zu machen.

    Was nicht gelingt und sicherlich einer der wichtigen, roten Fäden durch diese gesammelten Briefe der Gefängniszeit darstellt. Diese ruhige Unbeugsamkeit, dieses Beharren auf den eigenen Rechten und dem eigenen Weg. An dem Mandela natürlich Tiefen erlebte und dennoch in regem Kontakt mit den Seinen blieb, ein Kontakt, der sich mehr und mehr erweiterte und verbreitete, je länger die Gefängniszeit voranschritt.

    So ist zum Ende hin ein vielfacher, reger Briefverkehr im Buch dargelegt, teils kurze und knappe Briefe. Dass auch der Dank für Glückwünsche zum Geburtstag (an den Sekretär Potswa) später Briefe wert sind, zeigt auf, dass die Restriktionen der Worte sich im Lauf der Jahre vielfach gelockert hat und Mandela nicht mehr mit jedem Buchstaben und jedem Blatt Papier haushalten musste.

    „Ihr habt mich vielleicht in der Zwischenzeit vergessen, aber ich habe in den vergangenen 27 Jahren oft an Eure ordentliche Wohnung in Jeppe gedacht“.

    Intensive Reflektionen über die eigene und die Lage im Land, vor allem intimer Kontakt, soweit das durch die Briefe zu den Seinen möglich war, zudem informelle Briefe und, durchgehend, er selbst bleiben, all das findet sich in der ein oder anderen Weise im Lauf der Jahre immer wieder ausgedrückt in den nun erstmalig umfassend gesammelten Briefen jener 27 Jahre. Bei deren Lektüre der Leser einen tiefen Einblick erhält in die einerseits gradlinige Einfachheit des Mannes und die ebenso vorhandene Unbeugsamkeit, die, zumindest in den Briefen, eigentlich nie unhöflich oder anmaßend daherkommt.

    Ebenso wenig stilisiert Mandela sich selbst. Keine abstrakten, mäandernden Sätze, keine Ausarbeitung politischer Programm. Nur einer, der für sich klar hat, wo er steht, der in klaren Worten das Ziel beschreiben kann und der dafür Bedrängung auf sich nimmt. Der durchaus seine Nöte und Dramen der Haft zu vermitteln versteht, dabei aber hartnäckig und standhaft blieb.

    Wie exemplarisch der knappe Briefverkehr mit einem Gefängnisdirektor über Zensur von Briefen aufzeigt. Da lässt Mandela nicht locker, wie es seiner Art entspricht. Höflich im Ton, unverrückbar in der Sache, Momente, in denen sich die Durchhaltekraft des Mannes in seinen eigenen Worten finden lässt.

    „….ich bitte Sie, mir mitzuteilen, ob dieser Brief angekommen ist oder nicht!“.

    Momente aus den frühen 80er Jahren, die aufzeigen, dass eine Lockerung im Umgang oder mehr Privilegien für Mandela auch nach fast 20 Jahren Haft noch nicht im Raum standen. Bis dahin, schon früher, auch zu Beerdigungen im Familienkreis, selbst zu der der eigenen Mutter, keinen Ausgang zu erhalten. Oder den Tod eines seiner Söhne letztlich so gut wie alleine verarbeiten zu müssen.

    Eine wichtige, Lektüre, menschlich und historisch, die wie ein Lehrmaterial für das Einstehen für Freiheit und Überzeugungen mit Mut und Beharrungsvermögen dem Leser vor Augen stehen. Was für eine Zeit wieder von starker Bedeutung wird, in der gegenseitige Würde und Respekt angesichts zunehmender rassistischer Tendenzen wieder unter gesellschaftlichen Druck geraten. 

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    -nicole-vor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Ein beeindruckendes und bewegendes Buch über Nelson Mandela und seine Briefe aus dem Gefängnis. Sehr lesenswert mit vielen Zusatzinfos.
    Beeindruckend und sehr lesenswert

    Briefe aus dem Gefängnis

    1962, auf dem Höhepunkt einer brutalen Kampagne des südafrikanischen Apartheidregimes gegen die politische Opposition, wurde der vierundvierzigjährige Anwalt und Aktivist des Afrikanischen Nationalkongresses (ANC) Nelson Mandela verhaftet. Er ahnte nicht, dass er die folgenden siebenundzwanzig Jahre im Gefängnis verbringen würde. Im Laufe seiner 10 052 Tage in Haft schrieb der künftige Führer Südafrikas eine Vielzahl von Briefen an sture Gefängnisbehörden, an Mitstreiter, Regierungsfunktionäre und insbesondere an seine Frau Winnie und seine fünf Kinder.
    Nun erlauben uns mehr als 250 ausgewählte Briefe, die meisten davon bislang unveröffentlicht, einen höchst unmittelbaren Blick auf diesen außergewöhnlichen Menschen. Ob er über den Tod seines Sohnes Thembi schreibt, ob er seine ebenfalls inhaftierte Frau unterstützt oder eine bis heute aktuelle Philosophie der Menschenrechte entwirft - aus den "Briefen aus dem Gefängnis" spricht ein Mann, den keine Macht auf Erden zu beugen vermochte.
    Heute wird Nelson Mandela als einer der inspirierendsten Menschen des 20. Jahrhunderts verehrt.
    (Quelle: Klappentext, C.H. Beck Verlag)

    „Die demokratische Gesellschaft, für die mein Großvater und seine Mitstreiter kämpften, wurde erst nach vielem Leid und dem Verlust vieler Menschenleben errungen. Diese Briefe erinnern uns daran, dass die Zeit des Hassens noch gar nicht so lange vorbei ist, doch sie zeigen auch, dass persönliche Widerstandsfähigkeit selbst unerträgliche Situationen überwinden kann. Vom ersten Tag seiner Haft an beschloss mein Großvater, nicht zu wanken und zu weichen; er bestand darauf, dass man ihn und seine Kameraden mit Würde behandelte.“
    (aus dem Vorwort) – Seite 8

    Für diese Rezension habe ich als Inhaltsangabe ausnahmsweise den Klappentext des Buches übernommen, denn dieser gibt perfekt wieder, was den Leser erwartet. „Briefe aus dem Gefängnis“ erschien weltweit am 18. Juli 2018 – an diesem Tag hätte Nelson Mandela seinen 100. Geburtstag gefeiert. Wie schon oben erwähnt, enthält dieses 752 Seiten starke Buch eine Auswahl von Briefen, die Nelson Mandela während seines siebenundzwanzig Jahre andauernden Gefängnisaufenthaltes schrieb. Doch hier findet man nicht nur Briefe, sondern auch detailreiche Erläuterungen dazu – beispielsweise, was es mit bestimmten Schreiben auf sich hat und wie sich manche Situationen entwickelt haben – es gibt viele Fußnoten und einen ausführlichen Anhang, der neben wichtigen Personen, Orten und Ereignissen und einer Gefängnischronik noch vieles mehr enthält. Das alles ist sehr beeindruckend und man merkt die Mühe, die sich die Herausgeberin und ihre Mitarbeiter mit diesem besonderen Buch gemacht haben. Es gibt zudem noch ein lesenswertes Vorwort von Mandelas Enkelin und eine ausführliche Einleitung, wie es zur Verhaftung und Verurteilung Mandelas kam. Das gesamte Buch über den beeindruckenden Mann, der seine Ziele auch während der Haft niemals aufgegeben hat, ist sehr interessant zu lesen – man erfährt vieles, was vielleicht noch unbekannt war und gibt einen detaillierten Einblick in Mandelas Leben – die Inhalte sind sorgfältig ausgewählt und chronologisch geordnet. Man findet zwischendurch auch immer wieder Abbildungen der originalen Briefe. Zudem gibt es auch in der Mitte des Buches einzelne Fotos von Mandela und u.a. von seinen Gefängniszellen.

    Nachdem er in beiden Anklagepunkten für schuldig befunden worden war, hielt Mandela eine zweite längere Rede von der Anklagebank aus: „ Welches Urteil auch immer Sie über mich fällen, Sie können sicher sein, dass nach Verbüßung der Strafe mein Abscheu vor der Rassendiskriminierung nicht geringer sein wird und ich den Kampf gegen Ungerechtigkeiten wieder aufnehmen werde, bis sie ein für allemal abgeschafft sind.“ – Seite 25

    Mein Fazit: Ein beeindruckendes und sehr bewegendes Buch über Nelson Mandela. Neben den mehr als 250 abgedruckten Briefen, die sorgfältig ausgesucht wurden, gibt es dazu auch viele Zusatzinformationen, Sachverhalte und ausführlichen Erläuterungen rund um Mandelas Gefängnisaufenthalt. Dieses Buch ist sehr hochwertig mit viel Zusatzmaterial, Originalabbildungen der Briefe und auch einer Karte, die im umfangreichen Anhang enthalten ist.
    „Briefe aus dem Gefängnis“ ist ein lesenswertes Buch, das mich sehr beeindruckt hat.

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    Sikalvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Berührende Einblicke in das Leben eines faszinierenden Menschen.
    Eine Hommage an die Freiheit

    Nelson Mandela ist wohl jedem ein Begriff. Ein Mann, der durch seine Überlegenheit, durch seine Gelassenheit und durch seine Klugheit überzeugen konnte. Ein Mann, der seine Prinzipien über alles stellte, ein liebender und verständnisvoller Familienvater, ein Kämpfer für Recht und Gerechtigkeit – ein Mann, dem meine Bewunderung gilt.

     

    Zu seinem 100. Geburtstag erschien im Verlag C.H. Beck ein Auszug aus seinen unzähligen Briefen, die Nelson Mandela während seinem 27-jährigen Gefängnisaufenthalt schrieb. 250 zum Teil unveröffentlichte Briefe wurden hier zusammengefasst und geben uns einen kleinen Einblick in seine Haftbedingungen, seine Verantwortung als Vater und Familienmensch, derer er sich bewusst und die ihm auch trotz Haft enorm wichtig war. Man liest über seine Liebe zu Winnie, seinen Einfluss auf die Erziehung der Kinder – z.B. liest man immer wieder wie wichtig Bildung ist und was alles zu unternehmen ist, um die Ausbildung seiner Kinder zu fördern.

     

    Auf mehr als 700 Seiten, ergänzt mit etlichen Abbildungen, liest man hier über wohl einen der faszinierendsten Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. Oft voller Kraft und Ausdauer, dann wieder beinahe von Einsamkeit erdrückt, hoffnungsvolle Worte und Durchhalteparolen für Winnie, die Monate im Gefängnis sitzen musste, Dank an Freunde für Unterstützung und Hilfestellung, Beschwerden bei der Gefängnisverwaltung und auch Anfragen bei der Studienkommission.

     

    Die Briefe berühren sehr und geben einen breiten Einblick in Mandelas Leben, z.B. seine Mutter sowie sein Sohn starben, durfte er nicht zum Begräbnis reisen und musste mit unglaublicher Selbstbeherrschung seine Trauer und Wut ertragen. Er schreibt aber auch sehr liebevoll an seine Schwiegertochter, die ihm persönlich noch nie begegnet war und versucht zu trösten.

     

    Das Vorwort wurde von seiner Enkelin Zamaswazi Dlamini-Mandela verfasst. Nach einer Einführung des Herausgebers (von dem man zwischen den Briefen auch immer Ergänzungen lesen darf) findet man die Briefe chronologisch geordnet, den jeweiligen Gefängnisorten zugeteilt (Pretoria, Robben Island, Pollsmoor, Tygerberg Hospital, Victor-Verster-Gefängnis).

     

    Ein sehr persönlicher Einblick in einen Menschen, der uns allen ein Vorbild sein sollte. Gerne vergebe ich hier fünf Sterne.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    LovelyBooks Challenge 2018 „Sachbücher & Ratgeber“


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    Ziel der Challenge: 12 Bücher in 12 Monaten aus mindestens 3 unterschiedlichen Bereichen zu lesen und zu rezensieren.


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    Primär sollte natürlich der Gedanke zählen, sich auszutauschen oder neue Bücher kennenzulernen. Doch was wäre eine Challenge ohne Gewinn!


    Und das kannst du gewinnen:

    Natürlich ein Buchpaket von LovelyBooks – dieses wird unter allen Teilnehmerinnen bzw. Teilnehmern verlost, die das Ziel der Challenge geschafft haben.


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