Nerea Riesco

 3,9 Sterne bei 36 Bewertungen
Autorin von Der Turm der Könige, Die Spur der Hexe und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Nerea Riesco

Nerea Riesco kommt 1974 im baskischen Bilbao zur Welt. Sie ist als Kolumnistin für die große spanische Zeitung "El País" tätig und lehrt darüber hinaus Journalismus an der Universität von Sevilla. Zudem arbeitet sie als Redakteurin für den spanisch-arabischen Radiosender "Wahatu al Andalus". Ihr Romandebüt "El país de las mariposas" wurde mit dem renommierten Preis "Premio Ateneo Jóven de Novela de Sevilla" ausgezeichnet. Nerea Riescos historischer Roman "Der Turm der Könige" wird 2011 in über 20 Ländern veröffentlicht.

Alle Bücher von Nerea Riesco

Cover des Buches Der Turm der Könige (ISBN: 9783502102267)

Der Turm der Könige

 (35)
Erschienen am 05.10.2011
Cover des Buches Die Spur der Hexe (ISBN: 9783502101895)

Die Spur der Hexe

 (1)
Erschienen am 11.11.2009
Cover des Buches El elefante de marfil / The Ivory Elephant (ISBN: 9788499087368)

El elefante de marfil / The Ivory Elephant

 (0)
Erschienen am 01.02.2011

Neue Rezensionen zu Nerea Riesco

Cover des Buches Der Turm der Könige (ISBN: 9783502102267)nati51s avatar

Rezension zu "Der Turm der Könige" von Nerea Riesco

Schachturnier in Sevilla
nati51vor 8 Monaten

Da ich selber Schach spiele und gern historische Romane lese, war ich auf das Buch ganz gespannt. Aufgrund des Klappentextes bin ich davon ausgegangen, dass die Geschichte auf zwei Zeitebenen spielt, doch dem war nicht so. 

Der Hintergrund des Romans ist, dass König Ferdinand die Iberische Halbinsel erobert hat und die Muslime das Gebiet verlassen mussten. Es fiel ihnen schwer, die Giralda, das Minarett der Moschee von Sevilla, den Christen zu überlassen. Der Sohn des Königs, Prinz Alfons, ein begnadeter Schachspieler, schlug vor, um den Turm der großen Moschee zu spielen. Er sollte dem gehören, der als Erster drei Partien gewann. Zu der Vereinbarung gehörte auch, dass nur der zum Schachturnier zu gelassen wird, der eine Figur des Schachspiels vor weisen kann. Die christliche Seite erhielt eine Figur aus Elfenbein und die muslimische eine aus Ebenholz. Fünfhundert Jahre später sind noch nicht alle Schachpartien gespielt worden und hier beginnt die Geschichte.

Am 1. November 1755 bebte in Sevilla die Erde. Die junge Witwe und Druckereibesitzerin Dona Julia sowie ihre schwarze Dienerin Mamita Lula befinden sich zu diesem Zeitpunkt in der Kathedrale von Sevilla unter dem Altar. Sie überleben das Beben und nehmen einen Stein, der aus dem Deckengewölbe herunterfiel, mit nach Hause. Gegen den Rat ihrer Umgebung hat Dona Julia den jungen Leon als Gehilfen eingestellt, dessen Herkunft zweifelhaft ist. Sie verliebt sich in ihn und die beiden heiraten. Was keiner in seiner Umgebung weiß, ist, dass Leon darauf vorbereitet wurde, die noch offene Schachpartie zu spielen. Leon muss gegen viele Schwierigkeiten ankämpfen, Widersacher stellen sich ihm in den Weg und eigene Zweifel machen sich breit. Wird er diese letzte Partie spielen oder werden andere seinen Part übernehmen? 

Der Roman, der in Sevilla über mehrere Generationen spielt, ist in einer sehr bildhaften Sprache geschrieben, so dass man sich die Handlungsorte und Personen sehr gut vorstellen kann. Auch wer sich mit Schach nicht auskennt, wird Gefallen an dem Buch haben. Neben den historischen Begebenheiten, erfährt man auch etwas über das Druckereiwesen und die Frauenemanzipation im 18. Jahrhundert. Zwischendurch gibt es unerwartete Wendungen, so dass immer eine leichte Spannung beim Lesen vorhanden ist. 

Etwas Probleme hatte ich mit den handelnden Personen, die auf mich teilweise spröde und trocken wirkten. Ich hätte mir mehr Lebendigkeit und Tiefe gewünscht.

Was mir gut gefallen hat, ist der schön gestaltete Schutzumschlag, der sich auf falten lässt und im Innenteil findet man einen alten Stadtplan von Sevilla. Auch die Darstellungen im Buch sind sehr hilfreich. 

Trotz der genannten Kritikpunkte fand ich das Buch sehr unterhaltsam.

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Cover des Buches Der Turm der Könige (ISBN: 9783502102267)Lesebegeistertes avatar

Rezension zu "Der Turm der Könige" von Nerea Riesco

...ein wahrer Schöcker
Lesebegeistertevor 4 Jahren

Ein sehr imposanter historischer Roman der in Sevilla spielt. Drama, Liebe und Intrigen alles dabei. Das Cover finde ich sehr schön.

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Cover des Buches Der Turm der Könige (ISBN: 9783502102267)Fornikas avatar

Rezension zu "Der Turm der Könige" von Nerea Riesco

Remis?
Fornikavor 4 Jahren

Mitte des 13ten Jahrhunderts sollte eine Schachpartie über Wohl und Wehe der Giralda in Sevilla entscheiden. Ein muslimischer Turm auf christlichem Boden? Ein Unding. Wer die Schachpartie zwischen Muslimen und Christen gewinnt, entscheidet über das Los des Minaretts. Doch die Partie wird unterbrochen und ist auch 500 Jahre später noch nicht entschieden. Nicht zuletzt deswegen, weil die ursprünglichen Regeln verloren gingen…

 Ein geheimnisvolles Schachspiel. Versteckte Regeln, Ritterorden und geheime Absprachen. Nerea Riesco kombiniert die mysteriöse Suche um die letzte Schachpartie gekonnt mit einer (unkitschigen) Liebesstory und Sevillas Geschichte im 18ten Jahrhundert. Mir hat diese Mischung über weite Strecken gut gefallen, die Autorin hat einen sehr angenehmen Schreibstil und kann auch die (für mich) eher langweiligen Schachsequenzen und –regeln entsprechend locker an den Leser bringen. Das ganze Buch ist einer Schachpartie ähnlich aufgebaut, das Spiel zieht sich als roter Faden durch die Geschichte, auch wenn die sich gerade mit etwas ganz anderem befasst. Die Figuren sind ganz gut gelungen, ab und an etwas stereotyp, aber durchaus interessant gestaltet. Die Familiengeschichte der Druckerfamilie de Haro ist abwechslungsreich, manchmal etwas abenteuerlich, ab und an leider auch etwas langweilig. Insgesamt bin ich den Figuren aber gerne über die Seiten gefolgt. Der Spannungsbogen ist mäßig aufgebaut, der vermeintliche Höhepunkt meiner Meinung nach etwas misslungen, sodass ich mit dem Ende nicht so richtig glücklich war. Insgesamt ist der Turm der Könige aber durchaus ein lesbarer historischer Roman, kein Highlight, aber doch unterhaltsam.

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