Neve Maslakovic Bezüglich Enten und Universen

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Inhaltsangabe zu „Bezüglich Enten und Universen“ von Neve Maslakovic

An einem nebligen Montag des Jahres 1986 teilt sich das Universum plötzlich und ohne Vorwarnung. Fünfunddreißig Jahre später: Felix Sayers, ein Kochbuchautor im San Francisco des Universums A, verbringt seine Tage damit, im Coconut Café davon zu träumen, einen Krimi im Agatha-Christie-Stil zu verfassen. Aber all das ändert sich, als Felix ein Foto von sich und seinem Vater entdeckt – datiert auf zehn Tage vor seiner Geburt. Das kann nur eines bedeuten: Felix hat ein »Alter« in Universum B. Von der Angst ergriffen, dass sein Roman möglicherweise bereits existiert, übertritt Felix die Grenze in das San Francisco von Universum B und stößt in einer gefährlichen Suche nach der Wahrheit über sein anderes Ich, über die Ereignisse eines bestimmten Montags und über eine unberechenbare Badeente, bevor seine Zeit in beiden Welten abgelaufen ist.

Interessante Idee, leider nicht wirklich spannend umgesetzt!

— Karin_Kehrer
Karin_Kehrer

Man erkennt deutlich, dass es ein Erstlingswerk einer promovierten Wissenschaftlerin ist. Viel zu verkopft und - sorry - langweilig. Schade.

— rumble-bee
rumble-bee

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    Bezüglich Enten und Universen
    Karin_Kehrer

    Karin_Kehrer

    20. April 2014 um 16:45

    San Francisco, Jänner 1986: Professor Z.Z. Singh führt ein verrücktes Experiment durch und durch einen unglaublichen Zufall spaltet sich das Universum. Fortan gibt es Teil A und Teil B, durch Übergänge miteinander verbunden.  Felix Sayers, Autor von Bedienungsanleitungen für Kochutensilien und Möchtegern-Krimiautor, erfährt erst mit 35, dass seine Eltern sein Geburtsdatum gefälscht und er daher ein Alter Ego in Universum B hat.  Die Sorge, dass Felix B womöglich den Kriminalroman bereits geschrieben hat, den er plant, bringt ihn dazu, Universum B einen Besuch abzustatten. Diese Reise wird gefährlich für ihn, denn jemand trachtet ihm offensichtlich nach dem Leben ... Ein interessanter Gedanke, der mich dazu gebracht hat, dieses Buch zu kaufen: Wie wäre es, wenn neben unserem bekannten Universum noch Parallelwelten existieren würden? Wie würde sich eine Abspaltung auswirken, welche Entwicklung würden die verschiedenen Welten nehmen?  Hier gibt es ein Universum A ohne Golden Gate Bridge, ohne Papierbücher und schädlichen Autoverkehr, in Universum B existiert Luftverschmutzung durch Verkehr, dafür gibt es keinen Kaffee, sondern nur Tee.  Die beiden Welten sind tatsächlich sehr detailliert ausgearbeitet, auch die Erklärungen, wie es zu den auslösenden Ereignissen gekommen ist, sind erschöpfend beschrieben. Und hier liegt auch schon das Problem. Denn allzu theoretisch und blutleer sind die Charaktere und ihre Dialoge. Von Gefühlen ist wenig die Rede, dafür gibt es endlose Abhandlungen über wissenschaftliche Phänomene. Gegen diese trockene Schreibweise hilft leider auch nicht der ab und an aufblitzende Humor.  Fazit: Eine interessante Idee, leider zu trocken und gefühlsarm erzählt. 

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  • Leider lahme Umsetzung einer spannenden Idee

    Bezüglich Enten und Universen
    kleinfriedelchen

    kleinfriedelchen

    10. June 2013 um 19:18

    "Enten", sagte sie ganz ernsthaft. "Schaffen sie Universen? Wahrscheinlich schon." "Einfach so? Die ganze Zeit? Mit jedem Watscheln?" "Wir glauben schon, ja. Jedenfalls mit jedem Watscheln, das eine schön lange Ereigniskette in Gang setzt." (S. 179) An einem kalten Tag im Januar 1986 teilte sich unser Universum plötzlich aufgrund eines verrückten Experimentes. Felix A, der durch ein geerbtes Foto erfährt, dass er vor diesem Tag geboren wurde, muss nun mit dem Gedanken leben, dass eine zweite Version von ihm selbst in Universum B existiert. Felix, der beruflich Bedienungsanleitungen für Küchengeräte schreibt, doch eigentlich Krimiautor sein will, verfolgt nun ein panischer Gedanke: was ist, wenn sein Alter Ego etwa schon das Buch geschrieben hat, das ihm selbst im Kopf herumschwebt? Was, wenn Felix B ein viel besseres Leben führt als er selbst? --- Was, wenn es mehr als nur ein Universum gibt? Was, wenn in jedem davon eine zweite Version unserer Selbst existiert, eine Art Doppelgänger? Angelockt von dieser Vorstellung und dem herrlichen Cover habe ich mich gespannt auf Neve Maslakovics verrücktes Gedankenexperiment in "Bezüglich Enten und Universen" eingelassen. Meinen Erwartungen konnte die Geschichte zwar nicht ganz gerecht werden, trotzdem ist das Buch ein ungewöhnliches Lesevergnügen gewesen. Die Aufmachung und der Klappentext erinnerten mich von der Art her etwas an "Per Anhalter durch die Galaxis", das Buch ist jedoch leider nicht ganz so humoristisch. Stattdessen verfolgt die Autorin hier einen spannenden Gedanken: jedes noch so kleine Ereignis kann, wenn es nur eine möglichst lange Ereigniskette auslöst, die ganze Welt drastisch verändern, so wie das bekannte Beispiel vom Flügelschlag eines Schmetterlings, der am anderen Ende der Welt einen Sturm auslöst. Den besten Beweis liefert uns der Bedienungsanleitungs-Autor Felix. Felix A entstammt einem Universum, in dem sich durch ein gewagtes Experiment des Wissenschaftlers Z.Z. Singh ein zweites Paralleluniversum abgelöst hat. Seit der Trennung haben sich die Welten in sehr unterschiedliche Richtungen entwickelt: während in Felix A's Welt energiesparend und papierlos gelebt wird, fahren die Menschen in Universum B doch tatsächlich noch diese spritfressenden Autos, trinken dafür jedoch keinen Kaffee mehr. Die Wissenschaftler beider Welten treibt nur eine Frage: Was hat diese Veränderungen ausgelöst? Felix ist das eigentlich relativ egal. Er will nur herausfinden, ob sein Alter Ego Felix B nicht vielleicht schon das Buch geschrieben hat, das Felix A schon so lange im Kopf herumspukt. Und ob das Leben des anderen Felix vielleicht besser ist als seins. Doch sein Aufenthalt in Universum B wird weit gefährlicher für ihn, als er gedacht hat. Versucht etwa jemand, ihn aus dem Weg zu räumen? Wer hier aufgrund der bunten Aufmachung ein Feuerwerk an Witz und Komödie erwartet, der wird leider enttäuscht. Die Geschichte hat zwar einen trockenen, unterschwellig humorvollen Erzählton, ist jedoch viel ernster, als ich es erwartet habe. Leider war die Geschichte auch weniger spannend, als ich gedacht hätte, denn statt sich mit seinem Alter Ego zu beschäftigen, hilft Felix den Wissenschaftlern bei der Suche nach dem einen Auslöser, der die Universen auf so unterschiedliche Wege geschickt hat. Trotz mangelnder Spannung habe ich die Geschichte aber doch recht gern gelesen, denn die Grundidee fand ich sehr faszinierend. So empfehle ich "Bezüglich Enten und Universen" all denen, die nach einer interessanten Geschichte über Paralleluniversen und Alter Egos suchen und über eine etwas lahme Erzählweise hinwegsehen können.

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  • Bezüglich Gähnen und Zuklappen

    Bezüglich Enten und Universen
    rumble-bee

    rumble-bee

    24. May 2013 um 20:57

    Ich hätte auch gnädig sein können, indem ich dem Buch wenigstens drei Sterne verleihe. Immerhin, es sind nette Ideen dabei. Doch bei genauem Nachdenken - nein, das fand ich nicht gerecht. Weder einer Autorin, noch zukünftigen Lesern ist damit gedient, ein Buch "wegzuloben". Insgesamt fand ich das Buch leider, mit allem Respekt, strunzlangweilig. Die Information zur Autorin ist denkbar dünn. Im Umschlag steht nur, sie sei promovierte Wissenschaftlerin - sie habe im "Space Lab" an der Uni Stanford geforscht. Und - wiederum sorry - genau das merkt man auch. Dieses Buch wurde nicht von einer "Autorin" geschrieben, sondern von jemandem, der den Plan hatte, "ich schreibe jetzt mal ein Buch". Und das ist ein Unterschied! Es hätte so schön sein können - der Klappentext ließ mich viel erhoffen. Zwei Universen, die plötzlich voneinander erfahren. Ein angehender Autor aus Universum A, der in Universum B nach seinem Doppelgänger forscht. Zwei Welten, die sich unterscheiden. Und aus deren Unterschieden man etwas lernen könnte. Doch leider, das Ganze ist völlig verkopft geraten. Es liest sich (jedenfalls für mich) nicht wie eine "Handlung", sondern wie ein Plan. Wie lauter Thesen, die aneinander gereiht wurden. Als echtes Buch, als Roman, völlig "blutleer". Die Menschen, die in diesem Buch vorkommen, geraten einfach nicht zu wirklichen Menschen. Sie halten ellenlange Mono- und Dialoge, nur um die neueste "These" innerhalb der sehr bucheigenen "Logik" zu untermauern. Es fühlte sich an wie in manchen Star-Trek-Folgen, die einfach so abstrus sind, dass man sie noch nicht einmal logisch angreifen kann. Man nimmt es hin, und schüttelt den Kopf. Sehr, sehr schade! Wie gesagt, einige Ideen waren ganz nett. Das eine Universum ist total ökologisch geworden, das andere nicht. In dem einen gibt es nur noch Einbahnstraßen und Fahrräder, im anderen noch Autos. Hier Kaffee, dort Säfte und Tee. Hier normale Tiere, dort "designte". Und, der wichtigste Punkt: in Universum B gibt es noch Bücher, in Universum A hingegen nur noch "Omnis" - also elektronische Publikationen. Hier setzt auch für mich ein weiterer, großer Kritikpunkt an. Ich will wirklich niemandem etwas unterstellen - aber, mit Verlaub, es wundert mich überhaupt nicht, dass dieses Buch von Amazon höchstselbst verlegt wurde (ja, es ist nämlich in keinem "richtigen" Verlag erschienen!). Diese "Omnis" werden das ganze Buch hindurch gelobt und gepriesen. Es werden die Vorteile von elektronischen zu "klassischen" Büchern durchdekliniert. Und die Geräte werden beschrieben. Sorry, aber das ist für mich eine ziemlich unverhohlene Werbung für Amazon selbst, und seine Produkte! Dass das noch keinem anderen Rezensenten aufgefallen ist, ist mir ein absolutes Rätsel. Jedenfalls - Punktabzug. Mein persönliches Fazit lautet - liebe Neve Maslakovic, machen Sie es nicht so wie ihr Held Felix, der seinen Job kündigen will, um hinfort nur noch Bücher zu schreiben. Manchmal ist es besser, wenn man Buchliebhaber bleibt.

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