Newton Thornburg Cutter und Bone

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Inhaltsangabe zu „Cutter und Bone“ von Newton Thornburg

Es gibt keine Garantie für Gerechtigkeit. Santa Barbara in den frühen 1970ern. Richard Bone, der seine Frau und seine Kinder verlassen hat, um sich mit dem Verführen reicher Touristinnen durchs Leben zu schlagen, beobachtet eines Nachts, wie eine Leiche in einem Mülleimer entsorgt wird. Als er am nächsten Tag das Foto des Redneck-Millionärs J.J. Wolfe in der Zeitung sieht, glaubt er, den Mörder wiederzuerkennen. An der Seite seines Freundes Cutter, einem zynischen, versehrten Vietnamveteranen, beginnt die Jagd auf einen Mörder, der sie bis in die Ozarks führen wird.

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    Cutter und Bone

    Rumbuddel

    23. May 2016 um 23:36

    Tja, ein großartiges Buch, finde ich. Ich kannte die Verfilmung (Cutter´s Way), die ich auch klasse fand, was ich vielleicht anders gesehen hätte, wenn ich das Buch vorher gelesen hätte. Nun mag ich beides. Aber zum Buch: man kann das natürlich als Kriminalroman lesen, muß man aber nicht. Man kann das natürlich als Sittenbild der USA lesen, muß man aber nicht. Man kann das natürlich als existentielles Dings, muß man aber nicht. Ich habe eine Geschichte gelesen, die einen da packt, wo es gerade zwickt, und eine Geschichte, in die man tatsächlich eintaucht. Man ist dabei. Ich weiß, daß dies keine sehr präzise Beschreibung ist, aber ein Element, was eine Menge des Spaßes ausgemacht hat und ein Grund, das ganz sicher mehrmals zu lesen. Mit unglaublicher Leichtigkeit geht es durch ganz schwere Dimensionen des Daseins.

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  • Wut, Bitterkeit und Projektionen

    Cutter und Bone

    Havers

    21. July 2015 um 19:45

    Und wieder einmal hat der Polar Verlag ein herausragendes Werk der Noir-Literatur veröffentlicht: „Cutter und Bone“ von Newton Thornburg, ein Thriller aus dem Jahr 1976, der 1981 unter dem Titel „Cutter’s Way – Keine Gnade“ mit Jeff Bridges verfilmt wurde. Richard Bone hatte die Nase voll von seinem Leben als treusorgender Familienvater. Deshalb quittierte er seinen Job und verließ Frau und Kinder Richtung Sunshine State. Seither verbringt er seine Tage in Santa Barbara mit Drogen, Alkohol und Frauen, von denen er sich für seine Dienste bezahlen lässt. Und er hängt mit Alex Cutter herum, einem Vietnam-Veteranen, der physisch und psychisch schwer gezeichnet ist. Beide tragen große Wut und Bitterkeit in sich, denn ihnen ist klar, dass sie das, was sie vom Leben erwartet haben, nicht bekommen werden. Aber vielleicht gibt es doch noch glückliche Zufälle. Die Leiche einer jungen Frau in einer Mülltonne könnte für die beiden das Ticket in ein besseres Leben sein. Sie glauben nämlich, in dem Täter J. J. Wolfe, einen Superreichen aus Missouri, erkannt zu haben. Und diese Vermutung setzt bei Cutter einen Prozess in Gang, der sich verselbstständigt, denn er projiziert allen Hass, den er in sich trägt, stellvertretend auf diese eine Person. Er soll für den Mord bezahlen, natürlich auch in klingender Münze. Die beiden Männer verlassen für die Suche nach dem Mörder sogar ihr gewohntes Umfeld und machen sich auf die Jagd. Selbst als das Aufspüren des Täters für Bone längst an Wichtigkeit verloren hat, kann Cutter nicht davon ablassen, wobei es ihm in errster Linie gar nicht darum geht, den Schuldigen zu strafen. Eigentlich möchte er sich nur stellvertretend an ihm rächen – für all das, was ihm sein Heimatland angetan hat. „Cutter und Bone“ ist nur in zweiter Linie ein Thriller, in erster Linie ist es ein höchst politisches Werk, angesiedelt in einer Zwischenzeit. Die Flower-Power Bewegung ist fast schon abgehakt und Reagans Amtszeit hat noch nicht begonnen. Amerika kämpft mit seinem Vietnam-Trauma, und die heimgekehrten Soldaten werden mit ihren Kriegserlebnissen allleingelassen. So auch Alex Cutter, der Veteran mit den schlimmen Verletzungen, der voller Ärger und Hass auf Kapitalisten  und Politiker ist, die sein Land in den Krieg getrieben haben. Dafür stellvertretend jagt er Wolfe und möchte ihn zur Strecke bringen. Thornburg hält der Gesellschaft den Spiegel vor und beschönigt nichts. Er gibt der Wut seines Protagonisten ein Ventil, bringt diese in messerscharfen Dialogen mit einer gehörigen Portion Zynismus genau auf den Punkt. Ein Meisterwerk des Genres, das man gelesen haben sollte. Eine kleine Notiz am Rande: Die Ozarks in Missouri wirken offenbar sehr inspirierend auf Noir-Autoren. Nicht nur Daniel Woodrell lebt und findet dort seine Themen, auch Newton Thornburg erwarb nach dem Verkauf der Filmrechte von „Cutter und Bone“ eine Ranch in den Bergen von Missouri.

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  • Spiegelbild der Post-Vietnam-Ära.

    Cutter und Bone

    Andreas_M_Sturm

    01. July 2015 um 07:40

    Cutter und Bone: Zwei Typen im Amerika der 70er Jahre, die unterschiedlicher nicht sein könnten, sich aber dennoch zusammengerauft haben. Bone, ein Aussteiger, der versucht, sich als Gigolo durchs Leben zu schlagen. Cutter, der innerlich und äußerlich schwer geschädigt aus dem Vietnamkrieg zurückkehrte und diesen Zustand durch beißenden Sarkasmus zu verdrängen sucht. Mehr schlecht als recht treiben sie durchs Leben und ertränken den Frust über die Ausweglosigkeit ihres Daseins im Alkohol. Erst als Bone einen einflussreichen Millionär beim Entsorgen einer Leiche zu erkennen glaubt, wittern sie ihre Chance auf ein besseres Leben und starten einen Erpressungsversuch. Obwohl die Handlung vor vierzig Jahren spielt, haben die dargestellten Themen nichts von ihrer Brisanz verloren. Newton Thornburg analysiert präzis die gesellschaftlichen Zustände in den USA kurz nach dem Vietnamkrieg und verknüpft sie mit einer dramatischen Krimihandlung zu einer spannenden Geschichte. Die bissigen, zuweilen gar bitterbösen Dialoge bescheren dem Buch eine ganz besondere Würze.

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